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parteiamtliche lageszeitung
Das flmtsblott des Negierenden viirgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
Anz eigen - Grundpreises
Die 1 mw hohe und 22 nun breit« Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 rnw hohe Zelle im Tertteil 75 Ermöß. Trundpr. (für Klein- u. Famikienanz. u. a., sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstasfel 0. Geschästsstelkn: Vremen: Geeren 6/8, Nuf 5 41 21? Nachlrus und sonniagS S111Z? Obernstr. 86. Ruf 5 41 21? Shke: Mühlendamm 2? Dr.-Hemelingen: Bahnbofstr. 6. Ecke Poststr., Nuf 4 34 58? Br.-Degesack: Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8? Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43» Nuf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmltiches Verkündungsblatt des Neichsstatttialiers in Oldenburg und vremen
Nr. 289 / 11. Jahrgang
Sonnabend, 19. Oktober 1941
5in;elvreis 19 Npf.
Nnstere tage für den Kreml
Las bolschewistische Streitroß ist tödlich getroffen"
Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung
jbck. Berlin, 17. Oktober. Die militärische Lage im Osten, über die der jüngste Wehrmachtsbericht, seiner alten bewährten Praxis folgend, nur mit wenigen knappen Worten berichtet, ist gekennzeichnet einerseits durch den sowjetischen Verlust von Odessa, womit die Sowjets nicht nur den größten Hasen im Schwarzen Meer, sondern auch ein ganz bedeutendes Industriezentrum verloren haben, andererseits durch die spannende Erregung, die sich der Sowjets und ihrer britischen Freunde angesichts des deutschen Vordringens an der mittleren Front bemächtigt hat. Daß im Schwarzen Nseer die mit fliehenden Truppen der Sowjets vollgepfropften Transportschiffe aus Odessa noch vom Bombenhagel der deutschen Luftwaffe erfaßt und sechs davon mit zusammen 36 060 Tonnen versenkt, acht weitere schwer getroffen und ein sowjetisches Schnellboot vernichtet wurden, sind außer dem Gewinn der Stadt noch weitere bedeutsame Ergebnisse im Kampfe unserer südlichen Front, deren Spitzen die Verfolgung des zwischen Asowschem Meer und Donez geschlagenen Feindes unentwegt und unermüdlich fortsetzen.
So geflissentlich sich der Wehrmachtsbericht über die Lage am Nordabschnitt ausschweigt, um so beredter läßt sich die feindliche Presse über die 'dort stattfindenden Kämpfe aus, wobei ihr die in Ueberfülle vorliegenden Meldungen ihrer Berichterstatter in Moskau, aber auch die Moskauer Stimmen selbst, darunter amtliche, reichliches Material liefern. „Schreckliche finstere Tage sind über die Sowjetunion hereingebrochen. Bis an die Zähne bewaffnet, drohen die „Eroberer" unser Land zu besetzen und stoßen bis zu seinem Herzen kurz vor Moskau vor." Dieser Notschrei bedrängter Herzen entringt sich dem Sprecher im Moskauer Rundfunk, indem die Kämpfer der Sowjetarmee nochmals ermähnt werden, nicht schwach zu werden und keiner Panik oder Angstvorstellung zu unterliegen. Es ist der vielsagende Hinweis auf das Institut der politischen Kommissare, wo, wie der Möskauer Rundfunksprecher betont, der Politruk seine Ausbildung genossen und seine Pflichten kennengelernt habe, womit die Bevölkerung drohend beschworen wird. ihren Kommandanten zu helfen und beim Sturmangriff nicht zu fehlen. Selbst die Moskauer Schauspieler und Artisten, von denen vor wenigen Tagen gemeldet wurde, daß sie, unbeschadet der Kämpfe vor Moskau,, ihre Berufspflichten erfüllten und vor überfüllten Theatern ihr Publikum erheiterten und erheben konnten, werden jetzt, wie aus der Moskauer 'Sendung hervorgeht, im Nahkampf Mann für Mann gedrillt. Der Haß der Bevölkerung gegen die vordringenden deutschen Truppen aber wird in maßlosen Lügen aufgepeitscht, um den Kampfgeist, der, wie die Prawda kürzlich klagte, noch
Neue Nitterkreuzkriiger
Berlin, 17. Oktober. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Borschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Vehlendorff, Kommandeur einer Infanterie-Division. Generalmajor Raus, Komman deur einer Schiitzenbrigade. Oberst Badinski, Kommandeur eines Infanterie-Regiments. Oberst Freiherr von Waldenfels, Kommandeur eines Schützen- Regiments, Major Vunzel, Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment.
nicht in dem notwendigen Maße vorhanden ist. zu erwecken.
Dabei werden Dinge behauptet, die einerseits völlig aus der Luft gegriffen sind, andererseits aber jeden: Mistenden ein Lächeln abnötigen. So heißt es u. a. in der Ansprache des Moskauer Rundfunks: „Unser Volk
kämpft gegen ein Land, das die ganze Menschheit unterjochen will." Dieses, so fuhr der Sprecher fort, sei der tödliche Feind der führenden Intelligenz und des Fortschritts. Seine Absichten seien gegen jegliche Kultur gerichtet, und voller Zynismus gäben die Deutschen zu, daß sie Barbaren seien. (Fortsetzung auf Seite 2)
vomben auf sluchlWffe -er Sowjets
7m Seegebiel vor Odessa / Sechs kan-elsschifse mit etwa Z) SOS 8N5. versenkt Verfolgung des geschlagenen feindes zwischen flsowschem Meer und vonez
Aus dem Führerhauptquartier, 17. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Unter dem Oberbefehl des Staatsführers von Rumänien, Marschall Antonescu, hat eine rumänische Armee, geführt von Korpsgeneral Jacobici und unterstützt von wenigen Sonderoerbänden des deutschen Heeres und der deutschen Luftwaffe am 1K. Oktober Stadt und Hafen Odessa genommen. Damit wurden die seit zwei Monaten andauernden schweren Kämpfe gegen den in tiefgegliederten Feldstellungen vor Odessa haltenden Gegner siegreich zum Abschluß gebracht. Die Beute ist noch nicht zu übersehen. Mit Odessa wurde dem Feind ein bedeutsames Industriezentrum, eine seiner wichtigsten Städte und der größte Hasen im Schwarzen Meer entrissen. Im Seegebiet vor Odessa griff die deutsche Luftwaffe Transporter des aus der Stadt fliehenden Feindes mit großem Erfolg an. Sie versenkte durch Bombenvolltreffer sechs Handelsschiffe mit zusammen etwa 33 060 BRT. Acht weitere große
Schisse wurden schwer getroffen, ein sowjetisches Schnellboot vernichtet. Zwischen Asowschem Meer und Donez wird die Verfolgung des geschlagenen Feindes durch deutsche, italienische, ungarische und slowakische Truppen fortgesetzt. Im Nordabschnitt der Ostfront nahmen Verbände der spanischen Legion erfolgreich an den Kämpfen teil. Im übrigen verlaufen die Operationen im Osten planmäßig. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich am gestrigen Tage und in der letzten Nacht gegen kriegswichtige Anlagen in Moskau. Auch Leningrad wurde in der Nacht zum 17. Oktober erneut bombardiert. Vor der Humber-Mündung und westlich der Scilly-Jnseln wurden ein großes Handelsschiff und ein weiteres Schiff von 1500 VRT. durch Bombenwurf versenkt. An der englischen Südost- und Westküste belegten Kampfflugzeuge Hasenanlagen des Feindes mit Vomben. Einige britische Bomber warfen in der letzten Nacht in Westdeutschland Spreng- und Brand- bombey. In einigen Orten entstanden unerhebliche Schäden. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen."
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Noosevells Kampfersprihen für die Moskowiter
„Watt -es Schweigens" um -ie MiMürkonferen; in waskinglon — Kults len-enltchme krklürung zum Panama-Skan-al
Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung
b. Berlin, 17. Oktober. Die politische Situation in den Bereinigten Staaten wird beleuchtet durch die Themen, die sich in der Newyorker Presse um den „Wall des Schweigens um Roosevelt" ranken, nachdem der USA.-Präsident die vorgesehene Kabinettssitzung absagte und stattdessen eine Sitzung mit seinen Militärberatern anberaumte, über die völliges Stillschweigen bewahrt wird. Neben Stimson, Knox und Hüll nahmen an den Beratungen auch die Stabschefs von Heer und Marine und Roosevelts engster Vertrauter Harry Hop- kins teil. Hüll erklärte beim Verlassen des Weißen Hauses, es sei ihm ausdrücklich verboten, irgend etwas zu sagen. Aber es wird gleich eine weitere Konferenz stattfinden. „Assopreh" fügt hinzu, man rätsele nun, ob sich die Gespräche um die jüngsten Ereignisse im Fernen Osten, um die Englandhilfe und die daraus zu ziehenden Folgerungen oder den Sowjetkrieg gedreht hälfen. Die amerikanische Agentur umreißt damit gleichzeitig die drei HauptsorgeMpunkte der amtlichen Politik Washingtons mit allen sich daraus ergebenden Folgerungen, wenn auch die Unterstreichung fehlt, daß alle Besprechungen auf dem Rooseveltschen imperialistischen Streben basieren.
Zu der katastrophalen Lage der Sowjets, über die die amerikanischen Blätter in den größten ihnen zur Verfll- fügung stehenden Lettern berichten, wird sicherlich Stellung genommen worden sein. „New York Times" betonen, der Präsident sei fest entschlossen, den Widerstand der Bolschowisten mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten und überhaupt einen entschlossenen Kurs zu steuern. Marineminister Knox erklärte Journalisten gegenüber, Roosevelt habe einem Psan zur Beschleunigung der Rüstungen zugestimmt.
„Times Herald" bringt demgegenüber eine Analyse der unter dem Ermächtigungsgesetze gelieferten Materialien und kommt zu dem Schluß, daß anstatt eines Niagara nur ein Tröpflein festzustellen sei. Von den ersten sieben Milliarden hätten 95 Prozent nicht ausgegeben und nur drei Prozent verschifft werden können, wovon Kriegsmaterial noch weniger als die Hälfte betragen habe. Die Rooseveltschen Hilfsversprechcn an die Sowjetunion erweisen sich so immer mehr als eine belang.'
lose Geste, die die Sowjets in ihrem Widerstand bestärken und den Briten in ihrer Verlegenheit über das Schicksal Moskaus, das den Weg aller britischen Alliierten geht, helfen soll.
London fordert immer dringender diese Gesten und noch stärker dahinterstehende Taten heraus, daß sich sogar USA.-Vlätter wie die „Chicago Tribune" genötigt sahen, an die Adresse des amtlichen Londons Worte zu richten, die einen äußerst häßlichen Beigeschmack haben. London habe schon viele Alliierte gehabt und verloren, so schreibt das Blatt in Chikago, jetzt suche es neue Völker, die für seine Belange bluten sollten, wenngleich der von den Briten gegebene eigene Blutzoll äußerst gering sei. Man solle in England doch lieber selbst erst einmal sein Blut einsetzen, bevor man derartige Ansinnen an andere Völker stelle.
Diese nicht vereinzelt dastehende Stimme wird variiert durch die Erklärungen der Rooseveltschen Opposition. So erklärte ein Senator vor dem American First Ausschuß, diejenigen, die heute darauf drängten, daß Amerika in den Krieg eintrete, seien die gleichen Politiker, denen es nicht gelungen sei, dem Volk gegenüber das Prosperitätsversprechen zu erfüllen. Ein anderer Redner betonte in der gleichen.Versammlung, es gebe taufende Amerikaner, die verlangten, daß die Vereinigten Staaten sich selbst ruinierten, indem sie erklärten, die USA. sollten in den Krieg eintreten, um England zu helfen und um in der Welt den Kommunismus zu verbreiten.
Auch in der Debatte über die Abänderung des Neutralitätsgesetzes und die Bewaffnung von Handelsschiffen wurden ähnliche Töne von der Opposition angeschlagen, die behauptete, diese Rooseveltschen Bestrebungen seien nur ein Versuch, auf Umwegen das Land in den Krieg zu ziehen. Clark wies darauf hin, jeder wisse, daß England ohne die Hilfe der USA. die notwendigen Lieferungen an Rüstungsmrrterial nicht erhalten könne. Man dürfe sich hierüber keiner Täuschung hingeben. Wie weit Roosevelts Kampagne, in der jetzt wieder La Guardia mit der Ankündigung, Amerikas 90 000 Zivilpiloten für die zivile Luftverteidigung einzuziehen, tönen mußte, gediehen ist, bewies die Pressekonferenz. Der Sprecher des Repräsentantenhauses Sam
Rayburn gab hier bekannt, daß das Haus den Antrag über die Bewaffnung von Handelsschiffen mit einer Mehrheit von 100 bis 150 Stimmen annehmen werde Roosevelt hat jedoch noch gegen ein gewisses Störungsfeuer anzukämpfen, wobei besonders ein Schreiben des früheren Präsidenten Hoover an Hüll zu erwähnen ist, von dem Senator Capper Kenntnis gab. Hoover nimmt in dem Schreiben zu der Ablehnung Roosevelts Stellung. Lebensmittellieferungen an die früheren Bundesgenossen Englands durchzutasten, obgleich Deutschland unter ge wissen und verständlichen Bedingungen diesem Plan zu gestimmt habe.
„Nicht nur ich bin tief entsetzt über die gegenwärtige Haltung unserer Regierung, sondern ich weiß, daß viele Millionen Amerikaner ebenso entsetzt sein würden. Die Geschichte wird niemals die Haltung der amerikanischen Regierung rechtfertigen. die an dem Hunger von Millionen mitschuldig sei."
Auch die sich zu einem Skandal ausweitende Panama- Affäre hat Roosevelt manche Nuß zu knacken gegeben Die neue. unter Protektion des Weißen Hauses er- nannte Regierung von Panama ist zwar äußerst willfährig und hat sofort die Verhandlung Aber die Einrichtung von Luftstützpunkten der USA. auf dem Staatsgebiet voll Panama für die Kanalverteidigung wieder aufgenommen, aber der in den iberoamerikanischen Staaten angerichtete Schaden ist beträchtlich. Hüll mußte sich unter dem Druck der scharfen, aus Südamerika her- überklingenden Vorwürfe zu einer. Erklärung zwingen lassen, in der er alle „Mittel- und unmittelbaren Verbindungen" der USA. zu dem Staatsstreich in Panama abstritt. Die hohle Erklärung kann das zerbrochene Porzellan jedoch nicht wieder zusammenkitten. Roose- velts Pläne sind zu klar durchschaut worden, als daß unter dem Druck der Verhältnisse gegebene Erklärungen etwas nützen könnten. Auch die Mitteilung der „Chicago Tribune", die USA hätten zum Bau von Marinebascn in Nordirlan-d zehn Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, unterstreicht das imperialistische Gebaren des sich als Weltpräsident fühlenden Mannes im Weihen Hause.
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Von
Luvt Tkiele, vremen
„Er benimmt sich gegen alle Regeln der.- Kriegskunst und Sie lassen ihn tun, was ihm beliebt. So lautete wörtlich der wütende Vorwarf Ludwigs XIV., der rn ieinem zweiten Teile seinem eigenen Marschall Catrnat, in seinem ersten aber keinem Geringeren als dem Prinzen Eugen von Savoyen galt. Doch dieses Urteil des Sonnenkönigs traf den Nagel auf den Kopf. Eügen
b^U^?en" gegen die Franzosen kämpfen. Diese hatten aber, ehe er sein Heer an der oberen Etsch versammelt hatte, die südlichen Ausgänge aus den Alpen so gründlich versperrt, daß an ein Durchkommen nicht zu denken war. Insbesondere hatte der Marschall nicht nur d,e Berner Klause verriegelt, sondern beherrschte darüber hinaus vom Monte Baldo aus sowohl das Etschtal als auch den Garda-See und damit die beiden wichtigsten Ausfalltore nach Oberitalien. Eugen aber überlistete seinen Gegner. Während er angesichts der französischen Bergposten sowohl nach Süden als auch nach Westen in Richtung auf den Garda-See fleißig Wege bauen ließ, so daß die Franzosen sich darüber lustig machten, rüstete er im geheimen zu einem Alpenübergang, wie er sich seit Hannibal noch nicht wiederholt hatte. Unter Zurücklassung einiger Bataillone, die zur Verschleierung der wirklichen Vorgänge sich weiter mit dem Wegebau beschäftigen und auch im ganzen Tal die den Franzosen so gewohnten Kochseuer der Truppen in gleichem Umfang wie bisher unterhalten mußten, überschritt er nur wenig östlich mit dem gesamten Heer einschließlich der Artillerie — die Geschütze hatte er zerlegen lasten — und der Bagage auf tiefverschneiten Saumpfaden in vier ebenso mühevollen wie gefährlichen Tagesmärschen die Lessinischen Alpen und stand plötzlich bei Verona im Rücken der Franzosen. Catinat war überrumpelt, Ludwig XIV. tobte — sieh; oben — Europa staunte um so mehr als diese unerhörte Leistung die kaiserliche Armee sage und schreibe nur einen einzigen Mann Verlust gekostet hatte. So war es im Jahre 1701 geschehen.
Aber schon im Jahre 1687 hatte- Eugen gegen alle damals gültigen Regeln der Taktik verstoßen und dadurch persönlich den Sieg entschieden. Das war in der gewaltigen Schlacht von Mohscs an der Donau gegen die Türken gewesen. Der so erfolgreiche kaiserlicher Feldherr Karl von Lothringen, des jungen Prinzen Lehrmeister, führte das Heer nach den altbewährten Regeln, wie sie von Montecuccoli überkommen waren, gegen die Türken. Diese wichen auch vor dem starken Druck dieser sich langsam vorwärtsbewegenden geschlossenen Masse allmählich zurück und hinter die Schanzen. Hier 'aber hielten sie. Der Angriff kam ins Stocken. Da geschah es. Der erst dreiundzwanzig- jährige Generalfeldwachtmeister (— Brigadier) Prinz Eugen kam mit seiner Reiterbrigade herangebraust, ritt aber nicht Attacke gegen die Schanzen, was wohl auch sinnlos gewesen wäre — sondern ließ absitzen und stürmte an der Spitze seiner frischen Regimenter Schanzen und Türken über den Haufen. Wir Heutigen mögen das für eine Selbstverständlichkeit halten. Damals aber ereignete sich solches erstmalig, und Freund und Feind werden gleichermaßen verblüfft gewesen sein. Karl von Lothringen schickte den jungen Savoyer als Siegesboten nach Wien. Der Kaiser ernannte ihn zum Feld- marschalleutnant und schenkte ihm zum Dank sein Bildnis in juwelenbesetztem Rahmen.
Im Jahre 1697 erhielt Eugen, der nun schon seit vier Jahren Feldmarschall war, erstmalig den Oberbefehl über eine kaiserliche Armee. Das war also im vierzehnten Jahr nach der Befreiung Wiens von der türkischen Belagerung, bei der er als zwanzigjähriger die Feuertaufe erhalten hatte. Wieder ging es gegen die rürken in Ungarn. Sofort marschierte er dem türkischen Sultan entgegen, auf den er bei der Festung Peter- wardein traf. Der aber wich aus und stieß am Westufer der Theiß nach Norden, um sich nach Inbesitznahme von Szegedin ostwärts auf das bereits Habsburgische Siebenbürgen zu werfen. Eugen setzte in ungeheuren Eilmärschen hinter ihm her, um ihn zu stellen, ehe er jenseits des Stromes entschwände. Der Sultan wagte darauf nicht den Angriff auf Szegedin mit dem anmarschierenden kaiserlichen Heere im Rücken. Er hielt deshalb schon bei Zenta, ließ eine Brücke schlagen und gleichzeitig zum Schutz am rechten Ufer einen starken Brückenkopf mit hohen Schanzen und Palisaden errichten, die sich im Halbkreis von Ufer zu Ufer zogen. Das deutsche Heer traf ein, als noch die türkische Hauptmacht diesseits im Brückenkopf stand. Trotzdem es von den riesigen Marschleistungen übermüdet war, ließ der Prinz sofort angreifen, da der Feind sonst doch noch entkommen wäre. Ein mörderischer Kampf begann Noch bevor Eugen zum eigentlichen Sturm antreten ließ, hatte er gesehen, daß oberhalb der Brücke sich eine vom Wasser nur wenig überflutete, wenn auch nur schmale sandbank dicht am rechten Ufer entlang zog. Da be- I? i ^lnem äußersten linken Flügel die nördliche Anlehnung des Brückenkopfes zu umgehen. Gerade als er selbst im Zentrum der geschwungenen Anqriffsfront wre immer an der Spitze der Truppen nach blutigem Handgemenge die Schanzen erstieg, glückte diese überraschende Umfassung. Das Erscheinen kaiserlicher Truppen im Rucken der noch in voller Kampfkraft die Pa- lisadcn verteidigenden Janitscharen rief die größte Ver-
Im Seegebiet von Odessa wurden Fluchtschiffe der Sowiets erfolgreich bombardiert? es wurden sechs senidilche Handelsschiffe mit zusammen 33 000 Vruttoregistertonnen versenkt.
Zwischen Donez und Asowschem Meer wird der geschlagene Feind verfolgt.
Moskau und Leningrad waren erneut das Ziel deutscher Bomber.
General Toyo wurde mit der Neubildung -es spanischen Kabinetts beauftragt.
Die Maiersorm GmbH. wurde mit besonderen Aufgaben betraut.
Angehörige des Jnstandsetzungstrupps der Luftschutzabschnitte Bremen-Ost und -Süd wurden mit dem EK. II. ausgezeichnet.