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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
Die l ww hohe und 22 mw breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zelle sm-^-nell 752A-. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Fomillenanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstassel O. Geickästsstellen: Bremen: Geeren 6V, Ruf 219 31? Nachtruf und sonntags 2 47 65? Obernstr. 86, Ruf 219 31? Syke: Mühlendamm 2? Br.-Hemellngen: Bahnhofs' Ecke Poststr., Nuf 4 34 58? Br.-Degesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u«8? Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 4V43, Nuf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmtiiches verkündungsblatt des Veichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 100,12. Jahrgang
Sonntag, 12. flpril 1942
Lmzelpreis 15 Npf.
Schwerste lleümierung der USst. Schiffahtt
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214 Handelsschiffe, darunter S1 tanker, bisher vor Noofevelts Küste versenkt
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Aus dem Führerhauptquartier, 11. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Halbinsel Kertsch fanden nach dem verlustreichen Zusammenbrach der feindlichen Angriffe vom 9. April keine wesentlichen Kämpfe statt. Die Zahl der vernichteten Panzer hat sich aus 72, die der bewegungsunfähig geschossenen aus 29 erhöht. An der Küste des Schwarzen Meeres bombardierten deutsche Kampfslugzeuge Hasenanlagen der Sowjets und beschädigten zwei Handelsschiffe durch Volltreffer. Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden mehrere eingeschlossene Krästegruppen des Feindes vernichtet. Bei erfolgreichen Vorstößen deutscher Truppen erlitt der Gegner hohe blutige Verluste. Im nördlichen Frontabschnitt scheiterten stärkere, von Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets. In Lappland nahmen deutsche Gebirgsjäger zusammen mit finnischen Verbänden in kühnem Vorstoß einen stark ausgebauten feindlichen Stützpunkt und vernichteten 4V Kampfstände mit ihren Besatzungen. Vor der nord- norwegischen Küste lief ein sowzetisches Unterseeboot auf eine deutsche Minensperre.
In Nordafrika wurden südlich Tmimi schwächere britische Kräfte zurückgeschlagen. Der Feind verlor eine Anzahl von Gefangenen. Kampf- und Jagdfliegerver- bände griffen mit gutem Erfolg britische Feldstellungen und Kraftfahrzeugansammlungen in der Marmarica an und belegten die Wüstenbahn und andere rückwärtige Verbindungen des Feindes mit Bomben.
Die Luftwaffe setzte ihre Großangriffe auf die Insel Malta fort. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger 11 britische Flugzeuge ab.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote unmittelbar vor der Ostküste Amerikas 12 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 94 999 BRT., darunter vier große Tanker.
Im Kanal und vor der norwegischen Küste schössen deutsche Jäger am gestrigen Tage sieben Flugzeqge in Luftkämpfen ab. Aus britischen Bomberverbänden, die in der letzten Nacht Störangrisfe auf West- und Nordwestdeutschland durchführten, schössen Nachtjäger und Flakartillerie 12 Flugzeuge ab.
kichenlaub Dr Kapitiinleutnant 7opp
Aus dem Fiihrerhauptquartier, 11. April. Der Führer verlieh heute dem Kapitiinleutnant Erich Topp, Kommandant eines Unterseebootes, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 87. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
Berlin, 11. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: U-Brigadefiihrer und Generalmajor der Waffen-tt Matthias Kleinhei- sterkamp, Kommandeur einer Division der Waffen-kt, und Major Klaus Müller, Kommandeur einer Panzerabteilung.
Kapitiinleutnant Topp, der sich bei den Operationen deutscher Unterseeboote vor der amerikanischen Küste wieder besonders auszeichnete, hat bisher 31 Schiffe mit 298 999 BRT. sowie einen Zerstörer und einen Bewach» versenkt. Der Obergefreite Cernec und der Gefreite Recksiegel eines Jäger-Regiments schössen am 9. April mit ihrer Panzerbüchse auf nächste Entfernung 11 Sowjetpanzer ab."
Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, haben die Unterseebootserfolge der beiden letzten Sondermel- dungen die feindliche Tankertonnage wiederum schwer geschädigt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich acht große Ueberseetanker von 71810 BRT., der größte war der amerikanische Tanker „Eulfpride" von 12 510 BRT., der eine Ladung von 20 000 Tonnen Oel transportierte. Nach dem Torpedotreffer explodierte die Oel- ladung. In unzählige Stücke zerrissen, ging das große Schiff in wenigen Augenblicken unter. Andere versenkte Tanker waren der Amerikaner „Muskoggee" (7034 BRT.), der Norweger „Koll" (10 044 BRT.) und der Holländer „Ocana" (6256 BRT.), beide in amerikanischen Diensten.
Seit dem ersten Auftreten deutscher Unterseeboote in amerikanischen Gewässern entfällt auf die Atlantik- Eesamttonnage laufend ein sehr hoher Prozentsatz auf Tanker. Seit der Erfolgsmeldung vom 24. Januar wurden in verschiedenen Gebieten des Atlantischen Ozeans 214 feindliche Handelsschiffe mit 1,452 Millionen BRT. versenkt. Darunter befanden sich 81 Tanker mit 642 710 BRT., die zum weitaus überwiegenden Teil von der USA.-KLste und im Karibischen Meer versenkt wurden.
Drahtüericht unserer Berliner Schriftleitung
är. cv. seb. Berlin, 11. April. Stafford Cripps, der von Churchill als Rattenfänger nach Indien entsandt wurde, und der Oberst Johnson, den Roosevelt zu seiner Verstärkung nachgeschickt hatte, müssen heute endgültig zugeben, daß sie gescheitert find. Cripps hat seinen Auftrag der Londoner Regierung zurückgegeben. Er lautete dahin, Indien als entscheidende Grundlage der britischen Macht und des britischen Reichtums nicht nur im Empire festzuhalten, sondern auch die indischen Menschenmassen als Kanonenfutter im Kampf gegen Japan zu mobilisieren. Trotz einer noch so raffinierten Verhandlungstaktik, trotz aller Verlockungen und Versprechungen für die Zukunft auf der einen und trotz der Erpressungsmanöver und der Drohungen auf der anderen Seite haben schließlich alle maßgeblichen indischen Parteien nein gejagt.
Dem Arbeitsausschuß des Allindischen Kongresses, der am Freitagabend nach einstimmiger Beschlußfassung seine endgültige Ablehnung dem Herrn Cripps bekanntgab, ist am Sonnabendvormittag auch die Moslemliga gefolgt. Cripps hat in einem weinerlichen Erabgesang in
Illv. Bremen, 12. April.
Klatschende Ohrfeigen Die klatschenden Ohr- M c»u.qm und L
indischen Freiheitsführer auf die Vorschläge Cripps Mr. Churchill und (da er sich im letzten Augenblick noch einschaltete) auch Mr. Roosevelt erhielten, dürsten auf dem ganzen Erdenrund bei allen Völkern entsprechend vermerkt worden sein und das ohnehin mehr und mehr schwindende Ansehen der anglo-amerikanischen Mächte noch weiter erheblich mindern. „Der Arbeitsausschuß des Kongresses sei nicht in der Lage, die durch das britische Kriegskabinett gemachten Vorschläge für Indien anzunehmen", kabelte Reuter sehr betroffen über den Mißerfolg des Rattenfängers Cripps und des Rooseveltschen Abgesandten Johnson in die Welt. Und der nordamerikanische Nachrichtendienst mußte bekennen, „Roosevelts Vorschläge für eine Lösung der indischen Frage wurden gestern abend von Nehru abgelehnt mit der Begründung, Präsident Roosevelt sei nicht um eine Einmischung gebeten worden". Damit sind für London und Washington Felle weggeschwommen, aus denen man neues Material für die Kriegführung gegen die Dreierpaktmächte glaubte erstehen lassen zu können. Und wenn ob dieser Enttäuschung nunmehr sowohl im englischen als auch im us-amerikanischen Volk schlechtweg Ratlosigkeit herrscht, so mag diese nicht weniger bei den Kriegsverbrechern Churchill und Roosevelt vorhanden sein, wenngleich man dort krampfhaft aber vergeblich versucht, Haltung zu bewahren. Es ist dies freilich um so schwerer, als ja der Zusammenbrach der Hoffnungen
der Pressekonferenz am Sonnabend feststellen müssen: „Auf Grund der vorliegenden Antworten habe ich zu meinem größten Bedauern der englischen Regierung zur Kenntnis bringen müssen, daß nicht die notwendige Zustimmung zu ihren Vorschlägen vorhanden ist, die es rechtfertigen würde, daß sie eine Erklärung in der Form des Entwurfes abgibt. Der Entwurf ist daher zurückgenommen worden, und wir kehren zu der Lage zurück, wie sie bestand, bevor ich hierher kam." Nachdem vorher die Abreise von Cripps auf den Montag festgelegt war, hat er es jetzt auf einmal noch eiliger, er teilte in der Pressekonferenz mit, daß er Neu-Delhi zur Heimreise bereits am Sonntagvormittag verlassen werde. Er machte eine jämmerliche Figur, als er sich selbst kasteite und bereit erklärte, die Schuld an dem Scheitern der Verhandlungen auf sich zu nehmen, wenn das Indien im Interesse seiner eigenen Verteidigung noch einigen könnte. Das Entscheidende bleibt seine Feststellung: „Die Verhandlungen sind vorüber, sie werden in das Dämmerlicht der Geschichte zurücktreten."
Warum es so kommen mußte, das wird nach dem vollkommen klar, was Reuter jetzt über den Verhand- (Fortsetzung auf Seite 2)
Vie Nattenfänger In Indien gescheitert
ftlle indischen Parteien lehnten ab — tripps reift nach seinem Orabgesans ab
Journaltstenkongreß - sorum europäischer öeschichle
Minister rechneten in Venedig mit der internorionaten Lügenpresse ab
Venedig, 11. April. Am zweiten Tag erweiterte sich der Kongreß der Jourpalisten in Venedig zu einem Forum der europäischen Geschichte. Hatten am Eröffnungstage die Journalisten selbst die verbrecherischen Methoden der internationalen Lügenpresse angeprangert, so erhoben nun Minister und führende Persönlichkeiten der europäischen Länder flammende Anklage gegen die im Solde der Kriegstreiber stehende plutokratische und jüdisch-bolschewistische Presse.
Zu Beginn der Vormittagssitzung verlas Präsident Weiß die Antworttelegramme an die Außenminister Deutschlands und Italiens, in denen der Dank des Kongresses zum Ausdruck gebracht wird. Dann begrüßte als erster der Vertreter der europäischen Nationen Minister Marcu-Rumänien den Kongreß mit der Versicherung, daß Rumänien mit aufrichtiger Freude seine Abordnung entsandte, um noch einmal zu bezeugen, wie bewußt seine Mitarbeit am großen Werk der Achsenmächte und seiner Verbündeten sei. Nach einem Hinweis auf die Stellung der Presse in Rumänien hob er hervor, daß der rumänische Journalist wie die Kameraden der Achsenmächte mit der Feder uitd dem Schwert kämpfe. Nach ihm sprach der slowakische Minister Caspar im Namen seiner Regierung, der die volle Zustimmung zu den Zielen der Union, zum Ausdruck brachte. Die Geschichte des slowakischen Volkes führe in gerader Linie auf die heutige Zusammenarbeit mit den jungen Völkern der neuen Ordnung. Die Geschichte der Slowakei sei ein einziger Anklageakt gegen die Haltung der demo- liberalen, jüdifch-freimaureri>chen Presse. Für Bulgarien sprach der Pressedirektor der bulgarischen Regierung, Gesandter Dr. Nikoleff. Er unterstrich, daß auf dem Balkan die gewissenlose Hetzpresse seit Jahrzehnten nach Belieben Kriege entfacht, Revolutionen veranstaltet, Unruhe gestiftet, die Völker gegeneinander aufgehetzt und ausgespielt habe. Bulgarien klage diese Friedensstörer an urtd wolle nach Kräften dazu bei
tragen, daß die Stimme dieser Lügenpresse verstumme. Der Propagandaches der kroatischen Regierung Dr. Ivo Huehn, wurde vom Kongreß mit besonderem Beisall begrüßt, als der Präsident darauf hinwies, daß Kroa- .tien am Freitag den Jahrestag der Befreiung des kroatischen Volkes feiern konnte. Auch er gab namens der kroatischen Regierung der engen Verbundenheit mit den Zielen des Kongresses beredten Ausdruck.
Mit lebhaftem Beifall wurde auch der Vertreter der japanischen Louinalistenabordnung, Dr. Kato, begrüßt. Er wies darauf hin, daß auch in Japan über der Freiheit die Verantwortung als kategorischer Imperativ für die Pressearbeit stehe. Besonders in dieser Zeit, die über Völkerschicksale entscheide, sei die Arbeit der Presse eine gewaltige Waffe. Vereint geführt, weide sie um so mächtiger wirken und den gerechten Kampf erfolgreich unterstützen.
Darauf verlas der Präsident der Union nationaler Iournalistenverbände, SA.-Obergruppenführer Wilhelm Weiß, folgende Botschaftdes Duce an den Kongreß: „Ich danke Ihnen für den Gruß, den Sie mir gesendel haben. Ich erwidere ihn herzlich mit den Gefühlen alter und nicht vergessener Kameradschaft. Die Tagung der Journalisten des Dreimächtepaktes muß die erste Etappe eines Weges sein, der mit zäher Planmäßigkeit bis zum Ziele gegangen werden muß. Ich bin sicher, daß ihre Beschlüsse der großen historischen Zeit entsprechen werden, die die Völker des Dreimächtepaktes durchleben, während ihre Soldaten dem Siege entgegenstreben. Die Tätigkeit des Journalismus ist stets eine bedeutende, gang besonders aber in dynamischen Zeiten, wenn ein« /alte Welt zugrunde geht und eine neue Welt heraufsteigt." Die Botschaft des Duce wurde von den Teilnehmern mit einem Sturm der Begeisterung aufgenommen.
Nachdem die Vertreter -er Regierungen den Kongreß begrüßt hatten, trat dieser wieder in die eigentlichen
Verhandlungen «in. Als erster sprach der Vizepräsident der Kammer der Fasci, Hauptschristleiter Ezio Eraq, der die Haltung der feindlichen Presse vom Zeitpunkt der Sanktionen bis heute behandelte. Nach ihm gab Minist» Lunde, Norwegen, in einer großangelegten Rede Enthüllungen über den Betrug, den die britische Presse an Norwegen im Lause der Geschichte dieses Landes verübt hat. Die Enthüllungen des norwegischen Ministers wurden vom Kongreß mit starkem Beifall ausgenommen.
Am Nachmittag entlarvte Minister Goedewagen» Holland, die Betrugsmanöver, die in den Niederlanden von der demokratischen Hetzpresse in Szene gesetzt wurden «nd die für das betrogene Volk so unheilvoll ausgegangen sind. Den Höhepunkt der von den politischen Persönlichkeiten der europäischen Staaten vorgebrachten vernichtenden Anklagen bildete die Rede des Ministers Moravec, Prag.
Unter dem Eindruck der Enthüllungen namhafter politischer Persönlichkeiten wurden spontan aus dem Teilnehmerkreis weitere Beispiele für die Wühlarbeit der entarteten internationalen Publizistik gegeben.
Vizepräsident Dr. von Kolosoary-Boresa erklärte abschließend, in den entscheidenden Kämpfen, dessen Zeugen und Teilnehmer wir sind, sei eine der mächtigsten und gefährlichsten Waffen die Presse, die auf dem vom Führer des deutschen Volkes, Adolf Hitler, vorgezeichneten und von dem Duce Italiens, Benito Mussolini, mit persönlichem Beispiel beschrittenen Wege aus einem vergifteten diplomatisch-geschäftlichen Instrument zu einem reinen glänzenden Schwert geworden sei. Vizepräsident Dr. von Kolosvary-Voresa verlas eine Entschließung des Kongresses, die unter stürmischer Zustimmung von den Teilnehmern einstimmig angenommen wurde. (Den Wortlaut der Entschließung und den Inhalt der Vortrage geben wir im Innern des Blattes wieder.)
der angloamerikanischen Mächte auf Indien nicht der einzige Keulenschlag ist, den in diesen Tagen die Feinde Deutschlands, Italiens und Japans erhielten, sondern nur ein Ausschnitt dessen, was im Rahmen einer wohldurchdachten und wohlorganisierten gemeinsamen Kriegführung der Dreierpaktmächte deren Gegner in dieser Woche an Niederlagen zu Lande, zur See und in der Luft auf allen Kriegsschauplätzen zu erleiden hatten.
Zerstörte Wenn es zutrifft, was der Newyorker Kor- sillukianon respondent eines spanischen Blattes dieser ' Tage seiner Zeitung kabelte, nämlich, daß
die Militärsachverständigen der Vereinigten Staaten zu der Ueberzeugung gekommen seien, der Krieg wäre jm Augenblick an einem kritischen Punkt angelangt, so haben diese amerikanischen Militärsachverständigen jedenfalls ein klareres Urteilsvermögen als die us-ameri- kanische Presse und Herr Roosevelt mit seiner Marine- Kommission, welch letztere neuerdings wieder einmal behauptet, daß noch im Laufe dieses Jahres der amerikanische Schiffbau Ausmaße annehmen würde, die alles, was eine lebhafte Phantasie sich vorstellen könne, übertreffe. 198 000 BRT. im Atlantischen Ozean und 140 000 BRT. im Indischen Ozean sind- allein die Ziffern an verlorener Handelstonnage unserer Gegner in dieser Woche, Ziffern, die innerhalb vier Tagen das OKW. und das japanische Hauptquartier bekanntgeben konnten. Dazu kommt, daß der Verlust von drei britischen Kreuzern von der Gefechtsstärke etwa unserer früheren „Deutschland", der heutigen „Liitzow", der Verlust eines weiteren Kreuzers von annähernd der gleichen Gefechtsstärke, die schwere Beschädigung eines ebensolchen Kreuzers und endlich der Verlust eines Flugzeugträgers im Indischen Ozean, die dort noch verbliebenen Reste der einstmals so stolzen britischen Armada neuerdings derart geschwächt hat, daß weder in den USA. noch in England Illusionen derart aufkommen können, als ob der Indische Ozean und damit auch das Bengalische Meer noch unter der Kontrolle der angloamerikanischen Mächte stände. Die Seeherrschaft ist nun auch im Indischen Ozean unwiederbringlich für die angloamerikanischen Mächte verloren. Daß aber Großbritannien, wie seinerzeit die USA. bei Pearl Harbour, seine guten Kriegsschiffe durch japanische Flugzeuge einbüßte, also ohne daß die japanische Flotte sich auch nur dem Risiko eines Treffers von feiten des Gegners auszusetzen hatte, das mag mit gutem Grund in USA. sowohl als auch in England als ein besonders bedrückender Umstand empfunden werden, weil dabei jedermann sich ohne weiteres die Frage stellt, was erst einmal geschehen wird, wenn die bisher noch völlig unversehrte und in voller Eefechtskraft befindliche japanische Flottenmqcht die Stunde des Großeinsatzes für gekommen erachtet.
kngland vor einer Es wollte und sollte die verbitteren kntsttieiduna einigte britisch-us.-.amerikan-i-
iche Flotte, nachdem sie bereits die wertvollsten Stützpunkte im östlichen Teil des Indischen Ozeans verloren hatte, wenigstens den westlichen Teil, d. i. Vorderindien, vor dem Zugriff der Japaner retten. „Vertiern wir die Flottenkontrolle über die Bengalische Bucht, dann haben wir kaum mehr Aussicht, Indien zu halten", schrieb dieser Tage noch der Flottenmitarbeiter des „Daily Herald" Austin, und der des „Daily Expreß" meinte, daß die. britische Seekrieg- führung im indopazifischen Raum allein noch auf der Schlagkraft der dort stationierten 10 000-Tonnen-Kreuzer beruhe, „einer Klasse, in der die britische Flotte der japanischen überlegen" sei. Da in diesen Tagen von diesen Kreuzern fünf außer Gefecht gesetzt wurden und die Flottenkontrolle über die Bengalische Bucht damit auf die Japaner überging, mag jeder sich selber die entsprechenden Schlußfolgerungen ziehen und Ausblick
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Ilnssr VasosspiSySl
Mit dem neuesten Erfolg unserer U-Boote vor der amerikanischen Ostküste erhöht sich die dort bisher versenkte Handelsschisfstonnage auf IV 2 Millionen; unter den versenkten 214 Handelsschiffen befinden sich 81 Tanker.
Auf der Halbinsel Kertsch wurden insgesamt 72 Sowjetpanzer erledigt.
Am Wolchow wurden mehrere eingeschlpssene Kräfte- gruppen der Sowjets vernichtet.
Cripps muß, nachdem sein Betrugsversuch in Indien kläglich scheiterte, unverrichteter Sache aus Delhi abreisen.
Nach einer Reihe weiterer wichtiger Vortrage rich-, tete der Journalistenkongreß in Venedig einen Aufruf an die Völker.
Kapitiinleutnant Topp erhielt das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Im Jahre 1942 wird eine Personenstands- und Betriebsaufnahme nicht durchgeführt.
Für Mitarbeit bei der Aufklärung des Mordes in der Rutenstraße hat die Bremer Kriminalpolizei 3999 Mark Belohnung ausgesetzt.
Die Deutsche Werft berichtigt ihr Aktienkapital um K Millionen Reichsmark.
Die Commerzbank rechnet mit einer weiteren Ausdehnung ihres Geschäfts.