Ausgabe 
(28.9.1941) Nr. 269
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parteiamtliche Tageszeitung

vas pmlsdlatt des Neglerendm VÜrgermeisters der Freien Hansestadt Vremen

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sinnliches VerNündungsblak

Aa- GeschüslS- n: Am Geeren -^«.ipe. 5 41 21 . Nächtens -^^gS: Fernsprechfe 51115» -^Mtraßr 88, Fernspr. 54121. In Gvke. Mählendomm Nr. 2.

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eichsstanlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 2S9 / 11. IaHrgang

Sonntag. 2S. September 1941

kinzelprets 15 Npf.

Größte r öchlachtensieg der öe schichte

sünf Sowjetarmeen vernichtet / sss sss Sefangene

flusnutzung des krfolges in vollem Sänge

Die 4^a«^e» Lke» IAeee»

Meisterwerke der Kriegskunst

Sie beispiellose Schlacht bei Kiew beendet / Ver gestrige SKW-Vericht

Aus dem Führerhauptquartier, 27. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie be­reits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die grohe Schlacht bei Kiew beendet. In, doppelseitiger Umfassung auf gewaltigem Raum ist es gelungen, die Dnjepr-Berteidigung aus den Angeln zu heben und fünf sowjetische Armeen zu ver­nichten, ohne daß auch nur schwache Teile sich der Umklam­merung entziehen konnten. Im Verlauf der in engstem Zusam­menwirken von Heer und Luftwaffe durchgeführten Operation wurden insgesamt 665 »vv Gefangene eingebracht, 884 Panzer­kampfwagen, 3718 Geschütze und ungezählte Mengen an sonsti­gem Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Die blutigen Ver­luste des Gegners sind wiederum sehr hoch. Ein Schlachtensieg

ist damit errungen, wie ihn die Geschichte bisher nicht gekannt hat. Die Ausnutzung dieses Erfolges ist in vollem Gange.

Die Luftwaffe bombardierte Rüstungswerke im Raum um Tula sowie militärische Anlagen in Moskau. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht aus einem Geleitzug ostwärts Hüll zwei Frachter mit zusammen 15 VVV BRT. Weitere Luftangriffe rich­teten sich gegen Hafenanlagen an der Süd- und Ostküste der Insel.

Schwache Kräfte der britischen Luftwaffe flogen in der letz­ten Nacht in die Deutsche Bucht und nach Westdeutschland ein. Durch Bombenwurf entstanden unerhebliche Schäden. ,

Me volle, die Stalln zugedacht lst

Me Schlachlenreilie im listen

Seit dem 22. Juni dieses Jahres ...

Anläßlich des Abschlusses der großen Schlacht bei Kiew, die alle bisherigen in der Weltgeschichte verzeich­neten Schlachten an Größe und Ausdehnung in den. Schatten stellt, verzeichnen wir hier die seit dem 22. Juni dieses Jahres, also während der letzten drei Monate, die der Krieg im Osten dauert, geschlagenen Schlachten mit ihren Ergebnissen an Gefangenen und Beute:

1. Die Doppelschlacht von Bialystot-Minsk. Am 11. Juli werden gemeldet 324 080 Gefangene. 3332 Panzer und 1809 Geschütze erbeutet oder vernichtet. —

2. Die Schlacht von Smolensk. 310 000 Gefangene, 3205 Panzer, 3120 Geschütze (Meldung vom K. 8.). —

3. Die Schlacht von llman. 103 000 Gefangene, 317 Panzer, 1100 Geschütze (9. 8.). — 4. Die Ausräu­mung des Dnjepr-Vogens. 84 000 Gefangene, 199 Panzer, 465 Geschütze durch die Panzer-Armee von Kleist (26. 8.). — 5. Die Schlacht von Eomel. 84 000 Befangene» 144 Panzer, 848 Geschütze (21. 8.). — 6. die Schlacht von Welikije-Luki. 30 000 Gefangene, 400 Geschütze (27. 8.). — 7. Die Schlacht südlich vom Jlmensee. 53 000 Gefangene, 320 Panzer, 695 Ge­schütze (16. 9.). — 8. Die große Schlacht bei Kiew. 665 000 Gefangene, 884 Panzer, 3718 Geschütze. Dazu ungezählte Mengen an sonstigem Kriegsmaterial (27. 9.).

Soviel Schlachten, soviel Siege für Deutschland und soviel Stolz und soviel Genugtuung im deutschen Volke!

ck.

Noosevells hecrsttiastsgeliiste gegenüber kuropa

rck. Berlin, 27. September. Noch ist das Neutrali­tätsgesetz in den USA. nicht aufgehoben, aber seine Durchlöcherung wird weiter betrieben. Das bestätigt Roosevelts neueste Anordnung, durch die alle USA- Handelsschiffe ermächtigt werden, Kriegsmaterial über den Pazifik bis nach Singapur, Ceylon und Aden zu schaffen. Roofevelt sucht also den Krieg wie ein Vabanquespieler. Die sich allmählich aufhellenden Hinter­gründe der Atlantikkonserenz zwischen Churchill und Roofevelt bestätigen dies. Wenn jetzt durch ein Nan- kinger Blatt enthüllt wird. daß die beiden Matadore sich darüber einig sind. die Volschewisten gegebenenfalls aufzuopfern, so löst dies allerdings im Grunde genom­men keine Ueberraschung aus, weil der charakterliche Wert der Roosevelt-Churchillschen politischen Machen­schaften nie anders zu beurteilen war. Nicht Deutschland allein sollte — nach den Plänen Roosevelts — geschwächt werden, die Sowjetunion ebenfalls, damit USA und England nach dem erhofften Sieg die Weltherrschaft nicht mit Stalin teilen müßten. Um Moskau nur recht tief in den Kampf hineinzuziehen, wird deut Kreml so­gar Nordnorwegen angeboten.

Wenn man heute einmal zusammenstellt, was Eng­land in seiner Sorge alles den Volschewisten schon ver­sprochen hat, dann kommt schon ein halbes Imperium zusammen. Die Teilung des Iran und die Ueberant- wortung der nördlichen Hälfte dieses Landes an die Sowietgeiellen beweist zugleich, wie skrupellos England mit den Nationen verfährt, die es angeblich schützen will, England möchte Europa und den Nahen Osten annek-

— Hinter den Kulissen der fltlantik-konsereiq

tieren und verteilen. Aber mittlerweile bleibt es selbst das Objekt begehrlicher Wünsche seines kalt rechnenden Hintermannes.

Auch das Nordamerikanische Blatt „Christian Science Monitor" trägt in seiner neuesten Nummer zur Ent­hüllung der geheimen Abreden bei, die während der Atlantikkonferenz getroffen wurden. Danach möchte Roofevelt auch über Europa herrschen. Die Konferenz habe deutlich gezeigt, daß Europa nicht von England allein geführt werden könne. Die USA. hätten dagegen den Schlüssel für alle Nachkriegspläne iii der Hand. Das Blatt stellt die Forderungen der unbedingten Mitwir­kung der Vereinigten Staaten bei der „Reorganisation" Europas auf. Den Sowjets mißtraue man außerdem und müsse sie in Europa überwachen. Diese Enthüllun­gen bestätigen 1. den geheimen englisch-amerikanischen Vorbehalt gegen den bolschewistischen Bundesgenossen, wie ihn das Nankinger Blatt bereits aufgedeckt hat, gehen aber 2. noch viel weiter, indem erstmals der Ein­mischungsanspruch Roosevelts in die europäischen Ver­hältnisse angekündigt wird.

In den USA. zerteilt man das Fell eines Bären, den man nutzt hat und nie bekommt. Die These von der „Schwächung Deutschlands" ist durch die militärischen Ereignisse im Osten restlos widerlegt worden. Die Ge­ständnisse einer keuschen Seele im „Christian Science Monitor" verraten nur. daß die politische Raffsucht der USA. keine Grenzen mehr kennt, ja selbst die Grenze des Lächerlichen überschritten hat.

„(ine wichtige Garantie -es eelingens"

vedeutsamer lelegrammwechlel am ersten Jahrestag der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes

Berlin, 27. September. Aus Anlaß des ersten Jahrestages der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes fand zwischen demFührer, dem Duce und dem Kaiser­lich-Japanischen Ministerpräsidenten Fürsten Konoyc ein Telegrammwechsel statt, in dem die Verbundenheit der im Dreierpakt geeinten Nationen zum Ausdruck kommt.

Der Führer an den Duce:

„Duce! An dem Tage, an dem sich vor einem Jahre Deutschland, Italien und Japan im Dreimächtepakt zu­sammengeschlossen haben, gedenke ich Ihrer in herzlicher Freundschaft. Der Dreimächtepakt hat sich als die Grundlage der zukünftigen Neuordnung erwiesen, zu der inzwischen zahlreiche weitere junge und aufbauende Böller ihren Beitritt vollzogen haben. Für die Auf-

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gaben, die noch vor uns liegen, wird der Pakt auch weiterhin eine wichtige Garantie des Gelingens sein. Erst künftige Geschlechter werden erkennen, daß es die Entschlossenheit der im Dreimächtepakt geeinten Völker war, die die Welt vor der Ausbeutung durch raum- fremve Mächte und der tödlichen Gefahr des Bolschewis­mus gerettet hat. Adolf Hitler."

Der Duce an den Führer:

„Führer! Große und entscheidende Ereignisse haben sich im vergangenen ersten Jahre des Bestehens des Dreier­paktes vollendet. Ebenso große Ereignisse bereiten sich vor. Die im Pakt von Berlin vorgezeichnete neue Ord­nung hat sich bereits siegreich ihre erste unerschütter­liche Grundlage geschaffen. Empfangen Sie. Führer, au

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diesem Jahrestag im Namen des faschistischen Italiens und in meinem eigenen meinen kameradschaftlichen Gruß. Mussolini."

Der Führer an Fürst Konoye:

„Am Jahrestag des Abschlusses des Dreimächtepaktes möchte ich den herzlichen Gefühlen der Verbundenheit mit der großen Nation des Ostens Ausdruck verleihen, die mich und das deutsche Volk erfüllen. An dem Rin­gen des japanischen Volkes um die Sicherung seiner Existenz und der unverbrüchlichen Lebensrechte der ost- asiatischen Völker unter der Führung Japans nimmt das deutsche Volk lebhaften Anteil. Ich bin gewiß, daß Japan im Zusammenwirken mit den ihm im Drei- (Fortsetzung auf Seite 2)

kürat liouox.e iW«»d!>«i)

3S0. Berlin, 27. September.

Die Schlacht 200 Kilometer östlich von Kiew, die größte Bewegungsschlacht der Weltgeschichte, hat mit der Gefangennahme von 665 000 Mann und mit der Er- beutung von 854 Panzerkampswagen, 3718 Geschützen und unzähligem anderen Kriegsmaterial nunmehr ihren Abschluß gefunden. Geschlagen in einem Raume, der — geometrisch gesehen — dem auf der Landkarte ge­zogenen Dreieck München — Köln — Stettin gleich­kommt, und 1000 Kilometer entfernt von dem Aus­gangspunkt des deutschen Feldzuges, wie er am 22. Juni dieses Jahres begann, wird diese Riesenschlacht mit ihren unvorstellbaren Wirkungen auf den weiteren Ver­lauf der Eesamtoperationen im Osten fortan als das bisher unerreichte Musterbeispiel einer zum grandiosen Erfolg gelangten Vernichtungsstrategie geweitet werden.

Fünf Armeen der Sowjets liegen zerschmettert mit Waffen und Gerät auf dem Schlachtfeld von gewaltigsten Ausmaßen. Ihr Ausfall wäre allein schon hinreichend, um in dem unaufhaltsam weitergehenden Ringen im Osten den deutschen Endsieg zu sichern. Indes ist dieser Sieg — wenngleich er der bisher größte und erfolg­reichste seiner Art ist — ja nicht der erste des Feldzugs im Osten so wie er gewiß — das fühlen wir als deut­sches Volk sehr wohl —auch nicht der letzte gewesen ist. Eine ganzeReihe von gewaltigen siegreichen Einkesselungs­schlachten liegt bereits hinter unserer immer tiefer ins sowjetrussische Reich eindringenden Wehrmacht. Der Doppelschlacht von Bialystok-Minsk am 11. Juli (324 000 Gefangene), die das Tor zum kühnen Vorstoß auf Kiew öffnete, folgte die ebenso gewaltige wie erfolgreiche Schlacht um Smolensk, die den erfolgreichen Durchbruch durch die Stalin-Linie krönte. Daran schloß sich die Ver­nichtungsschlacht von Uman, die den nun nicht mehr zu gefährdenden deutschen Vormarsch zwischen Dnjepr und Bug sicherte und nach der Eroberung von Nikolajewsk und Cherson die Ausräumung des Dnjepr-Bogens er­möglichte.

Der Eroberung der westlichen Ukraine folgten die ersten kühnen Vorstöße über den breiten, tiefen und infolge seiner Inseln und Sandbänke von den Sowjets leicht zu verteidigenden Fluß. Inzwischen hatte ein hartes Ringen bei Gomel eingesetzt, ein Kampf mit einem Feind, der um jeden Preis die Eroberung des östlichen Dnjeprufers verhindern wollte, und die süd­lich über den Fluß vorgehenden deutschen Truppen von der Flanke her bedrohte. Auch hier erlitt der Feind seine Niederlage. „Im Anschluß an die Schlacht bei Eomel", so hieß es damals im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, „wurde der Uebergang über die Desna mit starken Kräften" erkämpft und die gewaltige Schwenkung der Heeresgruppe von Bock nach Süden vollzogen, während die Heeresgruppe von Rundstedt, die. wie bekannt, inzwischen beiderseits Krementschugs in breiter Front den Uebergang über den Dnjepr er­zwungen hatte, nach Norden stoßend den eisernen Ring um die.jetzt völlig vernichteten fünf Armeen Budjennys schloß. Noch weitere Schlachten rollten während dieser Zeit im Osten ab. so die von Velikije Luki, und die südlich vom Jlmensee.

Man muß angesichts der heute abgeschlossenen Ergeb­nisse der vierzehn Tage währenden gewaltigen Schlacht ostwärts Kiew, mit der gleichzeitig die Stadt Kiew in deutsche Hände fiel, immer wieder in Ehrfurcht und Be­wunderung vor der großartigen Feldherrnplanung des Führers verharren, der es unternahm, eine Strategie zum Ansatz zu bringen und durchzuführen, vor deren möglichen Folgen — wenn die angesetzten und eingesetz­ten Faktoren versagten — jedem seiner Sache weniger sicheren Schlachtenlenker gegraut hätte. „Die dreisteste Umfassungsschlacht der Weltgeschichte" haben unsere Feinde diese Schlacht genannt. Von ihrem Standpunkt gesehen, könnte dieses Urteil fast berechtigt erscheinen. Konnten und wollten sie ja nicht erkennen, wie unend­lich exakt (bei aller feinen Gliederung der Organisa­tion) unsere Kriegsmaschine arbeitet und welcher Geist sie bewegt. Der grandiosen Planung ebenbürtig stand dabei der kühne Einsatz. Seiner würdig waren die be- wundernswerten Marschleistungen über schwieriges Ge­lände, einen streiten und tiefen Strom bei oftmals schlechtesten Witterungsverhältnissen auf katastrophalen Straßen. Allein der Nachschub war eine Meisterleistung, nicht zu sprechen von der unendlichen Hingabe jedes ein­zelnen deutschen Soldaten an die große und hehre Sache. Der Geist des nationalsozialistischen Deutschland den von dem Führer das deutsche Volk und die von ihm

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Mit der Vernichtung von fünf Sowjetarmeen und der Gefangennahme von 665 000 Bolschewiken hat östlich Kiew die größte Schlacht der Weltgeschichte ihr Ende gefunden.

Bei Einflugsversuchen am Kanal büßte die britische Luftwaffe erneut 17 Flugzeuge ein.

^-Obergruppenführer Heydrich wurde vorüber­gehend mit der Führung der Geschäfte des Reichs­protektors in Böhmen und Mähren beauftragt. Anläßlich des ersten Jahrestages der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes wurden Telegramme zwischen den Staatsmännern der drei Länder gewechselt. Ueber die Rolle, die Roofevelt Stalin zugedacht hat, werden weitere Enthüllungen gemacht.

Am 12. Oktober spricht der Reichskriegsopferführer in Vremen.

Ab Januar 1942 wird in Bremen der neue Reichs- taris für Gas eingeführt.