Ausgabe 
(8.1.1942) Nr. 8
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parteiamtliche lageszeitung

Das flmlsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des Neichsstatttsalters in Oldenburg und vremen

Nr. 8 / 12. Zalzrgang

Vonnerstag, 8. Januar 1942

kinzelpreis 15 Npf.

die Kremlmörder wollen sich reinwaschen

Molotow-Note versucht vergeblich, Sowjetgreuel unseren Soldaten zu unterstellen

Berlin, 7. Januar. Das sowjetische Autzenkommissariat hat sich bemüßigt gefühlt, nach bekanntem Muster eine Note über angebliche deutsche Greueltaten an die diplomati­schen Vertreter jener Staaten zu richten, die mit Moskau noch Beziehungen unterhalten. Die Angaben dieser Note sind dem Charakter der diplomatischen Beziehungen des Bolsche­wismus entsprechend fast ausschließlich für den Gebrauch der englischen und nordamerikani- schen Lllgenhetze zugeschnitten.

Als sich seinerzeit herausstellte, daß eine wachsende Zahl von Sowjetarmisten dem Terror ihres Politruks durch Flucht in die deutsche Gefangenschaft zu entrinnen begann, glaubten die bolschewistischen Machthaber, dem durch eine Note mit erfundenen Grausamkeiten der deut­schen Truppen gegen ihre Gefangenen begegnen zu kön­nen. Das OKW. hat damals die beispiellose Verlogen­heit dieser Behauptungen angeprangert.

Die neue Note Molotows kommt zu einem ähnlich „passenden" Zeitpunkt. Durch die Zürückverlegung eini­ger vorspringender Stoßkeile der deutschen Front für die Zeit des Winters sind die Bolschewisten wieder in den Besitz von Ortschaften gelangt, die sie vorher auf ihrem Rückzug gemäß Stalins Befehl zerstört hatten. Die zurückgewonnenen Trümmerhaufen sind ein schlechter Siegesbeweis: deshalb möchten sie die Schuld an den Zerstörungen den Deutschen zu­schieben.

Ebenso wie dieses durchsichtige Manöver von aller Welt durchschaut wird, der Stalins Befehl noch in bester Erinnerung ist, werden auch die übrigen Angaben über „allgemeine Raubzüge, Vernichtung der Bevölke­rung und ungeheuere Greueltaten der deutschen Behör­den in den besetzten sowjetischen Gebieten" keinen Glau­ben finden: denn all das. was an Gewalttaten, Exzessen, Raub und Massenmord den deutsche« Truppen in die Schuhe geschoben werden soll, ist nachweislich die Praxis der Sowjethorden und ihrer Partisanengruppen.

Millionen deutscher Soldaten haben sich während des Ostseldzuges überzeugen können, zu welchen Un­taten und Verbrechen die bolschewistischen Ban­den fähig sind. Nie hätten sie das alles für möglich ge­halten, wenn es ihnen nicht während mehr als einem halben Jahre auf Schritt und Tritt begegnet wäre. Sie haben die unmenschlichen Grausamkeiten der durch ein Vierteljahrhundert agitatorischer Vergiftung und brutalster Blutherrschaft seelenlos gewordenen Sowjet­banditen mit eigenen Augen gesehen, sie erlebten die heimtückische Sprengung ganzer Städte durch Zeit- zündung, sahen die hingeschlachteten Reihen harmloser Ukrainer, Letten und Esten, trafen auf ganze Züge Ver­schleppter, die kurz vor der Befreiung durch ihre so-

Ver gestrige welzrmachisberichl

Aus demFührer Hauptquartier, 7. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Auf der Krim wurden feindliche Kräfte, die unter dem Schutz von Kriegsschiffen in Jewpatoria gelandet waren, durch raschen Zugriff in zähem Häuserkampf vernichtet. Eine südwestlich Feodosia gelandete kleine Kräftegruppe wurde von rumänischen Verbänden zerschlagen. Deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Jagd­fliegerverbände führten wirkungsvolle Angriffe gegen die Landungskräfte der Sowjets aus der Krim und deren Nachschubwege über das Schwarze Meer. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront schei­terten bei nachlassendem Frost auch gestern zahlreiche Angriffe des Feindes. Im Raume nordostwärts Char­kow wurde ein örtlicher Einbruch des Gegners in unsere Linien durch Gegenangriff beseitigt. Zwei sowjetische Bataillone wurden hierbei aufgerieben. An der englischen Ostküste wurde ein Handelsschiss von 4VÜÜ BRT. durch Bombenwurf versenkt und mehrere Bombenvolltreffer in einem größeren Fndustriewerk er­zielt. In Nordafrika keine wesentlichen Kampfhand­lungen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen britische Flug­plätze in der Marmarica und auf der Insel Malta wirksam an."

wjetischen Sklavenhalter erschossen worden waren, fan­den die Folterwerkstätten der GPU.-Zentralen und lernten vor allem im Kampffeld selbst diese hinterhälti­gen, vor keiner Tücke und keiner Arglist zurückschrecken­den Bestien in Menschengestalt kennen. Sie sahen vor allen Dingen auch das unsägliche Leid der von dem jüdischen Bolschewismus unterdrückten und ausgebeute­ten Völker des Sowjetterrorismus und die Kultur- losigkeit, in die diese Menschen hinabgestoßen wurden.

Nicht unbekannt sind diese Tatsachen, die der deutsche Soldat mit eigenen Augen sah, und von denen die Wochenschau der deutschen Heimat einen kleinen Ein­druck vermittelte, aber auch der übrigen Welt! Was Molotows Note jetzt.deutschen Truppen vorwirft, ist sowjetische Praxis gewesen seit den Tagen der Oktoberrevolution. Gerade die angelsächsischen Völker, die jetzt durch Molotows sadistische Einzelheiten beein­druckt werden sollen, konnten sich bis vor kurzem nicht enug tun, ihr Entsetzen über Stalins Blu.t- errschaft zum Ausdruck zu bringen. Nun stellen sich ihnen die S o wi e t t e u f e l als bllltenreine Engel vor, und Churchill und Roosevelt werden wieder jauch­zen über diese herrlichen Bundesgenossen. Vielleicht er­innert sich Churchill dabei der Aeußerungen über das wahre Gesicht des Bolschewismus, die er in seinen Büchern und Reden bis vor nicht allzu langer Zeit getan hat.

Tokio, 7. Januar. Die Berichte von der Malaya- Front, die Mittwoch früh hier vorliegen, scheinen zu be­stätigen» daß sich die britischen Streitkräfte in schnellem Rückzug in das bergige Gebiet Südmalayas befinden, um von dort unter Ausnutzung des äußerst günstigen Geländes verstärkten Widerstand zu leisten. So konnten beispielsweise bereits am Dienstag nördlich des Pahang- Flusses keine Feindkräste mehr festgestellt werden. Ihr Rückzug wurde von der japanischen Luftwaffe benutzt, um den Gegner nicht zur Ruhe kommen zu lassen und seine südlichen Aufsangbasen zu vernichten, bevor sie sich zu erneutem Widerstand festgesetzt haben.

Zweifellos ist, so betonen unterrichtete Kreise in der japanischen Hauptstadt, in den Singavur von Norden schützenden Bergketten Südmalayas mit schweren Kämpfen zu rechnen. Es kommt wesentlich darauf an, ob es den Japanern möglich sein wird, auch dort Um­gehungsmanöver durchzuführen, wie ihnen dies bei­spielsweise im Norden mit großem Erfolg gelungen ist. Dort drangen die Japaner mit Hilfe von Booten von der Westtküste der Malayenhalbinsel aus in die Flüsse ein und konnten den Feind mehrfach im Rücken fassen. Diese Taktik geht auch aus den Verlautbarungen des Kaiserlichen Hauptquartiers vom Mittwoch über den Verlauf der Kampfhandlungen im Malayengebiet her­vor. Es heißt darin, daß japanische Streitkräfte mit Hilfe von Motorbooten in dem Mündungsgebiet des Berna-Flusses landeten und mit großem Erfolg die Rückzugslinie des Feindes abschnitten Gleichzeitig wurde der Feind durch Operationen vom Norden her in die Zange genommen und vernichtet. Daß die gleiche Taktik auch in Südmalaya angewandt werden kann, ist um so wahrscheinlicher, als dort ebenfalls mehrere Flüsse in die Malakkastraße münden.

Angesichts all dieser Tatsachen ist es ein vergebliches Unterfangen, wenn die blutrünstigen Bolschewisten mit unverschämten Lügen die deutsche Wafsenehre zu be­sudeln versuchen! Mögen sie noch so sehr in Einzelheiten wühlen — die Erfahrung ihrer eigenen bereits der Ge­schichte angehörenden Schandtaten spricht zu deutlich aus diesen Aufzählungen, als daß es ihnen gelänge, die Weltöffentlichkeit für den Bolschewismus zu beein­drucken, wenigstens soweit sich diese ihren nüchternen Tatsachensinn bewahrt hat. Der Kreuzzug der meisten europäischen Völker gegen den kulturzerstörenden Welt- feind beweist, daß alle Machenschaften der blutigen Mörder im Kreml aussichtslos sind!

... und so stelzt die Wirklichkeit aus!

Der Moskauer Nachrichtendienst deutete am letzten Mittwoch an, daß die GPU. sofort nach der Landung von Sowjettruppe'n in Feodosia Verhaftungen unter der Einwohnerschaft wegen Zusammenarbeit mit den deut­schen Besatzungsbehörden vorgenommen habe. Diese An­deutungen werden jetzt durch Flüchtlinge aus Feodosia, die teils auf Ruderbooten, teils auf dem Landwege die deutschen Linien erreichten, bestätigt.

Die Bolschewisten haben nach ihrer Rückkehr in diese Gebiete ein ungeheures Blutbad unter der Einwohner­schaft angerichtet. Unter Anleitung von Juden, die sich während der Besatzungszeit als Spitzel betätigten, brach eine wahre Verhaftungswelle los. Zu Tausenden wur­den die Einwohner ohne Rücksicht aus Alter oder Ge­schlecht zusammengetrieben und unter dem Vorwand liquidiert, mit den Deutschen zusammengearbeitet zu haben. Vor allem richtet sich die Wut der GPU.-Kom- missare gegen den tatarischen Bevölkerungsteil.

Die auf der Malayenhalbinsel noch verbliebenen feindlichen Flugbasen sind. einer Bekanntgabe des Kai­serlichen Hauptquartiers zufolge, Tag und Nacht Bom­benangriffen der javanischen Luftwaffe ausgesetzt. Gleichzeitig wurden Nachtangriffe auf Singapur durchgeführt. Die verbliebenen feindlichen Luftstreit­kräfte im Operationsgebiet sind nur noch äußerst gering, da die Hauptkräfte inzwischen völlig vernichtet worden sind.

Wie der japanische Heeresbericht am Dienstagabend im einzelnen zu den japanischen Luftoperationen auf Malaya meldete, griffen japanische Armeebomber in der Nacht zum. 3. Januar den Flughafen Tehgah bei Singapur an und setzten die Flugzeughallen in Brand. Eine weitere Formation versenkte am 2. Januar bei einem Angriff auf eine Gruppe feindlicher Transport­schiffe und Kriegsfahrzeuge in der Straße von Ma­lakka einen großen Frachter. Die japanische Luftwaffe unternahm ferner am Dienstag einen Angriff auf den feindlichen Flugplatz bei Kelang. Dabei wurden zehn Feindbomber zerstört und fünf weitere Maschinen so­wie Mililäreinrichtungen des Flugplatzes schwer be­schädigt. (Kelang, auch Klang genannt, liegt an der Eisenbahnlinie vom Knotenpunkt Kwala nach Port Swetterhan an der Westküste Malayas in der Provinz Selangor).

Associated Preß meldet aus Batavia (Java), daß japanische Flugzeuge über verschiedenen Punkten der äußeren Provinzen beobachtet wurden. Ein ein­zeln fliegendes japanisches Flugzeug habe aus niedriger Höhe Bomben auf eine zum Natuna-Archipel gehörende Insel abgeworfen. Eine Zivilperson sei verwundet und mehrere Gebäude zerstört worden. Ein weiteres nieder­ländisch-indisches U-Boot sei verlorengegangen.

(Siehe auch Seite 2)

«In die Zange genommen und vernichtet"

Me erjolgreiche kampjlaklik der Zapaner auf der MafcMN-ftalbinsel

Sechs Vorstöße zur kinkrelsung Singapurs

Zweidrittel Malauens in japanischer stand — London erwartet noch bittere krfastrungen in Malaga

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 7. Januar. „Singapor seiki" — das ist der Schlachtruf der japanischen Kampfflieger» die in mathematischer Regelmäßigkeit die britische See­festung angreifen, die militärischen Anlagen mit Bom­ben belegen und so Handseste Kommentare zu den sorgenvollen Aeußerungen anglo-amerikanischer Militär­experten liefern! „Singapur muß gehalten werden!" Das ist die beschworen- Formel aller plutokratischen Betrachtungen, ist die Warnung des Journalisten Ward Price in der „Daily Mail" an den früheren amerikanischen Oberbefehlshaber Yates Stirling, ist die Wurzel aller sich dem Siedepunkt der Erregung nähern­den Kommentare. Während amtliche japanische Kreise betonen, daß die britischen Verteidigungsstellungen in Malayen im gesamten Gebiet südlich von Perak an der Westküste bei Kuantan Anzeichen des Zusammen- Lruches zeigen und daß die japanischen Truppen, die jetzt zwei Drittel Malaqens besetzt halten, mit ge­waltigem Schwung auf Singapur vorstoßen, klagt der Sender London über die Lage in Malayen, daß sie „sehr ernst" sei: „Es sind bittere Erfahrungen, die wir in Malaya gemacht haben und noch mackien werden!"

Den letzten Nachrichten zufolge vervollständigen die Japaner eine 150 Kilometer lange fächerartige Ein­kreisung der britischen Streitkräfte, die in gewissen be­festigten Punkten des Staates Selangor unter dem Befehl des Generals Pownall stehen. An der Ostküste Malayens hat die Einnahme..von Kuantan mit sei­nem Flughafen den Briten die letzte Hoffnung geraubt,

daß sie noch einmal vor Singapur stärkeren Widerstand leisten könnten. Die Besetzung dieses Flughafens erlaubt es den Japanern, Singapur in einem kaum einstündi- gen Flug mit ihren Bombern zu erreichen, eine Mög­lichkeit, die voll ausgenützt wird und zu dem oben zi­tierten Schlachtruf „Singapur seiki" führte, der soviel sagen will wie: Regelmäßiger Kursdienst nach Singa­pur!

Die niederprasselnden Bomben, die schon fetzt sehr nachhaltige Wirkungen gezeigt und vor allem die In­dustrie- und Hafenanlagen äußerst hart getroffen haben, lösen im Verein mit den von allen malayischen Fron­ten in Singapur eintreffenden Meldungen über „stra­tegische Rückzüge" der Briten eine große Räumungs­bewegung in der bedrohten britischen Seefestung aus. Schon jetzt liegen Informationen über eine offizielle Räumung vor. Die Amtsstellen Singapurs haben von Wavell den Auftrag bekommen, sich zu einer Ueber- siedlung nach Java bereitzuhalten. Hatte man vorher den Abtransport der englischen und amerikanischen Zivilbevölkerung nach Sumatra geplant, so sind jetzt diese Pläne durch neuere ersetzt worden, die statt Su­matra die weiter liegende Insel Java als Fluchtort angeben.

Wenn jetzt unter dem Druck der janischen Angriffe die südlich von Kuantan an der Ostküste bis nach Jpoh an der Westküste verlaufende britische Front zusammen­brach und die englischen Truppen in erheblicher Ver­wirrung nach Iohore fliehen, wenn darüber hinaus die japanische Luftwaffe in pausenlosen Angriffen die

rückwärtigen Verbindungen bis nach Singapur trifft, wenn außerdem japanische Truppen erneut bei Kuala Selangor, einem kleinen Hafen au der Straße von Malakka landen, und sich nun im Rücken der britischen Truppen als ernste Bedrohung für die britischen Ver­teidigungsstellungen auswirken, dann ist der aus Sin­gapur kommende Hinweis der „Exchange-Agentur" ver­ständlich, nach dem die Entscheidung in der Schlacht um Malaya bevorstehen soll. Denn es sind schließlich 29 Ki­lometer, so stellt der Sender Singapur resigniert fest, die die japanischen Truppen täglich in ihrem Vorstoß auf Singapur zurücklegen.

Auf der verzweifelten Suche nach Hoffnungspunkten in der allgemeinen Verwirrung will Sender Newyork wissen, daß „Wavell Vorbereitungen trifft, um mit chinesischen Truppen über Burma Jndochina und Thai­land anzugreifen". Es ist zweifellos so, daß Wavell nach der schon in den letzten Tagen von amerikanischen Kommentatoren verbreiteten Version: „Amerika liefert das Material — Tschungking aber die Menschen", hier mit einem gelinden Druck auf Tschiangkaischek Truppen für seine Belange zur Verfügung zu bekommen hofft. Allerdings sind augenblicklich die Beziehungen zwischen Wavell in Surabaja und Tschiangkaischek in Tschungking nicht besonders freundschaftlich intim. Als Britannien in seiner Suche nach Sündenböcken, die es für den Ver­lust Hongkongs verantwortlich machen könnte, auf die Chinesen verfiel und bei Tschiangkaischek die Eröffnung eines kriegsgerichtlichen Verfahrens gegen drei chinesische (Fortsetzung auf Seite 2)

Neue Mauloffensioe und Versprechungen für 1943

ckr. V. sest. Berlin, 7, Januar. Typisch für den flachen Durchschnittsamerikaner ist es, daß er sich am glück­lichsten fühlt, wenn er in Superlativen schwelgen kann. Diese Schwäche ist Roosevelt bekannt, und mit ihr hat er spekuliert, als er seinen jüngsten rednerischen Erguß formulierte, mit dem er die öffentliche Meinung seines Landes von den katastrophalen Niederlagen abzulenken versuchte, die er auf Geheiß der Juden sind i»,i Gemein­schaft mit seinen kriegsverbrecherischen Kumpanen selbst mit schlimmster Leichtfertigkeit und höchster Frivolität heraufbeschworen hat. Er jongliert.mit einem Wolken­kratzerprogramm der angeblich kommenden Rüstung, daß selbst den Engländern, die Churchill doch an vieles ge­wöhnt hat, schtvindelangst geworden ist. Roosevelts Kriegsprogram'm, so meint Daily Mail", sei in seinem Umfang und in seiner Kühnheit verblüffend, jeden­falls werde es die Achsenmächte verblüffen.

Wir sehen gewiß nicht ein, warum das letztere der Fall sein sollte: denn wir haben uns kürzlich erst ver­schiedentlich mit deck maßlosen Prahlereien beschäftigt, mit denen, von Roosevelt angefangen, alle jlldisch-pluto- kratischen Kriegstreiber in ÜSA. vor dem Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit Japan freigiebig um sich geworfen haben. Wenn es vor dem 7. Dezem­ber hieß, daß die Flotte und die „fliegenden Festungen" der Vereinigten Staaten in spätestens 90 Tagen mit den Japanern fertig werden würden, und wenn man dem­gegenüber heute das amerikanische Volk auf einen „harten, langen, blutigen und kostspieligen Krieg mit dem Kennenlernen der Niederlage und mit weiteren Rückschlägen" — so Roosevelt vor dem Kongreß — ver­traut machen muß, so wird man es uns wirklich nicht' verdenken können, wenn wir die neue Maul­offensive des Nordamerikanischen Präsidenten nach dem gleichen schreienden Mißverhältnis beurteilen, das sich bis jetzt zwischen den großschnäuzigen Vorankündi­gungen und den harten Tatsachen offenbart hat, wenn wir also etwa die 100 000 Kampfflugzeuge, die Roose­velt im Jahre 1943 bauen lassen will. genau so be­werten wie die 90 Tage Krieg, nach denen angeblich in Japan kein Stein mehr auf dem andern stehen sollte. Selbst die Engländer fragen in ihren Kommentaren, ob nicht der Verlust der fernöstlichen Rohstoffräume die Vorankündigungen Roosevelts in eine etwas zweifel­hafte Beleuchtung stellen könnte. Will Roosevelt genau so wie die verlorenen Rohstoffe auch die Besatzungen für 100 000 Flugzeuge mitsamt der Bodenorganisation wie ein Kornfeld wachsen lassen? Das beste Rezept für die Abfuhr großschnäuziger Yankees, die jedes Bauwerk selbstverständlich viel schneller und größer errichten kön­nen, als wir das in Deutschland vermögen, stammt immer noch von jenem Kölner Droschkenkutscher, dem schließlich der Geduldsfaden riß und der einem neu­gierigen Amerikaner auf die Frage nach der Bauzeit für den Kölner Dom erklärte, das wisse er nicht, gestern habe er noch nicht da gestanden.

Die Sache hat noch eine andere, weniger spaßige Seite, einmal für das amerikanische Volk und zum andern für die Briten. Jahrelang hat der Herr des Weißen Hauses den amerikanischen Frauen und Müt­tern versichert, daß er ihre Männer und Söhne niemals in einen fremden Krieg führen werde. Jetzt steht er vor ihnen als der Mann da, der mit allen Mitteln der Demagogie und der Jntrigen einen Weltbrand in einer Form entfesselt hat. dem er, wie die Ereignisse der ersten Wochen blitzschnell bestätigt haben, in keiner Weise gewachsen ist. Nun, wo er beweisen soll, daß er mehr kann als hetzen, findet er auch nur wieder die Zuflucht zu Worten und hohlen Versprechungen aus eine ganz ungewisse Zukunft. Je blamabler der Zusammenbruch einer Diplomatie, die die Japaner schon mit einem Bluff erledigen wollte, je katastropha­ler die Widerlegung aller Großsprechereien und je schwerer die Niederläßest und Verluste, um so frecher, lächerlicher und mißtönender die Märchenerzählungen über das, was in ferner Zukunft einmal geschehen soll.

Das schlechte Gewissen verrät sich in dem wiederholten Versuch Roosevelts, die Schuld und Verantwortung von sich persönlich abzuwälzen. Immer wieder kommt er mit der Behauptung, daß Hitler „schon vor der Macht­ergreifung die schließliche Beherrschung nicht nur irgend eines Teiles der Welt, sondern der ganzen Welt und aller ihrer Ozeane" geplant habe. Die geschichtliche

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Die deutsche Luftwaffe zerschlug in rollenden Ein­sätzen sowjetische Truppenansammlungen in der südöstlichen Krim.

Die Japaner beherrschen nach britischem Einge­ständnis bereits zwei Drittel der Malaya-Halbinsel. Maulheld Roosevelt will für 1943 eine USA.-Luft- slotte von 199 VOU Flugzeugen aus dem Boden stampfen.

Moskau unternimmt den vergeblichen Versuch, in einer amtlichen Note die Sowjetgreuel der deut­schen Wehrmacht in die Schuhe zu schieben.

In Ankara hegt man Befürchtungen über die Aus­wirkungen der Eden-Reise Moskaus aus die Türkei. Anläßlich des Ungarn-Besuches des Reichsaußen­ministers von Ribbentrop unterstreicht die Buda- pester Presse die Schicksalsgemeinschaft Ungarns mit dem Deutschen Reich.

Platzbestellungen in Gaststätten sollen fortan unter­bleiben.

Für die Abgabe von Kindernährmitteln wurde eine neue Anordnung erlassen.