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parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Nr. ZO , 12. Jahrgang
Zreitag, 50. Januar 1842
kinzeipreis 15 Nps.
Qreimaf 30 . Januar
1933: Die Macht errungen /1939: Das größere und schönere Reich /1942: Im Abwehrkampf bis zum Sieg
Der Tag ist in die Geschichte eingegangen und KrastqueU der Nation geworden. Die ihn miterlebten, empfanden seine Bedeutung instinktiv: er war die Schicksalswende, er mußte es sein. Er fiel auf einen Montag. Achtundvierzig Stunden zuvor war wieder eine Regierung zurückgetreten. Sang- und klanglos war sie dahingegangen, und niemand hatte ihr eine Träne nachgeweint. Aber dreizehn Millionen Nationalsozialisten hatten den Atem angehalten. Die Stunde, der sie seit Jahren entgegenfieberten — sie hatte vernehmlich geschlagen. Denn wer anders sollte das Steuer jetzt ergreifen und das heftig schlingernde Schiss wieder aus Kurs zwingen, wen nicht der Eine, dem sie glaubten und vertrauten und zu folgen bereit waren.
Sie sind häufig beschrieben, die Ereignisse, die nun folgten, — die Verhandlungen mit dem greisen Reichspräsidenten, die Bildung des Kabinetts, das Hin und Her vom Kaiserhof zur Reichskanzlei bis zum Anbruch jenes 30. Januar 1933, an dem die Entscheidung fiel. Mittags verkündete es der Rundfunk: Adolf Hitler hat die Führung des neuen Kabinetts übernommen.
Die Kommune spürte die Gefahr und rief zum Generalstreik auf — zu spät! Die Sozis sattelten das parlamentarische Roß und versprachen dem Kabinett der „Feinen Leute und vier Nazis" eine vernichtende Wahlniederlage. Das gleiche tat mit frommem Augenaufschlag das Zentrum. Aber die dreizehn Millionen Nationalsozialisten wußten, daß es sich hier um mehr als einen Regierungswechsel handelte. Und in diesem Gefühl ließen sie sich nicht beirren, der Jubel, der ihre Herzen schneller schlagen ließ, erstickte jede andere Regung. Denn was galten ihnen an diesem Tage Worte, noch dazu die eines Gegners, der abgetan war, abgemeldet für alle Zeiten, trotz seines ungebärdigen Geschreis. An jenem Abend vollzog sich wie ein Wunder und zugleich wie selbstverständlich jener Marsch der Zwölferreihen, in denen die Kolonnen der Bewegung durch das Brandenburger Tor zogen. Fackelschein erleuchtete taghell die Wilhelmstraße. Hunderttausende drängten sich auf dem Wilhelmplatz, grüßten zur Reichskanzlei empor und jubelten dem Manne zu, der mit ihnen diesen Tag als den schönsten seines Lebens feiern konnte.
Unvergeßliches Erlebnis: immer wieder brachen die Kampflieder der Bewegung sich Bahn, immer wieder flogen die Arme hoch, in einem Begeisterungstaumel, der ohne Beispiel war. Und doch: rang hier nicht noch ein anderes Gefühl um Ausdruck? War diese Geste nicht auch wie ein Hilferuf? Wie ein gellender Schrei: führ uns heraus aus dem Elend, in dem wir leben. Gib uns Arbeit! Mach uns stark!
Gib unserem Dasein einen Inhalt wieder!
Und gab es nicht auch Millionen, die noch abseits standen, die sich mit allen Kräften gegen die Entwicklung stemmten, bereit, sie notfalls im Terror untergehen zu lassen? Und Millionen, die Zweifelten? Oder innerlich unbeteiligt abwarteten? Und zur Mitarbeit nur bereit waren, wenn es sie keine Konzessionen zu kosten schien.
So gab es noch manches Dunkel, wo der Schein der Fackeln verlosch, und Aufgaben erhoben sich, riesengroß.
Niemals war ein Mann aus heißerem Herzen begrüßt. niemals aber auch hatte ein Einzelner ein schwereres Erbe angetreten.
Sechs Jahre später, am 30. Januar 1939. Was sich in flüchtigen Umrissen angekündigt hatte, war feste, greifbare Wirklichkeit geworden. So erstrahlte die Reichshauptstadt wieder im Feuer der Fackeln. Unter Fahnen waren di? Straßen fast versunken. Und durch ein Spalier, das Hunderttausende und Millionen von Berlinern bildeten, fuhr der Führer von der Reichskanzlei zur Kroll- oper. Dort sprach er zum Reichstag, dem ersten Großdeutschlands, denn der Traum vom Großdeutschen Reich war erfüllt. Sechs Jahre hatten genügt, ein zersplittertes, erniedrigtes Deutschland
die Grenzen. Im kulturellen Leben brachen die jungen Kräfte durch. Zwar gab es viel noch zu tun und daß die Zukunft nicht leicht sein würde, man wußte es wohl. Aber das war es ja gerade, was man wollte: kämpfend und ringend Neues schaffen!
Für den Beobachter von draußen ein unheimlicher Vorgang fast, dieses Wiedererwachen der völkischen Energien. Achtzig Millionen waren sich ihrer Kraft bewußt geworden und wollten sie gebrauchen,' in täglich frischem Anpacken bekräftigen, was ein halbes Dutzend Jahre an Erfolgen gebracht hatte. Und vor allem: sie arbeitend immer
aus dunkler Tiefe emporzuführen, empor zu Hö- weiter vertiefen, die Gemeinschaft, die nun alle hen, die es niemals zuvor erklommen und die die umfing, auch die, die sechs Jahre zuvor noch ab- Besten des Volkes in Jahrhunderten ersehnt hat- feite gestanden hatten. Denn längst hatten sie den ten. Was an Aufgaben gewesen, war angefaßt und Weg gefunden. Das große Werk, das begonnen bewältigt. Die Schwungräder der Wirtschaft liefen war, duldete keine trennenden Schranken. Wer aus vollen Tourem Eine starke Wehrmacht schützte mitarbeitete, war willkommen.
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30. Januar 1933: SA. marschiert durch das Brandenhurffer Tor.
Archiv
Was wir uns erarbeiteten . . .
Deutschs Leistungen in 7 Autbauahren — Streiflichter aut das gewaltige Friedenswerk Adolf Hitlers — Taten, für die kein Opfer zu groß ist
Die geschichtliche Größe der machtvollen Wiedererhebung eines Volkes aus tiefstem Elend läßt sich nicht an Ziffern messen; Stolz, Glück und Dank, die das deutsche Volk für das gigantische Aufbauwerk der NSDAP, der Jahre vor der Machtübernahme bis zum Kriegs- beginn empfindet, können ebensowenig in nüchternen Zahlen ausgedrückt werden, wie' der Wille und Glaube der Gemeinschaft, aus denen das Friedenswerk des Führers erwuchs. Aber die tatsächliche Leistung zwischen den Jahren 1933 und 1939, der sachliche und materielle Erfolg, das greifbare und sichtbare Ergebnis, sie gewinnen in Ziffern klare Gestalt und führen die allumfassende Gewalt des Wandels,
die Steilheit des Aufstieges und Kraft der nationalsozialistischen Weltanschauung vor Augen, mit der diese vorher unvorstellbaren Leistungen auf allen Gebieten des deutschen Lebens und Schaffens vollbracht wurden.
So wollen wir uns an diesem 30. Januar an Hand sachlicher Vergleichszahlen noch einmal vergegenwärtigen, wie erschreckend groß unsere Ndt wai, als Adolf Hitler die Führung des Reiches übernahm, und welch einzigartige Taten in gemeinsamer Anstrengung und harter Arbeit aller vollbracht waren, als das internationale Judentum uns den' Krieg und die Unterbrechung unseres stolzen Friedensschaffens aufzwang.
Von der Machtübernahme bis zum Kriegsbeginn
Die nachstehenden Vergleichszahlen stellen jeweils das letzte Jahr vor der Machtübernahme durch die NSDAP., 1932, dem letzten ganzen Friedensjahr, 1938, gegenüber und beziehen sich auf das Altreich, um die Steigerung auf allen Gebieten möglichst klar und eindeutig erfassen zu können:
Das deutsche Volkseinkommen steigerte sich demnach von 45 175 Mill. RM. auf 79 722 Mill. RM.
Die Spareinlagen bei den Sparkassen wuchsen von 11 450 Mill. Reichsmark auf 18 009 Mill. RM.
Die Prämieneinnahmen der Lebensversicherungen erhöhten sich von 749 Mill. RM. auf 1160 Mill. RM.
Die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten stieg (im Jahresdurchschnitt angegeben) von 12,580 Mill. auf 19,518 Millionen.
Die Umsätze im Einzelhandel erweiterten sich bei den Nahrungs- und Genußmitteln von 10,5 Mrd. RM. auf 13,8 Mrd. RM. und bei Textilien und Bekleidung von 5,9 auf 10,0 Mrd. RM. Bei Hausrat und Wohnbedarf stiegen die Umsätze von 2,4 auf 5,0 Mrd. RM., während sie für Kultur- und Luxusbedarf von 2.8 auf 3,8 Mrd erhöht wurden.
Die Zahl der Eheschließungen entwickelte sich von 516 793 auf 645 062, während die Ziffer der Lebendgeborenen von 993 136 auf 1 348 534 stieg.
Die Zahl der neugebauten Wohnungen erhöhte sich von 131 000 auf 276 000 im Jahr.
Die Verkau f^ erlöse der Landwirtschaft betrugen im Wirtschaftsjahr 1932 33 6,14 und 1938/39 10,69 Mrd. RM. Der Mengenindex der Verkaufserlöse der Landwirtschaft stieg im gleichen Zeitraum von 104 auf 127.
Die Indexziffer der Industrieproduktion erhöhte sich von 58f7 auf 124,7, während die Sachinvestitionen in der gleichen Zeitspanne von 3,5 auf 18 bis 19 Mrd. RM. erhöht wurden.
Die Reichsbahn beförderte 1932 1305 Mill. Personen gegenüber 1976 Mill. im Jahre 1938. Die Ziffern für beförderte Güter stiegen in den gleichen Jahren von 242 Mill. t auf 468 Mill. t.
Die Tonnage der auf Kiel gelegten Handelsschiffe erhöhte sich, in 1000 BRT. angegeben, von 5 auf 461.
Der Bestand an Kraftfahrzeugen, in Millionen ausgedrückt, wuchs von 0,49 auf 1,27 bei Personenkraftwagen, bei Lastkraftwagen von 0,15 auf 0,37, bei Krafträdern von 0,82 auf 1,51. Ebenso stark war die Steigerung der Zulassung von Kraftfahrzeugen. Sie stieg (in 1000 benannt) von 41,1 auf 222,8 bei Personenkraftwagen, von 7,0 auf 56,8 bei Lastkraftwagen und von 56,4 auf 76,4 bei Krafträdern.
Die Zahl der Filmtheaterbesucher nennt für das Jahr 1932/33 238,4 Mill. Besucher und für das Jahr 1938/39 441,6 Millionen.
Die Zahl der Rundfunkteilnehmer wuchs von 4,185 Mill.' Hörer auf 9,598 Mill.
^Jach den Meldungen von Fremden in 260 Orten machte der Fremdenverkehr eine Steigerung von 4.99 auf 8,39 Mill. durch.
Von der Gnade dieser Volksgemeinschaft sprach der Führer an diesem 30. Januar 1939, selber tief bewegt. Er sprach auch von der Zukunft, erneuerte die Forderung auf Rückgabe der geraubten deutschen Kolonien. Aber diese Forderung hatte keinen ultimativen Charakter, und selbst die Hetzblätter des Auslandes mußten zugeben, daß die Rede einen versöhnlichen Charakter getragen hatte. Wie hätte es auch anders sein können! Ein gigantisches Aufbauwerk war im Gange — ihm galt alles Seh-
Her fülltet spricht heute um 17 llhr
dnb Berlin, 50. Januar. Der führet spricht jum 50. Januar heute 17 llhr. Seine Netze wirö vom Sroßtzeutschen Nuntzsunk aus olleSentzer übertragen, kine Wiederholung der Übertragung bringt Ser Sroßtzeurfche Nuntzsunk heute abentz nach Sem Nachrichien- Üienst um 20.15 Uhr.
nen und Streben des Führers. Und er wollte und brauchte nur eins, um es zu vollenden: Frieden.
Die ewigen Feinde jeder völkischen und sozialen Befreiung wollten es anders. Ein halbes Jahr später brach der Krieg aus — ein Krieg gegen eben dieses Aufbauwerk, das nach ihrem Willen nicht sein sollte, weil in ihm eine neue gerechtere Welt sich ankündigte.
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Dieser Krieg prägt das Gesicht des heutigen 30. Januar. Kein Fackelzug, der am Abend durch die Straßen der Reichshauptstadt zieht. Keine Fahnen, die festliche Freude künden. Denn dieser Krieg hat ein unerbittlich hartes Regime angetreten. Er läßt keine Zeit zum Festseiern, er hat Hunderte von Millionen in seinen Dienst gestellt und ihnen sein Gesetz ausgezwungen.
Gibt es dennoch keine Beziehungen zwischen jenen ,,30.-Januar"-Tagen. die von stolzer Freude
getragen waren, und dem diesjährigen Gedenktag, der im Zeichen gesteigerter Arbeit begonnen beendet wird? Doch es steht hinter dem einen wie deip anderen derselbe Wille: der Geist der Selbstbehauptung, des Kampfes und der Hingabe. Ihm ist heute jeber Gedanke verschrieben, mit einer Unbedingtheit, vor der alles andere erlischt. Das deutsche Volk kennt die Notwendigkeit dieser Haltung und weiß, daß nicht vom Frieden zu träumen, sondern der Sieg zu erkämpfen ist. Der Mann, der vor neun Jahren die Macht im Staate übernahm, ist dem Volk hierin höchstes Beispiel. Das deutsche Volk folgt ihm auf diesem Wege. So begeht es den Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution, indem es arbeitet, wie an je- jedem andern Tag. Aber das Bewußtsein jener ,,30.-Ianuar"-Tage ist in ihm immer lebendig. Es wird einen Tag geben, an dem die Kolonnen durchs Brandenburger Tor marschieren, mit ihnen der Sieg und das neue Zeitalter.
Rudolf Pörtner.