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vremer Mmo
parteiamtliche lageszeitung
Vas flmtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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Nr. 1? , 12. Jahrgang
Sonnabend, 1?. Januar 1S42
der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchalkers in Oldenburg und Vremen
kinzelpreis 15 Npf.
Sü-amerika vor -er kiMei-ung
HetztiraLen als flustakt der Konferenz in Mo / Nohstoffe, Schiffe und Kanonenfutter für Washington gesucht / Sumner weites ruft zum gemeinsamen Kamps gegen die ffchfe
! § Oralitbsriebt unserer Lsriinsr LcbiiktlsitunZ
b. Berlin, 16. Januar. In Ria de Janeiro, einer der Hauptstädte eines Halbkontinents, der bisher von den Flammen des Krieges noch vollkommen unberührt ist, hob sich jetzt der Vorhang einer Szenerie, deren akustische llntermalung die sich immer mehr zuspitzenden Forderungen Washingtons an die Adresse der ibero- amerikanischen Staaten darstellen. Zweihundert Konferenzteilnehmer sind hier versammelt; sie bringen in den Verhandlungssprachen Spanisch, Portugiesisch, Französisch und Englisch Argumente und Gegenargumente vor, besprechen Fortneln und Eegenformeln und haben über nicht mehr und nicht weniger zu bestimmen als über die Tatsache, ob sich die Staaten Südamerikas vor den Kriegswagen Roosevelts spannen lassen, ob sie — einem Hagel von Versprechungen und Drohungen ausgesetzt — der Versuchung unterliegen, sich der Hand Washingtons zu unterwerfen.
Bisher wurden die verschiedensten Reden gewechselt, nachdem in einer vorbereitenden Sitzung der Außenminister Brasiliens, Aranha, zum ständigen Vorsitzenden gewählt worden war. Sumner Weites, Roosevelts Abgesandter und einziger Vertreter eines Staates, der sich direkt im Kriege befindet, hat dann gleich den ersten Tag dazu benutzt, um in einer von Hetzformeln > gegen die Dreierpaktmächte überfliegenden Rede die Punkte anzuvisieren die Washington im Verlauf der Konferenz, zu erreichen hofft. Welkes bemühte sich, die
- Gegner des Kontinents Amerika mit allen Attributen des „schwarzen Mannes" zu versehen, während die nationalen Kreise Südamerikas befürchten, daß auf der Konferenz Abmachungen getroffen werden könnten, die vielleicht im Augenblick defensiven Anstrich tragen, die jedoch morgen die moralischen und materiellen Interessen der zwanzig Republiken nach Washington ableiten und sie auf Leben und Tod auf der Basis einer „geistigen Verteidigung ihrer Zukunft" an Nordamerika ketten könnten. Die Fangseile, die später zu Ketten ausgebaut werden sollen, lieg Sumner Welkes in seiner Rede deutlich erkennen. Nach dem bewährten Pankee- rezept und mit Argumenten, die Roosevelt selbst immer wieder zur Verschleierung seiner wahren politischen Absichten in Redeschlachten ins Feld führt, operierte auch
- Sumner Weites, um über die Formel von der angeb- ' lichen Weltherrschaft Hitlers zu dem kühnen Schlug zu
kommen: Da alle amerikanischen Staaten in gleicher Weise von den Achsenmächten bedroht sind. müßten sie sich auch in gleicher Weise zusammenschließen, um die gemeinsame Gefahr zu. überwinden.
Roosevelts Gedankenträger Sumner Welles, der sich nicht gescheut hatte, zu erklären, daß er mit allen Mitteln versuchen werde, Anhänger für das nordamerikani- sche Projekt eines gemeinsamen Abbruchs der Beziehun- , gen zu den Achsenmächten zu erobern, gab dann die Grundlinien seiner Forderung, die gesamte südamerika- nische Wirtschaftskraft in den Dienst des ramponierten Rooseveltschen Kriegsapparates zu stellen, wozu inner- . halb der westlichen Hemisphäre alle geschäftlichen, finanziellen und handelsmäßigen Transaktionen unterbleiben
s kichenloub mit Schwertern jiir Kretschmer
! Aus dem Fiihrerhauptquartier,16. Jan. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Korvettenkapitän Kretschmer in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen als fünftem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Korvettenkapitän Kretschmer hat als Kommandant eines Unterseebootes — wie im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 25. 4. 1941 mitgeteilt wurde — drei feindliche Zerstörer und 313 611 Tonnen feindlichen Schiffsraums, darunter drei Hilfskreuzer, oer- . senkt.
! Berlin, 16. Januar. Der Führer und Oberste Be- l fehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Borschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Eör- ! ring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Ober- , leutnant Freiherr v. Malapert gen. v. Neaufville, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader; Oberleutnant Rudel, Flugzeugführer in einem Sturz- , kampfgeschwader.
müßten, die entweder zugunsten des Gegners wirkten oder aber die „Verteidigung der Hemisphäre" beeinträchtigen könnten.
Tatsächlich kommt Sumner Welles mit einem nicht mehr ganz einwandfreien Prestige der USA. nach Rio. Die Vereinigten Staaten sind einige Wochen im Krieg, sie haben bisher nur Niederlagen erlitten, sie haben wichtige Rohstoffgebiete verloren, ihre Flotte ist zerschlagen, sie können aus der erzwungenen Defensive selbst nach Ansicht des Marineministers Knox nicht allzubald in die Offensive übergehen, sie haben Mangel an Schiffsraum — es sind Ueberlegungen, die einmal die Dringlichkeit der amerikanischen Forderungen unterstreichen, zum anderen aber auch in den südamerikani- schen Staaten Unlustgefühle erregen, da beispielsweise Chile sich sagen muß, wie die USA. im Kriegsfalle die langen Küsten verteidigen könnten, wenn selbst die amerikanische Flotte noch vordringlichere Aufgaben zu erledigen hat.
Keine Lockung schien Sumner Welles zu gering, um nicht vor allem seine Forderungen in punkto Handels- schifsahrt durchzusetzen. Es sei von lebenswichtiger Bedeutung, so erklärte er, daß die gesamte Schiffahrt Nord- und Südamerikas für den Transport von Kriegsmaterial mobilisiert werde. Als Lockvogel und Versprechung von Bestechungsgeldern diente seine Ankündigung, die Vereinigten Staaten wären notfalls bereit, „finanzielle und technische Unterstützung" zu gewähren, um in jeder Republik die Schäden der heimischen Wirtschaft zu lindern, die sich aus der Kontrolle oder aus der Beschränkung der wirtschaftlichen Betätigung ergeben könnten.
Der Hinweis der technischen Unterstützung und die Tatsache, daß ihm ein Heer von „Informatoren" folgt, die die Propaganda des Weißen Hauses in den ibero- amerikanischen Staaten zu betreiben haben, zeigt die Richtung der „Hilfe", die eine Untermmterung der Selbständigkeitsgefühle in den einzelnen Nationen zum Zweck hat, um sie so in die Rolle der mittelamerika- nischen Staaten zu zwingen, die mehr als bloße platonische Solidaritätserklärungen zu geben bereit sind, wie sie bisher aus den südamerikanischen Staaten nach Nordamerika klangen.
Natürlich fehlte auch nichr die Taktik, die USA. als Unschuldslamm hinzustellen, als das Opfer eines „un- provozierten Angreifers", um eine nach Washingtons Sinn verbogene Automatik der Panama-Beschlüsse auszulösen, die als Maximalforderung die gemeinsame Kriegserklärung der südamerikanischen Staaten an Europa, als Minimalforderung den Abbruch der diplomatischen Beziehungen nach sich ziehen soll. Prognosen sind am ersten Tag der Konferenz noch verfrüht. Es
Schwere Verluste
erfolgreiche tustangrifie auf Sch
Aus dem Führerhauptquartier, 16. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront dauern die Kämpfe an. Beim Angriff gegen starke feindliche Kavallerie im mittleren Frontabschnitt nahm ein deutsches Jnfanteriebataillon am 14. Januar nach harte» Kämpfen eine wichtige Ortschaft und erbeutete zehn Geschütze, zahlreiche Maschinengewehre, Granatwerfer, Hunderte von Gewehren und 85V Pferde. Der Feind ließ mehr als 13VV Tote zurück. Durch unsere Luftangriffe auf Schifssziele bei Feodosia und K e rtsch wurde ein Transporter von 15VV VRT. versenkt, ein größerer Transporter und ein Zerstörer schwer beschädigt. Im Westsahrwasser des Weißen Meeres wurde ein Eisbrecher der Stalin-Klasse durch mehrere Bombenvoll- trefser schwer beschädigt. — In der Nacht zum 16. Januar griffen Kampfflugzeuge Hafenanlagen an der englischen Ostküste an und erzielten mehrere Volltreffer in einer großen Hochofenanlage. — In Nordafrika setzte der Feind die Beschießung der deutsch-italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum durch Land- und See- ftreitkräste fort. In der westlichen Cqrenaika keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampf- und
sind gewisse Widerstände von feiten der südamerika- nffchen Staaten ebenso wenig zu übersehen wie die Brutalität, mit der Washington eben in der durch die ost- asiatischen Niederlagen hervorgerufenen Zwangslage in Südamerika Rohstoffe, Schiffe und wenn möglich auch Kanonenfutter zu erhalten hofft.
Sumner Welles soll im übrigen einen schon lange in der Konferenz lancierten Plan zur Verteidigung der Schiffahrtslinien ausgearbeitet haben, wobei Chile, Argentinien und Brasilien die Geleitziige tn Ihren Küstengebieten mit eigenen Kriegsflotten schützen sollen, während die ÜSA^-Flotte die Verteidigung der restlichen Küstengebiete der Hemisphäre übernimmt. Man nimmt an, daß der Plan eine Lieferung mehrerer Zerstörer durch die USA. an Südamerika vorsieht. Gegenüber diesem Plan wird auch offen darauf hingewiesen, daß einige südamerikanische Länder an der Pazifikküste, die einen regen Handelsverkehr mit Nordamerika betreiben, jeglicher Verteidigungsanlagen bar find. Ecuador exportiert große Mengen Erdöl, Peru jährlich 3V VVV To. Kupferbarren und andere Rohstoffe, Bolivien exportiert über die nordchilenischen Häfen monatlich 4VVV To. Zinn, Chile jährlich 2 Millionen To. Eisenerze, 1 Million To. Salpeter, 5VV VVV To. Kupfererze und 1VV VÜV To. Manganerz. Diese Produktion und der Export könnten unterbrochen werden, falls in Rio de Janeiro der Abbruch der Beziehungen zu den Achsenmächten beschlossen wird. Es wird darauf hingewiese«, daß trotz aller Kriegsschiffe, die England und Nordamerika zur Verfügung stellen könnten, indem sie vielleicht sogar von anderen Kriegsschauplätzen fortgenommen würden, niemals genügend Einheiten vorhanden sein dürsten, um die ungeheuer langen Küsten des amerikanischen Kontinents zu verteidigen.
Sumner Welles sieht sicherlich auch diese Schwierigkeiten. Sein lockendes Spiel mit silbernen Kugeln beweist es ebenso wie ein als Notlösung im Hintergrund gehaltener Plan, einen sogenannten „Kleinen Völkerbund" herzustellen mit dem Ziel einer politischen und wirtschaftlichen Kontrolle der südamerikanischen Staaten und einen Ausbau der Srötzpunktei Eine«: aufschlußreichen Ueberblick über die Einstellung der verschiedenen südamerikanischen Staaten gewinnt man aber aus den Erklärungen, die von den jeweiligen Delegierten der amerikanischen Staaten in den letzten Stunden vor dem Zusammentritt der Konferenz dm Pressevertretern gegenüber gemacht wurden Der argentinische Außenminister, Ruiz Guinazu, beschränkte seine Mitteilungen bei den zahlreichen Interviews, die er gewähren mußte, auf die Wiederholung seiner schon bekannten Formel: „Die amerikanische Solidarität be- (Fortsetzung auf Seite 2)
der Volschewisten
fssfiele bei seodosia und kertsch
Sturzkampfflugzeuge griffen britische Kraftfahrzeugkolonnen und Flugplätze in der Cqrenaika sowie Zeltlager bei Marsa Matruk an. Die Luftangriffe auf britische Flugplätze und Verteidigungsanlagen auf der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht wirksam fortgesetzt. Deutsche Transportflugzeuge schössen am 13. Januar über dem Mittelmeer zwei angreifende britische Zerstörer- flugzeuge ab. — Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Emden und weitere Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerupg hatte Verluste an Toten und Perletzten. Drei der angreifenden britischen Bomber wurden abgeschossen."
Wie im vorstehenden OKW-Bericht gemeldet, wurden mehrere auf dem Wege nach Nordafrika befindliche deutsche Transportmaschinen vom Muster Ju 52 am Nachmittag des 13. Januar von zwei britischen Vlen- Heim-Zerstörern über dem Mittelmeer gesichtet. Die an Geschwindigkeit und Bewaffnung weit überlegenen Zerstörer griffen den deutschen Verband ohne Erfolg an. bis sie beide von den Bordschlltzen der deutschen Transportflugzeuge abgeschossen wurden. Ein Flugzeug stürzte sofort brennend ins Meer, das zweite ging brennend auf See nieder.
Von
llsaptmavn i. Q. llsicksnrsick, Obsrlcommancko ckss Heeres
Aufgabe der Heeresversorgung ist es, dem Feldheer im Feindesland alle Güter zuzuführen, die es zum Leben braucht und seind Kampfkraft durch Nachschub aller notwendigen Kampfmittel und Ausrüstungsgegenstände ständig zu erhalten. Die gewaltige Größe unseres Ostheeres mit seinen Millionen Soldaten und Waffen, mit seinen Hunderttausenden von Pferden, Kraftfahrzeugen und Panzern gibt eine Vorstellung von dem Umfang der Versorgung, die für dieses Heer geleistet werden muß. Seit dem Einbruch des Winters in der Sowjetunion kommen zu den üblichen Schwierigkeiten, mit denen die Versorgung jederzeit zu kämpfen hat, neue Hindernisse hinzu, die überwunden werden müssen. Es ist selbstverständlich, daß die Heeresversorgung auf dem Weg von der Heimat zur Front die Möglichkeiten aus den verfügbaren Transportmitteln entsprechend den örtlichen Verhältnißen bis zum Neuster st en ausnutzen muß, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können.
Aus den Erzeugungsstätten, Lagern und Magazinen der Heimat fließen die Versorgungsgüter des Heeres, Munition, Betriebsstoff, Verpflegung und Unterkunftsmittel für Mann und Pferd, Gerät und Kriegsausrüstung jeder Art, mit eigenen Transportmitteln dem Feldheer zu. Nach wohldurchdachten Plänen leiten der Eeneralquartiermeister im Oberkommando des Heeres und seine Versorgungsdienststellen die NachschubtransPorte entsprechend dem Verbrauch und Bedarf an den verschiedenen Frontabschnitten. Ueber die wiederhergestellten Strecken der besetzten Ostgebiete rollen sie zu den Armeen oder in große, frontnahe Lager.
Die geringe Dichte des sowjetischen Eisenbahnnetzes und der schlechte Zustand der übernommenen technischen Einrichtungen stellen die Eisenbahn vor eine besonders schwierige Aufgabe. Die Einflüsse des Winters, Schneeverwehungen und starker Frost kommen hinzu, sie müssen überwunden werden. Die unterschiedliche Spurweite deutscher und sowjetischer Eisenbahnstrecken erfordert an vielen Stellen einen st ä n d i g e n Umschlag der Versorgungsgüter. für den zahlreiche Arbeitskräfte bereitgehalten werden. Trotz all dieser Schwierigkeiten aber wird durch vorausschauende Planung erreicht werden, daß alle Verbände des Ostheeres auch im Winter laufend die lebensnotwendigen Versorgungsgüter erhalten.
Reichen hierzu die Möglichkeiten der Eisenbahn nicht aus, so wird aus den umfangreichen frontnahen Beständen ausgeholfen. Gerade dieser Möglichkeit kommt im Winter stärkste Bedeutung zu, ist es doch möglich, von hier das Nächschubgut mit Transportkolonney vorzubringen, die überall, wo es erforderlich ist, als Ergänzung oder auch als Verlängerung der Eisenbahn eingesetzt werden. In unermüdlichem Einsatz, oft tagelang ohne Ruhepause, lenken die Fahrer ihre schweren Kolosse über die Rollbahn, die großen Lebensadern des Verkehrs zur Front.
Allerdings sind diese Hauptnachschubstraßen durchaus nicht mit europäischen Maßen zu messen. Das Sowjet- regime hat nur wenig für die Erschließwig des Landes durch moderne Straßen getan. Aber auch Schnee. Eis und Dunkelheit können im russischen Winter die Fahrer nicht in ihrer treuen Pflichterfüllung hindern. Ihr Weg führt sie vorbei an zahllosen-Formationen der Baueinheiten, die ohne Unterbrechung an der Ausbesserung und dem Neubau der Straßen und Brücken u,.d an der Erhöhung den Verkehrssicherheit arbeiten. Ihr Einsatz hat bereits hervorragende Erfolge gehabt ' Sie haben damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Nachschubs mit Lastkraftwagen geliefert. Schnei lräumtrupps mit
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Z6D01W vm. sein-tonnage durch Japan ausgeschaltet
IS Schifte versenkt und 78 gekapert — Stolzes Ergebnis der flottenoperationen im Pazifik bis zum 1S. Januar
Tokio, 18. Januar. Das Hauptquartier der Marine meldet über das Ergebnis der japanischen Flotten- operationen im Pazifik bis einschließlich 10. Januar: Die Flotte versenkte 39 feindliche Schiffe mit insgesamt 192 999 BRT. und kaperte 78 weitere Schisse mit insgesamt 171999 BRT. Hierbei entfallen auf U-Boote 29 Schiffe mit 132 999 BRT., nuf die Luftwaffe zehn Schiffe mit 57 999 BRT. Die japanischen Verluste belaufen sich auf insgesamt 11 Schiffe mit 46 999 BRT.
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Starke Verbände der japanischen Luftwaffe griffen gestern, wie das Kaiserliche Hauptquartier bekanntgibt, die Jnselfestung Singapur zum vierten Mal am Tage an und erzielten dabei große Erfolge gegen zahlreiche militärische Einrichtungen. Eine weitere EruppL griff den Flugplatz Tengah bei Singapur an und
zerstörte sieben feindliche Bomber vom Bufsalotyp am Boden. Japanische Jäger schössen außerdem im Lustkamps über Singapur sieben feindliche Busfalo-Bomber ohne eigene Verluste ab.
Nach einem Domei-Bericht von einem japanischen Luftstützpunkt auf der malayischen Halbinsel haben starke Verbände der japanischen Luftwaffe am 15. Januar trotz schlechten Wetters und heftigsten feindlichen Flakfeuers den Flugplatz Tengah auf der Insel Singapur zum zweiten Male bei Tage angegriffen. Die japanischen Flugzeuge richteten dabei an militärischen Anlagen schweren Schaden an. Feindliche Flieger wurden bei dem Angriff in der Luft nicht gesichtet. Alle japanischen Flugzeuge kehrten unversehrt an ihren Stützpunkt zurück.
Wie das Hauptquartier der Marine meldet, führten Marinebomber am Donnerstag bei schlechtem Wetter den 15. Luftangriff auf Singapur feit Ansbruch des
Krieges durch und suchten militärische Einrichtungen schwer heim. Gleichzeitig griffen große Bombensorma- tionen die Stadt Johux Bahru und die angrenzenden Flugfelder mit schwersten Bomben an, wobei stärkste Schäden verursacht wurden.
Fünf große Formationen japanischer Flugstreitkräfte, bestehend aus schweren und leichten Bombern, griffen, wie Domei meldet, am 14. Januar bei Tagesanbruch den.Flugplatz Mingaladon in den Außenbezirken von Rangun an, ohne auf feindlichen Widerstand zu stoßen. Nach der Zerstörung von vier großen am Boden stehenden feindlichen Flugzeugen kehrten sämtliche japanischen Maschinen unbeschädigt zu ihren Stützpunkten zurück. Ferner griffen japanische Flugzeugformanonen den Flugplatz Tavoy in Burma an und beschossen 7 auf dem Boden stehende Flugzeuge- kleinen Modells mit Maschinengewehren.
(Siehe auch Seite 2)
Bei Gegenstößen am mittleren Abschnitt der Ostfront eroberten deutsche Truppen eine wichtige Ortschaft.
Ununterbrochene Luftangriffe der Achsenstreitkräfte riefen erneut schwere Beschädigungen und Brände aus Malta hervor.
Die Festung Singapur liegt unter stetigem japanischen Bombenhagel.
Korvettenkapitän Kretschmer wurde mit dem Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Auf der panamerikanischen Konferenz in Rio hielt Roosevelts Außenminister eine Brandrede, um die südamerikanischen Staaten für den Kriegseintritt reif zu mache».
In der Nacht zum 18. Januar tritt eine weitere Einschränkung des Personenverkehrs der Reichsbahn in Kraft.
Nach einem Bericht des Reichsbeaustragten für das Winterhilsswerk nähert sich das Eesamtaufkommen des WHW. nunmehr der Milliardengrenze.
Im Reichsgesetzblatt erschien eine Durchführungsverordnung znr Anmeldung von Aktien.
Der Generaldirektor des Deutschen Kalisqndikats ist gestorben.