Ausgabe 
(28.10.1941) Nr. 299
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Parteiamtliche Lageszeitung

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der Nationalsozialisten Vremens

fimtliches verkündungsblatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 299 /II. Zalirgang

Dienstag. 28. Oktober 1941

kinzelvreis 19 Npf.

Husarenstreich deutscher Panier

Sowjelstadr im Schneetreiben gestürmt / Unerwarteter slankenstoß überrascht schwerste Sawjetpanzer

stngriffe bei grundlosen Straften

wendige deutsche taktik

Als eindrucksvolles Zeugnis für die blitzartige Be­weglichkeit deutscher Kriegführung darf der nachstehende ?L.-Sonderbericht des Kriegsberichters Lutz Koch gelten. Daß auch auf kleinem Raum nicht das Schema siegt, sondern die Initiative der tapferen, zum höchsten Ein­satz bereiten Soldaten, wird in dieser Schilderung schla­gend bewiesen.

rck. skL.) Im Osten, im Oktober. Als wir uns noch mitten in der Nacht für den bevorstehenden Angriff unserer Panzerdivision fertigmachen, ahnen wir noch nichts davon, daß die geplante Wegnahme der Stadt M. zu einer der glänzendsten Waffentaten unserer Panzer­division werden soll.

Die Glieder sind steif von einer kurzen und kalten Nacht, die einem schweren Angriffstag folgte. Der Ver­such, auf der Rollbahn ostwärts vorzustoßen, scheiterte gestern trotz aller Mühen und Opfer, weil die Sowjets alle Kräfte des Hinterlandes mobil machten, um uns den Weg zu verlegen. Fünf- bis zehnfach war die Ueber- macht, die, schnell herbeigeholt, allmählich unseren Pan­zern, Schützen, unseren Kradschützen und Artilleristen gegenüberstand, und alles, was Moskau an Flugzeugen mobilmachen konnte, wurde südlich des großen Kessels von Brjansk angesetzt, um hier ein weiteres Vorrücken des Gegners unmöglich zu machen. Die Sowjets blockten mit einer Hartnäckigkeit wie selten. Und da sie mit ihren Panzern nicht den Weg des Angriffs gingen, sondern gut getarnt irgendwo hinter Eeländefalten oder im Wald standen, konnten sie mit dickerer Panzerung aus einer Haltstellung unseren schwarzen „Husaren" der Panzerwaffe mit einem wesentlichen Vorteil gegenüber- treten. Im gleichen Augenblick, als der Angriff liegen­zubleiben schien, bewies sich erneut die Beweglichkeit unserer Taktik sofort darin, daß man die Linie des schwächsten Widerstandes, das Moment der Ueber- raschung und der Kriegslist suchte, um den Gegner zu fasten.

So setzte sich die Panzer-Division in der Mitte vom Feind ab, während gleichzeitig neue umfassende Stöße aus beiden Flanken angesetzt wurden. Bei eisiger Kälte und einem starken Schneetreiben auf grundlosen Wegen rollten unsere Panzer in ihre Ausgangsstellung südwest­lich der Stadt M. Nach zwei Stunden Anmarsch sind wir bei den vorgeschobenen Sicherungen. Die Hände sind längst verktammt. In den Turm des Panzers weht oer'Wind mit schneidender Schärfe und jede Sekunde wirft auch mir neue Schneewellen ins blaugefrorene Gesicht. Aus den Sehschlitzen ist kaum noch etwas auszu­machen. Weiß und weit liegt in dieser frühen Morgen­stunde das wellige Land vor uns. Hinter unseren Pan-

Ver gestrige welirmachtsbericht

Aus dem Führerhauptquartier, 27. Okto­ber. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Angriffsoperationen im Osten brachten trotz un­günstiger Witterungsverhältnisse weitere Fortschritte. Im Donezbecken wurde der Versuch, unser Vordringen durch Gegenangriffe zu verzögern, von italienischen Truppen vereitelt. Der Feind wurde unter schweren blutigen Verlusten zurückgeworfen und ließ mehrere hundert Gefangene in der Hand unserer Verbündeten.

Vor der britischen Ostkiiste griffen Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht einen feindlichen Geleitzug zwi­schen The Wash und der Humbermündung an. Sie ver­senkten einen Frachter von 8666 BRT. und trafen drei weitere große Handelsschiffe so schwer, daß auch mit ihrem Verlust gerechnet werden kann. Weitere Luft­angriffe richteten sich gegen Hafengebiete in Ost- und Siidwestengland. Deutsche Sturzkampfflugzeuge versenk­ten in der Nacht zum 26. Oktober vor der nordafrika- nischen Küste ein größeres britisches Kriegsschiff durch Bombentreffer.

Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Orte in Nordwestdeutschland. Die Zivilbe­völkerung hatte vor allem in Hamburg und Bremen Verluste an Toten und Verletzten. Neun britische Bom­ber wurden abgeschossen.

Major Oesau, Kommodore eines Jagdgeschwaders» errang am 26. Oktober seinen 106. Luftsieg.

zern steigt eine Welle von Schmutz und Schnee, hochge­wühlt von den Ketten, auf. Der Boden ist knietief, und was nicht Ketien unter den Rädern hat, bleibt liegen, hoffnungslos eingesunken. Es ist eine „Hundesahrt", und mancher Panzerkommandant fragt sich besorgt, wie an diesem Tag ein Angriff gefahren werden soll.

Doch mit diesem Wetter haben wir gerade gerechnet. Das ist die Ueberraschung, die uns der Feind gar nicht zutraut, weil er, obwohl an das eisige Klima dieses Oktobertages gewöhnt, nicht daran denken würde, unter gleichen Umständen anzugreifen. Eine kurze Besprechung des Kampsgruppenfiihrers mit den Führern der ihm unterstellten Einheiten. Es sind wenig genug, die auf diesen aufgeweichten Wegen und zumeist querbeet den vorstoßenden Panzern eines fränkischen Panzerregiments zu folgen vermögen. Als die Sicht etwas bester wird, und der bleigraue Tag sich über die russische Weite zu heben beginnt, sitzen auf unseren Panzern einzelne Schützen auf, die so auf den schwarzen Ungetümen den Ueberraschungsritt in die kleine Stadt mitmachen. Noch grundloser, noch aufgewühlter wird der Weg. Selbst geländegängige Kübelwagen müssen sich der Tücke des weichen Ackerbodens beugen und stoppen. Die wählenden Ketten der Panzer sind tiefschwarz und vollgepreßt von dem dicken Lehmbrei des Schwarzerdebodens, auf dem wir vorwärtsfahren. Es ist eine abenteuerliche Fahrt. Aus dem Weiß der Landschaft leuchtet vor und hinter meinem Panzer nur der schwarze, tieseingeschnittene Streifen der Panzerspur, an dem die wenigen Panzer, die zu diesem Unternehmen gestartet sind, sich hintereinander, wie die Perlen auf einer Schnur, aufreihen. In tiefen Schluchten, die uns weitab von der eigentliche» Straße immer näher an die Stadt und Sei dem diesigen Wetter völlig ungesehen heranbringen, wird die Fahrt zu einem einzigen Hinundherrutschen auf dem Schlammbrei aus Erde und Schnee.

Da taucht vor uns der Einschnitt der südwestlichen Brücke vor M. auf. An der Spitze fährt auch diesmal wieder ein Kommandant, der immer auf Biegen und Brechen geht und der uns erst vor wenigen Tagen die Großstadt Orel in einem einzigartigen Husarenstreich gewonnen hat. Schwappend spannen sich die Hölzer der Brücke unter dem lastenden Gewicht. Wird sie halten, wird sie hochgehen? Wird die Wachmannschaft hervor­springen und die Zündschnur reißen? Das sind die Ge­danken, die uns alle, die wir hinter dem vordersten Panzer auf der Anhöhe stehen, bewegen. Aber da ist W. mit zwei Panzern auch schon drüben. Er funkt uns noch zu. daß die Sprengladungen ausgebaut werden müssen. Ein einziger MG.-Stoß hat die Brückenwache hinweggefegt und weiter geht die Fahrt, hinein in das völlig ahnungslose M Sowjetarmisten, die zunächst

Noosevelt bläst

Line volschajt;um „rag der flotte"

Drahtbericht unseres Vertreters

bw. Stockholm, 27. Oktober. Roosevelt verbrachte den Sonntag an Bord seiner Jacht in Gesellschaft des eng­lischen Ministers Attlee sowie des englischen Botschafters Lord Halifax und Frau. Aus Anlaß des „Tages der Flotte und der totalen Rüstung" richtete Roosevelt eine seiner üblichen Botschaften an Marineminister Knox, worin es heißt: „Die Flotte ist Nordamerikas erste Ver­teidigungslinie. Ich bin stolz und zuversichtlich in dem Bewußtsein, daß die Flotte Schiff für Schiff und Mann für Mann der Nation und auch den Kräften des Bösen zeigen wird, wie sie imstande ist, ihre Verantwortung zu tragen."

Roosevelt machte weiter eine Anspielung auf seine Kriegspolitik und die damit verbundenen Provokationen, indem er Bezug nahm auf „unsere Flotten die sich weit draußen im Atlantik und im Pazifik befinden." Schließ­lich mahnte er die Amerikaner, persönliche und Partei­interessen zu opfern, „damit wir einig und unüberwind­lich, bleiben." An Deutlichkeit läßt also auch diese kriege­rische Erklärung kaum zu wünschen übrig.

Am Montag gab es im USA.-Senat lange Debatten um die Aenderung des Neutralitätsgesetzes. Zur An-

vereinzelt und dann in hellen Haufen in den Straßen auftauchen, werden mit ein paar Schüssen erledigt. Aber da dröhnt uns auch schon das Geprassel der Ketten der Feindpanzer entgegen. Einige fliehen, völlig verstört, sofort in Richtung Tula, andere kurven um die Häu­serblocks hinter unseren eindringenden Panzern her, die sich in wenigen Minuten auch in den Besitz der anderen Brücken innerhalb des Stadtbereiches gesetzt haben, und schon blitzen die ersten Schüsse der gepanzerten Un­getüme gegeneinander auf. Einer unserer leichten Pan­zer erhält einen Treffer und muß ausbooten, aber schon liegen zwei der schweren Sowjetpanzer durchschossen und erledigt auf den Straßen der Stadt, die die Bolsche- wisten so sicher wähnten bei diesem winterlichen Hunde­wetter. Andere fliehen rauchend und schwer getroffen. Und als erst schwere Flak, schwere Panzer und schließ­lich auch schwere Geschütze an den Brennpunkten der Straßen und Plätze in gutgetarnte Stellungen fahren, da ist der Spuk der sowjetischen Panzer gebannt. Manche von ihnen versuchen in den nächsten Stunden noch verzweifelte Angriffe, weil sie sich nicht beugen wollen unter die Tatsache, daß M. in unserer Hand ist. Aber sie bezahlen ihren Vorstoß fast restlos mit Ver­nichtung. Auf zwei- bis dreihundert Meter werden wir, wie in einem lebendig gewordenen Filmstreifen, Zeu­gen, wie allerschwerste Panzer niedergekämpft werden.

Es ist ein schwarzer Tag für die feindliche Panzer­waffe und einer der stolzesten Triumphe unserer Kampfgruppe.

Was nützt es den Sowjets, daß sie sich in einzelnen Widerstandsnestern in Häusern und Gärten halten, daß ihre Artillerie aus sicherer Ferne Salve um Salve in den Ort schießt und schwere Granatwerfer ein tückisches Feuer aus die Hauptstraßen legen? M. bleibt unser, auch als im Schutze der Nacht Moskauer Garde an die Stadt herangeführt wird, ein Bombenhagel auf uns niedersaust und der dröhnende Abschuß aus vielen Geschützen unaufhörlich über der Stadt liegt. Immer wieder gehen Stoßtrupps von uns vor, kämpfen örtlich den Widerstand nieder, und wir halten uns auch noch einen zweiten Tag gegen den immer stärker andrängen­den Feind, bis weitere Einheiten unserer Divisionen auf den inzwischen hartgefrorenen Wegen nachkommen können und unter dem Druck unserer Stellung auch der Hauptweg sich unseren Waffen öffnen mußte.

Was im frontalen Angriff auf Anhieb nicht gelang und nur gelungen wäre unter Einsatz erheblicher Mit­tel und Hinnahme von bedauerlichen Verlusten, gelang dem verwegenen Handstreich weniger Panzer und auf- gesessener Schützen und nachstoßender Kradschützen bei Sturm und Schnee über die weglose Landschaft bei M. Nun rollen unsere Panzer schon wieder weit ostwärts.

e Kriegstrompele

— ktts Neoolvertield angeprangert

kurbelung der Volksstimmung hatte Roosevelt über Sonntag durch einen Unterstaatssekretär seiner Re­gierung eine Rede halten lassen, in der sich die alberne Behauptung findet, das Staatsdepartement sei im Be­sitz eines „Naziplans zur Abschaffung. des Christen­tums".

Ein bekannter Rechtsanwalt beschuldigt in einem Schreiben an Roosevelt die Regierung der Vereinig­ten Staaten, sie erzähle dem USA.-Bolk halbe Wahr­heiten und ungeheuerliche Unwahrheiten, um es für Roosevelts Kriegsprogramm zu gewinnen. Es werde ein unverzeihlicher Betrug am USA.-Volk verübt, um den Widerstand gegen den Krieg zu brechen. Auf den „Ereer"-Zwischenfall Bezug nehmend, wirft der Verfas­ser des Briefes dem Präsidenten vor, er habe absicht­lich ein „Bild des Schreckens auf hoher See" ausgemalt, um das USA.-Volk zum Widerruf des Neutralitäts­gesetzes aufzureizen. Es gehe nicht an, so erklärte er, daß Roosevelt die Rolle eines den tödlichen Revolver schwingenden Angreifers übernehme und dann in tobende Wut gerate, wenn es ihm nicht gelinge, zuerst zu schießen. Roosevelts Angaben über den Sachverhalt lm „Ereer"-Fall ständen in „direktem Widerspruch" zu den deutschen Angaben.

MiMürische Siege entscheiden den Krieg!

eine amerikanische S1 mme über die krastreserven der deutschen Wehrmacht / düstere englische Äußerungen

über die Lage der Sowjets / krumpf um die „Westfront"

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

xb. Berlin, 27. Oktober. Die Sowjets haben sich jetzt so weit zur Wahrheit durchgerungen, daß sie den Verlust von Stalino in der Ukraine offen eingestehen. Von dem Schicksal Charkows wird nach wie vor nur in Formulierungen berichtet, wie: „Bei Charkow. Rostow, Kalinin, Moschaisk sind schwere Kämpfe im Gange." Wie verworren angesichts dieser Lügentaktik der Sowjets auch die britische Nachrichtengebung ge­worden ist, zeigt eine Fülle von Aeußerungen, u. ä. die des Nachrichtendienstes London, wonach „es keine Nach­richten gäbe. die die deutsche Behauptung, Charkow er­obert zu haben, bestätigten". Eine andere erweitert, offenbar in Erinnerung des „Exchange"-Verichts. der ausführlich von der „Räumung" Charkows gesprochen hat. ihre Erklärung dahin, daß von den Sowjets diese deutsche Meldung' weder bestätigt noch abgestritten würde.

Warum man es den britischen Hörer- und Leser­publikum so langsam beibringt, daß die Sowjets erneut

aus der Beurteilung von Charkows Bedeutung. Mili­tärische Kreise in London meinen nämlich: „Wenn Char­kow fällt, so handelt es sich um den ernstesten Schlag, den die sowjetische Industrie bisher auf einmal erlitten hat." Charkow war, wie hervorgehoben wird, in ganz hervorragendem Maße die Stadt des sowjetischen Fünf­jahresplanes. Sie hatte die größten Flugzeugfabriken, und die monatliche Produktion an Land- und Seeflug­zeugen entsprach angeblich einer vierstelligen Zahl. In der'Nähe lag eine große Traktorenfabrik, die neuerdings auf Tankpro'duktion umgestellt war. Im übrigen wurden Werkzeuge, Lokomotiven usw. hergestellt. Die elektro­technischen Werke waren die besten in der ganzen Sowjet­union. Zugleich bangt man schon um Rostow, dessen Verlust in den nachstehenden Sätzen in seiner Bedeutung vorweggenommen wird:

„Wenn Rostow fällt, dann stellt dies eine besonders große Gefahr dar. Frische deutsche Truppen sind zur Ver­stärkung herangebracht worden. Mit dem Fall von Ro- Now würden alle wichtigen Eisenbahnlinien vom Kau- her unterbrochen fein."

Der große Streit in England um die Errichtung der „neuen Front", der zu neuen auffälligen Aeußerungen bolschewistischer Kreise geführt hat, die aber immer wie­der mit der von Churchill gegebenen Weisung übertönt werden, daß jede Invasion abzulehnen ist, erwächst allein aus dem Mißvergnügen der Briten über die militärische Entwicklung und aus der Erkenntnis, daß alle Agitation ergebnislos bleiben wird, weil der Feldzug im Osten ebenso wie der Krieg als Ganzes durch militärische Siege entschieden werden, wobei es die Engländer als beson­ders bitter empfinden, daß die Deutschen auch auf dem Gebiet der Propaganda die Briten in diesem Kriege schlagen. Die wirkliche Lage der Kriegsentwicklung wird von der amerikanischen Fachzeitschrift „Our Navy" in einem bemerkenswerten Artikel in einer Gesamtbilanz klargestellt. Die Zeitung geht davon aus, daß es ent­scheidend sei, wenn die deutsche Armee trotz des großen Feldzuges in der Sowjetunion noch immer über riesige Krastreserven verfüge, und sie diese überall einsetzen

kISvrtsetnrna «st Woll» »

Erlebnisbericht eines Teilnehmers

Als wir am 28. Oktober des Jahres 1922 an einem regnerischen Samstage, von Tivoli Herabstiegen, um mit der Waffe in der Hand die Stadt Rom befehls- mäßig zu stürmen, da war sich wohl kein Teilnehmer dessen bewußi, daß wir alle Zeugen eines revolutionä­ren Geschehnisses waren, das für Italien eine Wende bedeutete.

Mit Mussolini stellte sich zum ersten Male im Nachkriegs-Europa ein Mann dem demokratisch­marxistisch-jüdischen Schwindel mit Erfolg entgegen, zum erstenmal erstand in Mussolini ein Mann, der seinem Volke das „Gefühl für nationale Würde" pre­digte, der die Minderwertigkeitskomplexe des Nach- kriegs-Jtaliens beseitigte, der durch die Fabrikenbe- setzung im Jahre 1920 den aufhorchenden Italienern gezeigt hatte, daß die plutokratische Macht dieser Volks­feinde zu besiegen war.

Wenn dieser Marsch auf Rom ein bedeutsamer An­fang war, so erfährt der Kampf der Faschisten und Na­tionalsozialisten heute nach 19 Jahren seine herrlichste Vollendung durch die Zerschlagung des jüdischen Bol­schewismus und der westlichen Plutokraten durch den tapferen deutschen und italienischen Soldaten, durch die geballte Kraft des Faschismus und Nationalsozialismus, durch das Opfer der Besten im italienischen und im deutschen Volke!

Der Marsch auf Rom war eine revolutionäre Tat, denn er bedeutete kompromißlose Beseitigung der bisherigen pseudodemokratischen Zustände. Er war sozu­sagen der Abschluß der oppositionellen Kämpfe um die Macht. Das Blut der Opfer dieser Revolution war in den Kämpfen in den Jahren vorher geflossen: 3000 der besten Italiener ließen für den Duce ihr Leben. Ich sah in diesen harten Kämpfen so manchen jungen Faschisten begeistert sterben. Der Marsch auf Rom als Abschlußakt kostete kein Blut mehr, da die Regierung zu feige war, ihre Position zu verteidigen.

Ich habe als sudetendeutscher Nationalsozialist und alter Schönerianer diese Kämpfe mitgemacht, ich sah vom ersten Tage an in den Schwarzhemden die einzi­gen, die Italien noch retten konnten. In Jtalo Balbo, dem späteren Luftmarschall und Gouverneur von Libyen, fand ich einen Freund und einen Bewunderer Deutsch­lands. Er war die Seele des Marsches auf Rom, als Generalstabschef Mussolinis bei dieser Aktion, für die es im Anfang ja große Schwierigkeiten zu überwinden gab. Jtalo Balbo beseitigte sie alle, er deckte uns den Rücken beim Marsch auf Rom, besonders den aus St. Marine! la und Monterotondo auf Rom vorstoßenden Kolonnen. Balbo war einer der ersten und treuesten Mitarbeiter des Duce. Seine Aufbauarbeit in Libyen gehört bereits der Geschichte an. Balbo lud mich noch 1939 nach Libyen ein, er wollte mir sein Werk zeigen. Da kam der Krieg — wir haben uns nicht mehr gesehen!

Mussolini hatte das Glück, einen Schwächling zum Gegner zu haben: denn Facta, der letzte Minister­präsident der sterbenden italienischen „Pseudodemo- kratie", war wohl hinterhältig aber feige! Er lebte als Ministerpräsident genau so wie seine Vorgänger nur von Notverordnungen. Die Zustände in diesem, von einer verantwortungslosen „Demokratie" verseuchten Italien wurden täglich schlimmer: im Süden begannen Hun­gersnöte, da aus Gründen der Preisspekulation weite Gebiete dieser überaus fruchtbaren Erde unbebaut blieben, im Norden gewann der Marxismus eine Stadt nach der anderen. Eine widerliche Korruption hatte alle Schichten des Volkes erfaßt: niemand hoffte mehr auf eine Rettung aus diesem Sumpfe, ein Gefühl der Gleichgültigkeit, der Verzweiflung lähmte das Volk.

Da kam Mussolini! Der Kampf war hart, doch der kleine Mann glaubte an Mussolini und lief ihm in hellen Scharen zu.

Aus dem Kongreß im St.-Carlo-Theater, am 24. Ok­tober, an dem ich neben Jtalo Balbo teilnahm, hielt Mussolini noch einmal Heerschau, und in den folgenden fünf Tagen folgte eine Tat blitzschnell der anderen. In drei großen Lagern — in einem Bogen nordwärts Rom — hatten sich die bis an die Zähne bewaffneten, zum Losschlagen bereiten Faschisten gesammelt und am 28. Oktober wurde konzentrisch nach Rom marschiert. Auf dem Wege von Tivoli nach Rom erhielten wir durch unseren Meldefahrer, der uns stets über die Geschehnisse in Rom unterrichtete, die Meldung, daß der König das weitere Geschick Italiens in die Hände Mussolinis gelegt hatte. Der Jubel war ungeheuer. Die Männer fielen einander um den Hals und küßten einander ab, in dem Auge so manches wilden Bergsohnes sah ich Tränen — Tränen der Begeisterung. Die Not war ja zu Ende, zu Ende war das Treiben jener schamlosen Ausbeuter, die unter dem Schutze des ebenso schamlosen demokratisch­marxistischen Regimes das italienische Volk vernichten wollten.

In stürmischem Jubel und unter lauten Zurufen ging es nun in das ewige Rom hinab, um den neuen Herrn Italiens würdig zu begrüßen. Die Barrikaden, Stacheldrähte und spanischen Reiter, die eine kopflos gewordene Regierung im letzten Moment aufgerichtet hatte, wurden von uns beseitigt: es sollte nichts Trcn-

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Trotz ungünstiger Witterung schreiten die Angrisfs- operationen im Osten fort.

Moskau verheimlicht immer noch den Fall von Char­kow,' der Verlust von Stalino wurde erst nach fünf Tagen zugegeben.

London inszeniert einen krampfhaften Rummel um die britische „Westfront".

Die englische Wühlagitation erlitt durch portugie­sische und serbische Enthüllungen eine neue scharfe Abfuhr.

Roosevelt hat eine herausfordernde Botschaft zum „Tag der Flotte" losgelassen.

Eine Reihe weiterer Rundfunksender wurde von der Reichspropagandaleitung zum Abhören freigegeben

Der Angriff britischer Bomber auf bremische Wohn­viertel in der Nacht zum Montag forderte sechs Todesopfer unter der Zivilbevölkerung.

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