Ausgabe 
(10.10.1941) Nr. 281
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmltiches verkündungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 281 / 11. Jahrgang

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Zreilag, 10. Vkiober 1941

kinzelpreis 15 Nps.

Zertrümmerung der Armeenlimoschenkos

0er englische träum vom Zweifrontenkrieg endgültig ausgetrüumt!

Schlußakt im asten

Der Reichspressechef über die Mattsetzung der Sowjetunion

Berlin, 8. Oktober. Auf Grund der gewaltigen, ge­schichtlich beispiellosen Erfolge der deutschen Wehrmacht im Kampfe gegen den Weltfeind Bolschewismus sprach Reichspressechef Dr. Dietrich am Donnerstagmittag vor Vertretern der deutschen Presse über die entscheidende Entwicklung der militärischen Lage im Osten.

Der Reichspressechef kennzeichnete einleitend den ge­waltigen Unterschied zwischen der deutschen und der feindlichen Nachrichtenpolitik. Der von keiner Sach­kenntnis getrübten Berichterstattung unserer Feinde stellte er die in der ganzen Welt als zuverlässig aner­kannten deutschen OK W. -Berichte gegenüber, deren Angaben stets durch die Ereignisse bestätigt würden. Man könne auch nicht erwarten, erklärte der Reichs­pressechef, daß die Meldungen des Siegers von denen bestätigt würden, die die Prügel bekommen. Unter stür­mischem Beifall verlas der Reichspressechef dann die letzte Siegesmeldung des OKW., wonach nun auch im Raum von Vrjansk drei feindliche Armeen ihrer Vernich­tung entgegensehen. Damit habe der gewaltige Durch­bruch durch die Zentralfront zu der Einschließung der Armeen des Marschalls Timoschenkos in zwei Kesseln geführt, deren Größe auf 60 bis 70 Divisionen geschätzt werden.Wenn Sie bedenken", erklärte der Neichspressechef,daß die Armeen Woroschilows in Le­ningrad eingeschlossen sind, und die Budjennys in den großen Schlachten ostwärts Kiew und nördlich des Asow­schen Meeres praktisch erledigt wurden, dann besteht kein Zweifel, daß die gesamte sowjetische Front zertrümmert ist und daß nach der Vernichtung der Armeen Timoschen­kos, die zur Zeit im Gang« ist. auch die letzte bolschewi­stische Heeresgruppe beseitigt und ausgelöscht sein wird. Der Feldzug im Osten ist mit dep Zertrümmerung der Heeresgruppe Timoschenkos entschieden! Die weitere Entwicklung wird so abrollen, wie wir es wünschen. Die Sowjetunion ist mit diesem letzten gewaltigen Schlag, den wir ihr versetzten, .militärisch erledigt! Die letzten noch vorhandenen Divisionen, deren Widerstands­kraft unter den ununterbrochenen Schlägen bereits stark nachgelassen hat, werden eine nach der anderen aus­gelöscht werden. Der englische Traum vom Zwei- Fronten-Krieg ist endgültig ausgeträumt!

Die Hoffnung auf eine Restaurierung der sowjetischen Armeen oder dem riesengroßen russischen Raum sei nach den wahrhaft vernichtenden Niederlagen der Sowjets militärischer Dilettantismus. Im übrigen dürften un­sere Gegner versichert sein, daß der Führer nicht der Mann ist, der ihnen die Zeit läßt, sich wieder zu restaurieren! Nach dreieinhalb Mo­naten ununterbrochener Kämpfe seien die deutschen Truppen noch stark genug, den Gegner taufende Kilome­ter von den eigenen Landesgrenzen anzugreifen und ihn dann in Kesseln zu Paaren zu treiben.Ueber allem aber", so schloß der Reichspressechef,steht der militäri­sche Genius des Führers. Er ist einmalig und einzig­artig

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Aus dem Führerhauptquartier, S. Oktober.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Wie gestern durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist eine durch italienische, ungarische und slowakische Truppen verstärkte deutsche Panzerarmee aus dem Raume ostwärts Dnjepro» petrowsk zum Asowschen Meer vorgestotzen und hat der beiMelitopol geschlagenen 9. sowjetischen Armee den Rück­zug verlegt. Gleichzeitig haben deutsche und rumänische Ver­bände die Verfolgung von Westen her fortgesetzt. Dabei ist es einem schnellen Verband der Waffen-ss gelungen, entlang der Küste des Asowschen Meeres nach Berdjansk durchzustoßen und den von Norden kommenden Panzerkräften die Hand zu reichen. Von allen Seiten eng umschlossen, stehen hier sechs bis sieben feindliche Divisionen unmittelbar vor ihrer Vernichtung.

Den schwachen Resten des geschlagenen Gegners, die auf Rostow abzuziehen versuchen, ist der Verband der Waffen-U bereits bis Mariapul nachgestoßen.

In der Mitte der Ostfront hasten wie ebenfalls durch Sondermeldung bekanntgegeben die tiefen Durchbruchsoperationen zu einer weiteren großen Umfassungsschlacht geführt. Von starken Panzerkräften im Rücken angegriffen, haben nunmehr auch im Raume von Brjansk drei feindliche Armeen ihre Vernichtung zu erwarten. Zusammen mit den bei Wjasma eingeschlossenen Verbänden hat hier der Marschall Timoschenko die letzten voll kampfkräftigen Armeen der sowjetischen Gesamtfront geopfert. Das Trugbild fortgesetz­ter Angriffserfolge, die von der lügenhaften Propaganda des Gegners gerade diesen Armeen seit Wochen zugeschrieben waren, ist damit endgültig zerrissen.

Erneute Versuche des Feindes, die Eins chlietzungssront westlich Leningrad mit Panzerunterstützung zu durchbrechen, scheiterten unter schweren Verlusten für den Gegner. Zahlreiche sowjetische Panzer wurden dabei vernichtet. Die Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront mit starken Kräften die Operationen des Heeres. Erfolgreiche Angriffe richteten sich gegen feindliche Truppenansammlungen, Artilleriestellungen, Verbindungslinien und Eifenbahnanlagen. Das Rüstungswerk südostwiirts Charkow wurde erneut bombar­diert. In der letzten Nacht griffen Kampfflugzeuge kriegswichtige Anlagen in Leningrad an.

Das Verminen der Gewässer um die britische Insel wurde in den letzten Wochen plan­mäßig fortgesetzt. In Nordafrika bekämpften deutsche Sturzkampfflugzeuge bei Tobruk mit guter Wirkung eine britische Batteriestellung und Verladungen des Gegners. Deutsche Kampf­flugzeuge bombardierten in der Nacht zum 8. Oktober britische Flugplätze bei Marsa Matruk und Fuka. Der Feind flog nicht in das Reichsgebiet ein. Im Kampf gegen die britische Luft­waffe wurden in der Zeit vom 1. bis 7. Oktober bei nur drei eigenen Verlusten 35 feindliche Flugzeuge vernichtet." ^

Neue Verluste -er britischen Schiffahrt

Stockholm, 9. Oktober. Nach einem amtlichen'Bericht der britischen Admiralität wurde der HilfskreuzerLorn- field" (Kommandant Tucker), versenkt. In Vicente lief der spanische DampferCastillo de Montjuich" mit 16 Schiffbrüchigen des britischen DampfersSingalese

Prince" (8000 BRT.) ein, der am 10. September von einem deutschen Unterseeboot versenkt wurde. New- yorker Schiffahrtskreisen wird der Untergang des Ka­nada-FrachtersMondoc" (1926 BRT.) in der Nähe der Iungferninseln gemeldet. Auch der 6128 BRT. kroße im Solde Englands fahrende norwegische TankerJohn P. Pedersen" ging verloren.

kiii historischer Tagesbefehl des sührero

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fln Sie Soldaten der Ostfront zu Yoginn der letzten großen knisttzeidungsschlacht dieses Zatzres

Berlin, 9. Oktober. In der Nacht vom 1. zum 2. Oktober wurde folgender Aufruf des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht an die Soldaten der Ostfront verlesen:

Soldaten der Ostfront! Erfüllt von tiefster Sorge für das Dasein und die Zukunft unseres Volles habe ich mich am 22. Juni entschlossen, den Appell an euch zu richten, dem drohenden Angriff eines Gegners noch in letzter StuNde zuvorzukommen. Es war die Absicht der Machthaber des Kreml wie wir es heute wissen nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zu ver­nichten. Zwei Erkenntnisse, Kameraden, werdet ihr ge­wonnen haben: 1. Dieser Gegner hatte sich für seinen Angriff militärisch in einem so enormen Ausmaß ge­rüstet, daß auch die stärksten Befürchtungen noch iiber- troffen worden sind. 2. Gnade Gott unserem Volk und der ganzen europäischen Welt, wenn dieser barbarische Feind seine Zehntaujende an Panzern vor uns in Be­wegung hätte setzen können. Ganz Europa wäre ver­loren gewesen. Denn dieser Feind besteht nicht aus Soldaten, sondern zum großen Teil nur aus Bestien. Nun, meine Kameraden, habt ihr selbst mit eigenen Augen dasParadies der Arbeiter und der Bauern" persönlich kennengelernt. In einem Lande, das durch seine Weite und Fruchtbarkeit die ganze Welt ernähren könnte, herrscht eine Armut, wie sie für uns Deutsche ss unvorstellbar ist. Dies ist das Ergebnis einer nunmehr A bald 25jährigen jüdischen Herrschaft, die als Volsche- si wismus im liessten Grund nur der allergemeinsten ^ Form des Kapitalismus gleicht. Die Träger dieses ! Systems sind aber auch in beiden Fällen die gleichen: - Juden und nur Juden.

Soldaten! Als ich euch am 22. Juni gerufen habe, um die furchtbar drohende Gefahr von unserer Heimat abzuwenden, seid ihr der größten militärischen Macht aller Zeiten entgegengetreten. In aber knapp drei Mo- , naten ist es, dank eurer Tapferkeit, gelungen, diesem Gegner eine Panzerbrigade nach der anderen zu zer- s schlagen, zahllos^ Divisionen auszulöschen, ungezählte Ge- .! sangen« zu machen, endlose Räume zu besetzen nicht g leere, sondern jene Räume, von denen dieser Gegner lebt und aus denen seine gigantische Kriegsindustrie mit Rohstoffen aller Art versorgt wird. In wenigen Wochen

werden seine drei ausschlaggebendsten Jndustriebezirke restlos in eurer Hand sein! Eure Namen, Soldaten der deutschen Wehrmacht und die Namen unserer tapferen Verbündeten, die Namen eurer Divisionen, Regimenter, eurer Schiffe und Luftgeschwader werden für alle Zeiten verbunden sein mit den gewaltigsten Siegen der Welt­geschichte. Ueber 2 400 000 Gefangene habt ihr gemacht; über 17 500 Panzer, über 21800 Geschütze vernichtet oder erbeutet; 14 200 Flugzeuge wurden abgeschossey oder am Boden zerstört. Die Welt hat ähnliches bisher noch nie gesehen! Das Gebiet, das die Deutschen und die mit uns verbündeten Truppen heute besetzt halten» ist mehr als doppelt so groß wie das Deutsche Reich vom Jahre 1833, mehr als viermal so groß wie das englische Mutter­land.

Seit dem 22. Juni sind die stärksten Stellungssysteme durchbrochen worden, gewaltige Ströme wurden über­schritten, unzählige Orte erstürmt, Festungs- und Vun- keranlagen zertrümmert oder ausgeräuchert. Angefan­gen vom hohen Norden, wo unsere so überaus tapferen finnischen Verbündeten zum zweitenmal ihr Heldentum bezeugen, bis zur Krim steht ihr heute im Verein mit slowakischen, ungarischen, italienischen und rumänischen Divisionen rund 1000 Kilometer tief in Feindesland. Spanische, kroatische und belgische Verbände schließen sich nunmehr an, andere werden folgen.

Denn dieser Kamps wird vielleicht zum erstenmal von allen Nationen Europas als eine gemeinsame Aktion zur Rettung des wertvollsten Kulturkontinents angesehen.

Gewaltig ist aber auch die Arbeit, die hinter eurer gigantischen Front geleistet wurde. Fast 2000 Brücken von über 12 Meter Länge sind gebaut worden; 404 Eisenbahnbrücken wurden hergestellt; 25 500 Kilometer Eisenbahnen sind wieder in Betrieb genommen. Ja, über 15 000 Kilometer Bahnen sind bereits aus die all­gemeine europäische Spurweite umgenagelt. An Tausen­den von Kilometern wird gearbeitet. Große Gebiete sind schon in die zivile Verwaltung übernommen. Dort wird das Leben schnellstens wieder nach vernünftigen Ge­setzen in Gang gebracht. Ungeheure Lager an Verpfle­gung, Treibstoff «nd Munition aber liegen bereit! Die­

ses größte Ergebnis eines Kampfes wurde dabei er­reicht mit Opfern, deren Zahl bei aller Schwere für die einzelnen Kameraden und ihre Angehörigen im gesamten noch nicht 5 Prozent derjenigen des Weltkrie­ges beträgt.

Was ihr, meine Kameraden, und was die mit uns verbündeten tapferen Soldaten an Leistungen, an Tapferkeit, an Heldentum, an Entbehrungen in diesen kyum 3V- Monaten hinter sich habe», weiß keiner besser als derjenige, der einst selbst als Soldat im vergange­nen Krieg seine Pflicht erfüllte. In diesen 3'/- Monaten, meine Soldaten, ist nun aber endlich die Voraussetzung geschaffen worden zu dem letzten gewaltigen Hieb, der noch vor Einbruch des Winters diesen Gegner zer­schmettern soll. Alle Vorbereitungen sind soweit sie Menschen meistern können nunmehr fertig. Plan­mäßig ist dieses Mal Schritt um Schritt vorbereitet worden, um den Gegner in jene Lage zu bringen, in der wir ihm jetzt den tödlichen Stoß versetzen können.

Heute ist nun der Beginn der letzten großen Entschei­dungsschlacht dieses Jahres. Sie wird diesen Feind und damit auch den Anstifter des ganzen Krieges, England selbst, vernichtend treffen. Denn indem wir diesen Geg­ner zerschlagen, beseitigen wir auch den letzten Bundes­genossen Englands auf dem Kontinent. Bom Deutschen Reich aber und von ganz Europa nehmen wir damit eine Gefahr hinweg, wie sie seit den Zeiten der Hunnen und später der Mongolenstämme entsetzlicher nicht mehr über dem Kontinent schwebte. Das deutsche Volk wird deshalb in den kommenden wenigen Woche« «och mehr bei euch sein als bisher. Was ihr und die mit uns ver­bündeten Soldaten geleistet habt, verpflichtet schon jetzt alle zu tiefster Dankbarkeit. Mit angehaltenem Atem und Segenswünschen aber begleitet euch in den nächsten schweren Tagen die ganze deutsche Heimat. Denn ihr schenkt ihr mit Gottes Hilfe nicht nur den Sieg, son­dern damit auch die wichtigste Voraussetzung für den Frieden!

Führerhauptquartier, den 2. Oktober 1941.

Adolf Hitler.

Führer und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht.

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Die Spwjetwehrmacht praktisch ausgelöscht

jbä. Berlin, 9. Oktober. (Von unserer Berliner Schristleitung.) Deutschland geht der Vollendung des größten Sieges der Weltgeschichte entgegen! Marschall Tiriioschenko hat die letzten kampfkräftigen Armeen der Bolschewiken bei Brjansk geopfert. Er hat sie umsonst geopfert, da ihr Einsatz weder den Verlust der Armeegruppe Budjenny, die den linken'Flügel der Eesamtfront bildete, wettzumachen noch den in Lenin­grad eingeschlossenen Hauptkrästen Woroschilows Entsatz zu bringen vermochte.

-Gestern Wjasma heute Brjansk! Welch eine ge­waltige Rolle spielten doch diese beiden Namen wäh­rend der letzten Wochen in der Mititärberichterstattung der Gegner! Wievielesiegreiche Offensivvorstöße Timo­schenkos" sollten gemäß der feindlichen Berichterstattung von hier ausgegangen sein! Wieviele deutsche Divi­sionen sollten ihr Grab in diesem Raume gesunden ha­ben! Tatsache ist, daß Timoschenko nach den fürchter­lichen Niederlagen der Sowjets bei Bialystok, und Minsk und auf den übrigen bekannten Schlachtfeldern (deren letztes das große Schlachtfeld 200 Kilometer östlich von Kiew war) vermeinte, er müsse, über Wjasma und Brjansk hinweg vorstoßend, die vordringenden deut­schen Armeen von hier aus zum Stehen, wenn nicht gar zum Rückzug bringen und damit das Schlachten- glück auf seine Seite reißen. Es war vergebliches Be­mühen, und es ist nur eingetroffen, was wir unlängst voraussagten, nämlich daß aus all den Timoschenko'- schen Vorstoßversuchen nichts anderes werden konnte als die Gelegenheit für die deutschen Armeen, auch um Timoschenkos Armeen eine eherne Klammer zu legen. Das ist jetzt geschehen.

Es spricht nicht gerade für das Feldherrntalent Timoschenkos, daß er blindlings sich selber ins Ver­derben manövrierte. Man kann überhaupt und das hat ja auch der Reichspressechef betont bei den sowjetischen Oberkommandierenden nur insoweit von Heerführern sprechen, als sie tatsächlich große Heere unter sich hatten, ohne sie aber zu führen. Budjenny ist bereits verschwunden, und der Reichspressechef hält es für möglich, daß er in einer GPll.-Zelle der Lubjanke gefangen ist. Auch für Woroschilow gibt die Lage seiner Armee kein besonders gutes Zeugnis. Besonders be­merkenswert erscheint dabei, daß schon seit dem 9. Sep­tember die Lage aller drei sowjetischen Heeresgruppen verzweifelt war, daß aber nichtsdestoweniger ihre Presse im vielstimmigen Chor täglich und stündlich bloß von der festgefahrenen deutschen Offensive zu berichten wußte. Heute mutz auch diese Presse die Hoffnungs­losigkeit der Lage der Sowjetarmeen zugeben.

In ehernen Klammern befinden sich die letzten kampf­kräftigen Armeen der Sowjets in den Räumen bei Wjasma und Brjansk, und keine Möglichkeit besteht für sie, sich dieser Klammer zu entziehen. Darum be­steht, wo Woroschilows Streitkräfte in Leningrad ein­geschlossen sind und es somit keine bewegungsfähigen sowjetischen Armeen und Armeeteile mehr gibt, die noch zu ernsthaftem Widerstand fähig sind, das Wort des Reichspressechefs zu Recht, demgemäß die bolschewistische Wehrmacht nunmehr'praktisch ausgelöscht ist. Wie sehr aber der Führer selbst, der diese letzte große Ent­scheidungsschlacht gegen die Sowjets, wie alle vorher­gegangenen Schlachthandlungen in diesem Kriege, nicht nur plante, sondern auch den grandiosen Planungen gemäß bis ins einzelne durchführte, schon am Beginn dieser Schlacht voraussah, was kommen werde, ist aus seinem jetzt erst der Öffentlichkeit bekanntgewordenen Aufruf an seine Soldaten der Ostfront zu entnehmen, in dem den deutsch«» Soldaten die Verheißung wurde, daß sie in wenigen Wochen die drei ausschlaggebenden Jndustriebezirke der Sowjets restlos in ihrer Hand haben würden. Der Führer hat wahr gesprochen.

Mit den gewaltigsten Siegen'der Weltgeschichte wer­den aber für alle Zeiten auch die Namen der Soldaten unserer Wehrmacht und die Namen ihrer tapferen Ver­bündeten, die Namen der Divisionen, Regimenter, Schiffe und Luftgejchwader verbunden sein, die bei diesen ent­scheidenden geschichtlichen Schlachten eingesetzt waren und sich restlos bewährt haben.Die Welt hat Aehnliches bis­her nie gesehen", das konnte der Führer in seinem Ausruf mit voller Bestimmtheit aussprechen, und zwar schon im Rückblick auf das bis dahin (am 2. Oktober) Geleistete. Die Welt hat aber erst recht noch nie gesehen und nie-

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Nach dem deutschen Durchstoß in der Mitte der Ost­front ist eine wettere große Umsassungsschlacht bei Brjansk im Gange; Timoschenko muß seine letzten Armeen opfern.

Der Tagesbesehl des Führers an die Truppen der Ostfront zu Beginn des letzten Kampfabschnittes wird jetzt veröffentlicht.

Der Neichspressechef stellte die Mattsetzung der» Sowjetunion fest.

In Moskau und London haben die deutschen Groß­erfolge eine panikartige Wirkung ausgelöst. Italienische Bomberverbände griffen Haifa erfolg­reich an.

Mit dem Abschluß eines deutsch-türkischen Handels­abkommens wurde der britischen Politik ein neuer schwerer Schlag versetzt.

Die britische Regierung vereitelte aus niedrigsten Haßinstinkten heraus einen Schwerverwundetcn- Äustausch.

Die Lebensmittelrationen der nächsten Zuteilungs­periode bleiben im wesentlichen unverändert.