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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Zreien fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmltiches verkündungsblolt des veichsstottlzalters in Oldenburg und vremen
Nr. 84 , 12. Jahrgang
Mittwoch. 25. März 1942
kinzelpreis 15 Npf.
licht Schlüge gegen die feindschiffahet
wieder 10ö 000 VM. versenkt /15 Schiffe, darunter 7 große ranker, vor der USfl.-Küste...
Im Mlttelmeer 1S 999 VM.
Auch im Schwarzen Meer und um England!
Aus dem Führer Hauptquartier, 24. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Auf der Halbinsel Kertsch wurden schwächere, im Do- uezgebiet stärkere Angriffe des Feindes abgewiesen. Auch an der übrigen Ostfront brachten Angriffs- > und Abwehrkämpfe weitere Erfolge. Im Seegebiet südlich Sewastopol versenkten Kampfflugzeuge durch Lufttorpedotreffer ein Handelsschiff von 5999 BRT. und vernichteten in einem Hafen der Kaukasuskiiste ein Unterseeboot. Zwei weitere Unterseeboote erhielten Bombentreffer. In Nordafrika verlor der Feind bei einem Angriffsversuch aus einen Flugplatz in der Cyrenaika durch Jagd- und Flakabwehr fünf Flugzeuge.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote vor der amerikanischen Küste 13 feindliche Handelsschiffe mit 89 399 BRT„ darunter sieben grohe Tanker. Ein weiterer Tanker von 11 999 BRT. wurde durch Torpedotrefser so schwer beschädigt, daß auch mit feinem Untergang zu rechnen ist. Auch im Mittelmeer wurden dem Gegner schwere Verluste zugefügt. Im Zusammenwirken mit italienischen Ä»ft- und Seestreitkräften gelang es der deutschen Luftwaffe, einen auf Malta zusteuernden Eeleitzug zu zerschlagen. Dabei versenkten deutsche Flugzeuge allein drei Handelsschiffe mit etwa 18 999 BRT. und beschädigten drei weitere Handelsschiffe, einen Kreuzer und einen Zerstörer schwer.
Im Kampf gegen die britische Insel vernichtete die Luftwaffe am Tage im Hafen von Newhaven ein Handelsschiff von 3999 BRT. und belegte Munitions- soMie Betriebsstofflager dieses Schnellbootstützpuuktes erfolgreich mit Bomben. Wirksame Nachtangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gegen militärische Ziele der Hafenstädte Davor und Portland. An den Erfolgen vor der amerikanischen Küste ist das Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Mohr hervorragend beteiligt."
Kapitänleutnant Mohr versenkte mit dem gleichen Boot im November vorigen Jahres den britischen Kreuzer „Dunedin". Die an der amerikanischen Atlantikküste vernichteten 13 Schiffe wurden auf besonders scharf bewachten Schiffahrtslinien zwischen amerikanischen Häfen versenkt. Der amerikanische Küstenbewachungs- und llnterseeboot-JLgerdienst, der nach den Worten des Ma-
flchk Spilfire abgelchofsen
Berlin, 24. März. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, stellten im Laufe des Dienstagnachmittag deutsche Jäger einen britischen Bomberverband, der unter starkem Jagdschutz im belgisch-französischem Raum einflog. Die deutschen Jagdflieger verwickelten die Spitfire in erbitterte Luftkämpfe, in deren Verlauf nach bisherigen Meldungen acht Spitfire abgeschossen wurden.
rineministers Knox verschärft werden sollte, hat es — das beweisen die neuen Versenkungszahlen wiederum — nicht vermocht, die amerikanische Schiffahrt dem Zugriff unserer Unterseeboote zu entziehen.
Stockholm, 24. März. Meldungen aus Newqork berichten von einer Mafsenslucht der Seeleute aus der gefährdeten Nordatlantikroute, die sich zu einem ernsten Problem für die Aufrechterhaltung des Schiffsverkehrs mit England entwickele. Der USA.-Generalstaqtsanwalt
Biddle habe daraufhin die Verhaftung von 8999 Han- delsschifssmatrostn angeordnet, die weitere England- fahrten ablehnen. Hierunter seien 3999 Norweger und 3999 Griechen. Der Rest fetze sich aus Dänen, Schweden und Holländern zusammen. Das USA.-Justizministerium habe mitgeteilt, bah bereits mehrere hundert Matrosen allein in Newqork verhaftet worden find. Die Seeleute würden vor die Wahl gestellt, entweder die Fahrten wiederaufzunehmen oder deportiert zu werden.
Vr. öoebbels: Sieg um jeden preis!
Line bedeutsame Nede des Neichsministers sor dem verliner Dartei-sülirerkorps
Berlin, 24. März. Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Montag im Saalbau Friedrichshain zu den Kreis- und Ortsgruppenleitern sowie den führenden Persönlichkeiten des Gaues Berlin der NSDAP. Der Minister gab den Männern der Partei einen ausführlichen Ueberblick über die militärische und politische Lage. Der Winter 1941/42 fei abnorm gewesen. Unsere Gegner hätten in ihm die letzte Chance gesehen, die militärische Kraft des Reiches aufzuhalten und vielleicht zu zerschlagen. Die Ziele, die sich die plutokratisch- bolschewistische Koalition gestellt hätte» seien sehr weitgehend gewesen. Die sowjetischen Massenheere sollten die deutsche Ostfront überrennen und bis in das Herz Europas vordringen. In Nordafrika wollten Großbritannien und seine Hilfsvölker mit ambrikanischer Materialunterstützung Rommel bis an die Grenze von Tunis zurücktreiben. Während ein immer stärkeres Eingreifen der Bereinigten Staaten in den Plänen der Gegner eine große Rolle spielte, hoffte man auf der anderen Seite, daß Japan alle Provokationen der Feindseite widerspruchslos hinnehmen würde. Der Minister zeigte auf, wie alle Hoffnungen der Gegner schmählich enttäuscht worden feien. Das deutsche Ostheer habe die Umstellung von der Offensive zur Defensive hervorragend durchgeführt und in einem außerordentlich zähen und tapfere» Abwehrkampf die Armeen des Bolschewismus gebunden und festgehalten.
Selbst unsere Gegner müßten heute feststellen, daß den Sowjets trotz eines unvorstellbar großen zahlenmäßigen Einsatzes operative Erfolge nicht gelungen seien. Auch in Nordafrika habe Rommel mit seinen tapferen Soldaten Schulter an Schulter mit unseren italienischen Bundesgenossen die englischen Truppen zurückgeschlagen. Am 7. Dezember habe dann Japan Roosevelt und Churchill die Antwort auf die fortdauernden erpresserischen Forderungen erteilt und sei an der Seite Deutschlands und Italiens in den Krieg eingetreten. Der Minister wies sodann auf die überwältigenden Erfolge hin, die unsere japanischen Bundesgenossen in den ersten drei Monaten ihres Kampfes zu Wasser, zu Lande und in der Luft errungen hätten. Heute stünden die Soldaten des Tenno drohend vor Australien und Indien.
Zusammenfassend könne man bei sorgfältiger Abwägung der von unseren Gegnern verkündeten Ziele und des von ihnen Erreichten feststellen, daß dieser
Winter trotz härtester Belastung und Anforderungen einen für die Achsenmächte erfreulich günstigen Verlauf genommen habe. Wenn man heute die innerpolitische Lage Großbritanniens betrachte, so sei es offensichtlich, daß das Weltreich von einer schleichenden Krise befallen sei. Diese Krise sei sowohl nach innen wie nach außen gerichtet, und es beweise nichts gegen ihr Vorhandensein oder die in ihr liegenden Gefahren, wenn die Engländer sie zur Zeit noch nicht wahrhaben wollten. Der stärkste Beweis dafür sei die Berufung Mr. Cripps ' in das Kabinett. Das Experiment, bolschewistische Kräfte zur Mitarbeit heranzuziehen, sei nicht neu und auch von den Gegnern der nationalsozialistischen Bewegung im Kampf um die Macht versucht worden. Sie hätten den Versuch sehr teuer bezahlen müssen, und auch England würde sich seinen verheerenden Folgen nicht entziehen können. „Wenn die Achsenmächte nicht anders zum Sieg kommen können als über den Zusammenbrach des britischen Empire", so erklärte Dr. Goebbels, „dann ist uns Mr. Churchill dabei gerade recht. Wir können uns zu ihm nur gratulieren."
Der Minister forderte sodann seine Zuhörer auf, sich wie der Maler, der zur Gewinnung eines besseren Ileberblicks über sein Bild einige Schritte von der Staffelei zurücktritt, vom Blickwinkel des Alltags zu lösen und von einer erhöhten Ebene die Weltlage aus einer größeren Perspektive zu betrachten. Erst dann werde ihnen zu Bewußtsein kommen, welches gigantische Ausmaß den derzeitigen politischen Ereignissen anhafte. Dann würde ihnen aber auch klar werden, welche einmalige Chance das deutsche Volk habe und welche ungeheure Verantwortung auf der augenblicklichen Generation laste. Das deutsche Vosk wisse aber auch. daß es in Adolf Hitler einen Führer gefunden habe. der seine Geschicke mit realistischer Kühnheit und einmaligem politischem Genie lenke.
Der Minister wandte sich sodann der innerpolitischen Lage zu. Wohl selten habe ein Volk den Frühling so herbeigesehnt wie diesmal das deutsche. Ein außergewöhnlich schwerer Winter liege hinter uns. In der Erkenntnis, daß dieser Krieg um keinen Preis verloren werden dürfe und könne, habe das Volk die sich vor allem aus der ungünstigen Wetter- und Transportlage ergebenden Schwierigkeiten und Entbehrungen in be- (Fortsetzung auf Seite 2)
Indien soll sür London und Moskau bluten
Absolute Übereinstimmung" zwischen tripps und tkurchitt — 0er sozialistische Hanswurst vertritt den konservativen vetrüger
Drahtbericht unserer Verliner Schriftleitung
gd. Berlin, 24. Mär^. Als Churchill vor dem britischen Unterhaus die Cripps-Mission begründete, stand am Anfang der Satz. daß die Aktualität des Problems Indien sich aus den Siegen Japans in Ostasien herleite. Dann wurde im einzelnen entwickelt, wie man einen neuen Betrug am indischen Volk zu inszenieren beabsichtigt, und zwar diesmal mit der festen Richtschnur, nur dann neue Versprechungen zu machen, wenn die Inder ihrerseits die Zusage gegeben hätten, sich von Britannien auf die Schlachtbank führen zu lassen.
Cripps hat nun in seinem ersten Presse-Interview in New Delhi auch die Frage vorgelegt erhalten, wie sich seine bisherige Haltung und die Churchills miteinander vereinbaren ließen. Er hat darauf geantwortet: „Churchill und ich stimmen absolut Lbereiu", und er fügte hinzu, „daß beide an denselben Punkt gelangt seien, ohne ihre Ansicht zu ändern". Der Bolichewist Cripps und der Plutokrat Churchill, die beide bereit sind, das englische Volk bis zum Weißbluten an der Seite der Sowjets durch diesen Krieg zu hetzen, find hier zu einer und derselben Auffassung gelangt. Sie wollen die Inder als Kanonenfutter, und sie wollen, als Imperialisten nur verschiedener Prägung, von der Macht Britanniens nicht lassen, wie umgekehrt die Sowjets selbst in ihrer Bedrängnis nicht zögern, dem alten imperialistischen Drang nachzugeben, der sie nach ihrem bereits erstickten Versuch eines Stoßes gegen Europa nun gegen Iran führt.
Der Schrei nach dem indischen Kanonenfutter ist also, in Kürze ausgedrückt, der gemeinsame Inhalt der Nahziele von Cripps und Churchill — die weitere Auspowerung und Unterdrückung Indiens, wenn auch in abgewandelter Form. das Fernziel. Die von Cripps herausgestellte totale Uebereinstimmung mit der Auffassung von Churchill führt uns an den Grund des großangelegten neuen Betrugsversuches an Indien, denn Churchill hat in unmißverständlicherweise seine Auffassung über Indien im Laufe der Jahre der Welt kundgetan. Er hat das „niemals" ausgesprochen gegenüber Schwätze- reien über die Dominions und sein noch schärferes Veto, „Las hell scheinende-und wertvolle Juwel in der Königskrone Britanniens fortzuwerfen, das mehr als irgendein anderes Dominion oder ein anderer Vasallenstaat den Ruhm und die Stärke des britischen Empire
verkörpere, weil der Verlust Indiens Markstein und Vollendung des Niedergangs des britischen Empire bedeute." ^ '
Churchill hat darum ferner alle Verhandlungen über die Gewährung des vollen Dominionstatus zu Lebzeiten der jetzigen Generation — ja kommender Generationen! — als Narrheit und Feigheit bezeichnet. Er hat auch erklärt, daß man sich nicht durch das Geschwätz eines amtierenden sozialistischen Hanswurstes irritieren lassen dürfe. Jetzt aber hat Churchill «den bolschewistischen Hanswurst Cripps kls Leimrute für die Inder nach Delhi entsandt, um einmal später, wenn es noch möglich oder notwendig wäre, durch einen konservativen Hanswurst in England die versprochenen Freiheiten wiederum für null und nichtig erklären zu lasten.
Die Prozedur der Verhandlungen in Indien, für die -eine gemeinsame Besprechung mit allen Partnern im Sinne einer Roundtable-Konferenz zurückgewiesen wurde, zeigt ganz offen, wie das alte Prinzip des „Teile und herrsche" auch jetzt eine entscheidende Rolle spielt. Man will aus dem Gegensatz zwischen Hindus und Moslems Kapital schlagen und hofft noch einmal bei bestimmten Politikern ein Entgegenkommen zu finden, das den Schein des Rechts gäbe, Indien in den Krieg hineinzuzerren. Der Weg soll die formale Inaussichtstellung des Dominion-Status sein sofern diese Erklärung des Augenblicks von indischer Seite mit der Bereitschaft beantwortet würde, im vollen Umfang an der Seite. Englands sich mit dem englischen Krieg zu identifizieren und sich zu verpflichten, keinen Frieden schließen zu wollen ohne Zustimmung Englands und der USA. Die indische Unabhängigkeit würde also verbunden sein mit dem britischen Recht auf Stützpunkte ja Indien, während vielleicht für die fernere Nachkriegst zeit dann die völlige Unabhängigkeit in Frage kommen könne. Das sind die Pläne von Cripps, wenn man einer amerikanischen Agenturmeldung folgen will. Jedenfalls wurde diese Zukunftsmusik von Crips selbst sehr viel vager forntuliert als sie die amerikanische Version unterstellt. Dafür lauten jedoch bei Cripps die fast ultimativen Forderungen einer Annahme der Londoner Bedingungen sehr bestimmt und klar. Hier spricht er aus, daß er nicht in her Lage ist, „wesentliche Aenderungen der Londoner Bedingungen zu gewähren", wobei eine kleine Verbeugung in dem gleichzeitigen Hinweis liegt, daß auch dem britischen Unterhaus nicht
gestattet würde, an den Regierungsbeschlüssen etipas umzustoßen.
Der innere Wert dieser Erklärungen bleibt immer der gleiche, er wird erst in der Zukunft, wie ein Wechsel, einzulösen sein. Die Jndienwechsel aus Freiheit sind von Britannien immer nur durch neue Prolongation eingelöst worden, die von dem indischen Volk als Betrugs- manöver empfunden wurden. Auflehnungen dagegen aber wurden von der britischen Gewaltherrschaft jeweils im Blute erstickt. Daß im übrigen die Versuche von Cripps im Grunde über untaugliche Weg« unternommen werden, hat selbst ein us.-amerikanischer Korrespondent in diesen Tagen in einem Bericht zum Ausdruck gebracht. Die britische Jndienherrschaft werde entweder durch die Lösung „Indien den Indern" oder aber durch die Vertreibung der Briten aus dem Herzstück des Empire gefunden. Cripps aber will in „totaler Uebereinstimmung" mit Churchill erneut auf dem Weg dts Betruges die Lösung finden.
England hat es eilig mit seinem Betrug, weil es um Indien fürchtet wie um Australien, weil es sich in Ostasien mit eigenen Mitteln und eigenen Kräften zu schwach fühlt, um den künftigen Ansturm zu bestehen. Man hofft auf eine genügend lange Galgenfrist, um dann durch Mobilisierung der Inder in Indien „den Kopf über dem Wasser zu behalten". Denn das laute Offensivgeschrei nimmt niemand ernst, wie wiederholte us.-amerikanische und englische Aeußerungen der letzten Tage bewiesen haben. Man sucht mit diesem Offensivgeschrei nur die niedergebrochene Stimmung hochzureißen. sonst nichts. Denn amerikanische Erklärungen haben unzweideutig auf die Voraussetzung der Seeherrschaft für eine solchen Offensive im ostasiatischen Raum verwiesen.. Die Flotte der USA. jedoch sei nicht vor zwei Jahren in der Lage, einen Stoß zur Erringung dieser Herrschaft zu unternehmen.
Indien fühlt, wie es erneut betrogen werden soll. Die Inder haben, das zeigt die große Fülle von indischen Stimmen und von vorliegenden Antworten, die Freiheitsausrufe von Chandra Böse gehört und mit Begeisterung aufgenommen. Böses Manifeste haben unter den Indern helle Begeisterung ausgelöst. Ein Inder schreibt in diesen Tagen zu den kommenden Entscheidungen: „Die Welt wird aus den bevorstehenden Ereignissen sehen, wie richtig der politische Kurs Böses ist." '
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Allein im Atlantik vernichtet
e. g. Berlin, 24. März. Die deutschen Unterseeboote haben ihren Versenkungsmeldungen der letzten Woche, in der sie im Atlantik 76 000 BRT. versenkten, nun bereits die Vernichtung von weiteren 80 000 BRT. im Atlantik hinzugefügt. Damit sind die Verluste des Feindes seit dem 24. Januar, dem ersten Auftreten der deutschen Unterseeboote an der USA.-Küste, auf 1185 000 BRT. im Atlantischen Ozean angewachsen. Unter Hinzurechnung der Erfolge der seit kurzem eingesetzten italienischen Unterseeboote überschreiten die feindlichen Verluste in dem neuen Zeitabschnitt damit bereits 1l4 Millionen BRT.
Die Karte, die wir gestern über die Schiffsversenkungen seit dem 24. Januar veröffentlichten, zeigt als eindringliches Dokument, wie sehr Roosevelts Hoffnungen enttäuscht worden sind. Er glaubte, die deutsche Unterseebootwaffe durch den amerikanischen Kriegseintritt lahmlegen zu können, aber sie erteilte ihm die Antwort vor der Nordamerikanischen Haustür. Es zeigte sich eine Zusammenballung der 'Schifssverluste insbesondere an drei Stellen, einmal zwischen Neufundland und New- york, dann an der USA.-Küste südlich von Newqork, und zum anderen im Karibischen Meer. Auf der nördlichen Route ist der Verkehr zwischen England und den USA. hart getroffen worden. Südlich von Newqork galt der Kampf insbesondere dem Verkehr von Tankern zwischen den Oelhäfen am Golf von Mexiko und den rüstungs- wichtigen Oststaaten der USA., dazu kommen die Versenkungen im Karibischen Meer. Wiederum betreffen sie in erster Linie Tanker, aber auch den Verkehr von Frachtdampfern vom Panama-Kanal in Richtung Newqork^ — Die gleichzeitig an der westafrikanischen Küste — abgesehen von den Leistungen im Mittelmeer — erzielten Erfolge der deutschen Unterseeboote unterstreichen die Weiträumigkeit der Operationen.
Die Tanker sind von chen Angriffen der deutschen Unterseeboote besonderes hart betroffen worden, und so sind auch bei den jüngsten Erfolgen an der USA.-Küste und im Atlantik wieder 7 feindliche Tanker auf den Meeresgrund geschickt worden. Bis zum 14. März waren es schon >58 Tanker. Gerade jetzt erzählte im Großdeutschen Rundsunk in einem LK-Bericht der Kommandant des ersten Unterseebootes, das aus dem Karibischen Meer heimgekommen ist. von seinen Erlebnissen vor den dortigen Oelhäfen. Das Unterseeboot hatte sich bei Tage ganz Nahe an die Oelinsel Aruba tzeranmanövriert, so daß man im Sehrohr die Personen am Strand erkennen konnte. Am Abend und in der Nacht wurden die Angriffe angesetzt und zwar koitnten aus dem Hafen von Aruba zwei Tanker herausgeschossen werden. Die brennenden Schiffe erhellten die Küste und die See weithin. Gleichzeitig stiegen an anderen Stellen weitere Feuersäulen empox. Das waren die Erfolge der Kameraden. Eine ganze Reihe von Tankern wurde bei diesem einen Schlag in kurzer Frist auf den Meeresgrund geschickt.
Das Unterseeboot, dessen Kommandant berichtete, erlebte einen merkwürdigen und gefährlichen Zwischen- fall. Es geriet bei Unterwasserfahrt auf eine Sandbank. von der es sich nur durch Auftauchen befreien konnte. Trotz der Anwesenheit amerikanischer Flugzeuge führte es dieses Manöver durch. Es war Heller Tag. Das Auftauchen erfolgte jedoch gerade in dem Augenblick, als das feindliche Patröuillen-Flugzeug abgedreht hatte. Ehe es wenden konnte und herangekommen war, konnte das deutsche Unterseeboot in tiefes Wasser gelangen und sich durch schnelles Tauchen den feindlichen Bomben entziehen, die wirkungslos ins Wasser fielen. Dann wandte sich das Unterseeboot der Schisfsroute vom Panama-Kanal her zu und errang weitere Erfolge. Nach einer Reise von mehr als 15 000 Seemeilen ist es nun mit den Siegeswimpeln glücklich heimgekehrt. Ändere Unterseeboote haben inzwischen die erfolgreichen Seeoperationen im Karibischen Meer und an der nord- amerikanischen Küste fortgesetzt. Roosevelt bekommt keine Ruhe.
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Mit der Neu-Versenkung von 13 Schiffen (89 999 Brutto-Registertonnen) vor der us.-amerikanischen Küste stiegen innerhalb zweier Monate die dem Feind, von der Achsen-U-Voot-Waffe im Atlantik zugefügten Verluste auf 1^4 Mill. BRT.
Auch im Mittelmeer wurden wieder drei Handelsschiffe mit 18 999 BRT. auf den Meeresgrund geschickt.
Unsere Luftwaffe griff bei Tage den britischen Schnellboot-Stützpunkt Newhaven an.
Die in Nordwestburma geschlagenen britischen Verbände versuchen, nach Indien zu entkommen.
Cripps gab in Indien zu erkennen, daß er mit Churchills kolonialer Versklavungspolitik übereinstimme. ,
Die Bereinigten Staaten von Amerika befürchten in Auswirkung der deutschen U-Voot-Ersolge ihre wirtschaftliche Trennung von Südamerika. Reichsminister Dr. Goebbels hielt vor dem Berliner Parteisührerkorps eine bedeutsame Rede.
Nach einer neuen Anordnung haben Hersteller von Tabakwaren einen Teil ihrer Erzeugung zur Verfügung der Wehrmacht zu halten.
Bor Ostern wird in Bremen eine Sonderzuteilung von Bohnenkaffee ausgegeben.
Direktor Wehage (Bremen) baut das Kreditwesen in der Ukraine auf.
Aus dem Aussichtsrat der „Nordsee" sind die Vertreter der Unilever-Gruppe ausgeschieden.