Ausgabe 
(7.1.1942) Nr. 7
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parteiamtliche Lageszeitung

vas flmtsbiott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmUiches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 7/12. Zalzrgang

Mittwoch, 7. Januar 1942

kinzelpreis 1S Npf.

km 49. Vundesstaat der USA.

Washingtons Militärbündnis mit stustcalien / Verhandlungen ohne wissen der britischen Negierung

Bigo, 8. Januar. Wie bekannt wird. steht in Washington der Abschluß eines Militär- bündnisses zwischen -den Vereinigten Staaten und Australien bevor. Die Vereinigten Staaten verpflichteten sich darin, den militärischen Schutz Australiens zu übernehmen. Die australische Regierung erklärt sich ihrerseits mit der Errichtung von nordamerikanischen Garnisonen, sowie Flotten- und Luftstützpunkten auf dem australischen Festland und den angeschlossenen australischen Inseln einverstanden. Die Flottenbasis von Port Darwin wird mit sofortiger Wirkung an die USA.-Marine abgetreten.

Wie es heißt, find die entsprechenden Verhandlungen zwischen Canberra und Washington schon seit längerer Zeit und ohne Wissen der britischen Regierung geführt worden. Churchill erfuhr erst bei seinem Eintreffen in den Vereinigten Staaten davon und wurde somit vor eine vollendete Tatsache gestellt. Als erste Folge dieses Abkommens hat die britische Regierung sich damit ein­verstanden erklären müssen, daß Australien außerhalb des Befehlsbereiches von Wavell bleibt.

In diplomatischen Kreisen Washingtons mißt man dem Militärbündnis größte Bedeutung bei. Man be­tont, daß Australien damit praktisch aus dem britischen Reichsverband ausscheidet und zum 49. Nordamerikani- schen Bundesstaat wird. Die australische Regierung soll in dem Appell an die USA. das einzige Mittel für die Verteidigung des Dominions erblickt haben, nachdem die Mehrzahl ihrer eigenen Streitkräste von den Englän­der« im Mittelmeer geopfert wurde.

*

EleichAeitia mit den Vereinbarungen mit Kanada mußte Churchill in Washington di^Tatsache zur Kennt­nis nehmen, daß sich der australische Premierminister

Curtin in einem Telegramm an den amerikanischen Präsidenten gewandt hatte, um diesen um seine be­sondere Hilfe in der verzweifelten Lage zu bitten, in die sich der fünfte Kontinent nach dem Ausbruch des Krieges im Pazifik gebracht sieht. Dieses Telegramm enthielt im Grunde schon nichts anderes als die Absage an das Empire, dem Austranen sein Schicksal nicht län­ger anvertrauen will. Es hat einige Zeit gebraucht, bis man in Australien erkannt hat. wie das Mutterland die Kräfte des Dominions zu rein egoistischen Zwecken der britischen Plutokratenkaste mißbrauchen wollte. Im Vor­deren Orient, auf dem Balkan, auf Kreta und schließ­lich wieder auf Hongkong waren es in erster Linie die Australier, die Neuseeländer und die Kanadier, die die großen Blutopfer bringen mußten, während die bri­tischen Truppen sich stets in der letzten Linie hielten und sich zuerst einschifften, wenn es an Kopf und Kragen ging. Die Australier haben ihre Opfer in, dem Ver­trauen gebracht, daß das mächtige Albion seine schützen­den Fittiche über alle Bereiche des Empire ausbreiten würde, wenn es Ernst werden sollte. Nach dem Aus-

Ver gestrige Welirmacklsbericht

Aus dem Führerhauptguartier, K. Ja­nuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt: „Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ost­front dauern an. Unsere Truppen fügen dem Feinde durch Abwehrfeuer, und Gegenstöße überall schwere Ver­luste zu. Im Rahmen der Kampssührung aus der Luft hat sich ein kroatischer Fliegerverband durch kühn ge­führte Tiefangriffe besonders ausgezeichnet-. Die bei Feodosia gelandeten sowjetischen Kräfte sowie Schiffsziele vor Jewpatoria wurden von Kamps­und Jagdfliegerverbänden erfolgreich angegriffen. Ein Schnellboot wurde versenkt, drei Transporter beschädigt. Bei den Faröer und an der englischen Westküste wür­den zwei feindliche Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt. In Nordafrika lebhafte Aufklärungs- und Artillerietätigkeit im Raum von Sollum und bei Age- dabia. Wirksame Luftangriffe richteten sich gegen bri­tische Stellungen und Nachschubwege. Auf der Insel Malta wurden britische Flugzeuge bombardiert."

bruch des Krieges in Ost asten offenbarte sich aber die ganze Ohnmacht Großbritanniens^ und nun konnte man aus Canberra den Entsetzensruf hören: „Uns beginnt für das Schicksal Australiens zu schaudern, wenn wir an Singapur denken!" Die Vermutung liegt nahe, daß ohne Wissen der Londoner Regierung die Verhandlungen im Sinne der US.-amerikanischen Erbschleicherei schon seit längerer Zeit geführt wurden und erst jetzt unter dem Druck der Ereignisse zum beschleunigten Abschluß gelangt sind.

Der australische Ministerpräsident Curtin hat als erstes Ergebnis der Verhandlung mitgeteilt, daß die amerikanische Flotte die australischen Häfen als Stütz­punkte benutzen werde. Der vorgesehene Wortlaut des Abkommens, in dem von der Errichtung von nord­amerikanischen Garnisonen, von Flotten- und Luftstütz­

punkten auf dem australischen Festland und den Inseln, sowie von der sofortigen Ueberlassung der Flpttenbasip in Port Darwin die Rede ist, zeigt, baß die USA. ganze Arbeit geleistet haben. Aber schon die Tatsache, daß die australische Regierung hinter dem Rücken Londons, mit den Vereinigten Staaten verhandelte, so als ab sie überhaupt von England nichts wüßte, und ein vollständig selbständiger Staat wäre, zeigt alle Symptome der Auflösung des Empire. Die Regierung eines Dominions pfeift auf alle bestehenden Verträge mit England und sucht sich einen neuen Freund, von dem es mehr Unterstützung erwartet als vom vielge- rllhmten England. Mit Recht spricht man darum in Washington vom „49. Bundesstaat Australien", wäh­rend man im Grunde schon berechtigt gewesen wäre, Kanada mit dieser Nummerbezeichnung einzureihen. Wie sich Churchill seinen Engländern gegenüber wegen dieses „Gastgeschenkes" Roosevelts verantworten will, das bleibt ihm selbst überlassen. Die englische Bevölkerung wird nun zweifellos erkennen, welcher Art die Freund­schaft der USA. ist und daß sie verteufelte Ähnlichkeit mit der Liebe des Wolfes hat, der also zum Schafe sprach: „Ich liebe dich, denn kein Fleisch ist so schmack­haft wie deines!"

Vor -em großen Schlag gegen Singapur

Schwere kämpfe um kuala Selangor — wilder Nückzug der Seilen auf lostore

Bangkok, K. Januar. Der Sender Singapur gab am Dienstag zu, daß bei Kuala Selangor, einem kleinen Hasen an der Straße von Malacca, 59 Kilo- meter nordwestlich von Kuala Lumpur im Staate Selangor, wo die Japaner im Rücken der britischen Hauptstreitkräfte Landungen durchführten, schwere Kämpfe im Gange sind: Angesichts des Druckes der ja­panischen Truppen in diesem Gebiet gingen die Eng­länder zurück. Seit Ausbruch des Krieges, so stellt der Sender weiter sest, seien die Japaner täglich durch­schnittlich 29 Kilometer vorgerückt.

Unter dem Ansturm der Japaner fliehen die britischen Truppen von Kuantan (an der Ostkiiste Malayas) in regelloser Flucht auf Johore, der südlichen Pro­vinz Malayas, zu, meldet Domei vom Kriegsschau­platz in Malaya. Den Luftstützpunkt von Kuantan. der sechs Kilometer südlich der Stadt liegt und die lebte Befestigung an der Ostküste Malayas vor Jehor ist, wurde am 3. Januar eingenommen.

Die Heeresabteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers gab taut Domei am Dienstag bekannt, daß die japa­nische Heeresluftwaffe Tag für Tag an der Malaya- Front in Aktion tritt. Japanische Elitebomber führ­ten in der Nacht zum 3. Januar einen- Ueberraschungs- angriff auf den Flugplatz von Tangah durch und zerstörten durch Bombenabwurf aus geringer Höhe Schuppen, wodurch drei Brände entstanden.

Nachdem man am 4. Januar nachmittags erfahren hatte, daß ein Dutzend feindlicher Bomber auf dem Flugplatz Kluang. dem Zentrum der Provinz Jo­hore, angekommen war, überraschten japanische Flug­zeuge den Fl-ugplgtz. wobei sämtliche Flugzeuge zer­stört wurden. Die japanischen Flugzeuge unternahmen den überraschenden Angriff auf den Flugplatz, nach­dem sie den Start der feindlichen Flugzeuge durch die Zerstörung der Rollfelder unmöglich gemacht hatten. In der gleichen Nacht zerstörten japanische Fliegerver­bände militärische Anlagen in der Stadt Singapur und schössen einen feindlichen Jäger ab der sich zum Kampf stellte.

19 VVO lote üer TsckungkinZ-Truppen

Ueber die erfolgreichen Kämpfe der japanischen Truppen bei Tschangscha in der chinesischen Pro­vinz Hunan bringt Domei eine längere Uebersicht. Da­nach wurde Tschangscha von den japanischen Truppen vollständig besetzt, nachdem letztere seit dem 1. Januar mit dem 10. Armeekorps der Tschungking-Truppen, das sich aus der 3., 10. und 90. Division zusammensetzte, Straßenkämpfe ausgesuchten hatten. Das genannte Armeekorps wurde völlig aufgerieben. Es verlor 19 000 Tote und 7000 Gefangene. Eine Menge Kriegs­material wurde erbeutet. Mehrere Bunker und mili­tärische Ziele innerhalb und außerhalb der Stadt wur­den vollständig zerstört.

vrttifche Verzweiflung um Vstafien

Man sorgt sich schon um Surabaja - Keine flussicht, Sas Schicksal Singapurs ;u wenden

vr. rv. scb. Berlin, 6. Januar. Soweit auf dem Tief­punkt des Verzichtes ist die Stimmung in England im Hinblick auf die militärisch-strategische Entwicklung in Ostasien bereits gesunken, daß man sich die Folgerun­gen aus einer etwa notwendig werdenden Preisgabe von Sü'rabaja überlegt. Um die Bedeutung einer sol­chen Fragestellung zu erkennen, muß man sich vergegen­wärtigen, das Surabaja auf der holländisch-indischen Insel Java, also ' schon weit außerhalb des Insel-

ringes liegt, der das südchinesische Meer abschließt und der, mit Formosa beginnend, über die Philippinen, Borneo und Sumatra bis nach Singapur verläuft. Surabaja befindet sich schon halbwegs auf der Strecke vyn Singapur nach Port Darwin in Australien zind ist von Singapur soweit entfernt wie Narvik von Bre- meU oder wie Tripolis von München. Man hat er­fahren, daß sich General Wavell mit dem Gedanken (Fortsetzung auf Seite 2)

Veutsche wollsammlung bedrückt englische Agitation

wie man an der tlzemse die spendenlreudige Haltung des deutschen Volkes mißoerstekt

Drabtbcricht unserer Berliner Schriftleibung

i>. Berlin, k. Januar. In die zwischen Angst und Sorge, zwischen Lüge und Pessimismus, zwischen Hofs- nungsankern und Verzweiflungsausbriichen schwankende Stimmung in den plutokratischen Hauptstädten, wie sie so plastisch in allen Kabeln auch gewiß englandfreund- licher neutraler Korrespondenten geschildert wird. ist ein neuer Tropfen der Wehmut und des Erkennen« ge­träufelt worden. Zu den philippinischen und malayi- schen Befürchtungen ist ein neues getreten, nämlich die falsche Rechnung über die Haltung des deutschen Volkes!

An der Themse — in den plutokratischen Amtsstuben der britischen Kriegsverbrecher und in den SudoMchen angelsächsischer Hetze — hat diese Erkenntnis, dokumen­tiert in dem überragenden Ergebnis der deutschen Woll- fammlung, den Agitationsappamt mit eürem Ruck auf Hochtouren gestellt. Die Produkte dieser von namenloser Enttäuschung sprechenden Agitationswelle sind so phan­tastisch komisch, daß sie lediglich zur Erheiterung der hei mehr oder minder kalter Witterung von Haus zu zu Haus gehenden freiwilligen Sammler dieser Aktion beitragen können. Mit Regietricks übelster amerikani­scher Kriminalfilme und Attributen, die lediglich den Briten in der Rückerinnerun'g au ihre eigenen Kolo- yialmethoden so plastisch vor Augen stehen können, wird die zweite Woche der großen Pelz-, Woll- und Winter- sacheniammlung aus dem angelsächsüchen Lager be­gleitet.

Reuter, der Londoner Rundfunk. Radio Schenectady in den Vereinigten Staaten, die britischen und ameri­kanischen Zeitungen, sie alle haben ihren Beitrag ge­leistet, um diese Wollsammlung als das zu zeichnen,

was sie in Wirklichkeit ist: über den Rahmen der praktischen Hilfe hinaus , durch den sie beherrschenden Geist ins politische ausgeweitete Aktion! Wenn Lon­don der Welt verkündet und dabei auch auf geistig minderbemittelte deutsche Hörer hofft, daß. „die Woll- sachen den deutschen Familien buchstäblich vom Rücken genommen werden" und daß „Hausdurchsuchungen zur Feststellung und Beschlagnahme wollener Kleidungs­stücke" hätten durchgeführt werden müssen, dann spricht aus diesen Feststellungen nicht nur die grenzenlose Un­kenntnis über die wahre Haltung des deutschen Volkes, die ' mit jeder auftretenden Schwierigkeit einen wei­teren Grad von Härte gewinnt, sondern in diesen Stimmen bricht sich auch der übergroße Aerger der Emigranten, Juden, Engländer und Amerikaner Bahn durch die Maske des so gern geheuchelten Gleichmutes. „Besitzer von Wollfachen werden gezwungen, diese ab­zugeben", so unterrichten britische Zeitungen ihre Leser­schaft. „Die Leute werden aus den Straßen angehalten und ihnen die Wollfachen abgenommen", so versucht man das° für angelsächsische Leser nur als Mysterium zu be­zeichnende Maß der deutschen .Spendensreudigkeit zu motivieren. „Die Pelzgeschäfte werden geplündert. Deutsche Militärpatrouillen nehmen auf den Straßen Männern und Frauen die Pelzmäntel und warmen Sachen ab". Das ist also die deutsche Wollsammlung, durch die britische Brille gesehen! Eine erbärmlich klingende Begleitmusik, die allerdings den Stolz des deutschen Volkes auf das von ihm in Angriff ge­nommene Werk nur noch steigern kann.

Die Blamage der angelsächsischen Propheten, die in der vergangenen Woche von einem „großen Mißerfolg der Sammlung", von „Verzweiflungsaktionen der deut­

schen Regierung" sprachen, wurde auch in London fühl­bar, als das erste Zwischenergebnis der Sammlung in einem amtlichen Regierungskommunique in Berlin be­kanntgegeben wurde. Was nun tun? Londons Hetzer fanden für ein fettes Honorar auch hier einen Ausweg. Sie behaupten heute, die „gesammelten Gegenstände würden ausreichen, um jeden deutschen Soldaten an der Ostfront mit einem Viertel-Hemd, einer Viertel-Unter- Hose und einem Zweifünftel-Pullover auszurüsten". An­dere Zeitungen wählen statt einem Viertel-Hemd nur ein Achtel-Hemd, wieder andere statt Zweifünftel-Pullo- ver nur ein Sechstel-Pullover, je nach Belieben und je nach dem Grad der Dummheit des Leserkreises, dem man auf der britischen Insel Kenntnis von dem „gran­diosen deutschen Mißerfolg" geben will. Man könnte nun eine Zahlenrechnung aufmachen, könnte feststellen, daß über 32 Millionen Gegenstände gespendet wurden, daß allein mehrere Millionen Pullover und Hemden vom deutschen Volk zu den Sammelstellen getragen wur­den, um dann den Angelsachsen in ihren Ahnungen auf die Spur zu kommen, die sich um die zahlenmäßige Stärke des deutschen Ostheeres ranken. Je nach der be­treffenden englischen Zeitung hat Deutschland also nach britischer Ansicht zwei, drei. vier bis dreißig Millionen Soldaten im Osten stehen.

All diese Zitate sind aber lediglich Symptome der gei­stigen Verdauungsschwierigkeiten, die die britischen Ge­müter angesichts des überragenden und stolzen Ergeb­nisses der deutschen Sammelaktion befallen haben. Wenn das deutsche Volk auch hart arbeitet und schafft — Zeit zu einem fröhlichen Lachen hat es immer noch. Die an­gelsächsische Hetze gibt dazu die Ursachen!

4e« Papier"

„Times" bestätigt Englands Verrat an Europa

ckr. vr. soll. Berlin, 6. Januar. Es gibt in einigen ver­träumten und verstaubten Winkeln Europas noch Leute, die nicht an den ganzen furchtbaren Ernst der Gefahr glauben wollen, die sich aus einer Verwirklichung der britisch-sowjetischen Bündnisziele für unseren Erdteil ergeben müßten. Da konnten wir beispielsweise nach der letzten Rede Edens in einer schweizerischen Zeitung lesen, daß der britische Minister zum Glück festgestellt hat, daß es sich in Moskau nicht um endgültige Be­schlüsse handelt, da eine Vereinbarung über die Nach­kriegszeit nicht ohne Zustimmung der Dominien, der Vereinigten Staaten und der anderen Verbündeten ge­troffen werden könnte". Wenn sich ein politischer Naiv­ling mit solchen Illusionen beruhigen wollte, so wird er jetzt durch einen Leitartikel der „Times" aus seinen Träumen jäh herausgerissen. Da heißt es nämlich wörtlich:

„Ein wertvolles Ergebnis der Mission Edens in Moskau war es, die Entschlossenheit amtlich auf dem Papier festzulegen das Bündnis mit den Sowjets zum dauerhaften Bollwerk der britischen Politik zu machen." Deutlicher und endgültiger kann der beab­sichtigte Verrat Edens an Europa und an der gayzen abendländischen Kultur nicht zum Ausdruck gebracht werden, als es hier gsschehm ist.

Als Eden nach seiner Rückkehr aus Moskau so neben­bei auch von einem gewissen Vorbehalt sprach und auf die USA. und die Dominien anspielte, da tat er das mit einem Augenzwinkern nach der Richtung des Kreml hin und dort hat man schon richtig verstanden. Man hat es ja, wie die „Times" jetzt ausplaudert, von Herrn Eden schwarz auf weiß bekommen, daß England mit der Auslieferung Europas an die bolschewistische Polizeigewalt einverstanden ist. Die „Times" setzt sich sogar kaltschnäuzig über die Frage hinweg, ob die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten und in den Dominien mit einer solchen Auslieferung der abendländischen Kultur an den Nihilismus der inner­asiatischen Steppe und an dem Mordterror der GPU. einverstanden sind. Die Billigung und die Mitarbeit der Dominien und der USA. sind zwar für eine ge­sunde britische Politik — gesunde britische Politik! — er­forderlich, aber die Initiative und die eigentliche Ver­antwortung werden bei England und der Sowjetunion bleiben: man erwartet eine feste Führung dieser beiden Mächte in allen politischen Angelegenheiten, die sich auf Europa beziehen." Deutlicher konnte es uns nun wirk­lich nicht mehr gesagt weiden. Ein letztes Alibi sucht sich die „Times" durch den Hinweis zu verschaffen, baß die „gefährliche Versuchung", daß die Frage auf die Dauer durch eine bloße Aüsschaltung der deutschen Mi­litärmacht erledigt werden könne, durch die Atlantik- urkunde gehemmt sei. Du lieber Gott, als ob Herr Stalin sich durch einen Fetzen Papier, den Roasevelt und Churchill auf der inzwischen zu den Fischen ge­gangenen „Prince of Wales" beschrieben und den sie selbst keinen Augenblick ernst genommen haben, auch nur im geringsten beeinflussen lassen würde, wenn es ihm einmal mit Hilfe der USA. und Großbritanniens möglich gemacht würde, Europa mit seinen innerasi- atiichen Steppenhorben zu überschwemmen.

Es kann sich ja auch in England kein vernünftiger Mensch in diesem Sinne mehr Illusionen machen. Keine Koalition auf der Welt wird in der Lage sein. die­jenige Macht mit Aussicht auf Erfolg anzugreifen, die den europäischen Kontinent einmal militärisch be­herrscht, ohne noch mit einem Gegner auf diesem Erd­teil selbst rechnen zu müssen. Darum kann und darf diese Macht nur Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers sein, der Europa zum Kreuzzug gegen den Bol­schewismus geeinigt hat, als er den kühnen und Ver­antwortungsschweren Entschluß faßte, am 22 Juni 1941 der geplanten Ueberflutung unseres Kontinents durch den Bolschewismus im Gegenschlag zuvorzukommen. Denkende englische Politiker müssen sich der Konse­quenzen ihrer neuen Vündnispolitik durchaus bewußt sein. Darum ist ihre Handlungsweise nur aus der sinn­losen Wut darüber zu erklären, daß aus dem geplanten „reizenden Krieg" eine Katastrophe der Verzweiflung geworden ist. Heute müssen Churchill und seine Pluta- kratenclique erkennen, daß ihr Empire verloren ist. In blindem Haß wollen sie dann wenigstens Europa in den eigenen Untergang mit hineinziehen. So nur istdieser fürchterlichste Verrat der Weltgeschichte an einem ganzen Kulturkreis psychologisch

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Die unvermindert heftigen Angriffe der Sowjets an der Mittelsront werden nach wie vor erfolgreich abgewiesen.

Durch den unaufhaltsamen Vormarsch der Japaner aus der Malayen-Halbinsel reift die Entscheidungs­schlacht um Singapur stetig heran.

Die „Times" deckt noch einmal die Hintergründe der Moskauer Reise des Salonbolschewisten Eden auf. Im Zuge des Ausverkaufs des britischen Empire hat sich Australien durch Militärbündnis den USA. angeschlossen.

Der Führer hat für den Wehrwirtschaftsfiihrer Vor­bei Staatsbegräbnis angeordnet.

Der Kreisleiter übergab gestern dem Standort- ältesten neun Waggons Wollfachen und vier Wag­gons Skier für unsere Soldaten.

Für den Verkauf von Schaufensterware erschien noch einmal eine entscheidende Bekanntmachung.