Ausgabe 
(2.4.1942) Nr. 92
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parteiamtliche Tageszeitung

Vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kjanlestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstattkalters in Oldenburg und vremen

Nr. 92 , 12. Jahrgang

Vonnerstag. 2. fipril 1942

kinzelpreis 13 Npf.

lliandra Vase enthüllt den leipps-vettug

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kin neuer flppell an das indische Volk , vritifche Imperialistentaktik wirkungslos

Segen die Verewigung der indischen Sklaverei

Berlin, 1. April. Snbhas Chandra Böse, der indische Nationalistensührer, richtete am Mittwoch über einen Rundfunksender einen neuen Appell an das indische Volk, in dem er die betrügerischen Cripps-Vor- schliige an Indien entlarvt. In dem Aufruf Böses heißt es u. a.:

„Britische Nachrichtenagenturen haben verbreitet, daß ich auf dem Wege nach Tokio ums Leben gekommen sei. Ebenso wie die britische Propaganda im letzten Jahr immer wieder widersprechende Meldungen über meinen Aufenthalt und meine Ziele verbreitet hat, so haben sie auch jetzt meinen Tod gemeldet; hier dürfte der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Ich kenne noch nicht die Einzelheiten über das gemeldete Flugzeug­unglück und weiß deshalb nicht, ob dieses Unglück auf Sabotage seitens meiner Feinde zurückzuführen ist. Jedenfalls möchte ich mich vor denen verneigen, die ihr Leben bei diesem tragischen Unglücksfall lassen mutzten.

Nach Prüfung des Angebotes der britischen Re­gierung und der diesbezüglichen Ansprachen von Stafford Cripps komme ich wie jeder objektiv denkende Mann zu dem Ergebnis, daß Cripps sich als Werkzeug der jahrhundertelangen Politik des britischen Imperia­lismus hat ausnutzen lassen — nämlich der Politik des „Divide et Jmpera". Besser hätte der konservative Herr L. S. Amery es auch nicht machen können.

Stafford Cripps hat uns erzählt, datz Indien ein Subkontinent mit vielen Völkern- und Rassen sei, also keine Nation. Indien war immerhin schon unter der Herrschaft von Asoka dem Trotzen ein einiges Reich, und zwar noch vor der christlichen Zeitrechnung, das sind fast 2000 Jahre vor der Vereinigung von England mit Schottland. England hat schon immer wie jüngst in Irland und Palästina das Religionsproblem dazu mißbraucht, das Volk zu spalten. Dieselbe Praxis hat England in Indien angewandt. Zum selben Zweck Hai es' in Indien aber noch andere Mittel benutzt, wie z. B. die Fürstensrage und die sogenannten Unterdrücktenklassen.

Auch das alte konservative Rüstzeug imperialistischer Politik benutzt Stafford Cripps — nämlich mit einem Teil des Volkes zu verhandeln und den anderen

Ver gestrige wehrmachtsberitkl

Aus dem Führerhauptquartier» 1. April. Das Oberkomutando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Donezgebiet wurden erneute Angriffe starker feindlicher Kräfte zerschlagen. Auch im mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden feindliche Angriffe in harten Kämpfen abgewehrt. Bei einem eigenen Angriff im Raum nordwärts von Orel warfen Truppen einer motorisierten Infanterie-Division den Feind aus seinen Stellungen, brachten Hunderte von Gefangenen ein und erbeuteten sieben Geschütze sowie 65 Granatwerfer be­ziehungsweise Maschinengewehre. Italienische Jäger griffen im Südteil der Ostfront eine» überlegenen feind­lichen Jagdverband an und schaffen ohne eigene Ver­luste von zwölf Sowjetslugzeugen vier sicher und zwei wahrscheinlich ab. In wochenlangen härtesten Abwehr- kämpfen haben die oberbayerische 87. leichte Infanterie­division und die brandenburgische 287. Infanteriedivision zahlreiche von Panzern unterstützte Angriffe über­legener feindlicher Kräfte abgeschlagen und den So­wjets hohe Verluste an Menschen und Material zu­gefügt.

'In Nordafrika wurde ein Vorstoß britischer Auf- klärungskräste abgewiesen. Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze in der Marmarica und im ägyptischen Küstengebiet. Die Wüstenbahn wurde mit guter Wirkung bombardiert. Auf der Insel Malta wurden die Staatswerft und die Unterseebootliegeplätze in La Valetta sowie die britischen Flugplätze bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger zwei feindliche Flugzeuge ab. An der englischen Siidküfte beschädigten deutsche Kampfflug­zeuge ein größeres Handelsschiff durch mehrere Bomben­treffer. Am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht führten einige britische Flugzeuge Störfliige im westlichen Reichsgebiet durch. Einzelne Bombenwürfe verursachten geringen Sach- und Personenschaden."

Teil zu unterdrücken. Heute verhandelt er mit einer einzelnen Gruppe von Politikern, während die Gruppe furchtloser und wirklich nationaldenkender Inder hinter Schloß und Riegel sitzt. Ich habe keinen Zweifel, daß der Geist unserer Freiheitskämpfer auch über die Ge­fängnismauern hinaus wirken und das indische Volk veranlassen wird, das heuchlerische Angebot des Herrn Cripps abzulehnen.

Selbst der „Daily Telegraph" mutz zugeben, datz es in der Sache nichts Neues enthält: Für Indien Do­minionstatus innerhalb des Empires, aber erst nach Ein­stellung der Feindseligkeiten! Jede Prüfung der Vor­schläge kommt zwangsläufig zu dem Ergebnis, datz Eng­land Indien ebenso wie Irland am Ende des letzten Weltkrieges in «ine Anzahl von Einzelstaaten auszu­teilen beabsichtigt. Ich wäre überrascht, wenn britische Politiker wirklich glauben würden, datz Indien ein sol­

ches Angebot überhaupt in Erwägung ziehen könnte. Inder sind von Natur aus höflich und gastfreundlich, und Stafford Cripps begeht einen großen Irrtum, wenn er in der ihm gezeigten Höflichkeit und Gastfreundschaft eine Annahme seines Angebots sehen sollte.

Stafford Cripps heuchelte nicht schlecht, als er auf der Pressekonferenz in Delhi äußerte, daß die Inder ihrer­seits nicht in der Lage wären, selbst eine Versassung auszuarbeiten. Indien weiß sehr wohl, daß Mir Jasfars und llmichands nur durch die britische Regierung kreiert worden sind, um durch sie und vermittels Bestechung und Korruption alle nationalistischen Forderungen abzu­biegen. Indien ist deshalb davon überzeugt, daß es seine Freiheit nicht mehr durch Argumente, Propaganda und passiven Widerstand erlangen kann, sondern daß es zu wirksameren und stärkeren Waffen seine Zuflucht nehmen muß. (Fortsetzung auf Seite 2)

Koste blutige Verluste der Sowjets

Weiler günstiger verlaus unserer flngrisssunternestmungen ostwärts lstarkow

Berlin, 1. April. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt» setzten am 31. März im Donez- Gebiet die Bolschewiken ihre mit Panzerunterstützung geführten Angriffe fort. In einem dieser Kampfab­schnitte wurde ein Flußlauf heftig umkämpft. Der Feind trug den Angriff an mehreren Stellen in Stärke bis zu zwei Regimentern über den Flußlauf vor. Die deutschen Truppen ließen den Gegner absichtlich auf das diesseitige Flußufer gelangen und zerschlugen dann die Angriffswelle unter hohen gegnerischen Verlusten. Versprengte Reste der bolschewistischen Angreifer wur­den auf das andere User zurückgetrieben. Deutsche Sturzkampsslugzeuge unterstützten den Abwehrkampf be­sonders wirksam. Sie zerstörten u. a. durch Bomben­treffer eine über den Fluß gebaute Behelfsbrücke des Feindes.

Die ostwärts Charkow durchgeführten örtlichen An­griffsunternehmungen der deutschen Truppen entwickel­ten sich weiterhin günstig. Teile der bolschewistischen 300. Schützen-Division wurden nach Osten zurückgeworfen und weitere Stützpunkte des Feindes in Besitz genom­men. Viermal wiederholte Gegenangriffe der Bolsche- wisten in diesem Kampfraum wurden unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen.

In Fortsetzung der Angriffe an den beiden letzten Ta­gen im mittleren Abschnitt griffen die Bolschewisten im Eefechtsstreisen eine^ deutschen Panzerdivision bis 4 Uhr morgens, von starkem Artilleriefeuer unterstützt, mehr­mals an. Alle Angriffe wurden schon in der Bereitstel­lung wirksam bekämpft und unmittelbar nach dem An­treten zerschlagen. Nur einer kleineren Gruppe des

Feindes gelang es, die deutschen Stellungen zu erreichen, wo sie aufgerieben wurde. Neue Ansammlungen und Bereitstellungen des Gegners wurden im zusammen­gefaßten Feuer aller Waffen und durch Sturzkampfflug­zeuge wirkungsvoll bekämpft. Außer dem im Wehr- machtsbericht erwähnten Angriff im Raum nordöstlich Orel verliefen weitere örtliche Vorstöße im mittleren Frontabschnitt erfolgreich. Panzertruppen säuberten in Fortsetzung des am 30. 3. begonnenen Vorstoßes zwei weitere Waldgelände vom Feind, brachen heftigen geg- ne r is che n W i d erst and, vernichteten dabei 35 Bunker und nahmen eM wichtiges Höhengelände mit mehreren Ort­schaften nach harten Kämpfen in Besitz. An einer an­deren Stelle drangen Truppen einer Infanterie-Division gegen zähen Widerstand des Gegners in einen feind­lichen Stützpunkt ein und rollten das Erabensystem von der Flanke her auf.

Am 31. 3. schössen deutsche Jäger im mittleren Ab­schnitt der Ostfront bei Begleitschutz deutscher Kampf- flugzeugoerbände nach bisherigen Meldungen insgesamt 27 bolschewistische Flugzeuge ab. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge hatten am Dienstag bei Be­kämpfung des feindlichen Nachschubs neue Erfolge. Sieben Lokomotiven wurden durch Bomben vernichtet und fünf Züge blieben schwerbeschädigt liegen. Zwei Munitionslager und über 6V Fahrzeuge aller Art wur­den von deutschen Bomben oder im Tiefangriff zerstört. Die Störuna des feindlichen Eisenbakinverkehrs wurde auch nachts bei guter Erdsicht erfolgreich fortgesetzt. Drei Züge und acht Lokomotiven wurden zerstört, 14 weitere Eüterziige erhielten schwere Beschädigungen.

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Lüge über deutsche U-Voot-Stützpunkte brach zusammen

flmerrka belürchret krleichterung der Vperationsbedingungen deutscher U-Voote / kriegsrat für den pa;ifik verdrängt London

Drahtbericht unserer Berliner Schriitleitnng

d. Berlin, 1. April. Das von der USA.-Presse und auch von den amtlichen Sprechern aus der Umgebung Rooseoelts sorgsam gepflegte Gerücht, daß die deutschen U-Boote über angebliche geheime Stützpunkte in der westlichen Hemisphäre versügten, ist jetzt von ameri­kanischen Marinekreisen selbst als Märchen gekenn­zeichnet worden. Diese Erklärung, die Reuter verbreitet, ist besonders bedeutungsvoll im gegenwärtigen Augen­blick, in dem Knox, Stimson, Marshall' und der Chor der übrigen Agenten des Weißen Hauses aus der inter­amerikanischen Berteidigungskonferenz die Südameri­kaner gerade mit dieser Stützpunktlüge bearbeiteten.

Wörtlich kabelt Reuter: „Marineexperten in Wa­shington schenken dpr Behauptung, daß die Nazis ge­heime U-Boot-Stützpunkte in der westlichen Hemisphäre haben, wenig Glaübem Sie erklären, daß viele deutsche U-Boote einen Aktionsradius besitzen, der sie für Ope­rationen im Atlantik und längs der amerikanischen Küste geeignet macht. Die Höchstbegrenzung wird ledig­lich vom Durchhaltevermögen der Mannschaft bestimmt.

Man könne annehmen, so äußerten die Marineexperten in Washington- weiter, datz die Mannschaft etwa 40 bis 50 Tage durchhalte. Nach Meinung der Sachver­ständigen benötigen die U-Boote 14 Tage zur Anfahrt und 14 Tage zur Rückfahrt, so. datz ihnen volle 12 Tage für Angriffe längs der Küste verbleiben." Den Schluß des Reuterschen Kabels, das offensichtlich in Washing­ton inspiriert wurde, bildet die Warnung, datz mit dem Eintritt der günstigeren Witterung die Opera­tionen der deutschen U-Boote in den amerikanischen Gewässern erleichtert würden. Die Deutschen seien auch noch nicht an die Wirksamkeit einer Offensive auf weite Entfernung gewöhnt, daher könne man in der nahen Zukunft mit einer erhöhten Anzahl von U-Boo- ten in den amerikanischen Küstengewässern rechnen.

Der Kriegsrat für den Pazifik trat emr Mittwoch erst­malig in Washington zusammen und zeigte als bemer­kenswertestes Faktum die leeren Stühle der Inder. Prä­sident Roosevelt hatte am Vortag auf der Pressekonferenz des Weißen Hauses zu der Stellung dieses Kriegsrates

Fragen beantwortet und das Fehlen Indiens dadurch zu erläutern versucht datz Indien sich seiner Auffassung nach „nicht im Stillen Ozean" befinde. Die Begleitmusik der USA.-Presse, die einige belustigende Akzente aus­weist, wie beispielsweise durch den Hinweis, datz die Heeresbildung der USA. einem gleichen System unter­liege, wie die Aufzüchtung einer Ligamannschaft beim Futzball, erinnert daran, datz der Washingtoner Kriegs­rat den Vortritt vor dem Londoner haben müsse und in der Praxis auch habe. Wenn Roosevelt auf der Pressekonferenz beiden Einrichtungen lediglich beratende Funktionen zugesprochen habe, so steht es doch fest, datz der Washingtoner Kriegsrat unbedingt die militärische Führung habe, während man in London sich vielleicht mit politischen Fragen befasse.

Vor allem weist die amerikanische Presse darauf hin, es seien doch besonders Australien und Neuseeland ge­wesen, die die Schaffung dieses Washingtoner 'Kriegs­rates gefordert hätten. Für beide britischen Dominien habe jetzt Amerika die Führung übernommen, denn der Krieg im Pazifik sei nun einmal Amerikas Krieg. !

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

g. st. Berlin» 1. April .London befindet sich in einer nervösen Spannung und wartet auf die Lösung der Frage einer Annahme oder Ablehnung der Crippsschen Vorschläge durch die Wortführer des indischen Volkes Der Arbeitsausschuß des indischen Kongresses hat eine er­neute Sitzung abgehalten, in der er über die Vorschläge von Cripps beriet, aber auseinanderging, ohne eine Entscheidung zu fällen. Donnerstag vormittag sollen die Beratungen weitergehen.

Welchen Ausgang die Mission von Cripps nehmen wird, läßt sich im Augenblick noch nicht übersehen, es mehren sich aber die zweifelnden Stimmen aus London und aus Washington, die Befürchtungen hegen, datz die Entscheidung negativ sein könnte. Dazwischen kommen Meldungen, datz man in London Gegenvorschläge erwar­tet, und zwar sowohl von den Hindus wie von den Moslems. London selbst ist sich auch darüber im klaren, welches die Gründe sind. die die indischen Nationalisten leiten. Die Gründe liegen in dem Zweifel an der Aus­richtigkeit Londons, oder wie es ein Schweizer Kor­respondent aus London ausdrückte, in der Tatsache, datz die von Indien erwartete Leistung augenblicklich statt­finden sollt«, während das hauptsächliche Versprechen erst für die Zukunft gelte. Die negativen Erfahrungen aus dem Weltkrieg aber haben die Inder nicht vergessen. Der zweite Grund liegt m der Frage der Verteidigung, aLso der Wehrfreiheit. deren „Lösung" nach dem Crtpps- plan die schwerste Enttäuschung in Indien bereitet habe. „Daily Herold" gibt eine Unterredung mit dem früheren Ministerpräsidenten von Madras wieder. Ler erklärt haben soll. datz das Mißtrauen gegen Indien, das sich in der Abneigung äußere, JnÄken selbst seine Verteidigung besorgen zu lassen, vermutlich den ganzen Vorschlag zu Fall bringen würde. Nach einer „United-Preß"-Meldung soll vor allem die Rundfunkrede von Cripps den in­dischen Kongreß ungünstig beeinflußt und in der ab­lehnenden Haltung gegen den Plan bestärkt haben. Dies werde auch von der Zeitung „Hindostan Times" an­gedeutet, die von dem Sohn Ghandis herausgegeben wird und die Ansicht des Kongresses widerspiegelt.

Eine Meldung aus Bangkok besagt, daß ein Zwischenentscheid vom Kongretzausschutz bereits jetzt vorliege, und zwar in der Richtung, datz Cripps zu einem Resolutionsentwurf Stellung nehmen soll, der sich mit der Frage der teilweise» oder völligen Macht- übertragung bis Kriegsende befaßt. Die Moslems haben nach einer anderen Meldung ihre Entscheidung bis Freitag vertagt. Im Zusammenhang mit den Fra­gen der Entscheidung über Indiens Zukunft wird auch die britische Taktik der versengten Erde erörtert und hierzu eine Entscheidung verlangt. Die Briten sollen erklärt haben, datz die sämtlichen Besitz an Rohstoffen und Anlagen, wie Bergwerken u. a. zerstören würden, Privateigentum jedoch schonen wollten.

Inzwischen liegt die erste klare Ablehnung einer indischen Volksgruppe gegen den Cripps-Vorschlag vor. Es handelt sich um die Antwort der Sikhs, einer kriegerischen Kaste, die stets einen star­ken Prozentsatz der indischen Truppen gestellt hat und die deswegen eine Bedeutung hat. die über ihre zahlen­mäßige Stärke von 4,5 Millionen hinausgeht. Von In­teresse und Bedeutung sind auch hier die Gründe der Ablehnung: 1. Statt die Einheit Indiens zu erhalten, wurden besondere Vorkehrungen getroffen, um die Pro­vinzen voneinander zu trennen, eine Begründung, die die gewichtigen Argumente des neuesten Aufrufs von Chandra Böse unterstreichen. 2. Niemals wird zuge­lassen werden, datz das indische Mutterland der Barm­herzigkeit jener ausgeliefert wird. die es enteignen wollen.

In diesem Zustand der Unsicherheit möchte sich, so er­gibt sich aus einer vorliegenden Meldung einer USA.- Agentur. Roosevelt wiederum in die Entwicklung In­diens einschalten. Deshalb läßt er verbreiten, datz der Ausschutz des Allindischen Kongresses die Fertigstellung einer Erklärung zu den Cripps-Vorschlägen 'hinaus­zögere, weil er mit der Möglichkeit einer ungünstigen Entwicklung der amerikanischen Haltung rechnet. Gleich­zeitig hat eine britische Zeitung, nach amerikanischer Quelle, Erjpps als den „Sklaven der Eisenfresser in London" bezeichnet und als Grund eines möglichen Miß­erfolges angegeben, daß Cripps nicht ermächtigt sei, bei den Verhandlungen eine andere Haltung einzunehmen.

London denkt gar nicht daran, von seinen alten Methoden zu lassen, wie die Stimme des „Manchester Guardian" nach „Stockholm Tidningen" ergibt. Es heißt dort: „Die Aufgabe von Cripps dürfe nun, um zum Erfolg zu führen, darin bestehen, einen Arbeits­plan in dem Sinne zu schaffen, datz die Inder selbst des Glaubens sein können, datz ihre eigenen Führer

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An der Ostfront wurden erneut starke feindliche Kräfte zerschlagen; die Sowjets erlitten hierbei hohe blutige Verluste.

Die llSA.-Lüge über geheime deutsche U-Boot- Stützpunkte in amerikanischen Gewässern brach zu­sammen.

Subhas Chandra Böse erließ einen neuen Appell an das indische Volk, in dem der Cripps-Betrug in Indien schonungslos enthüllt wird.

Der Abschluß des Vromberger Blutmarsch-Prozesses brachte mehrere Todesurteile.

Ein Bremer Flak-Regiment hat in diesem Winter aus eigenen Reihen 58 765 RM. für das Kriegs- Winterhilfs-Werk aufgebracht.