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vmiirk Zütm
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmlsblatt des Negierenden viirgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Nr. 107/12. Jahrgang
Sonntag, 1S. flpril 1942
Einzelpreis 15 Vpf.
krfolge unserer U boote im Wttelmeer
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Berlin, 18. April. Die deutsche llnterfeebootwaffe, die soeben einen neuen Erfolg gegen den britischen Nachschuboerkehr zur afrikanischen Front melden konnte» hat die ersten Unterseeboote, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, vor sechs Monaten in das Mittelmeer geschickt. Dieser Einsatz erfolgte in erster Linie zur Unterstützung der Kriegssuhrung Deutschlands und Italiens in Afrika. Die Hauptaufgabe war daher der Angriff aus britische Kriegsschiffe, um die feindlichen Sicherungsstreitkräfte zu schwächen und den eigenen Nachschub für die Panzerarmee Afrika gegen Bedrohungen zu sichern. Hand in Hand mit dieser Hauptaufgabe ging die Störung des britischen Nachschubverkehrs nach Tobrnk und kleineren Küstenpliitzen.
Zu diesen sechs Monaten haben unser« Unterseeboote in wirksamer Durchführung ihrer doppelten Aufgabe so beträchtliche Erfolge erzielt, daß die seestrategische Lage im Mittelmeer nunmehr verändert ist. Die britische Mittelmeerflotte verlor viele groß« und kleine Einheiten, die feindlichen Transporte wurden laufend gestört, und der eigene Nachschub nach Afrika konnte unter wesentlich verbesserten Bedingungen durchgeführt werden. Im Zusammenwirken mit der italienischen Kriegsmarine haben unsere U-Boote im ständigen Einsatz laufend die Kämpfe der Luftstreitkräfte der Achse um die Niederhaltung der Jnselfestung Malta unterstützt.
Im Kampf gegen britische Kriegsschiffe versenkten unsere Unterseeboote im Mittelmeer das Schlachtschiff „Barham", den Flugzeugträger „Arc Royal", drei Kreuzer, darunter --Galatea", einen Kreuzer vom „Leander"- Typ und einen weiteren, der von der britischen Admiralität als „Najad" zugegeben wurde, sieben Zerstörer, darunter mindestens zwei von der „Jervis"-Klafse, vier Korvetten- »der Kanonenboote sowie fünf Bewacher oder U-Boot-Jäger. Durch Torpedotrefser schwer beschädigt wurde das Schlachtschiff „Malaya", das durch Reparaturen für mehrere Monate ausfiel. Torpediert wurden ferner ein Kreuzer und sieben Zerstörer, die» soweit sie nicht untergingen, ebenfalls für längere Zeit auher Gefecht gesetzt wurden.
Für den Angriff gegen den Nachschubverkehr des Feindes nach Tobruk und vorübergehend nach Bengasi standen unsere Unterseeboote vor schwierigen Aufgaben und fanden gegenüber der Atlantikschlacht neuartige Verhältnisse vor. Schon die Enge des Seeraumes bedingt einen schnellen Ablauf der Kampfhandlungen. Starke feindliche Luftüberwachung von der Küste her erfordert taktische Einfühlung in überraschende Situationen, Entschlußkraft, Einsatzbereitschaft und Können. Im Vergleich zur Atlantikschlacht handelt es sich bei dem Kiistennachschub um kleinere, stark gesicherte Eeleitzüge und um Einzelfahrer, denen die Vorteile kurzer Küsten- fahrten zugute kommen.
Neben ihrer Hauptaufgabe, der Bekämpfung feindlicher Kriegsschiffe, haben unsere Unterseeboote aus dem britischen Nachschubverkehr 20 Transporter mit zusammen 83 500 BRT. und sechs Küstensegler versenkt. Ferner wurden 10 Handelsschiffe beschädigt. Die Größe dieses Erfolges drückt sich nicht in so hohen Tonnagezahlen
Me seierstunde der NSVflp.
Berlin, 18. April. Wie bereits bekanntgegeben, wird vom Hauptkulturamt in der Reichspropagandaleitung der NSDAP. am Vorabend des Geburtstages des Führers in der Philharmonie, Berlin, eine Feierstunde der NSDAP. durchgeführt, in der Reichsleiter Reichsminister Dr. Goebbels spricht. Die Programmfolge bringt außer der „Air" aus der D-ckur-Suite von Joh. Seb. Bach die Symphonie Nr. 9 ck-moll mit Schlußchor „An die Freude" von Ludwig van Beethoven. Mitwirkende find: Das Berliner Philharmonische Orchester unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. Ferner: Erna Berger, Eertrude Pitzinger» Helge Roswaenge, Rudolf Watzke, sowie der' Bruno Kittelsche Thor. Die Feier wird Sonntag um 18 Uhr als Ursendung über all« deutschen Sender übertragen.
aus, wie sie von der amerikanischen Küste gemeldet werden, aber die Mittelmeertonne wiegt schwerer.
Denn hier ist der Einsatz unserer Unterseeboote eine Kampfoperation, die von unmittelbarer Wirkung auf den gleichzeitigen Kampf des Heeres und der Luftwaffe in Nordafrika ist. Die Ankunft eines Achsentrans- porters in einem nordafrikanischen Hafen erhält den Lebensnerv der Soldaten Rommels. Die Ankunft eines einzigen Tankers ermöglicht tage-, ja wochenlange LuftsFortsetzung auf Seite 2)
Ivv. Bremen, 19. April
Unausführbare Die Lautstärke des hysterischen Ee- tztrntonio schreis nach einer zweiten Front in ^ den Lagern unserer Feinde steht genau im umgekehrten Verhältnis, zu der Aussicht, auch nur mit einigen bescheidenen Erfolgsmöglichkeiten eine solche Front auf dem europäischen Festland — und nur darum soll es sich hier handeln — herzustellen. Würden dazu schon einige mehr oder weniger leidenschaftlich geführte Aussprachen genügen, wie sie entsprechend dem
Eette der 55. Sowjetarmee zerschlagen
^ 45 ortschaften und 1000 Lunker in
Aus dem Führerhauptquartier» 18. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten wurden vereinzelte örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. Im Schwarzen Meer versenkten deutsche Kampfflugzeuge ein feindliches Handelsschiff von 7VÜV BRT. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront waren eigene Angriffsunternehmungen trotz schwierigster Geländeverhältnisse erfolgreich. Die Luftwaffe zerstörte Truppen- und Panzerbereitstellungen des Feindes und richtete wirksame Angriffe gegen rückwärtige Verbindungen der Sowjets.
Bei der im Wehrmachtsbericht vom 18. 4. gemeldeten Vernichtung einer feindlichen Krästegruppe wurden Teile der 33. Sowjetarmee zerschlagen und in mehrtägigen Kämpfen gegen zähen feindlichen Widerstand 45 Ortschaften und rund 1999 Bunker genommen. Der Feind verlor hierbei über 8999 Gefangene und 8999 Tote, 179 Geschütze, 289 Granatwerfer und Maschinengewehre sowie zehn Flugzeuge, die durch Verbände des Heeres erbeutet oder vernichtet wurden. In der Zeit vom 21. 3. bis 19. 4. 1942 verlor die sowjetische Luftwaffe 872 Flugzeuge- davon wurden 831 in Luftkämpfen und 95 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 88 eigene Flugzeuge verloren.
Im östlichen Mittelmeer versenkten deutsche Unterseeboote aus dem britischen Nachschuboerkehr einen Tanker von 4999 BRT., sechs Transportsegler sowie ein Vewachungsfahrzeug. An der englischen Siidküste wurden durch leichte deutsche Kampfflugzeuge bei Tage verschiedene Hafenanlagen, bei Nacht durch Kampffliegerverbände den Hasen von Southampton angegriffen und schwere Schäden verursacht.
mekrtiigigen kiimpfen genommen
Britische Bomber flogen während des gestrigen Tages unter starkem Jagdschutz in die besetzten Westgebiete ein. Von deutschen Jägern gestellt»-verloren sie in heftigen Luftkämpfen 17 Flugzeuge, darunter eine Anzahl viermotoriger Bomber. Hierbei errang ein weiteres Jagdgeschwader im Westen seinen 1999. Luftsieg. In den gestrigen Abendstunden griff eine geringe Anzahl britischer Flugzeuge Industrieanlagen in Augsburg an. Es entstand geringer Personen- und Sachschaden. Flakartillerie schoß drei der angreifenden Flugzeuge ab.
In der letzten Nacht warfen britische Flugzeuge Bomben auf Wohnviertel in Hamburg. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Häusern wurde zerstört oder beschädigt. Flakartillerie und Nachtjäger schössen sieben der angreifenden Bomber ab. Damit verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage und in der letzten Nacht 27 Flugzeuge."
Nach einer zusammenfassenden Meldung verlor der Feind in den letzten drei Monaten im mittleren Abschnitt der Ostfront bei schweren Angriffs- und Abwehrkämpfen 11 355 Gefangene, 130 Panzer, 385 Geschütze, 1400 Granatwerfer und Maschinengewehre, 176 Kraftfahrzeuge und große Mengen von Handfeuerwaffen und sonstigem Kriegsmaterial. 24 feindliche Flugzeuge wurden durch Heeresverbände vernichtet oder erbeutet. Die feindlichen Menschenverluste betrugen, soweit sie durch Zählung überhaupt festgestellt werden konnten, über 57 100 Gefallene. Bei den Angriffskämpfen wurden insgesamt 170 Orte, sowie 1800 Bunker und befestigte Feldstellungen genommen.
27 öritenflugzeuge an einem läge!
Vie empfindlichen Verluste der britischen Luftwaffe vom 17. flpril
Berlin, 18. April. Zu den gestern bereits gemeldeten Abschüssen britischer Flugzeuge im Westen erfährt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten: In mehreren Wellen näherten sich die britischen Vombenverbände, in Begleitung zahlreicher Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire, gestern nachmittag der nordfranzösischen Küste und wurden noch über dem Kanal von deutschen Jägern gestellt. Zuerst traf ein deutscher Jäger einen Vritenbomber vom Muster Boston in den linken Motor, der sofort in Brand geriet. Nach wenigen Minuten stand auch die linke Fläche in Flammen, so daß die Boston ins Trudeln geriet und schließlich steil abstürzte. Noch in der Luft montierten einzelne Teile des Flugzeuges ab. Zwei Mann der Besatzung konnten sich mit dem Fallschirm retten. Die Boston schlug brennend im Wasser auf. Fast zur gleichen Zeit wär ein zweiter Bomber vom gleichen Verband durch Jagdbeschuß schwer getroffen worden, daß auch diese Boston abstürzte. Sämtliche Insassen fanden den Tod. Durch Flakartillerie wurde die dritte Boston zum Absturz gebracht. Die britischen Jagdflugzeuge waren inzwischen von unseren Focke-Wulf und bis 109
in he/tige Luftkämpfe verwickelt worden, in deren Verlauf in kurzer Zeitfolge fünf britische Jäger in das Wasser stürzten.
Eine knappe Stunde später wurde im nordwest- französischen Küstenraum etwa ein Dutzend dieser viermotorigen Bombenflugzeuge von unseren Jagdflugzeugen gefaßt. Innerhalb von vier Minuten waren durch die kühnen Angriffe der deutschen Jäger vier große Bomber so schwer getroffen worden, daß sie brennend abstürzten. Eines der viermotorigen Flugzeuge konnte noch eine Bauchlandung machen, während ein anderes in ein Haus stürzte und vollkommen verbrannte. Kein Mann der Besatzung kam mit dem Leben davon. So folgten den bereits bis zum gestrigen Mittag im Westen abgeschossenen Feindflugzeugen in dieser einen Nachmittagsstunde zwölf weitere Britenflugzeuge. Diese für die Briten empfindlichen Verluste setzten sich in den Abend- und Nachtstunden fort, so bei Einflügen in das Reichsgebiet, bei denen nach bisherigen Meldungen weitere sieben Bombenflugzeuge von deutschen Nachtjägern und von deutscher Flakartillerie abgeschossen wurden.
wettlauf nach Mandalav für die Veiten verloren
Zaoanifchet Kett zwischen EnglSnder und thinesen — Sie oelfelder Vurnias preis-e-eben
Drahtbericht unseres Vertreters
oscb. Bern, 18. April. Nach der teilweisen Räumung von Kalkutta und Madras erfolgt jetzt auch eine Eva- kuierung von Bombay, obwohl diese Stadt an der Westküste Indiens liegt. Nach der britischen Niederlage zur See in der Bucht von Bengalen rechnet man in Bombay mit dem Auftauchen japanischer Geschwader auch an der Westküste von Indien. Die Abwanderung der Bevölkerung führte allerdings siir die Engländer zu nachteiligen Folgen, da zahlreiche indische Arbeiter die Fabriken verlassen, die für militärische Zwecke arbeiten. So mußte, wie United Preß zu berichten weiß, in einigen Fabriken Bombays die Nachtschicht infolge des Ausfalls von geflohenen Arbeitskräften abgeschafft werden.
Inzwischen verzeichnen die britischen Meldungen aus Delhi neue wesentliche Erfolge der japanischen Truppen in Burma. Im Jrawadi-Tal sind die Japaner nach englischen Geständnissen bereits in das eigentliche Erd- Llgebiet eingedrungen. Mangroe und Penang-Paung wurden geräumt. Die englischen Truppen, die jede Fühlung mit den Tschungking-Streitkräften unter dem USA.-Keneral Stillwell verloren haben, ziehen sich auf Mandalaq zurück und die chinesischen Divisionen, die nördlich von Toungoo standen» suchen sich parallel zu
den englischen Truppen ebenfalls in Richtung Mandalay durzuschlagen, nachdem ihnen durch die von Nordwest- Thailand aus operierenden japanischen Einheiten die Abschneidung droht.
Die englischen Truppen und Tschungking-Armeen wurden bei ihren Rückzugsmanövern, wie amerikanische Meldungen berichten, in den letzten zwei Tagen von der japanischen Luftwaffe ununterbrochen angegriffen. Den Japanern stehen heute die Flugplätze zur Verfügung, von denen aus die Briten noch vor kurzem operieren konnten. Alle Zerstörungsmaßnahmen haben, wie englische und amerikanische Meldungen betrübt feststellen, die Japaner nur ganz kurze Zeit daran hindern können, die Flugplätze selbst zu gebrauchen. Vergeblich warten die Engländer auf den ihnen in Aussicht gestellten Nachschub an amerikanischen Jagdflugzeugen.
Die Schlacht in Burma — so stellt ein amerikanischer Lagebericht fest — geht jetzt nicht mehr nur um die großen Oelfelder, sondern auch um die direkte und letzte Verbindung, die heute noch zwischen der englischen und der chinesischen Armee besteht. Gelingt es den Japanern, bis nach Mandalay vorzustoßen, so sind sie im Besitz der in nordöstlicher Richtung abzweigenden Eisenbahnlinie und Berbindungsstraße nach Laschio, wo die Burma-
Straße ihren eigentlichen Anfang nimmt. Ist diese Linie unter japanischer Kontrolle, ist die praktische Verbindung zwischen Tschungking-China und der britischen Front in Westburma derart unterbunden, daß gemeinsame Aktionen nicht mehr in Frage kommen. Wohl bestehen im Norden — von Mandalay bis nach Myitkying in Nordburma führt eine Eisenbahn — noch zahlreiche kleine Verbindungsmöglichkeiten nach Osten und Westen bin. Diese sind aber besonders in Richtung Ostindien so schlecht ausgebaut, daß es den britischen Truppen unmöglich sein dürfte, auf diesem Wege den Tschung- king-Chinesen eine brauchbare Hilfe zukommen zu lasten wie umgekehrt. Für Operationen größeren Ausmaßes steht dem amerikanischen Oberkommando der fünften und sechsten Tschungking-Armee heute also nur noch die abgeschnittene Burmastraße zur Verfügung.
In dieser wenig beneidenswerten Situation hatte England bisher immer noch die Hoffnung: die Regenperiode, die in vier bis fünf Wochen eintreten und ein weiteres Vorrücken der Japaner verhindern würde. Aber nun ist auch dieser Strohhalm zerbrochen worden. Ein Korrespondent der „Times" stellt bedauernd fest, daß die Kampfhandlungen sich jetzt in den Teilen Burmas abspielen, wo die Niederschlüge nicht stärker seien als in England.
Wortschwall der britischen und us.-amerikanischen Presse zwischen dem Chef des Generalstabes der USA., Mar- shall, und dem Sonderbeauftragten des Weißen Hauses, Hopkins einerseits und zwischen Herrn Churchill und seinen Getreuen andererseits seit kurzem in London stattfinden, dann stünde die Sache um eine solche zweite Front nicht schlecht. Da aber doch noch manches andere^ vor allem eine ganz gewaltige, schlagkräftige Armee auf einer dementsprechend gewaltigen, noch nie dagewesenen Transportflotte, dazu noch die Bereitstellung einer schier märchenhaften Anzahl von Handelstonnage zur Sicherung der Versorgung und des Nachschubs einer so großen Jnvasionsarmee notwendig ist (ganz abgesehen von dem ungeheuren Material, das diese Armee sofort beim ersten Landungsversuch an Waffen und Geräten mit sich führen müßte), da des weiteren zum Schutz all dieses, eine gegen unser Flugwaffe, U-Boote und unseren Küstenschutz unempfindliche riesenhafte Kriegsflotte als Geleit unerläßlich wäre, gehört der Plan eines solchen Unterfangens nicht allein in unserer Bewertung, sondern wohl auch im Urteil aller ernsthaft strategisch denkenden Menschen aus der Gegenseite, in die Rubrik der vom Standpunkt unserer Feinde lehr wohl als wünschenswert zu bezeichnenden, aber nichtsdestoweniger unausführbaren Kriegsprojekte, deren ernstliche Inangriffnahme allein schon ein Selbstmordversuch und damit Hellem Wahnwitz gleichkäme. Das weiß denn auch Mister Roosevelt und sein mehr und mehr in das Abhängigkeitsverhältnis des Juniorpartners zum Seniorchef geratener Churchill, was aus den wiederholt geäußerten Feststellungen hervorgeht, daß „man" in diesem Jahre noch nicht in der Lage sei, eine solche zweite Front herzustellen. wie sie „nach Ansicht des Volkes" zum Gewinnen des Krieges notwendig wäre. Zum Gewinnen des Krieges? Hat man in Washington und London überhaupt noch die Hoffnung, diesen Krieg gegen die Dreier- paktmächte zu gewinnen? Den Anschein, als ob man die Hoffnung hege, den gibt man sich wohl. In Wahrheit aber denken sowohl Roosevelt als Mister Churchill etwas anderes.
Lendenlahme Zweifach erscheint uns die Kraft des krioasoarkile Beweises dafür, daß weder Roosevelt ' ^ noch Churchill an einen militärischen Sieg in diesem Kriege noch glauben. Während Churchill schon längere Zeit die Briten darauf vorbereitet hat, daß es für sie in diesem Krieg nur noch darauf ankommt, „den Kopf aus dem Master zu halten" L. h. so lange es eben noch geht das Leben zu fristen, hat Mister Roosevelt aus der Suche nach einem zündenden Schlagwort als Parole für diesen Krieg nur das lendenlahme Wort vom „Ueberstehenmüssen" dieses Krieges gefunden, was im Grunde genommen auch nichts anderes bedeutet als das, was Churchill mit seinem „den Kopf aus dem Wasser halten" meinte. Nur am Leben bleiben mächten sie noch beide mit ihren plutokratischen Staatsgebilden und meinen, es genüge dies ja auch, wenn inzwischen Deutschland von selber zusammenbräche. Nicht mehr wie früher und noch während dieses ganzen Winters stellen sie sich den Zusammenbrach Deutschlands durch äußere Einwirkung vor, wie etwa infolge der einmal so sehr erhofften und ersehnten Gewalt des Ansturms der Bolschewiken gegen die deutsche Ostfront oder durch eine gewaltige Invasion britischer und vs.-amerikanischer Streitkräfte in Europa, sondern allein nur noch infolge einer von ihnen immer wieder an die Wand gemalten inneren Situation des Reiches, aus der sich ein Zu- sammenbruch wie der von 1918 ergeben müßte. So und nicht anders sind denn dann auch ihre blödsinnigen Latrinenparolen zu verstehen denen zufolge die immer wieder angeblich in der Reichshauptstadt gegen die Bevölkerung aufgefahrenen Maschinengewehre herhalten müssen, denen zufolge in einer Stadt wie Lhemnitz allein nicht weniger als 180 000 Sabotageakte verübt worden sein sollen, denen zufolge in Stuttgart ein Blut- gericht über ausländische Arbeiter hätte verhängt werden müssen, ja, denen zufolge ein Mann wie Mussolini einen Nervenzusammenbruch erlitten habe. wohl weil, was wiederum den Stempel der Unwahrheit auf der Stirne trägt, „General Rommel und der kommandierende italienische General in Libyen in Streit geraten" seien. All dieses ist, wie wir im Reich am besten wissen, glatt erfunden von Anfang bis zu Ende und alles nur darum den eigenen Völkern durch die Presse und den Rundfunk vorgelogen, um die ungeheuerliche Depression dieser Völker über die ununterbrochene Kette an mili-, tärischen und politischen Mißerfolgen der Alliierten etwas auszugleichen. Wie hoffnungslos in Wirklichkeit
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Die Tätigkeit der deutschen ll-Boote im Mittelmeer hat dem Feind im letzten halben Jahr empfindliche Verluste zugefügt.
Teile der 33. Sowjetarmee wurde» zerschlagen. In der Zeit vom 31. März bis 19. April verloren die Sowjets 872 Flugzeuge. Dazu wurden am 17. April 27 Britenflugzeuge abgeschossen.
London muß den Verlust der burmesischen Oelfelder zugeben.
Das neue französische Kabinett Laval wurde nunmehr gebildet. Oberbefehlshaber der Land-, See- und Luftstreikkräfte Frankreichs wurde Admiral Darlan.
Unser Gauleiter Carl Rover stattete dem Bremer Reservelazarett HI einen Besuch ab.
In der Zigarettenindustrie erfolgt eine weitere Konzentration der Betriebe und eine Verringerung der Marken.