Ausgabe 
(5.1.1942) Nr. 5
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott des legierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

Die 1 nun hohe und 22 wm breite Zeile lw AnzeigrnteU 13 Dir 78 ww breite und 1 mw hohe Zeile im Lerne» 75 Ermüß Grundpr. (für Klein- a. Familienanz. u. a.) sowie fons/ige Beding. Preisliste 9 Nachloßstafsel 0. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8» Ruf 5 41 21; Nachtruf und sonntags 51115) Obernstr. 86. Ruf 5 4121- Syke: Mühlendomm 2- Dr.-Hemelingen: Bahnhosstr. 6, Ecke Poststr Ruf 4 84 58; Br.-Degesock: Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8) Br.-Blumenthal: Kpt.» Dallmann-Str. 41/43. Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblat» des Neichsstattlsalters in Vldenburg und vremen

Nr. 5 / 12. Zalirgang

Montag, 5. Januar 1942

kinzelpreis 15 Npf.

Ms jetzt über Z2 Millionen Stück

Wollsammlimg bis 11. Januar verlängert / Jedem ist noch einmal Selegensteit gegeben!

fllle krwartungen übertroffen

b, Zahlen, nüchtern, konkret und sachlich künden heute von dem großen Erfolg-der Wollsammlung des deutschen Volkes! In diesen Tagen zwischen dem Weihnachts­fest und dem gestrigen ersten Sonntag nach Neujahr, einer Periode, der aus früheren Zeiten der Beigeschmack der Ruhe und der Resignation anhaftet, hat das deut­sche Volk sich selbst ein Denkmal gebaut, errichtet aus Gaben, die nicht aus der Fülle geschöpft wurden, nicht aus dem Ueberfluß als Spenden in die Sammelstellen wanderten, sondern Dinge darstellten, die auch in der Heimat gebraucht werden, an denen die Front aber im Augenblick größeres Interesse hat. So hat der über alle Erwarten große Erfolg der Sammlung, zu der der Führer aufrief und die jetzt um eine weitere Woche verlängert wurde, diese Aktion aus der Ebene der praktischen Hilfe für die Front in die große Linie des Bekenntnisses der Heimat zu seinen. Soldaten gerückt.

Es ist ein anderes Volk, wie jenes von 1914/18, das oft eigene, der Front direkt entgegengesetzte Wege zu gehen müssen glaubte und schließlich durch eigene Klein­mütigkeit den von seinen Söhnen erstrittenen Wafsen- erfolg zunichte machte. Heute hat sich das Volk, hat sich die Heimat das Schicksal der Front zum eigenen ge­macht. Es war glücklich, eine Aufgabe gestellt zu be­kommen, in deren Erfüllung es diesen großen Zusam­menhalt zwischen Front und Heimat, dieses Ineinander­fließen zweier Fronten der inneren und der äuße­ren dokumentieren konnte. Es wurden nicht große Worte gemacht, es wurde nicht debattiert, keine Wenn und Aber erörtert es war ein Ruf, ein Appell er­gangen, und das deutsche Volk hat die Notwendigkeit dieses Aufrufes gespürt und ist zur Tat geschritten. Unzählig sind die Einzelbeispiele, die den Geist be­zeugen, von dem diese Sammelaktion getragen wurde und der das zur Sammelstelle getragene Paar Socken, die Pulswärmer, Kopf- und Lungenschützer, die Pelz­sachen und auch die Ski über seinen tatsächlichen und praktischen Wert erhöhte.

Das ganze Ausland, soweit es noch Würde genug hat, die Anstrengungen eines Volkes im Kriege zu würdi­gen, muß begeistert diese Tage verfolgt haben, die von der Feindpröpaganda mit mißtönenden Kommentaren und Meldungen ausgeschmückt und gewürzt wurden. Der Londoner Rundfunk glaubte von einem Mißerfolg sprechen zu können, drei von vier deutschen Familien hätten den Aufruf des Führers unbeachtet gelassen. In den Vereinigten Staaten würde, so ließ sich der Hetz­sender Schennectady vernehmen, die deutsche Wolliam- melaktion als ein Verzwciflungsschritt der deutschen Re­gierung betrachtet. Tausende deutscher Männer und Frauen hätten sich offen geweigert, hier mitzumachen, ihre Wollsachen herzugeben. Es ist eine kleine Auswahl aus jenem Sammelsurium angelsächsischer Hetzmeldun- gen ,aus denen die grenzenlose Unkenntnis der wahren Art des deutschen Volks spricht. Das deutsche Volk hat nicht jene Haltung, wie sie die Börsenjobber von Wall­street und die britischen Rundfunk-Maulhelden ihm zu­schreiben möchten.

Es ist aus einem härteren Holz geschnitzt. Man muß ihm sagen, um was es sich dreht, dann marschiert dieses Volk auf dem Wege, den es für den richtigen erkannt hat. Die deutsche Regierung braucht dem Volk nichts zu verheimlichen, sie kann offen alle jene Probleme erörtern, die im Leben des Alltags an jeden einzelnen

Vor Jagdmuff ffindenburgs in der wollsammlung

Berlin, 4. Januar. Die Verwandten des verstor­benen Reichspräsidenten Eeneralfeldmarschalls von Hin- denburg stifteten den Jagdmuff Hindenburgs. Ferner wurden zahlreich« kostbare Hermelin- und Persianer- mantel für die Krankenschwestern im Osten geopfert.

Auf der Annahmestelle für Wollsachen der Berliner. Ortsgruppe Adlershof Mord übergab am Sonntagnach­mittag Major Franz Immelmann dem Lrtsgruppen- leiter den Fliegerpelz seines im Weltkrieg gefallenen Bruders, des berühmten Jagdfliegers Max Immelmann. Major Immelmann hat der Gabe folgendes Schreiben beigefügt:Diesen Pelz hat vor 26 Jahren Max Im­melmann als Jagdflieger getragen. In seinem Sinne gebe ich dieses Erinnerungsstück an ihn, damit es einem unserer Soldaten im Osten Wärme und Glück bringt."

Berlin. 4. Januar. Nach den bis Sonnabend mittag vorliegenden ersten vorläufigen Zah­lungen hat die Sammlung von Pelz-, Woll- und Wintersachen für die Front ein geradezu über­wältigendes Ergebnis gehabt. Es wurden bis zu diesem Zeitpunkt weit mehr als 32 ÜOO OOO Stück

verschiedener Art abgegeben.

Unter den abgegebenen Gegenständen befin­den sich u. a.:

1511079 Pelze, Pelzwesten und andere Pelz­bekleidungsstücke,

1 274 353 Hemden.

1 208 660 Unterhosen.

3 058 601 Unterjacken, Pullover, Wollwesten, 3 714 630 Schals.

373 836 Muffs.

639 937 Brust- und Lungenschützer,

1 092 388 Leibbinden.

5 026 583 Paar Strümpfe und Socken,

61 897 Paar Pelzstiefel und Ueberschuhe,

75 799 Paar Schi-Stiefel,

376 229 Paar Schi,

1779 940 Kopfschützer.

2 219171 Paar Handschuhe,

3 963 730 Paar Pulswärmer,

861193 Paar Knieschützer,

1324 068 Ohrenschützer,

2 678 169 Kleidungsstücke verschiedener Art, 994 666 Woll- und Pelzdecken und eine Rie­senfülle von anderen geeigneten Woll- und Pelzsachen.

Bisher konnten 1260 DOüststVNö

nach dem Osten in Marsch gesetzt oder in die Umänderungsanstalten gebracht werden. In verschie­denen größeren Städten wurden an die zur Ostfront abfahrenden Truppenverbände auf den Bahn­höfen Winterausrüstungsgegenstände aus der Sammlung abgegeben.

Das deutsche Volk ist dem Aufruf des Führers, unseren Soldaten in den kalten Einöden des Ostens durch Spenden von Wintersachen zu helfen, mit einer Begeisterung gefolgt, die kaum zu übertreffen ist. Der Andrang auf den Sammelstellen war am Sonntag so groß, daß viele Tausende nicht mehr abgefertigt werden konnten. Ungezählte Volksgenossen haben weiter mitgeteilt, sie seien mit der Herstellung und Umarbeitung der von ihnen zu spendenden Woll- und Wintersachen bis zum 4. Januar nicht fertig geworden und möchten über ihren bisherigen Beitrag hinaus noch wei­tere Kleidungsstücke zur Verfügung stellen.

Reichsminister Dr. Goebbels hat daher angeordnet, daß die Sammlung um eine Woche bis zum 11. Januar einschließlich verlängert wird.

herantreten. Die Menschen dieses Volkes sind keine politischen Wickelkinder, sie wissen um die Härte des für notwendig erkannten großen Ringens, sie stehen mitten drin und sind bereit, ihr Letztes zu-geben. Die Wollsammlung gab ihnen die Gelegenheit, um all die vielen Grüße, die in Briefen und auf Karten an die Front geschickt wurden und die aus ehrlichem Herzen kamen, nun in die Tat umzusetzen. Worte wurden Ga­ben, dargebracht in einer Selbstverständlichkeit wie sie in früheren Glanzzeiten der deutschen Geschichte nicht mit freudigerem Herzen dargebracht wurden.

Wenn jetzt diese Sammlung verlängert werden muß, weil die Spendenfreüdigkeit keine Grenzen kennt, spricht dies nur für das deutsche Volk. Die Frauen werden ihre Strümpfe, Pulswärmer und Lungenschützer zu Ende stricken, und so werden wir eine weitere Woche erleben, die geadelt ist durch die Haltung eines Volkes, das alle Erwartungen übertroffen und die Grenzen zwftchen Heimat und Front verschmolzen hat. Die Mil­lionen gespendeten Sachen aber sind ein Band, das hin­über- und herüberreicht und jede Belastungsprobe aus- hält, da es von starken Herzen gesponnen wurde.

Veutfche Luftangriffe auf seodosta

Sie Sowjets verloren vom 27. 0e,ember IS4l bis 2. Januar 1S42 SS slugieuge

Aus dem F ii h r e r h a u p t q u a r t i e r, 4. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Südabschnitt der Ostsront beschränkte sich die Kampf­tätigkeit bei strengem Frost aus örtliche Spähtrupp­unternehmen und Artilleriestörungsseuer. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt setzte der Gegner seine Angriffe fort. Er.wurde in harten Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen. Oertliche Einbrüche wurden abgeriegelt. Die Luftwaffe griff bei Tag und Nacht Hafenanlagen und Schiffsziele sonkie den Flugplatz von Feodosia an. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zer­stört oder beschädigt. Im Hafen sank ein kleines Handels­schiff nach Bombentreffer; ein größeres Handelsschiff und ein Schwimmkran wurden schwer beschädigt. Weitere mit Schwerpunkt im Raum um Moskau geführte An­griffe trafen Marsch- und Fahrzeugkolonnen, Panzer- bereitstellungAi, belegte Ortschaften, Eisenbahnen und Flugplätze der Sowjets. Der Feind erlitt hierdurch er­hebliche Verluste an Menschen und Material. Im hohen Norden wurde die Murmanbahn durch Bombenangriffe mehrfach unterbrochen.

In Nordafrika lebhafte beiderseitige Aufklärungs- tätigkeit; im Raum um Agedabia scheiterten einzelne britische Angriffe. Feld- und Barackenlager sowie Fahr­zeugkolonnen der Briten wurden mit Bomben und Bord­waffen erfolgreich angegriffen. Wirkungsvolle Luftan­griffe richteten sich ferner gegen Tobruk. Auf einem Flugplatz bei Vengasi konnten zahlreiche Bombentreffer zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt werden. Im Seegebiet um Vengasi wurde ein feindlicher Zerstörer

durch Bombenvolltreffer schwer beschädigt. Die bei Tag und Nacht fortgesetzten Angriffe starker deutscher Kamps­und Jagdsliegeroerbände riefen schwere Zerstörungen auf den britischen Flugplätzen der Insel Malta hervor. Durch Bombenvolltreffer in den Hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen entstanden starke Brände und Explosionen. In der Zeit vom 27. Dezember 1941 bis zum 2. Januar 1942 verlor die sowjetische Luftwaffe 98 Flugzeuge. Davon wurden 72 in Luftkämpsen und 13 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ost­front zwölf eigene Flugzeuge verloren.

Die britische Kriegsmarine erlitt auch im Dezember schwere Verluste. Deutsche See- und Luftstreitkräfte ver­senkten:

3 Kreuzer 1 Flugzeugträger 3 Zerstörer

3 Schnellboote 1 Kanonenboot 1 Unterseeboot,

außerdem wurden, zum Teil schwer, beschädigt:

6 Kreuzer 5 Zerstörer 4 Schnellboote

1 Minenleger

2 Bewacher

2 Unterseeboote.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt wurden im Dezember 1941

74 feindliche Handelsschiffe

mit zusammen 257 290 BRT. versenkt. Davon vernichtete die Unterseebootswasfe 23 Schiffe mit 115 70« BRT."

Verantwortung für den Krieg stellt eindeutig fest"

6raf tiano sprach in Volognawer den Krem! beseitigt, rettet die Zivilisation der Welt"

Rom, 4. Januar. Außenminister Gras Ciano sprach am Sonnabendnachmittag anläßlich der 17. Wiederkehr des 3. Januar 1925 in einer Massenversammlung in Bologna.

In seiner Rede hob Graf Ciano die'Bedeutung der Kammerrede des Duce vom 3. Januar 1925 hervor, mit der der Duce die letzten Ueberbleibsel der politi­schen Gegner des Faschismus beseitigt habe. Der 3. Ja­nuar 1925 sei zum Todestag des demo-!iberalen Re­gimes und zum Geburtstag des faschistischen Staates geworden. Die Tätigkeit jener, die jahrelang aus dem Ausland Gift und Geifer gegen die neue nationale Ordnung Italiens spieen, habe zu einem großen Teil zu der Entwicklung der großen Weltereignisse beigetra­gen. Dieser unverbesserlichen Eedankenfaulheit der Menschen und Völker, die sich in verknöcherten Formeln gewiegt hätten, habe die Welt den neuen blutigen Riß in der Menschheit zu verdanken.

Der italienische Außenminister zählte sodann die von Italien unternommenen Versuche auf, zu einer Berei­

nigung der Verhältnisse in Europa zu gelangen.Doch jeder Versuch, den Grund zu einer wahren internatio­nalen Zusammenarbeit zu legen, wurde systematisch zu­rückgewiesen, wie auch der Anspruch Italiens aus eine Zukunft taube Ohren fand. Als Italien im Felde er­schien, um sich hinter afrikanischer Sonne denjenigen Platz zu erobern, der ihm von der Raubgier seiner ehe­maligen Verbündeten vorenthalten worden war, und weiter, als wir nach dem wunderbaren Sieg des ita­lienischen Volkes noch einmal das lebenswichtige und nicht mehr fortzuleugnende Problem unserer Sicher­heit im Mittelmeer und unserer Verbindungen zu den Weltmeeren auf eine Grundlage der Verständigung stellen wollten, da wurde uns wiederum von unferen Gegnern Heimtücke und Niedertracht entgegengebracht.

Wir haben die unbestreitbaren Beweise in der Hand, die wir zu gegebener Zeit vorbringen werden", erklärte Gras Ciano,daß England, während es mit uns über die verschiedenen Uebcreinkommen verhandelte, gleich­zeitig sich mit den Meuchelmördern in Athen und Bel­grad zusammentat und im Schatten die Verschwörung

vorbereitete, die Italien in seinem eigenen Meer er­tränken sollte."

Der Außenminister wies darauf hin, daß Italien es der kaltblütigen und rechtzeitigen Entschlossenheit des Duce zu verdanken habe, daß der Dolch der Balkan- völker zerbrochen sei, bevor er noch Italien in den Rücken gestoßen werden konnte. Nach der Errichtung des Jmpero sei Italien ohne jede Gewinn- oder Erobe­rungssucht Spanien zu Hilfe geeilt sei, um die vom Bol­schewismus bedrohte europäische Zivilisation zu retten. Durch diese Handlung sei, abseits kalter diplomatischer Dokumente, die moralische und kameradschaftliche Soli­darität Italiens mit dem nationalsozialistischen Deutsch­land entstanden das seinerseits ebenfalls zum Kampf gegen die bolschewistische Heimtücke herbeigeeilt war.

Graf Ciano kennzeichnete darauf die Haltung Musso­linis, der mit der Stimme der Vernunft zu wiederholten Malen davon gesprochen hatte, daß es unmöglich sei, das deutsche Volk zu unterdrücken, das unter der Leitung (Fortsetzung auf Seite 2)

Die Deremöee-LeA^-e «ie öee

Ein ganzes britisches Kreuzergeschwader vernichtet

Von unssrsm stauckigen eg.-blaiins-blits.rhsilei'

Berlin, 4. Januar. Besonders der letzte Monat des Jahres 1941 war für die britische Kriegsmarine ein schwarzer Monat. In Ostasien verlor sie im Dezember zwei der besten Schlachtschiffe und dann eine Reihe klei­nerer Kriegsschiffe. In der gleichen Zeit- erlitt Englands Flotte auch im Atlantischen Ozean und im Mittelmeer durch die Seekriegsführung der Achsenmächte einen hef­tigen Aderlaß. Allein durch deutsche See- und Luftftreil- kräfte wurden 12 englische Kriegsschiffe verschiedener Größen versenkt und 20 weitere zum Teil schwer beschä­digt so daß also im Dezember täglich mindestens ein englisches Kriegsschiff vernichtet oder beschädigt werden konnte. Schon die Totalverluste von drei Kreuzern und einem Flugzeugträger, drei Zerstörern, einem Kanonen­boot, eistem Unterseeboot und drei Schnellbooten ent­sprechen dem Untergang eines ganzen Kreuzergeschwa­ders nebst ansehnlichen Sicherungs-Streitkräften, ein­schließlich des besonders wertvollen Flugzeugträgers. Was bei dem knappen englischen Bestand an Kreuzern der Verlust eines solchen Flottenverbandes und die Be­schädigung weiterer Schiffe bedeutet, braucht nicht be­sonders betont zu werden.

Die Verluste der Briten werden aber noch schwerwie­gender, wenn man berücksichtigt, daß von italienischen See- und Luftstreitkräften im Dezember ebenfalls drei englische Kreuzer und verschieden« andere Kriegsfahr­zeuge versenkt und weitere beschädigt worden sind. Ins­besondere der Kampf um Nordafrika, wo Churchill seine Prestige-Offensive fortsetzte, hat die Engländer nicht nur zu Lande und in der Luft, sondern auch zur See schwere Opfer gekostet. Obwohl sie ihr Ziel, die Vernichtung der deutsch-italienischen Streitkräfte in Libyen, nicht er­reichen konnten. Hatte Rommels tapferer Kampf in der Cyrenaika weitreichende Auswirkungen bis nach Ost­asien hin, so ergänzten sich die Schiffsverluste der Briten im Mittelmeer und Atlantik ebenso wirksam mit den japanischen Seekriegs-Erfolgen gegen die britische und USA.-Flotte im Stillen Ozean.

Wie schmerzlich diese Kriegsschiff-Verluste für England sind. wird durch das bezeichnende Verhalten der Lon­doner Admiralität unterstrichen. Früher gestand sie die Verluste nur etwa zur Hälfte ein. heute verschweig! sie nahezu sämtliche Verluste und gesteht nur dann den Namen eines versenkten Kriegsschiffes ein, wenn er schon auf anderen Wegen in der Welt bekanntgeworden ist. So ließ sich die Vernichtung der Schlachtschiffe Prince of Wales" undRepulse" sowie des Kanonen­bootesPeterel" durch die Japaner wegen der vorlie­genden Bilddokumente nicht verschweigen. Typisch war ferner das Vorgehen des englischen Marineministeriums beim Untergang des KreuzersNepune". der am 19. De­zember im Mittelmeer untergegangen war. Erst nach­dem am 2. Januar der Bericht gefangener Besatzungs- mitglieder des englischen Kreuzers durch die Italiener veröffentlicht worden war, entschloß sich hie britische Admiralität dazu, am nächsten Tage den Verlust des KreuzersNeptun«" durch italienische Minen einzuge- stehen. Dabei ist dann auch noch der Untergang des modernen englischen ZerstörersKandahar" zugegeben worden, aber ebenfalls nur, weil von italienischer Seite ein Bericht nach Eefangenen-Aussagen angekündigt wurde. Der erst während des Krieges fertiggestellte Zer­störer ..Kandahar" (1690 BRT., 10 Torpedorohr«, sechs 12-om-Geschütze), ist beim Untergang des KreuzersNep­tun«" durch Minentreffer beschädigt worden. Die Eng­länder versuchten, den Zerstörer einzuschleppen, mußten das Schiff aber aufgeben. Ferner ist von der britischen Admiralität der Untergang des ZerstörersStanley" (1090 BRT., 12 Torpedorohre, vier 10,2-ow-Geschütze) eingestanden worden. Es war wieder einer der 50 Zer­störer, die Roosevelt den Engländern gegen die Preis­gab« wichtiger Stützpunkt« eingetauscht hatte. Im- übri­gen hat die britische Admiralität mit Ausnahme des Ü-VootesTetrarch" (1090 BRT.) im Dezember nur den Verlust von Hilfskriegsschiffen bekanntgegeben, näm­lich der HilfskreuzerChakdina" (3033 BRT.),Banka" undAudacity", der bewaffneten JachtRosabelle" und der DorpostenbootePhineas", undMilford".

Obwohl die deutsche Unterseeboot-Waffe im Dezember wie auch im November besonders gegen englische Kriegs­schiffe eingesetzt war, hat sie auch im Handelskrieg gegen England noch 23 Schiffe mit 115 700 BRT. versenken

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Die Wollsachensammlung brachte bisher das über­wältigende Ergebnis von über 32 Millionen Stück. Die Sammlung wird bis zum 11. Januar verlängert. Der Monat Dezember 1941 zeitigte für die britische Kriegs- und Handelsflotte weitere schwere Verluste. Der italienische Außenminister unterstrich in einer Rede in Bologna den unerschütterlichen Siegeswillen des faschistischen Italien.

Auf den Philippinen zerschlagen die Japaner die Rest« der bei Manila eingekesselten USA.-Trnppen. Bremen stand zum Wochenende im Zeichen der Gau- spendensammlung.

Zur Beratung des Aufbaus des neuen Sportgaues Weser-Ems fand eine wichtige Tagung statt.

Werder erkämpfte sich mit einem 4:1-Sieg über Wolfenbiittel die Spitze in der Niedersachsen-Be- reichsmeisterschaft.

In der ersten Bremer Fußballklasse verlor der VfL. Hemelingen überraschend hoch gegen den VfB. Ol­denburg.