Ausgabe 
(4.1.1942) Nr. 4
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parteiamtliche lageszeitung

Vas Amtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vxemen

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Nr. 4/12. Jahrgang

Sonntag, 4. Januar 1942

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und vremen

Einzelpreis 15 Npf.

ISglich 25 km nicher an Smgapur

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LtänäLV nsus japanirsoks Vsrstürkanysn / Uottige Lämpks

norriivesNivk Manilas

Hin piusvksr, äor sLak Staatsmann nsnnt, sststs trsvontlrak

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Tokio, 3. Januar. Die . letzten japanischen Front­berichte von Malaya besagen, daß nach der Einnahme von Kuantan an der Ostküste Malagas britische Truppen in voller Auflösung südwärts zurückgehen, verfolgt von der japanischen Luftwaffe, die den fliehenden britischen Kolonnen schwersten Schaden zufüge. Tausende von chine­sischen, malayischen und indischen Flüchtlingen seien in die von den Japanern besetzten Gebiete übergelaufen. Nach zahlreichen Berichten dieser Flüchtlinge habe sich die militärische Disziplin im südlichen Malaga stark gelockert. In vielen Städten im südlichen Malaga, die von plündernden Banden heimgesucht würden, bemühe sich die militärische Polizei vergebens, die Ordnung wiederherzustellen.

Ein Kommentator des Senders Singapur bezeichnete am Freitag die gegenwärtige kritische Lage in Malaga als ein peinliches Erwachen für die Bevölkerung von Singapur, der fortgesetzt versichert worden sei, es stün­den eine riesige Armee, eine große Flotte und eine mäch­tige Luftwaffe sowie große Mengen an Kriegsmaterial für die Verteidigung vvn Singapur zur Verfügung. Endlose Konferenzen seien nun im Gange, während der japanische Vorstoß mit großer Schnelligkeit anhalte.

Sonst weiß man nichts Näheres zu sagen über die bedrohlichen japanischen Landungen im unteren Perak. Es wird lediglich erklärt, man habe derartige Bewe­gungen des Feindes erwartet. Auch zu den japanischen Meldungen über die Vernichtung von zwei Dritteln der britischen Verteidigungsstreitkräfte auf Malaya wird nicht Stellung genommen. Dieses Schweigen wirkt auf London um so beunruhigender, als nach dem Fall Hong­kongs und Manilas alle Blicke auf Singapur, dem allein Übriggebliebenen vordersten Pfeiler der Aggressions­front gegen Japan, gerichtet sind.

Die „Times" meldet in einem Frontbericht aus Ma­laya, der sehr bedenklich gestimmt ist und eine Art Alarmsignal darstellt, daß die Japaner jetzt Artillerie an der nordwestlichen Front in Kuala-Lumpur in Aktion gebracht haben. Auch kleinere Tanks seien eingesetzt. Die große Ueberlsgenheit des Feindes ermögliche unab­lässigen Druck. Die Japaner könnten ständig neue aus­geruhte Truppen ins Feuer schicken, während viele von den Verteidigern seit Wochen »fast ununterbrochen im Kampf ständen. Verstärkungen an Truppen und Luft- streitkräftey seien eine dringende Notwendigkeit, wenn es dem Feind unmöglich gemacht werden solle, weiter wie bisher mit einer Geschwindigkeit von täglich 15 bis 25 Kilometer vorzurücken.

DieMZe rVngiMe suk OorreZiftor

Während sich der Einmarsch der japanischen Truppen in Manila seit Freitag nachmittag ohne nennenswerte Zwischensälle vollzieht, ist gleichzeitig die befestigte Insel

Me sliegerkappe voelckes für die Vstfront

Dessau, 3. Januar. Gauleiter Jordan wurde eine mit weißem Pelz gefütterte Fliegerkappe überreicht, der eine schlichte Karte beigefügt war: „Das ist die Flieger­kappe von Oswald Boelcke. Wer sie bekommt, schreibe bitte an Fräulein Ursula Boelcke, Dessau-Ziebigk."

Corregidor am Eingang der Manila-Bucht das Ziel heftiger Angriffe japanischer Armee- und Marine­kräfte.

Auf diese Weise will man japanischerseits verhindern, daß der Gegner, der sich dorthin zurückzog, Zeit gewinnt für Vorbereitungen zur Verteidigung. Wie die Luft­aufklärung ergab, versucht der Gegner den Abtransport von Streitkräften mit Hilfe von zahlreichen Trans­portern, die in die Nähe der Manila-Bucht zusammen­gezogen wurden. Japanische Luftangriffe richteten sich auch gegen diese Transporter, wobei hiesigen Berichten zufolge schwere Schäden angerichtet wurden.

Nach den letzten Meldungen von den Philippinen finden die Kämpfe jetzt nördlich und nordwestlich Ma­nilas statt. Dabei wird wachsende Heftigkeit der japa­nischen Angriffe auf die restlichen USA.-Verteidigungs- stellnngen verzeichnet.

llspsnsr 3uk 6sr kkilippinen-Insel llolo

Das Kriegsministerium in Washington gibt die Lan­dung japanischer Truppen aus der kleinen Philippinen- Jnsel Jolo bekannt. Die südwestlich der Insel Mindanao gelegene Insel Jolo ist die Hauptinsel des Sulu- oder Jolo-Archipels, der zwischen Mindanao und Nordborneo eine Jnselbrück'e bildet. Rund 200 000 Einwohner bevöl­kern die 2719 Quadratkilometer umfassende Jniel. .

Ein japanisches Bombenflugzeug versenkte, Berichten aus Saigon zufolge, an einer nicht näher bezeichneten Stelle der Südsee einen USA.-Frachtdampfer. Die Luft­verkehrsgesellschaft „British Airways" in Kalkutta gibt den Verlust eines Flugbootes in der Nähe von Sumatra bekannt. Vier Personen seien ums Leben gekommen.

v. Bremen. 4. Januar.

Unbeirrt weiter auf Ernst aber voll berechtigter Zuversicht, den Blick auf den dem Wege zum Liege gerichtet, ist das deutsche

Volk mit seinen Verbündeten in das kalender­mäßig gesehen, vierte Kriegsjahr eingetreten. Nichts bedeuten ihm die gekünstelten Laute einer vorgetäusch­ten Selbstsicherheit seiner Feinde; nichts Roosevelts so betont zur Schau getragenes, aber unverkennbar von nnerer Angst verkrampftes, stereotypes Lächeln; nichts Churchills zum xten Male dem englischen Volke vor­getragener Trost, daß England im übernächsten Jahre legen werde. Das deutsche Volk geht unbeirrt auch im reuen Jahre seinen Weg, und es weiß, daß, wann immer er endet, schließlich der deutsche Sieg das schwere Ringen krönen muß. Als wir 1939 schrieben, sollte nach Lhurchills Wort das Jahr 7941 das Jahr des Sieges sür England werden. Als wir 1940 schrieben, sollte es oas Jahr 1942 sein. Und nun am Ende des Jahres 1941 ist es das Jahr 1943 gewesen, das als Abschlußjahr vie­les von Churchill und seinem Plutokratenklüngel vom Zaune gebrochenen Krieges bezeichnet wurde. Es mag in England auch heute noch genügend zahlreiches herdenvieh geben, das solche Verheißungen für bare Münzen nimmt. In Churchills eigenen Kreisen, in )er eigentlichen Plutokratenschicht Old Englands, ist nan aber doch etwas nachdenklich geworden angesichts res offen klaffenden und darum nicht mehr abzuleug­nenden Zwiespalts zwischen des whiskyseligen briti- chen Ministerpräsidenten (nach schlechtem Silvester- eunsch riechenden) Reden und der nüchternen Auges

flbwelirkömpfe bei starker KMte

vardia nach mehrwöchigem heldenhaften deutsch-italienischen widerstand vom feinde beseht

Aus dem Fiihrerhauptquartier» 3. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im südlichen und nördlichen Abschnitt der Ostfront nur ört­liche Kampfhandlungen. Die Abwehrkümpse im mitt­leren Abschnitt dauern bei starker Kälte an. Zahlreiche Angriffe des Gegners sind am entschlossenen Wider­standswillen unserer Truppen gescheitert. Die Luftwaffe griff mit Kampf- und Jagdsliegerverbänden in die Erd­kämpfe ein und zerschlug an mehreren Stellen im Tief­angriff die Bereitstellung sowjetischer Kräfte. Bei Nacht­angriffen auf Moskau erzielten deutsche Kampfflug­zeuge Volltreffer in einem Bahnhof und in Lager­hallen.

In Nordafrika wurde nach mehrwöchigem helden­haften Widerstand deutsch-italienischer Truppen Bar- tz i a vom Feinde besetzt. Im Raum von Agedabia leb­hafte beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Britische Kraftwagenkolonnen wurden durch Luftangriffe zer­sprengt. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich gegen britische Flugplätze aus der Insel Malta."

Seit den frühen Morgenstunden des Freitag setzte der Feind im mittleren Kampfabschnitt feine Angriffe gegen

die deutschen Linien mit starken Kräften fort. Bei eisiger Kälte leisteten unsere Truppen hartnäckigen Widerstand. Im Abschnitt einer Panzerdivision trugen die Volsche- rcktsten, unterstützt von zahlreichen schweren Infanterie­waffen leichter Artillerie und einzelner Panzerkampf­wagen mehrere Wellen gegen das von unseren Soldaten besetzt gehaltene Gelände vor. In erbitterten Kämpfen gelang es den deutschen Truppen, alle Angrifse des Geg­ners abzuweisen und ihm schwere Verluste beizubringen. Als gegen Abend viele tote Bolschewiken auf dem ein­geschneiten Gelände lagen, stellte der Feind seine An­griffe ein.

Die deutsche Luftwaffe legte am Freitag den Schwer­punkt ihrer Angriffe auf die feindlichen Linien und NachschubstraHen im mittleren Kampfabschnitt. In rol­lenden Einsätzen belegten Kampf- und Jagdflugzeuge Geschützstellungen, Fahrzeugkolonnen und Truppenunter- künfte in Ortschaften wirkungsvoll mit Bomben. Dabei wurden vier Geschütze und 175 Fahrzeuge vernichtet, eine große Zahl von Kraftwagen und acht Panzer be­schädigt.

lokio bestätigt den fall Manilas

fliehende USfl.-truppen steckten die Stadt in vrand / Noosevett schreibt die Philippinen ab

Tokio, 3. Januar. Vom Hauptquartier der Ar­mee ist nunmehr die Bestätigung eingetroffen, daß japanische Truppen bereits Frejtagnachmittag in Ma­nila einmarschiert sind.

Die am Freitagabend durch sämtliche japanische Rundfunksender bekanntgegebene amtliche Mitteilung des Kaiserlichen Hauptquartiers über den Einmarsch der japanischen Truppen in Manila hat unter der Be- völkerung größten Jubel ausgelöst. In allen Städ­ten Nippons fanden begeisterte Kundgebungen statt, in denen der Tenno und die japanische Wehrmacht ge­feiert wurden.

Von der japanischen Armee bei Manila meldet Do­mei, daß die sich aus Manila zurückziehenden USA.- Truppe» Feuer an die Stadt gelegt hätten. Als die japanischen Truppen einmarschierten, sei der Rauch über der philippinischen Hauptstadt so dicht gewesen, daß Flugzengbeobachter nur ab und zu die marschieren­den japanischen Streitkräfte hätten sehen können.

Mit Manila ist einer der wichtigsten Stützpunkte gefallen, die die Vereinigten Staaten für ihre im­perialistischen Gelüste an sich gerafft hatten. Ohne stichhaltige Gründe haben die USA. die im Jahre 1571 von den Spaniern gegründete Stadt 1898 an sich ge­rissen. Manila zählt heute 650 000 Einwohner. Mehr noch als durch seine Industrien, die in der Haupt­sache in Zigarren- und Zigarettenfabriken bestehen, liegt seine Bedeutung im wesentlichen als Verkehrs­mittelpunkt begründet. Manila als wichtiger Einfuhrhafen für Reis, Maschinen, Automobile, Vaumwollwaren, Eisen- und Stahlwaren. Konfektions­artikel, Kohlen und Chemikalien, sowie , als Aus­fuhrhafen besonders für Rohrzucker, Hanf, Tabak, Zigarren, Gewürze, Stickereien, Bau- und Nutzholz be­kannt, wies im Jahre 1932 einen Umschlag von nicht weniger als 10 542 Millionen Tonnen auf, an dem auch deutsche Schiffe, die Manila in regelmäßigem Linienverkehr bedienten, beteiligt waren.

Bedeutender aber noch war für die USA. Manila als Flugzeug st ützpunkt. Manila ist für den transpazifischen Flugverkehr eine wichtige Station ge­wesen. Die Vereinigten Staaten haben durch ihre pa­zifistischen Geschwaderflüge oft zu verstehen gegeben, daß sie ihren Stützpunkten, zu denen nicht zuletzt auch Manila gehört, eine hohe strategische Bedeutung zu­messen; diesem imperialistischen Geltungsdrang der USA. gegenüber hat Japan sich keiner Täuschung hin­gegeben. Mit der Beseitigung dieser USA.-Baftion hat Japan sich selbst einen Stützpunkt geschaffen, der ein wichtiger Pfeiler im Neubau des vom Imperialis­mus der angelsächsischen Ausbeuter befreiten Ostasien sein wird.

„Philippinen von ^spsn mililsriscli beherrscht"

In Tokioter Kommentaren zu der Bedeutung der Einnahme Manilas durch die Japaner wird erklärt, daß durch den japanischen Einmarsch in Manila nicht, nur das Schicksal der nordamerikanischen Streitkräfte aus Luzon besiegelt ist, sondern daß damit auch die ge­samten Philippinen von Japan militärisch beherrscht werden.

Es wird hervorgehoben, daß die Besetzung Manilas die Kette starker USA.-Stützpunkte, einschließlich der befestigten Insel Corregidor, des Marinestützpunktes Cavite, der Marinereparaturstation Olongapo und der Flugplätze Nichols Field und Clarke Field wertlos ge­macht hat, auf denen das ganze nordamerikanische Ver­teidigungssystem auf den Philippinen beruhte. Poli­tisch bedeutet der Fall Manilas die Ausschaltung eines weiteren Bollwerkes des nordamerikanischen Imperia­lismus, während auf wirtschaftlichem Gebiet die Kon­trolle über die Philippinen die reichen Hilfsquellen der Inseln an Eisen, Baumwolle, Hanf und Zucker zur Verfügung der Japaner während der Kriegszeit stellt.

Was die Art der Verteidigungswerke um Manila anbelangt, so wird daran erinnert, daß die „Times- Magazine" in seiner Nummer vom 10. Februar 1941 die Manila-Bucht als „schwerst befestigtes Gebiet" der Philippinen bezeichnet. In diesem Artikel wird », a.

gesagt: „Die Amerikaner in Manila sind stolz darauf, zu behaupten, daß Corregidor der am-stärksten befestigte Punkt der Welt ist." Von Corregidor wird ferner ge­sagt, es sei eine Felsinsel, die bis zu einer Höhe von 215 Meter aus dem Wasser aufsteigt und mit drei Verteidigungsgürteln umgeben ist, von denen jeder mit starken Batterien von 15- und 30-am-Geschützen sowie mit Flakbatterien ausqerüstet ist. Groß Tunnels sind durch den Felsen gebohrt.

In einem Kommentar, zu der Verteidigungsstrategie der Vereinigten Staaten.wird gesagt, daß der Grund für den Zusammenbruch der Philippinen-Verteidigung gelegt wurde: Erstens durch die Zerstörung der USA.- Flotte in Pearl Harbour am 8. Dezember, durch die alle nordamerikanischen Pläne für die Verstärkung der Philippinen im Falle eines Krieges über den Haufen geworfen wurden; zweitens durch die lleberschätzung der Hilfsquellen General Mac Arthurs, die zu Äem'Eefühl einer falschen Sicherheit führte; drittens durch die geo­graphischen Schwierigkeiten bei der Verteidigung der Inseln und viertens durch die falsche Einschätzung der Stärke und Entschlossenheit der japanischen Streitkräfte.

Weiter wird zur Besetzung Manilas von unterrichte­ter Seite darauf hingewiesen, daß der größte Teil der zur Verteidigung der Philippinen bestimmten USA.- Flotte im Kriegshafen Cavite südlich Manilas inner­halb der Manila-Bucht stationiert ist. Dieses „Asien­geschwader", unter dem Befehl von Admiral Chart habe sich am Kriegsbeginn zusammengesetzt aus: Dem schwe­ren Kreuzer „Houston" mit 9050 Tonnen als Flaggschiff, den Kreuzern „Marblehead" und „Lincinati" und „Trenton" von je 7050 Tonnen, den Zerstörern „Paul Jones" und 16 anderen derselben Klasse sowie zehn neuen U-Booten und etwa 12 alten und endlich dem noch verbliebenen Flugzeugträger „Heran".

Man nimmt an, daß ein großer Teil dieser Schiffe in Cavite eingeschlossen ist. Ebenfalls ist anzunehmen, daß sich ein großer Teil der aus Luzon und Mindanao verteilten USA.-Hceresstreitkräste den japanischen Trup­pen ergeben muß.

(Fortsetzung auf Seite 2)

urteilenden für England schlechthin verzweifelten Kriegslage von heute auf allen Kriegsschauplätzen un­serer Erdkugel.

nachdenken bei den Seitdem mit dem Eintritt Ja- riliilnkrnkon paus in das gewaltige Entschei-

plUlonraien dungsringen zwischen den ver­

kalkten, politisch kurzsichtig gewordenen und stinkhoch- mütigen Prassernationen und den jungen aufstreben­den, ihren berechtigten Anteil an der Erde fordernden jungen Völkern die Waage des Weltgerichts nun auch noch außerhalb des europäischen Erdteils zu ungunsten der in ihrem Reichtum schlapp und senil gewordenen Völker ausschlug, wurde auch die britische Führerschicht auf der Insel von bänglichen Sorgen befallen. Es sind die Lords und Wirtschaftsgrößen. denen Europa, d. h. der beherrschende Einfluß der Insel auf dem europäischen Kontinent, im Grunde viel weniger als das eigentliche Empire, also das Kolonialreich gilt. Ihnen bedeutete die Beherrschung Europas durch England mittels der proba­ten Methode, hier Zwiespalt unter den Völkern zu säen, immerhin ^nur eine sekundäre Notwendigkeit für die Erhaltung ihres persönlichen Reichtums; was ihnen primär am Herzen lag und heute, nachdem es in Ge­fahr geriet, verloren zu gehen, erst recht qm Herzen liegt, sind die Reichtumsquellen aus dem britischen Kolonialbesitz, vor allem in Ostasien und ganz besonders Indien. Diese Quellen sind im Begriff, heute in andere Hände zu gelangen bzw. für England demnächst zu versiegen. Und wenn sich die bisherigen Nutznießer ihrer Reichtümer selbst noch mit einem Des- interessement Englands am europäischen Kontinent schlimmstenfalls hätten abfinden mögen (weil dieses ohne eigentliche persönliche Verluste an Macht und Vermögen hätte geschehen können): mit dem Verlust der britischen Stellung in Ostasien, oder gar Indiens selbst müßten sie sich als ruiniert erachten. Mit anderen Worten: alle Niederlagen Englands auf dem euro­päischen Kontinent, in Nordafrika und um die Insel lonnten bisher den Lebensnerv britischer Plutokraten- macht und britischen Plutokratenreichtums nicht treffen. Die entscheidende Niederlage im Pazifik aber würde von ihnen als ein mitten aufs Herz Groß­britanniens gezielter Stoß empfunden.

cilurchillsStaatsKunstKein Wunder, wenn die briti-

in anderem nickt scheu Plutokraten heute Chur-

in anverem „Staatskunst", die es zu

dem .Kriege im Pazifik gebracht hat, mit weit weniger Nachsicht beurteilen, als seine im Kampf gegen die Achse erlittenen Niederlagen auf europäischem Boden und im europäischen Raum. Möglich, daß sie heute be­reits darüber nachsinnen, ob nicht doch des „old good Chamberlain" hinhaltende politische Methode (die darauf zielte, England zu dem beschlossenen Ueberfall auf Deutschland erst noch stärker zu machen, bevor man Deutschland den Krieg erklärte) der brutalen Trunken- boldmanier Churchills vorzuziehen gewesen wäre. Dabei bleibt ihnen allerdings keinerlei Aussicht, das nun einmal von Churchills Verbrecherhand freventlich in Bewegung gesetzte Schicksalsrad zu Englands Gunsten nochmals zum Stehen zu bringen. Ob England will oder nicht, auf dem von Churchill ebenso gewissenlos wie leichtfertig beschrittenen Wege muß es weitergehen und („beim ersten sind wir frei, beim zweiten sind wir Knechte", sagt Mephisto) sich von Churchill selbst als dem großen Verderber des englischen Imperiums weiter­führen lasten bis zum bitteren Ende. Dieses ist keinem politisch und militärisch einigermaßen folgerichtig denkenden Menschen zweifelhaft. Daß aber Churchill noch auf Gedeih und Verderb das Schicksal Englands mit dem schlimmsten Großmaul der Weltgeschichte ver­bunden hat, mit Roosevelt, diesem Scharlatan, dem noch vor wenigen Wochen vorschwebte, der „Lord­protektor des Universums" zu werden (obwohl seine staatsmännischen Fähigkeiten genau im umgekehrten Verhältnis zu seinem gewaltigen Mundwerk stehen), mag vor allem dem hochfeudalen Plutokraten-Adel Eng­lands als besonders widerwärtig erscheinen, dem Adel, der bisher immer das Pankeetum samt seinem Drum und Dran als ein widerliches Emporkömmlingsgewächs betrachtet und empfunden hat und der nunmehr um so schmerzlicher von der überraschenden Entwicklung Eng­lands in die USA.-Abhängigkeit berührt ist, als kein

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Die Abwehrfront der deutschen Truppen im Osten läßt nach wie vor jeden Sowjetangrisf verbluten. Der japanische Vormarsch auf Malaya bringt täg­lich bis zu 25 kw Geländegewinn.

Vor ihrer Flucht aus Manila setzten die USA.- Truppen die Stadt in Brand.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach anläßlich eines Empfanges japanischer Pressevertreter die Bewun­derung des deutschen Volkes für die glänzenden japanischen Erfolge aus.

Die jüdische Roosevelt-Clique plant „Vereinigte Staaten von Europa" unter hebräischem Präsidium. Reichssportfiihrer von Tschammer und Osten erließ noch einmal einen dringenden Aufruf zur Abgabe aller Skier.

Die Llogd-Dynamo-Werke schlössen einen Gewinn- abführungs- und Dividendengarantie-ertrag mit der AEG. ab.

Die Leerer Herinasfischerei will ihr Kapital auf bis zu 1 Mill. RM. erhöhen.