Ausgabe 
(20.4.1942) Nr. 108
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmUiches verkündungsbtatt des Neichsstattlfalters in Vldenburg und vremen

Nr. 198,12. ZaHrgang

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Montag, 20. flpril 1942

Linzelpreis 15 Npf.

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Zum dritten Male begehen wir den Geburtstag des Führers im Kriege. In diesem schicksalhaften Kampf um Leben und Zukunft der Nation sind alle unsere Gedanken, alle unsere Kräfte und Energien nur auf ein Ziel konzentriert: Auf den Sieg. Der Geburtstag des Führers aber ist für das deutsche Volk zugleich ein Tag der Besinnung, ein geistiger Ruhepunkt im rastlosen Strom des Geschehens, ein Meilenstein am Wege. um Ausschau und Rückschau zu halten auf die Kräfte, die unser Schicksal und unsere Zukunft bestimmen.

Drei Garanten sind es, die uns über alle Prüfungen hinweg den Sieg verbürgen: Wir haben die besten Soldaten, wir besitzen die beste Führung und wir ver­fügen über die bessere Idee. In der Sieghaftigkeit dieser Idee liegt die tiefste Gewähr des Erfolges. Sie ist die Fahne, die sich über allem erhebt. Aus ihr er­wächst der Geist, der unsere Soldaten beseelt. Sie prägt den Genius, aus dem unser Führertum sich gestaltet, und sie ist die unversiegbare Quelle jener großen morali­schen Kräste, die aus der Geburt einer neuen Zeit her­vorbrechen und unser Volk zu unvergänglichen Lei­stungen befähigen.

Schöpfer und zugleich Symbol dieser Kräste ist der Führer. Er hat die Wende der Zeit herbeigeführt. In ihm verkörpert sich aber auch ihre Größe und ihr Cha­rakter. In der Gestalt des Führers sieht unser Volk sich selbst. Der Führer erscheint ihm wie der Brenn­punkt im Spiegelglas seiner Gedanken, in dem alle Sonne gesammelt wieder auf sein eigenes Leben zurück­strahlt. Das Wort Führer ist dem Volk zum Wesensbegriff unserer Zeit geworden. Es ist kein Titel, der verliehen wird, sondern eine Tatsache, die von ihrem Träger geschaffen wurde. Ehe der Führer Führer genannt wurde, w a r er es. Dieser Führerbegriff stammt aus dem Ideengut unserer Zeit, er ist ureigenste Schöpfung des Nationalsozialismus und umfaßt all« Wesensmerk­male unserer Weltanschauung.

Das Führertum Adolf Hitlers verbindet die höchste Form der Persönlichkeit mit der tiefsten Verwurzelung im Volke, deren sich jemals eine Staatsform rühmen konnte Dieser Volksstaat des Führers ist in seiner Ver­fassung und Organisation ein genialer Wurf. Er über­windet in beispielloser revolutionärer Kühnheit jene geschichtliche Problematik im staatlichen Zusammenleben der Menschen, die der Gegensatz von Statik und Dyna­mik zwischen Führung und Volk aufgerichtet hat.. Alle Staatsführung strebt notwendigerweise zur Statik das Dasein des Volkes aber ist blutvolles Leben, ist unaufhörliche Dynamik. Deshalb gewährleistet diejenige Herrschaftsform am besten das Glück der Völker, die ihr Führertum aus der Dynamik des Volkes entwickelt, das Volk aber zur Statik der Führung erzieht. s

Einen solchen Volksstaat hat der Führer geschaffen. In ihm ist jene einzigartige Synthese von Führung und Volk gelungen, die in ihrer wechselwirkenden Kraft die Gegenjätze aufhebt und sie auf höherer Ebene zu schöpferischer Entsaltung bringt Hier wird der Auf­stieg der Führer zur Sache des Volkes und damit der soziale Ausstieg des Volkes zur Sache des Führers.

Die Weisheit dieser Staatsform liegt in der tiefen Erkenntnis, daß die soziale Frage in Wahrheit ein Führerproblem und daß die Führerfrage in Wirklich­keit ein soziales Problem der Menschenauslese ist. Nur der Genius großer Persönlichkeiten kann dem schaffen­den Volke gegen eine Welt von Widerständen den sozialen Aufstieg erkämpfen, aber ebenso vermag nur der unbehinderte Aufstieg der Besten aus dem uner­schöpflichen Reservoir der Kräfte eines ganzen Volkes die höchstmögliche Qualität der Führung zu garan­tieren.Welch unendliche Kräste", so schrieb Neidhardt von Eneisenau im Jahre 1807,schlafen im Schoße einer Nation unentwickelt und unbenutzt! In der Brust von Tausend und aber Tausend Menschen wohnt ein großer Genius, dessen aufstrebende Flügel seine Verhältnisse lähmen. Währenddem ein Reich in seiner Schwäche und Schmach vergeht, folgt vielleicht in seinem elendsten Dorfe ein Casar dem Pfluge, und ein Epaminondas nährt sich karg von dem Ertrage der Arbeit seiner Hände."

Welches Meer von Irrungen mußte erst durchschritten und welche Berge von Vorurteilen mußten erst abge­tragen werden, um zu der Erkenntnis vorzudringen, daß im Zeitalter des Volkes der Geburtsadel der Führer nur ihre eigene Leistung ist und daß wahre Führer eines Volkes nur diejenigen sein können, die, aus seinem Schoße geboren, als Kämpfer seines sozialen Fortschrittes das Banner seiner ewigen Erneuerung tragen.

Was Gneisen au als Traumbild vor sich sah, ist durch den Führer lebendige Wirklichkeit geworden. Das Wort vom Marschallstab im Tornister, das vor hundert Jäh­ren ausgesprochen wurde, hat heute im sozialen Volks­staat des Führers seine Erfüllung gefunden. Ein Sohn des arbeitenden Volkes steht heute am Steuer der Nation, um seinen Kameraden das leichter werden zu lassen, was er selbst sich so unendlich hart und schwer er« kämpfen mußte. Ein einfacher Soldat des Weltkrieges ist heute der Oberste Befehlshaber des Heeres und der deutschen Wehrmacht, um das Vermächtnis derer zu erfülle«», die für ein Reich der nationalen Größe und sozialen Gerechtigkeit ihr Leben gaben.

Dieses Reich hat der Führer dem deutschen Volk er­baut und erkämpft. Zwanzig Jahre lang hat er im Innern um die Seele seines Volkes gerungen, hat es geeint und stark gemacht, um nun dieses Reich nach außen in einem schicksalhaften Kampf gegen eine Welt des Hasses und der plutokratischen Reaktion zu ver­teidigen und für immer zu sichern.

Diesem Reich der schaffenden Deutschen, dem Reich des sozialen Fortschritts und der nationalen Größe hat der Führer die Arbeit und den Kampf seines ganzen Lebens geopfert. Jeder Tag und jede Stunde, jeder Ge­danke und jeder Herzschlag des Führers gehören ihm,

Von

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und deshalb gehören dem Führer auch die Herzen und Hände aller, die teilhaben an diesem Werk. Dessen wer­den wir uns heute, am Geburtstag des Führers, be­sonder bewußt.

Fest ineinandergefügt stehen Führer und Volk im Ringen um Leben und Zukunft der Nation. Im Gleichklang ihrerx Herzen liegt der Rhythmus unserer Kraft, und die Einheit ihres Willens trügt die Gewißheit unseres Sieges.

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Von

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Es gibt wohl kaum ein schwierigeres Unterfangen, als den Versuch, das Bild einer Persönlichkeit von so gigantischen Ausmaßen, von einer Kraft und Größe, die alle Zeit- und Raumgrenzen sprengt, zu formen. Es ist, als wollte ein Maler, dicht am Fuße des Kölner Domes, des Stefansturmes oder des Straßburger Mün­sters stehend, diesen Kolossalwerken ohne jede Perspek­tive gerecht werden. Vielleicht ist das noch möglich, im Gedicht. Hier ergibt sich die ideale Ferne aus der Natur

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Berlin,. April. Zum Geburtstag des Führers ertätzt Reichsmarschall Hermann Göring folgenden Ausruf:

Männer und Frauen des deutschen Volkes! Vereint mit den Soldaten der Front, die Deutschlands Ehre und Freiheit weit über die Grenzen Europas hinaus tapfer und siegge­wohnt verteidigen, bringen die Schaffenden der Heimat, die in hartem Tagewerk in Stadt und Land dem dämpfenden deutschen Millionenheer treu und helfend zur Seite stehen, dem Führer zu seinem heutigen Geburtstag in heißer Liebe ihre aus dankerfülltem Herzen kom­menden Glück- und Segenswünsche entgegen.

Noch keine zehn Jahre sind ins Land gegangen, seit Adolf Hitler mit seinem starken Willen und Glauben das Ruder Deutschlands in die Hand nahm. In wenigen Friedensjah­ren hat er ein Reich geschaffen, das ob seiner inneren Geschlossenheit des Volkes und un­vergleichlichen Größe politischer Macht die Bewunderung der ganzen Welt erregte. Kein Jahrhundert deutscher Vergangenheit kann sich mit den Erfolgen messen, die der Führer in einem so kurzen Zeitabschnitt friedlichen Strebens dank seiner unvergleichlichen Staats­kunst zu volkspolitischen Leistungen steigerte, die im Weltgeschehen einmalig sind und blei­ben werden. (Fortsetzung auf Seite 2j

des Kunstwerkes, eine Ferne, die sich mit der nahen Wärme der Ergriffenheit paaren und eine Lösung dieser Aufgabe im Klang, im Wortakkord finden kann. Wer in klarer Prosa ein Gleiches erreichen will. dem hilft kein hymnisches Wort. Er muß einen Blickpunkt finden, von dem aus er wenigstens einigermaßen jene Per» spektive findet, die dem Zeitgenossen sonst versagt ist.

Hier aber weist ihm die Aufgabe selbst, der große Gegenstand seiner Bemühungen einen Weg. der ja vom Standpunkt der Zeit aus nicht zu finden und zu be­greifen ist, sondern nur durch die Sicht der Jahrhunderte oder Jahrtausende. Nur wenn wir uns in diesen weiten Raum stellen, können wir überhaupt ein Verhältnis zu dieser ungeheuren Persönlichkeit finden, die uns in der Enge durch ihre überwältigende Wucht verstummen und vergehen ließe.

Man verfalle dabei aber nicht in die landläufige Methode, die manchem als primitives Mittel erscheint, ungeheures Zeitgeschehen zu erfassen. Hier handelt es sich nicht um eine Flucht in die Vergangenheit, hier darf nicht eine historische Gestalt zu einem bequemen Ver­gleich beschworen werden. Es ist nicht einmal eine halbe Wahrheit, daß alles in der Geschichte sich wiederhole, es ist ein ganzer Irrtum. Und wenn wir auch da und dort Ähnlichkeiten großer Persönlichkeiten mit mehr oder minder Recht und Fug seststellen. Parallelgestalten gibt es nicht, jedes Genie ist etwas Einmaliges, noch nie Gewesenes, nie Wiederkehrendes, und jede große Zeit ist einmalig und original.

Freilich, es liegt in der Natur des Menschen, einer Persönlichkeit oder Epoche von außergewöhnlichen Aus­maßen gegenüber nach einem Halt zu suchen, nach einer Stütze im schwindelerregenden Raum. Auch bei dem Großen, dessen Zeitgenossen wir find, flogen Namen auf: Alexander der Große. Caesar, Napoleon. Wgesehen davon, daß hier schon im Ethischen keine Brücke zu schlagen ist, schwinden all diese Vergleiche bei näherer Betrachtung in ein-Nichts, enthüllt sich all dieses Parallelisierungsstreben in seiner hilflosen Kindlichkeit.

Allerdings keiner, auch nicht der allergrößte kommt aus dem völlig Unerklärlichen, wenn auch immer ein Rest mystisches Dunkel bleibt. Schon Goethe sucht in seinen berühmten Versen:Vom Vater hab ich die Statur. . ." sich selbst vor sich selbst zu erklären. Dieses mehr scherzhaft gemeinte Beginnen hat aber nichts anderes gezeitigt als die alte Weisheit, daß jeder das Produkt seiner Ahnen ist. Und wenn sie Goethe hier ins Familiäre verengt, so können wir sie auch in seinem Falle ins Geistig-Große erweitern und feststellen, daß Klopstock, Shakespeare wir können die Reihe bis auf Walther von der Vogelweide, ja, bis Homer fortsetzen dieAhnherrn seines" ins Weltgroße erweiter­tenHauses" sind. Es ist. als suche die Weltseele, wenn sie einen Leib verlassen mußte, sich glühend, aber sorgsam einen neuen Körper. Daß diese Weltseele größer, mannigfaltiger ist als die kleine Menschenseele, daß sie tausend Blüten treiben kann, wird jeder verstehen, der nicht im dumpfen Dunkel krassesten Materialismus be­fangen ist.

So können wir natürlich auch bei einer Erscheinung wie der Adolf Hitlers dem geistigen Weg nachspüren, den der Weltgeist ging. bis er ans Ziel gelangte.

Er ist das erkennt auch der Zeitgenosse, der im Buche der Geschichte zu lesen versteht ein Ziel, nicht mehr Ahner und Anreger, sondern Vollender. Voll­strecker, letzter Löser einer der größten Aufgaben der Weltgeschichte, einer Aufgabe, die nicht nur im Realen, die ebenso gut im Metaphysischen immer ihr Ziel sah und heute noch sieht. Wir können diese große Gestalt national begreifen. Dann werden wir als ihren Ahn­herrn vielleicht die Doppelgestalt des Staufers und des Welsen sehen. Friedrich der Große, später Bismarck werden in ihren realen Taten, der Freiherr vom Stein als glühender Entfacher einer Idee unter diesen Ahnen erscheinen, aber auch die Millionen Namenloser, die in dunkler Zeit an das Licht der letzten Einheit und Harinvnie glaubten, die erste Burschenschaft so gut wie später die Erenzdeutschen. deren einzelner manch­mal auf einsamem Posten, von Feinden umlauert und umdroht. für eine Stunde Deutschland war Aber eben die letzten Jahre haben den, der es nicht schon ahnte, gelehrt, daß die Gestalt Hitlers, wenn auch deutschem Boden entsprossen und deutschem Geiste verpflichtet, nicht in die nationalen Grenzen mit ihrem Werk gebannt werden darf. Eben sein Kampf gegen das Gespenst des Ostens zeigt uns, daß die Sieger von Maratbon und Salamis, daß Scipio Africanüs, der die Weltmacht des östlichen semitischen Carthago brach, daß Heinrich von Planen, daß die Sieger über Mongolen und Hun­nen. aber nicht nur die Befreier, auch die Aufbauenden, die großen Staatsmänner, daß alle, die je ein Volk einten, seine Ahnen waren.

Das beweist aber nichts, als die biologische Einglie­derung des schöpferischen Genies ins Völkische und ins Weltgeschehen, das nimmt dem Genie nichts von seiner Einmaligkeit, von seiner einzigartigen llrkraft, mit der es immer neu befreit und gestaltet.

Noch eines aber dürfen auch wir Zeitgenossen heute schon seststellen. wenn wir. den Blick auf die Kette der Führer des eigenen Volkes oder der größeren Welt­geschichte gerichtet, bewußte oder unwillkürliche Ver­gleiche ziehen, wenn wir Tugenden und Vorzüge der Vergangenheit in der Gegenwart wiederfinden wollen: Errichten wir die Hermen Friedrichs des Großen des Freiherr» vom Stein. Vismarcks neben dem Morm'men- talbild des Größten unserer Zeit. so wollen wir nicht vielleicht darauf hinweisen, um wieviel mehr unser gro­ßer Zeitgenosse im Tatsächlichen geschaffen hat. welch größeres Ziel er erreichte, indem wir das. was 9 Jahre der Führung Hitlers geschaffen an den) Vergangenen messen und ersehen, daß dort. ganz nüchtern nur in Zahlen gesprochen, in einem Jahr Summe und Kraft eines Jahrhunderts liegt. Wir wollen gewiß auch all das Hemmende früherer Jahrhunderte ihnen zugute