Ausgabe 
(26.9.1941) Nr. 267
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parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches Verkündungsbiatt des Neiciisstattstasters in Oldenburg und Vremen

Nr. 28? /II. Jahrgang

Zreitag. 26. September 1941

Einzelpreis 15 Npf.

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Vardia. Drei kranke Soldaten wurden getötet und sechs schwer verletzt. Zwei Sanitätswagen wurden zerstört.

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164 000 BRT. plus 52 000 BRT.. plus 82 500 VRT., plus 78 000 BRT. ergibt seit dem 13. September die schöne Summe von 376 500 BRT. Soviel Frachtraum auf der Englandfahrt wurde von unserer U-Boot-Flottille und unseren Schnellbooten in zwölf Tagen auf den Grund des Meeres versenkt. Dabei sind die Schiffsversenkungen nicht eingerechnet, die auf Rechnung unserer Luftwaffe kommen. Weder der Befehl Roosevelts an seine Flotte, die für England Kriegsmaterial und Waffen führenden Schiffe zu beschützen, noch der Schutz der britischen Geleit­schiffe selbst vermochten das Schicksal dieser Schiffe zu wenden. Besonders bemerkenswert ist im jüngsten Falle, dah von den zwölf Schiffen überhaupt nur ein kleiner Dampfer entkommen konnte, und daß nicht nur die At­lantik-Route nach England, sondern auch die Route west­lich von Afrika unter Kontrolle unserer Unterseeboote stehen. Nichtsdestoweniger behauptete Roosevelt, unsere Blockade Englands sei nicht wirksam, um nicht anerken­nen zu müssen, daß kein neutrales Fahrzeug mit Kriegs­ladungen das Recht hat, die von unseren U-Booten kon­trollierten Zonen zu befahren. Auf Roosevelts absurde Auffassungen von der „Freiheit der Meere" sind die Er­folge unserer U-Boote die beste Antwort.

Churchill aber hat nicht den geringsten Grund mehr, sich seiner sagenhaften „Entlastung" zu erfreuen, die England angeblich auf Grund des deutschen Einsatzes im Osten zuteil geworden war. Ganz im Gegenteil sind die Versenkungsziffern nach einem vorübergehenden Ab­sinken im Juli ^bedingt durch die langen Tage und die hellen Nächte) wider alles britische Erwarten kräf­tig gestiegen. Es ist bezeichnend, daß man in England bisher noch nichts unternommen hat. sich zu diesem neuesten Stand der „Schlacht im Atlantik" zu äußern. Die Verluste, die England mit 75 Schiffen größerer und mittlerer Tonnage, darunter 5 Tanker, in diesem

Monat erlitt, sind, nachdem bereits seine Versorgungs- flotte stark zusammengeschrumpft ist, um ein Erhebliches ernster einzuschätzen als die Verluste, die es im ersten

Was aber die jüngste besonders offensichtlich

angewandten neuen Kampfmethoden unserer U-Boote fast jedesmal hundert Prozent des Eeleitzuges ver­nichtet werden, während sich dieser Prozentsatz vorher immer etwa auf fünfundsiebzig Prozent gehalten hatte. England hat sich gerühmt, und Churchill hat es laut in die Welt hinausposaut, neue Abwehrmittel gegen unsere U-Boote zu haben. Den Erfolg dieser Mittel sieht er nun selbst in den hundertprozentig vernichteten Ge­leitzügen der letzten Zeit.

Es ist interessant, einmal die Verfenkungsziffer allein der deutschen U-Boote während der Dauer des ersten Vierteljahres unseres Krieges gegen die Sowjets, also in der Zeit vom 22. Juni bis 22. September zusammen­zufassen.. Dabei wird offenbar, daß die Briten während dieses Krieges gegen die Sowjets, die sie eigentlich ent­lasten sollte, allein durch U-Boote fast eine Million BRT. verloren haben, die eineinhalb Millionen Tonnen Ladung transportieren können. Großbritannien verlor also damit 1500 Millionen Kilogramm lebens- und kriegsnotwendiger Güter. Wollte man diese Güter in einem einzigen Eisenbahnzug transportieren, so brauchte man dazu 75 080 Eisenbahnwagen zu je 20 Tonnen und der. Zug würde eine Strecke von 750 Kilometer einneh­men ohne die Lokomotiven. Das entspricht in der Luft­linie, auf die britischen Inseln übertragen, der Ent­fernung von London bis Aberdeen, so daß dieser Zug nahezu die gesamte Länge der britischen Inseln ein­nehmen würde.

Die Auswirkung dieser schweren Verluste, die Eng­land damit wieder erlitten hat und weiter erleidet, wixd bestimmt nicht ausbleiben. Das Tragische aber für England ist, daß man selbst in USA. bereits beginnt, die prekäre Lage Englands zu erkennen, wie aus des bekannten USA. ? Militärsachverständigen Hansa W. Baldwins Feststellungen in der Zeitschrift „Life" her­vorgeht, daß die deutsche Blockade wirksamer als die britische sei, und daß nach der Sowjets endgültigen Niederlage die englische Blockade nur noch eine Farce wäre. England müßte die Schlacht im Atlantik ebenso wie die im Mittelmeer verlieren. Haben wir das Herrn Churchill nicht auch schon immer versichert? Da die Versicherung aus USA. kommt, muß er sie wohl glau­ben.

Sroße fortschritte vor Leningrad

Kampf Mischen deutschem Vorpostenboot und rwei Sowjetschnellbooten

Berlin, 25. September. Im Verlaufe der Sperr- unternehmunge» der Kriegsmarine gegen die Sowjet­armee kam es zu einem Gefecht zwischen einem Vor­postenboot und zwei feindlichen Schnellbooten. Das Vor­postenboot versenkte durch Artilleriefeuer ein Schnell­boot. Es wurde dann von einem Torpedo des anderen Schnellbootes getroffen und ging unter. In demselben Seegebiet lief ein feindliches Unterseeboot auf eine deutsche Minensperre und wurde durch eine weithin sichtbare Explosion zerrissen. Schwere deutsche Ar­tillerie bekämpfte mit gutem Erfolg Schiffsziele im Hafen von Leningrad. Ein Dampfer von 10800 BRT. wurde in Brand geschossen. Sowjetische Kriegs­schiffe, die in den Kamps zu Lande einzugreifen ver­suchten, wurden von den schweren deutschen Geschützen erfolgreich unter Feuer genommen. Die gutlicgenden deutschen Granaten zwangen die sowjetischen Kriegs­schiffe zur Einstellung ihres Feuers.

In dem Kampfraum vor Leingrad machte die deut­schen Truppen in den Kämpfen des 24. September wei­tere gute Fortschritte trotz des überaus hartnäckigen Widerstandes der Volschewisten. Die Truppen einer deutschen Division eroberten ein großes Fabrikgelände. In den einzelnen Häusern des Geländes leisteten die

Volschewisten zähen Widerstand, der in hartem Nah- kampf von den deutschen Soldaten gebrochen wurde. In dem Abschnitt einer anderen deutschen Division er­oberten die deutschen Truppen verschiedene Ortschaften. In heftigen Gegenangriffen mit Infanterie und Panzer­kampfwagen versuchten die Volschewisten, sich dem steten deutschen Vordringen entgegenzustellen. All« sowjeti­schen Gegenangriffe wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. — In dem Abschnitt einer deutschen Division wurde in dem Einschließungsraum ostwärts Kiew eine sowjetische Kampfgruppe in hartem Nah- kampf völlständig aufgerieben. Die sowjetische Gruppe hatte überaus schwere blutige Verluste. Die Truppen der deutschen Division erbeuteten in diesen Kämpfen über 1000 sowjetische Kraftfahrzeuge und 150 Geschütze. Im Südabschnitt erkämpften die deutschen Trup­pen weiteren Raumgewinn. In den erfolgreichen Kämpfen wurden mehrere tausend Gefangene gemacht und zwölf sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet. Außerdem erbeuteten die deutschen Truppen 600 Pferde. Die Sowjets hatten in diesen Kämpfen wiederum schwere blutige Verluste. Auf dem Gesechtsfeld einer deutschen Vorausabteilung wurden über 700 gefallene Sowjet-Soldaten festgestellt.

krprelsungsmanöver gegen siiniland und die Schweiz

Hieateröonner auf der Londoner Marionetten-Konferen; , kmigranten auf krlratour , Maiskq als Imperialist

Aus dem Führerhauptquartier, 25. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ver­zweifelte Ausbruchsversuche der letzten noch im Raum ostwärts Kiew eingeschlossenen feindlichen Kräfte wur­den unter blutigen Verlusten für den Gegner abge­schlagen. Bei der Säuberung des Schlachtfeldes wurde die Leiche des im Kampf gefallenen Oberbefehlshabers der sowjetischen Südwestfront, Generaloberst Kirponos, aufgefunden. Sein Stab sowie die Stäbe der 5. und 21. Sowjetarmee wurden aufgerieben. Die Luftwaffe bombardierte in der vergangenen Nacht mit guter Wir­kung militärische Anlagen in Moskau und Riistungs- betrrebe um Tula. Wie durch Sondermeldung bekannt­gegeben, griffen Unterseeboote westlich Afrika einen nach England fahrenden Geleitzug von zwölf Schiffen an und vernichteten ihn trotz starker Zerstörersicherung. Nur ein kleiner Dampfer konnte entkommen. Elf Schiffe mit zusammen 78 000 BRT. wurden versenkt. An der schottischen Ostküste erzielte die Luftwaffe am Tage Bombentreffer auf verschiedene Eisenbahn- strecken. Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht das Hafengebiet von Dover an. In Nordasrika schössen deutsche Jäger ostwärts Sollum ohne eigene Verluste sieben britische Jagdflugzeuge und einen Bomber ab. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt."

Auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz griffen einige deutsche Kampfflugzeuge am Mittwoch Verpfle­gungsanlagen bei Tobruk mit Erfolg an. Es entstanden mehrere Brände, die mit Stichflammen und Explo­sionen um sich griffen. Bei Vorstößen an der ägyptischen Grenze schössen deutsche Jägex einen britischen Bomber und sieben Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste ab. Ein britisches Flugzeug bombardierte ein Lazarett in

vurcd cken überrasekencken 8turm »uk Liv Insel dloon vnr ckon ckentselien Truppen anek ckvr Damm in äie Länckv Kekallvn, ckvr ckie Insel tlloon mit cker Insel vesel verbincket. Unser Rück LeiZt äas Vorleben cker Inkan- tvristen unk äein Damm. (H - Ilonas - Ledsrl)

kv. Stockholm, 25. September. (BZ.-Eigenbericht). England hat erneut Erpressungsmanöver gegen Finn­land und die Schweiz gestartet, während gleichzeitig in London anläßlich der Eespensterkonferenz die rührendsten Locktöne von den Herrlichkeiten eines Europas unter englischer Oberherrschaft erklangen. Wenn Mr. Eden schon Finnland durch Kriegsdrohung zu einem Sonder­frieden mit den Volschewisten, die Schweiz wegen wirt­schaftlicher Abmachungen mit ihren Nachbarn durch Blockade zur wirtschaftlichen Aushungerung bringen will — Ziele und Mittel, die durchaus den traditio­nellen englischen Gepflogenheiten entsprechen —, so hätte er sich dafür wenigstens einen anderen Tag aussuchen sollen» als gerade den, an dem die alliierten Mario­netten ihre Zustimmung zu den Empfehlungen der Welt- beglücker vom Atlantik gaben und die Phrasen der Firma Maisky-Eden über internationale Freundschaft (unter Regie der Sowjets) sowie über internationale Versorgung (unter Ausplünderung durch die USA.) hin­nehmen mußten.

Fatalerweise ereigneten sich für die Engländer an mehreren Punkten Betriebsunfälle, die das Ganze noch grotesker machten. Die Finnen, die ein Sonderfriedens­angebot schon einmal mit Artilleriefeuer gegen Eng­lands bolschewistische Verbündete beantwortet haben, sind den Londoner Ausstreuungen mit der Feststellung entgegengetreten.^ daß England fälscht: Mitteilungen des Inhalts, wie London behaupte, seien ihnen über­haupt nicht zugeleitet worden. Wenn es noch einer Nach­hilfe bedurft hätte, um Finnland vor den Fallstricken

eines solchen englisch-sowjetischen „Angebots" zu war­nen, so liefern sie englische Zeitungen, wie der „Man­chester Guardian", der Finnland vorhält, es mangele ihm die staatsmännische Klugheit und Willensstärke, den Krieg mit der Sowjetunion rechtzeitig zu beenden. „Rechtzeitig" bedeutet im englischen Sinne: solange die bolschewistische Gefahr nicht überwunden ist, damit sie nämlich recht bald wieder gegen Finnland und das übrige Skandinavien losgelassen werden kann.

Der zweite und dritte Betriebsunfall ereignete sich sogar im Rat der Gescheiterten in London selbst. Der Vertreter der geflüchteten holländischen Ex-Machthabcr, van Kleffens. sonst als sogenannter Außenminister von den Engländern stark hoffiert, erhob ketzerisch Vorbehalte gegen die Art, wie England und die Vereinigten Staa­ten in ihrem Atlantikprogramm der angeblichen Han­delsfreiheit und gerechten Rohstoffverteilung eine Son- derklausel für Wahrung ihrer eigenen Interessen einge- schoben hätten. Kleffens protestierte gegen die Fort­dauer der Notwehrpolitik und gegen die drohenden angelsächsischen Auspowerungsmethoden. Er wagte so­gar eine Bezugnahme auf die Erfahrungen nach dem vorigen Weltkrieg: Auch damals sei das Prinzip der Handelsfreiheit feierlich verheißen worden, aber jeder kenne das Ergebnis. Auch diesmal drohe nichts übrig zu bleiben als eine Phrase, wenn wieder die Lawine des Zollschutzes in Gang gesetzt werde. Das Zwischen­spiel ist genau so unbedeutend wie die ganze Veranstal­tung, aber es gab einen Begriff von den Differenzen, die selbst im Kreis« dieser Zühältergesellschaft schwelen.

Ein weiterer Zwischenfall entstand durch das Auftreten des sogenannten polnischen Außenministers, der. obwohl er neben dem Sowjetbotschafter saß, die Wiederherstel­lung der alten polnischen Grenzen, den polnischen Zu­gang zum Meere und die Zurückführung der polnischen Bevölkerung usw. forderte, und zwar ausgerechnet unter Berufung auf Wilions 14 Punkte...

Nach außen wurde die Konferenz, wie schwedische Be­richte aus London übereinstimmend feststellen, völlig be­herrscht durch das Auftreten des Juden Maiskq. Der bolschewistische Botschafter saß am „Ehrenplatz" Eden gegenüber, der aus Maiskys Erklärung besonders vor­bereitete. Im Scheinwerferlicht, unter nervösem Schwei­gen, nachdem einer der englischen Statisten nach dem anderen sein „oui" oder „qes" zu dem Churchill-Roose- velt'schen Diktat gestottert hatte, ließ Maiskq seine große Programmerklärung über die Bühne gehen, die deut­lich zum Ausdruck bringt, daß alles schöne Gerede um die Zukunft Europas nur Schaumschlagerei ist.

Ib. Helsinki, 25. September (BZ.-Eigenbericht). Die Reuter-Meldung über den diplomatischen Schritt der britischen Regierung in Helsinki wird von der finni­schen Presse bereits so behandelt, daß an der kommen­den Entwicklung Zweifel unmöglich sind, so überschreibt „Hufvudstadsbladet" den Bericht mit dem Titel „Eng­land betrachtet Finnland als feindliches Land", dann werden im Fettdruck die englischen Veröffentlichungen publiziert, die nach gewohnter taktvoller britischer Sitte schon verbreitet wurden, ehe sie der finischen Regie­rung zur Kenntnis gebracht worden waren, und schtteß- lich folgt die amtliche formell« Erläuterung dazu.

Polyp Roosevelt streckt seine Fangarme nun auch nach Argentinien

lluv. Berlin, 25. September. (BZ.-Eigenbericht.) Es gibt kaum noch ein Gebiet, wohin nicht der Halb- jude Roosevelt heute seine Hände ausstreckt. Nachdem er mit Erfolg in die Kriegführung Englands einge­griffen und sich den Vorrang dabei gesichert hat, ver­suchte er in letzter Zeit auch mit besonderer Gerissenheit, jetzt wieder mehr Einfluß auf die französische Staats­führung und auf das französische Volk zu gewinnen. Mit drohenden Hinweisen auf die Zeit nach dem Kriege will er das französische Volk in neue Unruhen versetzen und möchte es wieder zu einem ausgesprochenen Gegner Deutschlands machen. Es sollen diese gewissenlosen Ver­suche Roosevelts und seiner jüdischen Ratgeber, die doch nur bezwecken können, ein besiegtes Land aufs neue in eine Lage am Rande des Abgrundes zu bringen, die Erkenntnis, daß die französische Zukunft nur auf der politischen Linie einer Einglixderung in ein neugeord­netes Gesamteuropa liegen kann, in Frankreich ersticken.

Auch hinter der Konferenz politi>cher Bankrotteure, die zur Zeit in London papierne Beschlüsse faßt, deren Inhalt ebenfalls eine „Neuordnung Europas" sein soll steht Roosevelts verhängnisvolles Wollen. Bezeich­nend ist, daß der Jude Maisky hier das große Wort führen darf und daß am Vorstandstisch dieser Konferenz lediglich Maisky mit Engländern zusammen saß, während die anderen Bankrotteure im Hintergrund nichts anderes zu tun hatten, als den Reden Maiskys zu applaudieren. Ihr Widerspruch verhallte, wie wir an anderer Stelle berichteten, ungehört. Diese Konferenz­teilnehmer würden allesamt den europäischen Kontinent dem Bolschewismus ausliefern, wenn man sie gewähren ließe. Oder bedeutet es etwas anderes, als Europa -dem Bolschewismus zu überantworten, wenn „Manchester Gu­ardian" die Rede Maiskys dahin deutet, daß die Sowjet­union ihren Platz als gleichberechtigter und verantwort­licher Partner bei der Aufstellung der Pläne der Alli­ierten eingenommen hat, und zwar nicht nur zur Durch­führung des Krieges, sondern auch zur Herstellung des Friedens.

Ganz typisch für Roosevelts ErpresserpoMik waren auch seine Bemühungen, Finnland unter Druck zu setzen, damit es einen Sonderfrieden mit den Volschewisten schlösse. Nachdem dieses Unterfangen fehlging, haben sich auf Roosevelts Drängen die Briten noch eingeschaltet und eine „Warnung" an Finnlands Adresse ergehen lassen, daß, wenn die finnische Armee über die alte Grenze Finnlands hinaus gegen die Bolschewisten vor­gehe, dies dereinst „sehr scharfe Folgen" für die Finnen haben werde. Der Londoner Korrespondent von „Göte­borgs Morgenposten" brachte dies in folgende unmißver­ständliche Fassung: Man dürfe Finnland nicht mehr weiter mit Glacehandschuhen angreifen, sondern man fei in London zu der Auffassung gekommen, daß, falls Finnland nicht auf die englischen Vorschläge einginge, den Sowjets nach dem Kriege freie Hand gegeben werden müsse.

Wie die „freie Hand" der Sowjets danach aussehen würde, haben die baltischen Staaten zur Genüge er­fahren, als sie unter dem Druck der Sowjets damals den Versprechungen Stalins glaubten und »die Volsche­wisten ohne Gegenwehr in ihr Land einließen. „Uusi Suomi" schrieb gerade dieser Tage dazu, daß es gerade­zu teuflisch gewesen wäre, wie die Volschewisten in Est- land gehaust hätten. Die vollständige geistige und ma­terielle Verelendung des estnischen Volkes sei die Folge einer dauernden Besetzung durch die Volschewisten ge­wesen. Der Trost estnischer Patrioten aber. daß bei allem Elend infolge der estnischen Nachgiebigkeit doch wenigstens das Land vor einem Aderlaß durch einen Krieg verschont worden wäre, dieser Trost habe sich noch nachträglich als völlig unbegründet erwiesen, da ja bald darauf, als die Sowjets in den Krieg mit den Achsenmächten traten, die zwangsweise Einziehung der estnischen Jugend zur Roten Armee sich noch verhäng­nisvoller erwiesen habe als die Verschickung nach Si­birien. Hunderttausende von Esten seien auf diese Weise ins Ungewisse verschwunden, und das Volk habe zehn Prozent seiner- lebendigen Kraft verloren.

Es ist anzunehmen, daß die Finnen (die übri­gen längst über die alten Grenzen hinaus vor­gedrungen sind) als die nächsten Nachbarn der Esten von diesen Dingen keine Kenntnis genom­men haben und nicht lebendige Erfahrungen dar» aus gezogen hätten. Wenn also im Hinblick auf die bol­schewistische Gefahr im Norden Europas und auch in den übrigen Teilen des europäischen Kontinents die in Lon­don und Washington den europäischen Völkern vorgegan­genen Mätzchen den Pankee-Imperialismus keinen Schritt seinem Ziel näherbringen, so versucht es Roose­velt desto nachdrücklicher bei den südamerika- nischen Staaten, wobei diesmal Argentinien an der Reihe ist. Gegen den Willen einer hier vielleicht allzu nachgiebigen Regierung kann der sogenannte Taborda- Ausschuß sein Unwesen treiben und unter dem Deckmantel einer parlamentarischen Untersuchungskommission die dem Pankee-Jmperialismus abholden Kreise des Ver­rats beschuldigen. Nun dieser Ausschuß mit seinen jüdi­schen Erpressungsmanövern doch nicht alles erreicht, was ihm und seinem Auftraggeber Roosevelt vorschwebt, erfuhr man plötzlich von einer angeblichen „nazistilchen" Militärrevolte, die nur in der Phantasie, um nicht zu sagen, in einem verbrecherischen politischen Rechenexempel Roosevelts Platz hat.

Die Hinweise, die seit einigen Tacten ohne Unterlaß an die argentinischen Behörden ergingen, wonach be-

Die eingekesselten Bolschewisten wurden einem Bombenhagel der deutschen Luftwaffe ausgesetzt.

Vor Leningrad erzielten unsere Truppen große Fortschritte.

Deutsche U-Boote versenkten aus einem britische» Eeleitzug erneut 78 000 BRT.

Der Hafen von Dover wurde bombardiert.

London startete ein Erpressungsmanöver gegen Finnland und die Schweiz.

Roosevelt erstreckt seine Hetzagitation nun auch aus Argentinien.

Die Firma Telefunken ist von der AEG. über­nommen worden.

Ab Oktober wird zur Rachitisbekämpfung eine ver­stärkte Vitaminzuteilung erfolgen.