Ausgabe 
(12.1.1942) Nr. 12
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parteiamtliche lageszeitung

Vas flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zreien kjansestadt vremen

Nr. 12 / 12. Jalzrgang

Anzekgen - Trundprriser Die 1 mm hohe und 22 wm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 ww breite und I mw hohe Zeile im Tertteii 73 Ermüß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel L. Geschäftsstellen: Bremen: Seeren 8/8, Ruf 5 41 21- Nachtruf und sonntags 51115- Obernsti 86, Ruf 5 4121- Syke: Müblendmnm 2- Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 8, Ecke Poststr.» Ruf 4 34 58- Br.-Vegefo4: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8- Vr.-Vlumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

Montag, 12. Januar 1942

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des veichsstattszalkers in Oldenburg und Vremen

kinzelpreis 15 lpf.

Siegreiche Schlacht des Vertrauens

die wollsachen- und peljsammlung erbrachte über 56 Millionen Stück / die Heimat Hat ilire Pflicht erfüllt

oeschrei und wolle

8. 'Das neue Jahr begann für das deutsche Volk mit einer Hochzeit innerer Kraftentfaltung, einem Be­kenntnis von so mitreißender Gewalt, wie sie nur schemenhaft hinter der nüchternen Zahl sich abhebt, die nun am letzten Tag der Wintersachensammlung das vorläufige Endergebnis dieser Aktion deutscher Herzen umreißt. In diesen vierzehn Tagen waren die Gänge zu den Sammelstellen und die unermüdlichen Wege der Sammler von Gedanken begleitet, die an frühere Zei­ten deutscher Selbstbesinnung, an das alte Wort ,Gold gab ich für Eisen" und an jene bekenntnishaften Taten erinnerten, in denen dem deutschen Volk ein Ziel gesetzt wurde und sich jeder einzelne dieses Volkes ganz zur Erreichung dieses Ziels einsetzte. Gleichzeitig waren diese vierzehn Tage — gefüllt mit der Spendenfreudig- keit eines allein vom Willen zum Sieg beseelten Volkes — begleitet von dem Eegeifer jüdischer Gazetten und anglo-amerikanischer Agitationswellen, die sich in Reuters Berichten und den Meldungen des Londoner Rundfunks ausdrückten. Es war ein Geschrei, das nach dem alten Volkswort wenig Wolle vermuten ließ. Noch am Tage des Abschlusses der Sammlung ließ sich der Sender London mit seiner Prognose vernehmen, „daß es sich immer deutlicher zeige, wie die deutsche Sam­melaktion von Wintersachen für die Soldaten der Ost­front sich zu einem Mißerfolg gestalte". Die deutsche Regierung plane, den Januar zum Monat der Zwangs- magnahmen zu erklären und alle noch vorhandenen Wollsachen in Privathaushalten zu beschlagnahmen. Die Melodie ist ebenso alt wie die Töne der Londoner Lügenschalmeien sie sucht nach dem alten Sprichwort zu arbeiten: „Lüge nur — etwas wird immer hängen bleiben."

Als wir mit einigen kurzen Sätzen jenen Lügen- schwindel von den Maschinengewehren auf dem Wil­helmplatz und von den revoltierenden Generalen zur Kenntnis nahmen und dorthin verwiesen, wo wir alle britischen Lügen aufbewahren, da reagierte London wie folgt: Deutschland müsse die Gerüchte über die innerpolitischen Unruhen dementieren, deshalb werde wohl schon etwas wahr daran sein. Kommentare zu dieser Unverfrorenheit sind überflüssig, denn angesichts der britischen Regierungsschwierigkeiten gegenüber den Mißerfolgen in Ostasien und den immer offener zutage tretenden Erbschleicherabsichten Roosevelts ist der Sinn dieser britischen Agitationsmache zu klar ersichtlich.

England selbst aber hob durch diese Agitation für die Welt die deutsche Wollsachensammlung aus der Ebene der einfachen Hilfe für unsere Soldaten in die Ebene der großen Politik, und es wird sicher noch die Agitatoren verfluchen, die diesen Weg beschritten. Eng­land eröffnete eine Polemik in der Hoffnung, die Woll-

WS6 Waggons rollen...

verlln, 11. Januar. Me vom fükrer befohlene Sammlung von pelz-, woll- und wintersachen für die front hat am Sonntagabend ihr knde gefunden. In 1S la­gen hat das ganze deutsche Volk, haben über zwei Millionen freiwillige deutsche Helfer, mehr als 4VS00 Sammelstellen und 24VS0 Niihstuben der Partei für die Soldaten an der Vstfront eine Leistung vollbracht, die in der ganzen Welt kein Veispiel hat und auf die das deutsche Volk stolz sein kann. Vas bis Sonnabend, dem 1V. Januar mittags vorliegende vorläufige krgebnis weist bereits eine

Sesamtstückzahl von SS Z2S SZV auf.

Darunter befinden sich:

2 958 155 Stück Pelze, Pelzwesten und andere Pelzbekleidungsstücke,

1978188 Stück Hemden,

1871 748 Stück Unterhosen,

4 948 768 Stück Unterjacken, Pullover und

Wollwesten,

5 986 337 Stück Schals.

650 841 Stück Muffs,

1 212 126 Stück Brust- und Lungenschützer,

1 878 124 Stück Leibbinden,

7 781 711 Paar Strümpfe und Socken,

104 841 Paar Pelzstiefel und Ueberschuhe, 170 214 Paar Skistiefel.

1174 748 Paar Skier.

3 138 503 Stück Kopfschützer.

3 854 064 Paar Handschuhe,

6 818 350 Paar Pulswärmer»

1499 629 Paar Knieschützer,

2 451 545 Paar Ohrenschützer,

6 362 923 Stück Kleidungsstücke verschiedener Art,

1485 115 Stück Woll- und Pelzdecken.

3056 Waggons mit Woll- und Wintersachen für die Front konnten in Marsch gesetzt oder bereits zur Ausstattung zahlreicher Truppenteile benutzt werden. Damit hat das deutsche Volk erneut unter Beweis gestellt, daß Front und Heimat unlösbar verbunden sind und der eine für den anderen mit all feinen Kräften einzustehen bereit ist. Das deutsche Volk hat den Satz wahrgemacht, mit dem der Führer am 20. Dezember seinen Aufruf für die Sammlung von Pelz-, Woll- und Wintersachen für die Front schloß: „Der Soldat der Ostfront aber wird auch daraus ersehen, daß die deutsche Volksgemeinschaft, für die er kämpft, im nationalsozialistischen Deutschland kein leerer Begriff ist."

Im Auftrage des Führers läßt Reichsminister Dr. Goebbels allen Spendern und Helfern Dank und Anerkennung zum Ausdruck bringen. Das deutsche Volk in der Heimat hat wieder einmal gezeigt, daß es stets bemüht ist, sich durch feine Leistungen der Front würdig zu er­weisen.

sachensammlung, deren Mißerfolg es glaubte voraussagen zu können, zu der Kennzeichnung einer inneren Unzu­friedenheit in Deutschland auswerten zu können. In dem gleichen Augenblick erhielt dadurch das Bekenntnis der deutschen Heimat zu seinen an der Ostfront stehenden Soldaten ein doppeltes Gewicht, es wurde zum selbst -

besonders schwere Verluste der Sowjets

erfolgreiches eingreifen der deutschen Luftwaffe — 112 slugieuge vom 5. bis S. Januar vernichtet

U

Aus dem Führerhauptquartier, 11. Ja­nuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront fügten die deutschen Truppen dem Gegner bei der Ab­wehr zahlreicher, teilweise mit zusammengefaßten Kräften und mit Panzerunterstützung geführter An­griffe am gestrigen Tage besonders hohe Verluste an Menschen und Material zu. Die Luftwaffe bombardierte Hafenanlagen in Feodofia sowie an der Ostkiiste des Schwarzen Meeres und griff an den übrigen Abschnit­ten der Ostfront erfolgreich in den Erdkampf ein.

In der Nacht zum 11. Januar wurden kriegswichtige Hasenanlagen auf der britischen Insel mit Bomben belegt. In Nordafrika dauert der Druck des Feindes auf die Stellungen bei Sollum an. Im Gebiet von Agedabia lebhafte Spähtrupptätigkeit. Deutsche Sturz­

kampf- und Kampffliegerverbände griffen Truppenan- sammlungen des Feindes im Raum von Agedabia sowie britische Flugplätze in der Marmarica wirksam an. In Luftkämpsen wurden 4 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Die Luftangriffe aus Flugplätze der Insel Malta wur­den bei Tag und Nacht mit guter Wirkung fortgesetzt.

Britische Bomber griffen in der Nacht zum 11. Ja­nuar Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Be­völkerung hatte einige Verluste an Toten und Ver­letzten. Sechs der angreifenden Bomber wurden abge­schossen.

In der Zeit vom 3. bis g. Januar verlor die sowje­tische Luftwaffe 112 Flugzeuge. Davon wurden 82 in Lustkämpfen und 12 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 16 eigene Flugzeuge verloren."

verständlichen Bekenntnis der Einheit zwischen Front und Heimat — es erhielt ein Gesicht, das wir voller Stolz vorweisen dürfen, denn es spricht von der unerschütterlichen, mitreißenden Haltung des gesamten deutschen Volkes. Es trägt politische Züge, so daß sich über dem tatsächlichen Gewinn für unsere Soldaten auch ein Gewinn auf dem Felde der inter­nationalen Politik ergibt.

Von dem ersten Gewinn sprechen die jüngsten Briefe, die jetzt von der Ostfront die Heimat erreichten und jenen Spendern Dank sagen, die mit rührenden Grüßen und kleinen Versen den Gruß der Heimat auch mit Worten in die gespendeten Sachen einfügten. Von dem zweiten Gewinn wird sicherlich die schwedische Regierung ob ihrer Haltung zu der deutschen Wollsachensammlung doppelt beschämt und betroffen sein. Die anglophilen Schweden ahnten offenbar das politische Gewicht dieser Aktion und suchten in ihrem kleinen Sektor durch Sperrung der Ausfuhr der Wollsachen, die von den 300 Mitgliedern der deutschen Kolonie in Schweden unter sich gesammelt worden waren, wenigstens in ihrem Bereich zu mindern. Man berief sich für die Sperrung der Ausfuhr auf allge­meine und spezielle Ausfuhrverbote, ohne zu berücksichti­gen, welch klägliche Haltung man dadurch zutage brachte, wenn man hier eine Sammlung von Wollsachen unter­sagte, die sonst jeder Reisende mitnehmen kann — Sachen zudem, die zur Bekleidung und zum Schutz vor winter­licher Unbill für jene Soldaten bestimmt sind, die aus (Fortsetzung aus Seite 2)

Auch die Ausländsdeutschen spendeten für die Ostfront

über öS oov wottsachen als vorläufiges vefamtergebnis der auslandsdeutschen Sruppen kuropas — Spontane Sammlungen

mit überwältigenden krgebnisfen in allen Ländern

Berlin, 11. Januar. Kaum war im Reich der Auf­ruf zur Wollsammlung für unsere Soldaten an der Ostfront bekanntgeworden, hatten sich auch schon die Ausländsdeutschen dem Appell des Führers an­geschlossen. Die Größe des Ergebnisses dieser begeisterten Sammeltätigkeit in aller Welt ist ein eindrucksvolles Zeugnis für die Haltung der Deutschen im Ausland, die den Lebenskampf der Heimat auch als ihr Schicksal empfinden und an ihrem Platze für den Sieg schassen und arbeiten. Noch ehe aus der Heimat eine Anregung gegeben werden konnte, waren bereits Sammlungen abgeschlossen, die zum Teil überwältigendes Ergebnis gezeitigt haben. Aus der Fülle der Meldungen, die aus allen europäischen Ländern noch jetzt ununterbrochen eintreffen, seien hier nur die wichtigsten verzeichnet.

Die Landesgruppe der AO. in Belgien meldet ein Sammelergebnis von 20 931 Stücken, darunter 7800 Paar Socken und Strümpfe, 2600 Wollwesten und Pullo­ver, 1600 Kopfschützer. 1150 Paar Wollhandschuhe, 1945 Schals, 980 gefütterte Lederhandschuhe. Die Ortsgruppe -Belgrad der AO. sammelte bei einer Kopfzahl von nur 900 Reichsdeutschen der dortigen Kolonie insge­samt 9113 Stücke, darunter 2802 Paar Socken und Strümpfe. 1167 Schals, 778 Wolljacken, Unterjacken und Pullover. 60 Pelzwesten, 110 Wolldecken. 344 Paar gefütterte Lederhandschuhe.

Von der Landesgruppe in Dänemark gingen 7135 Stück ein, u. a. 1569 Paar Socken und Strümpfe, 840 Wollwesten und Pullover, 450 Wolldecken, 608 Paar

Wmterhandschuhe, 897 Schals, ferner Pelzwesten, Pelz- decken, Skistiefel usw.

Der Kreis der AO. in der Slowakei, wo unsere Volksgenossen fast ausnahmslos in wirtschaftlich sehr engen Verhältnissen leben, hat mit einer Gesamtzahl von 8973 Stücken ebenfalls ein ausgezeichnetes Sammel­ergebnis, 1359 Paar Handschuhe, 1515 Paar Socken und Strümpfe, 450 Pelzwesten, 654 wollene Unterhosen und viele andere Sachen gehören zu dieser Sammlung.

Die Landesgruppe in Bulgarien sammelte u. a. 1652 Paar Socken und Strümpfe, 297 Paar gefütterte Lederhandschuhe, 583 Pelzwesten, 671 Wollwesten und Pullover, ferner Pelze, komplette Skianzüge, wollene Leibbinden usw. mit einem Gesamtergebnis von 5415 Stücken.

Die Landesgruppe in Ungarn meldet ein vor­läufiges Ergebnis von 880 Paar Socken und Strümpfen, 670 Wollwesten, Unterjacken und Pullovern, 200 Pelz­westen, 520 Paar schwere Winterhandschuhe, 450 Schals mit einem Gesamtergebnis von 5077 Stücken.

Die Kreisleitung der AO. in Finnland, die seit Beginn des Ostfeldzuges in der Betreuung unserer Sol­daten schon ganz Hervorragendes geleistet hat, meldet als erste Gliederung der AO. ein Sammelergebnis von 1862 Stücken, darunter 275 wollene Westen, 156 Paar Winterhandschuhe, 381 Schals, ferner Pelzstiefel, Woll­decken, Pelzmützen, Felle usw.

Vom Kreis in Kroatien, wo unsere Volksgenossen ebenfalls fast ausnahmslos in recht bedrängten wirt­

schaftlichen Verhältnissen leben, ging eine Meldung von 4065 Stück ein, darunter Woll- und Pelzmützen, Skimützen und Skianzüge. Wolldecken, wollene Unter­wäsche usw.

Das vorläufige Sammelergebnis der Landesgruppe in Frankreich weist eine Gesamtzahl von 3396 auf.

Der Landeskreis in Norwegen meldet als vor­läufiges Ergebnis eine Sammlung von 1151 Stücken, darunter Pelzjacken, komplette Skiausrüstungen, Felle usw.

Die Landesgruppe der AO. in Portugal brachte 82 Stück zusammen, wobei zu berücksichtigen ist, daß im südlichen Klima die Beschaffung von Wintersachen besondere Schwierigkeiten bereitete.

Als vorläufiges Gesamtergebnis in der Wollsamm­lung der auslandsdeutschen Gruppen in Europa können wir die stolze Zahl von 8S2V2 Stücken verzeichnen. Wieder einmal hat das Auslandsdeutschtum mit schla­gender Deutlichkeit den Beweis erbracht, daß es spontan aus sich heraus die Sorgen des deutschen Volkes zu seinen eigenen macht und dort steht, wohin Ls gehört: hinter unserem Führer und seiner Bewegung. Unsere tapferen Soldaten an der Ostfront werden es auch den Auslandsdeutschen zu danken wissen, wenn ihnen die vielen Wintersachen aus aller Herren Länder in die Hand kommen, und sie sollen daran denken, daß jedes einzelne Stück von den besten Wünschen eines Deutschen irgendwo in der Welt begleitet ist, von dem Wille« zum Sieg.

Der

Zum 49. Geburtstag Hermann Görings

rä. Berlin, 11. Januar. „. . aber er sieht nicht

mehr hinein in seine Unterlagen, sondern referiert 1'/- Stunden aus dem Kopf über die gesamten Fragen des Ostens. Er berührt alle Gebiete. Woher kennt er bloß die Einzelheiten alle? Er behandelt die Lagen der Landwirtschaft, die Erträge des Ostens, die Not­wendigkeiten der Erzeugungsschlacht spricht über die Verstärkung des Hackfruchtanbaus, über die Möglich­keiten des Anbaus von Raps und Oelsaaten, über die Notwendigkeiten von Melioratopnen und gesteigerter Anwendung von Düngemitteln und fordert von den rückgekehrten Ostgebieten Leistungen fürs Reich. Dann behandelt er industrielle Fragen, Verkehrsprobleme, Angelegenheiten von Handel, Handwerk und Gewerbe und schließlich die Arbeitsverhältnisse und die Bedürf­nisse des Reiches in dieser Hinsicht. Kurz, alle Probleme, die-es überhaupt gibt, schneidet er an und weist die Richtung an, in der sie aufgefaßt werden müssen . . ."

In einem Buch über den Aufbau des General­gouvernements stehen diese Zeilen. Sie gelten einer Sitzung bei Eöring in Karinhall. Alle für die Ein­beziehung des deutschen Ostens verantwortlichen Män­ner hat der Reichsmarschall hier um sich versammelt. Er gibt'ihnen die Direktiven für ihre Arbeit. Und deutlich geht es aus dem Bericht hervor: Die Männer staunen. Hier spricht einer zu ihnen, der in des Wortes eigentlicher Bedeutung kein „Fachmann" ist. Trotzdem: Wie meistert er die Materie, mit welcher Souveränität behandelt er selbst die schwierigsten Fragen! Er — der doch in erster Linie Soldat ist, Schöpfer und Ober­befehlshaber der stärksten Luftwaffe der Welt.

Auch für das deutsche Volk ist Hermann Eöring noch immer vor allem der Mann, der ihm den Himmel er­oberte. der Marschall der Flieger. Mit seinem Namen verbindet es die Erfolge der deutschen Luftwaffe, die Taten eines Mölders und Ealland, Lützow und Baum- bach, oder jenen herrlichen, in der Geschichte der Kriegs­führung einzig dastehenden Sieg von Kreta — an den anderen Eöring, des Beauftragten des Vierjahresplans, und, wie man ihn hier wohl nennen darf, der Organi­sator der deutschen Kriegswirtschaft, denkt es im allge­meinen nicht, obwohl sein Wirkungsbereich und seine Machtfülle gerade in dieser Hinsicht unübersehbar ist.

Der Reichsmarschall tritt in dieser Eigenschaft ja auch kaum hervor. Es liegt im Wesen der Arbeit, die er als Chef aller unter dem Wort „Vierjahresplan" zusammengefaßten Unternehmungen zu leisten hat. daß sie sich im Stillen, jedenfalls nicht vor den Augen der Öffentlichkeit vollzieht. Sie bürdet ihrem Träger zudem eine derartige Fülle von Aufgaben auf, daß nur eine solch geballte Arbeitsenergie, wie sie der Reichs­marschall repräsentiert, überhaupt in der Lage ist. diese zu bewältigen. Ministerialrat Eritzbach hat in seinem Buch über den Reichsmarschall beschrieben, wie sich unter dem Zwang dieser Aufgaben sein Tag vollzieht: Er besteht aus Arbeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend, aus einem dauernden Angespanntem aller Kräfte, das ihm keine Zeit läßt, sich Dingen zu widmen, die außerhalb des eigentlichen Kerns seiner Tätigkeit liegen.

Trotzdem besitzt er eine Popularität und die Liebe und Verehrung des deutschen Volkes wie, vom Führer einmal abgesehen, wohl kaum ein zweiter außer ihm. Den Grund zu nennen ist jedoch sehr einfach: Auch der letzte Deutsche spürt instinktiv die schlichte Einfachheit und Güte, die sich hinter dem Soldaten und Arbeits­menschen Eöring verbirgt, er spürt hinter der häufig rauhen Schale das Herz des Mannes und weiß. daß in ihm ein außerordentlich wacher Sinn gerade für die Sorgen und Nöte des kleinen Mannes lebendig ist. Und so gedenkt das deutsche Volk an seinem 49^ Ge­burtstag nicht nur seiner unvergleichlichen Leistungen und Erfolge, sondern auch des Menschen Eöring, in dem es seine besten Eigenschaften vereinigt sieht.

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Als vorläufiges Endergebnis der Wollsachensamm­lung wurden bisher über 56 Millionen Stück gezählt.

Auch die auslandsdeutschen Gruppen in Europa haben sich tatkräftig an der Sammelaktion für die deutschen Soldaten beteiligt.

Die jüngsten Abwehrkämpfe an der Ostfront brach­ten den Sowjets besonders hohe Verluste ein.

Nach dem Fall Kuala Lumpurs geht der Vor­marsch der Japaner auf Singapur unaufhaltsam weiter.

Bei dem Untergang des französischen Dampfers „Lamorciere" sind 250 Menschen umgekommen.

Der „Tag der Briefmarke" wurde in Bremen mit einer sehenswerten Ausstellung im Wilhelm-Decker- Haus begangen.

Werder behielt mit einem glücklichen 1:0-Sieg über Eintracht Vraunschweig die Tabellenführung im Kampf um die Niedersachsenmeisterschaft.

In der ersten Fußballklasse konnte der führende Bremer Sportverein nur ein torloses Unentschieden gegen Tura erzwingen.

Das Sportamt der NSG. „Kraft durch Freude" hielt seine diesjährige Arbeitstagung ab.