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parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblott des Negierenden vürgermeistcrs der Zreien Hansestadt vremcn
der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatttialters in Oldenburg und Vremen
Nr. / 12. Jahrgang
Dienstag, 1Z. Januar 1S42
kinzelpreis 15 Npf.
der feind liat eine Schlacht verloren
die presse des Kontinents von dem überwiittigenden krgebnls der Wollsammlung stiirkstens beeindruckt
kine Volksbewegung ist;um siegreichen Vurchbruch gekommen
Berlin, 12. Januar. Der einzigartige Erfolg der deutschen Woll- und Wintersachensammlung, über den wir an anderer Stelle dieser Ausgabe nochmals in Wort und Bild berichten, hat auch außerhalb Deutschlands tiefen Eindruck hinterlassen. Mit sichtlicher Anteilnahme verfolgte das Aus- land das stet« Anwachsen der Millionenzahlen der freiwilligen Gaben, und die Bevölkerung in fast ganz Europa machte aus ihrer offenen Bewunderung für diese unvergleichliche Solidarität der deutschen Heimat mit der Front keinen Hehl.
Heut« steht die europäische Presse nahezu geschlossen im Zeichen des am Sonntag verkündeten vorläufigen Ergebnisses. Unter großen Ueberschriften in Fettdruck werden die Leistungen -es deutschen Opfergeistes hervorgehoben. Der darin bekundete geschlossene Wille zum Sieg wird von den einzelnen Blättern nach den verschiedensten Ausrichtungen gewürdigt. So schreibt „Popolo di Roma", auf den Appell des Führers habe das deutsche Volk wie mit einer Volksabstimmung geantwortet. Die Sammlung sei zu einer Volksbewegung geworden. „Tribuna" erklärt, in einer hinreißenden Offensive des Herzens habe das deutsche Volk einen heldenhaften Kämpfern an der Ostfront seine ehe, Strickwesten, Decken und Schneeschuhe zum Opfer gebracht und damit den Beweis geliefert, daß Front und Heimat eine unlösbare Einheit bilden. „La- voro Fascista" sieht in dem Sammelergebnis einen Be-
Konooifakrk ein furchtbares krlebnis
Drahtbericht unseres Vertreters
Kopenhagen, 12. Januar. Ein dänischer Seemann, dem es unter dramatischen Umständen gelang, aus England zu entkommen, gibt einer Kopenhagener Zeitung einen erschütter-nden Bericht von den Zuständen in englischen Häfen und von der brutalen Behandlung, denen neutrale Seeleute durch die Briten ausgesetzt sind. Unter fadenscheinigen Vorwänden werden dänische Seeleute vor die Alternative gestellt, entweder in britische Dienste zu treten, oder sich internieren zu lassen. Alle deutschfreundlichen dänischen Seeleute in England werden hinter Schloß und Riegel gesetzt. Gegenwärtig dürften sich mehr als hundert Dänen in englischen Konzentrationslagern befinden. In typisch britischer Weise werden neutrale Seeleute in die gefährlichsten Linien des Konvoidienstes eingespannt, von dem der dänische Seemann berichtet, daß es ein furchtbares Erlebnis ist. Die Konvois seien dem deutschen Feuer ununterbrochen ausgesetzt, so daß die See- i leute zwangsläufig ihre Nerven verlieren. Selbst aus langen Reisen kann von Schlaf keine Rede sein; da man jeder Zeit mit deutschen Angriffen zu rechnen hat. Der dänische Seemann gibt weiter einen sehr interessanten Bericht von den Wirkungen der deutschen Luftangriffe auf englische Häfen. Die Straßen Londons waren während eines wirkungsvollen deutschen Luftangriffs Ende Dezember taghell erleuchtet, so daß es ohne weiteres möglich war, mitten in der Nacht Zeitung zu lesen. Die Lebensmittellage Englands wird von dem Dänen als katastrophal bezeichnet. Es sei fast ausgeschlossen, in England Lebensmittel zu kaufen.
weis dafür, daß die Heimat sich ganz darüber klar sei, daß ihre Frontkämpfer in die Lage versetzt werden müßten, mit den gleichen Waffen einen an die Unbillen der Witterung viel mehr gewöhnten Gegner zu bekämpfen. Es habe sich gezeigt daß man nicht vergeblich an das deutsche Volk' appelliert!
Das ganze deutsche Volk, so führt „Popolo d'Jtalia" aus, hat mit einmütiger Begeisterung an dieser Kundgebung der Liebe und Dankbarkeit für die Truppen teilgenommen. Ueber zwei Millionen Männer, Frauen und Kinder haben während dieser zwei Wochen ihre täglichen Arbeitsstunden unter Hintanstellung der eigenen Interessen und der Familie verdoppelt. Die Verteilung an die Soldaten sei so rasch geschehen, bemerkt das Blatt, daß viele, die ihren Gaben Glückwünsche beigepackt hatten, bereits Dankesprüße von der Front erhielten. „Carriere della Sera" hebt hervor, daß arm und reich, jeder ungeachtet des Wertes oder der Möglichkeit, sich die Gaben in Bälde wieder- beschaffen zu können, gegeben haben, was ihm nützlich, teuer oder unersätzlich erschien, und dabei mit einer ergreifenden Selbstverständlichkeit.. „Es war fürwahr ein Volksentscheid der inneren Frönt gegenüber der Front der Soldaten" schließt die Zeitung.
Eine klare Antwort des deutschen Volkes auf die feindlichen Agitationslügen nennt der Preßburger „Erenzbote" die Wintersachensammlung. Die feindliche Agitation habe sich in den letzten Tagen besonders bemüht, die unsinnigsten Märchen und Lügen über Deutschland zu verbreiten. Keine Lüge war dumm und dreist
genug, daß sie nicht erfunden und aufgetischt worden wäre. Das deutsche Volr hat, so betont das Blatt, jetzt die Antwort darauf erteilt.
In 18 Tagen hat es eine Leistung vollbracht, die in der ganzen Welt ohne Beispiel dasteht und einen uneri- schütterlichen Beweis der Treue und des Vertrauens der Nation in die Führung darstellt.
Die rumänische Zeitung „Porunca Vremiini" bezeichnet das Ergebnis unter groß aufgemachter Ueberschrift als den Ausdruck einer wahren Volksabstimmung in Deutschland. Das . Ergebnis, das sich nur mit dem Opferwillen von 1813 vergleichen läßt,- sei ein neuer Beweis für die Volksgemeinschaft, den Opfergeist und den Siegeswillen, von dem das deutsche Volk geleitet sei.
Die schwedische Zeitung „Nya Dagligt Allehanda" schreibt u. a.: „16 Tage lang ist die deutsche Heimatfront von der Idee dieser Sammlung beherrscht gewesen. Das gewaltige Ergebnis ist einzigartig". „Soenska Dagbladet" nennt das imponierende Opfer der Deutschen eine würdige Antwort auf ausländische Gerüchte über angebliche Uneinigkeit in Deutschland.. Auch die „Brüsseler Zeitung" brandmarkt im Zusammenhang mit der Woll- und Pelzfammlung die Lügenagitation der Gegner Deutschlands. Das Blatt erinnert an ähnliche Versuche der Feindmächte während des Weltkrieges und erklärt: Wer nur etwas von dem begriffen hätte, was seit zehn Jahren im deutschen Volk vor sich ginge, müßte ahnen, wie dumm und unzeitgemäß solche Lügen sind. Die Zeitung, schließt, die Deutschen hätten mit ihrer Gebefreudigkeit vor aller Welk bewiesen, daß sie nicht nur eine wirkliche auf Gedeih und Verderb verbundene Gemeinschaft seien, sondern auch ein politisch mündiges Volk. Der Feind habe eine Schlacht verloren, auf die er die größten Hoffnungen setzte. Er verlor sie, weil der Führer rief, und alle kamen.
Vrilen-Zerstörer im Atlantik versenkt
kin weiterer m Minelmeee torpediert - vom I. dis 10. Januar 42 vritenflugieuge verloren
Aus dein Führerhauptquartier, 12. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront und im Waldai-Gebiet dauern an. An den übrigen Abschnitten der Front keine wesentlichen Kampfhandlungen. Eine Fernkampsbatterie der Kriegsmarine beschoß Dover mit beobachteter Tresserwirkung. Unterseeboote versenkten einen britischen Zerstörer im Atlantik und torpedierten einen weiteren im Mittelmeer. In Nordafrika lebhafte Aufklärungstätigkeit., Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten die Knstenstraße der Cyrenaika sowie britische Flugplätze aus der Insel Malta. In der Zeit vom 1 bis 10. Januar verlor die britische Luftwaffe 42 Flugzeuge, davon 10 über dem Mittelmeer und in Nord
afrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kamps gegen Großbritannien nenn eigene Flugzeuge verloren.
Bei dem im Wehrmachtsbericht vom 7. Januar gemeldeten sowjetischen Landungsunternehmen in Jewpatoria auf der Krim ließ der Gegner in zähen Häuser- und Straßenkämpfen 800 tote Soldaten und 1300 Partisanen aus dem Kampsfeld. 203 Gefangene sielen in unsere Hand Dieser Erfolg ist in besonderem Maße dem entschlossenen Zupacken des Oberstleutnants von Bod- dien zuzuschreiben, der als Kommandeur der Aufklärungsabteilung einer Infanteriedivision in diesem Kampf gefallen ist. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat diesem tapferen Offizier nachträglich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen."
Sie Nio Konferenz unter dem Druck der Vollarpolitik
wie Wsikingwn den süVamerikanisHen Kontinent gefügig machen will - kinkreilungskomm lsion bereits am Werk
Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung
gk. Berlin, 12. Januar. Am 15. Januar tritt in Rio de Janeiro die panamerikanische Konferenz 1942 zusammen. Sie steht im Zeichen des Versuchs Roosevelts, die ibero-amerikanischen Staaten zu einer Politik zu zwingen, die die Länder Südamerikas zu Kolonialstaa- ten des amerikanischen Dollar-Imperialismus Herabdrücken würde. Das ist das Endziel der Politik der guten Nachbarschaft unter den Staaten Nordamerikas und Südamerikas nach der Auffassung Roosevelts immer gewesen! Jetzt enthüllt sie sich in ihrer ganzen Kraßheit in der Absicht, die ibero-amerikanischen Staaten in den Krieg gegen die Dreierpaktmächte zu treiben.
Dabei läßt Roosevelt alle Mittel der wirtschaftlichen, militärischen und geographischen Ueberlegenheit der i USA. spielen. Er will die ibero-amerikanischen Länder in den Kriegsdienst der jüdischen Plutokratie pressen, l um sie über diese Einreibung in die Kriegsfronten zu- , gleich endgültig von ihren natürlichen wirtschaft- - lichen Ergänzungssphären, Europa und Japan, zu trennen.
Roosevelt weiß, daß der Eintritt der Slldamerikaner in den Krieg und die damit zusammenhängenden Folgen den wirtschaftlichen und nationalen Ruin dieser Länder bedeuten würde. Auch in Tokio hat der Rund- sunk'nr-cker der japanischen Recnerung die Jntrigen der USA. gegen Südamerika auf der Rio-Konferenz aufgezeigt, die für Roosevelt nur Mittel und Weg „einer in schöne Pbra'e gekleideten, gistdurch- ' tränkten Dollarpolitik" sei. Die japanische . Erklärung weist auf die Absicht der dominikanischen Regierung hin. aus nordamerikanisches Betreiben einen , Antrag auf Kriegserklärung aller panamerikanischen Staaten aeaen die Dreierpaktmächte einzubringen. Es wird Zugleich an die bekannte Erklärung des argentinischen Außenministers vom 7. Januar erinnert/in der darauf verwiesen worden war, daß die argentinische ! Regierung ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten werde daß aber die vonamerilan''che Solidarität > keinen Automatismus bedeute und nicht mit militäri- sckien All'arnen vörpiwerden dürfe. Ar->entin'-ns . Regierung werde ohne Zustimmung des Kongresses weder militärische Abkommen treffen noch ..Vorkriegs- vkte" akzeptieren, die die Handlungsfreiheit Argentiniens
als unabhängiges Land einschränken könnten. Auch der Kanzler Paraguays hat erklärt, daß „man die Verpflichtungen der Konferenzen von Panama und Havanna erfüllen könne, ohne ein direktes Eingreifen der ibero- amerikanischen Länder".
Es gibt im ganzen offenbar drei Gruppen ibero- amerikanischer Staaten, von denen die eine die Neutralität anstrebt mit einer Erklärung der Anerkennung der USA. als nichtkriegführende Macht und der daraus entspringenden Vorzugsbehandlung. Die zweite Gruppe will offenbar den Weg bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mitmachen und die dritte will Roosevelts Forderung bedingungslos akzeptieren und auf seinen Befehl in den Krieg an der Seite der USA. eintreten.
Roosevelt ist nicht unbekannt, daß es trotz der schärfsten Agitation der Nockefeller-Leute in Südamerika, des Taborda-Aus-chusses in Argentinien und ähnlicher Institutionen in den ibero-amerikanischen Staaten nicht übersehen worden ist, daß er mit seiner Kritik dem-Sinn der Abmachungen von Pananta und Havanna ständig ins Gesicht geschlagen hat. indem er mit seiner ganzen Kriegstreiberei die Grundtendenz jener Abmachungen über den Haufen warf, die darauf hinausliefen, die westliche Hemisphäre aus dem Krieg herauszuhalten. Trotzdem sucht er den Mechanismus der panamerikanischen Abmachungen jetzt zum Sipielen zu bringen, als ob die USA. die Angegriffenen seien. Der Weg -st die alte Eangsterpolitik, getarnt mit öligen Phrasen von Freiheit, Demokratie und Mcnschenrecht.
Wie sich Washington die E e f ü g i g m a ch u n g der ibero-amerikanischen Staaten denkt, hat der Sender Schenectady durch den Sprecher Davis in einem Kommentar zur weltpolitischen Lage enthüllen lassen. Der Sprecher suchte zunächst die Mißstimmung zu über- kleistern, die in den USA. wie in England über die gegenseitige Unterstellung von Streitkräften aufgetaucht sind, und sucht diese Mißhelligkeiten mit einem Lob einer „weltweiten" Strategie zu verdecken. Zu diesem Lob gehören auch folgende Feststellungen: „Die Evakuierung von Manila habe bei den Sowjets Kritik hervorgerufen, aber ganz zu unrecht; denn die amerikanischeSeeherrschaft im Pazifik sei geopfert worden, um Kriegsschiffe nach dem Atlantik zu bringen. Dadurch aber wieder sei Argen
tinien nun von seinen natürlichen Märkten in Europa abgeschnitten worden. Es werde in immer stärkerem Maße in wirtschaftlicher Hinsicht von den USA. abhängig." Recht wegwerfend wird hinzugesetzt, daß der argentinische Isolationismus sowieso eine alte Geschichte auf pan-amerikanischen Konferenzen sei, mit dem nun Roosevelt in der vorgeschriebenen Weise aufzuräumen beabsichtigt.
Bezeichnend für die Situation ist die Wiedergabe einer Erklärung des Staatssekretärs Hüll, der sich „wenig befriedigt" gezeigt habe durch die Erklärung des argentinischen Außenministers, und ferner eine Diskussion der chilenischen Zeitungen über die Präsidentenwahl vom 1. Februar. In der Zeitung „Nacion" wird mit dem Argument gearbeitet, daß die Kandidatur des früheren Präsidenten Jbanez nicht auf die Sympathie der USA. rechnen könne", wogegen eine andere Zeitung vermerken muß, daß Chile noch immer einen Staatspräsidenten nehmen könne, ohne nach seiner Sympathie im Aus- land zu fragen. p
In auffälliger Form wird die Pressionsfanfare auch von London aus geblasen, wie ein Korrespondenten- bericht des „Svenska Dagbladet" beweist, m dem darauf hingewiesen wird, daß Argentinien eine Neutralitätspolitik verfolge, die stark an die de Baleras erinnere. Ueber de Valero und die Haltung des Eire aber hat am gleichen Tage die „Sunday Expreß" in einem Leitartikel „die heftigste Empörung" ausgesprochen und gefordert, „daß die Alliierten, wenn de Valero nicht aus gesunde Vernunft hören wolle, Zelbst dafür sorgen sollten, daß Siidirland verteidigt werden könne". Mit andern Worten: England droht mit Gewalt, um die verlangten Flugstützpunkte und Flotten- stükpunkte zu erhalten.
Eine parallele Aufgabe zu den an Irlands Adresse gerichteten „Wünschen" weist „Manchester Guardian" den ibero-amerikanischen Ländern in ihrer Hemisphäre zu. Südamerika soll seine Kriegshilfe auf den verschiedensten Wegen ableisten: Durch Verweigerung der Benutzung südamerikanischer Häfen gegenüber allen Schiffen der Dreierpaktmächte, hingegen Gewährung der Benutzung südamerikanischer Häfen durch britische und USW-Patröuillenschiffe, für die also diese Häfen
(Fortsetzung aus Seite 2)
Da» Hute 4ee öckkt»kk«'esea
Von
8-^.-Qruppollkükrsr llrick Hass?, Lrsmsn.
Als am 17. Oktober 1855 im Krimkriege drei französische Panzerschiffe binnen weniger Stunden die russische Seefestung Kinburn an der Dnjeprmündupg ohne eigene Verluste niederkämpften, war damit das Zeitalter der Panzerschiffe angebrochen, und die große Zeit der Segelkriegsschiffe neigte sich rasch dem Ende zu. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurde am 9. März 1861 in dem denkwürdigen Gefecht des nordstaatlichen „Monitor" gegen das Widderschiff „Merrimac" diese Tatsache endgültig erhärtet. Alle Nationen mußten nun zu dem Bau von Panzerschiffen übergehen. Der Wettlauf zwischen Geschütz und Panzer begann und erfüllte die nächsten acht Jahrzehnte. Zum Seitenpanzer kam das Panzerdeck. Zum Schutz gegen' Mine und Torpedo wurden das Unterwasserschott und die Schutzwülste entwickelt. Die Größe der Panzerschiffe wuchs ständig. Hatten noch in der ersten Seeschlacht zwischen Panzerschiffen bei Lissa am 20. Juli 1866 Schiffe von etwa 5000 Tonnen gefochten, so waren sie 40 Jahre später schon auf 15 000 Tonnen angewachsen, als die Japaner unter Admiral Togo am 27. Mai 1905 die Vernichtungsschlacht von Tschuschima gegen die Russen schlugen. Die Seeschlacht am Skagerrak am 31. Mai 1916 sah Panzerriesen von 25 000—30 000 * Tonnen in den Eefechtslinien. Nach dem Weltkriege wuchs die Größe der Schlachtschiffe noch weiter. Die vom Schlachtschiff „Bismarck" versenkte britische „Hood" war mit 42 000 Tonnen das größte Kriegsschiff der Welt, doch in den USA. lagen schon Schlachtriesen von 45 000 Tonnen auf Stapel. Wer weiß, wann diese Entwicklung ihre Grenze gefunden hätte, weil die Technik immer größere Eefechtswerte an Artillerie, Panzerung und Bewegungskraft in einem Schiff anzuhäufen versuchte, wenn diesen Kolossen nicht eine Achillesferse geblieben wäre: die Verletzlichkeit ihres Unterwasserteils. Seine Panzerung war aus Eewichtsgründen unmöglich.
Auf dieser Verwundbarkeit der Panzerschiffe bauten sich immer wieder taktische und waffentechnische Neuerungen auf. mit denen die Namen großer Admirale der neueren, Zeit oft verknüpft sind. Als der nord- amerikanische Admiral Farragut am 5. August 1864 beim Angriff auf die Befestigungen von Mobile auf eine Minensperre geriet und vor seinen Augen der vor- ausfahrende Panzermonitor „Tecumseh" in wenigen Augenblicken versank, überwand er den nach seinen eigenen Worten „schwersten Augenblick seines Lebens" durch den kernigen Befehl: „Der Teufel hole die
Minen! Volldampf voraus!" Er behielt mit seinem kühnen Entschluß recht und kam glücklich durch die Sperre. Mobile wurde bezwungen. Als Admiral von Tegetthoff bei Lissa sich einer an Zahl, Panzerung und Artillerie überlegenen Flotte der Italiener gegenübersaß, bildete er mit seinen schwächeren Panzerschiffen einen Anariffskeil und gab entschlossen das Signal: „Panzerschiffe, den Feind rammen und zum Sinken bringen!" Der Erfolg gab ihm recht. Sein eigenes Flaggschiff traf das italienische mit dem Rammsporn unter Wasser und versenkte es so binnen weniger Minuten. Jahrzehntelang hat der Rammstoß von Lissa die Flottentaktik beherrscht, zwar zu Unrecht, denn auch er war nur der Notbehelf eines kühnen Seehelden, aber er hatte eines erneut bewiesen: Unter der Wasserlinie waren Panzerschiffe ebenso verwundbar wie andere. Die Seeschlacht von Tschuschima bestätigte diese Erfahrung. Trotz besserer Schießkunst. größerer Geschwindigkeit und überlegener Führung gelang den Japanern in der Tagschlacht nur die Versenkung von drei russischen Panzerschiffen durch Geschützfeuer. Das in seinem Ueberwasser- tml völlig zusammengeschossene russische Flaggschiff „Ssuworoff" hielt sich, obwohl bewegungsunfähig, noch stundenlang über Wasser und sank erst, als es gegen Abend mehrere Torpedotreffer erhielt. Bei den Verfolgungskämpfen während der Nacht vernichteten dann japanische Torpedos weitere drei Panzerschiffe und trafen außerdem zwei weitere so schwer, daß sie anschließend ohne Mühe mit Artillerie versenkt werden konnten. Obwohl damals die Torpedowaffe noch in den Anfängen steckte, erzielte sie doch schon große Erfolge, und
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Die Presse des europäischen Kontinents bezeichnet das Ergebnis der Wollsammlung als ein Ereignis» das dem Opferwillen des deutschen Volkes i. I. 1813 gleichstehe.
Deutsche U-Boote versenkten einen britischen Zerstörer.
Roosevelt will Südamerika durch die Rio-Konferenz in seine Gewalt bringen.
Die Japaner sind auf der Insel Celebes gelandet.
Der König von Schweden eröffnete den Reichstag mit einer Thronrede.
Die bolschewistische Machtpolitik versteift sich wieder stärker auf die Dardanellen.
Die Wintersachensammlung erbrachte als vorläufiges Ergebnis im Gau Weser-Ems über 1 123 000 Stück.
Der k. Führer der SA.-Standarte 29, Sturmbannführer Küster, wurde zum Heeresdienst einberufen; sein Nachfolger ist Sturmführer Weisbach.