Ausgabe 
(17.4.1942) Nr. 105
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parteiamtliche Tageszeitung

Vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblalt des Neichsstatttsalterq in Oldenburg und vremen

Nr. 105/12. Jahrgang

Zreitag, 17. flpril 1942

tinzelpreis 15 Nps.

flottmsorgen entfesseln oberliausschlacht

Selbständigkeit der Luftwaffe oder Zusammenarbeit mit der Kriegsmarine!

Heftiges Nededuell

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

d. Berlin, 18. April.Eine richtige Schlacht gab es bei der am Donnerstag durchgeführten Debatte im Oberhaus zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe", be­richtet der Londoner Korrespondent vonGöteborgs Handels- und Cchifsahrtszeitung". Es kam zu einem harten Zusammenprall zwischen Lord Winster. der die Kriegsmarine vertrat und eine engere Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe forderte, und zwi­schen Lord Trenchard. der die Selbständigkeit der Luft­waffe verteidigte. Verstärkt wurde das Rededuell durch den Chor der Oberhausmitglieder, von denen einige für eine bessere Zusammenarbeit, andere für einen Obersten Eeneralstab eintraten. Lord Winster machte in der Debatte das bemerkenswerte Geständnis, die Theorie, daß Bombenflugzeuge die deutsche Industrie ausschalten könnten, sei längst veraltet. Die Kriegs­marine habe durch die Annahme der Theorie von einer selbständigen Luftwaffe nur Schaden erlitten. Lord Trenchard äußerte demgegenüber, die deutsche Luft­waffe fei unabhängiger als die britische, und die Er­folge der Tätigkeit der deutschen Luftwaffe seien ja auch in England nicht unbekannt geblieben.

Die Debatte basiert im übrigen auf den britischen Flottensorgen, die gerade heute in derDaily Mail" wie auch in anderen britischen Zeitungen äußerst dra­matisch dargestellt werden. Seeherrschaft beruhe auf Schiffen, Flottenstützpunkten und der Versorgung der Flotte mit Brennstoff alle drei Faktoren ständen der britischen Marine nicht zur Verfügung. Man müsse fest­stellen, daß die britische Flotte zahlenmäßig den verbün­deten Achsenmächten in allen Schiffsklassen ausge­nommen vielleicht in Kreuzern unterlegen sei, die japanische Flotte besitze mehr Flugzeugträger als Groß­britannien, die deutsche Flotte sei ganz bestimmt stärker als man es in der britischen Öffentlichkeit gern wahrhaben möchte, Deutschlands U-Bootflotte scheine ständig zu wachsen, gleichfalls seine Zerstörer-

Ver gestrige Wehrmach-sbericht

Aus dem Führerhauptquartier, 16. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Osten griff der Feind an einzelnen Stellen an. Die An­griffe wurden blutig abgewiesen. Im mittleren Abschnitt wurde eine von ihren Verbindungen abgeschnittene Krästegruppe der Sowjets vernichtet, nachdem alle vor­hergehenden Ausbruchsversuche des Feindes unter hohen blutigen Verlusten gescheitert waren. Im nördlichen Frontabschnitt gewannen Verbände des Heeres und der Waffen-jf bei örtlichen Angriffen unter schwierigsten Geländeverhältnissen weiter an Boden. Bei Luftan­griffen auf Murmansk wurden zahlreiche Bomben­treffer in Kai-Anlagen und Lagergebäuden erzielt. Ein großes und zwei mittlere Handelsschiffe gerieten in Brand. Begleitende Jäger schössen sieben feindliche Flug­zeuge ab. In Nordafrika keine besonderen Kampfhandlungen. In Luftkämpfen über dem Kanal und bei Einsliigen des Feindes in die Deutsche Bückt schössen Jäger und Marineartillerie zehn britische Flugzeuge ab. Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 18. April den wichtigen britischen Hasen und Schiffsbauplatz Sun­de r l a n d an. Nach Bombentreffern fchweren Kalibers wurden ausgedehnte Brände beobachtet. Britische Bom­ber führten in der letzten Nacht Störangriffe auf ver­schiedene Orte in Westdeutschland durch. Die Zivilbe­völkerung hatte geringe Verluste. Ein feindliches Flug­zeug wurde abgeschossen."

Deutsche Jäger nahmen an der nordafrikanischen Küste britische Tankwagen in der Ost-Marmarica unter Bord- waffenfeuer. Dabei gerieten drei Tankwagen mit Treib­stoff in Brand. In der vergangenen Nacht griffen Kampfflugzeuge die Hafenanlagen von Tobruk mit guter Wirkung an. Auf Malta wurden die Flugplätze des Seeflughafens Marsa Sciroco erfolgreich mit Bom­ben belegt.

flottille, die italienische Flotte stelle auf keinen Fall einen Faktor dar, den man völlig außer acht lassen könne, wie das gern englischerseits am Anfang dieses Krieges getan worden sei. Trotz aller Anstrengungen britischer U-Boote und kleinerer Schiffe im Mittelmeer sei Italien im Augenblick so gut wie berechtigt, das Mittelmeer als dasmors vostrvm" abzusehen.

Viel ernster aber als diese zahlenmäßige Ueberlegen- heit der Achfenflotten wirke sich jetzt das Fehlen gut ausgerüsteter Flottenstützpunkte aus, von denen die britischen Seestreitkräfte aus operieren könnten. Im Mittelmeer habe man seit dem Fall Frankreichs nur noch den Hafen von Alexandrien mit seinen geringen Dockmöglichkeiten und Gibraltar, während Malta, das man von jeher als Angelpunkt für die Störung der Achsenverbindungen nach Afrika angesehen habe, dau­ernden und heftigen Bombenangriffen unterworfen fei. Im Indischen Ozean könne man Colombo und Trinco- malee auf Ceylon im Hinblick auf die ernsten Nieder­lagen im Indischen Ozean nicht mehr als nennenswerte Flottenstützpunkte ansehen. Weiter westlich gäbe es für die britische Flotte nur noch einige kleinere Flotten- basen in Bombay und Aden, die aber nicht zur Auf­nahme größerer Flottenverbände eingerichtet seien. In Südaustralien und Neuseeland gäbe es zwar auch aus­gezeichnete Hafen- und Ankerplätze, doch seien so gut

wie keine brauchbaren Dockanlagen vorhanden. Wie ungeheuer ernst der Verlust Singapurs sei, werde erst jetzt deutlich.

Die dritte Frage, die Brennstoffversorgung der eng­lischen Flotte, zeige ebenso düstere Aspekts. Die-britische Flotte werde fast ausschließlich mit Oel als Brennstoff betrieben. Durch die japanischen Erfolge seien die m Ostasien gelegenen Oelfelder ausgeschieden, die Oelfel- der des Iran und Irak bedroht, die Oelvorräte Rumä­niens in feindlicher Hand, während Rußland kein Oel abgebe. In der Karibischen See unterlägen die Oellie- ferungen Venezuelas heftigen Angriffen durch die Achsen-U-Boote, wobei zu bedenken sei, daß auch die USA. einen steigendes Bedarf an Oel hätten, der da­durch nur noch größer werde, daß immer weitere ameri­kanische Tanker an der Küste Amerikas versenkt würden.

Angesichts einer mächtigen japanischen Flotte im In­dischen Ozean und starken deutschen sowie italienischen Seestreitkräften im Mittelmeer und Atlantik seien der britischen Flotte aus allen Weltmeeren so gewaltige Aufgaben zugefallen, daß sie unter dieser Last zusam­menbrechen müsse. Weder die Heimat- noch die Mittel­meer- noch die Fernostslotte seien noch in der Lage, un­abhängig voneinander erfolgreich eine große und ent­scheidende Seeschlacht auszukämpfen. Die Seeherrschaft sei für England so gut wie verloren.

kiserner Angriffsgeist unserer Soldaten

kingedrungene volstffewisten eingeschlossen mist vernichtet Neiche veute Nund 2000 Lote

Berlin, 16. April. Wie das Oberkommando der Wehr­macht mitteilt, sind durch das Tauwetter im Nord­abschnitt der Ostfront die Gelände- und Wegeverhält­nisse noch schwieriger geworden. Wenn trotzdem am 14. 4. deutsche örtliche Angriffsunternehmungen gegen zähen feindlichen Widerstand Boden gewinnen konnten, so ist das ein erneuter Beweis für den ungeschwächten Angriffsgeist deutscher Soldaten. Nordostwärts des Ilmensees entwickelten sich schwere Kämpfe. Der Feind versuchte am Morgen des 14. 4. nach einstündigem Trommelfeuer mit Unterstützung von mehreren Panzern die Stellungen eines Verbandes der Waffen-ss anzu­greifen. Als es den Bolschewisten an einer Stelle gelang, in die deutsche Hauptkampflinie einzudringen, riegelten die deutschen Truppen durch einen Gegenstoß die Ein­bruchsstelle ab, wodurch die feindlichen Kräfte einge­schlossen wurden, deren Vernichtung im Gange ist. Im Verlauf der den ganzen Tag über andauernden Kämpfe wurden mehrere feindliche Panzer vernichtet.

An der Swirfront zwischen Ladoga- und Onega­see, wo das beginnende mildere Wetter das Gelände noch nicht aufgeweicht hat, setzte der Feind am 15. April

verschiedentlich feine vergeblichen Angriffe fort. Auch bei diesen Kämpfen wurden eingedrungen« feindliche Kräfte abgeriegelt, eingeschlossen und vernichtet. Eine weitere eingekesselte feindliche Kampfgruppe unternahm im Verlauf des Tages ergebnislose Ausbruchsversuche, die jedoch die Vernichtung der eingeschlossenen Bolsche­wisten nicht aufhalten konnten. Reiche Beute an In­fanteriewaffen aller Art fiel in die Hand der finnischen Truppen, und rund 2000 tote Bolschewisten bedeckten dieses Kampffeld.

Die deutsche Luftwaffe unterstützte im.Kampfabschnitt des Ilmensees die deutschen Heeresoperationen mit er­folgreichen Bombenangriffen auf feindliche Bereit­stellungen. Vom Gegner belegte und befestigte Ortschaf­ten waren wiederholt das Ziel rollender Einsätze. Sturzkampfflugzeuge zerschlugen eine große Zahl von Panzern und zerstörten zahlreiche Häuser, die der Geg­ner als Geschützstellungen und Widerstandsnester ausge­baut hatte. Nördlich des Ilmensees griffen deutsche Kampfflugzeuge feindliche Panzer an und brachten dem Gegner durch Volltreffer in Kolonnen hohe blutige Verluste bei. Einige Flakbatterien wurden durch Bom- benvolltreffer außer Gefecht gesetzt.

Neue Mtterkreu;tr8ger

Berlin, 18. April. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Ernst Maisel» Kommandeur eines Infanterieregimentes; Major Ger­hard Heilbronn, Bataillonskommandeur in einem Schützenregiment; Oberleutnant Platz er, Staffel- führer in einem Sturzkampsgeschwader, der im März bei einem erneuten Einsatz den Heldentod gestorben ist.

über Malta sieben slugjeuge abgeschossen

Rom, 16. April. Das Hauptquartier der italieni­schen Wehrmacht gibt bekannt:An der Cyrenaikafront Spähtrupptätigkeit. Die Bombenangriffe aus Malta wurden fortgesetzt. Deutsche Jäger schössen im Luftkampf über der Insel sieben feindliche Flugzeuge ab. Bei einem mißlungenen Angriffsversuch auf einige unserer im mittleren Mittelmeer fahrenden Schiffe wurden zwei britische Bomber durch deutschen Jagdschutz abge­schossen."

Schwerbeschädigter Sowjet-kisbrecher...

bn. Rom, 16. April. Im Hafen Montevideos ist nach argentinischen Meldungen der schwer beschädigte sowjet- russische EisbrecherMikyn" eingelaufen. Die bolsche­wistischen Matrosen erklären, daß sie ein Gefecht mit einem feindlichen Schiff zu bestehen gehabt hätten, ohne näheres über Ort und Zeit anzugeben. Das sowjet- russische Schiff weist mehrere Treffer auf und ist vor dem Untergang nur durch die seinem Zweck entspre­chende kräftige Bauart bewahrt worden.

Santiago de Chile, 16. April. Das englische Motor­schiffLoreto" (6682 BRT.) geriet im Hafen von Valparaiso in Brand. Das Feuer, das in einer Jute- ladung reiche Nahrung fand, konnte erst nach mehr­stündiger Arbeit gelöscht werden.

Der Führer verlieh König Boris das Goldene Eroß- krenz. Der Führer hat König Boris von Bulgarien das Goldene Eroßkreuz des Deutschen Adlerordens verliehen.

Moritttten-0ffeiiflve in London und Waldington

krschießungen und Sabotageakte von flngko-flmerikanern in Veutschland «beobachtet"

Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung

b. Berlin, 16. April. Das drohende Sonnenlicht des nun auch klimatisch nahenden Frühlings mit allen seinen Konsequenzen, deren Umfang für London und Washington ein viel erörtertes Rätsel darstellt, aber in der Erinnerung an vergangene Friihjahrsiiber-^ raschungen das Publikum Roosevelts und Churchills äußerst beunruhigt, hat die Feindagitation eine neue Offensive auf propagandistischem Gebiet starten lassen. Dieletzten Züge des Nazi-Regimes", die sporadisch im englischen und amerikanischen Rundfunk auftauchen» wurden angesichts der Schwierigkeiten in der gegen­wärtigen Situation mit einigen besonderen Moritaten gekrönt, die von den Sendern Newyork, Schenectady, Boston, London, von der britischen und amerikanischen Presse mit wenig Einfallsreichtum, dafür aber um so mehr Wortgeklingel serviert werden. DieRevolten an der Ruhr" sind vom Sender London neu entdeckt wor­den, der ebenfalls in den Berliner Stadtteilen Wedding und Neukölln Barrikaden errichtet und auf den Dächern der Häuser Maschinengewehre schußbereit gesehen haben will.

Das vollkommene Scheitern der sowjetischen Winter- offensive, die unerhörten Verluste an Menschen und Ma­terial für die Bolschewisten hatten den Moskauer Agi­tationschef Losowsky zu jenen bekannten Gesprächen über Kanonen auf dem Wilhelmplatz zu Berlin" angeregt. Die politischen und militärischen Pleiten der Alliierten in Indien, im Indischen Ozean und im Umkreis der Philippinen veranlaßten London und Washington zu

dem neuen Feldzug, der mit Moritaten Siege einbrin­gen soll und doch lediglich das schallende Gelächter der Betroffenen einzuheimsen vermag. Wir haben einige dieser Moritaten gestern bereits kurz beleuchtet und nehmen sie heute wieder auf, um ihre Albernheit noch einmal nachdrücklich bloß zu stellen. Daß der Sender Boston in Stuttgart sechzig ausländische Arbeiter hin­richten läßt,da sie beschuldigt wurden, Unruhen ange­zettelt zu haben", vermag nicht wunderzunehmen, da derartige Meldungen zur Programm-Auffüllung der feindlichen Nachrichtendienste sehr begehrt sind. Sympto­matischer und interessanter im Hinblick auf die ban­gen Erwartungen Englands und Amerikas, die im Nahen Osten drohendes Unheil wittern, sind Berichte des Senvers Schenectady:In Washington verlautet, daß zwischen General Rommel sowie dem kommandie­renden italienischen General Unstimmigkeiten so ernster Natur entstanden seien, daß die strategischen Pläne ge­fährdet sein sollen". Die Wirkungsabsicht dieser Mel­dung ist äußerst klar, eine Beruhigungspille, deren Brom-Charakter durch scheinbare Genauigkeit erhöht werden soll:Ueber die Gründe dieser Unstimmigkeiten wird einerseits berichtet, der italienische General be­folge die Anweisungen Rommels nicht mit der gebüh­renden Promptheit, andererseits, besonders aus ita­lienische'! Quelle, wird hierzu angegeben, daß General Rommel die Ratschläge des italienischen Generals nicht befolge."

Die nötige Steigerung, auf die selbst Bänkelsänger vom Format des Senders Newyork nicht verzichten kön­

nen, besorgt die Meldung desDaily Mail", die in dem nämlichen Sender wiedergegeben wird und behauptet, daßMussolini wegen einer vollständigen, nervösen De­pression untersucht wurde. Er wäre nicht imstande, die Staatsgeschäfte zu führen. Während der Untersuchung weinte er bittere Tränen oder lachte hysterisch".

Schließen wir den belustigenden Reigen der Mori­taten mit der Meldung des Londoner Rundfunks, der allerdings diele Weisheit vorsichtshalber nur iy arabi­scher Sprache zum besten gibt:Allein im Monat Fe­bruar sind in Chemnitz nicht weniger als einhpndert- achtzigtausend Sabotageakte verübt worden."

Fundierte Gegenbeweise aus anglo-amerikanische Albernheiten zu liefern, ist nicht unsere Aufgabe. Mo­ritatengesänge hört man sich zum Vergnügen an. So wollen es auch wir halten. Festzustellen ist lediglich, daß die Niedergeschlagenheit des britischen und ameri­kanischen Publikums, von der neutrale Korrespondenten Tag für Tag in ihren Zeitungen berichten, ein außer­ordentliches Maß angenommen haben muß, wenn sich die amtlichenMacher der öffentlichen Meinung" be­reits derart in London und Washington strapazieren müssen, daß sie Blödeleien dieser Art ihren Hörern und Lesern vorsetzen, um den Zusammenbruch der Winter- Illusionen nicht allzu hörbar werden zu lasten. Mori­taten als Ersatz einer von Stalin dringend geforderten Offensive dürften allerdings in Moskaus Augen nur recht dürftig erscheinen.

Die Stoffe

Von

8^..-6rupp6vküki6r llrick blasse

Niemand denkt über die Dinge der Zukunft tiefer nach als der Soldat zwischen den Schlachten. Wo im­mer er dann im Kameradenkreis von der Heimat und von dem spricht, was nach dem Kriege einmal sein soll, steht am Ende seiner Gedanken das Wunschbild eines neuen Lebens, das der großen Volksgemeinschaft erwachsen soll, für die er mit der Waffe kämpft. Im­mer aber wird in dieses Wunschbild guch sein eigenes Sinnen darüber verwoben sein, was er nach dem Kriege mit sich selbst vorhat.

Durch viele Länder sind so unsere Soldaten kämpsend und siegend gezogen. Der Krieg wurde ihnen zu einem Anschauungsunterricht einmaliger Art. Sie sahen die reichen Fluren Frankreichs mit seiner lässigen Lebens­art und schwindenden Volkszahl, sie sahen in dkn Nie­derlanden die wohlgeordnete Sauberkeit eines auf Ko- lonialreichtums begründeten Volkstums, sie sahen aber auch die trostlose Verkommenheit und Unordnung der weiten Ebenen des Ostens im ehemaligen Polen und im Sowjetparadies. Dies alles sah der Soldat mit wachen Augen, verglich es mit seiner Heimat untz seinem eigenen Lebenskreis und empfand am Ende immer das gleiche: Es gibt nur ein Deutschland!

Zugleich aber erkannte der Soldat auch ein anderes: Dieses Deutschland mit seinen 80 Millionen fähiger und fleißiger Menschen hatte durch Jahrhunderte das un­verdiente Schicksal einer räumlichen Enge zu tragen ge­habt, die auf dem Lebensweg jedes einzelnen wie ein unabwendbares Los lastete. Wieviel weiträumiger lebten doch andere Völker, die dem eigenen an Tatkraft und Können nicht das Wasser reichen konnten, Völker, die unfähig waren, die Schätze ihres Landes dem Glück ihrer Menschen dienstbar zu machen. Wo aber wie im Osten mitten aus solcher Unkultur unerwartet da und dort Inseln eines schöpferischen Lebens in Stadt und Land sichtbar wurden, da begegnete der marschierende Soldat den Spuren deutschen Wesens, das hier irgendwann einmal Wurzeln geschlagen hatte. Und noch im Weitermarschieren ging dem Soldaten die Erkennt­nis vom großen Sinn seines Lebenseinsatzes auf. Nun begriff er ays eigenem Erleben, was der Führer mit wissender und seherischer Kraft einst, vor fast 20 Jahren, in seinem BuchMein Kampf" als sein politisches Testa­ment bezeichnet und-als Mahnung für sein Volk nieder­geschrieben hatte.

Sorgt dafür, daß die Stärke unseres Vol­kes ihre Grundlage nicht in Kolonien, sondern im Boden der Heimat in Europa erhält. Haltet das Reich nie für gesichert, wenn es nicht auf Jahr­hunderte hinaus jedem Sprossen unseres Volkes sein eigenes Stück Grund und Boden zu geben vermag. Vergeht nie, daß das heiligste Recht auf dieser Welt das Recht aufErde ist, die man selbst bebauen will, und das heiligste Opfer das Blut, das man für diese Erde vergießt."

Von dieser Stunde an erkannte der Soldat, daß die­ser Krieg zugleich die größte Landnahme un­seres Volkes in seiner jüngeren Geschichte gewor­den ist. Seit einem halben Jahrtausend, angefüllt von eigener politischer Ohnmacht, sprengt erstmalig das deutsche Volk die Enge seines Raumes, um seiner wach­senden Volkszahl den Boden für eine größere Zukunft zu bereiten. Es vollstreckt damit das ewige Naturgesetz, das jeder Pflanze und jedem Geschöpf auch den Raum zuordnet, auf dem sie sich frei entfalten und gedeihen können. Wenn einst unsere Soldaten mit siegreichen Waffen in die Heimat zurückkehren, werden sie neben dem Erlebnis einer Kameradschaft in Not und Tod auch eine neue Aufgabe mitbringen: Dieses mit dem Blut so vieler Tapferen getränkte Land im Osten muß für im­mer zur deutschen Erde. zur Heimstatt für künftiges deutsches Leben werden! Nicht bloß das Blut, sondern auch der Boden fordern ihr Recht von den Nachleben­den. Im dröhnenden Klang der Friedensglocken kün­det sich unserem Volk seine künftige Sendung an, wie sie der Führer inMein Kampf" ausgesprochen hat: Das Zukunftsziel nicht im berauschenden Ein­druck eines neuen Alexanderzuges erfüllt zu sehen, son­dern in der emsigen Arbeit des deutschen Pfluges, dem das Schwert nur den Boden zu qeben hat."

Noch mag mancher nur das Gegenwärtige des Ostens in seiner Unkultur und Trostlosigkeit erblicken, aber der Glaube an die kommende Größe unseres Volkes wird unserem seherischen Auge die Kraft geben, aus diesen Ebenen, Sümpfen und Wäldern dereinst neues deutsches Land mit blühenden Dörfern und Städten, mit froh und frei atmenden Menschen unseres Blutes erstehen zu sehen. Was unsere Vorfahren vor 500 und 1000 Jahren vermochten, das wird unserem in siegreichem Waffen- gang gestählten Geschlecht erst recht möglich sein. Diese blutgetränkte Erde muß deutsch in Menschen und Fluren, in Höfen und Werkstätten werden. Diese neue Heimat wird der deutsche Mythus unseres Zeitalters sein. Richten wir im Brüsten der Schlachten, im Dröhnen der

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Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurde eine Krästegruppe der Sowjets vernichtet.

Bei Luftangriffen auf Murmansk wurden zahlreiche Bombentreffer in den Hafenanlagen erzielt.

Deutsche Kampfflugzeuge griffen den britischen Hafen und Schiffsbauplatz Sunderland an.

Die schweren Bombenangriffe der Achsenlustwafse aus Malta wurden fortgesetzt.

Im Londoner Oberhaus führten die britischen Flottenniederlagen zu einer heftigen Redeschlacht. Durch den weiteren Vormarsch der Japaner in Burma ist die Verbindung zwischen den englischen und den Tschungking-Truppen ernstlich bedroht.

In der Ukraine wurde eine Neuordnung des Hand­werks in die Wege geleitet.

Ueber Aufgaben und Bedeutung des Seehafenver­kehrs machte der Geschäftsführer der Jndustrie- und Handelskammer Bremen grundsätzliche Aus­führungen.

Der Eriindungstag des NS.-Fliegerkorps jährt sich heute zum fünften Male.