Ausgabe 
(11.10.1941) Nr. 282
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parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatk des Neichsstatttsalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 282 / 11. Jahrgang

Sonnabend, 11. Oktober 1941

kinzelpreis 15 Nps.

condonrstuaenbliilr dervmweiflung iftvo

Moskauer „Prawda" befürchtet Panik

Stolz und sreude ln kuropa / könnende Köpfe an der Idemse / „Kein keer der Welt kann stch der

deutschen Wehrmacht stellen", entschuldigt stch London

d. Berlin. 16. Oktober. (Drahtbericht unserer Der-, liner^ Schriftleitung). „Der Augenblick der Verzweiflung ist gekommen!" In den Stolz und die Freude der euro­päischen Länder über die faktische Vernichtung der bolschewistischen Wehrmacht gellt dieser Verzweiflungs­schrei des „Daily Expreß" als die Stimmungsdiagnose »on der Themse. Schicksalsstunde, Krise und ähnliche Worte tauchen zu Dutzenden in den Situationsberichten der neutralen Korrespondenten von der Insel auf, Lon­don ist geschlagen. Der deutsche Durchbruch durch die Mitte der gewaltigen Front gegen den Bolschewismus in einer Breite von 566 Kilometer bedeutet zugleich einen tiefen Einbruch in die jammervolle britische LL- genagitation» wie man sie sich vernichtender nicht vor­stellen kann. „Der Bolschewismus bricht unter den furchtbaren Schlägen der deutschen Armeen zusammen, die an der Sowjetfront die europäische Zivilisation ret­te«. Wenn die Truppen Stalins die Oberhand bekom­men hätten, wäre die Sowjettqrannei über ganz Europa gekommen!" Die Worte des „Petit Parisien", die sich in Abwandlungen in der gesamten europäischen Presse wiederfinden, sind eine vernichtende Anklage Europas an England, das den Sowjethorden 'den Weg nach Europa öffnen wollte. Nun herrscht in London die Ver­zweiflung.

„Berlin verzeichne auch einen Sieg an der diplo­matischen Front" mutz sich England von den alten Hetzgenossen im Bostoner Sender sagen lassen, die damit den schweren Schlag für die britische Politik umreißen» der sich im Abschluß des deutsch-türkischen Handelsvertrages abzeichnet.

An die britischen Zeitungsredaktionen hagelt es Briefe der Entrüstung. „Die täglichen pessimistischen Kommentare aus London über die Riesenoffensive der deutschen Panzer müssen auf jeden Zuhörer deprimie­rend wirken." In einem Brief an die „Nordchina Daily News" klagt so ein englischer Reservist sein Leid. „Alle englischen Blätter", so schreibt Fin amerika­nischer Zeitungskorrespondent aus London, „spielen heute die gleiche Symphonie, die darin aufklingt, daß der Tag kommen wird, da kein Heer der Welt mehr in der Lage sein wird, sich der deutschen Armee zu stellen." In der Kammer erwägt man die Möglichkeit, alles, was überhaupt gehen kann, in den Kriegsdienst zu stellen. „Evening Standard", der sich nicht beruhigen kann, teilt seine Landsleute in drei Klassen ein Solche, die annehmen, daß die Sowjetunion sehr schnell unterliegen werde; solche, die bei Ausbruch des Ost­feldzuges ihren Hut in die Luft warfen, und glaub­ten, Hitler habe nun seine größte Dummheit gemacht, und zuletzt solche, die an eine schnelle deutsche Nieder­lage glaubten. Alle die phantastischen Annahmen sind ohne Taten von feiten Englands geblieben, nun hat für die Sowjetunion die letzte Stunde geschlagen. Früher hatte der russische Raum keine Bedeutung, jetzt

soll jeder Boden verteidigt werden. Nun aber ist es zu spät!"

„Die Krisis an der russischen Front ist im Anwachsen begriffen. Die kommenden paar Tage werden vielleicht die entscheidendsten in der ganzen Weltgeschichte sein.

Bei Wjasma und Vrjansk haben die Deutschen zwei Keile vorgetrieben, und es ist möglich, wenn auch nicht sicher, daß ein großer Teil der russischen Streitkräfte umzingelt ist. Die Erfahr ist unmittelbar." (Fortsetzung auf Seite 2)

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Vurchbruchstelle 580 Kilometer breit

Me eingeschlossenen Sowjelkciiste weiter lusammengedriingl

Aus dem F Lh r erhauptquartier, 16.Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die am Asowschen Meer, um Vrjansk und bei Wjasma eingeschlossenen Kräfte des Gegners wurden gestern wei­ter zusammengedrängt. Darüber hinaus wurde der in der Mitte der Front auf einer Breite von 566 Kilometer erzwungene Durchbruch nach Osten vertieft. Der wichtige Eisenbahnknotenpunkt Orel ist bereits seit dem 3. Oktober in unserer Hand. Westlich Lenin­grad wurde ein erneuter, von Panzern unter­stützter Ausbruchsversuch des Feindes abgeschlagen. In den Kämpfen um die Inseln Moon und Oesel wurden nach nunmehr abgeschlossenen Feststellungen 12 531 Ge­fangene eingebracht und 1K1 Geschütze sowie mehrere Panzer erbeutet. 2686 Minen des Feindes mußten im Verlauf der Kampfhandlungen unschädlich gemacht wer­

den. Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht Flugplätze auf der Krim, Eisenbahnanlagen im südlichen und mittleren Frontabschnitt sowie kriegswichtige Einrich­tungen in Leningrad an. 2m Kampf gegen Großbri­tannien bombardierten Kampfflugzeuge bei Tage wich­tige Anlagen auf den Far Oers und versenkten »örd lich der britischen Inseln vier Handelsschiffe mit zusam men 6666 BRT. Der Feind flog nicht in das Reichsge biet ein."

Zum zweiten Male innerhalb 36 Stunden eröffneten Fernkampsbatterien der deutschen Kriegsmarine am Abend des 9. Oktober ihr Feuer an der Kanalküste. Ein mit südlichem Kurs fahrender britischer Eeleitzug wurde wiederholt unter Beschüß genommen. Schon nach den ersten Salven lösten sich die Schisse aus dem Verband und strebten eilig nach Westen der Küste zu.

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vtzutsebe Inkantsriv xebt über ein Heblaelitkelck im Osten vor, auk ckem Lämpke in LrselieinnnK treten.

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Präsident Noosevelts neuer «6enie"-Streich

was ging in Panama vor! — «Vie Vereinigten Staaten fallen in Südamerika ein"

ü. Berlin, 16. Oktober. (Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.) „Europa wird von außen her durch zwei Mächte angegriffen: Durch den Bolschewis­mus und den Kapitalismus", so schreibt die Madrider Zeitung „Pueblo" in einer Betrachtung über die gegen­wärtige weltpolitische Lage. Der Bolschewismus er­strebt die Weltherrschaft mit seinen kulturzerstörenden Ideen, der Kapitalismus befürchtet durch die Neuord­nung Europas seine Möglichkeiten zur Wirtschastsdikta- tur in der Welt zu verlieren. Während nun der Bol­schewismus durch die jüngsten deutschen Siege bereits als niedergerungen betrachtet werden kann, bereitet der Kapitalismus in den USA. neue Vergewaltigungsakte vor, und zwar nicht allein gegen Europa, sondern auch gegen die ibero-amerikanischen Staaten und gegen das Volk von USA. gegen Europa, indem er durch Präsi­dent Noosevelts Bewaffnung der USA.-Handelsschisse die Einmischung in den Krieg noch einen Schritt weiter treibt, gegen das Volk von ÜSA., indem er dieses mit­tels der Einmischung in den europäischen Krieg wider den Volkswillen in den Krieg hineinzieht, und gegen die ibero-amerikanischen Staaten, indem er diese teils durch Drohungen, teils durch brutale Gewalt dem USA.- Kapitalismus dienstbar macht. Für letzteres ist ein neues großes Beispiel in dem Staatsstreich Panamas gegeben."

Präsident Arias von Panama, der sich gegen den Willen Noosevelts beharrlich geweigert hatte, die unter der Flagge Panamas fahrenden Schiffe mit der Berech­tigung auszustatten, sich zu bewaffnen, mußte diesen seinen den völkerrechtlichen Gesetzen entsprechenden Wi­derstand mit dem politischen Dasein, bezahlen. Während er am Dienstag Panama vorübergehend verlassen hatte, um sich in Havanna mit einem Äugenspezialisten über sein Augenleiden zu beraten, vermochten es die von dem Judenbastard Roosevelt ausgehaltenen Gegner Arias in Panama, sich durch einen unvermuteten Staatsstreich in den Besitz der Negierungsgewalt zu bringen. In Panama selbst hat dieser Staatsstreich am meisten Üeberraschung hervorgerufen, weil man sich einer sol­chen Heimtücke von Washington aus durchaus nicht ver­sehen hatte; aber auch in den Mittel- und südamerikani- schen Staaten hat er großes Aufsehen erregt. Nur in Washington gab es keine Sensation. Im Gegenteil geht aus einer Erklärung Hulls hervor, daß man den Präsi­denten Arias nie als „psrsoim sro-ta" betrachtet habe,

„da er wegen Benutzung des Gebietes von Panama durch USA.-Militärflugzeuge Schwierigkeiten gemacht hatte". Heimtückischerweise wird der Grimm Washing­tons über die Weigerung Arias, sein Verbot der Be­waffnung von USA.-Schiffen unter der Flagge Pana­mas aufzuheben, Übergängen; immerhin betont die USA.-Presse, Laß, wenn Arias Präsident geblieben und somit die Regierung Panamas auf dem Verbot bestan­den hätte, dadurch über hundert USA.-Schifse betroffen worden wären, die heute unter Panamas Flagge fahren.

Wie sehr übrigens die USA. an dem Staatsstreich beteiligt sind, geht aus einer Veröffentlichung des in Vuenos Aires erscheinenden Blattes „Pampers" hervor, in der darauf aufmerksam gemacht wird, daß schon seit einigen Tagen mehrere USA.-Zerstörer der Atlantik­slotte in Panama festgemacht hätten. Kein Mensch zwei­felte daran, daß der Putsch die Antwort des Weißen Hauses auf die Haltung der Regierung Panamas in der Frage der Bewaffnung der Handelsschiffe sei. Besonders gemein benimmt sich noch die USA.-Presse gegen den gestürzten Präsidenten Arias, indem sie ihm unterstellt, daß er aus dem Lande entflohen sei. Dazu erklärt der Präsident selber, daß er auf dem Sprunge stehe, trotz des Putsches zurückzukehren und daß ihn nur seine besten Freunde davon abhalten, auf daß seine Person nicht den Gegnern in die Hände falle. Auf Befragen, was er als Grund für die Handlungsweise Washingtons ansehe, erklärte er: „Ich bin stets für Panama gewesen". Vorerst nahm Arias mit dem neuen Präsidenten in Panama lder bezeichnenderweise Euardia heißt und in engsten poli­tischen Beziehungen zu seinem Namensvetter la Euardia, dem Oberbürgermeister von Newyork stehen soll) tele­phonisch Verbindung auf, um sich mit ihm auseinander­zusetzen. In Panama selbst wurde eine Reihe führender Persönlichkeiten verhaftet, darunter der Privatsekretär des Präsidenten, sein Regierungssekretär, der Adjutant und der Bürgermeister von Panama. Alle USA.-Sol- daten wurden während der letzten 48 Stunden von der Hauptstadt ferngehalten, der Urlaub für Offiziere wurde gesperrt.

Dieser neuerliche Eewaltstreich Noosevelts gegen einen Nachbarstaat der USA. ist> ein weiteres, warnendes Beispiel für alle Staaten, sich von den Plutokraten Washingtons täuschen zu lassen. Es ist solch ein Ee­waltstreich auch durchaus nicht einmalig in der Ge­

schichte der Beziehungen der USA. zu Panama. Was sich vor vierzig Jahren abspielte, da des heutigen Prä­sidenten Franklin Roosevelts Onkel Theodor Roosevelt den Präsidentenstuhl der USA. einnahm, ist dem jetzi­gen Uebergrifs in die inneren Verhältnisse Panamas verzweifelt ähnlich. Um die Landenge von Panama für den wichtigen Kanal unter Washingtons Einfluß zubrin­gen, sorgte das Weiße Haus durch große Schiebungen und Bestechungen dafür, daß Panama von Solumlnen ge­trennt wurde, ein Umstand, der damals schon das Be­streben der USA.-Regierung zeigte, alles, was an Staa­ten auf dem amerikanischen Kontinent Washington nicht zu Willen war, wegzufegen. Das war damals schon so schlimm und ist heute noch viel schlimmer ge­worden.

Dies hat auch. „Pampers" erkannt, das Blatt, das in einem sensationellen Interview mit dem ehemaligen Finanzminister Boliviens und jetzigen Abgeordneten Victor Paz Estenssoro sich über diese Zustände äußerte und dabei auch des bekannten gefälschten Briefes der Majors Belmonte gedachte mit dem Hinweis, daß der angebliche Naziputsch niemals stattgefunden habe. „Da­gegen besteht eine regelrechte Invasion seitens der Ver­einigten Staaten nicht nur in Panama, sondern auch in Bolivien und in ganz Mittel- und Südamerika", be­tont das Blatt. „Ueber kurz oder lang", so jagte Victor Paz Estenssoro, „wird der gesamte Kontinent von den USA. unterjocht sein, da die schwachen Regierungen dieses Kontinents ihre Staaten an USA. ausgeliefert haben." Nur ein Staat, der es verstehe, sich innerlich zu festigen, um sich aus den Fesseln der großen Kapita­listenclique der USA. zu befreien, könne hoffen, sich die Freiheit zu bewahren? Es sei ein Jammer, daß es in jedem Lande zwei Gruppen gebe, deren eine es stets verstehe, sich unter der Bezeichnung „Demokraten" bei den Vereinigten Staaten lieb Kind zu machen. Ueber die Haltung Boliviens im Falle eines Kriegseintritts der USA. befragt, bemerkte Victor Paz Estenssoro, es läge die Eefqhr vor, daß im Falle eines Kriegseintritts der Vereinigten Staaten auch die übrigen Staaten des amerikanischen Kontinents den gleichen Schritt unter­nehmen müßten.

So sieht die demokratische Freiheit aus, die Roosevelt der Welt zu bringen versprochen hat! Es ist nichts als die Knechtschaft des Kapitalismus, die über alle ander? Werte der Völker -triumphieren soll. Das Beispiel Panamas könnte diese Völker darüber belehren.

AükÄrö«- Lies As Am Leiste«

Zum OKW.-Vericht drahtet unsere Berliner Schrift­leitung: „Keine Veränderung in der Lage an den Fronten in den letzten vierundzwanzig Stunden", meldet etwas kurzatmig das sowjetische Oberkommando. Was sollte es auch anders melden, nachdem alle Welt schon davon unterrichtet wurde, daß das Schicksal der Sowjets militärisch entschieden ist? Und doch täuscht es selbst noch in dieser seiner bescheidenen Meldung Dinge vor, die nicht ganz wahr sind. Denn aus dem deutschen OKW.-Bericht ist ^deutlich erkennbar, daß sich doch Ver­änderungen an den Fronten, und sogar recht wesent­liche, vollzogen haben. Daß darin die Tatsache des deutschen Besitzes des wichtigen Eisenbahnknotenpunktes Orel verzeichnet ist, fällt natürlich nicht mehr in die Zeitspanne der letzten vierundzwanzig Stunden. Denn diese Tatsache ist nun schon genau eine Woche alt. (Entsprechend der alten Taktik unserer Wehrmacht, keine Erfolge zu veröffentlichen, aus deren Kenntnis der Gegner Vorteile ziehen könnte, wurde die Einnahme von Orel erst jetzt bekanntgegeben). Aber daß der auf 500 Kilometer verbreiterte gewaltige Durchbruch in der Mitte der Ostfront sich werter vertieft hat, wäre im­merhin auch in der Sowjetunion interessant und er­wähnenswert. Ist es doch nicht so, als ob jetzt, nach­dem die unabänderliche Entscheidung fiel, unsere Trup­pen auf der Stell« träten, und sich weiter nichts mehr ereignen würde, bis >das OKW. mit den Abschluß- ziffern der gigantischsten aller Schlachten heraus­kommt! *

Die Vernichtung der dreifach gespaltenen Heeres­gruppe Timofchenkos ist, wie wir aus früheren ähnlichen Schlachtenhandlungen wissen, eins militärische Aufgabe für unsere Truppen, die bestimmt noch Anstrengungen erfordert. Auf der Linie dieser Anstrengungen liegt das bereits weitergediehens Zusammendrängen der Kessel amAsowschen Meer, umVrjansk und Wjasma. Auf dieser Linie im weiteren Sinne liegt auch; was nach der nun endgültig gefallenen Entscheidung bis zur Beendigung des Feldzuges zu leisten ist. Sehr gut er­innern wir uns noch des Ausgangs der Schlacht im Weichselbogen. Hier fiel nach einem Feldzug von acht­zehn Tagen die unerbittliche Entscheidung gegen die Polen. Aber noch fast zwei Wochen wghrten die Säu- berungsarbeiten, bis der Feldzug als beendet betrachtet werden konnte. Das war in dem verhältnismäßig klei­nen polnischen Raum. In Frankreich war es, den er­weiterten Raumverhältnissen entsprechend, nicht anders. Als sich unsere Truppen im Westen nach dem geschicht­lichen Durchbruch durch die Aisne-Stellung am 9. Juni 1940 im Rücken der Maginotlinie befanden, 'war Frank­reichs Lage aussichtslos geworden, wenngleich der Widerstand der noch vorhandenen Truppen anhielt. In ähnlicher Weise besteht jetzt noch der sowjetische Wider­stand weiter. Neue Marsch- und Kampfleistungen wer­den von unseren Soldaten verlangt, um den entscheiden­den Sieg bis zum letzten auszunutzen. Denn auf die Vernichtung der letzten sowjetischen Divisionen kommt es an.

Unser Ziel bleibt nach wie vor, die Reste der kampf­kräftigen Truppen des Feindes auszulöschen, und wenn die Armeeführung der Sowjets für Moskau den Befehl ausgab, die Stadt ebenso zu verteidigen wie Leningrad, so wird ihr eben auch das gleiche Schicksal beschieden fein. „Entweder wird Deutschland geschlggen oder die Sowjetunion versklavt!" heißt es in dem Aufruf an die Bewohner Moskaus. Indes ist auch dieser Aufruf le­diglich der Absicht eine? hinhaltenden Widerstandes ent­sprungen, ohne die geringste Hoffnung einer erfolgver­sprechenden Entlastung von irgendwo. Im Gegenteil steht fest, daß der Wunsch nach einer zweiten Front unerfüllt bleibt, ja, daß sogar die vor kurzem im Wehr­machtsbericht gemeldeten Auflösungserscheinungen an der sowjetischen Front sich noch mehren, und das sogar an der „berühmten" Odessafront. „Die Zahl der über­laufenden Rotarmisten, die bei der Befestigung Odessas arbeiten, wächst von Tag zu Tag", meldet Radio Lahti pm 9 Uhr in russischer Sprache.

Diese lleberläufer erzählten entsetzt von dem un­glaublichen Terror, der in der Armee uild Zivil­bevölkerung Odessas herrsche. Angesehene Persönlich­keiten, die die Zwecklosigkeit des Kampfes in der Stadt einsehen, wurden einfach hingerichtet und mehrfach versuchte Aufstände der Bevölkerung blutig niedergeschlagen. Eine Unmenge von Leichen soll nach Aussagen der Ueberlaufer die Schützengräben der Sowjets füllen. Leichen von Menschen, die hin­terrücks auf der Flucht aus der Hölle von den poli­tischen Kommissaren erschossen worden sind.

Auf welcher Seite ist da die Sklaverei? Nein, Deutsch­land wird nicht geschlagen und die Bewohner der Sowjet­union werden aus dem bolschewistischen Joch für immer befreit! Nicht eher, als bis dies erreicht ist, ist das Ende des Feldzugs im Osten da. 6.

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Unser LayessyieysL

Die Durchbruchsstelle an der Ostfront hat eine Breite von 560 Kilometer; die eingeschlossenen Sowjetkräfte wurden weiter zusammengedrängt. Unsere Luftwaffe zerstörte u. a. 20 sowjetische Eisenbahnzüge.

Unter dem Eindruck der deutschen Großerfolge im Osten ist für London und Moskau „der Augenblick der Verzweiflung gekommen". '

Der Präsidentenwechsel in Panama stellt sich als ein neuer „Genie"-Streich Roosevelts heraus.

In Oldenburg wurde als Auftakt zur Propaganda­aktion „Deutschlands Sieg" eine Gaupropaganda­tagung durchgeführt.

Das Hemelinger Postamt erfährt eine durchgreifende bauliche Umgestaltung.