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parteiamtliche lageszeitung
Has Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der freien Hansestadt lrcmen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblott des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Nr. Sö , 12. ZaArgang
Zreitag, 2?. Mär; 1942
kinzelpreis 15 Nps.
Wungking Iruppen in vurm a umzingelt
Japanischer Vorstoß auf toungoo / Vem sein- -er Nückzug nach Man-alap abgeschnitten
Me flndamanen besetzt
Schanghai, 28. März. Die ernste Lage der von Tschungking-Truppen verteidigten burmesischen Stadt Toungoo wird im Burma-Heeresbericht zugegeben. Den angreifenden japanischen Streitkräften gelang Dienstag abend die Umfliigelung der Tschungking-Streit- kräfte nördlich der Stadt. Der dortige Flugplatz wurde besetzt. Ein feindlicher Gegenangriff wurde in heftigen Kämpfen zurückgewiesen. Japanische Kavallerie erreichte in «eitausgreifender Bewegung Pesashe, etwa 30 Kilometer nördlich von Toungoo, wodurch Toungoo von der Straße «ach Mandalay abgeschnitten wurde.
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-Vnäsmsü — Sprungbrett nscb Inüien Nachdem die britische Nachrichtenagentur Reuter bereits die Einnahme der Andaman-Jnseln im Eolf von Bengalen gemeldet hatte, wird in Tokio amtlich bestätigt, daß japanische Truppen diese Inselgruppe besetzt haben. Wie das Kaiserliche Hauptquartier zu der Besetzung der Andamanen-Jnseln ergänzend mitteilt, führten japanische Armee- und Marinestreitkräfte in der Morgendämmerung des 23. März eine überraschende Landung in Port Blair auf der Insel Siid-Adaman durch. Die dort stehenden britischen Truppen hätten die Zwecklosigkeit eines Widerstandes einsehend bedingungslos kapituliert.
Die Operation gegen die Andamanen ist von großer strategischer Bedeutung. Die Andamanen liegen nur noch rund 1000 Kilometer von der Ostküste Britisch-Jndiens entfernt. Die Entfernung bis zu dem wichtigen britischen Flottenstützpunkt Trincomalee auf Ceylon beträgt nur rund 1200 Kilometer. Die wichtigsten Seeoerbindungen nach Indien lausen aus dem Indischen Ozean in den Golf von Bengalen, der jetzt, nachdem die Andamanen
wieder vier vriren-slug;euge herunterse-olr
Berlin, 26. März. Aus einem gemischten britischen Flugzeugverbapd, der in den Nachmittagsstunde» des Donnerstag die französische Westküste cknzugreisen versuchte, wurden nach bisher vorliegenden Meldungen durch Jagd- und Flakabwehr vier Flugzeuge mit Sicherheit und zwei weitere wahrscheinlich zum Absturz gebracht.
Neue NitterkreuprLger
Berlin, 26. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Obersts. Ernst. Seidemann, Chef des Eeneralstabes einer Luftflotte. Oberleutnant Gerhard Werner, Kompaniesührer in einem Infanterie-Regiment. Oberleutnant Wilhelm Eggers, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment.
in japanischer'Hand sind,, von der japanischen Flotte beherrscht wird. Die Seezufuhren nach Kalkutta und Madras sind damit stark bedroht. Der japanische Vorstoß in den Eolf von Bengalen, der jetzt zu der Besetzung der Andamanen geführt hat, ist die konsequente Auswertung der Eroberung von Singapur. Nachdem praktisch ganz Sumatra, Java, die Halbinsel Malakka und damit ein großer Teil der burmesischen Küste in japanische Hand gefallen sind, befinden sich fast 4000 Kilometer Küstenlinie am Indischen Ozean unter japanischer Kontrolle.
Die Andamanen sind sowohl als Flotten- wie als Luftbasis für die nächsten japanischen Operationen von unschätzbarem Wert. Die Hauptstadt der Inselgruppe, Port Blair, besitzt ebenso wie Port Cornwall einen ausgezeichneten Flugplatz. Geographisch bestehen die Andamanen aus den vier Hauptinseln Nord-, Mittel-, Süd- und Klein-Andaman sowie etwa 200 kleineren Inseln mit insgesamt 6500 Quadratkilometer. Die Bevölkerung von rund 18 000 Menschen setzt sich hauptsächlich aus Indern zusammen, nachdem die zwergwüch- sige Urbevölkerung von den Briten bis auf wenige 100 Köpfe ausgerottet worden ist. Die Inseln sind von dichten Urwäldern bedeckt, aus denen u. a. Ebenholz für die Ausfuhr gewonnen wird, während die meisten tropischen Nutzpflanzen eingeführt werden müssen. Port Blair war seit 1858 britische Strafkolonie für Indien.
Lrkol^reicste 8suberun§ 8umstrss
Wie Domei aus Meban meldet, hat eine Einheit des japanischen Heeres, die in Nord-Sumatra operiert, vor
kurzem 2975 feindliche Soldaten, die in Mißachtung der Befehle der niederländischen Behörden zur Einstellung des Kampfes ihren Widerstand gegen die japanischen Truppen fortsetzen, gefangengenommen. Es handelt sich bei den Gefangenen um 2102 Niederländer und 873 Briten. Der Feind ließ auf seiner wilden Flucht 143 Gefallene zurück. Bei den Kämpfen erbeuteten die japanischen Truppen sieben schwere Geschütze, zwei leichtere Geschütze» zwei Minenwerfer, 90 schwere Geschütze und leichte ME.'s, zahlreiche Kraftwagen, 13 Boote und 90 000 Tonnen Kohle.
Wieder Lomben suk kort kloresbv
Die Hauptstadt Nou-Guiueas, Port Moresby, wurde am 25. März zum 29. Male von japanischen Bombenstaffeln angegriffen. Es entstanden, wie der britische Nachrichtendienst zugeben muß. wiederum erhebliche Schäden an den Hafenanlagen und militärischen Einrichtungen. Im Hafen wurden zwei Transportschiffe durch Volltreffer in Brand geworfen.
Wie aus Melbourne gemeldet wird. wurde Port Moresby von britischen Truppen in Brand gesteckt und von ^»er gesamten weißen Bevölkerung geräumt. Es heißt, daß Stadt und Hafen Moresby nur noch ein Hausen Ruinen sind, und daß alle wichtigen Anlagen und Werkstätten zerstört seien. Moresby wird nunmehr als eine leere Stadt beschrieben. Noch vor wenigen Tagen wurde in Australien und London verkündet, daß die Briten das strategische Port Moresby bis zum letzten Mann verteidigen würden.
krneute feindliche Angriffe gescheitert
In teilweise harten NahkSmp.en - 5 Lustsiege von hauptmonn 7hleseld an einem rage
Aus dem Führerhauptquartier, 26. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Halbinsel Kertsch wurden schwächere feindliche Angriffe abgeschlagen. Im Donezgebiet scheiterten Angriffe des Feindes, die zum Teil von Panzern unterstützt waren, in erbittertem Nahkampf an dem hartnäckigen Widerstand deutscher und rumänischer Truppen. An verschiedenen Abschnitten der übrigen Ostfront wurden bei fortdauerndem Tauwetter feindliche Angriffe in teilweise harten Kämpfen ebenfalls abgewiesen. Oert- liche Angriffsunternehmungen verliefen erfolgreich. Am 24. März warfen Kampfflugzeuge in einem Hafen an der Kaukasuskiiste ein Handelsschiff mittlerer Größe in Brand. Ein deutsches Unterseeboot versenkte ostwärts Soll um aus einem stark gesicherten britischen Geleitzug einen Zerstörer. Deutsche Kampfflieger griffen den Hafen La Valetta auf Malta mit guter Wirkung an. Bor der Bucht Marsa Scirocco erhielt ein britisches Borpostenboot einen Bombentreffer. Nachtangriffe der Luftwaffe mit Bomben schweren Kalibers auf das Hafengebiet von Dover und kriegswichtige Anlagen der Stadt verursqchten große Schäden. Ein zur Aufklärung eingesetztes Kampfflugzeug schoß am Tage über der Südostküste Englands ein britisches Jagdflugzeug ab. Der Feind warf in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben aus mehrere Orte in Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Störungsflüge einzelner feindlicher Flugzeuge führten in das südliche Reichsgebiet. Nachtjäger und Flakartillerie schössen acht der angreifenden Bomber ab. Hierbei erzielte Oberleutnant
Becker seine» 15. und 16. Nachtjagdsieg. Hauptmann Ihlefeld schoß am 24. März seinen 70. bis 74. Gegner im Lustkamps ab."
Der britische Geleitzug, der durch ein deutsches Unterseeboot angegriffen wurde, befand sich auf der Fahrt von Alexandria nach Töbruk. Der Eeleitzug wurde erst gesichtet, als er bei Marsa Matruk mit Westkurs dicht unter der Küste fuhr. Das Unterseeboot verfolgte den Eeleitzug und ging in der Bucht von Sollum zum Angriff auf die Sicherungsstreitkräfte vor. Aus drei Be- wachern, die in Dwarslinie fuhren, wurde ein Zerstörer durch zwei Torpedotreffer versenkt. Harte Abwehr setzte ein, der sich das Boot zunächst entzog, um dann noch einmal gegen den Eeleitzug vorzustoßen, der sich inzwischen auseinanderaezogen hatte. Als Ziel griff sich das Boot einen schwerbeladenen Transporter von 5000 BRT. heraus, der nach Torpedotresfer in kurzer Frist unterging.
Die Ueberreste des am 22. und 23. März von italienischen und deutschen Luft- und italienischen Flottenstreit- kräften zersprengten englischen Eeleitzuges wurden, wie ein Sonderberichterstatter der Stefani meldet, als sie bereits in Sicht der ägyptischen Küste waren, erneut von zwei italienischen Torpedoflugzeugen angegriffen. Zwei Kreuzer, die den Eeleitzug begleiteten, erhielten Torpedotreffer. Einer der Kreuzer hatte sofort Schlagseite, während das Ergebnis des Treffers bei dem anderen wegen der starken Rauchentwicklung, die auf die Explosion folgte, und des heftigen Feuers der feindlichen Flak nicht näher festgestellt werden konnte.
0er Neichspressechef sprach ;u den Kriegsberichtern
Berlin, 26. März. Reichspressechef Dr. Dietrich sprach Mittwoch abend im Haus der Deutschen Presse vor zahlreichen Kriegsberichtern des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Waffen-jj, die zur Zeit zu einem kurzen Ausbildungslehrgang kommandiert sind. Der Reichspressechef gab den Wort- und Vildberichtern,
die sich in jahrelangem Fronteinsatz bewährt und ausgezeichnet haben, einen lleberblick über die politische Lage und Richtlinien für ihre zukünftige Arbeit. Ein sich anschließender Kameradschastsabend vereinte die Kriegsberichter mit Offizieren des Oberkommandos der Wehrmacht und mit Männern der deutschen Presse.
offenlwe der fllltterten wäre „Selbstmord"!
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Hauptmalln Werner Stepban
Bordeaux, Ende März. An der AtlantikkLste, fünfhundert Kilometer weiter nach Westen, hat man die historische Tatsache der Kampfstellung zwischen Frankreich und England nie so vollständig aus der Erinnerung zu streichen vermocht wie in Paris. Dreihundert Jahre lang hat London die Herrschaft über weite Gebiete des Kontinents zwischen Kanal und Pyrenäen, zwischen Calais und Diarritz ausgeübt. Immer, seit jene Plantagenets, die vom Unterlauf der Loire aus nach England hin- übergegangen waren, die Krone von Aquitanien erheirateten, gab es Einmischungen von der Insel her in die französische Innenpolitik.
Als wir uns der bretonischen Küste nähern, werden wir bald an jenes Fürstengeschlecht erinnert, das seinen Namen plantu Avnssta von der verbreitetsten Pflanze des atlantischen Küstenraumes empfing: dem Ginster. Denn hier blüht, während in Paris noch der Schnee die Wege der Anlagen bedeckt, der gelbe Strauch in verschwenderischer Fülle an allen Wegen. In den Gärten am Meer wird nicht nur durch viel Taxus, Lorbeer und Tamarisken der Eindruck einer immergrünen Landschaft vorgetäuscht. Man sieht unter diesem milden Himmel auch schon blühende Kamelien, die weiter im Süden durch Narzissen ergänzt werden. Die deutschen Soldaten aller Wehrmachtsteile, die von hier aus, defensiv oder offensiv, den Kampf gegen England führen, pflegen die Blumen und halten die Sommervillen der Pariser blitzblank instand. Und wenn dazwischen die französischen Fischer mit ihren roten Hosen, die Frauen mit ihren "riesigen weißen Hauben und den bunten Holzschuhen umhergehen, dann entsteht ein farbenfrohes Bild, das einen lebhaften Kontrast bildet zu der Wucht der großlinigen Landschaft, deren Charakter durch das gewaltige Meer bestimmt wird.
Wie sich früher das Idyll der Sommerhäuser in basischer Bauart mit den ewigen Wogen des grauen Atlantischen Ozeans vertragen haben mag. ist heute nicht mehr recht festzustellen. Denn der Stil, den die deutsche Front an der Atlantikküste herausgebildet hat, ist trotz Blumen und bunter Farben so monumental wie der Kampf, der hier geführt wird. Die Küstenbefestigungen. die Flugplätze, die Stützpunkte der Kriegsmarine sind großzügig und großartig wie diese Landschaft. Und wer diese jahrtausendalten Dolmen besucht, an denen die keltische Urbevölkerung ihre Götter verehrte, oder die in Naturstein roh gefügten Burgen aus der Normannenzeit, sieht Schöpfungen, die der Wirklichkeit von heute nahekommen. Imposanter jedoch sind die neuen Bauten, die Europa im Abwehrkampf gegen die Feinde des Kontinents in jener breiten Zone der Atlantikküste schuf. Allen voran die riesenhaften Bunker, mit denen die deutsche Kriegsmarine die U-Boote schützt, die von den Ozeanfahrten in ihre Häfen zurückkehren. In unvorstellbar kurzer Zeit sind sie aus dem Küstenstreifen hervorgewachsen und geben nun den französischen Städten ein gänzlich neues Gepräge. Wie mod'ern sie sich mit ihrer Konstruktion aus Beton und Stahl aus den etwas verschlafenen Orten herausheben, die jahrzehntelang kaum noch ein neues Haus, eine neue Anlage entstehen sahen! Wie die deutsche Organisation plötzlich Leben in das Bild dieser Hafenplätze gebracht hat, die so lange, jeder Neuerung abhold, die Einrichtungen der französischen Zivilisation von 1850 als unübertrefflich und für alle Jahrhunderte gültig empfanden!
Nun stehen Arbeiterkolonnen, aus allen Ländern Mittel- und Westeuropas, angeleitet von deutschen Werkmeistern und Vorarbeitern, inmitten der Stagnation kleinbürgerlichen französischen Provinzlebens an neuesten Maschinen. Ihre Autobusse fahren durch die leicht melancholischen Dörfer, in denen ehemals vor 150 Jahren die Chonans sich im Kampf gegen die große Revolution verbluteten. Plötzlich ist das ganze Land, in dem die Wiesen aus Mangel an Arbeitskräften versauerten und die Knicks wild wucherten, von höchster Aktivität und Tatkraft erfüllt. Denn hier ist vorderste Front. Hunderttausende von Arbeitern schaffen in dieser Region am Ozean, Hunderttausende von Männern kämpfen
Vas -ber-aus jammert um Singapur / t-urchill: «Noch nicht am kn-e ..
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Drahtbericht unseres Vertreters
bv. Stockholm, 26. März. Das englische Unterhaus ist seit Beginn des Krieges oft der Schauplatz erbitterter Debatten über Niederlagen gewesen. Es bestand genügend Anlaß dazu, aber selten war eine Debatte von solchem geradezu verzweifelten Entsetzen ^über den eigenen Niedergang erfüllt wie die am Mittwoch im Oberhaus über den Verlust von Singapur. Dem Unterhaus ist es bisher unmöglich gemacht worden, diese Katastrophe zu erörtern. Churchill hat es fertiggebracht, «ine solche Behandlung zu hintertreiben durch immer neue Ausflüchte, wonach die Regierung keine ausreichenden Informationen erhalten habe. Bei den Lords ging es nicht länger. Die Debatte wurde mehr als stürmisch. Kein Wunder, wenn das Reuterbüro sich nicht gerade bemüßigt fühlt, diese Debatte lang und breit in Umlauf zu fetzen.
Im Zusammenhang mit der Singapurdebatte macht übrigens die „Times" ein interessantes Eingeständnis: Sie enthüllt, daß die von dem neuen Kriegsminister angeordnete „Säuberungsaktion (L I» Stalin) innerhalb des englischen Offizierkorps hauptsächlich aus die Erfahrungen beim Malaya-Feldzug zurückgehe. Bon jetzt ab werde keinerlei Schlappheit, weder physisch noch psychisch, nirgendwo geduldet werden. Beim Malaya-
Feldzug habe sich eigentlich nur ein einziger Befehlshaber im Vollbesitz der nötigen geistigen Kräfte — Initiative, Phantasie und Erfindungssähigkeit — gezeigt, nämlich der australische General Gordon Bennett. Als besonderes Zeichen für diese Fähigkeiten wird angeführt, daß es ihm gelungen sei, nach der Kapitulation zu entkommen. Wenn Flucht unter Bruch von Uebergabe- bestimmungen als Zeichen für die besonderen Qualitäten englischer Osfiziere gilt, so ist das allerdings ebenfalls bezeichnend.
Die „Times" geht auch auf die von dem Sowjetbot- schafter Maisky erneut geforderte Offensive kurz ein. Sie erklärt, die Kämpfe an der sowjetischen Front binnen der nächsten Monate könnten vielleicht die Enrscheidung des Krieges herbeiführen. „Englands Ehr« und eigenes Interesse schaffen sowohl für die englische Kriegsindustrie wie die englische Diplomatie unabweisbare materielle und moralische Verpflichtungen. Es ist mehr als töricht, jetzt zu zweifeln, oder die Erfüllung der Verpflichtungen aufzuschieben." Aus dieser Stellungnahme der „Times" geht hervor, daß jede Bezugnahme auf die militärischen Pflichten fehlt, daß England auch weiterhin plant, die Sowjets durch Vertröstung auf Kriegsmateriallieferungen oder andere diplomatische Versprechungen — neue Wechsel auf Europas Bolschewisie- rung — zu befriedigen. Der Ausdruck „moralisch" im
Zusammenhang mit dieser englischen Diplomatie ist besonders hübsch, um die Erfüllung der Maiskyschen Forderungen nach gemeinsamer Offensive steht es also nicht sonderlich günstig, er wird wohl die gleiche Rede noch etliche Male wiederholen können.
Churchill selber hielt vor der Konservativen Partei eine Rede, die an pessimistischen Aspekten neben einigen illusionistischen Phrasen nichts zu wünschen übrig ließ. „Ich kann heute keine Garantie dafür leisten, daß wir am Ende unseres Mißgeschicks angelangt sind." Dieser klare Satz wird zwar von der üblichen Phrase begleitet, daß bei einem Rückblick auf das düstere Vorjahr die Kriegslage sich inzwischen gewaltig gebessert habe, aber er steht auch neben der zweiten vielsagenden Wendung: „So wie ich Sie im vergangenen Fahre ermähnt habe, daß wir nicht Erfolge haben können, die nicht durch Rückschläge unterbrochen werden, so brauchen wir im Jahre 1942 nicht zu erwarten, daß wir Rückschläge haben, die nicht durch Erfolge abgelöst werden können."
Churchill meint also, daß das Jahr 1942 neben sicheren Rückschlägen auch die Möglichkeiten von Erfolgen in seinem Schoß berge, während er für das vergangene Jahr immerhin den Akzent auf die Erfolge gelegt hatte und vorsichtshalber die Rückschläge in Aussicht stellte. Es tritt aus dieser Darstellung der Lage und den Mög- (Fortsetzung aus S«i4>
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An der Ostfront scheiterten erneut feindliche Angriffe, teilweise in erbitterten Nahkämpfen.
Unsere Luftwaffe bombardierte das Hafengebiet von Dover.
London steht im Zeichen düsterer Vorahnungen kommender Niederlagen der Alliierten.
Die Japanxr besetzten die Andamanen-Jnselgruppe im Eolf von Bengalen.
Durch den japanischen Vormarsch auf Toungoo wurde dem Feind der Rückzug nach Mandalay abgeschnitten.
Reichspressechef Dr. Dietrich sprach vor Kriegsberichtern.
Staatssekretär Dr. Landfried unterrichtete sich durch einen Besuch über die Aufgaben der Oldenburger Wirtschaft im Kriege.
Eauwirtschaftsberater Fromm wurde zum Wehr- wirtschaftsführer ernannt.
Bei der Hapag sind nach dem Ausscheiden mehrerer Vorstandsmitglieder, neue ernannt worden.
Die Bilanzsumme der Dresdner Bank hat die 5-Milliardeu-Grenze überschritten.