Ausgabe 
(30.4.1942) Nr. 116
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vriMl Zeiilliw

Änzesgetk-Erunhprelselll

Die 1 mw hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 mm hohe Zelle im Tertteil 75 Ermaß. Erundpr. (für Klein- u. Familicnanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel 6. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6^8, Ruf 219 31- Nachtruf und sonntags 2 47 65- Obernstr. 86. Nuf 219 31- Syke: Mühlendamm 2- Br.-Hemellngen: Bahnhofstr. 6. Ecke Poststr., Nuf 4 34 58- Br..Vegesack, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8- Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41^43, Nuf 88 u. 89

parteiamtliche lageszeitung

Vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjonsestadt vremen

7!r. NS /12. Zassrgang

Donnerstag, Z0. flpril 1S42

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Einzelpreis 15 Npf.

britisches wimmern über die Vergeltung

Sie Wucht der deutschen Segenschlöge - kinstrategischer Plan" als Irost - tsturchills Verbrechen

Die -koste lVeLk-e«e«o^a^t

Des sichrere schärfere Waffe

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

Sr. v. sek. Berlin, 29. April. Außerordentlich schnell, man möchte sagen luftpostwendend, ist einge­treten, was der Führer in seiner Reichstagsrede am Sonntag voraussagte. Die Worte, die auf Churchill : »ielten, waren in ihrer klaren Härte nicht mißzuver- stehen:Möge dieser Mann nicht klagen und wimmern, wenn ich mich nun gezwungen sehen werde, eine Ant­wort zu geben, die sehr viel Leid über sein eigenes Bolk bringen wird. Ich werde von jetzt ab wieder Schlag um Schlag vergelten, bis dieser Verbrecher selbst und sein Werk zerbricht." Das Klagen und Wimmern hat in der englischen Presse und im Rundfunk bereits mit voller Lautstärke eingesetzt. Da schlage« die Reklame­helfer der britischen Kriegsverbrecher jammernd die Hände über dem Kopf zusammen, weil die bösen Nazis in Bath eine Heilstätte für Kranke, einen Zufluchtsort für alte Leute und evakuierte Kinder, mit Bombe» bew«Mt hätten, eine Stadt zudem, deren Bauten von den ÄWitekten der ganzen Welt gepriesen worden seien. Insbesondere wird ein Wutgeheul darüber angestimmt, datz die deutschen Bomber sich jetzt in England auf Städte gestürzt hätten, die nicht ausreichend von Flak und Nachtjäger« geschützt seien.

Darüber-ßt sich vielleicht noch streiten, ob es mit de-n Regeln des modernen Kriegsvechts vereinbar ist, RMtungswevkstäiten des Gegners auch dann anzugrei­fen, wmrn die Wahrscheinlichkeit besteht, datz die Bom- Aen zum größeren Teil die Zivilbe-völikerung treffen. Jedenfalls ist es England gewesen, datz die Grenze»:, dos Kriegsrechts immer weiter gedehnt und übersprun­gen hat, schon als es im ersten Weltkrieg das System der Hungerblockade gegen die Zivilbevölkerung ein- Mrte. Die Wege, die Churchill bei der Lufttriegfüchrung eingeschlagen hat, liegen auf der Fortsetzung dieser Linie und führen zurück zu den Methoden des Dreißigjährigen Krieges, wo es noch als ein berechtigtes Mittel der Kriegführung galt, ganze Städte niederzubrennen. Der Beginn der systematischen Angriffe aus Städte wie Lübeck und Rostock mutzte jedoch dem Fatz den Boden «russchlagen.

Die Briten haben mit ihrem Versuch kriegswichtige Werke in Deutschland zu treffen und zu lähmen, restlos Echiffbruch erlitten, weil diese Stätten selbstverständ­lich ausreichend geschützt sind. Die britische Luftwaffe hat bei den fehlgeschlagenen Versuchen furchtbar Federn lassen müssen. Als man an der Themse die Sinnlosigkeit solcher Luftangriffe einsah, entschloß man sich in einem Ausbruch der sadistischen Wut und der ohnmächtigen Verzweiflung, in solchen deutschen Städten, in denen wegen des Fehlens der militärischen Ziele eine geringere Abwehrbereitschaft vermutet wurde, die Frauen und Kinder und zugleich wertvollste Kulturdenkmäler mit Bomben zu bewerfen. Wenn heute unter der Wucht der Vergeltungsschläge der Londoner Sender jammert, datz qnch die Angriffe auf Lübeck und Rostock militärische Bedeutung gehabt hätten, so straft die englische Presse diese Behauptung selbst Lügen.

DieDaily Mail" gibt die militärische Sinnlosigkeit des britischen Amoklaufes in der Luft mit zynischer

Vas Mtterkreu; für Oberfeldwebel Skalp

Berlin. 29. April. Der Führer verlieh auf Bor- ' schlagdesOberbefehlshabersderLuftwaffe,Reichsmarschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Ober­feldwebel Stahl. Flugzeugführer in einem Kampf­geschwader. Oberfeldwebel Stahl ist von einem Feind- ftng nicht zurückgekehrt.

Brutalität zu, indem sie schreibt:Wenn die Zerstörung deutscher Städte die Moral des deutschen Volkes auch nicht zerbricht, so hebt sie doch den Geist unserer Be­völkerung." Diese Aeußerung ist eine Gipfelleistung der Gemeinheit und charakterisiert den Tiefstand der see­lischen Verfassung, den die englische Oesfentlichkeit im Zeichen der Kriegführung Churchills erreicht hat. Richt nur die Hoffnung auf militärische Wirkung, sondern selbst die Möglichkeit der moralischen Erschütterung wird hier preisgegeben. Was bleibt, ist nur die Be­friedigung alttestamentarisch sadistischer Haß- und Rachegelüste.Es hebt den Geist unserer Bevölkerung." Daß diese Bevölkerung gleichzeitig wieder aufs schmäh­

lichste betrogen wird, indem man ihr den Glauben an eine in Wirklichkeit nicht vorhandene und kaum in größerem Maßstab zu verwirklichendezweite Front" einredet, das liegt in dieser Feststellung derDaily Mail" eingeschlossen.

Gegen solche eingestandenen verbrecherischen Absichten, gegen solch einen unsagbar tiefen Stand der Kriegs­moral hilft nur die brutalste Härte im Eegenschlag, hilft nut Vergeltung im echten Finne des Wortes. Wenn die Briten die Zerstörung architektonischer Schön­heiten in Bath und die Bombenschäden an mittelalter­lichen Kathedralen in Exeter, Norwich und Pork be- (Fortsetzung auf Seite 2)

Veulscher Schlag gegen Lle Sladl ssork

Nachtangriff britischer vomber gegen wobnvierlel ver Stadt Kiel

Aus dem Führerhauptquartier, 29. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Schwarzen und Asowschen Meer wurden wirkungsvolle Luftangriffe gegen Hafenanlagen und Schiffe der So­wjets geführt. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wie­derholte der Feind an einzelnen Stellen seine erfolg­losen Angriffe. Im nördlichen Frontabschnitt wurden eigene örtliche Angriffe und Stoßtruppunternehmen er­folgreich durchgeführt. Bei der Wegnahme eines feind­lichen Brückenkopfes durch eine deutsche Infanterie- Division verlor der Gegner über 14VÜ Tote, sechs Pan­zer, neun Geschütze und zahlreiche andere Waffen. In Lappland wiesen deutsche und finnische Truppen mehrere feindliche Angriffe ab. An der Eismeer­front schössen deutsche Jäger ohne eigene Verluste 15 feindliche Flugzeuge ab, darunter 14 vom Muster Hurri­kane. In Nordafrika wurde in der Gegend südost- wärts Mechili ein britischer Vorstoß abgeschlagen. Wirk­same Luftangriffe richteten sich gegen britische Zeltlager und Krastsahrzeugansammlungen bei Tobruk sowie gegen militärische Anlagen des britischen Flottenstütz­punktes Alerandria. Starke Kampffliegeroerbände führ­ten die Zerschlagung militärischer Einrichtungen auf der Insel Malta fort. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen tagsüber Werftanlagen auf der Insel Wight und Eisenbahnziele der englischen Südküste mit Bomben und Bordwaffen an. Ueber der Kanalküste schössen deut­sche Jäger aus starken britischen Jagdverbänden ohne eigene Verluste sechs feindliche Flugzeuge ab. Als Vergeltung sür die britischen Lustangrisse auf Wohnviertel deutscher Städte griffen Kampfflieger­verbände in der Nacht zum 29. April die englische Stadt Park an. Zahlreiche große und kleinere Brände sowie Explosionen ließen eine starke Wirkung des Angriffs er­kennen. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht das norddeutsche Küstengebiet an. Der Angriff richtete sich vor allem gegen die Stadt Kiel. Die Zivilbevölke­rung hatte Verluste. Wohnhäuser, Krankenanstalten und Kulturdenkmäler wurden zerstört oder beschädigt. Elf der angreifenden Bomber wurden abgeschossen, drei wei­tere verlor der Feind bei einem Nachtangriff auf die norwegische Küste. Oberleutnant Eckardt errang sei­nen 14. bis 16. Nachtjagdsieg."

In der Nacht zum Mittwoch richteten starke deutsche Kampffliegerverbände einen weiteren schweren Ver­geltungsangriff gegen Park, die Hauptstadt der gleich­namigen englischen Grafschaft. Pork zählt knapp 100 000 Einwohner und ist Erzbischofsitz. Trotz reger Tätigkeit englischer Nachtjäger flogen die deutschen Kampfflug­zeuge das befohlene Ziej unbehindert an und warfen Tausende von Spreng- und Brandbomben ab. Bei guter Erdsicht wurden die Detonationen der Bomben

besonders im Stadtkern und in den Stadtteilen südlich des Flusses Ouse beobachtet. Ueberall im Stadt­gebiet wüteten größere Brände. Im Abflug beob­achteten die deutschen Besatzungen, daß ein Gaso­meter mit einer mehrere hundert Meter hohen Stich­flamme explodierte. Ferner entstand ein rasch um sich greifender Oelbrand mit starker Rauchentwicklung.

Pork ist eine altertümliche Stadt mit malerischen Bauten, die auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit dem Jahre 79 n. Z. war das damalige Eboracum das Hauptquartier der 6 römischen Legionen und die zeit­weilige Residenz römischer Kaiser. Septimus Severus starb dort im Jahre 311 n. Z., während Constantius in dieser Stadt zum Kaiser ausgerufen wurde. Im Jahre 1644 wurde Pork bei dem Aufstand des ynt den Schot­ten gegen Karl I. verbündeten Parlamentsheeres be­lagert und erobert. Berühmt ist die dreitürmige gotische Kathedrale von 10701472 erbaut. Das Rathaus und die mittelalterliche Eildenhalle. Pork wurde in neueren Zeiten Verkehrszentrum und Eisenbahnknotenpunkt erster Ordnung. DerFlying Scotchman" hält auf seiner Fahrt von London nach Edinburgh lediglich in Pork. Dort befinden sich auch große Kasernenanlagen, ein Flugplatz und Werke der englischen Rüstungsindustrie.

Der in der Nacht zum Mittwoch von britischen Kampf­flugzeugen durchgeführte Luftangriff auf die Stadt Kiel zeigt wieder einmal die bewußten britischen Terrorisierungsabsichten auf die Bevölkerung. Drei wissenschaftliche Institute, darunter das medizinische, wurden getroffen, zwei weitere Privatkrankenhäuser, die durch das Rote Kreuz der Genfer Konvention gekenn­zeichnet und in der klaren Mondnacht deutlich erkenn­bar waren, wurden arg in Mitleidenschaft gezogen, so daß besonders hilflose Krantt unter dem Angriff zu leiden hatten.

Die deutschen Sturzkampfflugzeuge vom Muster In 87 flogen in mehreren Wellen den auf einer Landenge zwi­schen dem Mittelmeer und dem Maryutsee gelegenen Hafen des britischen Flottenstützpunktes Alexandria an. In kühnen Sturzflügen durchbrachen die deutschen Flug­zeuge die dichte Flaksperre, die von zahlreichen Bat­terien und den Geschützen der im Hafen liegenden Kriegsschiffe gelegt worden war, und lösten Bomben schweren Kalibers auf die befohlenen Ziele aus. Das große Schwimmdock, das besonders britischen Schlacht­schiffen zu Reparaturzwecken dient, wurde getroffen. Ein Handelsschiff von etwa 10 000 BRT. und ein Frach­ter mittlerer Tonnage erhielten ebenfalls schwere Bom­bentreffer. Im Kohlenhafen richtete eine Bombe schwe­ren Kalibers starke Zerstörungen an. Weitere Treffer in Kaianlagen und im Hafenbahnhof lösten mehrere Brände aus.

InMandalaq sind umfangreiche Befestigungsarbei­ten im Gange. Wie die schwedische Presse erfährt, hat das englisch« Oberkommando in Mandalay bereits Vor­bereitungen getroffen, sein Hauptquartier nach Kindat zu verlegen, da man damit rechne, Mandalay räumen .zu müssen. Eine große Anzahl von Einwohnern ist ver­haftet worden, weil die Verdunkelungsvorschriften des englischen Stadtkommandanten nicht befolgt wurden, lleberhaupt scheint sich der burmesische Widerstand gegen Engländer und Chinesen in Mandalay immer unange­nehmer geltend zu machen. Nachdem bereits vor einiger Zeit das Elektrizitätswerk zerstört worden war, soll am Montag das Gaswerk der Stadt nach einem Sabotage- Anschlag in die Luft geflogen sein.

Da die Trennung der Operationen von den Gene­ralen Alexander und Etillwell scheint jeder auf eigens

Faust Krieg zu führen sich als schädlich erwiesen hat, spricht man von dem Plan, General Stillwell eines Tages mit der Führung sämtlicher englischer und chine-

Londoner Nückzugsstrolegen müssen Vurma abschreiben

USss.-tuftstreNkrSfte haben eashio verlassen / Veiten bereiten NSumung Man-atays vor / Massenssucht auf der Vurma-Straße

Drahtbericht unseres Vertreters

Stockholm. 29. April. London gibt die Schlacht um die Burma-Straße verloren. In Lashio, dem Endpunkt der LebensH»er Tschungkings, wird verzweifelt »ersucht, die dort aufgestapelten riesigen Vorräte zu ret- tze«. Die Bevölkerung ist aus der Stadt geflohen. Die 859 KUometer lange Burma-Straße ist der Schauplatz zahlloser Tragödien. Tausende von Chinesen fliehen in Richtung Tschungking. Unterdessen liegt die Straße un­aufhörlich unter japanischen Luftangriffen. Die amerika­nischen Lnststreitkräfte, die in Lashro stationiert waren, haben ihren Standort überstürzt verlassen. Eine London besonders deprimierende Nachricht besagt, daß die Burma-Regierung aus ihrer vorübergehenden Hauptstadt Rymyo in der Nähe von Mandalay geflohen ist, nach­dem dort zahlreiche Brände «umgebrochen sind, die an­geblich auf Sabotage-Anschläge von seilen der Einge­borenen zurückzuführen sind.

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sischer Streitkräfte in Burma zu betrauen. Eine solche Entwicklung ist um so weniger von der Hand zu weisen, als besonders Marschall Tschiangkaischek über den Man- __ gel an Zusammenarbeit zwi­schen Alexander und Still­well enttäuscht und ungehal­ten ist, für London ist die Möglichkeit, daß mit Still­well ein weiterer amerika­nischer General als Chef englischer und verbündeter Streitkräfte eingesetzt wird, noch dazu in Burma in un­mittelbarer Nachbarschaft Indiens, höchst unwillkom­men. Aber Churchill bleibt keine Wahl. Er wird in den sauren Apfel beißen müssen. Aber auch das würde an der Gesamtlage kaum etwas ändern. Sofern der japani­sche Vorstoß auf Lashio bald gelingt, ist nicht nur die Verbindung zwischen Man­dalay und Tschungking ab­geschnitten, sondern darüber hinaus sind sämtliche im Dreieck Pakokku Pyim- mana Taunggyi zurück­gebliebenen Streitkräfte in einer hoffnungslosen Lage. Damit wäre in Burma die Entscheidung gefallen. (Siehe auch Seit« 2)

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Von

8^ -Odvrsturmbanuküürel' Kponbolr

Als Deutschland in den dunklen Novembertagen 1918 zusammenbrach, wurde offenbar, daß es nicht allein die Macht der Waffen ist, die über Sieg oder Unsieg ent­scheidet. Auf den Schlachtfeldern hätten die deutschen Soldaten, gewaltiger Uebermacht trotzend, in Ehren be­standen und ruhmreiche Taten vollbracht, die Heimat aber war auf der Waage des Schicksals zu leicht be­funden worden. Statt sich einzufügen in das kämpfends und opfernde Aufgebot ihrer besten Söhne, statt völlig mit ihnen aufzugehen in äußerster Willens- und Kraft­entfaltung, versagte sie sich im entscheidenden Augen­blick dem Gebot der Pflicht und duldete Feigheit und Verrat in ihren Reihen.

Wie war es möglich, daß Front und Heimat sich damals schließlich wie zwei fremde Welten gegenüber­standen, daß unzählige Menschen deutschen Blutes aus dem Wall des beharrlichen Widerstandes ausbrachen und sich im blinden Wahn verloren? Die Ursache lag in erster Linie in der Tatsache begründet, daß das deutsche Volk keine geschlossene, einheitliche Wehr- gesinnung besaß. Draußen war die Waffe das Heiligtum des Soldaten, war sein bester Freund und Kamerad, drinnen zerbrach der Wille zur Waffe unter der Parole der Landesverräter.Die Waffen nieder!" Draußen wollten die Soldaten ihrem Vaterlande den Sieg und ehrenvollen Frieden erkämpfen, drinnen ent­äußerte sich das Volk der. wehrbereiten und wehrhaften Haltung. Gewiß, es haben noch andere Ursachen mit­gewirkt die den Zerfall herbeiführten, aber es steht außer Zweifel, daß die Selbstaufgabe der Heimat einer der wesentlichster^ Gründe für den unglücklichen Aus­gang des Krieges war.

Wehrgesinnung hat ihre Wurzel in weltanschaulichen Bereichen. Ein Volk, das einmütig und geschlossen Trä­ger einer Weltanschauung ist, nimmt auch in der Frage seines Verhältnisses zur Waffe eine einheitliche Stel­lung ein. Es gab damals in den entscheidenden Jahren keine große, allen gemeinsame und alle verbindende Idee, die unser Volk erfüllte und es über die Widrig­keiten. Bedrängnisse und Nöte hinaus auf ein ZiÄ blicken ließ. Der in blutigen Schlachten bewährte, un­bekannte Soldat war es, der seinem erniedrig­ten und zusammengebrochenen Volk aus den Quellen des Blutes und der Erde geschöpfte Weltanschauung verkündete. Sie schuf die Voraussetzungen für jene Wehrgemeinschaft, die unser Volk heute in einer Front angetreten sieht.

Der Weg dahin war nicht leicht. Keine Frucht ist der Partei kämpf- und mühelos in den Schoß gefallen. Es bedurfte vieler blutiger Opfer, bis die Vorsehung das Reich für wert und würdig erachtete, gus schmach­voller Erniedrigung emporzusteigen. Hungernd und frierend, verfemt und verleumdet, verfolgt und ver­spottet, marschierten die Männer der., treue Ge­folgsmänner ihres geliebten Führers. Verbissen taten sie ihre freiwillig übernommene Pflicht, ohne damals vielleicht zu ahnen, daß sie die schon 1921 ihr vom sichrer aufgetragene Mission erfüllten,,dereinst Träger des Wehrwillens eines freien Volkes" zu sein. Die Stürme der SA. waren es, die das Erbe der Front in ihre Herzen und Hände nahmen und das Vermächtnis der toten Soldaten, bewahrten, es mehrten und vorlebten. In ihren Reihen galten Ge­horsam und Disziplin, stand das Gesetz jener Kamerad­schaft obenan, die den Standesdünkel, den Kasten- und Klassengeist zerbrach, wurde jener Opferwille geübt der an die Stelle desIch" dasWir" der Gemeinschaft setzte. Als soldatische Tugend keinen Pfifferling galt, lebte der SA.-Mann ihren Gesetzen. Er folgte damit keinem anderen als dem Befehl seines Blutes dem Gebot der heimatlichen Erde. Es sind heute die glei­chen Straßen, auf denen wir marschieren. Sie sind nur weiter und ausgedehnter geworden. Sie führten aus den heimatlichen Bezirken hinaus .in eine feindliche Welt. In ihr hat sich der gleiche Gegner verschanzt, der uns einst in der Kampfzeit zu vernichten trachtete. Das Kampffeld ist nur geräumiger und weitläufiger geworden. Einst stand der Widersacher im eigenen

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Vnssr VasosspiVFGL

Im nördlichen Teil der Ostfront wurde ein feind­licher Brückenkopf erobert.

An der Eismeerfront wurden 15 feindliche Flug­zeuge abgeschossen.

In der Nacht zum Mittwoch richteten sich die Ver« geltungsangriffe der deutschen Luftwasse mit stärk- ster Wirkung gegen die englische Stadt Pork.

In der englischen Presse hat ein Wehklagen über die harten deutschen Vergeltungsschläge eingesetzt. Alexandrien und Malta waren wieder das Ziel , deutscher Bomber.

Der Duce betonte in einer Ansprache vor den Prä- selten den unerschütterlichen Siegeswillen Italiens. Rooseoelt hat rn einer Rundfunkrede seine Agi- tationslügen von Pearl Harbour über Bord ge­worfen.

In einer Massenflucht wälzt sich die fliehende Be­völkerung über die Burma-Straße nach Tschungking.

Auch am 2. Mai sollen die Feldbestellungsarbeiten von der Landbevölkerung fortgeführt werden.

Die Verschuldung der Landwirtschaft ist weiter zu­rückgegangen.

Der Wirtschaft find mit sofortiger Wirkung Fries densplanungen untersagt worden.