Ausgabe 
(10.4.1942) Nr. 98
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vmiiki ZkitiW

parteiamtliche Tageszeitung

Vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der 5reien fjansestadt vrcmcn

Die 1 oaro hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 /Ak. Die 78 mw breite und 1 mm hohe Zeile ,r.i^'-.»kil 752^k. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste L Nachlaßstaffel S. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6'8. Nuf 219 31; Nachkruf und sonntags -247 65; Obernstr. 86, Nuf 219 31; Shke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhofs Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmonn-Str. 41'43, Nuf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmiiiches verkünöungsblalt des Neichsstatchalters in Videnburg und vremen

Nr. 98,12. Zakrgang

Sreitag, 18. flpril 1942

Linzelpreis 15 Npf.

Neue 6roßerfolge der japanischen flotte

Zwei Vritenkreuzer und 140000 VNt. NandelssäMstonnage jm Indischen Ozean versenkt

60 feindslugzeu^e abgeschossen

Tokio, 9. April. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Donnerstag um 17 Uhr bekannt, daß japanische Streitkräfte während der Flottenoperationen im Indi­schen Ozean bis zum 7. April einen britischen Kreuzer vomLondon"-Typ (985V Tonnen) und einen weiteren britischen Kreuzer vomCornwall"-Typ (1v VVV Tonnen) versenkten. Weiter wurden 44 Handelsschiffe versenkt oder beschädigt, sowie 6» feindliche Flugzeuge abge­schossen. Versenkt wurden 21 Handelsschiffe mit einem Schiffsraum von annähernd 14V VVV BRT. Die übrigen 23 Schiffe mit nahezu 1V2 VVV BRT. wurden schwer be­schädigt. Es heißt ferner, daß bei den Operationen auch sonst wichtige Anlagen des Feindes ernsthaft beschädigt wurden, so drei Lagerhäuser und eine Reparaturanlage. Während der Operationen haben die japanischen Streit­kräfte fünf Flugzeuge verloren, jedoch keinen Schaden an Kriegsschiffen erlitten.

Tokio Asahi Schimbun" berichtet Einzelheiten über die großen Erfolge der japanischen Kriegsmarine, im Indischen Ozean. Danach setzten sich die von den Ja­panern abgeschossenen 60 Feindflugzeuge zusammen aus: 19 Spitfires, 27 Hurricanes, einem Desiant-Flugzeug, zwei Wasserflugzeugen und elf Torpedoflugzeugen. Von den versenkten oder beschädigten 44 Handelsschiffen waren 13 über 5000 BRT. groß.

L.on6on gibt Lreureiverluste ru

Die britische Admiralität hat, Reuter zufolge, mitge­teilt, daß die britischen KreuzerD o r s e t s h i r e" und Eornwall" durch japanische Luftangriffe versenkt worden find. Damit hat London diesmal ungewöhnlich schnell die gemeldeten großen Erfolge der japanischen Flottenoperationen im Indischen Ozean wenigstens was die Kriegsschiffverluste angeht eingestanden.

DieDorsetshire" ist ein Schwerer Kreuzer von 9975 To der 1929 von Stapel gelaufen ist und eine Besatzung von 680 Mann hatte. Das Schiff fuhr 32,2 Knoten und verfügte über acht Geschütze von

Im Zeichen des Journalislenkongresses

Der Reichspressechef in Venedig

Venedig, 9. April. Das große Ereignis des ersten Kongresses der Union Rationaler Journalistenverbände in der an Traditionen und Kultur gleicherweise reichen Lagunenstadt Venedig prägt sich am Vortage auch schon im äußeren Stadtbild aus. Am Bahnhof heißt ein großes Transparent die 300 Pressevertreter der jungen, aufsteigenden Völker, die aus 15 Ländern in Venedig eingetroffen sind, willkommen. Eine bei Tag und Nacht besetzte Auskunftsstelle regelt die Unterbringung und die Einweisung in die Kongreßarbeiten. Auch auf dem weltberühmten Markusplatz kündet ein großes Spruch­band in deutscher und italienischer Sprache, daß Venedig der Schauplatz dieses in der Geschichte des Pressewesens erstmaligen und für seine künftige Gestaltung so bedeut­samen Ereignisses ist. Es bedarf keiner Schilderung, daß die Durchführung des Kongresses mit so starker Beteili­gung inmitten des Krieges große Anforderungen an den mit der Organisation beauftragten faschistischen Presse­verband gestellt hat, der sich dieser Aufgabe unter vor­bildlicher Unterstützung der Stadt Venedig in hervor­ragender Weise entledigt hat. Mehrsprachige Program­me und Führer, Tagungs- und Pressebüros, Arbeits­räume mit eigens gelegten Telesonverbindungen ins In- und Ausland, sprachkundige Beratungen stehen zur Verfügung. Jene erste und wertvolle Fühlungnahme zwischen den ausländischen und italienischen Teilnehmern vor der eigentlichen Tagung kam bereits bei der Besich­tigung der ältesten italienischen ZeitungEl Gazettino" unter der persönlichen Führung ihres Hauptschriftleiters Dr. Lantalamessa zustande, wie überhaupt der Gedan­kenaustausch zwischen den Achsenmächten und den ver­bündeten und befreundeten Nationen deutlich zeigt, wie stark die Ideen des neuen Verbandes bereits Wurzeln geschlagen haben.

Der Madrider Presseverband hat einstimmig den Be­schluß gefaßt, der Union Nationaler Journalisten ver­bände beizutreten. Der schriftliche Antrag wird von dem Leiter der spanischen Abordnung de la Serna in Venedig dem Präsidenten der Union überreicht werden.

Donnerstagabend traf Reichspresfechef Reichsleiter Dr. Dietrich als Ehrengast in Venedig ein.

20,3 Zentimeter, acht 10,2-Zentimeter-Flugabwehrge- schütze, vier 4,7-Zentimeter-Geschütze, acht 4-Zentimeter- Flugabwehrgeschütze, acht Maschinengewehre und acht Torpedorohre. Ferner befand sich ein Wasserflugzeug an Bord.

DieEornwall", ebenfalls ein Schwerer Kreuzer, ge­hörte zu den größten und stärksten Einheiten, über die die britische Flotte in dieser Schiffsklasse verfügte. Das im Jahre 1926 von Stapel gelaufene Kriegsschiff hatte bei einem Umbau neben Torpedowulsten eine besondere Panzerung in der Wafserlinie und verstärkte Flug­abwehr-Bewaffnung erhalten. Bei einer Wasserverdrän­gung von 10 000 To. und einer Geschwindigkeit von 31,5 Knoten setzte sich seine Bestückung aus acht 20,3-Zen- timeter-Geschützen, acht 10 ,2-Zentimeter-Flugabwehrge- schützeN, vier 4,7-Zentimeter-Eeschützen und acht Ma­schinengewehren zusammen. An Deck befand sich ein Flug­zeugschuppen mit drei Wasserflugzeugen. Die Besatzung betrug ebenfalls 680 Mann.

bleuer ^uktangrikk su! deylon

In den frühen Morgenstunden des 9. April unter­nahmen starke Verbände der japanischen Marine-Luft­waffe einen erneuten Angriff auf den britischen Stütz­punkt Trinkomali auf Ceylon. Nach bisher vor­liegenden Meldungen wurden in den Hafenanlagen schwere Schäden angerichtet.

Trinkomali ist der letzte Zufluchtshafen der in den Gewässern um Singapur zerschlagenen britischen Asien- floite. Von dem strategischen Dreieck Port BlairSa- bangTrinkomali befinden sich die beiden ersteren be­reits in japanischer Hand und dienen den Japanern als vorzügliche Luft- und Flottenstützpunkte für die Ope­rationen im Golf von Bengalen.

Deutsche KMitsrattscli^s vvürüigen jspsnisctre Lrkolge

Von dem, was ich auf den Stätten japanischer Kämpfe und Siege gesehen habe, bin ich tief beein-

Aus dem Führerhauptquartier, 9. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden einzelne stärkere Angriffe des Feindes abgewiesen. Im Finnischen Meerbusen brachen Angriffe der Sowjets auf die von deutschen und finnischen Truppen besetzte Insel Tytärsaari zusammen. Der Feind verlor hierbei 270 Tote. An der Kaukasus-Küste griffen deutsche Kampfflugzeuge bei Tage und Nacht Hasenanlagen und eine Oelrassinierie erfolgreich an. In der Zeit vom 31. 3. bis 8. 4. wurden an der Ostfront 133 feindliche Panzer abgeschossen. In Nordafrika scheiterte ein Vorstoß starker britischer Ausklärungskräfte gegen die deutsch-italienischen Stellungen in der Cyrenaika. Die Luftwaffe setzte ihre Großangriffe gegen die Insel Malta mit stärkster Wirkung fort. Flugplätze und militärische Anlagen, Versorgungseinrichtungen sowie feindliche Schiffe wurden'durch zahlreiche Bombentreffer erneut schwer beschädigt. Bei bewaffneter Aufklärung über dem Kanal beschädigten deutsche Jäger ein bri­tisches Vorpostenboot durch Bombenwurf. An der eng­lischen Südküste wurde eine Sendeanlage mit guter Wirkung bombardiert. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht einige Städte im norddeutschen Küsten­gebiet an. Vier feindliche Bomber wurden abgeschossen. Störflüge einzelner britischer Flugzeuge führten nach Ost- und Süddeutschland."

Ein britisches Kampfflugzeug, das am 8. April über die Deutsche Bucht einzufliegen versuchte, wurde von der deutschen Marineartillerie abgeschossen.

Stockholm, 9. April. Die englischen Berichte geben die besondere Schwere der letzten deutschen Luftangriffe auf die Jnselfestung Malta unumwunden zu. Reuter bezeichnet Hafen und Flugplätze als Haupiziel der deut­schen Bomben. Der Angriff am Dienstagabend sei der schwerste des Jahres" gewesen. In der Nacht zum Mittwoch habe man wieder siebenmal Fliegeralarm geben müssen. Ausgedehnte Schäden und Brände gibt Reuter zu und gesteht, daßeine Anzahl öffentlicher Gebäude" in Trümmer gelegt worden sei.

druckt", so erklärte u. a. der deutsche Militärattache Oberst Kret schwer in einem Interview kurz nach der Rückkehr von einer vierwöchigen Besichtigungsreise in die südpazifischen Kriegsgebiete.Wir haben die Schlachtfelder um Hongkong, in Malaya und auf der Singapur-Insel sowie in Südost-Sumatra, in West-Java und auf Luzon besucht und darüber hinaus Hongkong und Saigon kennengelernt. Japans zentrale militärische Führung hat in sorgfältiger Vorbereitung und Erkun­dung sowie, zielsicherer und kühner Planung wahrhaft großes geleistet. Alle Operationen waren von Haus aus nicht nur auf Sieg schlechthin, sondern auf die volle Vernichtung des Feindes abgestellt. Dieses große Ziel ist auf,allen Kriegsschauplätzen erreicht worden, obwohl die Schwierigkeiten nicht gering waren. Nirgends gelang es dem Feind, die Initiative auch nur vorübergehend an sich zu reißen. Zu diesen hohen Leistungen der japanischen Führung, der obersten wie der örtlichen kommen die vor­bildliche Tapferkeit, der Opserwille, die Härte und An­spruchslosigkeit der japanischen Truppen."

Auch der Luftattachs Oberst Wolfgang von Ero- nau zollt« in den ersten Erklärungen nach Rückkehr vom südlichen Kriegsschauplatz der japanischen Wehr­macht und ihrer Führung Worte höchst«r Anerkennung. Viel schneller als die ganze Welt und vor allem die Feinde der Achse es für möglich hielten", so stellte von Gronau u. a. fest, führten diese Operationen der japa­nischen Wehrmacht zum Ziel, Die Voraussetzung hierfür war aber die See- und besonders die Luftherr­schaft durch die kaiserliche Marine und Luftwaffe. Die japanische Marine und Heeresfliegertruppe hat in vollem Umfang« bereits in den ersten Tagen des Krieges die Luftherrschaft erkämpft und später stets behalten. Den vereinigten gegnerischen Luftstreitkräften stand die ja­panische Luftwaffe gegenüber mit langjährig und auf das sorgfältigste ausgebildetem Personal, mit Kampfes­willen und Bereitschaft, alles für die Ehre und Sicher­heit des Landes einzusetzen und nicht nach dem eigenen Leben zu fragen. Die Japaner griffen vom ersten Tage ab an und bestimmten so ganz die Kriegshandlungen."

Zum letzten deutschen Luftangriff auf Malta erklärt der Londoner Korrespondent einer südschwedischen Zei­tung, es sei besorgniserregend, daß der offizielle britische Bericht nichts davon erwähnt, daß britische Jagdflieger bei der Abwehr des deutschen Luftangriffes auf Malta in Tätigkeit waren. Das könne möglicherweise daher kommen, daß die Flugplätze auf Malta durch die starken Bombenangriffe zerstört worden seien.

Ein großes Wasserreservoir wurde von mehreren Tau­sendkilobomben vernichtend getroffen. Weitere Bomben schwersten Kalibers richteten in den Reparaturwerkstät­ten der Staatswerft und in den Gießereien des Arse­nals großen Schaden an. Ein unter Dampf stehender Zerstörer wurde von mehreren Bomben schwer beschä­digt. Als in den Nachmittagsstunden deutsche Kampf­flugzeuge Malta anflogen, lagen über den Hafenbuchten und einzelnen Stadtteilen La Valettas dichte Rauch­wolken. Auch in der Nacht wurden die Bombenangriffe weiter erfolgreich durchgeführt.

Vas kichenlaub für Oberst Müller

Aus dem Führerhauptquartier, 9. April. Der Führer verlieh heute dem Oberst Friedrich Wilhelm Müller, Kommandeur eines Infanterieregiments, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm:In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 88. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Berlin, 9. April. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst i. E. Friedrich Schulz. Chef des Eeneralstabes eines Armeekorps; Oberst Walter Jost, Kommandeur eines Jäger­regiments; Hauptmaun Friedrich Mach, Batl.-FLHrer in einem Jnf.-Regiment; Hauptmann Hans Bonertz, Vatl.-Führer in einem Jnf.-Regiment; Oberleutnant Walter Paulus, Kompaniesührer in einer Panzer- Jägerabteilung.

Mit verstärkter Wirkung weiter gegen Malta

stafenanlagen unS ölraffineelen an See kaukasusküste erfolgreich angegriffen

Plutokratische Offenfioeam runden lisch"

Maklereien um Marskall und kopkins pausenlose Schlage der Vreierpaktmächte gegen den feind

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung ckr. v. sei,. Berlin, 9. April. In England sind, wie gestern kürz gemeldet, der Generalstabsches der Ver­einigten Staaten, Marshall, und RooseveltsRüstungs­und Lieferungsdirektor", Hopkins, eingetroffen und haben sich gleich nach ihrer Ankunft zwei Stunden lang mit Churchill unterhalten. Darob ist die englische und amerikanische Presse in ein geradezu hysterisches Geschrei ausgebrochen, als ob nunmehr die große Wende dieses Krieges eingetreten sei oder unmittelbar bevorstehe. In Wirklichkeit handelt es sich um Besprechungen, die durch die gewaltigen Schwierigkeiten entstanden sind, die sich im Zusammenhang mit der Kriegsentwicklung in den letzten Monaten den ursprünglichen britisch-amerika­nischen Versorgungsplänen entgegengestellt haben. Wenn Hopkins im Hinblick aus die versprochenen Lieferungen an die Sowjetunion und an Tschungking-China ziemlich kleinlaut erklärte, daß gegenüber den Voraussetzungen bei früheren Unterhaltungen Veränderungen eingetreten seien, so weist das auf weitgehenden Zusammenbruch der

Organisation hin, die Churchill und Roosevelt im De­zember des vergangenen Jahres in Washington für die gemeinsame Kriegführung ins Auge gefaßt hatten. Die öffentliche Meinung in England und in den Vereinigten Staaten braucht aber unter allen Umständen eine gewalt­same Aufpeitschung. Darum wird aus einer Konferenz, die in gehäuften Schwierigkeiten und Verlegenheiten ihren Ursprung hat, künstlich eine strategische Sensation gemacht.

DieTimes" tut so, als ob sie einen Zipfel des Ge­heimnisses lüften könne. Jetzt sei, so sagt das Blatt, der richtige Zeitpunkt für die persönliche Fühlungnahme der beiden Stabsausschüsse gekommen, der Zeitpunkt näm­lich, da die Deutschen ihre Kräfte für die Frühjahrs- ofsensive gegen die Sowjets sammelten und da die Ja­paner sich imprer eindeutiger gegen Indien wendeten. Den deutschen Vorbereitungen und den pausenlosen Schlägen, die die Waffen aller Dreierpaktmächte aus­teilen, werden jetzt also England und die USA. mit einerOffensive am runden Tisch" begegnen. Dabei be­

ruft man sich auf die Aeußerung von Marshall, daß es das große Ziel der Vereinigten Staaten sei, alle Kräfte für eine größere Offensive zu sammeln und den Krieg in Feindesland hineinzutragen. AuchNews Chronicle" bezeichnet es nach Informationen auseingeweihten Kreisen" als wahrscheinlich, daß Marshall und Hopkins .Pläne für den Einsatz amerikanischer Truppen in einem Offensivkrieg gegen Deutschland besprechen würden. Ganz kleinlaut heißt es dann allerdings weiter, daß man in dieseneingeweihten Kreisen" keineswegs angedeutet habe, daß eine solche Offensive schon in nächster Zeit zu erwarten sei. Du lieber Gott, was haben sich die Ameri­kaner nicht schon alles auf dem Gebiet der Mauloffen­sive geleistet! Wenn es nach ihren großen Wünschen und Worten gegangen wäre, dann sähe die Kriegslage heute allerdings ganz anders aus. Immer wenn die Leute um Roosevelt den Mund so voll nehmen, braucht man nur auf die berüchtigten neunzig Tage zurückzuver-

(Fortsetzung auf Seite 2)

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k. bkü. Bremen, 10. April.

In denGrundlagen des Neunzehnten Jahrhunderts" knüpft Houston Stewart Chamberlain an ein Wort Goethes über das Wesen der Persönlichkeit alsinner­lich Grenzenloses, äußerlich Begrenztes" die eigene ge- dankentiefe Bemerkung:Ohne die äußere Begrenzung kann die innere Grenzenlosigkeit nicht statthaben; wird dagegen äußere Ünbegrenzthe i t er­strebt, so wird die Grenze innerlich gezogen werden müssen". Es führt zu recht aufschlußreichen Erkennt­nissen, die Eigenart der bisherigen britischen Macht­stellung unter Beachtung jenes Gesetzes der Begrenzung dem Wesen der nationalsozialistischen Kraftentsaltung gegenüberzustellen.. Ein Blick in die letzten hundert Jahre der Geschichte Albions genügt, um feststellen zu können, daß die jeweiligen englischen Staatschefs und Finanzkapitäne mit dem traditionellen Streben nach immer größerer Ausdehnung des britischen Weltreiches dem Zielbildäußerer Unbegrenztheit" nachjagten, um damit zugleich die Grenzen der inneren Fähigkeiten ihres Volkes enger und enger zu ziehen. Mit anderen Worten: Der äußere Machtzuwachs erfolgte auf Kosten innerer gestaltender Werte. Adolf Hitler hat die von ihm zu bleibender Größe emporgeführte deutsche Nation seit ihrer Neugeburt den entgegengesetzten Weg einschlagen lassen: Nicht die schrankenlose Beherrschung des Erdballs wurde als das letzte Ziel der Außen­politik des Reiches proklamiert, vielmehr immer wieder die sinnvolle Begrenzung ihrer Einflußnahme auf die übrige Welt betont wohl aber erfolgte unter der unermüdlichen nationalsozialistischen Arbeit am eigenen Volk. mit dem Schutz seiner blutsmäßigen Grundlage und der Entfernung aller artfremden Ele­mente aus seinem Lebensraum das klare Bekenntnis zum ,i nnerlich Grenzenlosen"! In der Stunde selbst­verschuldeter höchster Gefahr tritt die abschreckende Cha­rakterlosigkeit der herrschenden Schicht des Briten- tums als Folge ihrer Eier nach Erweiterung eines äußeren Machtbereiches hervor, während das deutsche Volk seine harte Bewährungsprobe aus dem sicheren Wissen heraus besteht, dem Feind nicht zuletzt auch seelisch überlegen zu sein. Mit Recht betont H. St. Chamberlain: Weräußerlich grenzenlos" sagt, muß innerlich begrenzt" hinzufügen! An der Geringschätzung des im Volkstum selbst ruhenden Gutes geht England heute zugrunde; Deutschland aber durchschreitet das Tor zu seiner Ewigkeit im Vollbewußtsein jener inne­ren Kraft, die das scharfe Schwert der Wehrmacht ebenso wke die Rüstung der Seele über jeden Feind, triumphieren läßt.

Wenn dereinst die Geschichte des Zusammenbrach? der britischen Weltmacht geschrieben wird und die tieferen Ursachen der englischen Katastrophe zur Gesamtdarstel­lung kommen, dürfte es im KapitelDer Kampfeinsatz Albions" heißen: Ein nicht unwesentlicher Anteil an der verhängnisvollen Entwicklung, die zum Niedergang des Empires führte, fällt der Taktik der Londoner Stra­tegen zu, andere Völker für Britannien kämpfen und bluten zu lassen, um die eigenen Kräfte bis zurletzten Entscheidung" zu schonen. Unter der irreführenden Be­teuerung, die gesamte militärische Macht des britischen Weltreichs stände tatbereit hinter jedem ihrer Hilfs- völker, schickten die Feinde Europas nacheinander die Polen, Norweger. Niederländer, Belgier, Franzosen, Serben und Griechen vor, um schließlich nach deren Nie­derlagen alle Hoffnung in Europa wiederum nicht auf sich selbst, sondern auf die Armeen der jowjetrussischen Gewalthaber zu setzen. Der Bestand des eomwon-cvsoltk wurde damit nicht von der eigenen Kraft, sondern von dem gewissenlos vergossenen Blut fremder Völker abhängig gemacht. Das Ergebnis dieser perfiden Opfe­rung der getäuschten Hilfstruppen Englands bei gleich­zeitiger Selbstschonung hat die Welt von Jahr zu Jahr eindrucksvoller erlebt: die überragenden Siege der deut­schen Wehrmacht auf den europäischen Schlachtfeldern waren zugleich die bisher schlimmsten moralischen Nie­derlagen Englands. Der Untergang des Weltreiches der Briten ist also unabwendbar, weil sich die Säulenträger dieses Imperiums auf ein fremdes, mit Naturwendigkeit schwankendes Fundament stützen! Im Gegensatz hierzu haben die Völker des Dreierpaktes, in unserem Kontinent an ihrer Spitze die deutsche Nation, noch der Londoner und Washingtoner Herausforderung

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Vnsor

Die Japaner melden große Erfolge ihrer Marine­streitkräfte im Indischen Ozean.

An der Kaukasus-Küste wurden Hafenanlagen und Oelraffinerien erfolgreich angegriffen.

Alexandrien wurde erneut mit gutem Erfolg bom­bardiert; ebenfalls lag Malta wieder unter dem Bombenhagel der Achsenluftwaffe.

Eine Verordnung des Führers bringt eine erhöhte Selbstverantwortung und einen verstärkten Schutz der Rüstungsindustrie.

Venedig steht im Zeichen des Journalisten-Kon- gresses.

Oberst Müller erhielt das Eichenlaub zum Ritter­kreuz.

Beim Angriffsoersuch auf Vremen in der Nacht zum 9. April wurden zwei Britenbomber abgeschossen.

Bremen spendete zumTag der Wehrmacht" mit 182 278 RM. rund 34 v. H. mehr als am gleiche^ Sammeltage des Vorjahres.