Ausgabe 
(17.9.1941) Nr. 258
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Parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen ^ Nr. 259 / II.Iastrgany

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der Nationalsozialisten vremens

flmtiiches Verkündungsblatt des veichsstattstallers in Oldenburg und vremen

Mittwoch» 17. September 1S41

kinzeivreis 15 Nps.

In breiter front über den Wem

Drei sowjetische slrmeen südlich des Ilmensees entscheidend geschlagen

^ Panzervorstoß nach Peggplen

Aus dem Führerhauptquartier, 16. Sept. In der Ukrarne haben Verbände des deutschen Hee- : res mit wirksamer Unterstützung durch die Luftwaffe in , kühnen Angriffe« an den wichtigsten Stellen Brücken­köpfe über den breiten Unterlauf des Dnjepr gebildet. Nachdem die Brückenköpfe in mehr­tägigen Kämpfen gegen erbitterte starke feind­liche Angriffe zum Teil mit Panzerunterstützung gehalten und erweitert werden konnten, sind nunmehr die deutschen Divisionen aus ihnen heraus in breiter Front siegreich weiter nach vorn geflohen. Im Raum südlich des Ilmensees wurden, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, in den letzten Wochen starke Kräfte der sowjetischen 11., 27. und 34. Armee durch Truppen des deutschen Heeres unter Führung des Generalobersten Busch mit Unterstützung durch Ver­bände der Luftflotte des Generalobersten Keller entschei­dend geschlagen. Neun feindliche Divisionen wurden völlig vernichtet, neun weitere unter blutigen Verlusten für oen Feind zerschlagen. Ueber 53ÜÜÜ Gefangene fielen in unsere Hand, 320 Panzer, H95 Geschütze aller , Art sowie zahlreiches Kriegsmaterial wurden erbeutet I oder zerstört.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschisfahrt ! vernichtete die Luftwaffe am Tage westlich der Hebriden einen Tanker von 7300 BRT. In der vergangenen Nacht wurden im Seegebiet um England aus Gelenzügen her­aus zwei grohe Hkndelsschiffe, darunter ein Trans­porter, in Brand geworfen. In Nordafrika führten deutsche Truppen aus derSollumfront einen er­folgreichen Aufklärungsoorstoh mit Panzern durch. Bei Tobruk wurde nach hartem Kampf eine wichtige Höhe .. genommen. In Luftkämpfe« »nd durch Flakartillerie wurden am 14. September in Nordafrika ohne eigene Verluste acht britische Flugzeuge abgeschossen. Versuche britischer Flugzeuge, am gestrigen Tage die Deutsche Bucht und die holländische Küste anzugreifen, blieben wirkungslos. Jäger schössen zwei feindliche Flugzeuge ab. Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Otte Nordwestdeutschlands. Die Zivilbevölkerung hatte, vor allem in Hamburg, Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schössen neun der angreifenden Bomber ab."

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Im Verlaus der Kämpfe im Besestigungsgürtel vor . Leningrad durchstich am 14. 9. eine deutsche Jn- j fanterie-Dioision eine von den Sowjets hartnäckig ver-

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,I«n Seifte der deutsch-ungarischen Freundschaft"

Budapest, 16. September. Die außenpolitischen Ausschüsse des ungarischen Parlaments traten dieser Tage zusammen, um im Beisein der Kabinettsmitglie­der eine Erklärung des Ministerpräsidenten und Außen« Ministers Bardossy über den Besuch der ungarischen Staatsmänner im Führerhauptquartier entgegenzu­nehmen. Vor allem unterrichtete Bardossy die Aus- schüsse von dem Besuch des Reichsverwesers, der einen neuen Beweis für die traditionelle deutsch-ungarische Freundschaft geliefert habe, die durch den gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus weiter gestärkt wurde. Sodann erstattete der M-nrjterp resident über die im Fiihrerhouptquartier ge- ogruen Besprechungen Be­richt, die in bezn.g auf die Beurteilung der Lage und auf die beide Länder gemeinsam interessierenden Fra­gen eine Uebereinstimmung der deutschen und ungari­schen Absichten ergeben habe. Genau so vollkommen sei auch das Einvernahmen der beiden Staatgn über das Ausmaß der Beteiligung Ungarns an den militärischen Aktionen gegen die Sowjets gewesen.

teidigte Bunker-Stellung und eroberte nach heftigem Häuserwiderstand eine gröhere Ortschaft? Insgesamt wurden von den Truppen dieser Division 91 sowjetische Bunker auher Gefecht gesetzt und über 800 Sowjet­soldaten gefangengenommen. Auherdem vernichteten die deutschen Truppen mehrere sowjetische Panzerkampf­wagen «nd zerstörten zahlreiche Geschütze und schwere und leichte Infanterie-Waffen. Starke Kräfte der deut­schen Luftwaffe griffen am 15. 9. mit unverminderter Wucht die im Raum von Leningrad eingesetzten Sowjet-, truppen unter blutige« Verlusten für die Sowjets an. Die erfolgreiche Vernichtung sowjetischer Kampfstellun­gen und von Kriegsmaterial aller Art wird weiter fortgesetzt. Verbände der Luftwaffe griffen am Montag fowjetische Stellungen im nördlichen Teil der Ostfront mit guter Wirkung an. Starke Verbände von Sturz­kampfflugzeugen bombardierten im Raum von Mur-

Berlin, 16. September. Die Durchlöcherung des sogenannten Neutralitätsgesetzes wird aus Anweisung Roosevelts planmähig fortgesetzt. Am Montagabend gab das Staatsdepartement ein Gutachten des Justiz­ministers Biddle bekannt, wonach es USA.-Schiffen künftig erlaubt ist, Waffen» Munition sowie auch Passa­giere in alle Teile des britischen Weltreichs zu trans­portieren, soweit sie nicht in der Proklamation des Prä­sidenten vom 4. November 1939 ausdrücklich als Kriegs­zone erklärt worden sind. Wie Reuter der Meldung hin­zufügt, ist es Hauptzweck dieser Anordnung, klarzustellen, wohin sich USA.-Schiffe begeben können, um Lieferun­gen im Rahmen der Englandhilse zu befördern. Unter diesen Ländern befinden sich die des Nahen Ostens, also vor allem Aegqpten, weiter die Vermuda-Jnieln sowie Neufundland und Labrador (während Kanada 1939 von Roosevelt als kriegführendes Land genannt würbe).

mansk die dort angelegten Kampfstellungen der Bolsche- wisten.

Ein im »mittleren Abschnitt der Ostfront an­greifendes deutsches Armeekorps erzielte am 14. Septem­ber gute Erfolge. In kühnem Vorstoh überschritten die Truppen des Korps einen Fluhlauf und bildeten am jen­seitigen Ufer trotz hartnäckigen bolschewistischen Wider­standes einen Brückenkopf. Die Sowjets versuchten ver­geblich, durch mehrere Gegenangriffe den deutschen Brückenkopf wieder einzudrücken. Alle Angriffe brachen unter schweren blutigen Verlusten für die Bolschewisten an der deutschen Abwehr zusammen. Das deutsche Armee­korps machte in den Kämpfen dieses Tages 3000 Gefan­gene und erbeutete zehn sowjetische Geschütze. Im Raume südlich des Ilmensees vordringende Truppen haben allein in den Kämpfen des 13. September wiederum Tausende / (Fortsetzung mif Seite 2)

gesetzes. Schritt für Schritt unterhöhlt Roosevelt dessen Bestimmungen, um die Voraussetzungen zu schaffen für kriegerische Zwischenfälle. Bezeichnend ist ja auch, dah das Leben von USA.-Bllrgern für ihn keine Rolle spielt.

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'Roosevelt leitete dem Kongreß den angekündigten zweiten Rechenschaftsbericht über die Englandhilfe zu. Nach dem Bericht haben die tatsächlichen Ausfuhren mit USA.-Kriegsmaterial seit Inkrafttreten des Eng- laNdhilfegesetzes an Nationen, die gegen die Achse kämpfen, bis zum 31. August einen Wert von 190 447 670 Dollars. Hierunter befinden sich Rüstungsmaterial und sonstige Lieferungen, soweit sie tatsächlich bereits ex­portiert wurden. Hinzu kommen Rüstungsmaterialien im Werte von 35 946 Dollar, die bereits abgetreten, aber noch nicht verschifft worden sind. Sonstige Dienste, wie Reparatur von Kriegsschiffen, beliefen sich auf wei- I tere 78169 377 Dollars.'

Sinn dieser Anweisung des lediglich im Auftrage des Präsidenten handelnden Jnstizministers ist nichts

Reim Voi-niarscb unserer Truppen im Osten wurcke ckivsor sonjetisekv Disenbsknrux »uk seiner b'Iuviit von ckentseben Truppen übvrrusetit. Sein rusencke« Tempo lmlk ilim niclits, er rvurcke in vrunü xesvkossen unck so sur HebeiKub« xe2>vniiKen. ' (Leksrl.)

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Noosevelts Suche nach -ein Zwischenfall

Vas „Neutralitiitsgeseh" wird illusorisch gemacht — knor betStigt sich erneut als Scharsmacher

anderes, als die Sinnlosmachuna des Neutralitäts-

Um den lzeißen vrei... wer hilft wem?

Versprechungen mir Hindernissen — Niistungsgewinnler in London und Washington beraten

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bv. Stockholm, 16. September. (BZ.-Eigenbericht.)

Während Roosevelt seinen Geschäftsbericht über die bisherige Schürung des von ihm angestrebten Weltkrie­ges mit dem üblichen Tanz der Millionen und den ge­wohnten Hetztiraden gegen die Achsenmächte abgab, ließ er seinen Marineminister Knox die Einführung von Ee- ^ltzügen nach Island ankündigen. Interessant an Knox' Erklärungen, die sich wenig von denen seines Herrn und Meisters unterscheiden, sind lediglich folgende beiden Ein­geständnisse: Daß die Rooseveltsche Kriegsclique noch immer gewaltsam gegen die- Aufklärung des amerikani­schen Volkes ankämpfen muh und dah die Aufrechterhal­tung einer „Brücke-von Schiffen" zwischen USA. und England nach wie vor als das einzige Mittel betrachtet wird, um Englands Niederlage zu vermeiden. Knox legte den Rooseveltschen Schießbefehl an die USA.-Flotte da­hin aus: „Jeden Ueberwasser- oder Unterwasser-Achsen- piraten, der angetroffen wird, zu kapern oder zu ver­nichten."

Die aus London gemeldete „tiefe Befriedigung" über die Knox-Rede, vor allem wegen der Versicherung, dah die Ankunft der Waffentransporte in England sicherge­stellt werden solle, enthält also ein beträchtliches Schwächebekenntnis. Um so komischer wirken die engli­schen Anstrengungen, die Welt glauben zu machen, Eng­land könnte selber den Sowjets in größerem Umfang Materialhilfe geben. Unmittelbar nach der angeblichen Absenkung eines „größeren Verbandes" der englischen Luftwaffe an die bolschewistischen Verbündeten verspricht nunmehr der Produktionsminister Lord Beaverbrook — anscheinend, weif er dies für das beste Mittel hält, um die Leistungen der englischen Rüstungsarbeiter nach den Wünschen der englischen Plutokraten zu steigern —, die ganze Tankproduktion der nächsten Wochen an die So­

wjetunion, und zwar durch direkte Lieferungen an die Kampffronten bei Leningrad, Kiew und Odessa zu lie­fern. Selbst wenn der Iran jetzt mit allen Mitteln zum Verbindungsstück zwischen England und der Sowjetunion ausgebaut werden soll, ist es bis zur „direkten" Beliefe­rung von Leningrad oder Odessa mit englischen Tanks noch ein gewaltiges Stück Arbeit. Nach schwedischen Mit­teilungen Gus London muß ja ein großer Teil des engli­schen Materials, wenn es die Sowjetunion erreichen soll, bis um das Kap geschafft werden! Der Eindruck drängt sich auf, daß auf jeden Fall die englische Tankproduktion nicht sehr groß sein kann, wenn das Transportsystem so nebensächlich behandelt wird.

Es ergibt sich jetzt folgender grotesker Zustand: Ob­wohl die Vereinigten Staaten selber den Bolschewisten Waffen liefern — nach Roosevelts Eingeständnis sogar, ohne bisher Bezahlung dafür erhalten zu haben, nur in uneigennützigem Interesse der „westlichen Halbkugel" und um die Welt vor „totalitärer Tyrannei" zu retten —, schickt oder verspricht das seinerseits aus USA. unterstützte, von USA. abhängige England den Sowjets angeblich Waffen und Material. Folglich scheint es doch mit den USA.-Lieferungen an die Sowjetunion nicht richtig zu klappen. Die Engländex, die so sehr Not leiden, daß nach Knox Feststellung nur ein ständiger Strom von Lieferungen ihre Niederlage abwenden kann. berauben sich sozusagen des eigenen Hemdes, um die bolschewistische Blöße zu decken. Jrgendetwas stimmt da nicht! Gewiß wird von englischer Seite auf die Dring­lichkeit der verzweifelten sowjetischen Bedürfnisse auf Grund schwerer Flugzeugverluste und des Ausfalls der .Leningrader Flugzeugwerke verwiesen. Die tiefere Er­klärung dürfte aber bei den Schwierigkeiten der Reite der angelsächsischen Delegation «ach Moskau, der Zweck­

bestimmung der dortigen Konferenz und der gesamten Sowjethilfe zu suchen sein.

Die Engländer möchten auf alle Fälle den jetzigen Widerstand der Sowjets verlängern, sich aber um jeden Preis den Rahm aus den weiteren USA.-Lieferungen sichern. Statt der alten Halb-und-Halbvereinbarung, wonach sich England und USA. die amerikanische Pro­duktion teilen wollten, steht bei den jetzigen Bespre­chungen Harriman — Beaverbrook in London ein neuer Plan zur Debatte, der auch die Sowjetunion und China umfassen soll. Er sieht vor. daß die Eng-, länder einen Teil des bei ihnen fertig liegenden älteren Materials an den dringender bedürftigen bolschewisti­schen Bundesgenossen abgeben sollen, selbst auf die Ge­fahr hin, daß bei ihnen noch größerer Mangel ein­treten könnte.' Die USA. haben raschen Ersah ver­sprochen. Die von USA. verlangten operativen Hilfs­aktionen Englands zugunsten der Sowjets sollen mit solchen Demonstrationsveranstaltungen wie der soge­nannten Luftgeschwaderentsendung oder ... der An­kündigung einer Entlastungsoffensive gegen Libyen ab­gegolten werden. Großen Effekt können die Engländer von diesen Prahlereien nicht erwarten, denn selbst schwedische Korrespondenten bemerken zu dem Eeraune um den Versuch einer neuen Wüstenoffensive, die sich angeblich diesmal nicht mit Benghasi begnügen möchte, der Preis könne vielleicht für die Engländer sehr hoch werden. Wahrscheinlicher ist. daß sich hinter den englischen Prahlereien in bezug auf Nordafrika nur die neuen Be­fürchtungen um Aegypten verbergen. Die Anzeichen wieder aufflammender Aktivität um Tobruk und an der ägyptischen Grenze werden in London mindestens so sorgenvoll verfolgt wie die Nachrichten aus der Ukraine. Roosevelts schönster Kricgstanz kann hiervon nicht ab­lenken.

„Die Lage der Sowjets ernst"

llLO. Berlin, 16. September. Der Ankündigung neuer großer Schlachtenersolge in dem vorletzten Wehr­machtsbericht ist im letzten OKW.-Bericht prompt die Meldung der ei «getroffenen Erfolge auf dem Fuge gefolgt. Der deutsche Vormarsch jenseits des Dnsepr hat auf breiter Front nach Osten begonnen. Südlich des Ilmensees sind neun sowjetische Divisionen völlig vernichtet, neun weitere zerschlagen, dazu 53 000 Ge­fangene mit einer höchst ansehnlichen Kriegsbeute ge­macht worden. Das sind die rein äußeren Merkmale der neuen deutschen Siege im Norden und Süden, der großen Front im Osten, deren strategische Bedeutung für den Laien' noch gar nicht abzusehen ist. Mögen Churchill und seine Umgebung in echt plutokratischer Schnoddrigkeit erklären lassen, ob Leningrad falle oder nicht, ob die Deutschen den Dnjepr überschritten oder nicht, sei ihnen egal. Eine Ahnung dessen, was die neuen deutschen Erfolge im Norden und Süden der Ostfront an Auswirkungen zeitigen können, lassen die Ausführungen der Londoner Presse dennoch erkennen, Ausführungen, die aus der Tatsache, daß Moskau nichts weiter mehr über die Vorstöße Timoichenkos auf Eomel und Smolensk verlauten läßt, den sehr vernünftigen Schluß ziehen, daß die „vielversprechende Gegenoffen­sive" der Sowjets nicht den gewünschten Erfolg gehabt habe. „Vielleicht", so schreibt die „Times", „beruht das darauf, daß die Truppen Timoschenkos, nachdem sie so viele Angriffe der Deutschen durchgeholten hätten nicht mehr über das nötige Kriegsmaterial verfügen.

Siehe da, welch messerscharfe Logik! Auf einmal er­kennt selbst das Londoner Lügenblatt. daß es nichts war mit Timoschenkos so überaus laut gepriesener Gegenoffensive und — haben wir es in Deutschland nicht seit den ersten fürchterlichen Niederlagen der So­wjets immer wieder betont — daß den Bolschewisten das Material knapp zu werden beginnt, weil vieles davon und zwar in gewaltigstem Ausmaße von unseren Truppen vernichtet und zerstört worden ist. Nun haben die Sowjets wieder in einem einzigen Frontabschnitt 320 Panzerwagen, 695 Geschütze und anderes zahl­reiches Kriegsmaterial in deutschen Händen lassen müßen. Es ist dies die Folge ihrer verzweifelten Ent- lastungsstöße für Leningrad, bei denen sie gehofft hatten, einen Teil jener deutschen Streitkräfte abzuschneiden, die östlich von Leningrad durchgestoßen sind, um von dieser Seite her den Ring um die Riesenstadt zu schließen.

Nun jammert „Exchange Telegraph^' darüber, daß der ihm aus Moskau zugegangene Bericht vom guten Stand der Schlacht um Leningrad eitel Schaumschlägerei war. Nichts ist es mit dem erwarteten „bedeutenden Eeländegewinn", der bei dem Versuch der Sowjets von der Waldaihöhe aus im Vorstoß gegen Staraja Russa die unaufhaltsam vorgehenden deutschen Kräfte nicht nur aufzuhalten, sondern weit zurückzuwerfen, erreicht wer­den sollte. Nichts ist es mit der Entlastung Lenin­grads und nichts mit dem angeblichen Zwang auf Mar­schall von Leeb, aus dem Abschnitt von Leningrad Truppen in den nächstbedrobten Abschnitt von Lenin­grad zu werfen. Vor allem ist es nichts mit dem Durch­bruch nach Pleskau, auf den man in Moskau so große Hoffnungen setzte, weil damit die Versorgungslini« der Armee Leeb und vor allem die weit östlich Smolensk vorgedrungene deutsche Position auf ihrer Versorgungs­linie abgeschnitten worden wäre. Wie stets haben sich auch diesmal wieder deutsche Strategie, deutsche Tak­tik und deutsche soldatische Hingabe turmhoch den Bol­schewiken überlegen erwiesen. Sie, die anzugreifen und einzuschließen glaubten, sind vernichtet worden.

Aber nicht nur im Abschnitt um Leningrad und südlich des Ilmensees, auch im Slldabschnitt am Unterlauf des Dnjepr haben sich. wie schon erwähnt, weitreichende deutsche Schlachrenerfolge eingestellt, so daß. wie der deutsche Wehrmachtsbericht melden konnte, unsere Streit­kräfte, nachdem sie mittels der in den letzten Tagen und Wochen eroberten Brückenköpfe jenseits des Dnjepr den Uebergang über den 1000 Meter, a„ manchen Stellen 2000 Meter, breiten und schon seiner Inseln und Sand­bänke wegen ideal zur Verteidigung geeigneten Fluß erzwängen, nunmehr in breiter Front nach Osten vor­marschieren. Es war, wie nach übereinstimmendem Ur­teil aller Militärsachoerständigen schwieriger als der Uebergang über Rhein und Maas im Westen und auch der Donauübergang im Balkanfeldzug. Der neue deutsche Vormarsch im Süden versetzt den Feind wo­möglich in noch stärkere Unruhe als der planmäßige Fortgang der Kämpfe um und südlich von Leningrad. Selbst das sowjetische Hauptquartier leugnet, wie „Ex­change Telegraph" weiter zu berichten weiß, nicht mehr den Ernst der Lage an diesem Frontabschnitt. Von star­ken Gegenangriffen der Sowjets will „Exchange Tele­graph" wissen, deren verzweifelte Anstrengungen nun­mehr, nachdem Krementschug verlorenging, und damit die ganze sowjetische Dnieprstellung bedroht war, der Deckung von Poltawa und Charkow dienen. Man muß sich darüber klar sein. daß der neue deutsche Vorstoß in ein Gebiet von höchster Wichtigkeit für das sowjetische Kriegswirtschaftspotential führt. Es ist das Industrie- revier, das die Kohlenvorkommen und den größten Teil

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Truppen des deutschen Heeres schlugen drei sowjeti­sche Armeen südlich des Ilmensees entscheidend. Die deutsche Wehrmacht stieß aus den Dnjepr- Brückenköpfen in breiter Front nach Osten siegreich vor.

Die Sowjets fangen bereits an, in der Stadt Lenin­grad Sprengungen vorzunehmen.

Im Eismeer wurden zwei sowjetische Transporter versenkt.

Deutsche Infanteristen schössen sechs britische Flug­zeuge ab.

Die RAF. verübte einen sinnlosen Terrorangrikk aus Le Havre.

Das Jungvolk führt in Vremen eine Trekräuter- sammlung für unsere Soldaten im Osten durch. Ueber die Behandlung jüdischer Mischlinge in der Wehrmacht erging eine Verfügung des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht.

Laut Mitteilung in der HV. der NWK. wird eine Kapitalaufstockung beabsichtigt.