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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des legierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt vrcmen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblott des Neichsstatchalters in Oldenburg und vcemen
Nr. 97/12. Zalzrgang
Donnerstag, 9. flpril 1942
Linzelpreis 15 Npf.
slntwort unserer U boote an prastler Knor
NNe-er sanken vor -er USfi- und fifrika-küste 10 Schisse aus den Meeresgrund
flußerdem sechs britenkörige norwegische Schiffe...
Aus dem Führerhauptquartier, 8. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Ostfront wurden einige Angriffsunternehmungen erfolgreich fortgesetzt. An mehreren Stellen wiederholte der Feind seine ergebnislosen Angriffe. In Nordafrika wurden südostwärts von Mechili britische Kräfte zurückgeworfen. Der britische Flottenstützpunkt Alexandria wurde in der Nacht zum 7. April bombardiert. In den Dockanlagen entstanden beträchtliche Schäden. Luftangriffe starker deutscher Kampf-, Sturzkampf- und Jagd- fliegeroerbände richteten sich gegen die Hasen- und Versorgungsanlagen von La Valetta, das Torpedolager Calafrana und britische Flugplätze der Insel Malta, In Lagerhallen, Werftgebäuden und Werkanlagen wurden Großbrände hervorgerufen. Der im Dock liegende leichte britische Kreuzer erhielt abermals Bombentreffer.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote im Atlantik 16 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 164 600 BRT.; davon 13 vor der amerikanischen und drei vor der afrikanischen Küste. Leichte deutsche Seestreitkräste stellten im Släge rrak eine Anzahl norwegischer Schisse, die von der britischen Regierung gechartert in einem schwedischen Hafen gelegen hatten und unter englischen Kapitänen nach England durchzubrechen versuchten. Durch Eingreifen deutscher Borpostenboote wurden fünf Schiffe mit 2« 674 BRT., durch die Luftwaffe ein weiteres von 6305 BRT. versenkt. Zwei Schiffe entzogen sich der Aufbringung, indem sie wieder in die schwedischen Hoheits- aewässer flüchteten: In der letzten Nacht griffen deutsche Kampfflugzeuge versorguugswichtige Hafen- und Dockanlagen an der H u m b e r - Mündung an. Starke Brände wurden beobachtet. Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote im Atlantik zeichnete sich das Boot des Korvettenkapitäns Merten besonders aus. In der Nacht zum 7. April errang Oberleutnant Wolters- dors seinen 10. Nachtjägersieg."
. *
Das Jahr steigt und mit ihm die Erfolgsserie unseres Kampfes gegen die feindliche Tonnage. Nachdem im Januar 400 600 BRT. unseren Waffen zum Opfer gefallen waren, stieg die Ziffer der versenkten Schiffe im Februar auf 525 400 BRT. und auf 646 900 BRT. im März. Nach dem Rekordergebnis des vergangenen Monats beginnt nunmehr auch der April höchst verheißungsvoll. Nachdem Roosevelt und seine Kumpane bei Beginn des U-Boot-Krieges in den amerikanischen Gewässern den Versuch gemacht hatten, die deutschen Erfolge zu bagatellisieren, hat sich jetzt selbst ein so erprobter Prahlhans wie der Marineminister Knox gedrängt gefühlt, ganz wesentliche Teileingestänhnisse zu machen. Auf der letzten Pressekonferenz in Washington ist er immerhin so weit gegangen, zuzugestehen, daß seit dem Eintritt ,der Vereinigten Staaten in den Krieg 116 Handelsschiffe an der Atlantikküste versenkt worden seien, davon 59 in der Nähe der USA.-Küste, 23 an der Küste Kanadas, 30 im Karibischen Meer und 4 in der Nähe der südamerikanischen Küste. Diese Zah-
Mil dem NiNerkreuz ausgezeichnet
Berlin, 8. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Alwin Duerskow, Abteilungskommandeur in einem Artillerie-Regiment, Oberleutnant Hans Plesch, Kom, panieführer in einem Jnf.-Regiment und an Oberleutnant zur See Otto Iltcs.
len reichen natürlich noch längst nicht an die tatsächlichen deutschen Erfolge heran, aber sie nähern sich ihnen immerhin doch schon in der allgemeinen Größenordnung und dürften die amerikanische Öffentlichkeit in eine erhebliche Bestürzung versetzt haben. Knox mußte sogar „einige Schwierigkeiten" andeuten, die im Zusammenhang- mit diesen Versenkungen für die Vereinigten Staaten ergeben haben. Vor allem, so sagte er, Hache man viel Not, um die Besatzungen für die Schiffe zu finden.
Aber Knox wäre nicht Knox, wenn er nicht ohne Schwierigkeiten gleich den Uebergäng zu prahlerischen Vorankündigungen finden könnte. Er vertröstet sein Publikum mit den jetzt durchgeführten Maßnahmen der verstärkten Verteidigung. Die Zahl der zur U-Voot- Bekämpfung eingesetzten Schiffe sei dauernd erhöht worden, und auch die „Blimps" (kleine starre Luftschiff«) hätten sich bei der Jagd auf U-Boote als höchst wertvoll erwiesen. Auf diese Maßnahmen wollte Knox gegenüber der amerikanischen Öffentlichkeit das angebliche „Nachlassen der deutschen U-Boot-Angriffe in der vergangenen Woche" zurückführen. Geheimnisvoll deutete er auch noch „besondere Methoden" an, die die amerikanische Marine kürzlich eingeführt, habe. Nun, die Amerikaner sollten immer daran denken, daß Knox es war, der die Japaner in spätestens 90 Tagen restlos erledigen wollte. Wenn dieser Mann den Mund zu Prahlereien und Prophezeiuungen aufmacht, dann kommt es genau umgekehrt. So ist es auch diesmal wieder geschehen Auf seine Prahlereien und geheimnis-. vollen Andeutungen kam die deutsche Sondermeldung über die großen Erfolge, in den letzten Tagen wie ein Paukenschlag, der das Trommelfell des Mister Knox und seiner naiv gläubigen Zuhörer gewaltig erschüttern
mußte. Wir jedenfalls können, wenn wir die Tatsachen gegenüber den amerikanischen Prahlereien sehen, aufs höchste befriedigt sein. Dieser Monat hat sehr gut angefangen. Dr. v. scb.
Me Versenkung norwegischer Schiffe
Berlin, 8. April. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt zu der im Wehrmachtsbericht gemeldeten Versenkung norwegischer Schiffe folgende Einzelheiten mit: Die im Hafen von Göteborg" liegenden Schiffe versuchten den Durchbruch nach England, sie wurden aber außerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer von Vorpostenbooten im Skagerrak gestellt. Diese versenkten den Tanker „Storsten" (5343 BRT) und den Dampfer „Eud- vang" (1469 BRT) 'im Artilleriegefecht. Die Wal- »kocherei „Skytteren" (12358 BRT), der Tanker „Bucaneer" (6222 BRT) sowie der Dampfer „Eharents" (1282 BRT). entzogen sich der prisenrechtlichen An- haltung durch Selb st Versenkung. Die Dampfer „Dicto" und „Lionel" zogen sich in die schwedischen Hoheitsgewässer zurück, um wieder in Göteborg einzulaufen. Der Tanker „Rigmor" (6305 BRT) wurde durch die Luftwaffe versenkt Der mit zwei Geschützen und Maschinengewehren bewaffnete Tanker „B. P. Newton" (10 324 BRT) entkam nach- einem Bombentreffer. Von den Besatzungen der Schiffe, die vorwiegend aus Briten bestand, würden von den deutschen Seestreitkräften 235 Mann gerettet und gefangengenommen. — Der Er- folg gegen die bewaffneten norwegischen Dampfer ist dem tapferen Einsatz der Vorpostenboote des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee und der.guten Zusammenarbeit mit den.Flugzeugen des Führers der Seeluftstreitkräfte sowie anderen Verbänden der Luftwaffe zu verdanken.
Oroßangriff auf die Inselfestung Malta
Zehn Stunden unter dem vombenkogel deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge
Berlin, 8. April. Die schweren Luftangriffe der letzten Tage auf die militärischen Anlagen der Insel Malta steigerten sich Dienstag zu einem Großangriff, wie ihn Malta während des Krieges bisher nicht er-, lebte.. Ungefähr zehn Stunden lagen der Flottenstützpunkt La Valetta und die Flugplätze im Innern der Insel im Bombenangriff deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge.
Das Stabsquartier des Kommandierenden Admirals von Malta sowie der Gouoerneurspalast wurden von Bomben allerschwersten Kalibers getroffen. Es wurde beobachtet, daß im Gelände der militärischen Anlagen des Hafens ganze Gebäudekomplexe unter der Wucht der Bombendctonationen einstürzten. Mehrere Bomben- reihen lagen quer über den Oclbehältern in der Umgebung von Marsa sowie über den Werkstatthallen der Werften. ,
Beim Airgriff eines Kampfverbandes in den Abendstunden bot La Valetta ein Bild starker Zerstörungen. Ueberall loderten Brände im Hafengebiet. Die durch direkten Sturzangriff vielfach getroffenen Flakbatterien rings um La Valetta sowie die Geschütze in den einzelnen Befestigungen haften sich von den schweren Schlägen des Tages noch nicht erholt, so daß nur mäßige Abwehr erfolgen konnte. Auch das Torpedolager Calafrana im Süden der Insel Malta war Dienstag das Ziel der deutschen Bombenangriffe. Drei 500-Kilo-Bom- ben detonierten in den Hallen und Verwaltungsgebäuden westlich der Werft. Innerhalb kurzer Zeit entstanden Großbrände. Volltreffer in Flakstellungen brachten Geschütze zum Schweigen. Bei einem Angriff auf die Flugplätze erzielten Stukas acht Volltreffer mit je 1000-
Kilo-Bomben vor den Eingängen der in den Felsen ein- gehauenen unterirdischen Boxen.' Heftige Explosionen wurden beobachtet. Auf dem Flugplatz Lucca lagen mehrere Bombrnreihen über den Barackenlagern am Nordraud des Rollfeldes. Deutsche Jäger gingen, da sie bei freier Jagd über Malta nur vereinzelt auf britische Jagdflugzeuge stießen, zu Tiefangriffen auf leichte Flakstellungen und andere militärische Ziele der Insel nieder. Nordostwärts von La Valetta blieb ein Schnellboot nach einem Angriff gestoppt liegen. Die Küstenbatterien von La Valetta wurden von leichten deutschen Kampfflugzeugen mit Sprengbomben und Bordwaffen erfolgreich bekämpft.
Deutsche Sturzkampfflugzeuge vom Muster Ju 88 unternahmen Bombenangriffe auf den Hafen Alexandria. In verschiedenen Wellen flogen die Ju 88 den britischen Flottenstützpunkt im Gebiet der Nilmündung an und stürzten sich auf das im Kriegshafen verankerte große Schwimmdock, in dem zur Zeit ein arktisches Schlachtschiff der „Queen-Elizabeth-Klasse" eingedockt ist. Unmittelbar am Schwimmdock detonierten einige Bomben schwersten Kalibers. Im Abflug beobachteten die Besatzungen der Sturzkampfflugzeuge a.uf dem Dock eine starke Explosion mit weit leuchtender Stichflamme. Trotz starker Tätigkeit der britischen Flakartillerie von Alexandria, die von über 30 Scheinwerfern unterstützt wurde, verliefen die Angriffe planmäßig. Im Schein der Leuchtbomben konnten die Ziele gut erkannt werden. Volltreffer im Hafengebiet und in den Anlagen des großen Hafengüterbahnhofs verursachten große Brände. Eutliegende Bomben- reihen brachten mehrfach Flakbatterien zum Schweigen.
Der 9. April 1940 als geschichtlicher Wendepunkt
Heute jährt sich zum zweitenmal der Tag der Besetzung Norwegens. Es ist. ein besonderes Datum in der Geschichte dieses Krieges, aber auch in der Kriegsgeschichte überhaupt. Denn es ist tatsächlich einmalig, daß eine zahlenmäßig weit unterlegene Kriegsmarine in vollem Einsatz dem Gegner «ine vor seiner Haustür liegende Küste fortnimmt. Nach einem langen Winter des Wartens und gegenseitigen Belauerns schlug diese schnelle kühnste Landungsaktion aller Zeiten wie eine Bombe in die Weltöffentlichkeit ein. Wir wissen heute, daß wir nur um wenige Stunden den Engländern zuvorgekommen sind, die den Plan verfolgten.> in Skandinavien eine Nordfront gegen das Reich aufzubauen.
Wenn auch die Besetzung und Eroberung Norwegens das gemeinsame Werk aller drei Wehrmachtsteile war, die in -glänzender Zusammenarbeit sich gegenseitig reibungslos unterstützten, so muß man doch hervorheben, daß ohne den restlosen Einsatz der gesamten deutschen Kriegsmarine die ganze Operation nicht möglich gewesen wäre. Denn die lleberfiihrung der Truppen über den Seeraum hinweg, das erste Fußfassen und die Eroberung der wichtigsten Häfen in den engen Fjorden konnte nur von der Kriegsmarine erreicht werden. Die Aufgabe war deswegen so gefahrvoll und riskant, weil sie durchgeführt werden müßte gegen einen Gegner, dessen überlegene Flotte in See war und den Befehl hatte, die Operation zu verhindern. Der Einsatz der deutschen Kriegsmarine, unterstützt von der Luftwaffe, ermöglichte es, die britische Flotte erfolgreich abzulenken und zu binden. Sogar die kühne und heroische Wikingerfahrt der deutschen Zerstörer unter ihrem unvergeßlichen Führer, Kommodore Vonte, konnte vom Feind, nicht verhindert werden. Die Eroberung und endgültige Besetzung Narviks und der wichtigsten Erzbahn, der heldenhafte Widerstand der Gebirgs- und Fallschirmjäger unter Generalleutnant Dietl, währe ohne den schneidigen Einsatz der deutschen Zerstörer und der Schlachtschiff-Kampfgruppe nicht möglich gewesen.
Auch die Niederkämpfung der norwegischen Batterien in den überaus schwierigen Fahrwassern, die Anland- setzung der ersten Truppen und die Bildung der Brückenköpfe war der Kriegsmarine zu verdanken. Sie schuf somit die Voraussetzung für das operative Eingreifen von Heer und Luftwaffe. Ohne schwere Opfer sind diese Erfolge jedoch nicht möglich gewesen. Wir gedenken hierbei besonders der Leistungen" des Admiral Luetjens, dem die Sicherung der Landungsunternehmungen gegen weit überlegene feindliche Seestreitkräfte und Fliegerangriffe hervorragend gelang und der im Mai des vergangenen Jahres beim Untergang des Schlachtschiffes „Bismarck" den Heldentod fand. Wir wissen aber heute, daß die Opfer nicht vergeblich waren, denn sie haben ihre Berechtigung im Erfolg erwiesen. In stolzer Trauer gedenkt daher die Kriegsmarine des. Heldentodes vieler tapferer Mitkämpfer und des Verlustes manchen guten Schiffes. Es war gewiß für die Führung ein schwerer Entschluß, in dieser Operation die gesamte Flotte einzusetzen, aber der Einsatz hatte doch ungeheure strategische Folgen. Der Plan des Feindes, das Reich im Norden zu umfassen und von der schwedischen Erzbasis abzuschneiden, wurde vereitelt. Darüber hinaus wurde der Gegner selbst von der Versorgung aus dem skandinavischen Naum abgeschnitten und in seiner Flanke gefaßt und überflügelt. Die deutsche Wehrmacht hatte mit dem Stoß nach Norden die Einkreisung durchbrochen und damit den offenen Atlantik erreicht, was für die zukünftigen Operationen der See- und Luftstreitkräfte von besonderer Bedeutung wurde.
Indien im schatten der japanischen Vngriffsslrategie
Sie Operationen im Oolf von vengalen — Steigende fingst -er Seiten um Vurma
DrahtberiKt unserer Berliner Schriftleitung
Dr. V. seil. Berlin» 8. April. Die verkrampften Verhandlungen, die Cripps und Roosevelts Sendling Johnson mit den Führern der indischen Parteien führen, treten immer tiefer in den Schatten der militärischen Ereignisse sowohl an der Burmafront wie im Golf von Bengalen. Von japanischer Seite wirb jetzt bestätigt, daß es sich bei dem Angriff auf Colombo am Ostersonntag nicht um ein einmaliges Unternehmen gehandelt hat, daß vielmehr von diesem Zeitpunkt an systematische Marineoperationen in den indischen Gewässern im Gange sind» in deren Verlauf die Briten schon sehr erhebliche Verluste erlitten haben. Allein an zwei Tagen fielen den japanischen Seestreitkrästen über zwanzig feindliche Schiffe zum Opfer.
Wie diese neue Entwicklung des Krieges in Asien als ein Alpdruck auf den englischen und amerikanischen Gemütern lastet, das findet seinen Niederschlag in hilflosen Kombinationen und Orakeliprüchen über die Stärke des im Golf von Bengalen operierenden japanischen Geschwaders. Man spricht von vier Flugzeugträgern, mehreren Kreuzern und zahlreichen Torpedojägern, um schließlich, wie ein Kommentator des Bostoner Rundfunks, in dem Klageseufzer zu enden, daß die Kampfkraft der japanischen Flotte leider eine unbekannte Größe bleibe. Wenn die Briten so großen Wtrt darauf legten, Klarheit zu gewinnen, so brauchten sie ja nur mit eigenen Streitktäften die Japaner zum Kampf herauszufordern. Mit ihren dunklen Örakelsprüchen unterstreichen sie nur die von den Japanern geäußerte Vermutung, daß die Briten bereits ihren Flottenrückzug aus den indischen Gewässern angetreten haben.
In London vermutet man offenbar, daß die Japaner ihr« Ziele sehr weit gesteckt haben. Der „Daily Tele
graph" spricht davon, daß vielleicht bald schon „Rußlands Burmastraße von der persischen Bucht zur sowjetischen Grenze" abgeschnitten werden könne und daß die Kesamtfront jetzt von Murmansk bis in die Bucht von Bengalen reiche. „Daily Telegraph" stellt fest, Japan habe den Kampf um die Kontrolle des indischen Ozeans eröffnet. Die japanische Strategie gehe darauf aus, Stützpunkte zu errichten, um die Seeverbindungen der Alliierten nach Indien zu kontrollieren, von wo aus Unterseeboote gegen die nach Aden und dem persischen Golf und nach Iran selbst gehenden Transporte operieren könnten.
Selbstverständlich haben die Engländer nicht die geringste Ahnung von den tatsächlichen strategischen Stärken der japanischen Kriegführung. Sie fahren einfach mit der Stange im Nebel herum, und wir geben solche Betrachtungen nur wieder, um die furchtbare Last der Sorgen zu kennzeichnen, von der heute die- Engländer bedrückt werden. Daß man sich mit solchen Problemen, wie sie der „Daily Telegraph" umreist, einmal werde beschäftigen müssen, das hat sich gewiß bei Beginn dieses Krieges kein einziger Engländer träumen lassen.
Zu den schweren Sorgen um die Entwicklung an der Seefront, die in gleicher Weis« den Ereignissen in den indischen Gewässern wie den unablässig steigenden Erfolgen unserer U-Boote im Atlantik gelten, tritt die steigende Angst um die Landfront in Burma. Eine englische Meldung aus Delhi befürchtet auch von der Lano- seite für Indien das Schlimmste, wenn die Japaner den Hafen von Akyab besetzt und die burmesischen Oel- felder erreicht haben würden. Beide Voraussetzungen sind inzwischen gegeben.
Eine Newyoxker Rundfunkmeldung bestätigt, daß die Briten fünfzig Kilometer nördlich von Prome die Oel-
felder und Oelquellen angezündet und die Raffinerien vernichtet haben. Das läßt gar keinen anderen Schluß mehr zu als den, daß sich die Briten weit nördlich von Prome in einer Meldung wird schon von Kämpfen hundert Kilometer nördlich von Prome gesprochen — in regelloser Flucht zurückziehen. Die „Times" stellt das so dar, daß die britische Front in Burma zuriick- verlegt werden müsse, weil man Stellungen beziehen wolle, die bessere Verteidigungsmöglichkeiten gegen die immer stärkere Konzentration japanischer Streitkräfte böten.
Der Sender Boston stellt eine Ueberlegenheit der Japaner im Verhältnis vier zu eins fest und meint, daß die Japaner nicht in erster Linie darum in den Besitz der Oelquellen kommen wollten, weil sie das Oel brauchten — das hat man also nach der Besetzung von Holländisch-Jndien durch die Japaner eingesehen —, sondern um die Oelzufuhren nach China abzuschneiden.. Das besorgen ja nun die Briten durch ihre Zerstörungen schon allein. Stöhnend beklagt der „Daily Telegraph" die britische Ohnmacht: „Die Japaner werben noch auf unbestimmte Zeit hin zu Lande und in der Luft den alliierten Truppen zahlenmäßig überlegen sein, und wir müssen damit rechnen, daß die alliierten Truppen in Burma in den unmittelbar bevorstehenden Wochen vor harte Belastungsproben gestellt werden. „Dann kommt der billige Trost, daß in etwa acht Wochen ungünstiges Wetter für militärisch« Operationen einsetzen werde. Aber was sich in diesen acht Wochen alles noch ereignen kann, das ist die Frage. Jedenfalls wird Mister Cripps die Verhandlungen in Indien nicht so lange hinauszögern können. Er hat nicht die Zeit, und die Inder werden auch nicht mehr warten wollen.
Die Kriegsmarine hat Schulter an Schulter mit Heer und Luftwaffe die stolze Aufgabe gemeistert und durchgeführt, die für alle Zeiten ein Ruhmesblatt in ihrer Geschichte sein wird. Unglaublich vielseitig waren die Anforderungen, die an die' Kampfkraft und Organisationskunst der deutschen Offiziere und Matrosen gestellt wurden. Gerade in den ersten kritischen Tagen galt es,
MM»IIMI»INIIII»»»IIINMttI»II»IIII»»»IIININIII»„I IIM»III»„IIIIIIMMNIIl»
Unsere ll-Boote versenkten erneut 16 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 104 000 BRT. vor der amerikanischen und afrikanischen Küste.
An der Ostfront wurden die deutschen Aygriffs- unternehmungen erfolgreich fortgesetzt.
In der Ost-Cqrenaika mußte der Feind vorgeschobene Stellungen räumen.
Wirkungsvolle deutsche Luftangriffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Humber-MLndung, gegen Alexandria und Malta.
Sechs britenhörige norwegische Schiffe wurden bei einem Durchbruchsversuch von Schweden nach England versenkt.
Im Verlpus der Operationen um Ceylon haben japanische Marinestreitkräste bisher über 20 britische Einheiten versenkt.
Die Kriegsbeute der Japaner auf Java umfaßt neben 82 000 Gefangenen riesige Mengen an Material.
Wieder wurden Schwarzschlächtex zum Tode verurteilt.
Im Gau Weser-Ems wurden am „Tag der Wehrmacht" über 759 000 Mark ftir das Kriegs-WHW. gesammelt.
Der Gauleiter gratulierte dem Sportverein Werder zur Erringung der Niedersachsenmeisterschaft im Fußball.