Ausgabe 
(13.9.1941) Nr. 254
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parteiamtliche Tageszeitung

Oas flmtsblatt des Negierenden Sürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmrliches verkündungsblatt des Neichsstattßalters in Oldenburg und vremen

Nr. 254 /II. Jahrgang

Sonnabend. 1Z. September 1941

kinzelpreis 15 Nps.

front und stemmt - verschworene kinsteit

Nufruf des sührers zum kriegswinterlzilfswerk des deutschen Volkes 1941/42

Berlin. 12. September. Der Führer hat folgenden Aufruf erlassen: Aufruf zum Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes 1941/42.

Zum neunten Male rufe ich das deutsche Volk auf, sein freiwilliges Opfer für das Kriegswinterhilfswerk zu bringen. In einem gigantischen Ringen kämpft in diesen geschichtlichen Tagen unsere Wehrmacht um das Sein oder Nichtsein der deutschen Nation, ja. darüber hinaus um die Erhaltung jenes Europas, das seit Jahrtausenden der Menschheit ein Spender der Kultur und Zivilisation gewesen ist und in der Zukunft wieder sein soll.

Wie einst im Innern, so haben sich in der uns heute feindlichen Welt der jüdische Kapitalismus und Bolschewismus vereint in dem Bestreben, das natio­nalsozialistische Deutsche Reich als ein starkes Bollwerk dieses neuen Europas zu vernichten und vor allem unser Volk auszurotten.

Seit zwei Jahren setzt daher der deutsche Soldat sein Blut und sein Leben

zum Schutze unserer teuren Heimat und unseres Volkes ein. Augenblicklich kämpft er im Verein mit unseren Verbündeten vom nördlichsten Teil Europas bis zu den Ufern des Schwarzen Meeres gegen einen Feind, der nicht menschlich ist, sondern nur aus Bestien besteht. Die Erfolge seines Opfers an Blut und Schweiß, an Sorgen und Entbehrungen sind aber weltgeschichtlich unerhört.

Möge sich die deutsche Heimat durch ihre Haltung und ihren eigenen Opfer­sinn den Heldentaten dieser Söhne würdig erweisen! Ihr Einsatz soll das Wesen unserer nationalsozialistischen Volksgemeinschaft auch im Innern bekräftigen und die Front dadurch in dem Bewußtsein stärken, daß das ganze deutsche Volk hinter ihr steht und daß ihr Kampf daher kein vergeblicher ist, sondern mithilft, das große nationalsozialistische Gemeinschaftsideal zu verwirklichen.

Die Welt aber mag daraus ersehen, daß Front und Heimat im Deutschen Reich eine in Treue verschworene Einheit und daher unbesiegbar sind!

Führerhauptquartier, den 12. September 1941. AdolfHitler. ^.

Schwere Schläge gegen knglands Schifftchrt

1Z4000 VM. durch U-Voote versenkt — 2l VVV VM. durch die Luftwaffe vernichtet

Kampf- und Opferbereitfchaft

Für Deutschland und das neue Europa

Mitten im Kriege ruft uns der Führer zum dritten Male auf, das Winterhilsswerk des Deutschen Volkes zu einem elementaren Bekenntnis aller Deutschen zu ge­stalten. Wenn je ein Winterhilsswerk die Notwendigkeit eines Opfers herausstellte, so ist es heute der Fall. Hier wird das deutsche Volk vor aller Welt dokumentieren, daß die Einheit von Führer und Volk in zwei Kriegs­jahren womöglich nur noch fester geworden ist. Jede Hoffnung auf den inneren Zwiespalt ist eine blasse Illu­sion derer, die auch heute noch nicht verstanden haben, daß unser deutsches Volk für einen Idealismus eintritt, der erst mit dem Tode aufhört. Man hat >.n der Weli diesen Idealismus weder in der Kampfzeit noch in den Jahren des Aufbaues verstanden, und man versteht ihn heute weniger denn je. Wir aber, die wir heute erst erkennen, wie stark die Sorgen gewesen sein müssen, die der Führer in der Voraussicht des unerbittlichen Ver-- nichtungswillens unserer Gegner gehabt hat, verneigen uns in Ehrfurcht vor der Grütze dieses Mannes, der als der getreueste aller Deutschen in unermüdlichem Fleiß und in vielen wachen Nächten die Waffen schmiedete, die das deutsche Volk für den drohenden Abwehrkamps benötigte. Alle Sorge galt dem Volk als Gesamtheit; diese zu stärken, wurden alle Kräfte angesetzt, und am Ende vereinigte es einstige Gegner und alte Kämpfer in der Gemeinschaft der Sozialisten.

Das Winterhilsswerk des deutschen Volkes ist dem Führer seit je eine Herzensangelegenheit gewesen. Jahr für Jahr wurde so das Winterhilsswerk zu einem natio­nalen Bekenntnis, an dem das ganze deutsche Volk seinen Anteil hatte. Heute kämpft der deutsche Soldat den Kampf um Sein oder Nichtsein. Er ist zum' Banner­träger unserer Kultur geworden, die dem Materialis­mus für ewige Zeiten den Kampf bis zum letzten Bluts­tropfen angesagt hat. Am Sonntag wird das deutsche Volk den Öpsersonntag begehen im Gedenken an seine Soldaten. Es wird seinen Opferbeitrag gegenüber allen vorhergegangenen Opfersonntagen erhöhen, weil es weiß, daß aus den Mitteln des Winterhilfswerks die Gesund­erhaltung unseres kostbarsten Gutes,, unserer herrlichen deutschen Jugend gesichert wird. Es wird auch im E a u Weser-Ems unser Stolz sein, aus den Mitteln des Winterhilfswerks die Möglichkeiten zu schaffen, um wiederum Hunderte zu verschicken, um alle Neugeborenen vor der „Englischen Krankheit" zu schützen und um der Jugend die Gesundheit zu sichern, die die Voraussetzung einer glücklicheren Zukunft ist. Für dieses Wissen kämp­fen Millionen deutscher Soldaten, sie werden nicht ent­täuscht werden; denn schützend steht vor der deutschen Familie das Winterhilsswerk des deutschen Volkes in Einigkeit und Kampfbereitschaft bis zum Siege.

Sowjetischer Geleitzug gesprengt. Freitag ist ein sowjetischer Konvoi, der von Kronstadt kommend nach Hangge unterwegs war, von finnischen Marinestreit­kräften angegriffen worden. Ein Transportschiff geriet in Brand. Die übrigen Schiffe wurden zersprengt.

- Aus dem Führerhquptquartier, 12. Sep­tember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „3m Osten gehen die Angriffsoperationen trotz schlechter Wetterlage und schwieriger Geländeverhältnisse gut vorwärts. Wie bereits durch Sondermeldung be­kanntgegeben, griffen Unterseeboote im Nordatlantik einen großen durch Korvetten und Zerstörer stark ge­sicherten feindlichen Geleitzug an, der aus über 10 Schif­fen bestand. In zähen mehrtägigen Kämpfen versenkten die Unterseeboote bisher 22 Dampfer mit zusammen 134 000 BRT. Zwei weitere Schiffe mit 1100«! VRT. wurden torpediert. Auch mit ihrem Verlust ist zu rech­nen. Der feindliche Geleitzug wird weiter angegriffen. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt ver­senkte die Luftwaffe in der letzten Nacht südostwärts von Errat Ssarmouth aus einem gesicherten Geleitzug heraus drei Frachter mit zusammen 21 000 BRT. Im gleichen Seegebiet wurde ein leichter britscher Kreuzer und uord- ostwärts Alnwick ein weiteres Handelsschiff durch Bom­benwurf beschädigt. Andere Kampfflugzeuge erzielten im Tiefangriff Bombentreffer schweren Kalibers in einem Hochofenwerk bei Middlesbrough und in Hafenanlagen

an der Ostkiiste der Insel. Im Eeleitdienst stehende Vor­postenboote wehrten im Kanal wiederholte Angriffe eines britischen Schnellbootverbandes auf das ihnen an­vertraute Geleit ab. Sie versenkten drei der angreifen­den Schnellboote. Küstenbatterien der Kriegsmarine griffen in das Gefecht ein uNd vertrieben die übrigen Boote. Alle Fahrzeuge des Geleits erreichten unbeschä­digt ihren Bestimmungsort. Britische Flugzeuge griffen in der letzten Nacht mit geringer Wirkung das nord­deutsche Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Flakartillerie schoß zwei feindliche Bomber ab."

Deutsche Marine-Artillerie schoß am 11. September ein britisches Kampfflugzeug ab,, das versucht hatte, sich der Küste des besetzten Gebietes zu nähern.

Die Schlacht im Atlantik nimmt ihren Fortgang, unge­achtet der großen, jetzt auch stark gesicherten britischen Geleitzüge, die für kriegswichtige Transporte zusammen­gestellt und in Fahrt gesetzt werden. Einen wichen Kon­voi haben deutsche Unterseeboote wieder angegriffen tstortiehung auf Seite 21

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„Financial News" ließ die Katze aus dem Sack

plutokratisches Kriegsziel: rotalvernicklung der deutschen Industrie

ck. Lissabon, 12 . Sept. (BZ.-Eigenber.) Die Ver­nichtung der hochentwickelten deutschen Industrie, ins­besondere der Werkzeugmaschinensabriken, die für den Aufbau der neuen Industrien aller jungen Länder von größter Wichtigkeit ist, ist nach Ansicht der „Financial News" das hauptsächlichste Kriegsziel Englands und der USA. durch die Niederlegung ganzer deutscher Jndustriekomplexe soll, wie sich aus den Ausführungen der englischen Wirtschaftszeitung ergibt, die Wieder- eroberung der überseeischen Märkte für die englischen und nordamerikanischen Industrien, die gegenüber der deutschen Konkurrenz ins Hintertresfen geraten waren, erzwungen werden.

Nur so sei der Begriff „Abrüstung der Aggressoren" der atlantischen Deklaration Churchills und Roosevelts auszulegen, führt „Financial News" gegenüber den Vor­würfen britischer industrieller Kreise aus. die diesen Begriff als zu günstig für Deutschland bezeichneten. Die Fehler der Friedensmacher von Versailles dürften nicht wiederholt werden, stellt das Blatt fest. Es genüge nickt, nur die Auslieferung der Waffen und die Schleifung

der Befestigungen zu verlangen, sowie ein Waffenher- stellungsverbot zu erlassen. In erster Linie sei es die hochentwickelte deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ge­wesen, die Deutschland eine schnelle Wiederaufrüstung ermöglicht habe. Deshalb müßten nicht nur sämtliche Werkzeugmaschinen an die Sieger ausgeliefert, sondern auch die Herstellung dieser Maschinen in Deutschland überhaupt verboten werden. Für friedliche Zwecke könne Deutschland sehr gut mit importierten Werkzeugmaschi­nen auskommen. Es genüge nicht, nur die für Rllstungs- zwecke verwendbaren Maschinen zu vernichten, sondern die gesamten Fabrikanlagen müßten vom Keller bis zum Dach zerstört werden.

Als weitere wichtige Voraussetzung für eine starke deutsche Aufrüstung bezeichnet das Blatt die Versor­gung mit Rohstoffen und fordert deshalb absolute Ab­hängigkeit Deutschlands von überseeischen Einfuhren. Alle Anlagen zur synthetischen Herstellung von Benzin, Gummi, Wolle usw. müßten unbedingt vernichtet wer­den. Im übrigen würde diese Vernichtung nur ein „Vorteil für das deutsche Volk sein", da diese Erzeug­nisse von Uebersee viel billiger eingeführt werden könnten.

Die Frage, womit Deutschland diese Einfuhren nach „Vernichtung seiner wichtigen Exportindustrie" bezahlen soll, wird von dem famosen Blatt jedoch nicht berührt. Dagegen bezeichnet „Financial News" die Beschränkung der deutschen Handelsbeziehungen zum europäischen Südosten und zum übrigen Europa als letzten Abschnitt der wirtschaftlichen Abrüstung Deutschlands. Es sei nicht nur erforderlich, daß Deutschland seine Rohstoffe einführen müsse, sondern es sei dazu uncrläßlich, daß diese von Uebersee kommen müßten. Abschließend stellt das Blatt fest, daß die Befolgung dieser Ratschläge eine größere Friedensgarantie als weitestgeheude militärische Entwaffnung darstellen würde.

Die unvorsichtigen Bekenntnisse der „Financial News" sind hinsichtlich der perfiden Kriegsziele unserer Feinde so aufschlußreich, daß wir sie unseren Lesern nicht vor­enthalten wollten. Sie sprechen in ihrer Klarheit für sich selbst — das Wichtigste verschweigen sie allerdings, nämlich, daß zur Vernichtung einer nationalen Indu­strie immer zwei gehören: einer, der sie vornimmt, und ein anderer, der sie sich gefallen läßt. Der letztere existiert nur in der Phantasie der „Financial- News"-Leute!

Der neue Erguß Roosevelts

3SV. Berlin, 12. Sept.

„Die Rooseveltrede an die Welt" erfreue Tausende von Menschen auf dieser Seite des Atlantiks. „Kräftige Ermutigung durchströme jedermann in England. Der Präsident habe mit seiner eindringlichen Warnung an Deutschland einen weiteren Nagel m Hitlers Sarg ge­schlagen." Das ist etwa der Grundton des Echos der Rooseveltschen Rede in Großbritannien, der man dort mit solch außerordentlicher Spannung entgegensah, daß „New Chronicle" noch am Vortage schreiöen konnte, es brenne das britische Volk vor Erwartung, was es zu hören bekomme, aber jede Entscheidung des Präsi­denten mit einer einzigen Ausnahme werde das engli­sche Volk enttäuschen.

Obschon nun die offensichtliche Enttäuschung nicht ausgeblieben ist, da in des Präsidenten Rede von einer Kriegserklärung an Deutschland nichts vorkommt, macht man im Lande des „realpolitischen" Denkens gute Miene zum bösen Spiel und führt Freudentänze darüber auf, daß Roosevelt gegen Deutschland wenigstens rednerisch vom Leder gezogen hat. Sie ist danach, diese Roosevelt- sche Rede, und fast Bedauern möchte einem mit dem verhinderten Kriegserklärer überkommen, wenn man ihn seiner sonstigen verächtlichen Eigenschaften wegen, als da sind Infamie, Perfidie, Brutalität. Verlogen­heit und Heuchelei, nicht verabscheuen müßte.

Deutsche und italienische Kriegsschiffe, so meinte Herr Roosevelt, dürften amerikanische Verteidigungsgewässer fortan nur aus eigene Gefahr hin befahren, damit hat er aber nur einen auf seinen geheimen Befehl längst und zumindest seit dem Ueber fall der „Greer" auf ein deutsches U-Boot bestehenden Zustand öffentlich sanktio- niert. Feige, der seinem Volke schuldigen Verantwortung für die aus seinem Befehl entstehenden Folgen aus­weichend, schiebt er die Schuld an den vorauszusehenden Zusammenstößen zur See, also an dem von ihm er­wünschten „Schießkrieg" mit kecker Stirn Deutschland zu, das. wie er behauptet, eine Krise suche, während er doch nur aus die Freiheit der Meere bedacht sei.

Die Freiheit der Meere! Das ist so die richtige Kaut­schukphrase. mit der das USA.-Volk zu der von Roosevelts Durchtriebenheit erstrebten Billigung der jüngsten Her­ausforderung Deutschlands verlockt werden soll. Die zur Verteidigung nicht allein Deutschlands, sondern Europas gegen die jüdisch-plutokratische Weltherrschaftsidee in dem Lebenskämpfe Deutschlands gegen England eingesetzten deutschen U-Boote als „Klapperschlangen des Atlantik" zu bezeichnen, mag dem Präsidenten unbenommen bleiben lm Hinblick aus die eben auch von ihm voll erkannte tödliche Gefahr, die diese braven Boote für das jüdisch- plutokratische Weltherrschaftsstreben bedeuten. Aber wenn Roosevelt darüber hinaus klagt, daß die deutschen U- Boote und unsere übrigen Seestreitkräste den ihm so sehr am Herzen liegenden „Handel anderer Länder" unsicher machen, so müssen wir ihn doch ein wenig daran erinnern, daß es sich hier um den profitgierigen Handel nnt Kriegskonterbande dreht, der ganz einseitig zu­gunsten unseres Todfeindes England mit der Absicht, den schließlichen Sieg der deutschen Waffen zu verhindern, getrieben wird.

Wir in Deutschland empfinden es als bodenlose Schamlosigkeit des USA.-Präsidenten, auch heute noch der von den Tatsachen ganz anders belehrten Welt gegen­über zu behaupten er hätte keinen aktiven Krieg mit dem Führer gesucht. Hat er etwa seit seiner Wiederwahl ktwas anderes getan als dielen Krieg herauszufordern? Auch das USA -Volk kann nicht verkennen, was die Be- lchlagnabme deutlcker Handels'ckifie in USA.-Häfen, die

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Der Führer erließ einen Aufruf zur Eröffnung des WHW. 1941/42.

Die deutsche U-Bootwaffe versenkte wieder 134 009 BRT. aus einem Geleitzug; die deutsche Luftwaffe vernichtete 21 000 BRT.

Die italienische Luftwaffe bombardierte Malta wirk­sam.

In der englischen Zeitung „Financial News" wird die totale Vernichtung der deutschen Industrie ge­fordert.

In Berlin wurde eine Deutsch-Slowakische Gesell- schaft gegründet.

Die Juden müssen fetzt in Deutschland zu ihrer . Kennzeichnung einen gelben Judenstern tragen.

Der BDM.-Obergau Nordsee gibt einen Ueberblick über die vergangene Sommerarbeit.