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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zrcien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkünöungsblalt des Neichsstatchaktecs in Oldenburg und Vremen
Nr. 89 , 12. Zrchrgang
Montag. Z6. Mür; 1942
kinzelpreis 13 Nps.
0g,
Neuer deutscher broßerfolg im sitlantlk
wieder 16 feindliche Handelsschiffe mit 110 606 VM. vor Noofeoelts liir versenkt
Noch ein Irumpf aus St. Nazaire
Verlogene Berichte nach der Riesenblamage
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
ckr. V. sck. Berlin, 28. März. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen erklangen an dieser Wochenwende die deutschen Siegesfanfaren durch den Aether. Einmal kündeten sie den vernichtenden Abwehrsieg gegenüber dem ersten Versuch einer von Churchill unternommenen „Maisky-Offensive", um dann wieder einen stolzen Angriffserfolg unserer Unterseeboote im Nordatlantik und vor der amerikanischen Küste zu melden.
Datz ein Unternehmen, von dem sich Churchill doch immerhin einen gewissen propagandistischen Erfolg verspräche» haben muh, Anlag zu einer deutschen Sondermeldung geben sollte, das war gewiß nicht im Sinne des Erfinders. Heute ist sich die ganze Welt, wie das . von überall kommende Echo zeigt, darüber einig, daß Churchill eine Verzweiflungsaktion gestartet hat, die in einer siirchterlichen Blamage und in einer Offenbarung britischer Ohnmacht enden mutzte. Mit boshaftem Spott schreibt eine spanische Zeitung, die im übrigen die Kennzeichnung als „Maisky-Offensive" aufgreift, datz es die Engländer bei ihrem Landungsunternehmen einmal den Japanern nachmachen wollten, datz sie aber die Generalprobe so schlecht bestanden hätten, datz die Deutschen nur den einen Wunsch äußern könnten, die Engländer möchten den Versuch möglichst bald wiederholen.
Auch in England selbst scheinen einige Leute das unangenehme Gefühl zu haben, einem ganz bösen Reinfall gegenüberzustehen. Kürzlich hat es der australische Ministerpräsident Curtin Herrn Churchill bestätigt, datz er darum so viele. Dummheiten mache, weil er sich zu oft nur von politisch propagandistischen Motiven bei strategischen Entscheidungen leiten lasse. Die Vermutung ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dah die militärisch verantwortlichen Stellen, als sie dem Drängen Churchills nachgaben, die Verrücktheit seiner Ideen nachweisen wollten. Dah das Unternehmen zu einer so vollkommenen Katastrophe führen würde, das haben aber auch sie wohl nicht erwartet. In der ersten Meldung, die das „Hauptquartier der kombinierten Kräfte" herausgab, wurde der Angriff auf St. Nazaire nur angedeutet und eine weitere Mitteilung für den Zeitpunkt in Aussicht gestellt, „an dem die Streitkräfte zurückgekehrt sein würden". Nun wartete man in England und wohl ebenso in Moskau und Washington in höchster Spannung auf einen stolzen Erfolgsbericht. Man wartete vergebens. Zunächst brachte nach vielen Stunden der englische Nachrichtendienst die Wiederholung der ersten knappen amtlichen Meldung, aber diesmal schon fehlte die Ankündigung weiterer Berichte. Eine englische Nachrichtenagentur sah sich sogar ver- anlaht, die deutsche Sondermeldung ohne ein Wort des Kommentars wiederzugeben.. Schließlich scheint Churchill Anweisung gegeben zu haben, die Niederlage irgendwie in einen Erfolg umzufälschen. Viele Stunden nach der Veröffentlichung der deutschen Sondermeldung ließ Reuter sich so vernehmen: „Von St. Nazaire kam die Meldung, datz die Ueberfallstreitkräfte wohlbehalten vom Angriff zurückkehren. Zusätzliche Einzelheiten werden bekanntgegeben, sobald die Rückkehr der Streitkräfte erfolgt ist."
So hat Churchill der Niederlage noch eine weitere Blamage hinzugefügt, indem er wieder einmal einen klassischen Beweis für die Verlogenheit der amtlichen britischen Kriegsberichterstattung lieferte. Tatsache ist, datz nicht eines der Schiffe, die in die Loiremündung eingedrungen waren, den Weg zurückgefunden hat. Zurückkehren konnten nur Einheiten des britischen Zerstörerverbandes, der in Wartestellung lag, um die britischen Schnellboote und Kanonenboote nach vollbrachter Tat in seinen Schutz zu nehmen und zu seinem Schrecken erkennen muhte, datz statt der erwarteten eigenen Schisse deutsche Torpedoboote zum Angriff vor- stiehen. Die deutsche Wacht am Atlantik hat den Desperadostreich Churchills wie einen nächtlichen Spuk
SchonLunker vor Nordamerika erledigt
kin harter Schlag für die ölversorgung der USff.
Hem kiikrerksiiptqusrtier,29. klsrr. Va8 Oberkommando äer ^Vekrmackt Zibt bekannt: Im Xampk ßeZen üie briti8cbe unei ameriks- ni8cke Ver8or8un888cbi!kakrt erhielten 6eut8cks Unterseeboote neue grobe Lrtolge. 8ie verrenkten im t^orUstlsntik unü vor Oer smerikani8cben Kü8ts 16 keinkilietie IIanriel88ckiHe mit 110 600 SK?., «iarunter sckt grobe Tanker
mit 73 900 »k?.
Zur vorstehenden Sondermeldung wird vom Oberkommando der Wehrmacht noch mitgeteilt: Besonders hervorzuheben ist die große Zahl und Tonnage der versenkten Tanker, die fast ausschließlich vor der amerikanischen Küste vernichtet wurden. Dies hat eine weitere erhebliche Verschärfung der ohnehin schon beträchtlichen Tankerknappheit der Vereinigten Staaten zur Folge. Durch diese erneuten Tankerverfenkungen ist die Oelversorgung der Industriezentren im Nordosten
der Vereinigten Staaten, die durch den Tankerverkehr aus den Golfhosen gespeist wird. wiederum schwer getroffen worden. Seit dem ersten Auftreten deutscher Unterseeboote vor den Küsten Nordamerikas hat sich d "it bei der Bekämpfung der amerikanischen und britischen Versorgungs- schisfahrt die Gesamtversenkungszisfer in den verschiedenen Seegebieten im Atlantik auf fast 1,3 Millionen BRT. und die Zahl der versenkten Tanker aus 73 erhöht.
flm Nordkap schlug unsere Luftwaffe zu
kin Zerstörer und vier Handelsschiffe bombardiert - der wehrmachtsbericht
Aus dem Führerhauptquartier, 2g. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Halbinsel Kertsch zerschlugen deutsche Kampfflugzeuge feindliche Panzeransammlungen. Bei Luftangriffen auf das Hafengebiet von Now oro sij sk wurden Bombentreffer aus zwei Handelsschiffen sowie in Eisenbahnanlagen erzielt, Im Donez-Eebiet wiesen deutsche und rumänische Truppen an einzelnen Stellen starke feindliche Angriffe ab. Auch an verschiedenen Abschnitten der übrigen Ostfront setzte der Gegner seine erfolglosen Angriffe fort. In den harten Abwehrkämpfen wurden dem Feind wieder hohe blutige Verluste zugefügt. Im Seegebiet des Nordkap beschädigte die Luftwaffe einen Zerstörer und vier Handelsschiffe eines stark gesicherten Geleitzuges durch Bombenwurf. Der Hafen von Murmansk wurde bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. — In Nordafrika beiderseitige Spähtrupptiitigkeit. Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen die Festung und den Hasen von Tobruk sowie gegen britische Kraftsahrzeugkolonnen und Zeltlager. Auf Malta wurde vor allem die Staatswerft von La Valetta bombardiert. — An der KanalkLste schössen deutsche Jäger aus einem feindlichen Verband sieben Jagdflugzeuge ab. Westlich St. Nazaire versenkten Kampfflugzeuge bei Tage im Tiefangriff ein britisches Schnellboot. Pritsche Bomber griffen in der letzten Nacht einige Orte im norddeutschen Küstengebiet an, vor allem die Stadt Lübeck. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Nachtjäger, Flakartillerie und Marineartillerie schössen zwölf der angreifenden Bomber ab."
Zu dem heute gemeldeten deutschen Luftangriff im Seegebiet des Nordkaps wird vom Oberkommando der Wehrmacht mitgeteilt: Deutsche Kampfflugzeuge sichteten bei bewaffneter Aufklärung über dem Nordmeer in den Nachmittagsstunden des Sonnabends einen Ee-
leitzug. Im Schutze eines Kreuzers und mehrerer Zerstörer^ liefen einige Handelsschiffe mittlerer Tonnage in mäßiger Fahrt auf Ostkurs. Trotz heftiger Schneeschauer griffen die deutschen Kampfflugzeuge an. Ein Handelsschiff von 4000 BRT. erhielt eine 10-Zentner- Bombe auf das Heck Ein Zerstörer, der die Flugzeuge heftig beschütz, wurde ebenfalls von 500-Kilogramm- Bomben am Heck getroffen und erheblich beschädigt. Bei dem am Abend fortgesetzten Angriff auf den Ge- leitzug erzielten deutsche Sturzkampfflugzeuge, die nach der Aufklärungsmeldung des Nachmittags gestartet waren, weitere Treffer auf zwei Handelsschiffen. Ein Frachter von 6000 BRT. erhielt zwei Volltreffer mit 500-Kilogramm-Bomben. die mittschiffs und am Bug detonierten. Es wurde beobachtet, wie sich das Heck des schwer beschädigten Schiffes aus dem Wasser hob. Ein Frachtdampfer von 6000 BRT. wurde ebenfalls durch zwei Treffer am Heck beschädigt. Eines der getroffenen Schiffe muhte aufgegeben werden und strandete.
Me Insel Suursaari von den sinnen erobert
Berlin, 28. März. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, wurde am 27. März die im Finnischen Meerbusen gelegene Insel Suursaari von den finnischen Truppen erobert. Nach planmäßigem Aus- marsch begann um 4 Uhr morgens der Angriff. Den finnischen Truppen gelang es, das Westuser der Insel in überraschendem Angriff zu nehmen. Von hier aus wurde die weitere Eroberung der Insel fortgesetzt. Der Feind leisttete in ausgebauten Feldstellungen starken Widerstand, der jedoch von den finnischen Truppen gebrochen wurde. Dir Bolschewisten wurden geworfen und vernichtet. Zersprengte feindliche Teilkräfte wurden aus ihrer Flucht durch Flugzeuge verfolgt.
zerstieben lassen, und die europäische Presse, wie es die Zeitung „Madrid" ausdrückt, erst recht zu der Ueberzeugung von der llneinnehmbarkeit des europäischen Kontinents gebracht.
Einen geradezu bejammernswerten Eindruck macht das Gestammel der englischen und nordamerikanischen Presse im Zusammenhang mit der Maisky-Offensive von St. Nazaire. Der Sender London will in dem Unternehmen tatsächlich ein „ermutigendes Zeichen des offensiven Geistes" erblicken, um aber im gleichen Atem
zug zu bekennen: „Wir sind noch weit davon entfernt, die allgemeine Seeherrschaft, die wir im vergangenen Herbst noch hatten, wiederherzustellen." Diese Seeherrschaft ist nicht zum geringsten Teil durch die fortgesetzten und gesteigerten Angriffe der deutschen U-Boote erschüttert worden, deren Wirksamkeit durch die Conder- meldung am Sonntag noch einmal besonders unterstrichen wird. Die nervöse Angst und die verzweifelte Wut der Ohnmacht gegenüber diesen steigenden Erfol- (Fortsetzung auf Seite 2)
Stilblüten -er Newvorker Zeitung „Vallg News"
»Mae flrtkur nächster prSfiSentschaktskan-war" — Noosevelt kerr über alles prlvaleigenlum — Volschewisterungsmetlioben
lm Weißen Sans — flmerikanische Kontrolle über Südafrika
, Drahtbericht unseres Vertreters
rä. Stockholm, 29. März. Die Beliebtheit Mac Arthurs ist in den Vereinigten Staaten gegenwärtig so groß, datz in der Newyorker Zeitung „Daily News" bereits die Frage ausgeworfen wird, ob Mac Arthur nicht die besten Aussichten habe, bei den Wahlen 1844 zum Präsidenten der Be einigten Staaten gewählt zu werden. Durch seine Wahl würde dem amerikanischen Volk Gelegenheit gegeben, die Dankbarkeit der Nation s!) zum Ausdruck zu bringen. Die Zeitung erinnert daran, datz es. für die amerikanischen Republiken Brauch gewesen sei, siegreiche Heerführer (!) mit den höchsten Aemtern zu belohnen. Ein Brauch, der sich früher als außerordentlich segensreich erwiesen habe. Zum Beweis werden Namen wie George Wafhington, Anderw Jackson, die ihre Truppen 1812 zum Siege über die Engländer führten, ferner Tailor, der Sieger im mexikanischen Kriege 1847, sowie nach dem Bürgerkrieg als Präsidenten heroorgetretene General Mayes Eurfield, Harris»« und Oberst Theodore Noosevelt genannt. Für Mac Arthurs Präsidentschaft ist nach amerikanischer Auffassung nur noch ein Hindernis vorhanden: Die Ungewißheit, ob der Krieg 1844 für die Vereinigten Staaten wirklich zu Ende sein werde. Sollte aber dies der iai«. so hält mnu es für äußerst
datz man Mac Arthur Gelegenheit geben wird, zu zeigen, daß er fähig ist, als Staatsmann ebenso weise zu werden, wie er als — flüchtender (!) — Soldat tüchtig war.
Wie eine schwedische Meldung aus Newyork besagt, hat Mac Arthur in der Gunst des amerikanischen Volkes plötzlich — doch wahrscheinlich nur vorübergehend — einen starken Konkurrenten erhalten, den Negerboxer 2oe Louis, der augenblicklich genau so beliebt sei, wie General Mac Arthur. — Die voreilige „Daily News" vergessen ein zweites und wesentlich wichtigeres Hindernis für die Präsideiztschaftskandidatur Mac Arthurs: Ihr beliebter Genial müßte erst zeigen, datz er siegen kann. Während Mac Arthur als möglichen Präsidenten bereits Vorschußlorbeeren gegeben werden, baut Roose- velt seine Stellung als USA.-Diktator systematisch weiter aus. Wie der englische Nachrichtendienst meldet, unterzeichnete er am Sonnabend ein Gesetz, das ihm für die Zeit des Krieges außerordentliche Vollmachten gibt und ihm alles das zuschanzt, wonach er sich seit langem sehnte. Er darf auf Grund des neuen Gesetzes über sämtliches amerikanisches Eigentum verfügen. Seit Cripps die bolschewistische Tour eingeschlagen hat, glaubt Noosevelt anscheinend auch nicht mehr zurückstehen zu kÄMM.
In Kapstadt rechnet man mit der Ankunft „ständiger amerikanischer Wirtschaftsdelegierter", die in -Roose- velts Auftrag eine Gleichschaltung der südafrikanischen Wirtschaft mit derjenigen der USA. vorbereiten sollen. Ein Vertreter des Amtes für wirtschaftliche Kriegführung in Washington bereitete schon dieser Tage auf die amerikanischen Absichten vor und erklärte, die USA. zeigien ein großes Interesse an einer Steigerung der südafrikanischen Produktion von kriegswichtigen Rohstoffen wie Chrom, Asbest und Kupfer usw. Gleichzeitig will man Mittel und Wege finden, um die von der südafrikanischen Union benötigten Erzeugnisse in dem erforderlichen Maß zu liefern, aber da m»n nicht einmal so rasch, wie es nötig wäre, nach Australien liefern kann, wird Südafrika wohl lange warten müssen. Datz die amerikanische Diplomatie ihre Politik der Nutzbarmachung Südafrikas mit Nachdruck verfolgt, kann man aus der Aeußerung eines offiziellen amerikanischen Sprechers entnehmen, wonach in diesen Fragen bereits eine ständige enge Fühlungnahme zwischen dem Amt für wirtschaftliche Kriegführung und Vertretern der südafrikanischen Union bestehe. In dem großen südafrikanischen Hafen Durban, dem einzigen, der im Bereich des Indischen Ozeans über ein großes Dock verfügt, sitzen schon seit Monaten Vertreter der
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Englands Kräfteschn" nd im Persischen Golf
k. dckll. „Ein russischer Hafen im Persischen Golf würde selbst in Friedenszeiten ein Element der Unruhe hereinbringen. Ich würde den englischen Minister, der sich solcher Zulassungssünde schuldig machte, als Verräter brandmarken!" Diese Feststellung traf vor genau einem halben Jahrhundert der britische Politiker Lord Curzon tn seinem Werk „Persien und die persische Frage". Der Minister aber, den er mit rücksichtsloser Schärfe im voraus als Verräter brandmarkte, heißt Winston Churchill! Dem derzeitigen englischen Premier und Totengräber des Empires nämlich blieb es vorbehalten, der Regierung in Teheran im Verein mit dem Kremlbönzen Stalin unter den üblichen Earantiebet-euerungen den Schutz der Interessen Irans seitens Großbritanniens und seiner Verbündeten auszuschwatzen, um das „beschützte" Land dann einschließlich der nördlichen Gestade des Persischen Golfs — den Sowjetrussen preiszugeben. Wohin es führt, wenn ein Land sein Schicksal in irgendeiner Form den Machthabern des Bolschewismus und ihren plutokratischen Kumpanen anvertraut, dafür liefert Iran in diesen Wochen ein erschreckendes Anschauungsmaterial: Mit dem sowjet- rusfischen Militär drangen zugleich die Mordgesellen der GPU. in das von den Sowjetrussen überlassene Gebiet, und die politischen Kommissare des Räte-„Bundes" hatten nichts Eiligeres zu tun, als sich der wichtigsten Verwaltungsstellen des Staates zwischen dem Irak und Afghanistan zu bemächtigen.
Neben diesem Prozeß der Bolschewisierung Irans verdient im Raume des Persischen Golfs der Vorgang des Zurückweichen-, Englands vor seinen blutbefleckten Bundesgenossen besondere Beachtung. Das einst so stolze Älbion räumt hier kampflos eine der wichtigsten seiner bisher zäh verteidigten Positionen auf dem Weg nach Indien. Man mutz das britisch-russische Ränkesprel um Persien bis in das vorige Jahrhundert zurückversolgen, um in vollem Umfang ermessen zu können, welche Machtstellung England infolge seiner wachsenden inneren Schwäche jetzt auch im w e st l i ch e n Vorfeld Indiens aufgibt. Als Rußland nach der Jahrhundertwende seine politische, militärische und wirtschaftliche Vormachtstellung in Nordpersien mit teilweisem Erfolg auch auf die Randgebiete des Golfes westlich der Ormus-Straße auszudehnen versuchte, war es kein geringerer als der damalige britische Außenminister Lord Lansdowne, der im Oberhaus die unzweideutigen Worte an Petersburg richtete: „Ohne Zögern sage ich. wir würden die Einrichtung einer Flottenstation oder eines befestigten Punktes im Persischen Golf durch irgendein« Macht als eine sehr schwere Bedrohung britischer Interessen betrachten, und sicher würden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln einem solchen Versuch Widerstand leisten!"
Wiederholte britische Flottendemonstrationen an der Küste von Bender Abbas bis El Kuweit haben jener schroffen Orient-Politik Londons gegenüber Rußland seinerzeit den militärisch-protzenden Nachdruck gegeben. Nach der Unterzeichnung des Petersburger Vertrages von 1907, der lediglich den nördlichen Teil Persiens als russisches Interessengebiet gelten ließ, während die südliche Einfluß-Sphäre ausschließlich England überlassen blieb, beantworten die britischen Staatsmänner alle auf Südpersien gerichteten Petersburger Expansionsbestiebungen mit lebhaftesten diplomatischen Protesten. 2m besonderen wußte die Londoner Regierung während der Jahre innerpolitischer Gärungen in Persien die von Rußland geplanten. Interventionen rechtzeitig zu durchkreuzen, wobei sie ihre eigenen Truppen skrupellos über die vertraglich festgelegte Einflußgrenze hinaus in Marsch setzte.
Als das Zarenreich im ersten Weltkrieg zusammenbrach, glqubte das habgierige Albion die Gelegenheit wahrnehmen zu können, sich als politischer und wirtschaftlicher Kontrolleur in ganz Iran aufzuspielen. Persien wurde unter englischen „Schutz" gestellt — wie es schon damals in der verschleiernden Sprache des Londoner Plutokratenkonzerns hieß. Hinsichtlich der
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Im Nordatlantik und vor der amerikanischen Küste versenkten unsere U-Boote erneut 18 feindliche Handelsschiffe mit 110 6VÜ BRT., darunter 8 Tanker. Am Nordkap bombardierte unser« Luftwafse erfolgreich einen Zerstörer und vier Handelsschiffe.
Auf der Halbinsel Kertsch wurden feindliche Panzeransammlungen zerschlagen.
Die Finnen eroberten die Insel Suursaari.
Heute wird Eeneralfeldmarschall Milch 50 Jahre alt.
Westlich des Jrawadi kam es zu Bajonettkämpfen zwischen Japanern und Chinesen.
Für den geflohenen Mac Arthur wird in USA. jetzt sogar schon die Reklametrommel für seine Herausstellung als Präsidentschaftskandidat gerührt.
Der Tag der Wehrmacht nahm auch in Bremen einen außerordentlich volkstümliche» Verlaus. Italien siegte im Eishockey-Länderkampf gegen Deutschland 2:1.
In der Lettow-Vorbeck-Kaserne boxte die HJ. mit der Wehrmacht für das WHW.
Der Kraftsportverein „Simson" veranstaltete ein Turnier mit Ringern aus der KdF.-Stadt, Han- nov« und Breme».