Ausgabe 
(21.9.1941) Nr. 262
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Parteiamtliche lageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

A nreiar« - Trundprrlsr'r

Die I ww hohe und 22 mm breite Zelle im Anzeigenteil 13 Sle 78 mm breite und 1 mm hohe Zeile im Tertteil 75 /A/. Ermüß. Grundpr. (für Klein- u. Famikienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstaffel 6. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 8/8, Ruf 5 41 21? Nachtruf und sonntags 51115) Obernstr. 88, Ruf 5 4121) Shke: Mühlendamm 2? Br.-Hemel!ngen: Bahnhofstr. 8, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58? Br.-Degesack: Nohrstr. 24, Ruf 4 n. 8? Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblalt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 2K2 / I I. Jahrgang

Sonntag, 21. September 1941

kinzelvreis 15 Npf.

Hie große vernichtungsschlacht Im Üsten

Nollende kinsötze der Luftwaffe

Segen -ie ostwärts Kiew eingeschlofsenen Sowjet-truppen

Sie Lage der Sowjets düster

fllle Welt blickt nach den Schlachtfeldern grandioser deutscher Siege

Berlin, 2l>. September. Im mittleren Front­abschnitt konzentrierten sich am Freitag die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf die ostwärts Kiew eingeschlosse­nen Truppenmassen des Feindes. In rollenden Einsätzen griffen starke Verbände von Kampf- und Sturzkampf­flugzeugen Truppenkolonnen, Panzer und motorisierte Fahrzeuge mit vernichtender Wirkung an. Mehrere hundert Panzer wurden zerstört und dem Feind große Verluste an Menschen zugefügt.

Auch die Flakartillerie griff in den Erdkampf ein und errang große Erfolge. In einem Abschnitt ver­nichteten Flakgeschütze in hartem Feuerduell und teil­weise auf kürzeste Entfernung eine Batterie und zwei einzelne Geschütze, eine Flakstellung, drei Granatwerfer, ein Pakgeschütz und vier Beobachtungsstellen. Durch den dauernden Beschüß von Artillerie und Panzer waren sie zwar reichlich mitgenommen, aber immer noch wurde vereinzelt daraus geschossen. Da rauschte ein größeres Aufgebot von Stukas heran und vollendete das Werk der Vernichtung. Als die Infanterie nun zum Angriff über den Graben vorging, ergab sich der größte Teil der Bunkerbesatzungen, der Rest floh.

Gemeinsam mit einer Panzerdivision wurde der An­griff am nächsten Morgen fortgesetzt, um die dritte und stärkste der äußeren Befestigungen zu nehmen. Die Ar­tillerie trat diesmal weniger in Erscheinung, es war der Tag der Flieger. Den ganzen Tag über war die Luft erfüllt vom Motorengeräusch der Bomber und Jäger. Immer wieder erschienen starke Verbände vor allem der Stukas, die mit ihren harten Schlägen den Schützen und der Infanterie sehr wirksam halfen, die zahlreiche» Bunker zu knacken. Als den schönen Herbsttag ein mit verschwenderisch schönen Farben ausgemalter Sonnen­untergang beschloß, da sahen wir unmittelbar vor uns K. liegen, und mit lausenden deutschen Soldaten sreu- ten wir uns, ohne große Verluste das Ziel erreicht zu haben: Der äußere Verteidigungsgürtel vor Petersburg war durchbrochen!

Im Süd abschnitt der Ostfront eingesetzte slowakische Aufklärungsflieger griffen erfolgreich in die Kämpfe tm Kessel ostwärts Kiew ein. Zahlreiche sowjetische Munitionsfahrzeuge wurden von den slowakischen Flie­gern in Brand geschossen. Im Laufe des Freitag zeigten sich vor dem Hafen Konstanza zwei Kampfflugzeuge und später ein viermotoriges Flugboot der Sowjets. Ehe sie jedoch zu einem Angriff ansetzen konnten, wurde das Flugboot durch Flak und die beiden anderen Flug­zeuge durch deutsche Jäger abgeschossen.

Im nördlichen Kampfabschnitt der Ostfront rich­teten sich wieder sehr starke Angriffe auf die Stadt

Z8 britische slug;euge abgeschossen

Aus dem Führerhauptquärtier, 20. Sep­tember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Angriffsversuche der britischen Luftwaffe im Kanal brachen in den Nachmittagsstunden des Sonn­abend unter schweren Verlusten für den Feind zusam­men. Deutsche Jäger schössen in heftigen Lustkämpfen nach bisher vorliegenden Meldungen 35 britische Jagd­flugzeuge ab, zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. Marineartillerie brachte außerdem drei britische Bom­ber zum Absturz, so daß sich die Eesamtverluste des Feindes auf 38 Flugzeuge erhöhen."

Vurch Kampfflugzeuge versenkt

Berlin, 20. September. Deutsche Kampfflugzeuge versenkten Freitag am Tage vor der Themsemündung aus einem Geleitzug ein britisches Handelsschiff von 3000 BRT. Das Schiff wurde durch je einen Bomben­treffer mittschiffs und auf der Bordwand zerstört. Starke Abwehr deutscher Marineartillerie zwang ver­einzelte britische Flugzeuge bereits im Küstenvorfeld zum Abdrehen. Zwei britische Jäger wurden abgeschossen und stürzten brennend ins Meer.

und die im Raum um Leningrad eingeschlossenen sowje­tischen Gruppen. Versorgungsbetriebe, Kasernen, Trup- penlager und Flakstellungen wurden schwer getroffen, und eine Reihe von Bränden hervorgerufen. Die größere Anzahl der Deutschen Kampfflugzeuge war jedoch zur Unterstützung des Heeres eingesetzt und richtete ihre Angriffe im rollenden Einsatz gegen die sowjetische Ar­tillerie, Feldstellungen der Infanterie, Bunker und Kriegsfahrzeuge. Im Kampfraum am Ladoga-See wurde ein Eisenbahnknotenpunkt mit vielfältigen Betrieben und Vevsorgungsanlagen zerstört.

Inseln worms unL

osttett der Insel Vesel erobert

Berlin, 20. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, hatten Infanteriedivisionen des deut­schen Heeres, von der Luftwaffe unterstützt, nach mehr­tägigen Kämpfen den stark ausgebauten Befestigungs- gürtel von Kiew auf dem Westufer des Dnjepr durch­brochen. In kühnem Angriff drangen sie am gestrigen Tage, zusammen mit dem weichenden Gegner in die Stadt ein «nd hißten auf der Zitadelle die Reichskriegs­flagge. Nachdem die obere Führung der sowjetischen Truppen geflüchtet war, warf die gesamte Besatzung die Waffen weg und gab den weiteren Widerstand auf. Wie gleichfalls durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde die Stadt Poltawa, 120 Kilometer südwestlich Char­kow, am 18. September genommen. Im Zusammen­wirken mit Verbänden der Kriegsmarine und der Luft­waffe haben Truppen des Heeres Mitte September die der Rigaer Bucht vorgelagerten Inseln Worms und Moon genommen. Aus eigenem Entschluß stieß am 18. September der Hauptmann Pankow mit seiner Kompanie von Moon her über den vom Feind teilweise zerstörten Damm aus den Ostteil der Insel Oesel vor.

äLV. Berlin, 21. September.

Als zum Sommeranfang auf des Führers Befehl die deutsche Wehrmacht den Feldzug im Osten begann, ge­schah es, um eine seit Beginn des deutschen Lebens­kampfes mit England täglich mehr und mehr gewachsene Todesgefahr im Rücken der gegen England kämpfenden deutschen Volkskraft auszuschalten, auf daß diese dann wieder ohne Besorgnisse und dann mit geballter Wucht sich gegen England wenden konnte. Wie ungeheuerlich die so gleichzeitig das gesamte europäische Festland be­drohende Gefahr' bereits war, stellte sich so richtig erst im Verlaufe des gewaltigen Ringens heraus, das seit

Moon genommen

flngriff auf britischen Seleihug

Mit diesem Handstreich schuf er die Voraussetzungen für die in Gang befindlichen erfolgreiche» Kampfhand­lungen zur Eroberung der Insel. Die Luftwaffe bom­bardierte auch in der vergangenen Nacht Odessa und Moskau.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Kampfflugzeuge in der Nacht zum 20. Sep­tember aus einem Geleitzug ostwärts Hüll zwei Han­delsschiffe, darunter einen Tanker, mit zusammen 17 000 BRT. Am Tage wurde vor der englischen Siidostküste ein weiterer Frachter durch Bombenwurf schwer be­schädigt. In Nordafrika griffen deutsche Kampfflug­zeuge in der Nacht zum 18. 9. die Oellager von Suez sowie Hafenanlagen von Port Said und Alexan - dria mit guter Wirkung an. Der Feind flog in der letzten Nacht mit schwachen Kräften nach Norddeutsch­land ein. Einzelne Flugzeuge drangen bis in die Um­gebung der Reichshauptstadt vor. Durch Bombenwurf auf Wohnviertel in Stettin hatte die Zivilbevölke­rung geringe Verluste an Toten und Verletzten. Flak­artillerie schoß zwei der britischen Bomber ab."

kinbllck in das gepriesene Sowjelparadies

Vier personalkarten schildern vier Schicksale und warnen die Völker

zä. Berlin, 20. September. (BZ.-Etgeubericht.) Durch Veröffentlichung von vier Pexsonalkarten aus einem kommunistischen Personalarchiv stellen sich vier Menschenschicksale vor den Augen der Welt bar, die ohne weiteres Aufklärung und Warnung zu gleicher Zeit sind. Was die Völker zu erwarten gehabt hätten, wenn das deutsche Schwert den Expansionsbestrebungen der Bolschewisten kein ehernes Halt geboten hätte, dazu bietet folgendes ein drastisches Beispiel:

Da ist eine Karte mit dem Namen Nikolajewitsch Kulikow, SO Jahre alt. Er ist Ingenieur, wohnt in Moskau; aber seine Familie lebt elend in einem kleinen Loch, von kommunistischen Funktionären nur geduldet und schikaniert. Der Mann selbst verdankt sein Leben nur dem Umstand, daß er Ingenieur ist. und die Sowjetunion nicht Techniker genug,hat. um alle ihre Pläne durchzusetzen; denn er ist als Reaktionär verdächtig. Zum Wochenende, so ist aus der Karte er­sichtlich. durfte er manchmal seine Familie besuchen; er konnte aber nur das Elend mit ihr teilen, in dem sie lebte. Oftmals mag er sich die Frage vorgelegt haben, ob es sich lohnt, dieses Leben weiterzuführen, und ob es nicht besser gewesen wäre, wenn auch er im Jahre 1917, wie fo viele andere Menschen, der Tscheka zum Opfer gefallen wäre.

Die zweite Karte erzählt von Anna Zagorskaja, die zu einem Mitglied der rumänischen Delegation in Moskau in Liebesbeziehungen gestanden hatte, die schließlich zur Eheschließung führten. Als nach den ersten Monaten der glücklichen Ehe der Krieg ausbrach, und die Mitglieder der rumänischen Delegation ab­reisten, war es verständlich, daß auch der junge Ehe­mann seine Frau mitnehmen wollte, doch hat er nicht

mit der Willkür der Sowjets gerechnet. Ihn mußten sie als Rumänen abreisen lassen; seiner jungen Frau aber gestatteten sie nicht, ihn zu begleiten. Sie mußte die Fahrt nach Sibirien antreten, wo sie unter den bekannten Verhältnissen, unter denen die hierher Ver­wiesenen leben müssen, bestimmt zugrunde geht.

Ueber den 34jährigen Iwan Basilewitsch Eromow er­fahren wir, daß er als Knabe die Folterung und Er­schießung seines Vaters hatte ansehen müssen und seitdem unter tiefster Schwermut litt. Um den Agenten der GPU. zu entgehen, trug er nach außen hin Gleich­gültigkeit zu allen Dingen zur Schau, so daß seine Um­gebung und die ihn bespitzelnden KPU.-Männer an­nehmen konnten, er habe das furchtbare Erlebnis seiner Kindheit vergessen. Als Arbeiter in einer Motoren­fabrik angestellt, verrichtet er sein tägliches Pensum in ständigen Gedanken an Vergeltung des bei dem kommunistischen Umsturz 1917 seinem Vater und so vielen anderen Menschen angetanen Leides Heute mar­schiert er in den Reihen der sowjetischen Kriegsgefan­genen, und seine Augen leuchten wieder in dem Be­wußtsein, daß der Tag der Rache an den Sowjets an­gebrochen ist. «

Als vierte Karte liegt die des 27jährigen Jwano- witsch Pietrow vor, der zuerst Arbeiter, dann Schüler einer Militürschule, bei Ausbruch des Krieges Jagd­flieger geworden ist. Seine ganze Erziehung war bolschewistisch, und das kulturzerstörende Gift wär ihm schon mit der Muttermilch eingegeben worden. Als er nach seinem Abschuß gefangengenommen werden sollte, erschoß er sich kaltblütig selbst..

Vier Personalkarten! Vier Schicksale und viermal die Verurteilung des sowjetischen Regimes!

Aue neuen llmfnssniixssclilaelit ostwärts Kierv. Vier neue Armeen siuck, wie bvriclitet, einxvselilossvu. Die Operutionen nurcken ckinelisvkiil» t von üen llovrss- Krnppen ckes Oenerslkelckmsi'seballs von Look (erstes Lilck von links) unck ckes kloneralkelämarsvballs von Luncksteckt srirvvites Lilck), ckie (.ukttlotten ckes Oeneral- obersten Uöbr (Srittes Lilck) uuck ckes 6ener»lkelckw»rseball8 Lvsselrinx (viertes Lilck) baden au äew xlanrencken Verlaut cker Operationen xroüen Xnteil lZobsrl).

dem 22. Juni bis heute — den ganzen Sommer hin» durch — ohne Unterbrechung zwischen den Streitkräften Eroßdeutjchlands und seiner Verbündeten und den Hee­ren Stalins stattgefunden hat.

Groß und gewaltig sind die Siege, die in diesen 13 Wochen des Feldzuges im Osten deutsches Soldatentum wieder einmal errang, verheerend ihre Auswirkungen auf den zäh sich wehrende» und schier ideal ausgerüstet gewesenen Gegner, und alle Erfahrungen dieses Feld­zuges haben gezeigt, daß keine andere Macht der Welt als die deutsche und auch keine andere Mächtekon- stellation unter Ausschluß Deutschlands imstande ge­wesen wäre, diesen Krieg erfolgreich zur Rettung Euro­pas zu führen.

Heute, da der Sommer zu Ende geht und der Herbst beginnt, ist — das darf man wohl annehmen — das Schwerste im Kampf gegen den Bolschewismus geschafft und der Feind, auf dessen Widerstandskraft man bei den übrigen Feinden Deutschlands seine Hoffnungen setzte, unerbittlich geschlagen. Die lange und wohlbegründete Pause des Schweigens über die zielbewußt neuen ge­waltigen Erfolgen zustrebenden deutschen Operationen im Osten konnte seit wenigen Tagen von dem Ober­kommando der Wehrmacht gebrochen werden, nachdem keine Gefahr mehr bestand, die grandiose deutsche strate­gische Planung durch den Feind noch zu stören. Der Verkündung des Sieges südlich des Jlmensees ist rasch auf dem Fuße die Bekanntgabe des unerhörten Erfol­ges der Einschließung von vier sowjetischen Armeen 200 Kilometer östlich Kiew gefolgt, zu der am gleichen Tage noch die Sondermeldungen' vom Fall Poltawas und der Stadt Kiew kamen. Daß die Reihe der deutschen Erfolge damit noch nicht erschöpft ist, fühlt im Herzen heute jeder deutsche Volksgenosse, und wie im neutralen Auslande ist man auch in den Feindesländern selbst zur Ueberzeugung gelangt, daß hier wieder einmal der Anfang, aber noch lange nicht das Ende durchschla­gender deutscher Triumphe erreicht wurde.

Daß die deutsche Wehrmacht trotz der gigantischen Kämpfe im Osten noch hinreichend Kräfte für weiter­gehende operative Möglichkeiten in anderen Teilen Europas zur Verfügung hat, sieht sogar der britische Kriegsminister Marguesson ein und spricht es bangen Herzens — damit törichte britische Stimmen, die (bar jeden militärischen Fachverständnisses) England stur zur Festlandsinvasion antreiben möchten, abtuend — auch ganz offen aus, während sein Kollege von der Marine, Alexander, seine und die die englische Regierung heute bewegenden Gefühle mit dem Worte „tiefe Depressio­nen" umreißt. Ein Kommentar des britischen Propa­gandisten Mc. Eeschry aber enthält unter dem zer­schmetternden Eindruck der jüngsten deutschen Erfolgs im Osten und im besonderen der Einnahme von Kiew das vielsagende Wort: „Dies ist der bedeutendste Sieg, den die Deutschen im Ostfeldzug bisher errungen haben."

Mag also ruhig Moskau — was man begreifen kann — versuchen, den katastrophalen Eindruck seiner jüng­sten Niederlagen zu mildern mit Redensarten, wie etwa der Fall Kiews sei lediglich als eine „logische Defen- sivmaßnahme" anzusehen, mag der britische Militär­fachmann O'Caroll versuchen, die Aufmerksamkeit seiner Lesergemeinde auf den „epischen Kampf" um Lenin­grad abzulenken: davon, daß den deutschen Truppen mit den Siegen im Süden der Ostfront der Zugang zu den Industriegebieten am Donez und Don nun offen steht und weiteres Vorstoßen in östlicher Richtung die mit dem brutalen britisch-sowjetischen Ueberfall auf Iran neu eröffnete Zufuhrlinie aus dem mittleren Osten zur Sowjetunion gefährden kann, das kann auch O'Caroll nicht verschweigen, wenngleich er sich dem bil­ligen Troste hingibt, daß noch abzuwarten wäre, ob die deutsche Kriegsmaschine nach „dem fürchterlichen Aderlaß" der deutschen Armeen solcher Riesenaufgabe noch gewachsen wäre. „Allerdings", so lesen wir in dem Bericht eines anderen Militärfachmannes in London, „ist Deutschland noch keinesfalls angeschlagen, sondern noch mächtig."

In der Tat, die deutsche Kriegsmaschine ist noch sehr stark. Ja, sie ist so stark wie je. und es hat dies bestimmt nicht allein die sowjetische Südarmee zu verspüren, son­dern nicht weniger deutlich auch die zwei übrigen Armeen Stalins, deren, eine, wie man weiß, in verzweifeltem Kampfe zur Verteidigung Leningrads steht. Der Eng­länder Cyrill Falls meint dazu. daß, wenn Leningrads Bedrohung auch noch nicht aufs höchste gestiegen sei, nichtsdestoweniger der Anschein bestünde, als ob es fal­len müsse. Nun sind, wie wir nach den Sondermeldungen vom Freitag wissen, und wie ja auch der Wehrmachts- bericht mitteilte, im Zusammenwirken von Kriegsmarine und Luftwaffe von Truppen des Heeres in diesen Tagen die der Rigaer Bucht vorgelagerten Inseln Worms und Moon erobert worden, wonach in kühnem Handstreich

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Die Welt blickt nach den östlichen Schlachtfeldern grandioser deutscher Siege.

Die deutsche Luftwaffe unternahm rollende Einsätze gegen die ostwärts Kiews eingeschlossenen Sowjet­truppen.

Auch Leningrad war wieder das Ziel neuer starker Angriffe.

Die Inseln Worms und Moon wurden von deutschen Truppen besetzt; der Ostteil der Insel Oesel ist durch Handstreich genommen.

Bei Angrifssvcriuchen der britischen Luftwaffe am Kanal wurden gestern 38 Feindflugzeuge abgeschossen. Im Interesse der Eesundhcitsbetrcuung in KLB.- Lagern werden zu den kommenden Verschickungen verschärfte Entsendeuntersuchungen durchgeführt.