Ausgabe 
(22.1.1942) Nr. 22
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheknt7malwö chentlkch

Mvnatsbezug E 2,30 einschl. Zu stellgebühr; Postbezugspreis monatl 2,30 E,(einschl. 30,1 ^ Post zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be stellgeld. Bezugspreis ist !m voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf mhlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Wcser- Ems GmbH., Bremen, Geeren6/8. Fernspr. 34121, Nachtr. u. Sonntg. 51113. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr? Schriftleitung: Diens-

eiZeltiW

tag und Freilag 12)^—13V- Uhr.

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjanlestadt Vremen

W

Anzeigen - Grun dpreise:

Die 1 mm hohe und 22 wm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 Mm breite und 1 wm hohe Zeile imTertteil 75^,/. Ermäß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel O. Geschäftsstellen: Vremen: Geeren 6/8, Ruf 54121) Nachtruf und sonntags 51115) Obernstr 8H, Nuf 5 4121) Gyke: Dtühlendamm 2) Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Nuf 4 34 58) Br.-Vegesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8) Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des veichsstattstalters in Oldenburg und vremen

Nr. 22 , 12. Jahrgang

Donnerstag, 22. Januar 1S42

kinzelpreis 15 Npf.

Z4000 Veiten in lolzur eingekesselt

flirgriff aus Burma aus zwei Mästungen / operatiansziel: flbriegelung -er Vurmaftraße

Schanghai, 21. Januar. Die Zahl der in Johur umzingelten britischen Streiträste belauft sich nach neuesten japanischen Meldungen etwa auf 34 VVV Mann. Dqrunter befinden sich 25 voll Australier und Briten sowie 9VVV Inder. Nach den letzten Frontberichten dauern die schweren Kämpfe um Johur-Bharu an. Hierhin ziehen sich die britischen, indischen und australischen Truppen zurück, um nicht von den nachdrängenden Ja­panern abgeschnitten zu werden. Die Luftwaffe des Feindes versuchte nicht nur die Nachschubwege der Ja­paner zu stören, sondern auch die japanische Aufklärung über Singapur und dem Küstengebiet zu beeinträchtigen. In Luftkämpfen wurden mehrere feindliche Flugzeuge vom Typ Martin und Vuffalo abgeschossen, fünf über dem Staat Johur und vier über der Jnselsestung Singapur.

8cbvv6re I.uktsnAriffe suk Singspur

Das Kaiserliche Hauptquartier meldet neue schwere Luftangriffe auf Singapur. Formationen schwerer Bom­ber warfen Dienstag abend schwere Explosiv- und Brand­bomben auf militärische Einrichtungen und Kommando­stellen in Singapur, wobei direkte Treffer erzielt wur­den. Leichte Bomber bewarfen zu gleicher Zeit den Flug­platz und die Werkstätten von Seletar an der Nord- küste der Insel Singapur dicht südlich des Kriegshafens, wobei große Feuer an sieben Stellen des Flugplatzes und in den Werkzeughallen verursacht wurden. Kampf­flugzeuge, die die Bomber begleiteten, griffen zehn Hurricanes an, die die japanischen Bomber belästigten, und schössen sieben ab. Drei japanische Kampfflugzeuge werden vermißt.

Vorsloü auk kloulmein

Die aus Thailand heraus geführten Angriffe gegen Burma werden, wie in Tokio verlautet, aus zwei Rich­tungen vorgetragen: erstens nach der Besetzung Ta- voys in der Höhe von Bangkok an die Westküste Bur­mas aus südlicher Richtung; zweitens in direkt west­licher Richtung aus dem Grenzabschnitt Thailand— Burma auf Moulurrin am Golf von Martaban, etwa 18V Kilometer östlich von Rangun. Man ist in Tokio überzeugt, daß diese neuen Operationen gegen das Ran- gun-Gebiet zur Abriegelung der Burmastraße geführt werden.

4A- Eli'/»

S

Zwei japanische Flugzeuggeschwader griffen britische Truppenansammlungen bei Moulmein in Burma an und richteten große Zerstörungen an Kasernen, Eisenbahn- anlagen, Lagerplätzen, Lastwagen usw. an. Moulmein, eine Stadt von etwa 65 000 Einwohnern, wird als Mittelpunkt der ersten britischen Verteidigungsstellung gegen die vereinigten japanisch-thailändischen Streit­kräfte angesehen und ist als bedeutendster Hafenplatz neben Rangun stark ausgebaut worden. Die Engländer haben hier größere Truppenmassen zusammengezogen, da sie befürchten müssen, daß nach dem Fall von Singa­pur der nächste Schlag gegen Burma als Versorgungs­basis für Tschungking fallen wird.

Der Frontbericht der japanischen Zeitung „Jomiuri Schimbun" verzeichnet auf Grund von Beobachtungen der japanischen Luftwaffe starke britische Truppen- und Materialansammlungen im Gebiet von Rangun. Bei

einem Luftangriff japanischer Bombengeschwader am 19. Januqr seien dort annähernd 25V Güterwagen ver­nichtet worden.

kurcktdsrer Lcklsg I>Ieu-6uin6s

Der australische Luftfahrtminister, Drakedord, hat, einer Meldung aus Melbourne zufolge, einen Groß­angriff japanischer Kampfflugzeuge auf Rabaul, die Hauptstadt des australischen Mandats Neu-Guinea, be­kanntgegeben: Die japanischen Bomber, die vermutlich von einem Flugzeugmutterschiff gestartet seien, hätten am Dienstagvormittag den Flugplatz von Rabaul in mehreren auseinander folgenden Wellen angegriffen und militärische Anlagen zerstört. Einzelheiten über das Ausmaß der Zerstörung lägen, wie der Minister vor­sichtig äußerte, nicht vor. (Siehe auch Seite 2)

erbitterte kämpfe an -er Oonez-sronl

loooo Defangene um seodosia — U-Voot versenkte jm kivmeer einen Zerstörer und einen bompfer

Aus dem Führerhauptquartier, 21. Ja­nuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Donezfront kam es auch gestern zu erbitterten Kämpfen. Feindliche Kräfte, die am Oberlauf des Flusses in die deutschen Linien eingebrochen waren» wurden im Gegenangriff zurückgeworfen. Dabei ver­loren die Sowjets 11ÜÜ Tote und einige hundert Ge­fangene sowie 19 Geschütze und 3ll Maschinengewehre. Auch im mittleren uns nördlichen Frontabschnitt setzte der Feind seine Angriffe fort. Bei den Abwehrkämpsen und bei erfolgreichen Gegenangriffen erlitt der Feind erneut schwere Verluste an Menschen und Material. Die Beute in der Schlacht um Feodosia hat sich nun­mehr auf 16 KV5 Gefangene, 85 Panzer und 177 Ge­schütze erhöht. Die Luftwaffe beschädigte in der Straße von Kertsch ein größeres feindliches Handelsschiff durch Bombenwurf und griff an der gesamten Ostfront erfolgreich in den Abwehrkampf ein. Ein Unterseeboot versenkte im Eismeer aus einem stark gesicherten feindlichen Geleitzug heraus einen Zerstörer und einen Dampfer. Ein weiterer Zerstörer und zwei Dampfer wurden durch Torpedotreffer beschädigt.

Bei bewaffneter Aufklärung über dem Teegebiet um England erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer in Hafenanlagen und einem großen Jndustriewerk an der englischen Ostkiiste sowie in einer Funkstation in Tüdostengland. In Nordasrika schwache beider­seitige Artillerietätigkeit. Bewegungen britischer Trup­pen auf der Küstenstraße und Schifssziele vor der nord- afrikanischen Küste wurden mit guter Wirkung bom­bardiert. Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen La Valetta und britische Flug­plätze auf der Insel Malta. — In der letzten Nacht warf der Feind mit schwachen Kräften Bomben im nordwestdeutschen Küstengebiet. Es entstand einiger Häuserschaden. Vier der angreifenden briti­schen Bomber wurden abgeschossen. Hierbei errang Ober­leutnant Becker seinen 9., 1V. und 11. Nachtjagdsieg."

In den frühen Nachtstunden des gestrigen Tages nahmen Fernkampfbatterien der Kriegsmarine einen britischen Geleitzug vor Dover unter Feuer und zwan­gen ihn zum Abdrehen. Kurz darauf beschossen Batte­rien des Heeres von der Kanalküste aus militärische Ziele in der Hafenstadt Dover.

Zakob Merlin eeneralinspektor des siistrers für das krastsakrwesen

Berlin» 21. Januar. Um über alle wichtigen Fragen des Kraftfahrwesens, das für die Kriegführung größte, ja entscheidende Bedeutung gewonnen hat, in umfassendem Ueberblick und mit einer Schnelligkei-t, die auf dem ordentlichen Dienstwege nicht zu erzielen sein würde, jederzeit unterrichtet zu sein, hat der Führer sich persönlich einen besonderen Generalinspektor für das Kraftfahrwesen beigeordnet. Auf diese Stelle hat der Führer in der Person des ---Standartenführers Direktor Merlin einen hervorragenden Fachmann berufen, der über reiche Erfahrungen in der Praxis des Kraftfahr­wesens verfügt und dessen bewährten Rat sich der Füh­rer bereits seit langen Jahren zunutze gemacht hat.

Der Erlaß vom 16. Januar 1942 hat folgenden Wort­laut:

Es hat sich als notwendig erwiesen, daß ich über alle für die Kriegführung wichtigen Fragen des Kraftfahr­wesens mehr als bisher schnell und eingehend auf un­mittelbarem Wege unterrichtet werde, um sofort die durch die Kriegslage gebotenen 'Anordnungen geben oder veranlassen zu können. Ich bestelle daher den

---Standartenführer Direktor Jakob Merlin zu mei­nem Eeneralinspektor für das Kraftfahrwesen. Der Eeneralinspektor untersteht mir unmittelbar. Er erhält Weisungen nur von mir. Der Eeneralinspektor ist be­fugt, im Gebiete des Eroßdeutschen Reiches, im Gene­ralgouvernement, in den besetzten Gebieten und in den Operationsgebieten bei allen militärischen und zivilen Dienststellen des Staates, bei den Dienststellen der Par­tei und den einschlägigen privaten Betrieben alle ihm erforderlich erscheinenden Besichtigungen vorzunehmen und die gebotenen Feststellungen zu treffen. Er hat mir laufend Bericht zu erstatten.

Die genannten Dienststellen und Betriebe sind ver­pflichtet, dem Eeneralinspektor alle von ihm gewünsch­ten Besichtigungen zu gestatten, diese.in jeder Hinsicht zu erleichtern, ihm alle verlangten Auskünfte zu geben und alle benötigten Urkunden und Unterlagen zur Ver­fügung zu stellen.

Führerhauptquartier. 16. Januar 1942.

Der Führer, (gez.) Adolf Hitler.

Der Rejchsminister und Chef der Reichskanzlei (gez.) Dr Lammers.

Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (gez.) Keitel.

„oer rrMung der großen Ausgabe entgegen"

Ministerpräsi-eist rojo un- flußenminister logo vor Sem japanischen Neichstag — Sie en-güttige Meverringung -es sein-es

unS -er Neuaufbau Vstasiens -as Ziel Sieles Kampfes

Tokio, 21. Januar. In der Sitzung des japanischen Reichstags am Mittwoch hielt Ministerpräsident Tojo eine Rede, in der einleitend auf die großen Erfolge der kaiserlich-japanischen Streitkräfte hinwies. In einem kurzen Zeitraum seien, so führte Ministerpräsi­dent Tojo, weiter aus, bereits die meisten strategi­schen Punkte des Feindes in Ostasien vernichtet wor­den. Auch gegen das Tschungkingregime sei der japa­nische Druck zunehmend verschärft worden, während die Verteidigung im Norden des Reiches sicher und unan­greifbar sei.

„Das wichtigste Ziel dieses Krieges ist", so sagte der Ministerpräsident in seinen weiteren Ausführungen, „die Sicherung strategischer Stützpunkte in Großostasien und die Einbringung der über wichtige Hilfsquellen verfügenden Gebiete unter japanischer Kontrolle, um damit unsere Kampfkraft zu erhöhen und, in engem Zusammenwirken mit Deutschland und Italien, das Ausmaß der Operationen immer mehr auszudehnen und zu verschärfen und den Kampf durchzufechten, bis die Vereinigten Staaten und das Empire auf die Knie gezwungen sind."

Die Vereinigten Staaten und das britische Empire seien jedoch Länder, die seit vielen Jahren ihre Welt­herrschaft fest gegründet hätten und die erbitterten Wi­derstand leisten würden. Daher müsse, wenn das Ziel dieses Krieges erreicht werden solle, die ganze Nation alle Schwierigkeiten und Wechselfälle durchstehen mit dem festen Glauben an den Endsieg. „Mit großer Tat­kraft führt Jajmn jetzt die große Aufgabe der Schaffung einer Sphäre gemeinsamen Wohlstandes in Großostasien durch, während die militärischen Operationen in einem

gigantischen und weitreichenden Ausmaß unter Einsatz der ganzen Kraft unserer Nation im Gange sind. Es ist wirklich eine große Aufgabe noch nie dagewesener Art, die unser Reich unternommen hat und die allen Gebie­ten in Großostasien einen immerwährenden Frieden bringen soll. Eine neue Auffassung tritt mit dem Be­ginn einer neuen Epoche der Geschichte zutage, die sich den Aufbau einer neuen Weltordnung zum Ziel gesetzt hat, für die wir zusammen mit unseren Verbündeten und den befreundeten Mächten in Europa arbeiten. Das Gelingen dieser großen Unternehmung ist die Vorbe­dingung dafür, um die Erfolge unseres Reiches in dem bewaffneten Konflikt zu einem endgültigen Triumph zu gestalten. Die kaiserliche Armee und die Marinestreit­kräfte haben bereits Hongkong besetzt und den größeren Teil der Philippinen eingenommen. Sie haben nahezu die ganze Malayen-Halbinsel unter ihre Kontrolle ge­bracht und kürzlich auch strategisch wichtige Punkte Nie- derländisch-Ostindiens besetzt."

Ministerpräsident Tojo bezeichnete es als bedauer­lich, daß das Tschungking-Regime seinen sinnlosen Widerstand immer noch fortsetze. Japan werde dieses Regime gründlich vernichten. Er sei aber fest überzeugt, daß es hoch an der Zeit wäre, daß die Gesamtheit der 400 Millionen Chinesen die große Veränderung in der Weltlage in ihrem wahren Licht erkennen wurde und sich der hehren Aufgabe des Aufbaues der Sphäre gemeinsamen Wohlstandes in Ostasien anschließen würde, indem sie ein für allemal die alte Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten und Großbritannien hinweg­räumten. „Für uns ist es eine große Befriedigung, daß unsere Verbündeten, besonders Deutschland und Italien,

neben Japan fortgesetzt Siege erringen, die zur Schaffung der neuen Weltordnung führen werden. Japan beabsichtigt, die Solidarität mit diesen verbünde­ten Mächten auf militärischem, diplomatischem und wirtschaftlichem und anderem Gebiet weiter zu stärken und in der Verfolgung des gemeinsamen Sieges weiter- zuschreiten. Abschließend wandte sich Ministerpräsident Tojo den wirtschaftlichen und finanziellen Maßnahmen zu, die zusammen mit den militärischen Aktionen zur endgültigen Erxingung des Sieges eingeleitet werden und die die von Japan in Angriff genommene Aufbau­arbeit in Ostasien kennzeichnen.

Außenminister Togo gab zu Beginn seiner Aus­führungen seiner Befriedigung über die glänzenden Er­folge der japanischen Streitkräfte und über den damit verbundenen raschen Fortschritt des Aufbaues in Ost­asien Ausdruck. Trotz der gehässigen Propaganda, die der Feind vom Stapel lasse, hätten die Völker des größe­ren Teils der Welt die wahren Verhältnisse, die Japan in diesen Krieg gezwungen hätten, erkannt. „Wir, hundert Millionen Menschen mit einem eisernen Willen", fuhr Außenminister Togo fort, „führen jetzt diesen Krieg energisch bis zum erfolgreichen Abschluß. Man brauche gar nicht zu erwähnen, daß die Selbständig- machung oder die Erhebung Ostasiens bei den jetzigen Führern Amerikas und Englands keinen Anklang findet. Wir sind aber fest überzeugt, daß, ob sie es nun gern sehen oder nicht, es unsere historische Aufgabe ist. Ost­asien zu emanzipieren und zu entwickeln, und wir schrei­ten der Erfüllung dieser großen Aufgabe entgegen. Die Gerechtigkeit ist eindeutig auf unserer Seite," wie es (Fortsetzung auf Seite 2)

^öe Heneeaö sksemeö

Aus dem Führerhauptquartier, 21. Ja­nuar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat dem General der Panzertruppe Rommel, Befehlshaber der Panzergruppe Afrika, am 2V. Januar 1942 das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und an ihn nachstehen«

Lrosss-Hokkwanll

des Telegramm gesandt: „Dank Ihrem hervorragenden Einsatz haben Sie erneut in Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten die anglo-amerikanischen Ab­sichten durch einen Abwehrsieg gegen weit überlegene Gegner zunichte gemacht. In dankbarer Würdigung Ihres Erfolges und des heldenhaften Kampfes der Ihnen unterstellten deutschen und italienischen Truppen verleihe ich Ihnen als sechstem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

rck. Rom, 21. Januar. Für die hohe Auszeichnung Ge­neral Rommels gibt es keine eindrucksvollere Begrün­dung als die heutige strategische Lage in Nordafrika. Die erheblich angeschlagenen britischen Panzerbrigaden stehen ungefähr am südlichsten Punkt der libyschen Küste, nicht weiter westlich als Wavells „Nilarmee" vor einem Jahr. Die Pause, die in den Kämpfen eingetreten ist, wird von einem Teil der britischen Propagandastimmen dazu benutzt, ostentativ mit der Möglichkeit eines Verzichts auf weitergesteckte Operationsziele zu spielen. Die Be­drohung Aegyptens, so hört man aus London, sei immer­hin abgewendet, der Hauptzweck Auchinlecks offenbar also erreicht.

Die Kriegslist, den Gegner durch Vorspiegelung rein defensiver Absichten in Sicherheit zu wiegen, ist ebenso alt wie durchsichtig. Freilich kann Churchill auch aus anderen Gründen aus das Requisit der „Gefährdung Aegyptens" nicht verzichten, weil das strategische Aben­teuer. in das er sich nach einer für englische Begriffe minutiösen Vorbereitung vor zwei Monaten gestürzt hat und das er seither in Washington und im eigenen Lager gegen einen Chor von Kritikern verteidigen mußte, heute unsicherer denn je erscheint. Die Große Syrte, an der die Truppen der Achse und die mit viel amerikanischem Material ausgerüstete und aus un­gleichartigen Bestandteilen zusammengesetzte, aber an Zahl und auch an Kampfkraft sehr starke „8. Armee" Auchinlecks einander gegenüberstehen, bietet aller­dings beiden Seiten gleich günstige Voraussetzungen

«IIIIMIIII»IIII»IIIII»III»II»»N»»IIIIIIIII»IIIMMIIIM»IIIIIIII»I»IIIIMIIIIIIIIIM

vnsor VaAQsspLSsol

Die erbitterten Kämpfe an der Donez-Front nehmen ihren Fortgang.

In der Schlacht um Feodosia wurden bereits über Iv üvü Gefangene eingebracht.

Der Führer hat dem Kommandeur des Deutschen Asrikakorps, General Rommel, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz verliehen. Ministerpräsident Tojo und Außenminister Togo sprachen vor dem japanischen Reichstag zur militärischen und diplomatischen Lage.

Durch parlamentarische Taschenspielertricks sucht Churchill der Verantwortung für die Rückschläge im Empire auszuweichen.

Zum Eeneralinspektor des Führers für das Kraft- sahrwesen wurde Jäkob Merlin ernannt.

Unter Beteiligung bremischer Wirtschaftskrise wurde die neue Reederei Glässel L Co. als Kom­manditgesellschaft in Brem»« gegründet.