Ausgabe 
(26.3.1942) Nr. 85
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parteiamtliche Lageszeitung

Oas Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadt Vremcn

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatt des Neichsstattffalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 85 , 12. Jahrgang

Donnerstag. 26. März 1942

kinzetpreis 15 Npf.

vmweiselter

UM

„1942 das entscheidende labe der sMiierten" / Sosortoffensioe-oder Niederlage!

Vle krsolge der Vreierpaktmachte

8. k. Berlin, 24. März. Noch nicht lange ist der verzweifelte Hilfeschrei des Juden Finkelstein in Wa­shington verhallt, da ertönt aus London der gleiche Ruf des Sowjetbotschafters Maisky an die Adresse der Komplizen des bolschewistischen Weltfeindes-in London und Washington. „Das Jahr 1842 ist der entscheidende Augenblick für die .Alliierten', rief Maisky aus und bekundete, daß jede Hoffnung auf Sieg schwinde, wenn man nicht sofort den Bolschewisten Hilfe leiste. „Man müsse sofort die Offensive ergreifen, wenn man wirklich den Sieg zu erringen wünsche." Dann kommt das alte Klagelied, die Alllliierten mühten alles, was sie hätten, in die Waagschale werfen, um für den entscheidenden Kampfplatz der Front in der Sowjetunion Unterstützung zu leisten. Wie, wann, und in welcher Form dies getan werden könne, sei eine Angelegenheit der Alliierten. Von allergrößter Bedeutung sei es jedoch, dah die gesamte Arbeit der Generalstäbe von einem Gedanken beseelt sei: „1942 und nicht 1943 die Initiative zu gewinnen," das sei die Pqrole einer modernen Kriegführung, sagt der mauschelnde Jude Maisky und wagt es dabei zu be­haupten, daß die Sowjets den Deutschen die Initiative abgenommen hätten und beabsichtigten, ihnen keine Ge­legenheit zu geben, sie wiederzugewinnen. Dann folgt die schallende Ohrfeige für die „Alliierten" mit dem Satz: „An einigen fronten liegt die Initiative noch beim Feind, die Alliierten aber mühten diesem Zustand ein Ende machen." Wenn der Feind von Offensivgeist strotzt — das fürchtet offenbar Herr Mai^y — so mühten die Alliierten eben noch mehr von diesem Geist aufbringen. Maiskys ganze Furcht geht aus das Jahr 1942, das beweist sein Satz, dah der Feind der Alliier­ten offenbar im Frühjahr und Sommer seine Höchst- anstrengung zu lxisten beabsichtige. Nun mühten auch die Alliierten alles auf das Jahr 1942 setzen.

Der Maiskyschrei soll offenbar die gerade in diesen Tagen ergangenen Andeutungen der USA. über die Unmöglichkeit, eine Offensive in diesem Jahre zu star- - ten, paralysieren. Die Bolfchewistenfreunde in London sollen alles auf eine Karte setzen, obwohl sie, wie die

Aeußerungen Wavells beweisen, die wir an anderer Stelle ausführlich behandeln, hierzu einfach nicht in der Lage sind. — England fehlen jene großen Rüstungs­reserven, die dazu erforderlich seien, es fehle aber vor allem an Nachschubmöglichkeiten wie an der Luftherr­schaft an den entscheidenden Punkten. - Nichts anderes hat der jüdische Labourabgeordnete Shinwell in der Aussprache des Unterhauses über die Kriegsproduktion zum Ausdruck gebracht. Er konnte zunächst einmal nur auf die zu erwartenden notwendigen Schiffslieferungen her USA. für das Jahr 1943 verweisen, mußte aber ergänzen, daß selbst für dieses Jahr, sofern wirklich das volle Programm der USA., das erst für Ende 1943 zu erwarten sei, verwirklicht werde, keine Schiffs- mann>chaften in ausreichendem Umfang zur Verfügung

stünden. Was für einen Zweck aber habe es, wenn man wirklich für eine Offensive Geschütze und Waffen besitze, die man nicht transportieren könne. .

Die schwere Auswirkung der Seekriegführung der Dreierpaktmächte, die sich gerade eben neben den ll-Boot- Erfolgen im Atlantik in der Seeschlacht bei Malta er­neut erwiesen hat, zeigen sich in diesen Folgen. Dah aber auch die rötesten Bolschewistenfreunde, wie Shinwell, nur in der Lage sind, aufnegativc Seiten der USA.- Hilfe, von der sich wieder Britanni,.c abhängig fühlt, zu verweisen, ist bezeichnend für die Situation der „Alliierten", die zwar sicher in diesem Jahre die ver­zweifeltsten Anstrengungen machen werden, um ihre verlorene Position zurückzugewinnen, die aber dennoch ihr Schicksal nicht mehr werden wenden können.

Ver sülirer empfing König Voris

Herrliche fluslproche im Seifte der Waffenbrüderschaft und freundschasr Neukschlands und Sulgarlend

Fjihrerhauptquartier, 25. März. Der Führer empfing am 24. März in seinem Hauptquartier König Boris von Bulgarien und hatte mit ihm eine lange und herzliche Aussprache. Die Besprechung verlies im Geiste der im Weltkrieg begründeten Waffenbrüderschaft und Freundschaft zwischen Deutschland und Bulgarien. Abends war König Boris Gast des Neichsministers des Aus­wärtigen in seinem Quartier. Am 25. März stattete König Boris dem Reichsmarschall Hermann Göring in Karinhall einen Besuch ab.

Erst vor wenigen Wochen jährte sich der Tag, da das Königreich Bulgarien durch den Beitritt zum Drei­mächtepakt seine schon seit langem bestehenden engen Beziehungen mit den europäischen Ordnungsmächten züm Ausdruck brachte. Bei der politischen und militäri­schen Situation des Frühjahrs 1941 war dieser Schritt durchaus nicht gefahrlos. Es gehört )chon der ganze Mut und die feste Entschlossenheit einer Führung dazu. den kommenden Auseinandersetzungen mit der klaren Entscheidung für die Zusammenarbeit mit den Achsen­mächten die Stirn zu bieten. Wir wissen, daß König Boris III. diese Ausrichtung der bulgarischen Außen­

politik höchst persönlich festgelegt und durchgeführt hat, aber selten ist das bulgarische Volk seinem Herrscher so bereitwillig und überzeugt gefolgt, wie in diesem Augenblick. Wenn von der deutsch-bulgarischen Freund­schaft die Rede ist, so denkt man zu allererst an die gemeinsame Front im Weltkrieg, an die siegreichen Kämpfe gegey den serbischen Brandstifter, aber auch an das große getneinsam erlittene Leid nach dem Zusam­menbrach 1918. Im Falle der deutsch-bulgarischen Freundschaft stimmen alle Faktoren im seltenen Gleich­klang zusammen, die Verbundenheit der Herzen ebenso wie die nüchternen Erwägungen politischer, wirtschaft­licher und militärischer Natur.

Das deutsch-bulgarische Bündnis des Weltkrieges ent­sprang nicht einxr zufälligen Machtkonstellation, son­dern der Erkenntnis, daß auf der Balkanhalbinsel nur ein Volk führen kann, das hierzu die Kraft, die geschicht­liche Vergangenheit ünd die geistige Fähigkeit besitzt und das darüber hinaus durch seine Siedlungslage und seinen Charakter auf eine friedliche und aufbauende Tätigkeit hinarbeitet. Alle chiese Faktoren vereinigen sich im bulgarischen Volk.

Vor gestrige westrmachlsbericht

Aus dem Führerhauptquartier, 25. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Auf der Hqlbinsel Kertsch wurden erneute Angriffe stär­kerer Kräfte des Feindes abgewiesen. Jm»Donez- Eebiet scheiterten die andauernden starken Angriffe des Feindes an der Abwehr deutscher und rumänischer Truppen. Bei den erfolgreichen örtlichen Angriffen deutscher Truppen an der Front Charkow erlitt der Gegner hohe Verluste an Menschen und Material. Im nördlichen Frontabschnitt haben Verbände des Heeres und der Waffen-in mehrtägigen harten An- grisfskämpsen unter schwierigsten Gelände- und Witte­rungsverhältnissen den in die eigenen Stellungen ein­gebrochenen Feind geworfen und Gegenangriffe stärkerer Kräfte erfolgreich abgewiesen. Bei diesen Kämpfen hat sich die -Polizeidivision besonders ausgezeichnet. In allen Abschnitten griffen Verbände der Luftwaffe wirk­sam in die Erdkämpfe ein. Im Hafen von Murmansk gelang es bei Luftangriffen ein größeres Handelsschiff sowie Kai-Anlagen erheblich zu beschädigen. Deutsche Jäger schössen im hohen Norden sieben Jagdflugzeuge des Musters Hurricane und ein sowjetisches Flugzeug ab. Eine Jagdstaffel des italienischen Expeditionskorps hat sich an der Ostfront als Begleitschutz deutscher Flug­zeuge besonders bewährt. Die 2V. Panzerdivision hat in mehrwöchigen schweren Abwehrkämpsen im Osten über 149 zum Teil überlegene und von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgewehrt und hierbei insgesamt 65 Panzer vernichtet. -

In Nordafrika geringe beiderseitige Spähtrupptätig­keit. Schifssziele des Hafens La Valetta auf Malta wurden am Tage in rollendem Einsatz erfolgreich bom­bardiert. Hierbei erhielt ein Kreuzer mittschiffs einen Bombentreffer, während andere Bombeneinschläge in unmittelbarer Nähe von zwei Handelsschiffen sowie in Dockanlagen und im Arsenal beobachtet wurden. Wei­tere Luftangriffe richteten sich gegen Flugplätze der Insel. Begleitende Jäger brachten zwei britische Flug­zeuge zum Absturz. An der Südküste Englands belegten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht die Häfen von Portland und Weymouth mit Bomben. Mehrere militärische Ziele wurden schwer getroffen. Bei wirkungslosen Angrifssoersuchen eines gemischten bri­tischen Jagd- und Bomber-Verbandes am Tage auf das französisch-belgische Küstengebiet verlor der Feind durch Jagdabwehr acht Flugzeuge. In der letzten Rächt schössen Flak und Marineartillerie zwei britische Bom­ber ab."

für eine der kühnsten Inten der Seegefchichte

Hoffe ftnerkennung kür den erlolgeeirffen

Vi/.eaäwiral Siliax

Berlin, 25. März. Der Führer verlieh auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Groß­admiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Vizeadmiral Otto Ciliax, Befehlshaber der Schlachtschiffe und Kapitän zur See Kurt Hoffmann, Kommandant des Schlachtschiffes „Schürnhorst".

'Im Juni 1941 übernahm Vizeadmiral Ciliax als Befehlshaber der Schlachtschiffe des Kommando über die in Brest liegende deutsche Kampfgruppe, bestehend aus den Schlachtschiffen „Scharnhorst" und „Eneisenau" und dem Schweren Kreuzer „Prinz Eugen". Ihm wurde die Aufgabe gestellt, diesen Schiffsverband durch den

der Schlachtschiffe durch den Kanal

Kapitän 2 . 8vv UoKmuiin

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Kanal zu führen. Vizeadmiral Ciliax bereitete diese Unternehmung, die zu den kühnsten Taten der See­geschichte gehört, umsichtig und mit Tatkraft vor und führte sie dann mit größtem Schneid dxrch. Er selbst legte dabei höchste persönliche Einsatzbereitschaft Und außergewöhnliche Tapferkeit an den Tag. Kapitän zur See Hoffmann ist seit Kriegsausbruch Kommandant des Schlachtschiffes „Scharnhorst" und hat sein Schiff bei allen Feindoperationen mit hervorragender Tapfer­keit und größtem Schneid geführt. Bei dem Marsch der Schlachtschiffe durch den Kanal bewies Kapitän zur See Hoffmann erneut seine außerordentliche Einsatz­bereitschaft und persönliche Unerschrockenheit.

Sie fthschnürung fluslraliens gelil weiter

Nach der velehting der Iylel Vuka / kriegsröte statt Hilfe / Nee Muff mir dem „ftrmeeluflkorps"

L. k. Berlin, 25. März. Die Kriegslage im Pa­zifik ist im Augenblick dadurch gekennzeichnet» dah die Japaner ihre bisherigen Erfolge durch Zwischenopera- tionen in auherordentlich bedeutsamer Form abrunden, bevor sie die kürzlich von dem Sprecher der Kriegs­marine Kapitän Hiraide» angekündigte Fortsetzung der strategischen Erohoperationen eröffnen, deren Vorberei­tung natürlich eine gen-isse Anlaufzeit erfordert. Der Besetzung der zur Salomon-Gruppe gehörenden Insel Bukst kommt, wie von japanischer Seite festgestellt wird, in diesem Zusammenhang eine dreifache Bedeutung zu: 1. Die japanische Kontrolle der Salomon-Jnsel unter­bindet jede Belieferung des belagerten Australien durch Amerika via Samoa. 2. Der Verlust Bukas beraubt die

Alliierten eines wichtigen Stützpunktes für die Guerilla- taktik gegen die Japaner. 3. Nordaustralien ist von den japanischen Streitkräften nunmehr völlig abgeriegelt/ die gleichzeitig eine wichtige Basis für weitere Ope­rationen gegen die pazifischen Inseln östlich Australiens,' wie Neue Hebriden und Neukaledonien» gewonnen haben.

Auch gegenüber Indien entwickelt sich die strategische Lage durch die Erfolge in Burma ständig zugunsten Japans, dessen Truppen, wie der Londoner Kommen­tator Robert Harris feststellt, dort bereits bedrohlich weit vorgerückt sind. Der britische Sprecher verband diese Betrachtungen,mit einer Erörterung des Auftra­ges von Lripps, uiin „der indischen Führung" zu be­

scheinigen, sie stelle noch immer merkwürdige Ansprüche. Deshalb dürfe der Vorschlag von Cripps in keiner Weise mehr debattiert werden. Auch hier tritt also die ulti­mative Forderung Englands einerseits und seine Zwangslage in Indien andererseits ganz deutlich zu­tage.

Um diese Situation zu bemänteln, erfindet London immer neue Agitationsmanöver. Nach dem Rummel mit Wavell und Mac Arthur kommt nun die Kam­pagne mit dem „Armeelustkorps". Es handelt sich um das große Geschrei über die Schaffung einer kombi­nierten Einheit, die die Zusammenarbeit einer moto­risierten Heeresdivision mit Luftstreitkräften und ferner (Fortsetzung auf Seite 2)

Von

Qsnsrallsutasnt von lisscbov/itr

Clausewitz sprach einmal von der Kriegsgefahr, diS sich aus „gewaltsam zusammengepreßten Nationen er­gibt". Für niemand trifft dieses prophetische Wort mehr zu als für Deutschland, Italien und Japan Ihnen allen fehlt Lebensraum. Roosevelt hat. in seiner Chika- goer Rede vom Jahre 1937 im Hinblick hierauf das Wort von der Revolution der Habenichtse geprägt. Heute stehen drei Habenichtse nebeneinander, um ihr Recht auf Lebensräum zu erkämpfen, nachdem alle Ver­suche, dies Ziel auf friedlichem Wege zu erreichen, fehl­geschlagen waren.

In Deutschland richtete sich der Drang' nach Erwei­terung des Lebensraumes seit über 1000 Jahren nach 'den dünn besiedelten Gebieten des Ostens. Schon im 10. Jahrujidert, zur Zeit der großen Sachsenkaiser, be­gann planmäßig das Vordringen von der Elbe zur Oder. Als dann unter den Hohenstaufen der Blick der deutschen Kaiser sich vom Osten abwendete und immer mehr aus Italien richtete, übernahmen ^der deutsche Orden, die Hansa und der deutsche Bauer die Auf­gaben, die unter den Sachsenkaisern von Reichs wegen durchgeführt worden waren. So dehnte sich das deut­sche Einflußgebiet allmählich auf Ostpreußen aus, auf Kurland. Litauen und Schlesien. Durch die inneren Wirren, von denen Deutschland im 16. und 17. Jahr­hundert erschüttert wurde, sowie durch das Erstarken Rußlands trat'die Frage der Kolonisation des Ostens allerdings wieder zurück. In großartiger Weise wurde sie aber dann zur. Zeit Friedrichs des Großen 'im 18. Jahrhundert wiederaufgenommen. Im 19. Jahrhun­dert verhinderten jedoch die napoleonischen Kriege und der Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland, der erst am 3. Juli 1866 auf dem Schlachtfeld von König- grätz sein Ende fand, die weitere Verfolgung der Ost- pläne der alten Sachsenkaiser. '

Im Weltkriege 1914—1918 spielten sie aber wieder eine entscheidende Rolle. Das Ziel der deutschen Reichs­politik war es damals, ein Herzogtum Kurland und ein Eroßfürstentum Litauen im engsten Anschluß an Deutsch­land und in Personalunion mit dem Haus Hohenzollern zu errichten. Man hoffte, hierdurch «inen Schuhwall ge­gen Rußland zu erhalten und Land für Siedlungs-

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Avsdem Führerhauptquartier, 25. März. Der Führer verlieh dem Leutnant Hans Strelow, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdi­gung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anlählich Ihres 66. Luftsteges als 84. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler.«

Dex Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehls­habers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Flieger Bogatsch, General der Luftwaffe beim Oberkom- mando des Heeres. -

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Mecke zu gewinnen. Die weitgehendsten deutschen Wünsche schienen erreicht zu sein, als am 17. März 1918 in Brest-Litowsk bei Abschluß des Friedens mit der damaligen Sowjetunion bestimmt wurde, daß Polen, Litauen, Kurland und ein Teil von Livland von Ruß­land losgelöst werden sollten. Diese Abmachungen wur­den im Jahre 1919 durch das Versailler Diktat zunichte gemacht.

In Italien steht die Erweiterung des Lebensraumes in engster Verbindung mit der Frage des Mittelmeeres. Seit England dessen beide Zugänge, die Straße von Gibraltar, das bereits am 4. August 1704 während des spanischen Erbfolgekrieges von ihm besetzt wurde, und den Suezkanal in der Hand hat. ist das Mittelmeer für Italien tatsächlich ein mors clsusum, ein verschlossenes Meer geworden, aus dem ihm der Zugang zum Welt­meer jederzeit verwehrt werden kann. Für England bedeutete die Herrschaft im Mittelmeer die Sicherung des kürzesten Verbindungsweges mit Indien. Bezug­nehmend hierauf sagt« Mussolini am 1. November 1936 in seiner Mailänder Rede: „Italien ist eine Insel, die aus dem Mittelmeer aufsteigt. Dieses Meer ist für Groß­britannien eine Route. . . . durch welche es seine feryen Territorien schneller zu erreichen vermag, für uns ist es das Leben". Das Ziel Italiens ist ep also, England aus seiner Machtstellung im Mittelmeer, die sich auf den Besitz von Gibraltar sowie der Stützpunkte Malta und Cypern und aus die Beherrschung des Suez-Kanals stützt, zu verdrängen.

Aehnlich wie die Achsenmächte gehört auch Japan — um mit Clausewitz zu reden — den den „gewaltsam zu­sammengepreßten Nationen". Ueber 1000 Menschen woh­nen dort durchschnittlich auf dem Quadratkilometer kul­tivierten Bodens. Japan wollte seinen Menschenüber- fluß zunächst auf das asiatische Festland ablenken. Nach dem russisch-japanischen Krieg besetzte es 1910 Korea,

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Der Führer empfing in seinem Hauptquartier König Boris von Bulgarien; dem Reichsmarschall Her­mann Göring stattete König Boris in Karinhall einen Besuch ab.

Im nördlichen Abschnitt der Ostfront wurde der Feind in harten Angriffskämpfen geworfen.

Auch deutsche Angriffe ostwärts Charkow waren erfolgreich.

Im Hafen La Valetta erhielt ein feindlicher Kreu­zer Bombentreffer.

Maisky richtete einen verzweifxlten Hilferuf an die Verbündeten des Bolschewismus.

Die japanische Luftwaffe richtete einen vernich­tenden Großangriff gegen die auf der Insel Corre- gidor eingeschlossenen USA.-Truppen.

Die Abschnürnng Australiens geht weiter.

Der Reichswakter des NSLB. ruft zum neuen „Hilf-mit"-Wettbewerb „Für Deutschlands Frei­heit" aus.