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vmiiki ZkitiW
parteiamtliche Tageszeitung
Vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der 5reien fjansestadt vrcmcn
Die 1 oaro hohe und 22 ww breite Zeile im Anzeigenteil 13 /Ak. Die 78 mw breite und 1 mm hohe Zeile ,r.i^'-.»kil 752^k. Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste L Nachlaßstaffel S. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6'8. Nuf 219 31; Nachkruf und sonntags -247 65; Obernstr. 86, Nuf 219 31; Shke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhofs Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Br.-Vegesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmonn-Str. 41'43, Nuf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmiiiches verkünöungsblalt des Neichsstatchalters in Videnburg und vremen
Nr. 98,12. Zakrgang
Sreitag, 18. flpril 1942
Linzelpreis 15 Npf.
Neue 6roßerfolge der japanischen flotte
Zwei Vritenkreuzer und 140000 VNt. NandelssäMstonnage jm Indischen Ozean versenkt
60 feindslugzeu^e abgeschossen
Tokio, 9. April. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Donnerstag um 17 Uhr bekannt, daß japanische Streitkräfte während der Flottenoperationen im Indischen Ozean bis zum 7. April einen britischen Kreuzer vom „London"-Typ (985V Tonnen) und einen weiteren britischen Kreuzer vom „Cornwall"-Typ (1v VVV Tonnen) versenkten. Weiter wurden 44 Handelsschiffe versenkt oder beschädigt, sowie 6» feindliche Flugzeuge abgeschossen. Versenkt wurden 21 Handelsschiffe mit einem Schiffsraum von annähernd 14V VVV BRT. Die übrigen 23 Schiffe mit nahezu 1V2 VVV BRT. wurden schwer beschädigt. Es heißt ferner, daß bei den Operationen auch sonst wichtige Anlagen des Feindes ernsthaft beschädigt wurden, so drei Lagerhäuser und eine Reparaturanlage. Während der Operationen haben die japanischen Streitkräfte fünf Flugzeuge verloren, jedoch keinen Schaden an Kriegsschiffen erlitten.
„Tokio Asahi Schimbun" berichtet Einzelheiten über die großen Erfolge der japanischen Kriegsmarine, im Indischen Ozean. Danach setzten sich die von den Japanern abgeschossenen 60 Feindflugzeuge zusammen aus: 19 Spitfires, 27 Hurricanes, einem Desiant-Flugzeug, zwei Wasserflugzeugen und elf Torpedoflugzeugen. Von den versenkten oder beschädigten 44 Handelsschiffen waren 13 über 5000 BRT. groß.
L.on6on gibt Lreureiverluste ru
Die britische Admiralität hat, Reuter zufolge, mitgeteilt, daß die britischen Kreuzer „D o r s e t s h i r e" und „Eornwall" durch japanische Luftangriffe versenkt worden find. Damit hat London diesmal ungewöhnlich schnell die gemeldeten großen Erfolge der japanischen Flottenoperationen im Indischen Ozean — wenigstens was die Kriegsschiffverluste angeht — eingestanden.
Die „Dorsetshire" ist ein Schwerer Kreuzer von 9975 To„ der 1929 von Stapel gelaufen ist und eine Besatzung von 680 Mann hatte. Das Schiff fuhr 32,2 Knoten und verfügte über acht Geschütze von
Im Zeichen des Journalislenkongresses
Der Reichspressechef in Venedig
Venedig, 9. April. Das große Ereignis des ersten Kongresses der Union Rationaler Journalistenverbände in der an Traditionen und Kultur gleicherweise reichen Lagunenstadt Venedig prägt sich am Vortage auch schon im äußeren Stadtbild aus. Am Bahnhof heißt ein großes Transparent die 300 Pressevertreter der jungen, aufsteigenden Völker, die aus 15 Ländern in Venedig eingetroffen sind, willkommen. Eine bei Tag und Nacht besetzte Auskunftsstelle regelt die Unterbringung und die Einweisung in die Kongreßarbeiten. Auch auf dem weltberühmten Markusplatz kündet ein großes Spruchband in deutscher und italienischer Sprache, daß Venedig der Schauplatz dieses in der Geschichte des Pressewesens erstmaligen und für seine künftige Gestaltung so bedeutsamen Ereignisses ist. Es bedarf keiner Schilderung, daß die Durchführung des Kongresses mit so starker Beteiligung inmitten des Krieges große Anforderungen an den mit der Organisation beauftragten faschistischen Presseverband gestellt hat, der sich dieser Aufgabe unter vorbildlicher Unterstützung der Stadt Venedig in hervorragender Weise entledigt hat. Mehrsprachige Programme und Führer, Tagungs- und Pressebüros, Arbeitsräume mit eigens gelegten Telesonverbindungen ins In- und Ausland, sprachkundige Beratungen stehen zur Verfügung. Jene erste und wertvolle Fühlungnahme zwischen den ausländischen und italienischen Teilnehmern vor der eigentlichen Tagung kam bereits bei der Besichtigung der ältesten italienischen Zeitung „El Gazettino" unter der persönlichen Führung ihres Hauptschriftleiters Dr. Lantalamessa zustande, wie überhaupt der Gedankenaustausch zwischen den Achsenmächten und den verbündeten und befreundeten Nationen deutlich zeigt, wie stark die Ideen des neuen Verbandes bereits Wurzeln geschlagen haben. —
Der Madrider Presseverband hat einstimmig den Beschluß gefaßt, der Union Nationaler Journalisten verbände beizutreten. Der schriftliche Antrag wird von dem Leiter der spanischen Abordnung de la Serna in Venedig dem Präsidenten der Union überreicht werden.
Donnerstagabend traf Reichspresfechef Reichsleiter Dr. Dietrich als Ehrengast in Venedig ein.
20,3 Zentimeter, acht 10,2-Zentimeter-Flugabwehrge- schütze, vier 4,7-Zentimeter-Geschütze, acht 4-Zentimeter- Flugabwehrgeschütze, acht Maschinengewehre und acht Torpedorohre. Ferner befand sich ein Wasserflugzeug an Bord.
Die „Eornwall", ebenfalls ein Schwerer Kreuzer, gehörte zu den größten und stärksten Einheiten, über die die britische Flotte in dieser Schiffsklasse verfügte. Das im Jahre 1926 von Stapel gelaufene Kriegsschiff hatte bei einem Umbau neben Torpedowulsten eine besondere Panzerung in der Wafserlinie und verstärkte Flugabwehr-Bewaffnung erhalten. Bei einer Wasserverdrängung von 10 000 To. und einer Geschwindigkeit von 31,5 Knoten setzte sich seine Bestückung aus acht 20,3-Zen- timeter-Geschützen, acht 10 ,2-Zentimeter-Flugabwehrge- schützeN, vier 4,7-Zentimeter-Eeschützen und acht Maschinengewehren zusammen. An Deck befand sich ein Flugzeugschuppen mit drei Wasserflugzeugen. Die Besatzung betrug ebenfalls 680 Mann.
bleuer ^uktangrikk su! deylon
In den frühen Morgenstunden des 9. April unternahmen starke Verbände der japanischen Marine-Luftwaffe einen erneuten Angriff auf den britischen Stützpunkt Trinkomali auf Ceylon. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden in den Hafenanlagen schwere Schäden angerichtet.
Trinkomali ist der letzte Zufluchtshafen der in den Gewässern um Singapur zerschlagenen britischen Asien- floite. Von dem strategischen Dreieck Port Blair—Sa- bang—Trinkomali befinden sich die beiden ersteren bereits in japanischer Hand und dienen den Japanern als vorzügliche Luft- und Flottenstützpunkte für die Operationen im Golf von Bengalen.
Deutsche KMitsrattscli^s vvürüigen jspsnisctre Lrkolge
„Von dem, was ich auf den Stätten japanischer Kämpfe und Siege gesehen habe, bin ich tief beein-
Aus dem Führerhauptquartier, 9. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wurden einzelne stärkere Angriffe des Feindes abgewiesen. Im Finnischen Meerbusen brachen Angriffe der Sowjets auf die von deutschen und finnischen Truppen besetzte Insel Tytärsaari zusammen. Der Feind verlor hierbei 270 Tote. An der Kaukasus-Küste griffen deutsche Kampfflugzeuge bei Tage und Nacht Hasenanlagen und eine Oelrassinierie erfolgreich an. In der Zeit vom 31. 3. bis 8. 4. wurden an der Ostfront 133 feindliche Panzer abgeschossen. — In Nordafrika scheiterte ein Vorstoß starker britischer Ausklärungskräfte gegen die deutsch-italienischen Stellungen in der Cyrenaika. Die Luftwaffe setzte ihre Großangriffe gegen die Insel Malta mit stärkster Wirkung fort. Flugplätze und militärische Anlagen, Versorgungseinrichtungen sowie feindliche Schiffe wurden'durch zahlreiche Bombentreffer erneut schwer beschädigt. — Bei bewaffneter Aufklärung über dem Kanal beschädigten deutsche Jäger ein britisches Vorpostenboot durch Bombenwurf. An der englischen Südküste wurde eine Sendeanlage mit guter Wirkung bombardiert. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht einige Städte im norddeutschen Küstengebiet an. Vier feindliche Bomber wurden abgeschossen. Störflüge einzelner britischer Flugzeuge führten nach Ost- und Süddeutschland."
Ein britisches Kampfflugzeug, das am 8. April über die Deutsche Bucht einzufliegen versuchte, wurde von der deutschen Marineartillerie abgeschossen.
Stockholm, 9. April. Die englischen Berichte geben die besondere Schwere der letzten deutschen Luftangriffe auf die Jnselfestung Malta unumwunden zu. Reuter bezeichnet Hafen und Flugplätze als Haupiziel der deutschen Bomben. Der Angriff am Dienstagabend sei der „schwerste des Jahres" gewesen. In der Nacht zum Mittwoch habe man wieder siebenmal Fliegeralarm geben müssen. Ausgedehnte Schäden und Brände gibt Reuter zu und gesteht, daß „eine Anzahl öffentlicher Gebäude" in Trümmer gelegt worden sei.
druckt", so erklärte u. a. der deutsche Militärattache Oberst Kret schwer in einem Interview kurz nach der Rückkehr von einer vierwöchigen Besichtigungsreise in die südpazifischen Kriegsgebiete. „Wir haben die Schlachtfelder um Hongkong, in Malaya und auf der Singapur-Insel sowie in Südost-Sumatra, in West-Java und auf Luzon besucht und darüber hinaus Hongkong und Saigon kennengelernt. Japans zentrale militärische Führung hat in sorgfältiger Vorbereitung und Erkundung sowie, zielsicherer und kühner Planung wahrhaft großes geleistet. Alle Operationen waren von Haus aus nicht nur auf Sieg schlechthin, sondern auf die volle Vernichtung des Feindes abgestellt. Dieses große Ziel ist auf,allen Kriegsschauplätzen erreicht worden, obwohl die Schwierigkeiten nicht gering waren. Nirgends gelang es dem Feind, die Initiative auch nur vorübergehend an sich zu reißen. Zu diesen hohen Leistungen der japanischen Führung, der obersten wie der örtlichen kommen die vorbildliche Tapferkeit, der Opserwille, die Härte und Anspruchslosigkeit der japanischen Truppen."
Auch der Luftattachs Oberst Wolfgang von Ero- nau zollt« in den ersten Erklärungen nach Rückkehr vom südlichen Kriegsschauplatz der japanischen Wehrmacht und ihrer Führung Worte höchst«r Anerkennung. „Viel schneller als die ganze Welt und vor allem die Feinde der Achse es für möglich hielten", so stellte von Gronau u. a. fest, führten diese Operationen der japanischen Wehrmacht zum Ziel, Die Voraussetzung hierfür war aber die See- und besonders die Luftherrschaft durch die kaiserliche Marine und Luftwaffe. Die japanische Marine und Heeresfliegertruppe hat in vollem Umfang« bereits in den ersten Tagen des Krieges die Luftherrschaft erkämpft und später stets behalten. Den vereinigten gegnerischen Luftstreitkräften stand die japanische Luftwaffe gegenüber mit langjährig und auf das sorgfältigste ausgebildetem Personal, mit Kampfeswillen und Bereitschaft, alles für die Ehre und Sicherheit des Landes einzusetzen und nicht nach dem eigenen Leben zu fragen. Die Japaner griffen vom ersten Tage ab an und bestimmten so ganz die Kriegshandlungen."
Zum letzten deutschen Luftangriff auf Malta erklärt der Londoner Korrespondent einer südschwedischen Zeitung, es sei besorgniserregend, daß der offizielle britische Bericht nichts davon erwähnt, daß britische Jagdflieger bei der Abwehr des deutschen Luftangriffes auf Malta in Tätigkeit waren. Das könne möglicherweise daher kommen, daß die Flugplätze auf Malta durch die starken Bombenangriffe zerstört worden seien.
Ein großes Wasserreservoir wurde von mehreren Tausendkilobomben vernichtend getroffen. Weitere Bomben schwersten Kalibers richteten in den Reparaturwerkstätten der Staatswerft und in den Gießereien des Arsenals großen Schaden an. Ein unter Dampf stehender Zerstörer wurde von mehreren Bomben schwer beschädigt. Als in den Nachmittagsstunden deutsche Kampfflugzeuge Malta anflogen, lagen über den Hafenbuchten und einzelnen Stadtteilen La Valettas dichte Rauchwolken. Auch in der Nacht wurden die Bombenangriffe weiter erfolgreich durchgeführt.
Vas kichenlaub für Oberst Müller
Aus dem Führerhauptquartier, 9. April. Der Führer verlieh heute dem Oberst Friedrich Wilhelm Müller, Kommandeur eines Infanterieregiments, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 88. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Berlin, 9. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst i. E. Friedrich Schulz. Chef des Eeneralstabes eines Armeekorps; Oberst Walter Jost, Kommandeur eines Jägerregiments; Hauptmaun Friedrich Mach, Batl.-FLHrer in einem Jnf.-Regiment; Hauptmann Hans Bonertz, Vatl.-Führer in einem Jnf.-Regiment; Oberleutnant Walter Paulus, Kompaniesührer in einer Panzer- Jägerabteilung.
Mit verstärkter Wirkung weiter gegen Malta
stafenanlagen unS ölraffineelen an See kaukasusküste erfolgreich angegriffen
Plutokratische Offenfioe „am runden lisch"
Maklereien um Marskall und kopkins — pausenlose Schlage der Vreierpaktmächte gegen den feind
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung ckr. v. sei,. Berlin, 9. April. In England sind, wie gestern kürz gemeldet, der Generalstabsches der Vereinigten Staaten, Marshall, und Roosevelts „Rüstungsund Lieferungsdirektor", Hopkins, eingetroffen und haben sich gleich nach ihrer Ankunft zwei Stunden lang mit Churchill unterhalten. Darob ist die englische und amerikanische Presse in ein geradezu hysterisches Geschrei ausgebrochen, als ob nunmehr die große Wende dieses Krieges eingetreten sei oder unmittelbar bevorstehe. In Wirklichkeit handelt es sich um Besprechungen, die durch die gewaltigen Schwierigkeiten entstanden sind, die sich im Zusammenhang mit der Kriegsentwicklung in den letzten Monaten den ursprünglichen britisch-amerikanischen Versorgungsplänen entgegengestellt haben. Wenn Hopkins im Hinblick aus die versprochenen Lieferungen an die Sowjetunion und an Tschungking-China ziemlich kleinlaut erklärte, daß gegenüber den Voraussetzungen bei früheren Unterhaltungen Veränderungen eingetreten seien, so weist das auf weitgehenden Zusammenbruch der
Organisation hin, die Churchill und Roosevelt im Dezember des vergangenen Jahres in Washington für die gemeinsame Kriegführung ins Auge gefaßt hatten. Die öffentliche Meinung in England und in den Vereinigten Staaten braucht aber unter allen Umständen eine gewaltsame Aufpeitschung. Darum wird aus einer Konferenz, die in gehäuften Schwierigkeiten und Verlegenheiten ihren Ursprung hat, künstlich eine strategische Sensation gemacht.
Die „Times" tut so, als ob sie einen Zipfel des Geheimnisses lüften könne. Jetzt sei, so sagt das Blatt, der richtige Zeitpunkt für die persönliche Fühlungnahme der beiden Stabsausschüsse gekommen, der Zeitpunkt nämlich, da die Deutschen ihre Kräfte für die Frühjahrs- ofsensive gegen die Sowjets sammelten und da die Japaner sich imprer eindeutiger gegen Indien wendeten. Den deutschen Vorbereitungen und den pausenlosen Schlägen, die die Waffen aller Dreierpaktmächte austeilen, werden jetzt also England und die USA. mit einer „Offensive am runden Tisch" begegnen. Dabei be
ruft man sich auf die Aeußerung von Marshall, daß es das große Ziel der Vereinigten Staaten sei, alle Kräfte für eine größere Offensive zu sammeln und den Krieg in Feindesland hineinzutragen. Auch „News Chronicle" bezeichnet es nach Informationen aus „eingeweihten Kreisen" als wahrscheinlich, daß Marshall und Hopkins .Pläne für den Einsatz amerikanischer Truppen in einem Offensivkrieg gegen Deutschland besprechen würden. Ganz kleinlaut heißt es dann allerdings weiter, daß man in diesen „eingeweihten Kreisen" keineswegs angedeutet habe, daß eine solche Offensive schon in nächster Zeit zu erwarten sei. Du lieber Gott, was haben sich die Amerikaner nicht schon alles auf dem Gebiet der Mauloffensive geleistet! Wenn es nach ihren großen Wünschen und Worten gegangen wäre, dann sähe die Kriegslage heute allerdings ganz anders aus. Immer wenn die Leute um Roosevelt den Mund so voll nehmen, braucht man nur auf die berüchtigten neunzig Tage zurückzuver-
(Fortsetzung auf Seite 2)
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k. bkü. Bremen, 10. April.
In den „Grundlagen des Neunzehnten Jahrhunderts" knüpft Houston Stewart Chamberlain an ein Wort Goethes über das Wesen der Persönlichkeit als „innerlich Grenzenloses, äußerlich Begrenztes" die eigene ge- dankentiefe Bemerkung: „Ohne die äußere Begrenzung kann die innere Grenzenlosigkeit nicht statthaben; wird dagegen äußere Ünbegrenzthe i t erstrebt, so wird die Grenze innerlich gezogen werden müssen". Es führt zu recht aufschlußreichen Erkenntnissen, die Eigenart der bisherigen britischen Machtstellung unter Beachtung jenes Gesetzes der Begrenzung dem Wesen der nationalsozialistischen Kraftentsaltung gegenüberzustellen.. Ein Blick in die letzten hundert Jahre der Geschichte Albions genügt, um feststellen zu können, daß die jeweiligen englischen Staatschefs und Finanzkapitäne mit dem traditionellen Streben nach immer größerer Ausdehnung des britischen Weltreiches dem Zielbild „äußerer Unbegrenztheit" nachjagten, um damit zugleich die Grenzen der inneren Fähigkeiten ihres Volkes enger und enger zu ziehen. Mit anderen Worten: Der äußere Machtzuwachs erfolgte auf Kosten innerer gestaltender Werte. — Adolf Hitler hat die von ihm zu bleibender Größe emporgeführte deutsche Nation seit ihrer Neugeburt den entgegengesetzten Weg einschlagen lassen: Nicht die schrankenlose Beherrschung des Erdballs wurde als das letzte Ziel der Außenpolitik des Reiches proklamiert, vielmehr immer wieder die sinnvolle Begrenzung ihrer Einflußnahme auf die übrige Welt betont — wohl aber erfolgte unter der unermüdlichen nationalsozialistischen Arbeit am eigenen Volk. mit dem Schutz seiner blutsmäßigen Grundlage und der Entfernung aller artfremden Elemente aus seinem Lebensraum das klare Bekenntnis zum ,i nnerlich Grenzenlosen"! In der Stunde selbstverschuldeter höchster Gefahr tritt die abschreckende Charakterlosigkeit der herrschenden Schicht des Briten- tums als Folge ihrer Eier nach Erweiterung eines äußeren Machtbereiches hervor, während das deutsche Volk seine harte Bewährungsprobe aus dem sicheren Wissen heraus besteht, dem Feind nicht zuletzt auch seelisch überlegen zu sein. Mit Recht betont H. St. Chamberlain: Wer „äußerlich grenzenlos" sagt, muß „innerlich begrenzt" hinzufügen! An der Geringschätzung des im Volkstum selbst ruhenden Gutes geht England heute zugrunde; Deutschland aber durchschreitet das Tor zu seiner Ewigkeit im Vollbewußtsein jener inneren Kraft, die das scharfe Schwert der Wehrmacht ebenso wke die Rüstung der Seele über jeden Feind, triumphieren läßt.
Wenn dereinst die Geschichte des Zusammenbrach? der britischen Weltmacht geschrieben wird und die tieferen Ursachen der englischen Katastrophe zur Gesamtdarstellung kommen, dürfte es im Kapitel „Der Kampfeinsatz Albions" heißen: Ein nicht unwesentlicher Anteil an der verhängnisvollen Entwicklung, die zum Niedergang des Empires führte, fällt der Taktik der Londoner Strategen zu, andere Völker für Britannien kämpfen und bluten zu lassen, um die eigenen Kräfte bis zur „letzten Entscheidung" zu schonen. Unter der irreführenden Beteuerung, die gesamte militärische Macht des britischen Weltreichs stände tatbereit hinter jedem ihrer Hilfs- völker, schickten die Feinde Europas nacheinander die Polen, Norweger. Niederländer, Belgier, Franzosen, Serben und Griechen vor, um schließlich nach deren Niederlagen alle Hoffnung in Europa wiederum nicht auf sich selbst, sondern auf die Armeen der jowjetrussischen Gewalthaber zu setzen. Der Bestand des eomwon-cvsoltk wurde damit nicht von der eigenen Kraft, sondern von dem gewissenlos vergossenen Blut fremder Völker abhängig gemacht. Das Ergebnis dieser perfiden Opferung der getäuschten Hilfstruppen Englands bei gleichzeitiger Selbstschonung hat die Welt von Jahr zu Jahr eindrucksvoller erlebt: die überragenden Siege der deutschen Wehrmacht auf den europäischen Schlachtfeldern waren zugleich die bisher schlimmsten moralischen Niederlagen Englands. Der Untergang des Weltreiches der Briten ist also unabwendbar, weil sich die Säulenträger dieses Imperiums auf ein fremdes, mit Naturwendigkeit schwankendes Fundament stützen! Im Gegensatz hierzu haben die Völker des Dreierpaktes, in unserem Kontinent an ihrer Spitze die deutsche Nation, noch der Londoner und Washingtoner Herausforderung
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Vnsor
Die Japaner melden große Erfolge ihrer Marinestreitkräfte im Indischen Ozean.
An der Kaukasus-Küste wurden Hafenanlagen und Oelraffinerien erfolgreich angegriffen.
Alexandrien wurde erneut mit gutem Erfolg bombardiert; ebenfalls lag Malta wieder unter dem Bombenhagel der Achsenluftwaffe.
Eine Verordnung des Führers bringt eine erhöhte Selbstverantwortung und einen verstärkten Schutz der Rüstungsindustrie.
Venedig steht im Zeichen des Journalisten-Kon- gresses.
Oberst Müller erhielt das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Beim Angriffsoersuch auf Vremen in der Nacht zum 9. April wurden zwei Britenbomber abgeschossen.
Bremen spendete zum „Tag der Wehrmacht" mit 182 278 RM. rund 34 v. H. mehr als am gleiche^ Sammeltage des Vorjahres.