Ausgabe 
(13.4.1942) Nr. 101
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der Nationalsozialisten Vremens

finnisches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

7lr. 101 ,12. Jahrgang

Montag, 1Z. flpril 1942

Linzelpreis 15 Npf.

Im Zeichen einer gerechten welwrdnnng

Indien hat den Nus der Zeit verstanden - Nie Presse als sührungsinstrument der Völker

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ckr. V. sod. Berlin, 12. April. Daran ist heute der letzte Zweifel geschwunden: Das Jndienunternehmen

der Churchill und Roosevelt, übernommen und durch­geführt von Cripps und Johnson, hat als ein vollende­tes Dünkirchen geendet. Die weitgehende Analogie ist auch in der Begleitmusik in der britischen Presse und im Rundfunk festzustellen. Den überheblichen Prahle­reien folgte zunächst die Aeußerung, dunkler Ahnungen und dann ein lautes Klagegeschrei, jetzt sucht man sich schon wieder, wie nach den glotzen militärischen Kata­strophen, einigermaßen zu sangen. Damals hieß es schließlich:Was bedeuten uns Andalsnes, Dünkirchen und Kreta? Es war ja alles Kohl, wir hatten dort doch gar nichts zu verlieren." Jetzt ist man bereits, um die Vergleichsmöglichkeit vollkommen zu machen, zu solchen Formulierungen wieheroischer Fehlschlag" und glorreicher Mißerfolg" des Mister Cripps gelangt. Der Sunday Expreß" meint dummdreist, daß man nicht von einem vollen Mihersolg der Cripps-Mission reden dürfe, es bleibe ja alles beim alten. Halifax sagte, man müsse nun so viele Männer zum Kriegsdienst für Indien heranziehen, wie man ausrüsten könne. Die Japaner würden nicht in der Lage sein, den Widerstand von vierhundert Millionen Indern zu brechen.

Das sind ebenso erbärmlich dumme wie grotesk lächer­liche Versuche, eine politische Niederlage von welt­geschichtlichem Format zu verschleiern. Warum ist denn Herr Cripps nach Indien gegangen und warum hat sich Roosevelt durch den Obersten Johnson so hartnäckig eingeschaltet? DieNewyork Times" hat auf dieses eine Antwort gegeben, die an zynischer Offenheit wirk­lich nichts mehr zu wünschen übrig läßt:Wir Ameri­kaner haben ein berechtigtes und direktes Interesse an der britischen Einigung mit Indien, denn wenn Indien sich nicht von ganzem Herzen für den Krieg einsetzt, so bedeutet das, daß amerikanische Soldaten eingeschal­tet werden und sterben müssen." Diesen auf betrügeri­scher Grundlage errichteten freiwilligen indischen Ein­satzvon ganzem Herzen" zu schaffen, um englisches und amerikanisches Blut zu schonen und der Ueber- flutung des Empire einen letzten Damm entgegensetzen zu können, war der Sinn der Mission von Cripps. Wenn man in der Stunde der höchsten Not von engli­scher Seite an Indien mit Vorschlägen herantrat, wenn darüber wochenlang verhandelt wurde und wenn dann schließlich die indischen Parteien in vollkommener Ueber­einstimmung dem britischen Unterhändler die Tür ge­wiesen haben, so ist es lächerlich, einfach von einer Rückkehr zu dem früheren Zustand zu sprechen. Was jetzt noch von Indien an Kriegseinsatz verlangt wird, das muß angesichts der gesteigerten Spannung und Feindschaft noch sehr viel stärker auf Zwang, Terror

Sol-enes großkreuz des veutschen fldlerordens für gortkv

Berlin, 12. April. Der Führer hat dem Reichs­verweser des Königreiches Ungarn, Nikolaus von Horthy, das Goldene Großkreuz des Deutschen Adlerordens ver­liehen.

Vas Mtterkeeuz für hervorragende erfolge

Berlin, 12. April. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Otto Dorow, Kommandeur eines Infanterieregiments, Major Alfred Ha äse» Führer einer selbständigen Kampsgruppe.

und Vergewaltigung gestützt werden und verliert schon darum ganz entscheidend an Wert.

Drei Tatsachen von ganz wesentlicher Bedeutung las­sen sich nach dem Scheitern der englisch-indischen Ver­handlungen scharf umrissen erkennen. Es gibt heute in der ganzen Welt kein Volk mehr, das noch einen Pfifferling für ein britisches Versprechen und für eine Garantie Roosevelts gibr. An diesem Montag jährt sich der Tag des Blutbades von Amritsar. Dort wurden am 13. April 1919 unbewaffnete Inder zu Hunderten und Tausenden zusammengeschossen, weil sie es wagten, in friedlicher Demonstration an das im ersten Weltkrieg gegebene englische Wort zu erinnern. Man gewinnt jetzt den Eindruck, daß die politischen Führer Indiens die Verhandlungen darum so lange fortgesetzt haben, um den unerschütterlichen Beweis für die unverändert betrügerischen Absichten der Briten zu erbringen. Das ist ihnen denn auch in vollem Umfang gelungen. Der indische Kongreß hat die Erkenntnis ausgesprochen, daß England nicht aus freiem Antrieb, sondern in größter Not und in der allerletzten Stunde mit seinen Vorschlä­gen gekommen ist, und der Kongreßpräsident Azad zieht aus dem Verlauf der Verhandlungen in einem letzten (Fortsetzung auf Seite 2)

Aus dem Führerhauptquartier, 12. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Aus der Halbinsel Kertsch brachen erneute von Panzern und Luftwaffe unterstützte Angriffe stärkerer feind­licher Kräfte zusammen. Weitere 14 Panzer wurden vernichtet. Deutsche Kampfflugzeuge griffen Hasenanla­gen an der Kaukasus-Küste an und beschädigten ein großes sowjetisches Fahrgastschiff durch Bomben­treffer. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ost­front wiederholte der Gegner an einzelnen Stellen seine ergebnislosen Angriffe. Im nördlichen Eismeer griffen Kampfflugzeuge einen gesicherten feindlichen Ee- leitzug an und warfen zwei Handelsschiffe in Brand, ein weiteres Schiff wurde durch Bombenwurf beschädigt. In Nordafrika lebhafte Artillerie- und Aufklä- rungstiitigkeit. Schwere und leichte Kampfflugzeuge grif­fen in der Marmarica die rückwärtigen Verbindungen der Briten erfolgreich an. Begleitende Jäger schössen in Luftkämpsen sechs feindliche Flugzeuge ab. Bei Luft­angriffen gegen die militärischen Anlagen der Insel Malta erhielt ein im Dock liegender britischer Zer­störer mehrere Bombenvolltresfer. Deutsche Jäger schössen in Luftkämpsen über der Insel 13 britische Flugzeuge ab. Der jj-Sturmmann Schulz eines Verbandes der Waffen-jj hat am 5. April allein einen vom Feinde besetzten Unterstand genommen, die Besatzung vernichtet und trotz starken Feuers einen feindlichen Panzer neue­ster Bauart gesprengt."

verlustreiche 24 Stunden

Berlin, 12. April. Die britische Luftwaffe hatte bei ihren Einflügen in das Reichsgebiet und in die be­setzten Gebiete in der Zeit zwischen Freitag und Sonn­abend morgen beträchtliche Verluste.

Bei Tageseinflügen im westlichen Küstengebiet schössen unsere Jagdflugzeuge im Lustkampf sieben Spitfire ab. In der Nacht zum 11. April verloren die Briten durch

Venedig, 12. April. Im großen Ratssaal des Dogenpalastes zu Venedig fand der erste Kongreß der Union nationaler Journalistrnverbände mit der Fest­sitzung einen glanzvollen Ausklang. Unter begeisterten Kundgebungen wurde Spanien als Mitglied der Union ausgenommen. Der Führer der japanischen Abordnung, Gesandter Sakuma. betonte in seiner Ansprache, daß die japanische Presse, vom gleichen Geist beseelt, die Venediger Tagung miterlebt habe. Reichspresseches Dr. Dietrich überbrachte dem Kongreß die Grüße des Führers, der der Union eine ihren großen Ausgaben und Zielen entsprechende weitere erfolgreiche Entwick­lung wünschte. Die Verkündung dieser Grnßworte des Führers wurde vom Kongreß begeistert ausgenommen und stehend angehört. Die Kundgebungen steigerten sich nach der sofort vorgenommenen italienischen Ueber- setzung.

Dann zog Reichspresseches Dr. Dietrich das Fazit der Venediger Tagung, die zum Fanal einer neuen Zeit für die Presse geworden sei. Der Präsident der Union. SA.-Obergruppenführer Weiß, verlas dann das Tele­gramm des Kongresses an den Führer, in dem er ihm den Dank für die dem Kongreß übermittelte Botschaft aussprach. In einem großen, meisterhaft vorgetragenen

deutsche Nachtjäger und Flakartillerie nach bisherigen Meldungen 15 Bombenflugzeuge. Zu diesen Abschüssen kommen noch die bereits vom Oberkommando der Wehr­macht gemeldeten elf Hurrikane im Mirtelmeerraum, so daß sich die Gesamtverluste innerhalb von 24 Stunden auf 33 feindliche Flugzeuge belaufen. Im gleichen Zeit­punkt sind auf deutscher Seite drei Flugzeuge zu ihren Einsatzhäfen nicht zurückgekehrt. Mit diesen 33 Flug­zeugen verloren die Briten über 100 Mann Personal. Diese Opfer stehen in keinem Vergleich zu den beabsich­tigten Zerstörungsversuchen der Briten, da weder mili­tärischer noch wehrwirtschaftlicher Schaden an irgend­einer Stelle entstanden ist.

flbermals 14 britische sluszeuge abgeschossen

Berlin, 12. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht weiter mitteilt, erlitten die Briten in den Sonntagnachmittagsstunden an der Kanalküste eine neue schwere Niederlage. Ein Verband von ungefähr einem Dutzend Bombenflugzeugen, der sich in Beglei­tung von etwa 50 Spitsire der belgisch-französischen Küste näherte, wurde noch über dem Kanal von deut­schen Focke-Wulf-Jägern gestellt. In einer äußerst er­bitterten Luftschlacht zersprengten unsere Jäger den britischen Bomberverband und verwickelten die Spitsire in harte Kämpfe. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden dabei insgesamt 12 Spitfire abgeschossen.

Es gelang den Britenjägern nicht, ihren Bomben­flugzeugen den Weg zu dem beabsichtigten Ziel gegen die schlagartig einsetzende deutsche Jagdabwehr freizu­halten, so daß es nur zu vereinzelten Bombenabwürfen kam, die militärischen oder wehrwirtschaftlichen Schaden nicht anrichteten. Ein Bomber vom Muster Boston wurde ebenfalls zum Absturz gebracht, so daß die Briten dieses Unternehmen insgesamt 13 Flugzeuge kostete. Ungefähr in der gleichen Zeit wurde weiter nördlich ein weitere Spitfire von deutschen Jägern abgeschossen.

und von tiefstem Verständnis für die Bedeutung der Presse zeugenden Vortrag kennzeichnete der Minister für Volkskultur. Päoolini, dann

die Bedeutung der Presse für das Werden einer neuen Zeit.

Der große Ra^ssaal des Dogenpalastes bot am Schlußtag das gleiche festliche Bild wie bei der Eröff­nung. Wieder wohnte die Elite der Journalisten der jungen Völker und zahlreiche führende Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben Italiens der abschließenden Veranstaltung des Venediger Kongresses bei. Unter ihnen sah man auch die spanische Abordnung, deren Ankunft sich durch Reiseschwierigkeiten verzögert hatte. Der Präsident der Union nationaler Journalistenver­bände SA.-Obergruppenführer Weiß, eröffnete die Fest­sitzung mit Erußworten an den Reichspressechef, den Minister Pavolini und den japanischen Gesandten Sa- kuma, den Anwesenheit beweise, welche Bedeutung der Venediger Tagung zukomme. Dann gab der Eeneral-

0r. voebbels an den Zournalistenkangreß

Berlin, 12. April. Reichsminister Dr. Goebbels hat an den Kongreß der Union nationaler Journa- listenverbände in Venedig folgendes Telegramm gerich­tet:In Zeiten großer weltpolitischer Entscheidungen ist die nationale Press« das getreue Abbild des poli­tischen und moralischen Wollens ihrer Völker. Während heute die mit dem Odium der Mitschuld am Kriege be- lastetete plutokratisch-bolschewistische Presse den unauf­haltsamen Zusammenbruch ihrer Länder und Systeme durch wahrheitswidrige Darstellungen zu verschleiern sucht, hilft die verantwortungsbewußte Presse der Staa­ten der Neuordnung die Voraussetzungen schaffen für eine großzügige Zusammenarbeit im Geiste der in ihren Ländern entwickelten hohen Presseethik. In diesem Sinne grüße ich die Teilnehmer am ersten Kongreß der Union nationaler Joournalistenverbände und wünsche ihrer Arbeit einen vollen Erfolg. Ich nehme an dem Verlauf der Tagung lebhaftesten Anteil.

gez.: Neichsminister Dr. Goebbels."

sekretär der Union, Freiherr von Duprel, bekannt, daß Spanien beschlossen habe, der Union beizutreten.

Der Führer der spanischen Abordnung Dr. Luis Gonzales Alonso betonte, daß die Journalisten des Landes der Tagung nicht hätten fernbleiben können, auf dessen Boden die ersten Schlachten des weltgeschichtlichen Ringens gegen den Bolschewismus geschlagen wurden. Der Veitritt Spaniens erfolge in einem Zeitpunkt, in dem die besten Söhne des spanischen Volkes unter den siegreichen Fahnen des Reiches und an der Spitze der verbündeten Nationen an der sowjetrussischen Front kämpfen. Die spanische Presse sei seit der Neuordnung auf die Schaffung eines von fremden Einflüssen freien Pressewesens bedacht, dessen Berufsmoral sich mit den hohen idealen der Union nationaler Journalistenver­bände decke. Die Venediger Tagung sei zu einem furcht­baren Anklageakt gegen die Methoden der demokratischen Hetzpresse geworden, unter denen Spanien als erstes Land in der jüngsten kritischsten Phase seiner Geschichte zu leiden gehabt habe. Auch aus diesem Grunde fühle sich Spanien mit der Venediger Tagung aufs engste verbunden. Im Auftrage des spanischen Außenministers Serrano Suner und des Generaldirektors der spanischen Presse gab Dr. Gonzales dann den Beschluß der spa­nischen Journalisten bekannt, der Union beizutreten.

krfolge gegen öelelytig im kismeer

Volltreffer auf britischen Zerstörer im Vock von Malta wieder l! vritenffugzeuge abgeschossen

Sie Schiffskaraslroplien im Indischen Ozean

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kntsehensruse der britischen presse angesichts der pfsenlioforderungen Stalins

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

d. Berlin» 12. April. Eingeständnisse bisher unbe­kannter Tragweite in der britischen Presse über die verzweifelte Situation Großbritanniens bilden die Ant­wort des amtlichen London auf die neuen, durch Lit- winow vorgetragenen sowjetischen Forderungen nach einer sofortigen Entlastungsoffensive, deren Stichwort auch bei den Londoner Besprechungen von General Makshall und Harry Hopkins mit Churchill vorgetra­gen wird. DieNewyork Times" will wissen, daß Hopkins und Marshall im Auftrage Roosevelts dem bri­tischen Premier die Forderung des amerikanischen Prä­sidenten überbracht hätten, daß es besser sei, die Ini­tiative mit den schon jetzt verfügbaren Streitkräften u ergreifen, als zu warten, bis die Vorbereitungen ür eine größere Offensive vollständig seien. Los­schlagen, der Beginn einerFeldschlacht", sei das Gebot der Stunde, das auf keinen Fall überhört werden dürfe.

Die kategorischen Forderungen, vorgetragen von^zwei Parteien, in deren Abhängigkeit sich Großbritannien befindet, haben der britischen Presse neben den Ver­suchen, deren Richtlinien nach neutralen Informationen von Churchill-selbst aufgestellt wurden: Die Zeitungen sollen der Sowjetunion und auch Amerika durch wei- gehende Eingeständnisse der katastrophalen Lage die Aussichtslosigkeit einer Sofort-Offensioe beweisen.Das schlimmste an unseren Verlusten sind nicht so sehr die versenkten Schiffe", schreibtNews Lhronicle" unter dem Eindruck dieser Stimmung,sondern die Tatsache, daß Japan uns einen Schlag nach dem anderen ver­setzt. ohne daß wir die Möglichkeit hätten, das Feuer

erwidern zu können. Ohne daß wir zu einer offenen Seeschlacht antreten konnten, hat uns Japan zuerst aus dem östlichen Pazifik hinausgeworfen, dann bedroht es uns im Indischen Ozean und gefährdet mit seinen Verbündeten unsere Hegemonie aus allen sieben Welt­meeren."Immer mehr Kriegsschiffe gingen verloren, und immer stärker wird die britische Seeherrschaft durch diese Verluste geschwächt", schreibt der Flottenkorrespon- dent derDaily Mail". Selten, wenn überhaupt je habe sich die britische Flotte in der Geschichte Englands so vielen Gefahren an so vielen Punkten auf einmal gegenüber gesehen. Nur die höchsten Stellen in Eng­land sind darüber unterrichtet, wie es in Wirklichkeit um die britische Seeherrschaft steht. Eines ist jedem klar, England hat mit seiner Flotte einen Punkt er­reicht, an dem strategische Irrtümer und Fehler in nicht allzu ferner Zukunft katastrophale Folgen haben werden.

DieNews Lhronicle" untermalt diese Zukunftsaus­sichten durch ihre Schlagzeile:Schisse, Schiffe und immer mehr Schiffe". Es sei äußerst schwer, sich die Größe der Aufgabe zu vergegenwärtigen, der. sich die britische Handelsflotte in dieiem Krieg gegenüberstehe. Englands Transportschiffe müßten die Arsenale Groß­britanniens, der USA., der Sowjetunion und der Do­minien mit den ihnen fehlenden Rohstoffen versorgen. Sie müßten Tanks, Geschütze und eine Unmenge von Kriegsmaterial aller Art sowie Flugzeuge mit allen Ersatzteilen von Großbritannien und Nordamerika in die weit voneinander gelegenen eigentlichen Kriegsfron­ten nach der Sowjetunion, im Mittleren Osten. Indien, China und Australien schaffen. Auch brauche man Eng­

lands Tonnage für den Transport der Soldaten selbst. Ohne die für diese gewaltige Aufgabe erforderliche Zahl von Handelsschiffen, die in zufriedenstellendem Matze in der Lage wären, Menschen und Material in alle vier Ecken der Welt zu befördern, könnten die Verbündeten von einer vollständigen Mobilisierung ihrer ganzen Schlagkraft nicht sprechen. Gegenwärtig verfügten die Alliierten weder über genügend Handelsschiffe, die die­sen Aufgaben gewachsen wären, noch über eine aus­reichende Anzahl Kriegsschiffe, die den Transportern auf ihren weiten Fahrten über die gefährdeten Ozeane ein sicheres Geleit geben könnten.

Diese als Antwort auf die amerikanischen und sowje­tischen Offensivforderungen gedachten Betrachtungen sind jedoch nicht ohne Eindruck auch auf das britische Publi­kum geblieben.Die Borstellung, daß Japan im Jndi» scheu Ozean vielleicht ebenso schnell die Herrschaft an sich r.iße wie im Pazifischen Ozean, erfüllt das Herz eines jeden Engländers mit Sorgen", meldet der Lon­doner Korrespondent der ZeitungPa" von der Themse. Noch vor vier Monaten bezeichnete man die Mög­lichkeit, daß Deutsche und Japaner irgendwo zwischen dem Persischen Golf und dem Roten Meer sich die Hand reichen könnten, als puren Unsinn; heute aber schon glaubt man. daß sich der Schicksalslauf nicht mehr auf­halten läßt und Japans Offensive in den indischen Ge­wässern. die schweren Luftangriffe auf Malta und die Aktivität Rommels im Rahmen eines einzigen großen Planes durchgeführt werden."

Der endgültige Zusammenbruch der britischen Niederknüppelungstaktik gegen Indien ist ein Er­eignis von weltpolitischem Rang.

London bestätigt den weiteren erfolgreichen Vor­marsch der Japaner in Oberburma.

Deutsche Kampfflugzeuge richteten einen erfolg­reichen Angriff gegen einen feindlichen Geleitzug im Nördlichen Eismeer.

Der Journalistenkongreß in Venedig gipfelte in einer bedeutsamen Rede des Reichspressechefs. Der Führer und Reichsminister Dr. Goebbels widmeten den Journalisten des neuen Europas herzliche Ve- grüßungstelegramme.

Zum Abschluß der arbeits- und sozialpolitischen Winterschulung der DAF. sprach Reichsleiter Dr. Ley in Bremen.

Zur Eröffnung der VersammlungswelleDeutsch­lands europäische Sendung", durchgeführt von der NSDAP. Kreis Bremen, sprach Eauredner Ahlers in der Schauburg.

Hausgehilfinnen in kinderreichen Haushalten wer­den vom Staat großzügige Ausstattungsbeihilfen gewahrt.

Der dritte Fußball-Länderkampf DeutschlandSpa­nien in Berlin endete 1:1 unentschieden.

Werder konnte auch fein letztes Treffen in Bremen über LSV. Wolsenbüttel mit einem 5:3-Sieg be­enden.

Im ersten Spiel um die Hockeq-Bereichsmeister- schaft siegte der DHC. Hannover über den MTV. von 1875 3:2.