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Mim
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmisblott des legierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmliiches verkündungsblalt des leichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 8Z / 12. Jahrgang
Zreitag, Z. flpril 1S42
kinzelpreis 15 Npf.
In einem Monat: S4KS00 vill. versenkt
Ver krfolg unserer Kriegsmarine und Luftwaffe gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt
WS Handelsschiffe im Mär, .. .
Außerdem 39 Schiffe schwer beschädigt
Aus dem Führer Hauptquartier, 2. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten erlitt der Feind bei seinen in mehreren Ab- - schnitten der Front andauernden Angriffen sowie bei eigenen Angrisfsunternehmungen wieder hohe Verluste. Schwere Artillerie nahm kriegswichtige Anlagen s in den Vorstädten von Leningrad mit beobachteter Wirkung unter Feuer. Die Sowjetluftwasfe verlor am gestrigen Tage in Luftkämpsen und durch Zerstörung am ! Boden 45 Flugzeuge.
i In Nordasrika wurden Flugplätze und Zeltlager in der Marmarica sowie die Wiistenbahn und britische Krastfahrzeugkolonnen im ägyptischen Küstengebiet erst- solgreich bombardiert. Rollende Angriffe starker Kamps- und Jagdsliegerverbände richteten sich bei Tag und !f Nacht gegen militärische Anlagen der Insel Malta. ' Volltreffer in Flugzeughallen, Unterkünften und zwischen abgestellten Flugzeugen riefen starke Brände und Explosionen hervor. Britische Flakstellungen wurden niedergekämpft. Im Hasen von La Valetta erhielten Unterseeboote und Zerstörer des Feindes Bombenvoll- treffer. In Luftkämpsen wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen. Italienische Bomber griffen mit gutem Erfolg die britische Festung Gibraltar an. Störangriffe britischer Bomber richteten sich in der k letzten Nacht gegen das westliche Reichsgebiet. Die s Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Der wirtschaftliche Schaden ist gering. Nachtjäger und Flakartillerie schössen elf der angreifenden Bomber ab.
Der Kampf gegen die Vcrsorgungsschisfahrt Groh- k -ritanniens und der Vereinigten Staaten brachte im Monat März große Erfolge. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 185 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 64K 988 BRT. An diesem Erfolg ist die deutsche
Neue MikeekreustrSger
Berlin, 2. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Conrad Heus, Bataillonsführer in einem Infanterie- Regiment; Oberleutnant Peter Nebel, Batteriechef in einer Sturmgeschiitzabteilung.
20 englische slugieugoeelustel
In Stockholm, 2. April. (Eigener Draht- bericht.) Das englische Luftfahrtministerium gibt zu. daß 28 englische Bomber von Operationen in der letzten Nacht gegen das Festland nicht zurückgekehrt sind. Aus dem Bereich des Pazifik-Kriegsschauplatzes wird der Verlust von weiteren fünf Flugzeugen eingeräumt.
U-Voot-Waffe durch die Versenkung von 91 Schiffen mit zusammen 584 988 BRT. beteiligt. Außerdem wurden weitere 39 Handelsschiffe des Feindes durch Torpedo- oder Bombentreffer schwer beschädigt."
Wie das Oberkommando der LHchrmacht weiter mitteilt, konnten im Raum nördlich Orel Truppen einer
Panzerdivision die Volschewisten aus ihren Stellungen herauswerfen und zurücktreiben. Dabei kam es zu harten Kämpfen um eine stark ausgebaute Stellung, die nach Zerschlagung von 29 Bunkern durch die deutschen Truppen genommen wurde. Eine niedersächsische Panzerdivision wies erneut starke feindliche Angriffe zurück.
VrasMens eigene Schuld
Völkerrecht und ljandelskries an der Vstküste der Vereinigten Staaten
Berlin, 2. April.
Die Tatsache, daß in letzter Zeit an der nordamerika- nischen Küste auch vier brasilianische Schiffe versenkt wurden, hat der Feindpropaganda Anlaß gegeben, mit der Behauptung deutschen völkerrechtswidrigen Vorgehens Vergeltungsmaßnahmen zu begründen und zu rechtfertigen. Demgegenüber muß mit allem Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß Deutschland bei Kriegsausbruch fest entschlossen war, die Gesetze des Völkerrechts und seine Verpflichtungen für die Kriegsverwendung seiner U-Boolswaffe streng zu beachten — vorausgesetzt, daß auch Deutschlands Gegner dies taten. Die wesentlichste und ausschlaggebende Voraussetzung war, daß Handelsschiffe in jeder Hinsicht ihre Eigenschaft als friedliche Fahrzeuge strikt bewahrten, d. h. daß sie unbewaffnet blieben und sich jeder unmittelbaren oder mittelbaren Handlung zugunsten einer der kriegführenden Parteien enthielten. Eine unmittelbare feindliche ^etätigung ist gegeben, wenn das Handelsschiff an Kriegshandlungen aktiv teilnimmt, wenn es beim Anhalten Manöver gegen das anhaltende Kriegsschiff unternimmt, die als feindseliger Akt (z. B. Rammversuch) anzusehen sind, wenn es sich der Anhal- tung durch Flucht zu entziehen sucht und auf den Warnungsschuß nicht stoppt. Gleiches gilt, wenn es Feindnachrichten übermittelt und eigene Beobachtungen an Kriegsschiffe oder Funkstellen der Kriegführenden weitergibt, bzw. Feindschutz und Feindgeleit durch Sich- einfügen in Eeleitzüge eines Kriegführenden annimmt und schließlich, wenn es unter Verstoß gegen die Gesetze der Lichterführung nachts ohne Lichter fährt oder in Aufschrift, Abzeichen,' Flagge uno sonstwie Täuschungen versucht und begeht.
Mit der allgemeinen Bewaffnung ihrer Handelsflotten haben England und die USA. ihren Schiffen den Charakter friedlicher Handelsfahrer genommen. Durch das Zusammenarbeiten mit anglo-amerikanischen Kriegsschiffen, durch Nachrichtenübermittlung über das Sichten deutscher Kriegsschiffe und Offensivhandlungen gegen deutsche See- und Luftstreitkräfte haben die Handelsschiffe unferer Gegner sich der Seekriegführung aktiv eingereiht und damit Deutschland zu verschärftem Vor
gehen gegen die Handelsschiffe der Alliierten gezwungen. Während in den weiten Seeräumen der Ozeane der Seehandel der Neutralen sich frei von jeder Beschränkung vollziehen kann und sich hier der deutsche U-Voots- kommandant streng an die anerkannten Regeln des internationalen Rechtes hält, war Deutschland gezwungen, nach dem Vorbild Englands in den beiden Weltkriegen bestimmte Seegebiete zu „Operationsgebieten" zu erklären, in denen es eine friedliche, militärisch unbe- drohte und unbeschützte Schiffahrt nicht mehr gibt. In diesen Operationsgebieten setzt sich jedes dort verkehrende Schiff der Vernichtungsgefahr aus, nicht anders als ein friedlicher Bürger, der trotz Verwarnung im Vorgelände einer belagerten oder angegriffenen Festung spazieren geht.
Deutschland ist trotz des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen seitens Brasiliens angesichts dieser »»neutralen Haltung nicht dazu übergegangen, die Handelsschiffe brasilianischer Flagge als nicht neutrale zu behandeln, sondern die deutschen U-Boote verfuhren außerhalb der-Operationsgebiete diesen Schiffen gegenüber grundsätzlich nach den Regeln des prifenrechtlichen Anhalte- und Durchsuchungsoersahrens und bejahten die Regeln des Londoner U-Boots-Controls. Das setzt aber voraus, daß die brasilianischen Schiffe als solche eines nichtkriegsiihrenden Staates einwandfrei erkennbar sind, sich völlig friedfertig verhalten und zu keinen Verwechslungen mit Feindschiffen Anlaß geben. Es steht demgegenüber fest, daß brasilianische Handelsschiffe leichtfertig oder aus Verlangen der USA. ihre brasilianischen Abzeichen überpinselt und sich mit grauem Anstrich versehen haben, daß sie bei Tage ohne Flagge, bei Nacht ohne Lichter und in Zickzackkursen fahren, womit sie sich völlig wie Feindschiffe verhalten. Wenn jetzt von Brasilien die Einstellung der Fahrten ihrer Handelsflotte nach Häfen der USA. verfügt und die Bewaffnung der brasilianischen Dampfer beschlossen wurde, so darf man sich in Brasilien nicht beklagen, wenn als Folge» gegen ihre bewaffneten Schiffe nach Kriegsrecht vorgegangen wird, wenn sie wieder in Fahrt gesetzt werden. Deutschland trägt an dieser Verschärfung und ihren Folgen keinerlei Schuld! Vmsackwiral Lksikksr
Viermal Nein aus Indien — tripps reift nicht ab
Neue krpreffungsmanöver der plulokraten / Sie indischen Parteien lassen sich nicht ködern
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
ckr. v. soll. Berlin, 2. April. Am kommenden Montag wollte Stafford Cripps nach seinem ursprünglichen Plan wieder aus Indien abreisen. Bei seiner Ankunft war seine Brust geschwellt von der Hoffnung, daß er bis zu diesem Zeitpunkt nach London würde berichten können: „Ich kam, sah und siegte." Inzwischen hat sich die Lage so versteift, daß Cripps nunmehr in einer Pressekonferenz seinen Entschluß bekanntgeben mußte, noch einige Zeit länger in Indien zu bleiben, um „vielleicht" die entstandenen Schwierigkeiten doch noch zu beseitigen. Die bis jetzt erkennbar gewordene Reaktion des indischen Volkes und seiner Vertreter zeigt sehr deutlich, daß die Worte von Subhas Chandra Böse trotz aller britischen Absperrungsmaßnahmen an das Ohr des indischen Volkes gedrungen sind und daß Böse tatsächlich der Vertreter der im indischen Volke lebendigen Auffassungen und Wünsche ist, die England nach wie vor mit den Mitteln der Gewaltpolitik unterdrückt.
Es liegen jetzt bereits von vier verschiedenen Stellen indische Entscheidungen vor, in denen dem erneuten britischen Betrugsmanöver, wie es sich in den Vorschlägen von Cripps spiegelt, ein entschiedenes und eindeutiges Nein entgegengestellt wird. Nachdem die Sikhs es abgelehnt haben» „daß das indische Volk der Barmherzigkeit derer ausgeliefert wird, die es enteignen", haben nacheinander die indische Nationalistenpartei und eine weitere einflußreiche Partei, die Hindu Maha- fabha, nach Neutermeldungen aus Neu-Delhi die Vor- fchläge von Cripps als ganz oder teilweise unannehmbar abgelehnt. Da es sich bei der Hindu Mahasabha um die religiös-moralische Autorität der Hindus handelt, kann der Beschluß dieses „großen Rates" von ausschlaggebender Bedeutung auch für die Kongrehpartei, für die größte politische Organisation der Hindus werden. Nach den letzten Meldungen hat nun auch schon der Arbeitsausschuß des indischen Kongresses, der größten politischen Organisation der Hindus, mit mehr als Zweidrittelmehrheit den von Cripps überbrachten englischen Regierungsvorschlag abgelehnt.
Daß man unter diesen Umständen in London und in Washington im Hinblick auf die weitere Entwicklung des politischen. Kampfes in Indien sehr schwarz zu sehen beginnt, ist verständlich. Die düstere Stimmung in London kennzeichnet ein neutraler Berichterstatter so, daß, obwohl dort inzwischen niemand dem Ergebnis der Verhandlungen vorgreifen wolle, die Befürchtung eines Mißerfolges alle inneren Erörterungen überschatte. Die Haltung der Kongreßpartei wird so charakterisiert, daß sie die vom englischen Gesichtspunkt aus unerfüllbare Forderung stelle, daß Indien fofort die, Leitung der
Landesverteidigung übernehmen müsse, während Cripps höchstens bereit wäre, ein indisches Mitglied mit beratender Stimme für die Verteidigungskoordination unter General Wavell zuzugestehen. Deutlicher als in dieser -zentralen Stimme aus London kann das Betrugsmanöver der Cripps-Mission kaum charakterisiert werden. Da es sich zeigt, daß die Inder nicht frisch-fröhlich und naiv auf die britischen Leimruten gehen wollen, verliert man in der steigenden Nervosität in London wieder die Haltung und geht zu Drohungen über. Die endgültige -Abweisung des Angebotes, so sagt man jetzt, müsse von London als Zeichen dafür angesehen werden, daß die indischen Völker nicht fähig seien, inpere Streitigkeiten zu beheben. Dies bedeute aber eine Rechtfertigung für das bisherige Zaudern, ihnen die Selbstverwaltung einzuräumen. Auch hier also wieder ganz unmißverständlich das Eingeständnis der völligen inneren Unwahrhaftigkeit der Vorschläge von Cripps, die nur aus der Not geboren waren.
In der Londoner Presseschau einer schweizerischen Zeitung heißt es: „Ein Ausweg erscheint angesichts der bedrohlichen Lage in Burma, wo die feindliche Haltung der eingeborenen Bevölkerung ein schweres Handicap bildet, unvorstellbar, und jeder^Tag zählt." Hier liegt der Knüppel beim Hund. Besonders bewegte Klage führt ein Reuterkorrespondent darüber, daß „die örtliche Bevölkerung aktiv die Japaner unterstützt und daß eine starke burmesische Formation unter Führung japanischer Offiziere die rechte Flanke der Empiretruppen bedroht". So also ist es zu verstehen, daß jeder Tag zählt. Die Sorge der Briten wächst ins angemessene, daß jeden Tag mit den fortschreitenden japanischen Erfolgen der Funke von Burma auf Indien überspringen könnte.
Der Entschluß von Cripps, nun doch über die vorgesehene Zeit hinaus in Indien zu bleiben, läßt erkennen, daß Churchill und Roosevelt ihre letzten verzweifelten Bemühungen daransetzen wolle», um wenigstens ein Kompromiß zu retten. Cripps hat jetzt aus London neue Weisungen erhalten, nach denen er sich stärker ins Zeug legen und auch vor brutalen Maßnahmen der Erpressung nicht zurückschrecken soll, um irgendwie zu einem Ergebnis zu kommen. Jetzt soll also das Zuckerbrot wieder durch die Peitsche ersetzt werden.
Nun hat also Cripps seine Abreise verschoben, um, wie er sich ausdrückte, noch „zusätzliche Arbeit" zu leisten, will sagen, sich jetzt viel stärker ins Zeug zu werfen und mit brutaleren Maßnahmen vorzugehen, um doch noch zu einem Ergebnis zu gelangen. Wenn man nicht den bestimmten Eindruck haben müßte, daß sich die Briten in ihrer Sturheit zu sehr verrannt haben, um noch
tatsächliche machtpolitische Zugeständnisse machen zu können, wäre der Gedanke nicht einmal abwegig, daß man den Indern durch ein raffiniertes Theater der scheinbaren Ablehnung das Kriegsministerium unter Wavell zuzuspielen sucht, um auf diese Weise Indien unausweichlich in den Krieg zu drängen. In Wirklichkeit sollte es Cripps sehr viel plumper anstellen, wie der „Manchester Guardian" in unglaublich zynischer Weise aufgedeckt hat. „Die Aufgabe von Stafford Cripps soll nun", so sagte das Blatt, „um zum Erfolg zu führen, darin bestehen, einen Arbeitsplan in dem Sinne zu schaffen, daß di,e Inder selbst des Glaubens sein können, daß ihre eigenen Führer die Kriegführung in Indien leiten, während in Wirklichkeit das Kriegskabinett das Oberkommando führt." Das ist also gemeint, wenn die englische Presse jetzt von Kompromißmöglichkeiten auf der Linie einer Trennung der strategischen Aufgabe von sonstigen Landesverteidigungsfragen andeutet. England besteht auf der Verwendung indischen Kanonenfutters auch außerhalb von Indien und will deshalb den indischen Politikern jede Möglichkeit des Dreinredens in die Verwendung indischer Truppen nehmen. Das britische Betrugsmanöver gegenüber Indien nimmt immer groteskere Formen an. Aber andererseits zeigt sich, daß Indien das Manöver durchschaut. Man wird sehen, wie weit Cripps bei seiner „zusätzlichen Arbeit" mit seinen Bemühungen kommt, die indischen Parteien weiter gegeneinander auszuspielen.
Außerhalb Indiens hat General Poshzumi vom japanischen Informationsministerium eine bedeutungsvolle Stellungnahme abgegeben, die in dem Satz gipfelt: „Da Japan für die Errichtung eines Asiens für die Asiaten kämpft, wird es bei der Schaffung eines freien und ehrenhaften Indiens für die Inder mitarbeiten." ^
*
Die indischen Parteien rangieren der Größe und Bedeutung nach wie folgt:
Die Kongrehpartei. Nominaler Präsident Azad. Wichtigste Führer Gandhi und Nehru. Subhas Chandra Böse ist der Führer des radikalen Forward- Blocks innerhalb der Kongrehpartei. Dieser Organisation gehören Inder aller Rassen, Religionen und Stände an. Sie ist die wichtigste Trägerin des Kampfes gegen England. Ihr Führer-Regime ist der Exekutiv- ausschuß.
Die Moslem-Liga. Präsident der Bombayer Rechtsanwalt Jinnah. Sie ist die wichtigste, wenn auch nicht ausschließliche Organisation der Mohammedaner.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Der Heaffe zWwtAsie-
Roosevelts Offensivmöglichkeiten auf dem Meeresgrund
Berlin, 2. April. Obgleich die Weltmeere immer leerer werden, weil die Gesamttonnage ständig zusammenschrumpft, steigen die Ziffern der versenkten Schiffe und des Schiffsraums, der deutschen Waffen zum Opfer fiel, von Monat zu Monat. 400 600 BRT. im Januar, 525 400 BET im Februar, 646 900 BRT. im März. Die Erfolgskurve steigt steil nach oben und hat jetzt den bisher höchsten Stand im Monat erreicht. Dieses zahlenmäßige Ergebnis muh in England ebenso wie in den Vereinigten Staaten wie ein Keulenschlag auf die Kriegshoffnungen der verbündeten Plutokraten und damit auch der Bolschewiken wirken.
Der amerikanische Admiral Stark bezeichnete kürzlich die deutsche Unterseebootwaffe als die „Gefahr Nr. 1". Alle Maßnahmen zur Sicherung der Eeleitzüge haben diese Gefahr nicht zu bannen vermocht. Es ist vielmehr durch die steigenden Z.iffern des Erfolges im Kampf gegen die britische und amerikanische Versorgungsschiffahrt mit niederschmetternder Eindringlichkeit der Beweis erbracht worden, daß die von Roosevelt in die Welt posaunte ungeheure Offensivmöglichkeit der Vereinigten Staaten und die großen versprochenen Hilfeleistungsaktionen mit dem auf den Meeresgrund geschickten Schiffsraum immer mehr absacken.
Bereits die im Laufe des Monats März herausgegebenen Sondermeldungen des OKW. über die Erfolge unserer Kriegsmarine haben in den Vereinigten Staaten wie Hiobsbotschaften gewirkt und die künstlich mit Phantasieziffern genährte Kriegsbegeisterung schwer gedämpft. Man sah plötzlich, daß der Schiffsraum nicht einmal für die dringendsten Bedürfnisse des interkontinentalen Verkehrs für die Zukunft ausreichen kann und die Lieferungen an England, die Sowjetunion oder nach Ost- asien in Frage gestellt sind, wenn die U-Boot-Gefahr nicht- sofort gebannt werden kann. Wie amerikanische Stellen aber selbst feststellen, fehlen dazu die nötigen Kriegsschiffe zum Geleitschutz. Was Roosevelt nicht erwartet hat, ist eingetreten: er hat die deutschen U-Boote vor der Tür seines Hauses und damit den Krieg, den er lediglich fern den amerikanischen Küsten zu führen gedachte.
Als das Bündnis zwischen Italien, Deutschland und Japan in Berlin unterschrieben wurde, suchte die angelsächsische Propaganda dessen Tragweite zu verkleinern und spottete über das Militärabkommen, das ohne jegliche Möglichkeit der direkten gegenseitigen Hilfe zu sein und gleichgerichtete Operationen auszuschalten schien. Der neue große Erfolg unserer Kriegsmarine zeigt, wie falsch jene Berechnungen Londons und Washingtons gewesen sind, da sich die Operationspläne der Mächte des Dreierpaktes besonders im Seekrieg gegenseitig ergänzen. der sich, ob im Pazifik, im Mittelmeer oder im Atlantik, immer mehr zu einer einzigen Schlacht auswirkt.
Bereits im November des vorigen Jahres, als die englische Flotte im Mittelmeer eingesetzt wurde, um den Angriff des Generals Auchinlek gegen Libyen zu unterstützen, und um jeden Preis den gegnerischen Nachschub in der Straße von Sizilien zu stören, hat die italienische Marine starke Kräfte der englischen Flotte gebunden, die im Fernen Osten so notwendig gewesen wären. Die Versenkungen und Beschädigungen vieler Kreuzer, Torpedojäger und U-Boote waren ^chon ein schwerer Schlag. Sie hat aber weiter dubch die Tätigkeit der deutschen U-Boote zwei Flugzeugträger und ein Schlachtschiff verloren. Sie war, deshalb gezwungen, auch einer von hen italienischen Kriegsschiffen am 17. Dezember im Golf der Syrthe gewonnenen Schlacht auszuweichen, um weitere Einbußen zu vermeiden. Und doch hat sie zwei Tage später im Hafen Alexandria die übriggebliebenen beiden Schlachtschiffe verloren, die von den Sturmbooten der gleichen italienischen Marine getroffen wurden. Hinzu kam die weitgehende Ausschaltung Maltas als Stützpunkt, da die dortigen Flugplätze und Häfen einem dauernden Bombardement unterzogen werden. Ein kürzlich unternommener Versuch, mit einem Eeleitzug nach Malta durchzubrechen,, schlug bekanntlich weitgehend fehl.
Während so im Mittelmeer der Krieg sich verschärft hat. nahm der doppelte Schlag der Japaner in Asien gegen die Flotten Englands und der Vereinigten Staaten den Angelsachsen sowohl die Vorherrschaft in der Luft wie zur See in jenen Gebieten und lähmte die
IIIIIIIIIIIIUIIIIUIIIIIIIIIIUIIIIMIMIUUIMIUIIIIIMUUIIMIIUMIUINIIUIIIUMMUI»
Vnsor Vayosspivssl
Im Kampf gegen die Versorgungsschiffahrt Großbritanniens und der Vereinigten Staaten versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im März 185 Handelsschiffe mit 646 988 BRT.
Die Sowjets verloren an einem einzigen Tage 45 Flugzeuge.
Italienische Flugzeuge bombardierten erfolgreich Efbraltar.
Im Attentatsprozeß von Ankara leugneten die angeklagten Sowjetrussen jegliche Mittäterschaft.
Nach Durchkreuzung des britischen Vetrugsmanövers durch die indischen Parteien mußte Cripps den Tag seiner Abreise verschieben.
Daß die Kriegsstimmung im ns-amerikanischen Volk auf den Nullpunkt gesunken ist, macht dem Kriegsverbrecher Roosevelt Kopfschmerzen.
Im Rahmen der kulturellen Veranstaltungen der NSDAP. Ortsgruppe Walle wurde Vunjes „Spektakel in Klekhörn" erfolgreich erstaufgeführt.