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parteiamtliche lageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters -er Zreien Hansestadt vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatttfalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 29Z /II. Zakrgang
Mittwoch. 22. Oktober 1941
einzelpreis 15 Npf.
ller baltische kaum vam feinde befreit
Neues Ntchmesblatt unserer westrmalstt
Im nördlichen Abschnitt der Ostfront insgesamt ZOO 000 vefangene eingebracht
Vagoe genommen
Aus dem Führerhauptquartier, 21. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: .Jagoe ist genommen. Damit sind alle baltischen Inseln in deutscher Hand und der gesamte baltische Raum vom Feinde befreit. In vorbildlicher Zusammenarbeit mit Verbänden der Kriegsmarine und der Luftwaffe war es einer Infanteriedivision des deutschen Heeres bereits am 12. Oktober gelungen, aus der Südspitze der Lnsel überraschend zu landen. In zehntägigen hartnäckigen Einzelkämpfen wurde seitdem die Insel vom Feinde gesäubert. 3000 Gefangene fielen dabei in unsere Hand. Sechs Küstenbatterien wurden zerstört. Reste der feindlichen Besatzung wurden bei dem Versuch, über See zu entkommen, durch Einheiten der Kriegsmarine und der Luftwaffe vernichtet.
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Aus dem Führerhauptquartier, 21. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Durch die heute gemeldete Besetzung der Insel Daaoe ist der baltische Raum nunmehr völlig vom Feinde befreit und damit der Zeitpunkt gekommen, auch über die Operationen zu berichte», die seit Anfang August im nördlichen Abichnitt der Ostfront stattgefunden haben.
Nach dem Durchbruch durch die Stalin-Linie war der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Ritter von Leeb im Zusammenwirken mit der Luftflotte des Generaloberst Keller die Aufgabe gestellt, die zwischen Jlmen- und Peipussee stehenden Kräfte des Gegners zu schlagen, die Festung Leningrad im Süden abzuschließen sowie Estland und die baltischen Inseln vom Feinde zu säubern.
Trotz andauernd starker Bedrohung ihrer Ostflanke drehte die Masse der Armee des Generaloberst Busch zusammen mit der Panzerarmee des Generaloberst Höppner zunächst nach Norden ein. In überaus harten
Der l?iil>ivr br»t, nie bvrielitvt, äem OI»vikel«lnel,oI Uokknmnu, FIuK^ciiKkiilnoi' i» einem ^aKÜAeselinkäer, »uläülieli seines 62. ImktsieAes äss Lielienisub zrum Itittei'kreun «les Wseinen ILrenres verlieben.
Zeberl-Lilckeräisiist (OU^V.).
Kämpfen wurde die in unwegsamem Wald- und Sumpfgelände angelegte und tief ausgebaute Stellung des Gegners zwischen Jlmen- und Peipussee durchbrochen, wobei ruUd 5000 Bunker im Nahkamps bezwungen und ausgedehnte Minenfelder mit mehr als 80 000 Minen zu beseitigen waren. In weiteren heftigen Kämpfen mußten sodann nördlich Luga stärkere feindliche Kräfte vernichtet werden, bevor der Angriff auf das Festungsgebiet von Leningrad beginnen konnte. Alle Versuche des Gegners, die Einschließung dieser Stadt durch Entlastungsangriffe beiderseits des Jlmensees zu verhindern, schlugen fehl. Im Gegenangriff südlich des Jlmensees wurde die Hauptgefahr durch Vernichtung zahlreicher feindlicher Divisionen beseitigt.
Hand in Hand mit diesen Operationen stieß die Armee des Generaloberst von Küchler westlich des Peipus-Sees in breiter Front bis zur Küste des finnischen Meeres vor. Nach der Wegnahme von Reval und Pernau wurde die Landung auf den baltischen Inseln in die Wege geleitet, während starke Teile der Armee nördlich des Peipus- Sees nach Osten vorgingen, um bei den Kämpfen zur Einschließung von Leningrad eingesetzt zu werden.
An der Eroberung der baltischen Inseln haben Seestreitkräfte unter dem Oberbefehl des Generaladmirals
Carls maßgebend mitgewirkt. Außer dem Transport der Landungstruppen haben sie durch Vorstöße in den Finnischen Meerbusen eine Flankenbedrohung durch die sowjetische Kriegsmarine ausgeschaltet, die feindlichen Minensperren in den Gewässern um die baltischen Inseln beseitigt und durch Beschießung der feindlichen Stellungen von See her in die Landkämpfe eingegriffen.
In schweren von den Fliegerverbänden der Generale der Flieger Freiherr von Richthofen und Förster unermüdlich unterstütztem Ringen haben die in der Heeresgruppe des Eeneralfeldmarschalls Ritter von Leeb zusammengefaßten Verbände des. Heeres und der Waffen- seit dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 6. August über 3ÜÜ 060 Gefangene eingebracht, 1381 Panzerkampfwagen und 4063 Geschütze erbeutet oder vernichtet.
Ihr wichtigstes Overationsziel ist mit der Einschließung von Leningrad erreicht. Die verzweifelten Ausbruchsversuche dsr in Leningrad eingeschlossenen sowjetischen Streitkräfte wurden durchweg unter schweren Verlusten des Gegners abgewiesen. Wesentliche Teile dieser Heeresgruppe und der Luftflotte des Generaloberst Keller sind schon vor längerer Zeit frei geworden und bei Operationen an anderen Stellen der Ostfront beteiligt.
Nüstungszenlrum Stalins in unserer Sand
Mitglied des obersten Sowjets bei Vrjansk gefallen / Unterseeboote versenkten ?m fltlantik ZS200 VM.
Aus dem Führerhauptquartier, 21. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche und italienische Verbände nahmen gestern das Gebiet um Stalins, eines der wichtigsten Rüstungs- zentren im Donez-Becken, in Besitz. Stalino selbst wurde durch Gebirgsjäger genommen. Auf einem bedeutenden Jndustriewerk dieser Stadt Seht die Reichskriegsflagge. Bei der Säuberung des Schlachtfeldes ostwärts von Brjansk fand der Oberbefehlshaber der sowjetischen 50. Armee, General Petroff, Mitglied des Obersten Sowjets, mit mehreren Offizieren seines Stabes den Tod. Kampfflugzeuge bombardierten wichtige Anlagen in Moskau und Leningrad.
Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im Atlantik sieben feindliche
Handelsschiffe mit zusammen 38 200 BRT. Das große britische Walfangmutterschiff „Svend Foyn" wurde durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Kampfflugzeuge vernichteten nordostwärts Hüll ein Handelsschiff von 10 000 Brutto-Register-Tonnen. Ein weiteres großes Schiff wurde durch Bombentreffer beschädigt. In der letzten Nacht griff die Luftwaffe den wichtigen Bersorgungs- hafen Liverpool sowie Häfen und kriegswichtige Einrichtungen an der englischen Ost- und Südostküste an.
Britische Bomber warfen in der Nacht zum 21. Oktober Spreng- und Brandbomben aus mehrere Orte in Nordwest- und Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Einiger Sachschaden wurde verursacht. Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen."
Slowakische Staatsmänner beim sichrer
politische und militärische vesprechungen im Leiste sterblicher Freundschaft
Aus dem Führerhauptquartier, 21. Oktober. Auf Einladung des Führers weilten der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso und der slowakische Ministerpräsident Dr. Tuka, in deren Begleitung sich u. a. Innenminister Sans Mach und der Verteidigungsminister General Catlos, sowie der slowakische Gesandte in Berlin, Cernak, und der deutsche Gesandte in Preßburg, Ludin, befanden, zu. einem Besuch im Fiihrerhauptquar- tier.
Die politischen und militärischen Besprechungen beim Führer verliefen im Geiste der herzlichen Freundschaft zwischen den beiden Völkern und standen im Zeichen der Waffenbrüderschaft, die durch den Kampf deutscher und slowakischer Truppen gegen den gemeinsamen bolschewistischen Feind erneut ihre Bewährung findet. An den Besprechungen nahmen der Neichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Eeneralfeldmarschall Keitel, teil.
Während ihres Besuches folgten die slowakischen Staatsmänner einer Einladung des Reichsaußenmini
sters von Ribbentrop. Der Verteidigungsminister, General Eatlos, und der Oberbefehlshaber des slowakischen Heeres, General Cunderlic, hatten mit ihrer militärischen Begleitung Besprechungen mit dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Eeneralfeldmarschall Kei- tel, und seinem Stäbe. Anschließend fand ein Besuch beim Oberbefehlshaber des Heeres, Eeneralfeldmarschall von Brauchitsch, in seinem Hauptquartier statt. Zum Abschluß des Vesuches waren die slowakischen Staatsmänner Gäste des Reichsmarschalls Hermann Eö- ring in seinem Hauptquartier.
Das ganze deutsche Volk nimmt mit Genugtuung von den Empfängen und Beratungen der führenden Persön lichkeiten des jungen slowakischen Staates im Führer- hauptquartier Kenntnis, ist ihm doch die bewährte Deutsch-slowakische Waffenbrüderschaft ein Symbol auch für bleibende politische Freundschaft der beiden Länder.
(Siehe auch Seite 2)
Schimpfkanonade der Süll, Knor, Ickes, Villkie
sortlelrung der Kriegsbeile — Senatsausfchuß muß zur Verdunkelung der parlamentarischen Schiebungen Kinier verschlossenen küren tagen — Vie Vergewaltigung IberoHmerikas gebt weiter
Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung
x.b. Berlin, 21. Oktober. Der außenpolitische Aus- schuß des USA.-Senats hat beschlossen, seine Verhandlungen über die Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe hinter verschlossenen Türen zu führen, obwohl die Oppositionsgruppe gegen diese Methoden des „Schloß-vor-den-Mund-Legens" protestierte. Wie dazu aus Lhikago vorliegende Meldungen besagen, hat diese auf den Wunsch Roosevelts zurückgehende „unamerika-' Nische" Arbeitsmethode in dortigen Kreisen größte Entrüstung hervorgerufen, weil man hinter ihr parlamentarische Schiebungen wittert, die darauf hinauslaufen, die Bestimmungen über das Bewaffnungsverbot um die Aufhebung des Fahrtverbots in die Kriegszonen zu erweitern. Vor allem aber hat man erkannt, daß diese Eeheimverhandlungen dazu dienen sollen, die Begründung für die Durchpeitschung der gewünschten Bestimmungen dem USA.-Volk vorzuenthalten, damit es nicht wieder wie im Fall „Ereer" den Gangstermethoden Roosevelts auf die Svur zu kommen vermag. Sicher soll auch der Fall „Greer^ trotz der für Roosevelt peinlichen Ergebnisse neben dem Fall „Kearny" noch eine Rolle in den Besprechungen der Senatoren spielen.
Die erwarteten Anträge auf Aufhebung des Verbots des Befahrens der Kriegszonen und damit die völlige Aufhebung der Neutralitätsgesetzgebung liegen nunmehr vor; sie stammen von Vertretern der Kriegshetzer,
den Senatoren Lee, Pepper, Th. F. Ereen. Der Beginn der Senatsverhandlungen hat nach einer UP.- Meldung gezeigt, daß man mit heftigen Debatten rech
nen müsse. Die Abstimmung im Plenum des Senats sei wahrscheinlich erst Mitte nächster Woche möglich. Dieser Ablauf aber paßt den Kriegstreibern nicht und deshalb hat Roosevelt, der inzwischen nach Washington zurückgekehrt ist und dort mit den „großen Vier" des Kongresses konferiert, um eine Beschleunigung der Behandlung zu erreichen, wie immer in solchen Situationen seine Hetzgarde erster Garnitur ins Feld geschickt, die nun dabei ist, unter Ausnutzung des Rummels um die „Kearny" die notwendige Begleitmusik für die Senatsverhandlungen zu liefern. Roosevelt hatte noch in Hydapark am Montag eine längere Besprechung mit Harriman über die Unterstützung der Sowjetunion. Nach der Besprechung habe Roosevelt die Anweisung gegeben, die Materialtransporte — die die Sowjets doch nie oder zu spät erreichen, zu beschleunigen."
Diese Redeflut der Hetzgarde Roosevelts überschlägt sich in wüsten Beschimpfungen und Anschuldigungen gegen Deutschland. Hüll behauptet frech, daß der Fall „Kearny" ein neues Glied in der Serie von.Zwischen- fällen sei, „die Adolf Hitlers bekanntes Streben nach Erringung der Kontrolle über die Meere und über die Kontinente unter Beweis stellten". Wenn es ihm gelungen sei, die Völker von den Meeren zu vertreiben, dann werde er sie auch vom Festland vertreiben! Dann
wagt es dieser Handlanger des Präsidenten der Gangstermethoden zu sagen, die USA. schickten allerdings keine Noten an internationale Banditen. Dabei erwähnt Hüll die Erklärung des deutschen Kriegsgebietes im Atlantik, die ihm natürlich nicht paßt, vergißt aber geflissentlich, daß diese deutsche, und zwar sehr erfolgreiche effektive Blockierung Englands nichts anderes ist als die Abwehr des barbarischen und völkerrechtswidrigen Blockadeversuchs der Briten gegen das deutsche Volk, den Roosevelt längst zu unterstützen übernommen hat, auch in seiner erweiterten Tendenz gegen das gesamte Europa. Gerade in diesen Tagen hat sich der frühere Präsident Hoover wieder einmal sehr rückhaltlos über diesen Versuch der Briten, unschuldige Kinder, Frauen und Greise in Europa zu treffen — die volle Wirkungs- losigkeit gegen Deutschland hat gerade der Hetzsender Boston der Welt gestern noch einmal attestiert! —, ausgesprochen. Wie. die britische Gewaltpolitik gegen alle europäischen Länder, die Neutralen eingeschlossen, sich auswirkt, beweist die Meldung Lissaboner Zeitungen, daß in den portugiesischen Kolonie» neben anderen Produkten viele Tausende Tonnen Zucker dem Verderben preisgegeben sind, weil sie wegen Verweigerung der englischen Navicerts nicht nach Portugal verladen werden können, wo ihrerseits die Bevölkerung nach einem Viertelpfund Zucker Schlange stehen muß.
(Fortsetzung aus Leite 0)
/Der 4iev
Das deutsche Vordringen ist unaufhaltsam
fLO. Berlin. 21. Oktober. Nach der Bekanntgabe der Eroberung von Stalino, eines der wichtigsten Rüstungszentren im Donezbecken. sowie mit dem abschließenden Bericht über Dagoe. ist^.im jüngsten Wehrmachtsbericht dokumentiert, daß auch gestern wieder die gesamte Ostfront vom Norden bis zum Süden in Bewegung war, und zwar in einer Bewegung, die fortgesetzt bedeutsame Verluste für die Sowjets bedeutet. Mit Stalino haben die Sowjets den Mittelpunkt ihrer Hüttenwerke im Donezbecken verloren und damit die letzten Verwertungsmöglichkeiten ihrer im Kertscher Gebiet der Krim gewonnenen Eisenerze. Mit der letzten baltischen Insel in der Ostsee aber die letzte Bewegungsfreiheit ihrer Ostseeflotte. Daneben geht noch weiter der Stoß der mittleren Front mitten ins Herz der SU., denn natürlich ist auch der Vormarsch westlich Moskau nicht zum Stillstand gekommen^ wenngleich Witterung und Wege hierbei ihr entscheidendes Wort mitsprachen.
Immerhin geht aus einem Leitartikel der „Prawda" hervor, daß es „trotz aller Gegenmaßnahmen" der Sowjets ihnen nicht gelingt, den deutschen Vormarsch aufzuhalten. „Immer neue Kräfte wirft der Feind gegen uns, und immer mehr gelingt es ihm. vorzudringen". heißt es in diesem Artikel, an den sich die Mahnung knüpft, die Bolschewiken müßten jede Stadt und jedes Dorf in eine uneinnehmbare Festung verwandeln. Odessa wird dabei als das Beispiel einer „heldenhaft verteidigten" Stadt genannt, wobei anscheinend bereits ein besorgter Blick auf Leningrad fällt, dessen Schicksal sich über kurz oder lang kaum von dem Odessas unterscheiden dürfte.
Ist man somit in Moskau selbst im Hinblick auf die bestehende Lage nicht gerade optimistisch, so bemüht sich London desto mehr, nach seiner alten Methode der Welt Sand in die Augen zu streuen und die Lage im Osten als „beträchtlich gebessert" hinzustellen. Es hätten das Einsetzen ungünstiger Witterung Hand in Hand mit dem Nachlassen der durch den raschen deutschen Vormarsch verursachten Anstrengungen der deutschen Nachschubverbindung und die russischen Gegenangriffe — wie der englische Nachrichtendienst wahrhaben will — zu neuen und berechtigten Hoffnungen geführt, daß der deutsche Vormarsch stocken müsse: „Exchange Telegraph", der sich
mit einem Frontbericht aus Moskau beschäftigt und gleichfalls behauptet, daß Timoschenkos Front trotz der schweren Kämpfe und Verluste noch intakt sei, setzt seine Erwartungen auf die „unzähligen Befestigungen", die innerhalb eines Kreises von etwa fünfzig Meilen um Moskau Kilometer für Kilometer die Verteidigung abdeckten. Die Sowjetregierung, so behauptet allen Tatsachen entgegen der „Exchange Telegraph", habe es nicht für notwendig befunden, Moskau zu verlassen, und amtiere nach wie vor im Kreml.
Dem steht aber klipp und klar Reuters Bericht entgegen, demzufolge die Sowjets bei der Unmöglichkeit, auch nur an einem der lebenswichtigsten Punkte ihrer Front auf die Dauer aussichtsreichen Widerstand zu leisten, im Hinblick auf einen drohenden und endgültigen Zusammenbrach ihre Regierung schon seit zwei Tagen nach Kubyjschew verlegt haben. Es läge, so wird in London besonders hervorgehoben, der neue Sitz der Sowjetregierung an der Wolga in einem neuen erdölhaltigen Distrikt, der ein „zweites Baku" genannt werden könne. Hier seien im Jahre 1936 6000 Tonnen Erdöl gefördert worden. Eine Röhrenleitung, die Kubyjschew mit dem Kaspischen Meer in der Nahe von Emba verbinden soll, ist zwar bereits seit 1930 geplant, aber noch nicht hergestellt worden.
Gerade aus der Lage der zum neuen Regierungssitz der Sowjets erwählten Stadt ist erkenntlich, daß die Sowjets immerhin Wert darauf legen, ihre ohnehin schon ziemlich bedrohten Verbindungen durch den Kaukasus mit den Briten aufrechtzuerhalten. In London selbst, wo man trotz des Dementis des „Exchange Telegraph" den Auszug der Sowjetregierung aus Moskau nicht mehr verheimlichen konnte, ist die Oeffentlichkeit durch diese Tatsache peinlichst berührt, und „Daily Mail" drückt das auch aus in den Worten: „Die Sowjetunion ist zwar nicht geschlagen, aber der Weggang der Regierung von Moskau ist doch ernst und kann Folgen von allergrößter Tragweite nach sich ziehen." „Daily Telegraph" aber gibt ohne weiteres M daß,' wenn auch Kubyjschew „im Mittelpunkt der Wolga-Industrie" liege und noch viele wichtige Dinge dort produziert werden könnten, dennoch den Sowjets es bald an hochgradigem Flugzeugbenzin fehlen werde. Man müsse sich darum fortan in großem Umfange auf Lieferungen aus den USA. verlassen, tröstet sich das Blatt.
Aber nicht nur Oetlieferungen. sondern wie Reuter aus Washington erfahren haben will. auch schon auf Eetreidelieferungen aus den USA. scheinen die Sowjets zahlen zu müssen. Hohe Beamte des Nordamerikanischen Landwirtschaftsdepartements hätten dies bekanntgege-
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Die größte Stadt des Donez-Beckens, Stalino, ist in deutscher Hand.
Mit der Eroberung der Insel Dagoe ist das gesamte Baltikum vom Feinde befreit.
Der Gesamtbericht des OKW. über die Operationen an» nördlichen Abschnitt der Ostfront meldet die Einbringung von 300 000 Gefangenen.
Der Führer empfing im Führerhauptquartier die slowakischen Staatsmänner.
An der Tobrukfront brachen feindliche Angriffsversuche zusammen.
Kriegseinpeitscher Roosevelt ließ seine Trabanten zu weiterer Deutschlandbetze auf das USA.- Volk los.
Gestern fuhr ein KLV.-Transport von Bremer Mütter« und Kindern in den Gau Franken.