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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatttsalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 10Z , 12. Za-rgang
Mittwoch, 15. stpril 1942
Linzelpreis 15 Npf.
Neue Schlüge in der „größten Seeschlacht
Unsere U-Voote versenkten im Nordmeer und im flUantik erneut 120000 VM.
Schwar;e rage
für die seindliche Versorgungsschiffakrt
Aus dem Führerhauptquartier, 14. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. „Aus der Halbinsel Kertsch und im Donezgebiet fanden außer örtlichen Vorstößen schwächerer feindlicher Kräfte keine wesentlichen Kampshandlungen statt. Deutsche Kampfflugzeuge beschädigten in einem Hafen der Kaukasus-Küste einen großen sowjetischen Tanker durch Bombentreffer. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurde bei erfolgreichen eigenen Angriffshandlungen eine große Anzahl von Ortschaften genommen. An einzelnen Stellen wurden stärkere, von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes abgeschlagen. Im nördlichen Frontabschnitt wurde eine Kräftegrnppe des Feindes eingeschlossen und vernichtet. In der Zeit vom 9. bis 13. April wurden an der Ostfront 175 feindliche Panzer abgeschossen. Wie bereits durch Sonder- meldung bekanntgegeben, griffen deutsche Unterseeboote im Nordmeer einen aus Murmansk ausgelaufenen Eeleitzug an und versenkten zwei amerikanische Transporter mit zusammen 12 200 VRT., von denen einer bereits durch Bomben deutscher Flugzeuge beschädigt worden war. Kampfflugzeuge versenkten aus demselben Eeleitzug einen Tanker von 4VÜV BRT. und beschädigten ein großes Handelsschiff so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden muß. Im Atlantik versenkten Unterseeboote zwölf feindliche Handelsschiffe mit zusammen 1Ü4 Süll BNT. Fast alle diese Schiffe, unter denen sich sieben große Tanker befanden, wurden unmittelbar unter der amerikanischen Ostküste torpediert.
In Nordafrika wurden Vorstöße starker britischer Krästegruppen abgewiesen und im Nachstoß dem Geg- ner erhebliche Verluste zugefügt. Sieben Panzerkampfwagen und anderes Kriegsgerät wurden vernichtet oder erbeutet. In der Marmarica wurden britische Krast- sahrzeugansammlungen und ein Flugplatz bombardiert. Die Angriffe auf militärische Anlagen der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. Leichte Kampsslugzeuge griffen am Tage Hasenanlagen und Versorgungseinrichtungen an der englischen Süd- küste erfolgreich mit Bomben an und zerstörte» eine Fabrikanlage. In der vergangenen Nacht bombardierten Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeuge einen versorgungswichtiaen Hafen an der Humber-MLn- dng mit guter Wirkung. Eine geringe Anzahl britischer Bomber versuchte in der Nacht zum 14. April das nordwestdeutsche Küstengebiet anzufliegen. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen.
Bei den Erfolgen im Atlantik zeichneten sich die Unterseeboote des Kapitänleutnants Hardegen und des Oberleutnants zur See Lassen besonders aus. Die Besatzung eines deutschen Flugzeuges, bestehend aus Oberfeldwebel Ritsch, Feldwebel Schäfer, Feldwebel Richter und Obergesreiter Hartmann hat ungeachtet stärkster feindlicher Boden- und Jagdabwehr einen wichtigen Auftrag über dem Kanal von Suez mit großem Schneid durchgeführt."
Die Operationen unserer Unterseeboote werden anschaulich, wenn man die ungeheuren Entfernungen berücksichtigt, die zwischen den einzelnen Operationsgebieten liegen. Von den Einsatzhäfen bis zur amerikanischen Küste sind es 5000 Kilometer, bis zum Mittel-
Vrei neue NiNerkreu;tr8ger
Berlin, 14. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Rudolf Halste, Kommandeur eines Artillerieregiments; Hauptmann Max Sachsenheimer, Bataillonskommandeur in einem Jägerregiment; Oberfeldwebel Höfemeier» Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
meer bzw. westafrikanischen Küste über 2500 Kilometer, bis zur Barents-See 3000 Kilometer. Jy diesem ganzen riesigen Seegebiet fahren unsere Unterseeboote unausgesetzt ihre erfolgreichen Einsätze, die der feindlichen Versorgungsschiffahrt schwerste Verluste zufügen.
Berlin, 14. April. Die feindlichen Verluste an Tankern seit dem ersten Auftreten deutscher Unterseeboote
in amerikanischen Gewässern haben sich mit der durch die Dienstag-Sondermeldung bekanntgegebenen Versenkungsziffer auf 88 Tanker mit 713 210 BRT. erhöht. Dies bedeutet für den Gegner den Verlust von rund 1070 000 Tonnen Oel. Diese Ziffer entspricht der dreifachen Jahresförderung an Oel in Deutschland im Jahre 1937. '
„Ver -lal traf das Ziel eher als berechnet"
Versenkt von Mko tlausen — Vas Mtterkeeu; für den kömpsec von Suavana
Von krisKsberieliter X. Dwil IVeill
. ,14. April. (kX.) Unter den erfolgreichen
Amerikasahrern, die vom Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurden, befindet sich nun auch Kapitänleutnant Niko Clausen. der Kommandant von „U." westwärts L. 39ÜVÜ BRT.
wertvollen Frachtraums nebst Ladung verlor Roose- velt allein durch dieses eine deutsche U-Boot, dem es außerdem gelungen ist, die Zufuhr von Bauxit nach Nordamerika empfindlich zu stören. Seit dem Ausfall der europäischen und asiatischen Bauxitlieferungen ist ja die nordamerikanische Aluminium-Industrie ganz von Holländisch- und Britisch-Euayana an der Nordküste Südamerikas abhängig. Kein Wunder, daß Roosevelt den Seeweg dorthin besonders sichert.
„Gemman Submarlineß" — deutsche UwteWeeboote — tönen die Funksprüche über der „Bauxit-Straße"; Tag für Tag — und Flugzeuge kreisen unaufhörlich. Ein Jagdflugzeug, das eines Tages an das U-Boot des Kapitänleutnants Clausen heranfegte, konnte einige Treffer am Turm erzielen, mehr zu ereichen gelang den Amerikanern nicht. Trotz aller Warnrufe im Aether, trotz allen Zackens der feindlichen Schiffe brachte der Kommandant sein U-Boot bis auf wenige hundert Meter an den ersten beladenen Frachter heran. Der Aal zischte los, traf aber sein Ziel eher als berechnet; der Frachter war bei seinen Ausweichversuchen direkt auf das U-Boot zugelaufen. Eine gewaltige Sprengsäule ging am Achterschiff hoch. Die Trümmer flogen in gefährlicher Zahl und Größe auf das U-Boot zu. Bevor noch festgestellt werden konnte, daß das U-Boot keine Beschädigungen erlitten hatte, war der Frachter Nr. 1 unterm Bach, versenkt von Niko Clausen.
Ebenso schnell ging es einige Tage später mit Nr. 2. Ein Aal traf diesen von der USA.-Äluminium-Jndustrie sicher sehnsüchtig erwarteten Frachter unter dem vorderen Mast und bewirkte ein Auseinanderbrechen des Schiffes. Durch die hohe Fahrt, die dieser 6000-Tonner in den nächsten Sekunden hatte, sowie durch die Veränderung der Lästigkeit ergab sich für den Kommandanten und seinen 1. Wo. ein merkwürdiger Anblick: der Frachter tauchte wie ein U-Boot schräg nach vorn in 24 Sekunden weg. Die Kanone am Heck, mit der die USA.-Marine den Frachter schützen wollte, wirkte bei einem solchen sekundenschnellen Untergang etwas komisch. Noch während Kapitänleutnant Clausen im Mondlicht die Untergangsstelle betrachtete, meldete der Ausguck Schatten voraus. Also nochmals ein nächtlicher Anlauf, wie er nur dank der hervorragenden Ausbildung unseres seemännischen Personals Erfolg verspricht. Das Herankommen an diesen Frachter war dann eine Glanzleistung des Kommandanten und seiner Männer auf der Brücke. Nicht wie Laien vielfach glauben, ge- radewegs drauflos, sondern sechs Stunden lang ein mühsames Vorknüppeln. Jede Wolke, die sich vor den Mond schob, aunützend, bis endlich nach sechsmal 60 Minuten eine große Wolke den unbemerkten Torpedoschuß erreichte, der den unter Wasser explodierenden Dampfer seiner Bestimmung entzog..
Wie oft glaubt der Kommandant in jenen sechs Stunden die richtige Schußposition zu haben, doch ebenso oft packte der Frachter oder die Wolcke weg; ein Pech,
das gerade dieser Kommandant hatte. Nein! Auf der unendlichen Weite des Atlantik, im Operationsgebiet der deutschen U-Boote Neufundland und Guyyana mag sich in dieser gleichen Nacht das gleiche Anpirschen an den Gegner dutzendmal abgespielt haben. Es ist schon ein glücklicher Zufall, wenn ein feindlicher Dampfer direkt auf ein U-Boot zuläuft. So ein Glück hatte Kapitänleutnant Clausen im weiteren Verlauf seiner Ritterkreuzfahrt, und selbst diesem Zufall gingen allerlei Schwierigkeiten voraus. Nach siebenstündigem Vor- knmppölln bei Tage hatte er amen mittelgroßen Frachter, von dem anfangs nur die Mastspitzen auszumachen waren, endlich im Sehrohr. Starker Seegang ließ jedoch den Gegner das Sehrohr und vielleicht auch das ganze Boot bemerken. Bevor noch der Aal zielsicher ausge- stoßen werden konnte, war von dem etwa 6000 BRT. großen Frachter nichts mehr zu sehen. Dem Kommandanten tropfte der Schweiß von der Stirn. Er schimpfte, fluchte und nahm sich fest vor, den Brocken nicht entwischen zu lassen. Also Auftauchen! Der Kommandant mit seinen drei besten Ausguckmännern auf der Brücke. Und wieder zeigte der Frachter in weiter Ferne nur seine Mastspitzen! Die Möglichkeit, nochmals an ihn heranzukommen, schien ausgeschlossen. Schade um diesen Fang!
Betrübt sehen sich vier Augenpaare auf der Brücke an, doch wenige Minuten später kommt dieser scheinbar hoffnungslose Fall wieder näher, steuert direkt aus das U-Boot zu, das null rasch wegtaucht und ihm auf ein paar hundert Meter Entfernung gleich zwei Aale jagt, deren Wirkung nichts zu wünschen übrig ließ!
Die Frage, warum der mit Autos, Reifen und Pak- Oel für den indischen Kriegsschauplatz voll beladene USA.-Frachter nach feinem Entkommen dem U-Boot direkt vor die Torpedorohre lief. fand bald ihre Beantwortung. Der Kapitän des Frachters hatte sich wohl gesagt: „Du siehst Gespenster, in dieser Gegend war bisher noch nie ein deutsches ll-Voot gemeldet, wozu eigentlich all das? Also weiter!" Und so lief er direkt in die deutschen Torpedos.
Als das U-Boot nach dem Untergang dieser Roose- velt-Sendung für Britisch-Jndien auftauchte, fand es» in einem großen Oelfleck treibend, ein paar Autopolster» Reifen und Holz. Die Insassen der Rettungsboote gaben unseren U-Boots-Männern sehr zu denken: Neben dem Kapitän des Frachters ein tolles Gemisch von Negern, Chinesen, Indios sowie europäische Verbrechertypen. Die Nordamerikaner sind, nach Aussagen jenes Frachterkapitäns, schon vielfach auf solches Sammelsurium von Schifssbesatzungen angewiesen. Zugleich nehmen sie ihnen die Radioapparate weg, damit sie nichts über die Tätigkeit unserer U-Boote hören und ruhig bleiben. Um so mehr hängen die deutschen U-Boot-Miinner an ihren Lautsprechern, die überall im U-Boot eingebaut sind und auf Ueberwasserfahrt Nachrichten und Musik aus der Heimat bringen.
Eines Tages kam auf diesem Wege auch eine Nachricht zum U-Boot des Kapitänleutnants Clausen, die alle an Bord aufjubeln ließ: Der Führer hatte dem Kämpfer vor Guayana, wie die Besatzung ihren Kommandanten nennt, das Ritterkreuz verliehen und damit den jüngsten Erfolg vor der amerikanischen Küste anerkannt.
Indiens Seele durch das vlulbad von ftmrirsar geweckt
Indien wir- jrei sein noch dem Zusammenbruch -es kmpire — Line krkläruno Sud-as t-andra Solos
Berlin, 14. April. Anläßlich der 23. Wiederkehr des Blutbades von Amritsar gab der indische Nationalistenführer Subhas Chandra Böse über einen ungenannten Sender eine Erklärung folgenden Wortlautes ab: „Das Blutbad von Jalianwalla Vagh in Amritsar, im April.1919, war der Dank dafür, daß Indien im letzten Weltkrieg fein Blut und Gold zur Unterstützung Englands hingegeben hat. Durch Erniedrigung, Verfolgung und Grausamkeit wurde Indiens Seele endlich geweckt. Das indische Volk erhielt seine Feuertaufe in diesem Glauben an die Freiheit. Das außergewöhnliche Erwachen, das auf dieses Ereignis im ganzen Lande erfolgte, ermöglichte Indien, mit großen Schritten seinem Ziel der Freiheit entgcgenzumarschieren.
Die politische Entwicklung des modernen Indien ist heute auf ihrem Höhepunkt angelangt, und es ist heute in der Lage, ohne längere Verzögerung feine Freiheit zu erlangen. Der gegenwärtige Wektkonflikt stellt Indien an einen Kreuzweg seiner Geschichte. Aus einer Seite sieht es die verzweifelten Versuche des alten Weltreiches, seine Errungenschaften festzuhalten. Aus der anderen Seite steht eine neue Weit, die Indien endlich die Aussicht auf eine Aenderung und Erfüllung feiner Sehnsucht darbietet. Der Zusammenstoß zwischen dem Alten und dem Neuen zerbricht die alte Ordnung — und wenn Indien sich in der jetzigen Krise auf feiten Englands stellt, geht es auch sicher mit ihm unter. Indiens einzige Alternative ist daher, die alte Ordnung und die hinter ihr stehenden Interessen vollkom
men zurückzuweisen und alles daranzusetzen, die nationale Befreiung durchzusetzen.
Die große Macht von gestern — das britisch« Weltreich — ging jetzt in der ganzen Welt betteln und suchte Freunde in jedem Winkel unter der Sonne. Warum sollten wir, die wir von England entwaffnet und in Armut gestürzt wurden, in unserem Freiheitskampf nicht auch Verbündete suchen? Und es wäre der Gipfelpunkt der Dummheit, ihre Sympathie und Hilfe zurückzuweisen.
Im März 1939 warnte ich in meiner Eigenschaft als Präsident des indischen Nationalkongresses meine Landsleute vor dem kommenden Krieg und rief sie auf, bereit zu sein zu einem Kampf nach sechs Monaten, falls in der Zwischenzeit die englische Regierung es abgelehnt hätte, unsore nationalen Forderungen zu erfüllen. Ein Jahr später, im April 1940, gab ich das Signal zum Beginn des zivilen Ungehorsams, gegen die Kriegspolitik der englischen Regierung. Als erste wurden meine ^Kameraden ins Gefängnis geworfen, und doch konnten wir Mahatma Gandhi und feine Anhänger nötigen, offen für eine antibritische Politik der Kriegsbekämpfung aufzustehen.
Zu dieser Zeit konnten viele meiner Landsleute sich die zukünftige Kriegsentwicklung nicht vorstellen. Heute ist die militärische Lage so, daß jedes Kind das Kommende voraussagen kann. Die Engländer wurden aus Europa vertrieben. Auch in Afrika befinden sie sich nach einigen anfänglichen Siegen, bereits auf dem Rückzug. Der Nahe und Mittlere Osten» heute zwar noch unter
britischer Kontrolle, ist wie ein Pulverfaß, das jeden Moment explodieren kann. Im Fernen Osten wurden die Engländer überall von den Japanern besiegt. Die britische Vorherrschaft zur See, durch deren Macht das Weltreich gegründet wurde, ist nur mehr ein Märchen, und die Vorherrschaft im Indischen Ozean ist heute vollkommen in Händen der japanischen Marine. Die Briten haben weder eine gleichwertige Luftflotte, noch Landmacht, die sie einer modernen Armee in Indien entgegenstellen können. Kurz, das englische Weltreich zerfällt zusehends.
In einer solchen Krise sollte es die Pflicht jedes patriotischen Inders sein, für die Freiheit seines Landes zu kämpfen und sich den Feinden des britischen Imperialismus zu verbünden. Doch müssen wir-zu unserem tiefen Bedauern feststellen, daß noch immer einige einflußreiche Inder unsere Landsleute auffordern, den Feinden des britischen Imperialismus den Krieg zu erklären. Es ist eine glatte Lüge, zu behaupten, die Feinde des britischen Imperialismus wollen Jydien angreifen. Diese Mächte — Deutschland. Italien, Japan — sind Freunde der indischen Freiheit, doch Feinde der in Indien errichteten Militärbasis. Ich möchte daher meinen englandfreundlichen Landsleuten den Rat geben, nicht auf falscher Grundlage den Haß gegen die Dreierpaktmächte zu predigen, sondern lieber die britische Militärbasis aus unserem Lande zu entfernen. Wenn sie dies tun. dann garantiere ich dafür, daß die Dreier- pakimächte Indien vollkommen aus dem Spiele lassen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Zu den neuesten deutschen U-Boot-Erfolgen
g. b. Berlin, 14. April. Deutsche U-Boote haben im Nordmeer einem Geieitzug schwere Verluste beigefügt und zusammen mit Kampsflugzeugen 16 200 BRT. Schiffsraum versenkt und außerdem ein großes Handelsschiff schwer beschädigt. In der Sondermeldung, die über diesen Erfolg berichtete, wurden weitere, schwere Schläge gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt durch unsere U-Boote gemeldet, die 104 000 BRT. unmittelbar unter ider amerikanischen Ostküste versenkten. Sieben der dort vernichteten 12 feindlichen Handelsschiffe waren große Tanker. Wenn wir diesen Erfolg der deutschen Kriegsmarine und der deutschen Luftwaffe recht würdigen wollen, so müssen wir uns vergegenwärtigen, welche Mengen wichtigsten Versorgungsmaterials aller Art jetzt erneut auf den Meeresgrund geschickt worden sind. Daß es sich nur um lebensnotwendigste Güter handelt, die heute Englands Handelsflotte transportiert, betont ein britischer Minister nach dem andern, und ein Amerikabericht der Zeitung „Daily Sketch" hob hervor, daß auch in den USA. „die Schlacht der Einschränkungen" munter weitergehe. Der Amerikaner lerne allmählich, was das erste magere Jahr für ihn zu bedeuten habe. Auch an dieser Entwicklung in den USA. haben die deutschen U-Boot-Erfolge durch die Störung der Zufuhrwege zwischen den USA.-Häfen selbst und Südamerika und den- USA. ihren Anteil.
In dem Raum der fetzt versenkten Schiffe mit rund 120 000 VRT. steckt überschläglich eine Tragfähigkeit yon 170 000 To. Dieses Ladegewicht aber entspricht 11 333 Güterwagen von je 15 Tonnen Ladegewicht. Dabei ist nur an den Augenblicksverlust der Ladung gedacht. Da der Verlust der Tonnage aber ein dauernder ist und praktisch nur zu einem Bruchteil ersetzt werden kann, ergibt sich daraus eine ständige Verminderung der Versorgungsmöglichkeiten unserer Feinde. Daß nur ein Bruchteil durch, Neubauten ersetzt wird, hat, entgegen den verlogenen Agitationsziffern der Noosevelt- schen Ankündigungen, gerade eben das amtliche amerikanische Schisfahrtsbllro mit der Angabe der Werftleistung der USA. aufgezeigt. Die USA.-Werften bauten nach den Angaben dieses Büros insgesamt nur 664 000 VRT. im Jahre 1941. Das bedeutet erstens nur die Steigerung um ein Drittel der Leistung des vorangegangenen Jahres, ferner, daß die USA.-Werften 1941 nur fast genau soviel Harrdelsschiffsraum zu bauen vermochten, wie die deutsche Kriegsmarine und Luftwaffe im Monat März 1942 versenkte. Ihre Versenkungsziffer betrug in dem angegebenen Zeitraum insgesamt 646 900 BRT. Hier haben wir den Beweis, daß weder Englands noch Amerikas Werften mit den sagenhaften Planziffern Roosevelts in der Praxis fertig zu werden vermögen.
Unsere U-Boote führen ihren erfolgreichen Krieg von der Atlantikküste Amerikas bis hinauf in die Gewässer des Eismeeres und im Mittelmeer bis vor die Tore Alexandriens. Schon diese Tatsache allein wäre geeignet, dem Kavallerieobersten Knox den Angstschrei zu entlocken: „Dies ist der größte Seekrieg, den die Welt je erlebt hat." Dieser Schrei entfuhr dem Kriegshetzer, der mit Japan in neunzig Tagen fertig sein wollte, der Japans Schiffe und Flotten wegwischen wollte von allen Ozeanen und der nun nicht einmal in der Lage ist, die Handelsschiffahrt der USA. unmittelbar vor der eigenen Küste vor deutschen U-Booten zu schützen, ganz zu schweigen von der Unfähigkeit, den Briten die von ihnen erwartete Hilfe für den Ostasienkrieg zu gewähren, deren Notwendigkeit die britischen Zeitungen in ihren Betrachtungen zu den großen japanischen Seekriegserfolgen um Ceylon in dem Satz umrissen: „England kann nichts mehr unternehmen. Die Reste der britischen Pazifikflotte (wo sind sie?) können solange nicht eingesetzt werden, wie die Amerikaner keine nennenswerten Unterstützungen schicken." Wieviel lauter könnte das Wehgeschrei der Londoner Gazetten über „das nicht endenwollende Pech auf See" gewesen sein. wenn sie ihre Betrachtungen zur immer zugespitzteren Versorgungslage auf allen Ozeanen nicht nur in Kenntnis der Niederlage der britischen Flotte bei Ceylon, sondern unter dem Eindruck der neuesten Schläge der deutschen U-Bootwaffe geschrieben hätten!
Die Erklärung von Knox u,7>d die Befürchtungen der britischen Presse basieren auf der Erkenntnis, daß gerade auf dem Gebiete des Seekrieges das Zusammen-
MlllUIIIUIIMUIINIIIUMIINIUIttUUIUIIUUMIIMUIIUNNIIUIUIMIIIINIUIIINIMI»
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Wieder verlor die feindliche Versorgungsschiffahrt im Nordmeer und Atlantik, von deutschen U-Booten versenkt. 120 000 BRT.
Vom 9.—13. April wurden an der Ostfront 175 Sowjetpanzer abgeschossen.
Ein italienisches U-Boot versenkte 5 Schiffe mit 48 000 BRT. im Atlantik.
Anläßlich der Erinnerung an das Blutbad von Amritsar erließ Subhas Chandra Böse einen neuen flammenden Freiheitsaufruf an die Inder.
Die Suche der Plutokralen nach einem Indien- Schuldigen nimmt immer groteskere Formen an.
In den Aufbau des Ostens wird jetzt die Organisation der gewerblichen Wirtschaft eingeschaltet.
Dr. Goebbels sprach zu den Studenten der Freiwilligenverbände.
Am kommenden Sonntag finden im ganzen Reich die Aufnahme-Appelle in die Hitler-Jugend statt.
Der Schülerwettbewerb „Für Deutschlands Freiheit" wurde bis zum 31. Oktober 1942 verlängert.