Ausgabe 
(15.1.1942) Nr. 16
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parteiamtliche ^geszeitung

vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Sreien fjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalkers in Oldenburg und Vremen

Nr. 16 , 12. Jahrgang

Zreitag, 16. Januar 1842

Linzelpreis 15 Npf.

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Sie wollten rokio angreifen!

der 45S0Svkr. großeUSfl.-slug;eug»röger vomterington"-7up war auf dem Wege nachlapan / Hoffnung walbingtons auf einen Slimmungsumschwung in den USfl. durch japanische rorpedos ;u Wasser geworden

Tokio, 15. Januar. Die gesamte japanische Presse würdigt in ausführlichen Betrachtungen die Bedeutung der Versenkung des USA.-Flug- zeugträgers vomLexington"-Typ. Besondere Er­wähnung findet die Tatsache, dah die nordameri- kanische Flotte jetzt nur noch fünf Flugzeugträger besitze. Allgemein wird auf die amerikanische Ab­sicht hingewiesen, durch einen Luftangriff auf Ja­pan mit Hilfe derLexington" die Stimmung in den USA. wieder zu beruhigen, die nach den ver­nichtenden Schlägen der japanischen Flotte schwer gelitten hat. Diese Absicht sei fehlgeschlagen.

Der Chef der ozeanischen Abteilung der grotz- japanischen Luftfahrtgesellschaft. Konteradmiral Katsunaga, macht in der ZeitungJomiuri Schim- bun" auf einen Betrug aufmerksam, den sich Washington zuschulden kommen Netz, als es wäh­rend der Gültigkeitsdauer des Washingtoner Flot- tenabkommens die Tonnage derLexington" mit 33VVV Tonnen angab. Er habe sich persönlich da­von überzeugt, daß dieLexington" in Wirklich­keit 45 000 Tonnen Wasserverdrängung habe und damit der größte Flugzeugträger der Welt ge­wesen sei.

^spsniscke H-Looto versenkten 37 000 LKT.

Das Kaiserliche Hauptquartier gab gestern bekannt, daß japanische U-Boote, die in den Niederländisch-

Ver gestrige wekrmachrsberilki

Aus dem Fiihrerhauptquartier, 15. Ja­nuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei Feodosija und aus der Halbinsel Kertsch griff die Luftwaffe feindliche Truppenansammlungen, Flakstellungen und Flugplätze mit guter Wirkung an. Im Schwarzen und Asowschen Meer wurden drei feind­liche Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt. Im Raum von Taganrog wiederholte der Gegner nach starker Artillerievorbereitung seine Vorstöße ohne Er­folg. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ost­front nimmt die Abwehrschlacht ihren Fortgang. Bei einem Gegenangriff erbeutete von Sturmgeschützen be­gleitete deutsche Infanterie acht Geschütze sowie zahl­reiches anderes Gerät. Der Feind verlor hierbei etwa 888 Tote. Bei einem erfolgreichen Stoßtruppunter- nehmen an der Front von Leningrad brachen Teile einer von Pionieren unterstützten Infanteriekompanie in 20V Meter Breite in die feindliche Stellung ein und vernichteten 28 Bunker mit ihren Besatzungen. In Nordafrika dauert das feindliche Artillerieseuer auf die deutsch-italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum mit unverminderter Heftigkeit an. Der Feind hatte einige örtliche Erfolge. Angriffe deutscher Kamps- und Sturzkampfflugzeuge richteten sich gegen britische Kraft- fohrzeugkolonnen sowie Hafen und Flugplatzanlagen im Raum südlich Agedabia und in Tobruk. La Valetta und britische Flugplätze aus der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht wirkungsvoll bombardiert. Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf mehrere Orte im norddeutschen Küstengebiet. Die Zivil­bevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Ver­letzten. Mehrere Häuser wurden zerstört oder be­schädigt. Drei der angreifenden Bomber wurden ab­geschossen."

ostindischen Gewässern operieren, am Mittwoch vier feindliche Schiffe mit zusammen 37 088 BRT. versenkt haben. Japanische Marine-Einheiten, die in den gleichen Gewässern operieren, brachten drei feindliche Handels­schiffe auf. Berichten aus Newyork zufolge hat ein japanisches U-Boot in der Nähe der USA.-Küste durch

drei Torpedotreffer den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanke»Lioneß" versenkt.

Wie das Kaiserliche Hauptquartier weiter meldet, versenkten japanische Marine-Einheiten, die mit der Luftwaffe zusammenarbeiteten, am 9. Januar zwei feindliche U-Boote im Pazifik.

Malakka in japanischer nana

fiuch der kijenbahnknotenpunkl Semas beseht - ZSS00 Veiten eingekesselt

Tokio, 18. Januar. Das Hauptquartier der japa­nischen Armee meldet, daß japanische Truppen bereits in der Nacht zum Donnerstag in Verfolgung des flie­henden Gegners an der Westküste der Malayen-Halb- insel die Stadt Malakka erreicht und den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Gemas an der Bahnlinie nach Singapur besetzt haben. Spätere Meldungen besagten» daß sowohl Malakka als auch Gemas bereits hinter der japanischen Front liegen.

Die Stadt Malakka ist eine der ältesten Hafen­städte Südostasiens, jedoch ist ihre Bedeutung stark zu­rückgegangen, da der Hasen versandet ist und nur noch für kleinere Schiffe zugänglich ist. Dagegen hat die Stavt, die etwa 40 000 meist chinesische Einwohner hat, als Mittelpunkt des östlich gelegenen großen Eummi- plantagengebietes immer noch erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Das Gebiet von Malakka gehört ebenso wie die Insel Singapur und die Insel Penang zu der britischen Kronkolonie der Straits Settlsments. Der Eisenbahnknotenpunkt Gemas liegt nordöstlich von Malakka im mittleren Teil der Malayen-Halbinsel an einer Stelle, wo das Gebiet der Sultanate Negri Sem- bilan und Johur zusammenstößt. Hier zweigt von der großen Nordsüdstrecke eine Eisenbahnlinie ab, die über Tampin nach Malakka führt.

Stellungen vor Singapur erreicht!

Die Spitze der japanischen Tanktruppen erreichte, einem Frontbericht zufolge, Donnerstag morgeneinen wichtigen Punkt, nicht weit von Singapur, dem End­ziel des malaqischen Feldzuges, entfernt". Auch an die Ostküste sind japanische Tankformationen südlich vor­gestoßen und haben ebenfalls wichtige Befestigungen vor der Festung Singapur erreicht.

Ueber den Verlauf der jüngsten militärischen Ope­rationen, die zur Einnahme von Malakka und der Er­reichung der Stellungen vor der Festung Singapur führten, wurden folgende Einzelheiten in Tokio ver- lautbart:

Die an der Westküste der malayischen Halbinsel ope­rierende japanische Kolonne durchstieß die Ebene von Selangor und besetzte Tampin (an der Grenze von Malakka) Der britische Versuch, eine neue Front zu bilden, scheiterte angesichts der Schnelligkeit, mit der die japanischen Truppen vordringen. Den Briten ge­lang es nicht, sich von dem Gegner zu lösen. Die Lei­stung der japanischen Truppen erhellte sich aus der Tatsache, daß nach dem Fall von Kuala Lumpur Tages­märsche von durchschnittlich 60 Kilometer erzielt wurden.

Wie das Kaiserliche Hauptquartier ferner meldete, brachen die schwachen britischen Verteidigungen an der Nordgrenze der Provinz Johur unter dem Ansturm der japanischen Panzer zusammen. Am 14. Januar, abends» marschierten die japanischen Truppen in die

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Provinz Johur auch von Osten und Westen her ein und setzten ihren blitzartigen Vormarsch fort. Ungefähr 38 088 britische Soldaten, die zu der Verteidigungssront von Singapur gehören, wurden vollständig eingeschlossen.

Die japanischen Kolonnen, die an der West küste der malayischen Halbinsel vorrücken stürmten am Mittwoch­abend Gemas. Ferner wurde am Mittwoch die stark befestigte Stadt Seremban und ein weiterer Stütz­punkt etwa 100 Kilometer südlich von Kuala Lumpur überrannt und die Grenze des Staates erreicht. Damit wurde das Sultanat Negri-Sembilan in nur 14 Stun­den durchquert. Eine weitere Formation eroberte eine nicht näher bezeichnete Festung im Bezirk Malakka und setzte den Vormarsch ohne Aufenthalt fort.

An der Ost küste der malayischen Halbinsel sind die japanischen Truppen bis in die Nähe von Pekan vor­gerückt. Japanische Armeeflugzeuge machen dabei dem Panzerkorps durch vernichtende Angriffe auf feindliche Artilleriestellungen und Truppenzusammenziehungen den Weg frei. Die japanischen Streitkräfte greifen die bri­tischen Truppen, die sich auf einem eiligen Rückzug be­finden, unablässig an.

Für die weitere Entwicklung der japanischen Opera­tionen ist zu berücksichtigen baß das Kampfgelände in Johur erheblich günstiger ist als in dem bisherigen Operationsgebiet im nördlichen und mittleren Teil der malayischen Halbinsel. Hinzu kommt, daß die sich flucht­artig zurückziehenden britischen Truppen unter Nach­schubschwierigkeiten und besonders unter der Zerstörung rückwärtiger Verbindungslinien durch die Japaner zu leiden haben. (Siehe auch Seite 2)

Vas nennt stch «Lottes eigenes Land"...

Intimitäten aus Sem USfl.-paraSies UnS so etwas beansprucht, das JakrkunSert ru bestimmen!

Berlin, 13. Januar. DerVölkische Beobachter" veröffentlicht in seiner Donnerstag-Ausgabe folgenden Artikel von Dr. Richard Sollet unter der Ueberschrift: Amerikanisches Jahrhundert??"

Im Februar 1941 erschien in der USA.-Wochenschrift Life" ein Artikel des Herausgebers Henry Luce unter der UeberschriftDas amerikanische Jahrhundert", der in der dortigen Öffentlichkeit wegen seiner erstaunlichen Perspektiven Aufsehen erregte. Gewissermaßen als Ruf an die Nation wurden hier Worte gesprochen, die an Gewichtigkeit sich neben die vor 118 Jahren verkündete Monroedoktrin stellen wollten.

Was sagte Luce? Er erklärte kurz und bündig, daß die USA. schon unter Wilson Gelegenheit gehabt hätten, der Welt ihr Zeichen aufzudrücken, als 1918 zahlreiche europäische Völker ihre Hoffnungen auf die Wilsonschen Proklamationen setzten. Damals habe jedoch Wilson seine Ideen nicht durchführen können, weil das amerika­nische Volk nicht bereit gewesen sei, mit der nötigen Po­lizeigewalt in Europa aufzutreten. Nun sei unter der Präsidentschaft von Rooseoelt eine neue Gelegenheit ge­kommen, und diese müsse voll ausgenutzt werden. Dies­mal müsse Amerikas Zivilisation zur herrschenden Le­bensform Europas sowie der gesamten Welt und das 20. Jahrhundert in Wahrheit ein amerikanisches Jahr­hundert werden. Daß hierbei das britische Weltreich stillschweigend als von den USA. einverleibt angesehen wird. sei nur am Rande verzeichnet.

Als Folge des Aufrufes von Luce wurde von der Rooseoelt-Regierung eineAbteilung für Auslands­propaganda" eingerichtet unter der Leitung jenes be­kannten Oberst Donovan, der im vergangenen Früh­

jahr in einer Tanzbar von Sofia feinen Reisepaß ver­lor. Die amerikanische Propaganda würde, so rechnete man im Weißen Hause, in Europa manch williges Ohr finden. Hatten doch die USA. vor Errichtung des Do- novan-Büros schon seit vielen Jahren in geschickter Weise eine Art Amerikanismus in der Welt verbreitet.

Opfer dieses Trugbildes sind in vielen Schichten der europäischen Bevölkerung zu finden: Arbeiter und Kleinbürger, die nach den Vereinigten Staaten aus­gewandert waren, dort in jahrelanger Entbehrung ein paar Dollar zusammengekratzt hatten und nach Rückkehr in die Heimat vor ihren Angehörigen und Freunden in phantasievollen Erzählungen schwelgten. Kino­besucher, die sich durch Hollywoodkitsch ein völlig falsches Bild von den USA. machten, Touristen, die in den Jahren vor Kriegsausbruch Gesellschaftsreisen nach USA. un­ternahmen und lediglich Wolkenkratzer, sausende U-Bah­nen und massenhaften Autoverkehr bestaunt, vom ame­rikanischen Volk aber nichts gesehen haben.

Und nicht zuletzt mancher Industrielle und Bankier, der mit seiner Frau USA. geschäftlich besucht und sich immer noch nicht davon erholt hat: Interviews bei Landung in Newyork, Zimmerfluchi im Wolkenkratzer­hotel, Blumenarrangements und Körbe mit Südfrüchten als Willkommengruß, große Limousine, reizende Leute auf Landsitzen, Frühstücke und Dinner ohne Ende.

Alle diese Leute liefen und laufen zum Teil heute noch in Europa, mit dem Amerikafimmel behaftet, herum und halten sich für USA.-Experten. Die Rooseoelt-Regierung hat den Wert des Amerikanismus und seiner gedanken­losen Opfer für ihre Propaganda geschickt einkalkuliert.

Hat jedoch die USA.-Zivilisation wirklich einen moralischen Anspruch darauf, einamerikanisches Jahrhundert" herbeizuführen?

Das größte Sozialproblem der letzten 20 Jahre war unzweifelhaft die Arbeitslosigkeit. Trotz gewal­tiger Raturreichtümer aber hat es die Regierung in Washington weder unter republikanischer noch unter der gegenwärtigen demokratischen Regie verstanden, das Ar­beitslosenproblem zu beseitigen. Obwohl in den Jahren 1933 bis 1939 insgesamt 19,5 Milliarden Dollar hierfür ausgegeben wurden, zählte man im Januar 1939 noch 11,7 Millionen Erwerbslose. Hunderttausende von Ame­rikanern im Alter von 2530 Jahren haben auch heute noch keine reguläre Beschäftigung gehabt. Es ist noch gar nicht lange her, da sah man sie als Bettler vor Restaurants stehen in abgerissener Kleidung mit aschfah­lem Gesicht; Ausschau haltend nach Glücklicheren, d'e sich noch eine warme Mahlzeit leisten konnten. Männer vor­geschrittenen Alters, mit dem Abzeichen der Kriegsteil­nehmerorganisation des vorigen Krieges geschmückt, ver­kauften an Straßenecken in Wind und Wetter Obst. um für ihre Familien ein paar Groschen zu verdienen. An­dere zogen als Landstreicher durch die Staaten. Die Theorien von amerikanischer Freiheit und Demokratie waren für sie nur hohle Phrasen. Den ausländischen Besuchern wurden Arbeitermustersiedlungen gezeigt und die NSA.-Propaganda wiederholte monoton daß fast jeder amerikanische Arbeiter ein Auto, ein Radioappa­rat und ein Sofa sein eigen nenne Aber wehe den Er­werbslosen! Um ihre Not kümmert sich niemand.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Surabaya schon alsSingapur-Ersatz" angepriesen

är. w. scb. Berlin, 15. Januar. Der englische Kommen­tator Annalist beklagt sich darüber, daß die Zurückhal­tung der amtlichen Berichte es schwierig mache, sich ein genaues Bild von den malayischen Schlachten zu schaf­fen. Wir finden, daß der Mann unrecht hat. Zwar be­schränkte sich Reuter gestern abend auf die Herausgabe folgender Meldung:Die einzige Nachricht, die heute über die Lage in Ostasien in London vorliegt, lautet, daß der englische Rückzug in Malakka fortgesetzt wird." Man sollte annehmen, daß das nach dem Zugeständnis des Zusammenbruchs der britischen Front bei Kuala Lumpur genügen müsse. Auch Annalist zieht die Schluß­folgerung, von der er sagt, daß man um sie nicht mehr herumkomme, daß nämlichdie Kämpfe rund um Se- ramban in Nordwest-Negri-Sembilan eine Art Verzöge­rungsaktion darstellten, während sich die Hauptmaste der britischen Streitkräfte quer durch Johore auf Singapur zurückzieht". Dieser Rückzug vollzieht sich offenbar als überstürzte Flucht. Wie sich aus einer aus Schanghai kommenden Meldung ergibt, in der die Feststellung we­sentlich ist, daß es den Briten angesichts des schnellen japanischen Vormarsches nicht gelungen ist, sich vom Gegner zu lösen und eine neue Front zu bilden. Seit dem Fall von Kuala Lumpur geht der japanische Vormarsch in einem Tagestempo von durchschnittlich 60 Kilometer durch die Ebene von Selangor vorwärts, wobei Teile der britischen Truppen abgeschnitten und umzingelt wer­den konnten. Es scheint also nur noch eine Frage von Tagen zu sein, bis sich vor der Insel Singapur die gleiche Situation ergibt, wie sie nach der Einnahme von Kau- lun vor Hongkong bestand.

Schon wird diese Situation im englischen Nachrich­tendienst so beleuchtet:Diese Insel (Singapur) wird von Johore durch einen etwa 1,2 kin breiten Kanal getrennt. Dieser Kanal dürfte sich als sehr wertvoll erweisen, da dadurch die feindlichen Panzer zurückgehal­ten werden, die, wie jetzt festgestellt wurde, die Haupt­ursache für den britischen Rückzug aus Kuala Lumpur bildeten." Zwar ist der Kanal, der Singapur vom Fest­land trennt, breiter als derjenige zwischen Kaulun und Hongkong und die. Insel selbst nach Länge und Breiten­ausdehnung doppelt so groß wie Hongkong, aber nach den Erfahrungen, die die britische Verteidigung auf Hongkong machen mußte, dürften die Japaner, wenn sieauch zum Schluß keine leichte Aufgabe finden, doch nicht vor ein unüberwindliches Problem gestellt wer­den, wenn sie erst einmal an der südlichen Spitze der Halbinsel Malakka angekommen sein werden, was an­gesichts der regellosen Flucht der Empiretruppen nur noch eine Frage von allerkürzester Zeit fein kann. Wenn man von Hongkong sagte, daß es nicht unter allen Umständen und nicht auf unabsehbare Zeit gehalten werden könnte, so darum, weil man hier mit dem An­griff von der Landseite her rechnen mußte. Im Hinblick auf Singapur haben die Briten mit dieser Möglichkeit nie gerechnet, und die Hafenanlagen sind denn auch so gebaut worden, daß sie in jedem Fall unbenutzbar werden, wenn sie von gegnerischen Geschützen von der Landseite bedroht sind. Singapur scheidet also, das kann man jetzt schon endgültig sagen, als anglo- amerikanischer Stützpunkt in Ostasien von nun ab vollkommen aus, selbst wenn die Ja­paner noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen müß­ten, um die Insel selbst zu besetzen.

Ob die Briten in letzter Stunde an Flugzeugen für die Verteidigung von Singapur noch heranholen, was sie irgendwie aufzutreiben vermögen, spielt im Hin­blick auf die weitere strategische Entwicklung bestimmt keine Rolle mehr. Daß man sich in London darüber vollkommen klar ist. beweist eine kurze Meldung des britischen Rundfunks:Ein neuer Flottenstützpunkt

wurde in Surabaja an der Nordküste von Java er­richtet. der von großem Wert für die Operationen der Flotte sein wird. Man vergleicht ihn mit Singapur."

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In der großen Abwehrschlacht an der Ostfront ren­nen die Sowjets nach wie vor erfolglos gegen die deutschen Stellungen an.

Nach der Einnahme von Malakka sind die Japaner in Südmalaqa bereits zu den Außenstellungen von Singapur vorgedrungen.

In Rio de Janeiro wurde die Panamerikanische Konferenz eröffnet.

Der italienische Außenminister ist zu einem Staats­besuch in der ungarischen Hauptstadt eingetroffen. Reichsminister Dr. Goebbels sprach in Hamburg über die gegenwärtige Lage unseres Schicksals- kampses.

Nach ministerieller Verfügung unterbleibt am 18. und 30. Januar 1942 die allgemeine Beflagguug. Minister Dr. Fischböck ist zum Reichskommissar für die Preisbildung ernannt worden.

Die Kreis- und Ortsjugendreferentinnen der DAF. und Vetriebsjugendwalterinnen des Gebietes Nord­see führen in Bremen-Lesum einen Schulungskursus durch.

Eine außerordentliche Hauptversammlung des Nord­deutschen Lloyd am 3. Februar soll u. a. Beschluß fasten über die Neuwahl des Aufsichtsrates.