Ausgabe 
(4.4.1942) Nr. 94
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bremer Nlung

parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremen

Die 1 null hohe und 22 oaw breite Zeile Im Anzeigenteil 13 H-/. Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zeile Iw7"'kell 75^-k. Ermäß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstaffel O. Geschäftsstellen: Bremen: Gceren 6'8, Ruf 219 31; Nachtruf und sonntags 247 63; Obernstr. 86. Rut 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhof' , Ecke Poststr., Ruf 4 34 58; Vr Vegesock, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str'4V43. Ruf 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmMches verkündungsblalt des veichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 94/12. Zahrgang

Ostern 1942

kinzelpreis 15 Npf.

Die Sowjetlioftnungen gescheitert

In -en ersten drei Monaten dieses Jastres verloren die Volschewisten 1V412S vefangene, 2167 Panzer, 2S1S 6efchüye und 2720 Flugzeuge

SelbstschwSchung des Feindes

Maßlose Enttäuschung in England

Aus dem Führerhauptquartier, 4. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Donezgebiet und im mittleren Abschnitt der Ostfront führten die Sowjets vereinzelte Angriffe. Sie wurden unter schwersten Verlusten des Gegners abgewiesen. Eigene Angriffsunternehmungen waren erfolgreich. Im nördlichen Frontabschnitt stärkere Kampftätigkeit. Allein im Abschnitt eines Armeekorps wurden 15 feindliche Panzer vernichtet. Kampf- und Jagdfliegerverbände griffen militärische Anlagen in Murmansk mit starker Wirkung an; im Hafen wurde ein Handelsschiff durch Bombenwurf beschädigt. Die Sturmgeschützabteilung 197 hat seit Beginn des Ostfeldzuges 200 feindliche Panzer abgeschossen.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres erlitten die Volschewisten bei ihren erfolglosen Versuchen, die deutsche Ostfront ins Wanken zu bringen, sowie bei deut­schen- Angriffsunternehmungen schwerste Verluste an Menschen und Material. Neben besonders hohen Aus­fällen an Toten verlor der Feind in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1942:

194128 Gefangene, ^

2167 Panzer und 2 519 Geschütze.

Zwölf Vrltensiugreuge abgeschossen

Berlin, 4. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, erlitten in den Mittagsstunden des 4. April die Briten bei einem Angriff an der Kanalküste eine erneute schwere Niederlage. In Beglei­tung von zahlreichen Jagdflugzeugen vom Muster Spit- fire versuchten über ein Dutzend zweimotoriger briti­scher Bombenflugzeuge in den belgisch-französischen Raum einzudringen. Die deutsche Abwehr setzte schlag­artig mit Jägern und Flakartillerie aller Kaliber ein. Die feindlichen Flugzeuge wurden in erbitterten Luft­kämpfen gestellt oder gerieten in schwerstes Abwehr­feuer. I» kürzester Zeit war der britische Verband zer­sprengt und vom Ziel abgedrängt. Es kam nur zu ver­einzelten Bombenwürfen, die keine Schäden anrichteten. Nach bisherigen Meldungen wurden zwölf britische Flugzeuge abgeschossen. Der Rest des Verbandes drehte wieder über See ab, nachdem der feindliche Angriff an der schnellen und starken deutschen Abwehr gescheitert war. An diesem Erfolg waren deutsche Jagdflugzeuge vom Muster „Focke-Wulf" hervorragend beteiligt. Sämtliche deutschen Flugzeuge kehrten wohlbehalten zu ihren Flugplätzen zurück.

IM dem Mterkreur ausgeieichnek

Berli», 4. April. Der Führer verlieh aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Haupt­mann Christi, Eruppenkommandeur in einem Zer­störergeschwader; Oberleutnant Kiel, Flugzeugführer in einem Zerstörergeschwader; Oberfeldwebel Orth, Zugführer in einem Sturmregiment. Oberfeldwebel Orth starb in soldatischer Pflichterfüllung im März den Hel­dentod.

Drahtbericht unseres Vertreters

krv. Stockholm, 4. April. Roosevelts Sonderbeauf­tragter für Indien, Johnson, ist in Neu-Delhi nicht etwa allein, sondern mit einer kleinen Gruppe von Sachver­ständigen angelangt, die offenbar bei Roosevelts soge­nannten „Vermittlungsversuchen" mitwirken, also die USA.-Jntervention in massive Form bringen sollen. Die Engländer sind stumm. Sie erwähnen das Eintreffen der vielköpfigen amerikanischen Delegation nur beiläufig und suchen sie zwar den Indern gegenüber zur Ver­schärfung ihres eigenen Drucks auf Kompromißbereit­schaft auszunutzen, aber^sonst nicht gerade in bengalische Beleuchtung zu setzen.

Es fehlt nicht viel und Roosevelts Beauftragter hätte nicht allein zwischen Engländern und Indern, sondern auch zwischen Cripps und den englischen Generalen ver­mitteln können. Die Unterhaltung zwischen Cripps und Wavell hat sich in Formen abgespielt, die den gespannten Zustand deutlich erraten lassen. Cripps, obwohl Minister und mit der ganzen Machtfülle eines Vertreters des Krkegskabinetts ausgestattet, mutzte sich zu Wavell in dessen Hauptquartier begeben. Die Unterredung dauerte eineinhalb Stunden. Schließlich erklärte sich Töavell be­reit, Nehru und Azad zu einer persönlichen Besprechung über Cripps neue Kompromihvorschläge am Sonnabend zu empfangen. Er wollte hierbei, wie in London ver­lautet, päzisieren, auf welchen Gebieten der Verteidigung Indien die unbeschränkte Macht behalten solle. Er will aber gleichzeitig sein Programm darlegen, „nicht bloß zur Verteidigung Indiens, sondern auch zum Siege".- Allerdings mit dem Zusatz, datz er hierüber die Hilfe jener Verstärkung benötige, die England mit seinem ganzen Plan aus Indien herauspressor will. Die Frage sei nun, wie die Grenzen zwischen politischer und mili- nirischer Verantwortung gezogen und so gefaßt werden

l Die sowjetischen Luftstreitkräfte verloren während der ! gleichen Zeit:

1 765 Flugzeuge in Luftkämpfen»

256 Flugzeuge durch Flakartillerie,

595 Flugzeuge durch Zerstörung am Boden und 116 Flugzeuge, die durch Verbände des Heeres abgeschossen wurden."

»

är. w scb. Am Heldengedenktaa hat der Führer schon für die nahe Zukunft das Urteil der Geschichte darüber herausgefordert, ob es von den Sowjets richtig war, Hekatomben von Menschenleben in einer sinnlosen Win­teroffensive zu opfern. Auch den Engländern und Ame­rikanern, die so maßlose Hoffnungen auf die sowjetischen Anstrengungen gesetzt hatten und frenetisch Beifall klatschten, wenn der Blut-säufer Stalin die Hunderttau­sende rücksichtslos in den Tod trieb, ist allmählich angst und bange geworden. Darüber ist man sich sogar im geg­nerischen Lager inzwischen klar geworden, daß die Opfe­rung der sowjetischen Soldaten und des Materials ein Wahnsinn war, wenn durch diesen letzten Einsatz nicht die Wende des Krieges herbeigeführt werden konnte.

Man ist bereits so weit gegangen, den bolschewistischen Generälen Vorwürfe deswegen zu machen, daß sie ihre

könnten, daß beide Parteien sich sicher fühlten. Hiervon hänge das ganze Schicksal der Verhandlungen ab. Wavell hat sich inzwischen auch zu einem Empfang des Moslem- Führers Jinnah bereiterklärt.

Zu welchen Hilfsmitteln die Engländer greifen, um den Stand der Verhandlungen zu verbergen, geht aus Folgendem hervor: Nach der offiziösen Londoner Ver­lautbarung soll der Nationalkongreß die Entschließung seines Arbeitsausschusses sozusagen aus Taktgefühl, um keinesfalls den Fortgang der Verhandlungen zu gefähr­den, bisher unveröffentlicht gelassen haben. In Wirk­lichkeit ist der Aufschub der Veröffentlichung auf Cripps' dringendes Begehren erfolgt. Nach neuen Londoner Angaben ist die Ablehnung der englischen Vorschläge er­folgt, weil sie eine Aufforderung an „zersetzende und reaktionäre Elemente" darstellt und die Schaffung einer indischen nationalen Einheit nicht garantieren könnte.

Cripps hat die ihm übermittelten Einwendungen nicht als unmöglich zurückgewiesen, obwohl sie, wie sich jetzt herausstellt, nicht bloß das Verteidigungswesen und den Jnterims-Zustand, sondern auch so grundsätzliche Punkte betreffen, wie die Hinzuziehung der Fürsten zur verfassungebenden Versammlung, wodurch nach Ansicht des Nationalkongresses nur ein Viertel aller Vertreter auf demokratischer Basis zustande komme, 89 Prozent der Gesamtbevölkerung jedoch vom direkten Wahlrecht ausgeschlossen würden. Die Kongreßantwort soll an­geblich hier die Wendung enthalten, daß die Errichtung von England abhängiger „Ulster-Staaten" zur Balka- njsierung Indiens führen könnte. Von englischer Seite wird angedeutet, daß es immerhin nicht unmöglich sei, eine Verständigung in diesem Punkte zu erreichen, wenn der Kongreß im Hauptpunkt, dem Wehrwesen, entgegen­kommen sollte. So „weich" sind die Engländer also be-

Armeen vor dem Beginn der deutschen Offensive so furchtbar geschwächt hätte». Der englische Militärschrift­steller Liddel Hart riet dieser Tage den Sowjets, be­schleunigt ihre ausgestreckten Fühlhörner wieder «inzu- ziehen, und der Moskauer Berichterstatter der „Times" wußte, warum er darüber klagte» daß die Sowjets es teuer hätten bezahlen müssen, daß sie den Winter nicht mit Abwarten verbrachten.

Die im letzten Bericht des Oberkommandos der Wehr­macht genannten Ziffern über die Sowjetverluste in den ersten drei Monaten dieses Jahres geben nur eine An­deutung von dem Ausmaß, in dem sich die Bolschewiken ausgeblutet haben. Die ..besonders hohen Ausfälle cm Toten" sind in diesen- Zahlen nicht enthalten. Wir wissen aber aus vielen persönlichen Berichten, aus den Darstellungen unserer Kriegsberichter und aus den vielen Aufnahmen, die in den letzten Wochen von der Ostfront nach der Heimat gelangt sind, wie die sinnlos zum Sturm vorgeschickten Sowjettruppen reihenweise vor den deutschen Linien niedergemäht wurden. Vor den deut­schen Gräben und Bunkern liegen Leichenberge im wah­ren Sinne des Wortes. Neben ihnen dürfen die rund hunderttausend Gefangenen, die die Sowjets bei ihren gescheiterten Angriffen seit Beginn der Jahres in un- (Fortsetzung auf Seite 2s

reits geworden, daß sie vorher so stolz und unnahbar — jetzt an den wichtigsten Punkten ihrer Vorschläge rütteln lassen.

Die ganze Art, wie die Engländer durch markierte äußerste Kompromißbereitschaft den Druck aus die indi­schen Gruppen aufs äußerste steigern wollen; wird be­leuchtet durch folgende Wendung eiiter Reuter-Darstel­lung aus Neu-Delhi: Gewisse Kreise der Kongreßpartei seien der Ansicht, daß man, so schwierig die Lage auch in bezug aus die englischen Vorschläge geworden sei, doch noch zu einer Schlußlösung gelangen könnte. Cripps sei weiter bereit, alle Ausblicke zu prüfen, um eine befrie­digende Lösung zu erreichen. „Das allgemeine Gefühl geht dahin, daß der Fortgang der kommenden Verhand­lungen davon abhängt, in wie hohem Grade die eng­lische Regierung bereit ist, sich nach den indischen Ge­sichtspunkten zu richten.

United Preß sagt daher in einem Kabel aus Neu- Delhi: „Die Angaben, wonach Cripps aus London die Ermächtigung erhalten habe, nach eigenem Ermessen über eine neue Lösung zu verhandeln, habe in Neu- Delhi wenig Optimismus hervorgerufen." Die amerika­nische Agentur glaubt offensichtlich mehr an Johnson als an Cripps. Der USA.-Beauftragte ist. wie ver­lautet, sofort an die Arbeit gegangen.

Die Absage-Erklärung der Sikhs und der „Parias" enthält übrigens Wendungen, die auf ernste Risiken hin­deuten falls die Engländer etwa eine Durchführung ihrer Vorschläge mit allen Mitteln versuchen sollten. Die Kastenlosen sagen z. B., sie seien fest. entschlossen, sich jeder Folgerung aus den Vorschlägen zu widersetzen, die ihr Los verschlechtern könnten. Die Sikhs sagen, sie würden sich mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mit­teln einer Absprengung des Pandschab aus der indischen Union widersetzen.

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Von XrisAsdericktsr klsinr Tdiel

l>L Wenn von den Leistungen der deutschen Wehr­macht im Kampf gegen die Sowjetunion gesprochen wird, muß als erster immer der deutsche Infan­terist genannt werden. Mögen die modernen Heere auch in ihrer Mechanisierung und Technisierung mit je­dem Jahr weiter voranschreiten — der Feldzug in der Sowjetunion hat bewiesen, daß kein Meter Erdboden unser Besitz genannt werden kann, der nicht vom In­fanteristen erkämpft wurde. Wenn der Krieg der Vater aller Dinge ist, dann ist der Infanterist der Maßstab aller Dinge in diesem Kriege. Seit dem Morgen des 22 Juni, da um 3.05 Uhr in den deutschen Städten des Ostens die häuserhohen Bretterwände krachend zerbar­sten, die bis dahin die deutsch-sowjetische Grenze gebil­det hatteni steht er in dem bisher schwersten und entscheidungsvollsten Kampf. Manchmal ist es einem, als hätten sich auf dem Boden der Sowjet­union alle Schwierigkeiten und Hindernisse dieser Welt zusammengefunden, um sich gegen den deutschen Solda­ten zu verbinden. Denn:

Die Sowjetunion war die größte Militär­macht, die e5 auf der Welt gab. Als Werkzeug der Weltrevolution ist unter den brutalen Terrormaßnah­men des bolschewistischen Regimes eine Armee geschaf­fen worden, wie es — an der Zahl des Materials und der bewaffneten Menschen gemessen — keine zweite. Macht gibt. Die bolschewistische Bevölkerung hat diese Aufrüstung mit einem Elend bezahlt, wie es ebenfalls in der Welt ohne Beispiel ist und alle für uns her­kömmlichen Begriffe übersteigt. Oder könnte sich — um nur ein Beispiel unter Tausenden zu nennen — eine deutsche Hausfrau vorstellen, ihr Leben in einem dunk­len'Keller verbringen zu müssen und aus alten Kon­servendosen zu essen, während der einzige blecherne Löf­fel im „Haus" von Mund zu Mund geht?!

Neben den Kampf gegen eine übermächtige Zahl tritt etwas anderes: Die Sowjetunion ist keine Volkseinheit wie die unseres Reiches, sondern, wie ihr Name sagt, die Zusammenfassung von rund 50 verschiedenen Völker­schaften, die auf niedrigster Kulturstufe stehen. Sie sind Naturmenschen und deshalb nicht unkriegerisch oder gar feige. Sie sind Jäger, Trapper und Waldläufer und mit der Natur des Landes, den unermeßlichen Sümpfen und Urwäldern von Kindheit an vertraut. Sie verstehen, sich zu tarnen und anzuschleichen wie die Tiere, die in diesen Wäldern leben. Sie müssen also zunächst kulturell höher­stehenden Menschen, deren größter Teil gewohnt ist; in Großstädten zu leben und denen im Verlaufe ihrer Ent- wicktting das instinkthafte Verbundensein mit den Kräf­ten der Natur verlorengegangen ist, überlegen sein.

Primitive Völker bedürfen nicht vieler Ueberwin­dung, um tapfer zu kämpfen. Sie stehen, ohne zu fragen dort, wo sie hingestellt werden, und sterben mit der gleichen bedenkenlosen Selbstverständlichkeit, mit der sie kämpfen. Menschen eines Volkes, das auf Jahrtausende seiner Geschichte stolz zurückblickt, das kulturelle und materielle Dinge geschaffen hat, die das Leben erst lebenswert erscheinen lassen, stehen immer in einem ge­wissen Zwiespalt vor dem Tode, den es erst zu über­winden gilt, um im Feuer des Krieges als Kämpfer bestehen zu können Sie kämpfen nur für eine Sachs, von deren Gerechtigkeit und Notwendigkeit sie im In­nern überzeugt sind, dann allerdings mit einer Leiden-> schaft, der andere nichts Gleiches entgegenzusetzen haben. Auch dafür ist der Kampf in der Sowjetunion ein be­redtes Beispiel.

Wer die Sowjetarmee zu verstehen versucht, stößt auf ein System der Bespitzelung und des Ter­rors, das unseren Hirnen so unbegreiflich erscheint, daß die Menschen in der Heimat nur allzu leicht ge­neigt sind, Schilderungen aus der Sowjetunion in Feld­postbriefen oder persönliche Erzählungen als Uebertrei­bungen hinzustellen. Dieser Terror findet seinen Aus­druck in der Erziehung der Sowjetarmisten zu Verschla­genheit. Hinterlist, viehischer Brutalität und im haß-

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Im ersten Vierteljahr 1942 verloren die Sowjets außer den Toten über 166 666 Gefangene, 2726 Flug­zeuge, 2167 Panzer und 2519 Geschütze.

In zwei Monaten wurden durch Luftwaffe und Kriegsmarine 41 feindliche Kriegsschiffe vernichtet. Seit Kriegsbeginn versenkte die Kriegsmarine und Luftwaffe über 16 Millionen BRT.

Feldmarschall Mannerheim stattete General Dietl in seinem Hauptquartier einen Besuch ab.

Ein japanischer Tanker versenkte ein feindliches U-Boot.

Nach den letzten Meldungen befindet sich die feind­liche Burma-Front in voller Auflösung.

Die Bremer Kriminalpolizei sucht wichtige Zeuge« für eine gestern in der Rutenstraße verübte Mord­tat.

In einem Bremer Schlachtereibetrieb wurden schwere Verfehlungen gegen die Kriegswirtschaftsverord­nung festgestellt.

Werder sicherte sich durch einen Sieg über VfL. Osnabrück zwei weitere Punkte zur Meisterschaft. Europameister teu Hoff unterlag überraschend dem Olympiasieger Runge.

Ver deutsche welirmachtsberlcht vom freltag

In zwei Monaten 41 feindliche Kriegsschiffe versenkt

Aus dem Führerhauptquartiee, 3. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Trotz heftiger örtlicher Vorstöße des Gegners ist im ganzen ein Nachlassen der feindlichen Angrissstätigkeit im Osten fest­zustellen. Bei eigenen Angriffsunternehmungen wurde eine größere Anzahl von Ortschaften genommen. An der Kaukasusküste warfen Kampfflugzeuge einen großen sowjetischen Tanker in Brand. Im Seegebiet von Kertsch wurde ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf be­schädigt.

In Nordafrika erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer auf zwei feindlichen Handelsschiffen bei Tobruk. In Luft­kämpfen wurden sechs britische Flugzeuge abgeschossen. Die Luftangriffe auf militärische Anlagen in La Äaletta und auf Flugplätzen der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger vier britische Flugzeuge ab. In der Nacht zum 3. April griffen deutsche Kampfflugzeuge kriegswichtige Ziele und die Hafenanlagen in Dover und Portland an. Starke Brände und Explosionen wurden beobachtet.

In den Monaten Februar und März führte die deutsche Kriegsmarine neben ihrem Kampf gegen die feindliche Bersorgungsfchiffahrt auch erfolgreiche Unter­nehmungen gegen die Seestreitkräfte Großbritanniens und der Vereinigten Staaten durch. In diesen beiden Monaten versenkte die deutsche Kriegsmarine: Einen Kreuzer der Leander-Klasse, acht Zerstörer, drei Kor­vetten, vier Torpedoboote, zwölf Motortorpedo- und Motorkanonenboote, fünf Vewachungsfahrzeuge und drei llnterseebootjäger. Außerdem versenkte die deutsche Luft­waffe: Zwei Motorkanonenboote, drei Bewachungsfahr­zeuge. Ferner wurden durch Kampfhandlungen deutscher Seestreitkräfte und durch Luftangriffe 37 feindliche Kriegsschiffe beschädigt, darunter: Zehn Kreuzer, elf Zerstörer und fünf Unterseeboote."

Die genannten Ziffern über die Erfolge des Kampfes der Kriegsmarine und der Luftwaffe unterstreichen die am Vortage gemeldete Rekordziffer im Kampf gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt. Bei den versenkten geg­nerischen Einheiten handelt es sich nämlich in der Haupt­sache um solche, die zum Schutz der Eeleitzüge eingesetzt waren. Ihr Ausfall bedeutet also eine Erschwerung des Geleitzugsystems. Die hohe Zahl der versenkten und beschädigten Zerstörer, Motortorpedo- und Motor­kanonenboote hängt zum Teil mit dem vollkommenen Fiasko des britischen Landungsoersuches bei St. Nazaire zusammen.

Insgesamt über 16 Millionen VM....

Berlin, 4. April. Durch das Versenkungsergebnis des Monats März sind in der Statistik des Handelskrie­ges gegen die britische und amerikanische Bersorgungs- schiffahrt drei neue Millionenziffern überschritten wor­den. Kriegsmarine und Luftwaffe zusammen liegen mit ihren Erfolgen über 16 Millionen BRT. Die Kriegs­marine Überschritt die 12-Millio«en-Ziffer, davon allein die U-Boot-Wafse die 9-Millionen-Zifser. Es wurden feit dem 3. September 1939 versenkt:

Durch Kriegsmarine und Luftwaffe 16,274 Millionen BRT.. durch die Kriegsmarine 12,678 Mill. BRT.» da­von durch die Unterseeboote 9,632 Mill. BRT., durch die Luftwaffe 4,196 Mill. BRT. Die Luftwaffe hatte die 4-Millionen-Erenze mit dem Januar-Ergebnis über­schritten. Die Unterseeboote haben seit ihrem ersten Auf­treten vor der amerikanischen Küste die 8- und 9-Millio- nen-Grenze überschritten. Auch die Ueberwasserstreit- kräfte der Kriegsmarine sind laufend an den steigenden Erfolgen beteiligt.

Noosevelts Indien-Veaustragter geht an die flrbeit

wavell verhandelt mli Nehru und Jinnab / steußerster druck aus die Inder durch scheinbare Kampromlstbereltlchasr