Ausgabe 
(6.10.1941) Nr. 277
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erschel n tTmalwöche n tllch

Monatsbezug E 2,3V elnschl. Zu­stellgebühr. Postbezugspreis monatl. 2,30 M! (einschl. 27,3 Post- zeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems EmbH., Bremen, Eeeren 6/8. Fernspr. 54121, Nach», u. Sonntg. 51115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr) Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12Vr—13>/r Uhr.

VHMlleillW

parteiamtliche lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zrcien fjansestadl vremen

An zeigen - Grundpreise':

Die 1 nana hohe und 22 will breite Zelle im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 ww hohe Zeile im Terkteil 75 Ermäß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstafsel 0. Geschäftsstellen: Vremen: Geeren 6/8, Ruf 5 41 21) Nachtruf und sonntags 51115) Obernstr. 86, Ruf 5 4121) Svke: Mühlendamm 2) Dr.-Hemelingen: Bahnhofs». 6, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58) Br.-Vegesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8) Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattisallers in Oldenburg und vremen

Nr. 2?? /II. Jahrgang

Montag. 6. Oktober 1941

kinzelpreis 15 Nps.

Hinter eisn Vierten cles kükrers stanclen lalsaelien

die Welt im banne der sührerrede

kuropas Sank an fldols stiller / Verlegenes i-estammel der Kriegshetzer in London und Washington

b. Berlin, 5. Oktober. (Drahtbericht unserer Ber­liner Schriftleitung.j Auch heute noch steht die Welt im Banne der großen Führerrede. Das Echo, das die Worte Adolf Hitlers in den einzelnen 'Ländern gefunden haben» ist bezeichnend für die innere Haltung der Völker» und für den Grad der Verbundenheit der einzel­nen Nationen mit dem völkerzersetzenden Bolschewis­mus. Die Rede des Führers hat die Front der ganzen Welt klargestellt. Die Feinde Europas sitzen wie das Echo beweist, nicht auf dem Kontinent, sondern außerhalb Europas auf der britischen Insel» in Moskau ulid in den Vereinigten Staaten. In den europäischen Ländern und vor allem in jenen Völkern, deren Söhne bereit find, ihr Blut bei der Niederringung der Gefahr des Bol­schewismus darzubringen, zeigt sich die Freude über die Ankündigung des Führers, daß der Bolschewismus so schwer betroffen ist, ohne die Aussicht zu haben, sich je­mals wieder erheben zu können. In den europafeind- lichen Ländern aber ist durch den einen Satz des Füh­rers ein mühsam errichtetes Jllusionsgebäude zusam­mengestürzt: „Und wenn sie es noch nicht wissen sollten» daß dieser Sieg für England keine „reizende Sache" wird, so werden sie es sicher mit der Zeit noch merken, so wahr ich hier stehe."

„Adolf Hitler sprach mit der Sicherheit und dem Großmut des starken, turmhoch überlegenen Siegers. Seine Worte lassen immer wieder den großen Men­schen fühlen, der von einem tiefen religiösen Fanatis­mus beseelt, die Rettung des deutschen Volkes und darüber hinaus der europäischen Kultur und der Schaffung des neuen Europas sich zu seiner schier über­menschlichen Lebensaufgabe machte. Es klaffte ein Ab­grund zwischen den armseligen Schwatzereien, mit denen England und Nordamerika täglich Hausenweise bedacht werden und der Rede Hitlers, in der ein einfacher Glaube liegt an die Hilfe der Vor­sehung und eine große Zuversicht zu der Tapferkeit der Soldaten und der Tüchtigkeit des deutschen Volkes. Aber noch mehr: Hitler sprach in Worten, nach denen unsere Herzen verlangten und mit einer Klarheit und Fülle, wie sie die Geschichte unseres Kontinents fordert." Diese Sätze aus der spanischen Zeitung „Pueblo" finden sich in gleicher Abwandlung in allen Zeitungen Europas wieder. Die Worte des Führers sind eine unwiderlegliche Bestätigung der absoluten Notwendig­keit des eurbpäischen Kreuzzuges gegen den Bolschewis­mus, um mit der Zerschmetterung des Feindes im

Haüeinseliiisse an einem kinnjeti^elien ö2-Teniier

(st-?X-?eIiuir!, Ledei'I)

M'ZW

HM

Osten ein neues Europa sicherzustellen — so schreiben die italienischen Zeitungen. In der ungarischen Presse unterstreichen die Kommentare, daß der Führer nicht nur zum Retter Europas ja man könnte sogar sa­gen, der ganzen Welt werde, sondern daß er sogar die­jenigen rette, die ihn heute Abkämpften. Jede Nation müsse sich geehrt fühlen, in diesem Kampfe für die Rettung der Menschheit an der Seite des Eroßdeutschen Reiches mitkämpfen zu dürfen. Es erfülle jeden Un­

garn mit aufrichtiger Genugtuung, daß der Führer sich lobend über die Leistungen der ungarischen Truppen an der Ostfront äußerte. Die gleiche Freude über die Aner­kennung der Leistungen der verbündeten Truppen durch den Führer herrscht in Bukarest und Helsinki. Auch in Madrid, in Lissabon, Paris, Brüssel, Amsterdam, Oslo und Stockholm stehen die Zeitungen hundertprozentig unter dem Ein­druck der Führerrede. (Fortsetzung auf Seite 2)

flngriffsoperationen im fortschreiten

In der SüSukraine Lider 12000 öefangene — Insel flbeuka in külznem Zufassen besetzt

AusdemFiihrerhauptquartier,5. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Angriffsoperationen im Osten sind in günstigem Fort­schreiten. In der Siidukraine brachten Infanterie-Divi­sionen in Kämpfen um stark ausgebaute und zäh ver­teidigte sowjetische Stellungen im Raum von Perekop sowie bei der Säuberung der Halbinsel südlich der Dnjepr-MLndung und einiger kleinerer Inseln im Schwarzen Meer in der Zeit vom 24. bis 29. September über 12VV9 Gefangene ein und erbeuteten 34 Panzer, 179 Geschütze und 472 Maschinengewehre. Von Oesel aus besetzten Pioniere auf Sturmbooten in kühnem Zu­fassen die Insel Abruka und nahmen die Besatzung gefangen. In Ost-Karelien setzten die finnischen^Lruppen ihre^Operationen erfolgreich fort. Luftangriffe richteten sich»» der letzten Nacht gegen ein wichtiges Rüstungs­werk südwestwärts Charkow sowie gegen militärische Anlagen in Moskau und Leningrad. An der eng­lischen Ost- und Südostküste bombardierten Kampfflug­zeuge in der Nacht zum 5. Oktober kriegswichtige Einrich- tungeen. In Nordafrika griffen deutsche Sturzkampfflug­zeuge ausladestellen und Materiallager im Hafen von Tobruk und Marsa Matruk mit guter Wirkung an. Im Luftkampf wurden zwei britisch^ Jagdflugzeuge abgeschossen. Feindeinfliige in das Reichsgebiet erfolgten nicht."

Deutsche Fernkampfgeschütze nahmen in den Abend­stunden des 4. Oktober britische Schiffe an der Küste von Dover wirksam unter Feuer. Bereits nach den ersten Lagen" der deutschen Granaten zogen sich die britischen Schiffe wieder zurück. Deutsche Jäger schössen am 4. Oktober im Laufe des Nachmittags an der nor­wegischen Küste ein britisches Kampfflugzeug vom Mu­ster Hudson vor Erreichen seines Zieles ab.

Der italismsciis V/slirmocklLksriciit

Rom, 5. Oktober. Der italienische Wehrmachts- bericht hat folgenden Wortlaut: „In Nord- und Ost- afrika örtlich, für uns günstig verlaufene Zusammen­stöße. Dir italienische Luftwaffe führte intensive Bom­bardierungen durch. Es wurden Stellungen und Kais in Tobruk sowie Anlagen und Barackenlager im Gebiet von Marsa Matruk getroffen und Brände und Explo­sionen verursacht. Im Verlauf eines neuen Luft­angriffs aus Venghasi wurden zwei weitere feindliche Flugzeuge brennend zum Absturz gebracht, ein drittes Flugzeug wurde von deutschen Jägern abgeschossen. Die Flugstützpunkte aus Malta wurden wirksam von unserer Luftwaffe bombardiert. Andere Flugzeuge griffen mit Erfolg die Flugplätze von Nicosia und Larnaka auf der Insel Cypern an und versenkten feindliche Schiffe im Hafen von Paphos."

Oroßeinsähe der Luftwaffe im Osten

kisenbatzn;üge vernichtet — Moskau und Leningrad bombardiert — Unterstützung des krdkampses

Berli n, 5. Oktober. Im Laufe der sich anbahnenden großen Offensive im Osten waren Großeinsätze der deut­schen Luftwaffe von beachtlichem Erfolg gekrönt. Die Aktionen richteten sich besonders gegen das Nachschub­wesen und das rückwärtige Eisenbahnverbindungsnetz der Sowjets. 29 Züge wurden völlig oder teilweise ver­nichtet, darunter ein Munitionszug zur Explosion ge­bracht. Dabei wurden 29 Feindflugzeuge in Luftkämpfen abgeschossen, sechs weitere am Boden zerstört. Viele Strecken wurden durch Volltreffer auf Gleisanlagen völlig unterbunden. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum Sonntag wiederum kriegswichtige Ziele und Vorsorgungsanlagen in Moskau und Leningrad und ein im Donez-Gebiet liegendes großes Rüstungs­werk der Sowjets an. Die Nachschubbewegungen der Bolschewisten auf anderen großen Straßen wurden eben­falls durch nächtliche Bombardierung gestört. Auf dem Ladogasee vernichteten Kampfflugzeuge ein Kanonen­boot und machten einen kleinen Transporter durch Bombenwurf fahrunfähig.

Die deutsche Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront durch den Einsatz einer gewaltigen Zahl von Flugzeugen jeder Art die großen Kämpfe der Erd­truppen. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge unterbrachen alle strategisch wichtigen Eisenbahnlinien und viele lebenswichtig» Strecken mehrfach, vernichteten mindestens 20 Transporizüge und 16 sowjetische Lokomotiven völlig und beschädigten über 20 Züge schwer. 10 Bahnhöfe wur­den gänzlich zerstört. Von den Zügen und auf den bom­bardierten Bahnhöfen fielen eine ungezählte Menge von Eisenbahnwagen der Vernichtung anheim. Im gleichen Umfang und mit außerordentlich großem Erfolg richteten sich die Angriffe aus der Luft gegen die Nachschub- und Rückzugsstraßen, sowie gegen Truppenansammlungen, Panzer, Artilleriestellungen und Feldbefestigungen der

Sowjets. Deutsche Fkugzeuge setzten 16 Geschütze außer Gefecht und vernichteten 22 Panzer und 450 Kraftfahr­zeuge. Eine mindestens ebenso große Zahl wurde be­schädigt und größenteils unbrauchbar gemacht. Auch die feindlichen Luftstreitkräfte erlitten erneut hohe Verluste. Ueber 80 Flugzeuge der Sowjets wurden vernichtet, wäh­rend nur sieben deutsche Flugzeuge verlorengingen.

Neuerdings sind auch spanische Luftwaffenoerbände in Aktion getreten und haben die ersten Erfolge er­rungen. Im Einsatz gegen Kolonnen und Truppen der Sowjets auf den zur Front führenden Straßen ver­nichtete ein kleinerer Verband spanischer Kampfflieger eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen und brachte dem Feinde starke blutige Verluste bei.

Krise eines Verräterkabinetts

Im. Rom, 5. Oktober. Der Ministerpräsident der Schattenregierung von Bagdad, Dschemil Madfai, ist nach in Rom vorliegenden Meldungen zurückgetreten. Madfai, der einer der bestgehaßten Politiker des Irak ist, war schon den ganzen Sommer über amtsmüde und ließ sich, da er für sein Leben fürchtete, in letzter Zeit überhaupt nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken. Der britische Botschafter in Bagdad, Cornwallis, ver­mochte ihn aber bis jetzt zum Verbleiben auf seinem Posten zu bewegen. Nach den großen Kundgebungen und Zusammenstößen, die sich zu Beginn des Monats im ganzen Land ereigneten, ist es Madfai augenschein­lich so unheimlich geworden, daß ihn Cornwallis nicht mehr halten konnte. Die Rückberufung des bisherigen irakischen Botschafters in Kairo, Nuri Es-Said, nach Bagdad deutet darauf hin. ,d.aß,.es die- Engländer nun mit diesem ehemaligen Ministerpräsidenten und Außen­minister, der an Unbeliebtheit Madfai noch beträchtlich übertrifft, versuchen wollen.

Vogelftrauß-Politik im britischen kmpire

permanente Kabinettskrise in flustralien — Verschiebung der Macht am Pazifik

r«l, Berlin, 6 Oktober. Ein lächerlicher Knirps wie der Lord Halifax, glaubt geistreich zu sein, wenn er in Washington erzählt, er habe die Rede des Führers nicht gehört und gelesen. So ahnunowlos gegenüber den wah­ren gestaltenden Kräften der Welt kam uns dieser aus London als untauglich abgeschobene Lord schon immer vor.

Dieses Kopf-in-den-Sand-Stecken ist überhaupt ein Zeichen vieler sogenannter Staatsmänner des britischen Weltreiches, die doch noch nicht recht begreifen, daß sich vor unseren Augen dank der Kraft der deutschen Waffen nicht nur der llntergang des Bolschewismus vollzieht, sondern auch die Atomisterung der hochkapitalistischen Plutokrätie. Das Geld, das Pfund Sterling, hatte das britische Empire zusammengehalten, und jetzt, da dem Pfunde nicht mehr die alte bannende Gewalt inne- wohnt, gibt es auch keine klare Linie mehr bei den Dominien.

Was wir auch in Australien beobachten, ist schon ein schlagendes Beifpiel. Die australische Regierungskrise

vollzieht sich gewissermaßen am laufenden Band. Nach Menzies mußte Fadden gehen, und der neue Mann, Mister Curtin, hat zwar in der Opposition viel Stoff zu berechtigter Kritik an der Staatsführung gehabt, aber eine positive politische Ideenwelt ließ er bisher nicht erkennen. Ueberraschen kann das nicht, denn Australien weiß nicht, wohin es sich wenden soll. An England hat es in diesen stürmischen Zeiten, in denen sich auch am Pazifik die Kontinente verschieben, keinen Rückhalt, die USA. aber, die so harmlos bieder tun, haben einen gefährlichen Appetit auf die Insel in der Südsee und ein unbekümmertes Talent, sich in die britischen Dinge ein­zumischen, als führten sie schon das Kommando. Das ist der Kern der polnischen Krise, in der sich Australien seit dem Debakel von Kreta befindet, um so mehr, als selbst die USA.-Hilfe, auch wenn man sie unbesehen annehme, doch nicht so groß zu'scin scheint, wie Roose- velt es versprochen hat.

Ziemlich betreten stellt man im britischen Empire fest, daß nach einem offiziellen Bericht Washingtons

über die im zweiten Vierteljahr 1941 geleisteten Kriegs­lieferungen England nur mit 388 Millionen Dollar unterstützt wurde. Von dieser Summe gehen 78 Millio­nen Dollar für Ausbesserung beschädigter britischer Schiffe ab. Lediglich der Rest stellt echte Lieferungen dar. Die für England ohnehin ernüchternden Zahlen verraten aber nicht, wieviel von den Millionen Dollar spurlos und unwiederbringlich ins Meer versunken sind. Wir schützen, es ist ein stattlicher Teil. Dann un,d wann wird um irgendein Schiff unter panamerikani­scher Flagge, wie jetzt um den Dampfer „White", etwas Geschrei gemacht, aber die endlose Kette der Frachten, die England verliert, wird verschwiegen. Die Admi­ralität ist zwar der Welt noch die Meldungen über die letzten zersprengten Eeleitzüge und die so zahlreich der. senkten Schiffe schuldig, aber klar und unerbittlich offenbaren die OKW.-Berichte den Stand der Atlantik­schlacht, und auch dort ist es Deutschland, das dem 'Gegner das Gesetz des Handelns diktiert.

Heseir Lies

Der V/sg rur imsistidliciiSN ?c>t

ir. dckü. „Ich mußte nur damals immer schweige n". betonte der Führer in seiner großen Rede zur Eröffnung des dritten Kriegswinterhilfswerkes, als er rückschau­end die sowjetische Erpressungspolitik und die Militär^ schon Vorbereitungen der UdSSR. gegen das Reich schilderte. Dieses Schweigen, so fügte der Führer hm- zu. sei ihm besonders schwer seinen Soldaten gegenüber gefallen, „die Division an Division an der Ostgrenze des Reiches standen und doch nicht wußten, was eigent­lich vor sich ging, die keine Ahnung hatten von dem, was sich unterdes in Wirklichkeit verändert hatte". Ja. der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat sogar noch in dem Augenblick geschwiegen, in dem er sich endgültig entschloß, selber den ersten Schritt zur Beseitigung der sowjetischen Gefahr zu tun. Auch in anderem Zusam­menhang ließ der Führer bei seinen tiefschürfenden Ausführungen im Berliner Sportapalast mehrmals die ihn innerlich bewegende Tatsache anklingen, „daß es Augenblicke gibt, in denen man nicht reden kann". So stellte Adolf Hitler — damit sei noch an eine besonders markante Wendung seiner Rede erinnert — in Verbindung mit der Kampfstellung und dem lOOprozentigen Einsatz der Arbeitskraft unseres ganzen Kontinents fest: „Wenn wir nicht darüber reden, so heißt das nicht, daß wir nichts tuy..."

Wem kam es bei diesen wiederholten Hinweisen nicht zum Bewußtsein, daß des genialen Staatsmannes und Feldherrn stärkstes „Wort" die T a t ist? In ihr schreibt sich der schöpferische, zielsetzende Volksführer mit eher­nem Griffel, schweigend und doch auf dem ganzen Erdenrund vernehmbar, in das ewige Buch der Weltgeschichte ein. Nicht, als könnten die kristallklaren großen Gedanken Adolf Hitlers von seinen gewaltigen Handlungen und Leistungen, bildlich gesprochen, in den Hintergrund gedrängt werden, nicht, als wäre der „Zorn der freien Rede" des Retters der europäischen Kultur vom Schlachtenlärm zu übertönen — doch nicht das Wort an sich reißt all die Hunderttausende seiner Gefolgschaft immer wieder zu jubelnder Begeisterung und Zustimmung mit fort, son­dern die beglückende Gewißheit: „Hier spricht mit jeder Faser seines Wesens, während die Gegner noch „mit eitlem Redespiele gaukeln", der aus ureigener Kraft schaffende und gestaltende Mann der Tat! War es doch auch der Führer, der uns zu Beginn dieses Krie­ges das gleichfalls im Schweigen geborene Wort zurief: „Wir leben in einem fridericianischen Zeitalter"; Friedrich der Große selbst bekannte: „Der Mensch ist zum Handeln geboren"! Im schicksalhaften Handeln aber bewährt sich der Deutsche seiner Art gemäß schweigend!

Sind im deutschen Geistesleben — dieser Einwand könnte vielleicht von der Seite des Grundsätzlichen her erfolgen — nicht unsterbliche Gedankenschöpfungen jenseits von Tat und Handlung gewachsen, blei­bende Werke, einzig und allein vom Wort beseelt? Nun, lediglich eine oberflächliche Betrachtungsweise kann hier einen von unseren Feinden begünstigten Irr­tum am künstlichen Leben erhalten. Werfen wir. die Wahrheit zu erkennen, auf die drei Gipfelleistungen deutscher Geisteskraft einen prüfenden Blick: auf das Nibelungen-Lied, die Faust-Dichtung und das Gedan­kenwelt Kants. Wer auch nur die Vorhalle der beiden ersteren monumentalen Schöpfungen betrat, weiß aus stärkstem Miterleben heraus, daß sich in ihrem Bann­kreis eine Welt der Taten mitreißend wider­spiegelt. und die kritisch-grundlegende Lebensarbeit des Weisen von Königsberg hat wie kein zweites Eesamt- werk eines Denkers dem nachstoßenden menschlichen Willen tatenhemmende Vorurteile, Dogmen und Wahn­gebilde niedergerissen, also dem sittlichen, eigenverant­wortlichen Handeln den (ihm von antiarischen Mäch­ten zuvor entzogenen) Boden zurückerobert.

Im einsamen Ringen der unbeirrbaren Entschlußkraft ist uns der Führer immer ein leuchtendes Votbild. Schweigend und der Sehkraft beraubt, setzte sich Adolf Hitler vor mehr als zwei Jahrzehnten im Laza­rett von Pasewälk das übermenschliche Willensziel, die damals in tiefste Schmach gestürzte, aus tausend Wun­den blutende deutsche Nation einer lebensfroheren Zu­kunft entgegenzufllhren; schweigend trat er in München mit seinen Getreuen den hehren Opferweg des 9. November 1923 an; zu wichtigsten, so gar nicht geräuschvollen Entscheidungen fanden ihn die harten Kampfabschnitte vor der Machtergreifung und dann nicht minder die Aufbaujahre bereit; die Grundlegung der deutschen Größe ging in tiefem Schweigen und überlegener Kaltblütigkeit der historischen Voll­zugsmeldung des Befreiungsaktes der Ostmark und den anderen außenpolitischen Erfolgen des Füh­rers voraus; fern vom Getriebe konfliktgeladener Machtdiplomatie war der Schöpfer Croßdeütschlands bemüht, seinem Volk und Europa den Frieden zu er­halten. und in stummer Abwehrbereitschaft mußte er schließlich dem gefährlichsten aller Gegner, „der schon das Gewehr auf ihn angelegt hatte", zuvorkommen!

Die Welt ist. soweit sie nicht von jüdischen Presse­hyänen an der eigenen Urteilsbildung gehindert wird, völlig von dem Eindruck des schroffen'Unterschiedes be­herrscht. der zwischen den Gehirnverrenkungen des schwatzenden Spiegelfechters Churchill und der inhalts­schweren. von packendem Geschehen getragenen Fiihrer-

Unser?ayessn»eyel

Die Welt steht im Banne der großen Rede des Führers; das Echo in London und Washington ist ein verlegenes Gestammel der Kriegshetzer.

Die Angrisfsoperationen im Osten sind in günstigem Fortschreiten: in der Südukraine wurden über 12 999 Gefangene gemacht.

Die Ostseeinsel Abruka wurde in kühnem Zufassen besetzt.

Deutschland schlug in seinem Zweifrontenkampf Finnland im Fußball 6:9 und verlor gegen Schwe­den 4:2.

Richard Bogt wurde Deutscher Meister im Halb­schwergewicht durch einen Sieg über Scidler. ^Werder spielte gegen VfL. Osnabrück 2:2.

Tura und Blumcnthal siegten im Handball.

In der Fußball-Bezirksklasse gab es mehrere Ueber- raschungen.