Ausgabe 
(1.9.1941) Nr. 242
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das flmlsbiott des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjanfestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattstalkers in Oldenburg und vremen

Nr. 242 / 11. Jahrgang

Montag, 1. September 1941

Linzelpreis 15 Npf.

Necht auf Weit für jeden kmopSer!

Nie Schicksalsgemeinschaft des Kontinents Staatssekretär Sutterer aus flnlaft der Leipziger

kerbstmesse vor der in- und ausländischen presse

Mehr als WS SSS vesucher!

Leipzig, 31. August. Aus Anlaß des Be­ginns der Leipziger Herbstmesse veranstaltete das Reichsmesseamt am Sonntagabend im kleinen Saal des Gewandhauses für die in- und ausländi­schen Pressevertreter einen Empfang. Nach Be- grützungsworten des Präsidenten des Reichsmesse- amtes sprach Staatssekretär Gutterer.

Nach einem bekannten Wort des großen deut­schen Kriegsphilosophen Clausewitz ist, so begann der Redner, der Krieg nur eine Fortsetzung der Politik mit andern Mitteln. Darum ist der Krieg nicht nur eine Geißel der Menschheit, nicht nur das brausende Heer der apokalyptischen Reiter, nicht nur sinnlos zerstörende Gewalt, sondern zu­gleich sinnvoll-schöpferische Gestaltung, Aus­gleich und Auseinandersetzung zwischen einander gegenüberstehenden Weltanschauungen und Macht­gruppen. Der Krieg führt die Lösung und den Aus­gleich zwischen den verschiedenen Kräftespannun- gen herbei und schafft wieder eine neue, und zwar tragfähige Grundlage zu gedeihlicher Weiterent­wicklung in der Zukunft.

Beseitigt werden mutz, was faul und morsch ist, was menschheitsfeindlich und menschheitserdrückend wirkt. Beseitigt werden mutz die rein ausbeuterische liberaliftische Wirtschaftsordnung der Vergangenheit, der überspitzte Eigennutz des einzelnen Individuums, die schrankenlose Raffgier, das eigensüchtige Reichwer­denwollen auf Kosten anderer Volksgenossen, wie dies

im Zeitalter des ungehemmten Liberalismus mit seiner unstetigen Wirtschaftsentwicklung, seinen jähen Kon­junkturschwankungen und der unvermeidlichen Massen­

arbeitslosigkeit der Fall war. Beseitigt werden mutz auch die Pestbeule des Bolschewismus, der alles Edle im Menschen verneint und alles Geschehen lediglich aus rein materialistische Bestimmungsgründe und Ma- tive zurückzuführen sucht!

Während Deutschland und mit ihm das gesamte Europa darum kämpft, im eigenen Bereich einen geschlossenen, gesicherten und ausreichenden Lebensraum zu schaffen, geht es, so fuhr Staatssekretär Gutterer fort, bei unseren mit Besitz übersättigten Eeonern um eine allumfassende Rohstoff- und damit Kkenschheitsbeherr- schung, wobei allerdings unter der Oberfläche noch eine höchst bedeutsame interne Auseinandersetzung zwischen den beiden Plutokratien und USA. stattfindet; jeden­falls ist ein englisch-amerikanisch-sowjetischer Welt­herrschaftsanspruch angemeldet. Beiden ge­meinsam ist der lebens- und menschheitsfeindliche jü­dische Geist, der auf der einen Seite die Macht des Kapitals, des Goldes und dxs Geldes und des unbe­schränkten Erwerbsstrebens und auf der anderen Seite die Herrschaft der Maschine, der Produktionsmittel im Dienste einer grauen, lebensfremden und wirklichkeits­fernen Theorie vertritt. Beide aber werden von un-

0er gestrige wetirmachtsbericht

AusdemFührerhauptquartier, 31. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben finnische Truppen in schweren Kämpfen die sowjetischen Kräfte im Raum von Viipuri vernichtend geschlagen und am 3V. August die Stadt selbst zurückerobert. Gleich­zeitig stießen finnische Verbände auf der Mitte der karelischen Landenge mit großem Raumgewinn in Rich­tung Leningrad vor. An der britischen Ostkiiste bombar­dierten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht verschiedene Hafenanlagen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze in Mittelengland. Einheiten der Kriegs­marine schössen an der holländischen Küste acht, Jäger an der norwegischen Küste drei britische Flugzeuge ab. Einzelne britische Bomber drangen in der letzten Nacht in Nordwestdeutschland ein. Flakartillerie brachte eines der feindlichen Flugzeuge zum Absturz.

bedingtem Herrschaftsstreben, von ausgesprochen im­perialistischer Gesinnung getragen, die die ganze Welt zum Sklaven dieses Machtwillens umformen will!

Dagegen richtet sich der Kampf der Achsenmächte und mit ihnen aller ausbauwilligen Kräfte Europas. Eu­ropa weiß heute, daß es sich nach diesem Kriege neue Erschütterungen von ähnlicher oder noch größerer Trag­weite nur ersparen könne, wenn es sich zu einer echten Schicksalsgemeinschaft und durch Selbstbestimmung auf die in Europa lebendigen Kräfte zu einer von höchster gegenseitiger Verantwortung getragenen Zusammen­arbeit findet. Die Bildung des neuen Europa sei zwei­fellos eine Kriegserscheinung. Sie sei keine Notlösung, sondern die Verwirklichung eines geschichtlich zwangs­läufig erwachsenden Umbildungsprozesses.

Auch die Grundsätze dieses heißen Drängens nach einer sozial gerechteren Gestaltung innerhalb der ein­zelnen Nationalwirtschaften und in den zwischenstaat­lichen Beziehungen der einzelnen Völker sind klar er­kennbar. Sie lauten:

Eroßräumliche Ordnung bei Wahrung der berechtigten eigenen Interessen der einzelnen Völker, nachbarliche Rücksichtnahme auf die echten Bedürfnisse der sich zusammenfindenden Partner,

Lösung der einzelnen Autzsnhandelsverpflichtungen aus der Sphäre der zufällig gegebenen Geschäfts- und Gewinnmöglichkeiten und Hineinstellen dieser Verbin­dungen in den tragfcihigen Rahmen gegenseitiger Er­gänzungsmöglichkeiten auf lange Sicht, ^ Führung der Wirtschaft der einzelnen Länder unter dem Gesichtspunkt der grotzräumlichen Ordnung und Verpflichtung.

Auch die Wege zur technischen Verwirklichung dieser Grundsätze zeichnen sich immer deutlicher ab. Es sind dies: Handels- und Zahlungsbilanzlenkung, Ausbildung eines schlagkräftigen, von bürokratischen Hemmungen

möglichst befreiten Verrechnungsverkehrs oder andere Maßnahmen der Währungssicherheit und eine diesen technischen Wegen angepaßte Wirtschafts- und vor allem Preispolitik der europäischen Vertragspartner.

Das ist die geforderte konstruktive Leistung, ein Werk von höchster politischer und kultureller Bedeu­tung! Es gilt, Europa die Krisenerschiitterungen, die es seit dem Weltkriege in bitterster Not und Elend durch­gemacht hat, ein für allemal zu ersparen!

Das ist eine revolutionäre Umwälzung von welt­weiter Tragweite! Wie bei allen Umwälzungen traten diese Wandlungen nicht mit einem Schlage zutage; die gesunde, natürliche Entwicklung zeigt sich vielmehr gerade darin, daß sie in Spuren bald da bald dort überall in Erscheinung trat. Auch der Erfahrungs­bereich der Leipziger Messe ist in dieser Hinsicht mehr als lehrreich.

Staatssekretär Gutterer kennzeichnete dann die Be­deutung der Reichsmesse Leipzig als Umschlagmittel und Umschlägplatz und die Politik, die Großbritannien und die USA. als die Träger des plutokratischen Herrschafts­willens gegenüber dieser Messe vertreten haben, eine Politik, die nur im Rahmen ihrer ganzen imperialisti­schen Einstellung verstanden werden könne und darauf schließen lasse, daß sich Engländer und Amerikaner in erster Linie auf der Reichsmesse Leipzig über die Welt- marktlage orientieren wollten, um wettbewerbsfähig zu bleiben, daß sie aber in weit geringerem Matze gewillt gewesen sind, ihr eigenes Wirtschaftskönnen der Welt zur Verfügung zu stellen.

Mehr als 6500 Aussteller beweisen, daß sich die künftige Friedenswirtschaft schon vorbereitet. Das aber ist eine Aufbauarbeit von gewaltiger Trag­weite. soll doch in der europäischen Wirtschaftsgemein­schaft das Recht auf Arbeit für jeden Europäer ver- ' wirklicht und dabei der Lebensstandard der

(Fortsetzung auf Seite S)

krfolge vom Schwarzen bis zumweißenMeer

weder Lunker noch Minensperren halten den deutschen Vormarsch aus

Berlin, 31. August. (BZ.-Eigenbericht.) Nach der Einnahme Wiborgs haben nunmehr die Finnen auch ihren Vormarsch südostwärts des Ladogasees fortgesetzt und an allen Stellen die alte finnisch-sowjetische Grenze erreicht, ja teilweise schon überschritten. Damit haben die Sowjets das ganze Gebiet wieder verloren, das sie nach ihrem schändlichen Ueberfall auf Finnland im MoskauerFrieden" von 184V den Finnen abgepreßt hatten. Auf einem verhältnismäßig kleinen Raum wur­den hierbei drei sowjetische Divisionen, die 43., die 115. und 123. Schützendivision vernichtet, und es siel den Finnen reichlich Beutematerial in die Hände.

Bei den Kämpfen im nördlichen Abschnitt der deutschen Front wurde durch einen Stoßtrupp im küh­nen Handstreich eine wichtige Brücke genommen und die dort postierten feindlichen Flakgeschütze unbeschädigt erbeutet. Im Verlaufe von weiteren Kämpfen wurden durch eine deutsche Flakbatterie drei fowjetische Kano­nenboote, ein Schnellboot, ein größerer und ein kleinerer sowjetischer Dampfer durch Volltreffer des deutschen Flakgeschützes schwer getroffen. Die Eisenbahnlinie K o - notopBrjansk Orel wurde an vielen Stel­len unterbrochen. Auch Eisenbahnlinien und Feldbefesti­gungen ostwärts des Dnjepr sind heftigen deutschen An­griffen unterlegen, wobei mehrere Gllterziige zum Ent­gleisen kamen, starke Explosionen und zahlreiche Brände in militärischen Anlagen festgestellt werden konnten.

Unter dem Einsatz von Panzerkampfwagen versuchten die Volschewisten im mittleren Frontabschnitt die Stellung einer deutschen Infanteriedivision anzugreifen, was zur Folge hatte, daß die deutsche Infanterie sofort zum Gegenangriff überging und im Verlaufe dieser Kämpfe insgesamt 30 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtete und den Bolschewisten schwere blutige Ver­luste beibrachte. 2170 Gefangene, 7 sowjetische Geschütze und große Mengen von Infanteriewaffen und Munition

bilden das Ergebnis eines anderen erfolgreichen Kamp­fes an anderer Stelle.

Nicht Bunker, nicht Minensperren halten den deutschen Vormarsch im Osten auf. Und 1100 Minen von den deutschen Pionieren eines Abschnittes an einem einzigen Tage aufgefunden und unschädlich gemacht, zeigen die hervorragenden Leistungen auch dieser deutschen Waffen­gattung. die der vorgehenden Infanterie die Wege ebnet und unnötige Opfer erspart.

Auch im südlichen Teil der großen Kampffront vom Schwarzen Meer bis zum Weißen Meer hatten die Sowjets wieder Schläge zu erleiden, wobei bei einem schneidig gefahrenen Angriff eine größere Anzahl sowjetischer Panzerwagen ausfallen mußte. Bei einem erfolglosen Versuch der Sowjets, an das Westufer des Dnjepr im Raume südlich von Kiew überzusetzen, wur­den die Boote von unseren Truppen mitten im Fluß erfolgreich unter Feuer , genommen, wobei zahlreiche vollbesetzte Schiffe versanken und die Masse der Bol­schewisten im Dnjepr ertranken. Nur wenige konnten sich schwimmend retten und am Ostufer des Flusses sich verbergen.

Westlich Saparoshje unternahm am 30. 8. ein sowje­tischer Stoßtrupp einen Erkundungsvorstoß auf eine von deutschen Truppen besetzte Dnjepr-Jnsel. Die deutsche Jnselbesatzung ließ die Volschewisten auf der Insel lan­den. In überraschendem Vorstoß überwältigten die deut­schen Soldaten den sowjetischen Spähtrupp nach kurzem Nahkampf und nahmen ihn gesangen.

Ein Versuch der Sowjets, im Gebiet südlich von Cher- son im Laufe des 30. August die dort von deutschen Truppen bereits besetzte Insel im Dnjepr wiederzuer- obern, ist blutig gescheitert an der ständigen Abwehr­bereitschaft der hier eingesetzten deutschen Infanterie. Schwere Verluste an Mensch und Material hatten die Sowjets in einem anderen Dnjepr-Abschnitt, wo sie an einer Stelle 1000 Gefangene und 36 Geschütze verloren.

ves USfl.-priWenten Informationen

Ver alberne vrief einer alten srau als Vorspann für Noosevelts kriegstreiberpolitik - flnrüchige Yuellen eines Scharfmachers

rck. Berlin, 31. August. Noch immer beschäftigt die Zu­sammenkunft des Führers mit dem Duce die Welt in stärkstem Maße. Nachdem in allen europäischen Staaten einhellig betont wurde, daß durch diese Begegnung den verunglückten retorischen Uebungen Noosevelts und Churchills auf dem Atlantik eine richtungweisende Tat entgegengestellt wurde, gehen nun auch die politischen Kreise in außereuropäischen Ländern auf die Bedeutung dieser Aussprache an der Front ein.Diese beiden Frontsoldaten. Hitler und Mussolini, haben sich nie­mals getroffen, ohne daß ihren Abmachungen große Er­eignisse folgten", schreibt die ZeitungMeiodia" in Rio de Janeiro.Keine acht, keine sechs, nicht einmal zwei Punkte werden über das Treffen veröffentlicht. Die Heere werden sprechen das ist Deutschlands Antwort auf die Phantastereien auf derPotomac"." Ueberein- stimmend sind sich die neutralen Beurteiler darüber im klaren, daßdie Besprechungen auf den Schlachtfeldern im Osten sich als ein neuer Garant noch größerer Siege erweisen werden, die wahrscheinlich nicht auf sich war­ten lassen dürften", wie die spanische ZeitungPucblo" schreibt.

Während die Welt abwägt und vergleicht, sehen sich die Plutokraten und Bolschewisten wieder einmal in die Enge gedrängt. Sie haben sich aus neutralen Kreisen in

diesen Tagen so viele kritische Worte über ihr Völkerbe­glückungsprogramm anhören müssen, daß sie nur mit einer neuen Rede-Kampagne ihre peinlichen politischen Niederlagen ausgleichen zu können glauben. Als erster Redner für das entlarvte plutokratische Polizeiverwal­tungssystem meldete sich kein anderer als der amerikani­sche Präsident Roosevelt zu Wort. In einer öffent­lichen Erklärung anläßlich des USA.-FeiertagesLabour- Day" wußte er den Amerikanern doch nichts besseres zu sagen, als Laß er ihnen erneut nochernstereZeiten ankündigte. Er verband diesen Zweckpessimismus mit einer Forderung zu einer Höchststeigernng der Produk­tion.Die Gefahren, die die Welt erschüttert haben, sind noch nicht überwunden", so erklärte er. Es sei durchaus möglich, daß die Gefahren noch viel größer würden, als sie Ende August und Anfang September 1939 waren.

Nachdem er die üblichen Gemeinplätze über den Altar der Demokratie" und denKämpf für die Freiheit des Glaubens" verbreitet hatte, gab Roose­velt ungewollt Aufschluß darüber, aus welchen finste­ren und zweifelhaften Quellen er seine politischen In­formationen bezieht. Er könne den Amerikanern zwar nicht über das USA.-Verteidigungsprogramm, über die japanische Situation und das Zusammentreffen mit Churchill berichten so erklärte Roosevelt nämlich, aber er wolle einen Brief verlesen, den ihm eine

nicht genannte Frau geschrieben hatte, die soeben aus Europa zurückgekehrt sei. In diesem Brief schreibt die ungenannte alte Frau,man stelle mit Schrecken fest, daß die Amerikaner ahnungslos seien über das. was über ihren Köpfen hänge. Man wisse bestimmt, daß die Beherrschung der Welt das feste Ziel der Diktatoren sei". Darauf fordert die Schreiberin Roosevelt auf. alles zu tun. was der Präsident inzwischen selbst bereits zu­sammen mit Churchill als sein Programm verkündet hat: Die Aufstellung einer Polizeimacht zurBerei­nigung" der Sorgen der Welt und die Vollendung von Wilsons Ideen und Aufgaben.

Allein die Tatsache, daß Roosevelt einen derart alber­nen Brief als wesentliches Beweisstück seiner eigenen Theorien zitierte, beweist eindringlich, wie wenig wäh­lerisch der amerikanische Präsident bereits in seinen Propagandamethoden geworden ist. wenn sie ihm nur den Eindruck auf das amerikanische Volk versprechen. Wir erinnern uns noch ganz gut daran, daß Roosevelt einst in einerKaminrede" ausführte, auf Grund der besten und neuesten Informationen könne er versichern, daß England den Krieg nicht verlieren werde. Man kann Roosevelt nur dankbar sein dafür, daß er jetzt mit diesem Brief einer geschwätzigen alten Frau Auf­schluß darüber gab, von welcher Beschaffenheit seine Informationen" zu sein pflegen.

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Von unserem militäriscken dtitartrsitsr Hauptmann Ltsplrnn

Am 3. September gedenkt die Welt der Wiederkehr des Tages, an dem es vor zwei Jahren Churchill und seinen Freunden gelang, das britische Reich und das ihm damals befreundete Frankreich Reynauds und Da- ladiers in den Krieg gegen Deutschland zu treiben. Lange und konsequent hatten sie den neuen Weltbrand geschürft. Es kam ihnen dabei zugute, daß der sogenannte Friedensschluß" von 1919 nicht mehr gewesen war als ein steriler Waffenstillstand und daß infolgedessen in zwei angeblich befriedeten Jahrzehnten bald hier, bald dort Feuer aufloderten und nirgends sich die Ruhe ein­stellte, die überall die Vorbedingung zum Wiederaufbau gewesen wäre.

In dieser Atmosphäre der Unrast und der Unsicher­heit konnten alle nihilistischen Kräfte, alle Mächte der Zerstörung sich entwickeln: der Bolschewismus, die Plu- tokratie, das Judentum. Ihnen auch die Teile der Welt zu unterwerfen, die sich diesen Tendenzen entzogen oder gar widersetzt hatten, das war das Ziel, in dem die Kriegshetzer sich einig waren. Sie glaubten, eines leichten Sieges sicher sein zu können. Zwei Jahre später steht man in London mit Entsetzen, wie anders sich die Dinge entwickelt haben, als man damals gehofft hatte.

Die jungen Nationen, geführt vom nationalsozialisti­schen Deutschland, haben eine Kraft bewiesen, die wart bei den Plutokraten niemals in Rechnung gestellt hatte. Das erneuerte deutsche Volk wußte, daß es um Sein oder Nichtsein ging und es entnahm aus den leidvollen Jahren nach dem Zusammenbruch von 1918 den Antrieb, nunmehr dem Recht den Sieg zu erkämpfen. Gewaltig sind die Leistungen, die die gesamte Nation, Front und Heimat vereint, in diesen 24 Monaten,vollbracht haben. Daß sie anders als vor 25 Jahren in unlösbarer Kampfgemeinschaft zusammenstanden, das war die böse Ueberraschung für den Feind, der geglaubt hatte, wieder wie einst durch zersetzende Agitation Zwietracht zu säen und zwischen Arbeiter und Soldaten einen Keil treiben zu können. Er hatte übersehen, wie gewaltig die Wand­lung ist. von der das ganze deutsche Volk seit dem schlim­men Ende des Weltkrieges erfaßt wurde. Aber wenn die Gedanken heute zum 3. September 1939 zurückgehen und ermessen wollen, was in diesen zwei Jahren er­reicht wurde, so gelten Dank und Bewunderung vor allem anderen den deutschen Frontsoldaten.

Unsers Soldaten sind es, die in fünf gewaltigen Feld- zügen jede Gefahr von den deutschen Grenzen abwandten und in kühnen Vorstößen alle Feinde vernichteten. Ist es uns nicht heute fast unbegreiflich geworden, daß noch vor nun gerade 24 Monaten der Pole nur 150 Kilometer von Berlin entfernt stand, daß fremde Mächte sich er­dreisteten, darüber zu, befinden, ob das rein deutsche Danzig sich wieder mit Deutschland vereinigen dürfe oder nicht? Wie deutlich steht jener glorreiche Foldzug der 18 Tage vor uns, in dem die junge deutsche Wehr­macht, getragen zugleich von revolutionärem Feuer und von den stolzen Traditionen einer ruhmvollen Vergan­genheit, den Polen die Anmaßung austrieb, mit der sis sich zwei Jahrzehnte lang über die Deutschen erheben zu können geglaubt hatten.

Mehr als sechs Monate vergingen, ehe diesem Vor­spiel das aber alle Motivs der kommenden Haupt­handlung schon enthielt der zweite Feldzug folgte. Die Westmächte hätten in dieser Zeit den Frieden haben können. Er wurde ihnen nach dem Sieg von der Weichsel so greifbar nahe gebracht. Sie schlugen ihn aus und wählten noch einmal, wie schon am 3. September, den Krieg. Die später aufgefundenen Dokumente haben be­wiesen. wie sie in allen Teilen Europas zum Ueberfall auf Deutschland hetzten. Am gefährlichsten wurde die englische Drohung zunächst in Norwegen. Hier fiel des­halb der erste Gegenschlag. Ewig unvergeßlich bleibt, wie der gewaltige Küstenstreifen des Atlantik vom Oslofjord bis zum Nordkap in seiner gesamten Aus­dehnung innerhalb kurzer Frist dem Zugriff der engli­schen Flotte entzogen und der von Deutschland vertrete­nen Neuordnung eingefügt wurde.

Aber so kühn das Norwegen-Unternehmen war es wurde in seiner Eindruckskraft überboten, als einen Mo­nat später der große, lang erwartete Schlag gegen die traditionelle erste Militärmacht des Kontinents, gegen Frankreich, geführt wurde und die stolze gallische Armes in einem sechswöchigen Feldzug zusammenbrach, der ohne Beispiel in der Geschichte ist. Seit der Sommerwende 1940 ist der große Nachbarstaat im Westen, der 400 Jahre lang gegen das Reich gekämpft und es in seiner Zersplitterung immer weiter zurückgedrängt hatte, aus der gegnerischen Koalition ausgeschieden. Frankreich ist das hat sich klar erwiesen biologisch und psychisch zu schwach, um gegen Deutschland mit Aussicht auf Er­folg kämpfen zu können.

Der Rhythmus des Jahres 1940, der dem bedeutungs­vollen Auftakt in Norwegen den ereignisreichen Haupt-

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Im Osten sind wiederum Erfolge an allen Front­abschnitten zu verzeichnen. Die Eisenbahnlinie KonotohBrjanskOrel ist an vielen Stellen unter­brochen.

Nordostwärts des Ladoga-Sees haben die Finnen an allen Stellen die finnisch-sowjetische Grenze er­reicht, bzw. überschritten.

In Nordafrika setzte starke Artillerietätigkeit int Hafen von Tobruk ein.

Die Sowjets haben im Iran ein Schreckensregiment begonnen.

Mittels eines bestellten Briefes versucht Roosevelt seine Kriegstreiberpolitik fortzusetzen.

Die Leipziger Messe wurde durch eine Ansprache von Staatssekretär Gutterer eröffnet.

In Vreslau wurden die Sommerkampfspiele der Hitlerjugend zu Ende geführt.

In der Bremer Kampfbahn wurden die Vezirks- meisterschaften im Schwimmen mit glänzender Be­teiligung durchgeführt.

Eintracht-Braunschweig wurde Meister im Nieder- sachsenpokal.

Der Bremer Sportverein schlug den MSB. LLne- burg.

Werder und ASB. Vlumenthal erlitten hohe Futz- ballniederlagen.