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parteiamtliche Tageszeitung
Bas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblalk des Beichsstatttsalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. 2?8 / 11. Jahrgang
Dienstag, 7. Oktober 1941
kinzelpreis 15 Npf.
kuropa frei von knglands Intrigen
fülirer-Nede bleibt im Brennpunkt des Veltinteresses - Verlegene britisch-amerikanische flgitation
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b. Berlin, 6. Oktober. (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) „Wir können uns gut vorstellen, was das deutsche Volk leisten wird, wenn es einmal nicht mehr die größten und besten Teile seiner Energien aufwenden muß, um sich gegen seine verbissenen Feinde und Neider zu verteidigen. Was wird dieses Volk leisten, wenn erst der sichere Sieg errungen ist, und wenn es mit den übrigen Nationen Europas friedlich zusammenarbeiten kann! Die Aufbauarbeit wird in einem Europa angefaßt werden, das von Jntrigen und Rachsüchten frei fein wird, die England in jahrhundertelanger Wühlarbeit nährte und ständig schürte, um die Völker Europas untereinander in Feindschaft zu treiben!"
Die spanische Zeitung „Madrid" schreibt diese Sätze in einer Betrachtung zur Führerrede, und es ist bemerkenswert, daß drei Tage nach dem Zeitpunkt, an dem Adolf Hitler „zwischen den Schlachten" zur deutschen Nation sprach, die große Rede des Führers im Berliner Sportpalast noch immer im Mittelpunkt des Weltinteresses steht. Es erschien heute wohck keine Zeitung in Europa, in der nicht in Leitartikeln und Kommentaren zu der Rede Adolf Hitlers Stellung genommen wird, und in denen nicht ein Bekenntnis dieser europäischen Länder zur Mitarbeit bei der Schaffung des neuen Kontinents verzeichnet wäre.
Wie stellt sich nun das jüdisch-plukvkratisch-bolsche- wistische Dreigestirn London — Moskau — Washington zu dieser Rede und zu ihrem gewaltigen Echo? Uns Deutsche würde die Reaktion der Worte Adolf Hitlers in diesen Brutstätten der Europafeindschaft nicht interessieren, wenn nicht die verlegenen und sich widersprechenden Kommentare ein bezeichnendes Schlaglicht auf die geistige Verfassung unserer Gegner werfen würden, die unter den zusammengestürzten Jllusions- gebäuden mühsam nach Atem ringen. Diese Agitatoren suchen die dümmsten und altbekanntesten Tricks von Winkeladvokaten hervor, um gegenüber der europäischen Reaktion ein „Wäih"-Geschrei in die Wett zu funken, deren wesentlichste Züge Bemerkungen darstellen, wie die Führer-Rede war pessimistisch, sie sah eine Niederlage voraus. Der Führer müßte offen zugeben, daß er sich über die Bolschewiken getäuscht hat. Er hatte sie für schwach angesehen und sie daher überfallen. Die englischen Zeitungen füllen ihre Spalten mit derartigen Bemerkungen, die Rundfunkkommentatoren verbreiten sich stundenlang mit derartigen Phrasen, und Europa antwortet: Der Bolschewismus ist so geschlagen, daß er sich niemals wieder erheben kann!
Gerade das fürchten die jüdischen Großsprecher an der Themse, gerade das müssen sie sich selbst eingestehen. Es
1 Der kubrvr bat, nie berielitet, rinn ^noilcenniiuK vivl- .1 kaetiei' »nkerKe^viilcnIielier Tapferkeit!?- null külirunxs- t taten ilen IvrieKE'cke» ckcs lteutselien lvren^e>, xestiktet.
(8cüsrl iZilcksrüisnst.)
muß für sie besonders peinlich sein, wenn Wochenzei- tungen, die schon vor der Führerrede fertiggestellt waren und noch nicht die neuesten Richtlinien nach Churchills Lügenrezepten zur Behandlung der Führerrede hatten, heute auf die Straße kommen, ünd all diese kümmerlichen Lügen entkräften: „Die Deutschen haben bereits in Rußland militärische Erfolge errungen, die vor der Geschichte einzig dastehen. Hitler hat nicht Rußland angegriffen, weil er es für schwach gehalten hat, sondern gerade, weil Hitler Rußland als stark erkannte. Sein Feldzug ist deshalb wohl überlegt gewesen, und seine Pläne sind nicht fehlgeschlagen." Gerade in einem Augenblick, in dem die britische Agitation von dem „Fehlschlagen aller Pläne des Führers" spricht, indem man den aus Moskau zugeworfenen Ball auffängt, nachdem die vom Führer genannten Zahlen als Phantasie bezeichnet werden, «erscheint die Zeitschrift „Nineteenth Century" mit diesen Zeilen.
Das ist also selbst die Meinung der Plutokraten, und da wagt die „Washington Post" in dem gleichen Augenblick zu sagen, Adolf Hitler habe sprechen müssen, um das deutsche Volk zu besänftigen, das an der Richtigkeit der Politik des Führers zweifle. Die Hetzer in London und Washington kennen das deutsche Volk immer noch nicht. Sie wollen es in Unruhe setzen, indem sie hoffen, es würde in Deutschland noch irgendwelche Dummköpfe geben, die auf sie hörten und sich die heute frisch aus der Mottenkiste geholten Märchen anhörten. laut denen die Bolschewiken in der Offensive seien und Siege auf Siege errängen. — Einen der bezeichnendsten Kommentare zur Führerrede gab der Hetzer Edward Montgomery im britischen Nachrichtendienst. „Die erste Reaktion bei mir war, daß ich an meiner Gesundheit zweifelte. Entweder ist Hitler verrückt, oder ich bin verrückt!" Beruhigen Sie sich, Mr. Montgomery. das deutsche Volk weiß hierauf die Antwort!
Sowjetischer Landungsversuch zerschlagen
krfolge der flngriffsoperalionen lm Ssten — Luftangriffe gegen Südostengland
Aus dem Führerhauptquartier, 6. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Angriffsoherationen im Osten brachten gestern weitere Erfolge. Westlich Leningrad wurde ein vom Feuer sämtlicher Kronstadter Forts und Schiffs- und Küstenartille- rie unterstützter Landungsversuch starker bolschewistischer Kräfte durch entschlossenen Einsatz der abwehrbereiten deutschen Truppen völlig zerschlagen. Gleichzeitig brachen die heftigen Angriffe zusammen, mit denen die Einschlie- ßungssrönt von innen her durchbrochen werden sollte. Der Feind erlitt schwere blutige Verluste. Gelandete Teile wurden aufgerieben oder gefangengenommen. Mehrere vollbesetzte Schiffe wurden versenkt, 22 Panzerkampfwagen, darunter sieben überschwere, vernichtet. Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 6. Oktober mit guter Wirkung einen Hafen am Asow'fchen Meer sowie einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt westlich Moskau und militärische Anlagen in Leningrad.
Im Kampf gegen Großbritannien versenkten Kampfflugzeuge bei Tage 460 Kilometer westlich Brest ein Handelsschiff von 2509 VRT. und bombardierten kriegswichtige Einrichtungen auf den Shetlandsinseln. In der letzteli Nacht richteten sich Lustangriffe gegen Häfen in Südostengland. In Nordafrika erzielten deutsche Sturzkampfflugzeuge in der Nacht zum 5. Oktober Vomben- volltreffer in der Stadt und im Hafen von Tobruk. Ein weiterer Luftangriff richtete sich gegen die Reede von Suez. Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt."
Hierzu meldet unsere Berliner Schriftleitung: Kurz und bündig spricht auch der jüngste OKW.-Vericht nur wieder von weiteren Erfolgen unserer Angriffsoperationen im Osten. Wenn dabei noch von dem blutigen Zerschlagen eines sowjetischen Landungsversuches westlich Leningrad berichtet wird und dazu der Zu- sammenbruch heftig geführter Durchbruchsversuche der im Ring von Leningrad eisern verhafteten Armeeteile Woroschilows festgestellt wird, so wissen wir schon, daß dies das Aeußerste ist. was in diesen enischeidungsvollen Tagen, wo Schweigen wieder einmal Gold bedeutet, dem deutschen Volke über die Kämpfe im Osten mitgeteilt werden kann. Ihr Ausmaß geht natürlich weit über die im OKW.-Bericht veröffentlichten Tatsachen hinaus. Der große Augenblick ist wieder einmal gekommen, wo der Gegner, völlig im Dunkeln tappt und nicht weiß, woher ihm die größten Gefahren kommen, und was er von seiner eigenen Lage zu halten hat. Da werden wir uns hüten, ihm auch nur den leisesten Fingerzeig zu geben.
„Hitlers Prophezeiung, daß neue Operationen im Gange sind, ist bis jetzt für die sowjetischen und auswärtigen Militärfachleute ein Rätsel", sendet Radio Newyork durch den Aether, während Radio London gestehen muß, „die Nachrichten von der Ostfront sind
heute reichlich skizzenhaft". Und während der gleiche Sender seine Hörer damit vertröstet, daß die „Behauptung der Deutschen", Petersburg eingeschlossen zu haben, noch der Bestätigung bedürfe, heißt es in einem Bericht aus Finnland, daß der sowjetischen Flotte, die in Kronstadt eingeschlossen ist, das Schicksal der einstigen Zarenflotte vor Port Arthur drohe, die sich selber versenkt hat. Demonstrativ versichert der Londoner Nachrichtendienst, daß die Verteidigungswerke von Leningrad noch völlig intakt seien, während aus Augenzeugenberichken von Gefangenen in Finnland hervorgeht, daß die gewaltigen Stahlwerke von Pntilow in sich zusammen- brennen und so gut wie vernichtet seien. Auch die Treu- golith-Werke und Eummisabrik-Anlagen seien schwer getroffen und eine große Anzahl von Menschen um ihr Leben gekommen. Die Unzufriedenheit, die Verzweiflung in Leningrad wachse täglich und nur wegen des Druckes der politischen Kommissare könne sich niemand des furchtbaren Schicksals, das mit der bevorstehenden Vernichtung Leningrads über die Bewohner der Stadt komme, erwehren. Nichtsdestoweniger behaupteten die Briten, Leebs Offensive sei ins Wanken gekommen und man erwarte von neu angesetzten sowjetischen Gegenangriffen, daß sie den eisernen Ring um Leningrad sprengten. Wie wenig dies gelang, geht aus der Meldung des OKW. hervor.
Während nun ein großer Teil der auswärtigen Presse und des Nachrichtendienstes von London und Newyork sich mit den Dingen an der Nordfront und Petersburg beschäftigen, wenden andere auswärtige Militärfachleuie ihr Augenmerk auch den anderen Fronten zu, wobei sie eingedenk des Wortes des Führers an den kritischen Situationen nicht vorübergehen können, die auch an anderen Teilen der sowjetischen Front bemerkbar sind. „Ob die Deutschen beabsichtigen, einen kräftigen Stoß von der Ukraine aus direkt nach Norden zu mächen oder in östlicher Richtung nördlich von Charkow vorzugehen, um dann in einem Bogen hinunter nach Nostöw zu kommen, und so eine neue Einkreisung in der Ukraine durchzuführen, oder aber, ob sie gar nicht beabsichtigen, ihre vollen Kräfte gegen den linken sowjetischen Flügel zu werfen, sondern als ihr nächstes strategisches Ziel Moskau betrachten, das macht den großen Strategen in London und anderswo heute großes Kopfzerbrechen. Selbst ein so großer Schönfärber wie Frazer, kann die Sorge nicht verbergen, daß, nachdem die sowjetischen Armeen am linken Flügel in Unordnung gebracht worden seien, sie nicht mehr imstande wären, dort einen neuen Angriff auszuhalten, und daß darum dort der neue verderbliche Stoß der Deutschen angesetzt würde, denn dort winke, abgesehen von dein glänzenden politischen Ziel Moskau ein hoher Preis in Charkow und das Oel des Kaukasus. Ganz genau weiß es natürlich wieder einmal die „Times". Sie schreibt, man nehme an, daß nach jetzt zu beobachtenden Umgruppierungen an (Fortsetzung aus Seite 2)
kill Interview mit Neichspreffechef Är. Dietrich
wie sie lügen, während die deutsche Wehrmacht handelt - kntkaroung der englisch-sowjetischen Lügenberichterstattung
Berlin, K. Oktober. Reichspressechef Dr. Dietrich Ü äußerte sich in einem Interview, das er dem Haupt- if schriftleiter Heinz Lorenz gab, über die nachrichten- politische Situation, wie sie sich in der militärischen L Berichterstattung der Londoner und Moskauer Lügen- ,x zentrale über die Lage im Osten gegenwärtig darstellt.
Lorenz richtete an den Reichspressechef die Frage, >a ob er sich zu den aus London und Moskau in den rL letzten Tagen über die militärische Lage vorliegenden « Berichten äußern könne, die im Gegensatz zu den Erik klärungen des Führers hartnäckig von offensiven Operationen der Volschewisten sprechen. Antwort des I Reichspressechess: „Wenn in den letzten Tagen die t trübe» Nachrichtenquellen der Londoner und Moskauer 1 militärischen Sachverständigen ganz besonders reichlich j fließen, so ist das wahrscheinlich darauf zurückzuführen, » daß der im Londoner Rundfunk angekündigte Besuch t des Generaldirektors im britischen Jnsormationsmini- I sterium Konkton bei dem amtlichen sowjetischen Jnfor- ß mationsjuden Losowsky zwecks Koordinierung der bei- I derscitigen Lügenseldzüge offenbar bereits erfolgt ist. 8 Sie dürften sich dabei auf das Motto geeinigt haben: M Getrennt berichten, vereint lügen.
^ Frage: Der sowjetische Heeresbericht beschränkt
bj sich seit langem auf die immer gleichbleibende geradezu « erschütternde Neuigkeit: Während des heutigen Tages sß, bekämpften unsere Trckppen den Feind an der gesamten
Front, — wobei es der Phantasie des Lesers überlassen ist. sich vorzustellen, wo sich jeweils diese Front befindet. Aber je freibleibender Moskau sich äußert, umso wortreicher berichtet das englische Nachrichtenbüro „Exchange Telegraph" Tag für Tag aus der sowjetischen Hauptstadt. Ihnen, Herr Reichspressechef, sind sicherlich die Lageberichte dieses typisch englischen Lügenbüros churchillscher Herkunft aus den letzten Tagen bekannt!
Antwort: Sie liegen mir gerade vor! Ihre Leser dürften sich für einige Stilblüten dieses üppig sprießenden jüdischen Gewächses am Baume Reuters interessieren. Schon zehn Tage lang lügen sie die Welt jetzt mit einer sowjetischen Eroßosfensive an. So berichtet „Exchange Telegraph" am 25. September: „Marschall Timoschenko hat nördlich und südlich von Smolensk die Offensive ergriffen, am 26. September: Marschall
Timoschenko meldet, daß die russischen Tank- und Fußtruppen nunmehr eine große Generaloffensive eingeleitet haben, die weitere Fortschritte gemacht hat", am 29. September: „Marschall Timoschenko meldet von der Ielnja-Front die Ueberauerung des Desnc-Vusses in breiter Linie und den Veainn erfol-"-"--'"- ^"-rationell südlich von Gomel", am 30. September: „Marschall Timoschcnkav S' stehe« in sehr scharfen Ver-
fola"nnyköm"s"" Panzer- und Jni->vt"ricdivisioiien der Armeegruppe Euderian, die eine vernichtende Nie-
derlaae dn' Tum ersten Male bcriMet das
russische Oberkommando von einem deutschen Rückzug in Unordnung."
Frage: Sollte wirklich dem deutschen Hauptquartier der hier gemeldete „gewaltige Durchbruch" der Sowjets durch unsere Zentralfront, dieser „vernichtende Schlag" gegen unsere Armeen, und die „überstürzte Flucht der Panzergruppe Euderian" entgangen sein? Wenn ich nicht irre, lag Gomel am 30. September mindestens zweihundert Kilometer hinter der deutschen Front!
Antwort: „Diesen jüdischen Schreibtischstrategen kommt es „in der Weite des russischen Raumes" aus ein paar hundert Kilometer mehr oder weniger nicht an. Inzwischen hat allerdings die Bekanntgabe der gigantischen deutschen Osfensivoperation durch den Führer den Schwindlern ihr Lügenkonzept gründlich verdorben. Und nun hören sie, in welch blamabler Weise sich jetzt diese „militärischen Sachverständigen" von ihrem betrogenen und getäuschten Publikum aus der Affäre zu ziehen versuchen: Am 3. 10 abends, als nach den Worten des Führers unsere Offensive bereits 48 Stunden in vollem Gange war, quälte sich „Exchange Telegraph" aus Moskau folgenden Bericht ab: „Alle Anzeichen deuten auf die Vorbereitung einer großangelegten kurz bevorstehenden deutschen Offensive hin, die gegen Moskau gc- (Fortjetzung auf Seit« L)
Da» U«iik-Waö
Judenkennzeichnung in Geschichte und Gegenwart
Seit Israel sein Parasitendcr'ein unter den Völkern führt, haben die Wirtsvölker auf Grund ihrer bösen Erfahrungen mit den Hebräern wiederholt eme Trennung und Kennzeichnung des Juden als Schutzmittel gebraucht. Blättern wir im Buch der Geschichte zurück, so finden wir, daß der berühmte Kalif Omar schon im Jahre 634 verordnete, daß „zur Wahrung der Reinheit des Glaubens, um Vermischung und Verwechslung der Gläubigen mit den Juden zu verhüten, diese letzten durch einen Gürtel, eine Kopfbinde und eine gelbe Naht auf dem Oberkleide kenntlich sein sollen." Diese Vorschrift hatte viele Jahrhunderte im Iran Geltung.
Solange die katholische Kirche die Gefahr, die der abendländischen Menschheit seitens des Judentums drohte, erkannte und zugab, verlangte sie nachdrücklich die Trennung der Juden von der übrigen Bevölkerung, den Erlaß von Gesetzen, die die Tätigkeit der Juden beschränken sollten, und besonders die Kennzeichnung der Juden. In diesem letzten Punkt übernahm man meist die vom J'lam bereits vorgeschriebene gelbe Farbe. Daher hießen die an die Kleidung angenähten Abzeichen auch „gelber Fleck" und „Schandfleck". Zur weiteren Kennzeichnung der Juden schrieben rm Mittelalter die katholische Kirche sowie die unter ihrem Einfluß stehenden weltlichen Behörden eins besondere jüdische Kleidung vor. Wörtlich hieß es in den Beschlüssen des dritten Lateranischen Konzils vom Jahre 1215: „Damit die Gläubigen schon auf den ersten Blick Ungläubige zu erkennen vermögen, wird festgesetzt, daß Juden beiderlei Geschlechts, vom 12. Lebensjahr an, in allen christlichen Ländern und jederzeit durch die Beschaffenheit ihres Gewandes sich von allen Leuten unterscheiden sollen." In einer anderen gegen die Juden gerichteten Begründung sagt der Papst, es komme por, „daß irrtümlicherweise Juden und Christen sich miteinander fleischlich vermischen".
Da eine solche Kennzeichnung für die dunklen Geschäfte der Juden meist hinderlich war, setzten die Hebräer alles daran, die Abschaffung des „Kainszeichens"
— die Bezeichnung ist auch im Mittelalter nachweisbar
— zu erreichen oder die Durchführung zu sabotieren. Namentlich auf Reisen wollten die Juden unter allen Umständen dieser öffentlichen Kennzeichnung ledig sein.
England war das erste Land, wo das Iudenzeichen — schon 1217 — allgemein eingeführt wurde. In einzelnen Gebieten Frankreichs war das Judenzeichen üblich; im Jahre 1219 wurde es vom König Philipp August ausdrücklich eingeführt. In Spanien und in Italien erließen die Behörden wiederholt Gesetze, welche den Juden deren öffentliche Kennzeichnung zur unbedingten Pflicht machten. Besonders verschärft wurden diese Bestimmungen in Italien beginnend mit dem 15. Jahrhundert, als neben den Zeichen an der Kleidung auch die Kopfbedeckung gekennzeichnet wurde: zunächst durch ein gelbes Barett, später durch einen schwarzen Hut mit roten Haaren, auch gestreifte Leinwand mußte um den Hut genäht werden. Papst Paul IV. befahl 1555 den Jüdinnen, ein viereckiges Stück gelben Tuches von eineinhalb Ellen Länge um den Kopf zu tragen. Allerdings kleideten sich'viele Jüdinnen damals ganz gelb, damit das Kennzeichen nicht so sehr auffiele. Vergebens versuchten die Juden den Papst durch hohe Abfindungssummen zur Zurücknahme dieser letzten Verordnung zu bewegen.
Trotz vieler Konzilbeschlüsse in Deutschland (Mainz 1259, Wien 1267, Breslau 1268, Aschaffestburg 1292, Mainz 1310, Olmütz 1342, Salzburg 1418) und trotz zweier scharf formulierter Schreiben der Päpste Gregor IX. und Jnnozenz IV. gelang es den Juden immer wieder, durch Bestechung die Bemühungen auch der weltlichen Behörden lange Zeit zu hintertreiben. Allgemeine Verbreitung fand die Judenkennzeichnung in Deutschland erst im 15. Jahrhundert.
Die Formen des Zeichens waren verschieden. Vielfach kannte man nur den Judenhut. der eine zuckerhutförmigs Gestalt hatte mit kurzem, herabhängendem Rande von weißer oder oranger Farbe. Zuweilen hatte der Judcn- hut noch eine hornartige Biegung. Aus dem Salzburger Konzil von 1418 wurden für die Jüdinnen schallende Elöckchen an der Kleidung vorgeschrieben, damit man sie schon aus der Ferne hören sollte. In Nürnberg mutzten fremde Juden zum Unterschied voll den einheimischen „Gugeln" tragen, große, weiße Kappen, die bis aui den Rücken reichten. Allmählich wurden auch andere Abzeichen eingeführt, besonders der sogenannte „gelbe Fleck" an der linken Brustseite. 1494 wurde den Augsburger Juden geboten, vorn an ihren Kleidern gelbe „Ringel" zu tragen, die Jüdinnen mußten spitze Schleier haben. 1530 wurde diese Verordnung auf ganz Deutschland ausgedehnt. Das Zeichen blieb auch in der Neuzeit üblich, bis bei" der sogenannten „Emanzipation" der Juden, beginnend mit dem 18. Jahrhundert, die Hebräer seine Beseitigung durchsetzten.
Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die weltliche Gesetzgebung die Vorschriften über die Judenkennzeichnung in den meisten europäischen Ländern festlegte. Noch zur Zeit Maria Theresias wurde den Präger Juden das Tragen eines gelben Kragens an ihrem Oberkleid als Abzeichen auferlegt. Im 19. Jahrhundert.
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Die Führerrede weiter im Brennpunkt des Weltinteresses; Verlegenheit der britisch-amerikanisches Agitation.
Die Erfolge der deutschen Angriffsoperationen im Osten verlaufen weiter erfolgreich.
Ein sowjetischer Landungsversuch westlich Leningrads wurde völlig zerschlagen.
Rcichspressechef Dr. Dietrich entlarvte in einem Interview die englisch-stowjetische Lügenbcricht- erjtattung.
Luftangriffe richteten sich gegen Häfen in Siidost- england. gegen Tobruk und Suez.
Britische Bombe» auf niederländische Kirchen und Krankenhäuser erweckten Empörung im holländischen Volk.
In Oldenburg wurde eine Kulturtagung der Nord- see-HI. eröffnet.
Zur Bewirtschaftung von Aepfeln erging eine behördliche Anordnung.