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vimer ZeiliM
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblott des Negierenden vürgermeistcrs der Zrcien fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattkfalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 8S , 12. Zalirgang
Sonntag, 29. Mar; 1942
kinzelpreis 15 Nps.
knalischer tandungsversulh mißlungen
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OkurokNIs Vttsnsrvs au! Stalins OekoiN / vor vrorsrpaokS- auok «Lns I.ol»snsirass äos onyUsoksn VoLkos
Aus dem Führerhauptquartier, 28. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Halbinsel Kertsch und im Südabschnitt der Ostfront wurden schwächere feindliche Angriffe und Ausklärungs- ' vorstoße des Feindes abgewiesen. Auch im mittleren und nördlichen Frontabschnitt führte der Feind an verschiedenen Stellen mit starken, von Panzern unterstützten Kräften erfolglose Angriffe. Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht kriegswichtige Anlagen in Moskau an. Am gestrigen Tage wurden an der Ostfront 21 feindliche Flugzeuge vernichtet und 35 Panzer abgeschossen.
In Nordafrika wurden bei einem Nachtgefecht im Gebiet von Tmimi eine Anzahl britischer Gefangener eingebracht. Deutsche Sturzkampfflugzeuge griffen die Hafenanlagen von Tobruk an und erzielten Bombentreffer auf einem feindlichen Handelsschiff. In Luft- kämpfen wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen. Die Luftangriffe auf Flugplätze der Insel Malta souIe auf Marinewerften und Hafenanlagen von La Valetta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. An der britischen Süd- und Ostkuste bombardierten Kampfflugzeuge bei Tage mehrere Häfen; zwei Handelsschiffe wurden beschädigt.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versuchten in der Nacht zum 28. März englische Seestreitkräfte in der Loire-Mündung Truppen zu landen, um den llnter- seebootstiitzpunkt St. Nazaire anzugreifen und die Hasen- fchleuse zu zerstören. Im Feuer der deutschen Marinebatterien flog ein mit Sprengstoff beladener alter amerikanischer Zerstörer, der ein Schleusentor rammen sollte, vor dem Erreichen feines Zieles in die Luft. Die Masse der feindlichen Schnell- und Sturmboote wurde ebenfalls durch Marineartillerie vernichtet oder schwer beschädigt. Soweit es dem Feinde gelang, Kräfte an Land zu setzen, wurden sie bei dem Versuch, die Werft anzugreifen und in die Stadt einzudringen, durch Truppen aller Wehrmachtsteile aufgerieben. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden ein Zerstörer, neun Schnellboote und vier Torpedoboote des Feindes vernichtet. Neben hohen blutigen Verlusten ließ der Feind über hundert Gefangene in unserer Hand. Auf deutscher Seite ging nicht ein Kriegsfahrzeug verloren. Auch in dem Unterseebootstiitzpunkt ist keinerlei Schaden entstanden. Nach Hellwerden stießen deutsche Torpedoboote auf einen überlegenen britischen Zerstöreroerband, der das Gefecht abbrach, nachdem er mehrere Treffer erhalten hatte.
Aus einem schwächeren Verband britischer Bomber, der in der letzten Nacht die Norddeutsche Bucht und das besetzte holländische Küstengebiet anflog, wurden durch Nachtjäger und Flakartillerie fünf Flugzeuge abgeschossen. Störfliige einzelner britischer ^Flugzeuge führten in das Küstengebiet der Ostsee und nach Siiddeutsch- land."
London außer sossung gebracht
H.V. Stockholm, 28. März. (BZ.-Eigenbericht.) Ueber ihren gescheiterten Vorstoß gegen St. Nazaire blieben die Engländer während des ganzen Sonnabend stumm.
Neue Miterkreuitröger
Berlin, 28. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Gottfried von Erdmannsdorf, Kommandeur eines Infanterieregiments; Oberleutnant Rudi Rein eck, Kompanieführer in einem Schiitzenregiment. Ferner verlieh der Führer aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz an Kapitänleutnant Johann Mohr.
Die völlige Zurückschlagung ihrer Streitkräste und die Zerstörung all ihrer weitgreifenden Pläne hat sie offenbar so außer Fassung gebracht, daß sie ganz gegen ihre Gewohnheit nicht einmal die deutschen Mitteilungen aufgriffen, kommentierten oder durch irgendwelche Lügen zu widerlegen suchten. Sie begnügten sich mit der allerdings vielsagenden Angabe, daß es sich um einen „kleinen" Vorstoß gehandelt habe. Das Adjektiv „klein" soll offenbar das Eingeständnis umschreiben, daß es mit den großen Absichten nichts geworden ist. Einzelheiten wurden der englischen Oeffentlichkeit in Aussicht gestellt nach Rückkehr der an dem Vorstoß beteiligten Streitkräfte, die ja längst erfolgt sein müßte. Daß es sich in Wirklichkeit entgegen Churchills jetzigen Verkleine- rungsoersuchen nach dem Mißerfolg um ein recht beträchtliches Unternehmen gehandelt hat, geht aus dem Umstand hervor, daß die Engländer selbst von Beteiligung. aller drei Wehrmachtsteile vom Einsatz ihrer viel beredeten Stoßtruppen und anderen Attraktionen sprachen. Nur über Ziel und Ergebnis dieses Unternehmens wollen sie stch begreiflicherweise nicht auslasten.
Die jüngste lzarlekinade
100. Bremen, 29. März Gerade noch rechtzeitig zum Wochenende kam für das deutsche Volk die Sondermeldung von der jüngsten Harlekinade, die sich Churchill und seine Militärs leisteten, als sie in der Nacht zum Sonnabend einen Landungsversuch an der Loiremündung in der Bucht von St. Nazaire unternahmen. Bei allem achtunggebietenden Ernst, den die Kriegszeit erfordert und die Kriegführung mit sich« bringt: einen Unterton von Heiterkeit konnte sich das deutsche Volk beim Besprechen dieser Meldung nicht verkneifen, derzufolge ein von vornherein völlig zum Scheitern verurteilter Landungsversuch der Tommies an der französischen Küste nicht nur mit dem Verlust der Masse der feindlichen Schnell- und Sturmboote, sondern auch mit der Gefangennahme der zahlenmäßig geringen Kräfte, die sich ans Land schleichen konnten, geendet hat. Der Landungsversuch scheiterte völlig, mußte scheitern an den schärfen deutschen Gegenmaßnahmen. Wohl ist es immer einmal möglich, angesichts der vom höchsten Norden bis zur spanischen Grenze unter deutscher Kontrolle stehenden 10 000 hm langen Küste, einen Lan-
wie im Weltkriege bei Zeebrügge...
See britische Londunasversuch bei St. Nazaire wurde restlos zerschlagen
Berlin, 28. März. Zu der Zerschlagung des britischen Landungsversuches in St. Nazaire teilt das Oberkommando der Wehrmacht die folgenden Einzelheiten mit:
Am 28. März, kurz nach Mitternacht, überflogen «feindliche Flugzeuge in mehreren Wellen den Raum von St. Nazaire und warfen einige Bomben ab, die keinen Schaden anrichteten. Die Einflüge sollten offensichtlich die Aufmerksamkeit der Küstenverteidigung von der See ablenken. Noch während die Flak die Flieger beschoß, versuchten leichte britische Seestreitkräfte in die Loire- Mündung einzudringen, wurden aber von den Marine- bätterien entdeckt und unter wirksames Feuer genommen. Der Feind hatte seinen Plan nach dem Beispiel des Zeebriigge-Unternehmens des Weltkrieges angelegt, das ebenfalls gegen einen deutschen U-Boot-Stützpunkt gerichtet war und ebenfalls seinen Zweck verfehlte. Der Ablauf der Ereignisse vollzog sich in großer Geschwindigkeit- Während Schnell- und Sturmboote verschiedenen Punkten der Küste zuströmten, nahm ein Zerstörer Kurs auf das Schleusentor. Die Marinebatterien verteilten das Feuer auf die Ziele. Mit ungeheurer Explosion flog der Zerstörer vor dem Erreichen der Schleuse in die Luft. Aus den Trümmern wurde festgestellt, daß es ein alter amerikanischer Zerstörer war, der seinerzeit mit anderen USA.-Zerstörern ich Austausch gegen Stützpunkte an die britische Marine abgetreten und jetzt, mit Sprengstoff beladen, eingesetzt war. Im Feuer der Küstenbatterien gingen fast gleichzeitig an verschiedenen Stellen der Bucht Torpedoboote, Schnellboote und Sturmboote unter.
Bei dem massierten Einsatz gelang es einigen feindlichen Booten, Truppen an Land zu bringen. Sie wurden durch sofort einsetzende Angriffe, an denen sich Verbände aller drei Wehrmachtsteile beteiligten, zersprengt und flüchteten sich, vom Rückweg abgeschnitten, in kleinen Gruppen in umliegende Häuser. Eine konzentrische
Säuberungsaktion vernichtete die zersprengten Gruppen, die sich teilweise geschloffen ergaben. In kurzer Zeit war die Ruhe in der Stadt und im Hafengebiet wiederhergestellt. Alle Angriffe waren abgeschlagen und die feindlichen Landungstruppen aufgerieben.
In Verfolgung des mit wenigen Einheiten fliehenden Feindes stießen deutsche Torpedoboote vor der Loire-Mündung nach und trafen bei Hellwerden auf einen überlegenen britischen Zerstöreroerband, den der Feind dort auf Wartestellung gelegt hatte. Statt zurückkehrender britischer Schnellboote liefen deutsche Torpedoboote mit hoher Fahrt auf die britischen Zerstörer, eröffneten das Artilleriefeuer und setzten im Passier- gefecht zum Torpedoangriff an. Obwohl die feindliche Zerstörergruppe sich einnebelte, bot sie unseren angreifenden Booten ein klares Ziel und konnte den Torpedos nur teilweise ausweichen. Fünf Torpedotreffer wurden erzielt. Fünf starke Detonationen, deren Explosionen die Nebelwand verstärkten, hallten über die See. Hinter ihrem Schutze ergriff der Rest des Verbandes die Flucht. '
Während sich dieses Seegefecht abspielte, entdeckte ein anderes Torpedoboot ein aus der Loire-Mündung flüchtendes Schnellboot vom Typ des Motor-Kanonenbootes, nahm es unter Feuer, enterte es auf hoher See und holte 25 Gefangene von Bord. Um an dem Gefecht der anderen Boote teilzunehmen, das er beobachtete, ließ der Kommandant die Leinen loswerfen und verzichtete auf die Versenkung des Bootes mit Rücksicht aus drei schwerverletzte Engländer, die sich an Bord befanden. Bei der Rückkehr unserer Torpedoboote vom siegreichen Gefecht wurde später das britische Kanonenboot in Schlepp genommen und in den Hasen eingebracht. Außer diesem Boot wurde kein Feindboot gesichtet, das aus der Bucht von St. Nazaire entkommen wäre. Der britische Zerstörerverband hatte vor der Loire-Mündung vergeblich auf Wartestellung gelegen.
Zu wenig Seift im Hause -er Lords!
Umwandlung in eine «Inielligenr-flrisiokralie" gefordert / Moskau lobt «feinen" krzbiflkof -
Drahtbericht unseres Vertreters
krv. Stockholm, 28. März. Das englische Oberhaus, das der Labour-Partei wegen seiner Zusammensetzung schon immer ein Dorn im Auge war, ist plötzlich Diskussionsgegenstand der britischen Innenpolitik geworden. Wie der „Daily Herald" ankündigt, soll es in eine regelrechte erste Kammer oder einen Gehirntrust umgewandelt werden. Dieser Reformplan scheint aber im wesentlichen vorläufig wohl nur ein Labourvorstoß zu fein. Den Angaben des Labour-Blattes zufolge, soll der Plan einer Umwandlung des Oberhauses bereits so weit gereift sein, daß die Regierung ihn in Borberatung genommen habe. Die wichtigste Reform soll darin bestehen, daß die rrerbliche Zugehörigkeit zum Oberhaus beseitigt wird. Künftig soll also nicht mehr jeder, der seines Vaters Lord-Titel erbt, das Recht haben, im Oberhaus zu sitzen, bloß weil er der Sohn eines Lords ist. sondern es sollen gewisse geistige Voraussetzungen gefordert werden. Das Haus der Lords soll demnach in eine Intelligenz-Aristokratie verwandelt werden. Interessant ist dabei jedenfalls, daß dem bisherigen Oberhaus der Charakter einer geistigen Auslese abgesprochen wird.
, Der „Daily Herald" will in dem neuen Oberhaus die Leiter der verschiedenen Kirchen, die Vorsitzenden der Unternehmer- und Arbeiterorganisationen, die Vorsitzenden der Stadträte. die Leiter der Gewerkschaftsbewegungen, Vertreter von Kunst, Wissenschaft, Literatur und der politischen Parteien, entsprechend ihrer Zahl im Unterhaus, versammelt sehen. Das.Labour-Blatt behauptet sogar, es sei ein Ministerausschuß für die Aus- a»b«tung eines größeren Verfassungsreform-Planes ein
gesetzt worden, bei dem die Umorganisation des Oberhauses nur einen Teil ausmache.
Bei Churchills bisheriger Reform-Feindseligkeit ist allerdings kaum damit zu rechnen, daß, selbst wenn das Kabinett auf Labour-Verlangen derartige Beratungen eingeleitet hat, aus solchen Absichten so rasch etwas wird. In diesem Punkt wenigstens ist Churchill mit den Konservativen absolut einig. Diese haben für den Fall einer Reform des Oberhauses ihrerseits' bereits eine Forderung angemeldet, über die es kaum ein Kompromiß geben würde: die Wiederherstellung des 1911 beseitigten Veto-Rechtes. Einstweilen bleibt der Oberhaus- reform-Plan wohl nur das Symptom für die allgemein fortschreitende Gärung und die Machtgelüste der Linken, die an vielen alten Einrichtungen Englands rüttelt.
Zwei der bei der letzten Umbildung des Kabinetts Churchills abgesägten konservativen Minister surd jetzt vom König zum Trost geadelt wordeü: der bisherige Kriegsminister Margesson ist zum Viscount gemacht worden und der Flugzeugminister a. D. Moore Braba- zon zum Baron. H
Die Sowjetagentur Taß gibt in einem Newyorker Bericht bezeichnende Tatsachen über die fortschreitende Bolschewisierung der Verengten Staaten von Nordamerika. Freudestrahlend teilt sie dabei mit, daß das Buch des Erzbischofs von Canterbury über die Sowjetunion in 1300 000 Exemplaren erschienen sei. Eine bessere Kennzeichnung hätte dieser anglikanische Kanzelhetzer und Deutschenfeind nicht finden können, als durch diese offizielle Moskauer Inanspruchnahme als einer der hauptsächlichsten bolschewistischen Agitatoren. Die Angaben der Taß über die zunehmende BolschLwisierung
der USA. sind höchst aufschlußreich. Auch diese Entwicklung ist das Werk des Judenstämmlings Roosevelt, der keine Ruhe gibt, bis sein Land im Krieg war. „In allen Schichten der Bevölkerung der USA. wächst das Interesse für die Sowjetunion, ihre Kultur (!) und ihre Armee", heißt es in dem Taß-Bericht/Der amerikanische Rundfunk bringe Kommentare üchrr die Sowjetunion und schildere die Kämpfe der Sowjetarmisten. Der Newyorker Stadtsender habe die Ueb'ertragung einer Programmserie über die Sowjetunion unter dem Motto „Unsere Verbündeten" organisiert. Mitte März sei über das ganze Land eine Sendung übertragen worden. In allen Großstädten liefen sowjetische Filme. In Hollywood werde die amerikanische Variante eines Sowjetfilms gedreht. Die Nachfrage nach sowjetischen Filmen sei in letzter Zeit sehr gestiegen. Großes Interesse herrsche für Aufsätze und Bücher über die Sowjetarmee und das sowjetische Volk. Besonders begehrt sei das Buch des ehemaligen amerikanischen Botschafters in der UdSSR., Dachs. Die Zeitschrift „Sowjet-Russian to day" habe in den letzten Monaten ihre Auflage vergrößert. Ein Buch mit dem Titel „Die Sowjets und was man von ihnen erwartet" (!) sei in 35 000 Exemplaren verkauft worden. Außer dem Buch des Erzbischofs von Canterbury seien, im letzten Jähr in den Vereinigten Staaten über 300 000 sowjetische Broschüren erschienen. In nächster Zeit erscheine ein Buch von dem Korrespondenten der Londoner „Times" sowie ein anderes „Pie erste Verteidigungslinie der Demokruchen". Zum. Schluß wird noch vermerkt, daß in den Bereinigten Staaten.auch «ine Reihe von Uebersetzungen sowjetischer Bücher er- schieua» HA
dungsversuch zu unternehmen. Und man kann den in der Nacht zum Sonnabend unternommenen Landungs- versuch mit dem Vorstoß gegen Zeebrügge vergleichen, der seinerzeit im Weltkriege 1918 von den Briten unternommen worden ist und in seinen Zielsetzungen eben- o scheiterte wie der jetzige. Wenn derlei Versuche aber o enden wie dieser — und es ist dafür gesorgt, daß ie so enden —, dann werden die Herren in London >ald die Finger davon lassen. Ein Zerstörer, neun Schnellboote, vier Torpedoboote hat dieser Schildbürger-Streich den Briten gekostet, dazu hundert Gefangene und auch noch blutige Verluste, während auf deutscher Seite nicht ein einziges Kriegsfahrzeug verlorenging und der angegriffene Stützpunkt ohne jeglichen Schaden blieb. Es hat wohl etwas geschehen müssen von feiten Churchills, damit den immer dringender werdenden Hilferufen — um nicht zu sagen den Befehlen Stalins — nach Schaffung einer zweiten Front seitens Londons, Folge geleistet wurde. Haben doch Lit- winow-Finkelsteins und Maiskys Reden nicht nur bei der britischen Bevölkerung selbst die geradezu stürmische Forderung nach einer Offensive auf dem europäischen Festland ausgelöst, sondern gleichzeitig tiefe Sorgen im Herzen Churchills erweckt, den Unwillen des Sowjet- gewaltigen Stalins auf sich zu ziehen. Wenigstens seinen guten Willen wollte da Churchill zeigen. Und so trieb er das kindische Spiel an der französischen Atlantikküste, obwohl ihm militärische Sachverständige in der englischen Presse noch vor wenigen Tagen eindringlich erklärt hatten, daß der Gedanke einer großen Offensive auf dem europäischen Festland dem Selbstmord Englands gleichkomme. An eine größere Offensive hat Churchill sich allerdings auch schon gar nicht herangetraut; und so versuchte er es mit einem Unternehmen ohne jeden militärischen Wert, seiner Glücksspielernatur entsprechend hoffend. daß vielleicht doch etwas Günstiges dabei für die Briten herauskommen könnte. Wie wir aus dem Wehrmachtsbericht erfahren, sollte die Schleuse von St. Nazaire gesprengt werden; aber die Wachsamkeit der deutschen Küstenartillerie machte schon im ersten Anfang auch diese Absicht zunichte. Dar voll mit Sprengstoff beladene alte amerikanische Zerstörer, der ein Schleusentor rammen und dann durch seine Explosion die Schleuse zerstören sollte, flog im Feuer der deutschen Marine-Batterien vorzeitig in die Luft, und in dem deutschen Unterseestützpunkt, dem der Angriff galt. ist keinerlei Schaden entstanden. Den Schaden hat allein Mr. Churchill und seine Briten und dazu noch den Spott der Welt, die wieder einmal mit Unterhaltungsstoff über einen Chur- chill'schen Schildbürgerstreich versehen ist. Churchill aber möchten wir sagen, daß er töricht war, so zu handeln, wie er tat, weil ihm doch das immer noch in Geltung befindliche Angebot des Führers zur Verfügung stand (und noch steht), demzufolge die Briten nur mitzuteilen brauchen. « o sie landen wollen, damit ihnen der Führer dazu Gelegenheit gibt, um anschließend daran mit ihnen die Waffen zu kreuzen. Aber so oder so: es mögen die Tommies nur so weiter machen. Sie mögen recht oft so kommen; denn je öfter unsere Truppen sie vor die Klinge kriegen, desto öfter werden sie sie schlagen und desto mehr Befriedigung fühlen dabei unsere Soldaten und das ganze deutsche Volk.
vemäß dem Prinzip Wenn es Churchills Abbes geringsten Widerstandes M dem
... . Streich von St. Nazaire
seinen guten Willen, die Sowjets im Osten zu entlasten, darzutun, so kann man das eine ihm wenigstens zugestehen, daß eine solche Entlastung die Sowjets heute bitter notwendig haben. Ihr Winterplan. der darin bestand, mittels des von USA. gelieferten Kriegsmaterials und eines ungeheuerlichen Aufgebotes an Menschenmassen die deutsche Front zu überrennen, ist heute, da wir am Ende des Monats März angelangt sind, endgültig unter furchtbarsten blutigen und materiellen Verlusten der Sowjets gescheitert. Noch immer zwar rennen sie an allen Abschnitten der Ostfront fast täglich von neuem verzweifelt an, um wenigstens die deutschen Vorbereitungen für die Sommeroffensive zu stören. Aber es ist dieses Anrennen heute im Gegensatz zur Zeit des Beginns des sowjetischen Winteroffensivversuchs ohne jegliche Hoffnung und ohne jegliche Bedeutung. Die Sowjets sind mit ihrem Winterplan gescheitert, und ohne operative Erfolge müssen sie selber zähneknirschend erkennen, am Ende ihrer Kraft zu einem entscheidenden Durchbruch oder auch nur zu einer Wendung der militärischen Lage angelangt zu sein. Da ist es denn nicht ohne Reiz, die
«M»»IIII»N»»IM»»I»III»I»MI»NIII,I»»IIMI»IIIMI»I»IIM»IIMI„I„„II»III»
Vnsor
Bei einem mißglückten Landungsversuch der Briten vor St. Nazaire verlor der Feind, außer den eingesetzten Truppen, einen Zerstörer, 9 Schnellboote und vier Torpedoboote.
Unsere Luftwaffe bombardierte kriegswichtige Anlagen in Moskau.
Toungoo befindet sich nunmehr fest in japanischer Hand.
Gauleiter Sauckel wurde zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz ernannt.
Die Gewinnabschöpfung wird zukünftig von den Finanzämtern veranlagt werden.
Staatsrat Pabst-Bremen soll vom Reichswirtschaftsministerium mit besonderen Aufgaben betraut werde».
Bremens Verwaltung wurde vereinfacht; der neuq
t«tt »« 1. AprU in Kraft.