Ausgabe 
(7.9.1941) Nr. 248
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters devZreien Hansestadt vremen Nr. 248 / ll.Zatzrgang

Anzei gen - Grundpreise;

Die 1 mm hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 /AS. Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zeile im Tertteil 75 ErmSß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanz. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste v Nachlaßstaffel 6. Geschäftsstellen: Vremen: Geeren 6/8, Ruf 5 41 21) Nachtruf und sonntags 51115) Obernstr. 86, Ruf 54121) Syke: Mühlendamm 2) Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 4 34 58) Br.-Vegefack: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8r Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblatt des Veichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Sonntag. 7. September 1941

kinzelpreis 15 Nps.

Abgetane Vurchbruchsptzantasien

die öffentlichkeit im neutralen siuslanü fülilt sich wie vor den Kopf geschlagen

Stick nach Petersburg

jck. Stockholm, 8. September. (BZ.-Eigenbericht.) Die deutschen Berichte über die großen deutschen Er­folge, die in den letzten acht Tagen im mittleren Ab­schnitt der Ostfront erzielt wurden» haben im ganzen neutralen Ausland nm so größeres Aufsehen erregt, als die Oefsentlichkeit in der letzten Woche mit englischen und amerikanischen Agenturberichten überschwemmt mor­de war, die sämtlich aus Moskauer Quellen stammten und riesige bolschewistische Erfolge „verzeichneten". Weite Kreise hatten unter dem Einfluß dieser Meldungen be­reits mit einem Durchbruch Marschall Woroschilows in der Gegend von Smolensk gerechnet. Jetzt muß man überall feststellen, daß diese Nachrichten in keiner Weise den Tatsachen entsprachen» sondern daß die Sowjets eine neue schwere Niederlage erlitten haben.

Dazu kommt noch das Bekanntwerden unantastbarer Augenzeugenberichte über die Lage, wie sie sich derzeit durch die Kämpfe um Petersburg und nicht zu­letzt durch die Schreckensherrschaft des entmenschten Wo- roschilow entwickelt hat, wobei sich kraß die ganze Bruta­lität und Menschenverachtung der Sowjets gegen die im Kampfgebiet wohnende Bevölkerung offenbart. Es sind ungeheuerliche Zustände, die in dem auf Befehl Woroschilows der Vernichtung geweihten Petersburg ein­getreten sind. Tausende von Menschen aus den westlichen Kriegsgebieten, in die Stadt geflohen, irren obdachlos durch die Straßen und müssen im Freien nächtigen, viel­fach auf den Feldern, da alle Wohnungen, Lager und öffentlichen Gebäude überfüllt sind. Dabei wirkt noch der Mangel jeglicher Verkehrsmittel, die im gesamten Umkreis der Stadt lahmgelegt sind, auf die ohnehin 'schon stärkstens eingetretene Verknappung der Lebens- ' mitte! ein. Wie aus den Flüchtlingsbcrichten weiter hervorgeht, ist der Verkauf von Brot verboten, und die 'Bevölkerung muß mit ihren eigenen Vorräten, soweit solche vorhanden sind, auskommen. Nachdem Woroschilow auch noch verkündet hat, daß im Falle einer Kapitu­lation Petersburg in die Luft gesprengt werde, ist nach dem Bericht von „Stockholms Tidningen" die Stimmung in der Bevölkerung geradezu furchtbar.

Der Umstand, daß Petersburg einem sinkenden Schiffe gleicht, zusammen mit der Tatsache von 40 000 neuen Gefangenen innerhalb weniger Tage an der sowjeti­schen Front hat dazu beigetragen, das Bild von neu bevorstehenden vernichtenden Niederlagen der Sowjets auch in der neutralen Oefsentlichkeit wieder lebendig werden zu lassen. Doch sind es nicht allein neutrale Stimmen, die sich mehr und mehr der britisch-sowjetischen

Lügenpropaganda verschließen, auch in England wächst die Erkenntnis von dem Ausmaß der jüngsten deutschen Erfolge im Osten. So beschäftigt sich die britische Wochenschrift „New Statesman and Nation" in einem Artikel sehr besorgt mit den Fortschritten der deutschen Truppen und bespricht die Möglichkeiten eines ent­scheidenden deutschen Sieges über die Sowjetunion. „Wer wird", fragt das Blatt, „nach einem solchen deutschen Erfolg auf dem europäischen Kontinent noch an irgendwelche Siegesaussichten Englands und seiner Alliierten glauben?"

Das Blatt fordert dann eine verstärkte Unterstützung der Sowjetunion, weiß allerdings auch nicht anzugeben» wie diese Unterstützung aussehen soll. Sehr bekümmert stellt es fest, die von weiten englischen Kreisen und auch von Moskau erwartete englische Offensive gegen den Kontinent, während die Deutschen im Osten be­schäftigt seien, habe sich nicht durchführen lasten, weil die englische Produktion und die englische Armee einer solchen Aufgabe zurzeit einfach nicht gewachsen seien.

USfl.-Zerftörer griff deutsches U-Voot an

Amtliche deutsche Feststellung zu ausländischen Falschmeldungen

Berlin, 6. September. Der amerikanische und englische Nachrichtendienst brachten eine Meldung, nach der bei einem Zusammentreffen des amerikanischen Zerstörers „Greer" mit einem deutschen U-Boote am 4. Sep­tember morgens das U-Boot den Zerstörer mit Tor­pedos angegriffen habe. Die Torpedos hätten ihr Ziel verfehlt. Der Zerstörer habe dann im Gegenangriff das U-Boot mit Wasserbomben belegt.

Deutscherseits wird amtlich demgegenüber festgestellt:

Am 4. September wurde auf 62 Grad 31 Minuten Nord und 27 Grad 6 Minuten West ein deutsches U-Boot um 12.30 Uhr im deutschen Blockadegebiet mit Wasserbomben angegriffen und laufend verfolgt. Das deutsche Unterseeboot war nicht in der Lage, die Nationalität des angreifenden Zerstörers festzustellen. Es hat in berechtigter Abwehr daraufhin um 14.39 Uhr als Abwehr einen-Zweierfächer geschossen, der fehlging.

Der Zerstörer setzte die Verfolgung mit Wasserbomben bis gegen Mitternacht weiter erfolglos fort.

Wenn von einer amtlichen amerikanischen Stelle, nämlich dem USA.-Marinedepartement» behauptet wird, der Angriff fei von dem deutschen N-Voot aus­gegangen, dann kann das nur bezwecken, dem neotrali- tätswidrigen Angriff eines amerikanischen Zerstörers auf das deutsche U-Boot wenigstens den Anschein eines Rechts zu verleihen. Der Angriff selbst ist der Beweis dafür, daß Herr Roosevelt entgegen seinen Behauptun­gen schon früher den amerikanischen Zerstörern allge­mein den Befehl erteilt hat, den Standort deutscher Schiffe und U-Boote nicht nur neutralitätswidrig zu melden, sondern darüber hinaus diese selbst anzugrerfen. Herr Roosevelt versucht auch dadurch mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln, Zwischenfälle zu provo­zieren, um das amerikanische Volk gegen Deutschland in den Krieg zu hetzen.

KSmpfe im lobruk-Sebiet

Rom, 8. September. Der italienische Wehrmachts­bericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: Das Hanptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: „In Nord- afrika wurden an der Tobrukfront feindliche Panzer­spähwagen und Raupenfahrzeuge von unserer Artillerie unter Feuer genommen und zersprengt. Zusammenstöße vorgeschobener Abteilungen liefen zugunsten unserer Truppen aus. Deutsche Flugzeuge griffen Lager und Flugplätze im Gebiet von Tobruk und Mars« M a - truk an. Die feindliche Luftwaffe unternahm Ein-

slüge auf Tripolis und Barce. Es wurden Zivilgebäude und ein Hospital getroffen. Man beklagt insgesamt 31 Tote und 58 Verwundete, wobei es sich zum größ­ten Teil um Insassen des Hospitals handelt. I» Ost­afrika griffen feindliche Flugzeuge bei Uolchesit ein anderes Hospital an, verursachten aber nur Material­schaden. Im Abschnitt von Culquabert unternahm der Feind unter Ausnutzung des Nebels einen Ueberrumpe- lungsangriff. Das sofortige scharfe Eingreifen unserer wachsamen Abteilungen zwang den Gegner, sich unter Zurücklassung zahlreicher Toter zurückzuziehen."

Vor gestrige Wetzrmachtsberirtzt

Aus dem Führerhauptquartier, 8. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Angriffsoperationen im Osten sind in gutem Fortschrei­ten. Im Kampf gegen England belegte die Luftwaffe am Tage Bahnanlagen an der schottischen Ostküste mit Bomben schweren Kalibers und zerstörte in der letzten Nacht ostwärts Sunderland ein Handelsschiff von 3060 VRT. Ein stärkerer Verband deutscher Kampf­flugzeuge bombardierte in den gestrigen Abendstunden mit guter Wirkung Hallen und Unterkünfte des Flug­platzes Jsmailia am Suezkanal. Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf den britischen Flotten­stützpunkt Suez in der Nacht zum 5. September wurden drei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT. vernichtet. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein.

Berlin, 6. September. Im Monat August wurden durch deutsche Seenotflugzeuge und Seenotfahrzeuge im Kanalgebiet 21 Besatzungsmitglieder abgeschossener bri­tischer Flugzeuge lebend geborgen. Die ständig wach­sende Zahl der in Gefangenschaft geratenen britischen Flieger beweist, daß die starke deutsche Abwehr im Westen alle Angriffsversuche der Briten mit schweren Verlusten für den Gegner abweist. Aus der sogenann­ten britischen „Nonstop-Offensive" ist eine britische Nonstop-Verlust-Offensive geworden.

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Veiten bluffen mit neuem „MMionenlieer"

Wahnwitziges Spiel mit dem Sedanken einer Invasion auf dem sestlande

jbck. Berlin, 8. September. (BZ.-Eigenbericht.) Zur gleichen Stunde, da sich unter begeisterter Be­jahung des europäischen Gedankens das erste Regiment französischen Freiwilligenlegion für den gemein­samen Abwehrkamps Europas gegen den Bolschewismus bereithält, spielen britische Politiker mit dem an sich absurden» aber auch bezeichnenden Gedanken, diesem selben Europa, das die Zivilisation des Abendlandes unter der Führung der Achsenmächte gegenwärtig auf Leben und Tod verteidigt, durch einen Einfall angeb­licher Millionenheere von England her den Dolch in den Rücken zu stoßen.

Dabei blerbt die Frage, ob die Verwirklichung dieses Gedankens überhaupt möglich ist (sie ist undenkbar!) weniger bedeutsam als die Tatsache einer Zielsetzung, deren Verantwortungslosigkeit vor der Geschichte einfach bodenlos genannt werden muß. Natürlich ist es der „Daily Herold", der am wohlgefälligsten mit dem Ge­danken der angeblich geplanten Einberufung einer wei­teren Million von englischen Soldaten paradiert, nicht ohne ausdrücklich hervorzuheben, daß sich die Notwen­digkeit dazu aus den Entwicklungen an der sowjetischen Front ergeben hätte, die von Westen her dringende Un­terstützung erfordern, so daß unverzüglich eine In­vasion größeren Ausmaßes durch England vorbereitet werden müsse. Nun bezweifelt man freilich in England selbst, ob überhaupt, abgesehen von dem Wahnwitz eines möglicherweise zu unternehmenden aussichtslosen Ver­

suches einer Landung auf dem Festlande, die dazu not­wendige Aushebung einer weiteren Million neuer Sol­daten in England ohne Gefährdung der englischen In­dustrie möglich ist, wobei man allerdings den schönen Wunschtraum einer Invasion auf dem Festlande nicht fahren läßt, indem man leichthin den Verneinern eines solchen Wunschtraumes mit der Frage ins Gesicht springt: „Warum denn nicht, wenn die Bedingungen günstig sind?" Nun sind freilich die Bedingungen nicht nur nicht günstig, sondern überhaupt nicht vorhanden.

Die Newyorker Presse, die natürlich den Gedan­ken der Aushebung eines neuen Millionenheeres auf der Insel mit Begeisterung begrüßt, meint vorsichtig, daß da erst einmal unermeßliche Riesenvorräte an Mu­nition und Kriegsgerät aus der Insel angesammelt wer­den müßten, bevor an eine Offensive gegen das Fest­land zu denken sei. Da nun bekanntlich nicht zuletzt wegen der deutschen Blockade für die Insel kaum die laufenden Bedürfnisse an Munition und Kriegsgerät befriedigt werden können, schlägt „Newyork Post" den tatendurstigen Briten zum Trost vor, nach der geplan­ten Neueinziehung von einer Million Engländern eine britische Offensive in N o rd a fri k a ins Auge zu fassen, weil dorthin Munition und Kriegsgerät leichter ver­frachtet werden könnten als nach der Insel, und somit eine solche Offensive eher Aussicht auf Verwirklichung böte,' jedenfalls zweifelt aber das Blatt, ob auch nur 500 000 Mann von den bisher teils in der eng­

lischen Industrie tatsächlich beschäftigten, teils aber als unabkömmlich^, gemeldeten jungen Gentleman für die britische Armee noch ausgekämmt werden könnten.

Abgesehen von der Möglichkeit oder Unmöglichkeit solchen „Auskämmens" ist jedenfalls schon die Erkennt­nis der Notwendigkeit, die militärischen Bestände der Briten nun mit eigenem Blute aufzufüllen, recht aufschlußreich, und man kann dem französischen Blatt „Oeuvre" nur zustimmen, wenn es zu dem Plan grimmigen Hohnes sagt: es scheine nun wirklich auf dem ganzen Kontinent keinen Nichtengländer und auch anderswo keine Eingeborenen mehr zu geben, die bereit wären, sich für die hohe Ehre Ihrer britischen Majestät zu opfern! Die Zeiten seien vorbei, wo sich 40- bis 50jährige französische Familienväter für 50 Centimes pro Tag im Norden und Osten für die Engländer ge­schlagen hätten, während junge englische Gents in Haus­joppe und Pantoffeln beim Frühstück blasiert die Kriegsberichte lasen. „Wenn man jetzt also. so äußert sich das Blatt weiter, „reinbllltige Inselbewohner in Massen zu den Waffen ruft, so bedeutet dies, daß es wirklich keine anderen Menschen mehr gibt. die für Englands Sache kämpfen wollen!" — Dieser Erkenntnis ist kaum etwas hinzuzufügen, es sei denn, daß das Ver­halten Englands, das bisher immer nur andere Völker für sich kämpfen ließ, in seiner Niedertracht heute noch übertroffcn wird von dem Verhalten, das sich im Bünd­nis mit dem kulturzerstörenden Bolschewismus gegen die abendländische Zivilisation zeigt.

Masse «a«k

Von

Llajor a. O. .von Geiser,

Der Nichtsoldat könnte vielleicht der Ansicht sein. daß die neuzeitliche Entwicklung der Heere zu Massen- Heeren nur noch wenig Raum für das selbständige Han­deln des Einzelkämpfers, also für wahres Hel­dentum, biete. Das wäre nur dann richtig, wenn sich die Zahl der Kämpfer, die auf dem gleichen Raume miteinander ringen, vervielfacht hätte. In Wirklichkeit aber ist die Weite der Kampfesräume in viel größe. rem Verhältnis gewachsen als die Zahl der Kämpfer. Den Raum. den in früheren Jahrhunderten in ganzes Regiment im Gefecht beanspruchte, braucht heute eine einzige Schützengruppe. Daraus ergibt sich. daß im neu­zeitlichen Kriege, obwohl in ihm Millionenmassen gegeneinander ringen, dem einzelnen ein viel grö­ßerer Spielraum zur Entfaltung per­sönlicher Kampfeseigenschaften gegeben ist als in den Kriegen früherer Jahrhunderte.

Noch zur Zeit Friedrichs des Großen und der Be­freiungskriege gingen die einzelnen Jnfanteriereqimen, ter in breiten und tiefen Kolonnen im strammen Exerziermarsch vor. lediglich auf Kommando wurde ge­halten, eine Salve abgegeben und weiter vormarschiert. Jeder einzelne Mann war nichts als ein Glied in der Masse, durch eiserne Manneszucht an diese gebunden, fast ohne eigenes Wollen und Denken, jedenfalls aber ohne eigene Handlungsfreiheit. Veinahme automatisch vollzogen sich die Kampfhandlungen auf Befehl des Anführers. Besondere Kampfleistüngen ebenso wie fei­ges Versagen einzelner waren bei dieser geschlossenen Kampfesart nur selten möglich. Ganz besonders bei den Reiterattacken ging der Wille des Einzelkämpfers völlig unter in der Kampfesmasse. Ein Wollen, ein Füh­len, ein Gedanke beherrschte die gesamte Reitermasse, dem einzelnen blieb keine Möglichkeit, als mit der Masse zu siegen oder zu sterben. Die enge Fühlung mit den Kameraden verlieh dabei jedem einzelnen Kämpfer ein Gefühl der Sicherheit und Zuversicht: wie ein elek­trischer Funke sprang der Massenwille, der allgemeine Kampfesmut auf ihn über.

Masten gibt es in der vorderen Kampffront überhaupt nicht mehr, das Schlachtfeld ist zur Domäne von Einzel, kampfern geworden, die freilich geleitet werden vom Willen des Feldherrn und der Offiziere aller Ränge, die aber das Gesetz des Kampfes und der Pflichterfül­lung d" eigenen Brust tragen müssen. Der einzelne Kampfflieger oder Fallschirmjäger, der Kampfwaqen- fuhrer, der stürmend« Infanterist, der im Hagel femd- 'Her „Geschosse sich an den Feind heranarbeitet, der Ge­schützführer, den im Kampfgebraus kein Befehl seiner Vorgesetzten mehr erreicht, der Pionier, der Sturmgasten in das feindliche Hindernis schneidet, der Meldegänger, der durch feindliches Sperrfeuer hindurch eine entschei­dend wichtige Meldung oder «inen Befehl überbringt — ?ue diele Einzelkämpfer der heutigen Feldschlacht haben selbständige Entschlüsse zu fasten, müssen taktische und technische Kenntnisse besitzen und tragen bei schwerster seelischer Erschütterung eine moralische Verantwortung für ihr eigenes Handeln, wie sie der Kämpfer früherer Z-iten nicht kannte, weder der Jnsanterist, der vom Rynthmus der im gleichen Schritt und Tritt marschie­renden Kolonne mitgerissen wurde, noch der Kavallerist der auf dem Rücken seines Pferdes in großem Neiier- verbande im Kampfesrausch der Gefahr entgegenflog.

Dieser veränderten Kampfesweise entsprechend hat sich auch dre Erziehung und Ausbildung des neu- 'zeitlichen Soldaten gegen früher grundsätzlich geändert. Solange in geschlossenen Formationen o"f Kommando gekämpft wurde, kam es darauf an d e- jenizen Kampfesformen und Handgriffe, die auf dem Schlachtfeld« gebraucht wurden, in hundertfacher Wieder, holung so einzuexerzieren, daß sie auch im feindlichen ^euer gewohnheitsmäßig ausgeführt wurden. Heute ist neben die exerziermäßige Ausbildung, die immer die EruiMage leder militärischen Disziplin bleiben muß. die Erziehung zur höchstmöglichen Selbständigkeit des Denkens und Handelns, zur Geistesgegenwart uiÄ Ent- schlußkraft getreten, damit jeder Soldat befähigt wird, tm Getümmel der Schlacht nötigenfalls auch ohne Be» M auf eigene Verantwortung zu handeln. Er soll zum Einzelkampfer erzogen werden und doch sich immer be­wußt bleiben, daß er nur ein Glied des Ganzen ist und auch seine selbständigen Kampfeshandlunqen sich in den Rahmen des Massenkampfes einzufügen haben.

Diese Erziehung zum selbständigen Den. ken und Handeln, zur „Initiative des Unter- suhrers . aber auch iedes einzelnen Mannes, bei gleich­zeitiger schärfster Massendisziplin war im deutschen Heere schon lange vor dem Weltkriege die Grundlage jeder ungarischen Ausbildung. In dieser einzigartigen Vereinigung von individueller Freiheit und unbedingter Unterordnung unter den Willen des Vorgesetzten liegt dre Ueberlegenheit des deutschen Soldaten über alle seine Gegner, besonders in dem allein entscheidenden Angriff, begründet. Dem deutschen Soldaten ist aber das Einzelkämpfertum und damit der echte Angriffsgeist nicht nur anerzogen, sondern auch angeboren, während beiipielsweise der Franzose im allgemeinen kein Einzel­kampfer sondern gewohnt ist. in möglichst dichter FLH- lung mit seinen Kameraden, auch im Angriff, zu kämp- fen. In kurzen schnellen Angriffsstößen, nicht wie der

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Bolschewistische Durchbruchsphantasien wurden durch die deutschen Angrisfsoperationen widerlegt.

beschossen erneut ein deutsches Laza­rettschiff. ^ "

Die Briten versuchen mit neuem ..Millionenheer« zu bluffen.

Ein amerikanischer Zerstörer griff, erfolglos, ei» deutsches U-Boot an.

Der Führer der Nasjonal Sämling, Quisling, rech. nete scharf mit schwedische« Lügenmeldunge» ab. In München fand das feierliche Staatsbegräbnis Hugo Bruckmanns statt.

Die ersten deutschen Heimschulen werden in diesen Tagen eröffnet.

Die besten Altstoffsammler und -lehrer des Gaues Weser-Ems hat Bremen am kommenden Sonntag ,u Gast.