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parteiamtliche Tageszeitung
Hos Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt lremen
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der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 8Z , 12. Zalzrgang
Vienstag. 24. MSr; 1942
kinzelpreis 15 Npf.
Mischer Mttelmeer Durchbruch scheiterte
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Mehrere Kriegsschiffe und transpoeter gesunken / fünf Kreuzer fuhren Seleitschuh
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sollte versorgt werden
Iln. Rom, 23. März. Ein neuer englischer Versuch, einen starken Geleitzug von Alexandrien nach Malta zu schleusen, ist jämmerlich gescheitert. Danach sind am Sonntag, wie aus dem (an anderer Stelle veröffentlichten) italienischen Wehrmachtbericht hervorgeht, bei den fortgesetzten Angriffen deutscher und italienischer Flugzeuge sowie italienischer Flottenstreitkräfte gegen den'britischen Eeleitzug zahlreiche englische Kreuzer, Zerstörer und Transporter schwer beschädigt worden. Einige dieser Einheiten sind gesunken, andere sür sehr lange Zeit außer Gefecht gesetzt. Die britische Formation bestand Ursprung ! aus mehr als 20 Einheiten, davon fünf Kreuzern, sieben Zerstörern und acht bis zehn Transportern. Die Tatsache, daß die Zahl der Geleitfahrzeuge die der Transporter übersteigt, ist ein Zeichen dafür, daß die Engländer selbst mit sehr starkem Widerstand rechneten. Am Sonntagmorgen befand sich der britische Eeleitzug in eng auseinandergezogener Formation ungefähr auf halbem Wege zwischen Bengasi und Malta. Nach pausenlosen Attacken der Achsenstreitkräfte war der feindliche Eeleitzug am Sonntagabend zersprengt. Nur wenige kleine Schiffe waren bis dahin ^ ohne Treffer davongekommen und suchten Malta zu erreichen. Am Montagmorgen lebten die Kämpfe in den Gewässern um Malta wieder aus."
Vor ttaliemsihe Mehrmakhisberilht
B o m, 23. März. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Der Feind, der mit nicht erheblichen Kräften östlich von Martuba vorgestoßen war, verlor etwa 40 Lastkraftwagen und zwei Batterien. Unsere Luftformationen griffen die feindlichen Abteilungen, die sich zurückzogen, unermüdlich mit Bomben und MG.-Feuer an. Zwei Flugzeuge wurden von unseren Jägern abgeschossen, vier von deutschen Jägern. Ein anderes englisches Flugzeug, welches zur Landung gezwungen wurde, wurde erbeutet. Im östlichen Mittelmeer machte eines unserer U-Boote trotz der ausgesprochen ungünstigen atmosphärischen Bedingungen am Spätnachmittag des 21. März einen größeren und stark geschützten Gelcitzug aus, der in Richtung auf Malta fuhr. Unsere Luftaufklärung folgte diesem Eeleitzug den ganzen Tag bis 22. März hindurch. Zahlreiche Staffeln von Torpedoflugzeugen verließen verschiedene Luftstützpunkte in aufeinanderfolgenden Wellen in Richtung auf die feindlichen Seestreitkräfte. Unsere Fligeer, welche mit prächtigem Schwung das intensive Sperrfeuer und die Nebelwände der Geleitschiffe durchbrachen, griffen auf kürzeste Entfernung an und trafen wiederholt Kriegsschiffe und Transporter. Einem Verband unserer Seestreitkräfte gelang es gestern nachmittag, im Golf der Syrte den englischen Verband zu erreichen, der versuchte, sich zum Gefecht zusammenzuschließen und sich zu diesem Zweck einnebelte, und fügte ihm neue Schäden zu, welche später im einzelnen bekanntgegeben werden. Beträchtliche Verbände der deutschen Luftwaffe griffen heftig die Flugplätze von La Venezia und Luka an, wo 1 Fluganlagen zerstört wurden. Zwei Flugzeuge wurden im Luftkampf und siebey am Boden vernichtet." j
Der letzte britische Durchbruchsversuch im Ostmitte^- meer wurde vom 13. bis 15. Februar unternommen. Er endete mit der Versenkung von 7 englischen Transportschiffen und zwei leichten Einheiten der Ostmittelmeerflotte, während acht Dampfer und fünft Kreuzer havariert nach den ägyptischen Häfen zurückkehren mußten. Seither haben die Engländer den Nachschub nach Malta mit einzeln fahrenden Dampfern von ganz kleinem Schiffsraum, mit leichten Ueberwasserfahrzeugen der Kriegsflotte und zum Teil sogar mit U-Vooten durchgeführt. Wie prekär die Lage der britischen Mittelmeerflotte geworden ist, geht aus einer italienischen Meldung hervor, wonach neuerlich vier britische U-Boote versenkt wurden. Die Zahl der im Mittelmeer in den letzten Wochen außer Gefecht gesetzten U-Boote ist damit auf 10 gestiegen. Während einige weitere Einheiten in ihrem Stützpunkten in Malta durch Fliegerbomben schwer beschädigt wurden.
Wie „Giornale d'Jtalia" mitteilt, sind im Mittelmeer seit. Kriegsbeginn 57 feindliche U-Boote, davon zehn in
den letzten 30 Tagen, versenkt worden. Abgesehen von einem griechischen, einem holländischen und zwei gaullistischen U-Booten handelt es sich um englische Einheiten. 50 der U-Voote wurden von Seestreitkräften der Achse, sechs von Flugzeugen und eins durch Anlaufen auf eine Mine versenkt.
Für die Bedeutung der versenkten Transporttonnage gilt der Satz: „Die Mittelmeertonne wiegt schwerer". Schon die Versenkung eines einzigen Dampfers bedeutet einen empfindlichen Verlust für die feindlichen Afrikatruppen oder die weitere Beeinträchtigung der Lebensmöglichkeit Maltas. Die Mittelmeertonne wiegt um so schwerer, als das britische Material, wenn es im Mittelmeernachschub verlorengeht, gewöhnlich die lange Seereise von-11 000 Seemeilen um das Kap der Guten Hoffnung hinter sich hat. Die Versenkung einer Fracht macht also zugleich Transportanstrengungen des Feindes zunichte, die sich über weite Meere erstreckten, und bei denen die Schiffe nur zwei bis drei Reisen jährlich zurücklegen können..
Mehrere Sowjel-krSstegruppen vernichet
r; feindliche kisenbal,n;iige und Z00 salmeuge bei Luftangriffe» rerftört — 54 slugieuge ...
Aus dein FLHrerhaüptquartier, 23. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Halbinsel Kertsch scheiterten weitere Angriffe des Feindes. Im Dottezgebiet schlugen deutsche und rumänische Truppen mit stärkeren Kräften und Panzern geführte Angriffe der Sowjets in erbitterten Kämpfen ab. Im mittleren Frontabschnitt wurden mehrere von ihren Verbindungen abgeschnittene Kräftegruppen des Feindes vernichtet. Dabei verlor der Gegner in zwei Tagen außer zahlreichen Gefangenen mehrere tausend Tote sowie 15 Panzer, 31 Geschütze und anderes Kriegsmaterial. Auch an der übrigen Ostfront waren die deutschen Truppen bei der Abwehr feindlicher Angriffe und bei eigenen Angriffsunternehmnngen erfolgreich. Bei Luftangriffen wurden über hüll feindliche Fahrzeuge
«fltlanrikschlalkt ohne Paule"
Drahtbericht unserer Berliner Schristleitung
^ g. st. Verlin, Attlee hat erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen, für den militärischen Nachschub zum Mittleren Osten ständig dreihundert große Handelsschiffe auf einem Seeweg von vielen tausend Seemeilen unterwegs zu halten. Deshalb sei Britannien auch in Ostasien zu schwach und Australien gegenüber unfähig zur Hilfe gewesen. Diese Angaben wurden in der neuesten Rede Lord Alexanders im Rahmen der Kriegsschiffwochen erneut unterstrichen: „Seit dem die französische Flotte verlorenging, lag die ganze Last auf den Schultern der britischen Seeleute, während gleichzeitig die Deutschen eine U-Boot-Offensive gegen unsere Schjff- sahrtsstraßen einleiteten, die größer angelegt war als irgendein ähnliches in der Geschichte bekanntes Unternehmen. Diese Offensive wird unter Einsatz ihres ganzen Einfallsreichtums und unter Anwendung verschiedenster
aller Art und 23 Eisenbahnziige zerstört. Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 54 Flugzeuge. In der Zeit vorn 18. bis 22. März wurden an der Ostfront 137 feindliche Panzer vernichtet. — In Nordafrika zogen sich die am 21. März geworfenen britischen Kräfte im Raume ostwärts Martuba weiter zurück. Vor der nord- afrikanischen Küste versenkten deutsche Kampsfliegerkräfte in kühnem Angriff aus einem von britischen See- streitkrästen gesicherten Geleitzug ein Handelsschiff von 0000 VRT. Zwei weitere Handelsschiffe blieben nach Bombentreffern liegen. Auf Malta erzielten deutsche Jagd- und Sturzkampfflugzeuge Bombenvolltreffer in Flugplatzanlagen. Sieben britische Flugzeuge wurden ain Boden zerstört, zwei weitere in Luftkämpfeu abgeschossen."
Taktiken durchgeführt. Die Atlantikschlacht ist Line Schlacht, in der es niemals eine Pause gibt. Jetzt aber hat sich infolge des japanischen Angriffs die Gefahr für unsere Schiffe und damit die unserer Flotte auferlegte Last ungeheuer erhöht.
Mit diesen und ähnlichen Ausführungen will man in London die Anstrengungen des Schiffsneubaues steigern, man kommt aber immer nur zu der alten Feststellung zurück, daß es verfehlt wäre, an allen Stellen „begrenzte Kräfte" zu unterhalten, deshalb konzentrierten sich die britischen Leistungen vor allem auf den Kriegsschauplatz im Mittleren Osten, der gleichsam zur Drehscheibe zwischen England und der letzten Asienposiition, nämlich dem Juwel Indien, geworden sei. Mit welchen Opfern diese Position gehalten werden soll, beweist die Erklärung, daß man die südafrikanische Versorgungsschifffahrt völlig in die Hand der USA. hat Lbergleiten lassen müssen.
thiirchM will den fall tasey begraben
Stimmen der Kritik gegen den britischen Premier meinen sich — flmerika auf feiten turlins
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
b. Berlin, 23. März. Churchill, durch die australische, amerikanische und auch innerenglische Kritik in die Enge getrieben» bemüht sich mit einem bemerkenswerten Auswand agitatorischer Mittel, den Fall Casey zu begraben. „Es wird hier hoffentlich auch in Australien eine allgemeine Geneigtheit vorhanden seinf das Mißverständnis als aufgeklärt und beendet zu betrachten", hofft die „Times" in einem von Downingstreet inspirierten Artikel. Churchills Streben, Casey nach dem Mittelosten zu bringen, so fährt die „Times" in ihrem Verteidigungsartitel fort, sei eher verständlich „im Licht der allgemeinen Zustimmung zu der Ernennung in London und Kairo". Man müsse es als „Phantasiereichen Streich" werten, nicht nur, weil Entschlossenheit darin liege, einen Mann von wirklichen Fähigkeiten als Nachfolger Lyttletons zu finden, sondern auch, weil man gefühlt habe, daß die Wahl Caseys die Anerkennung der australischen Interessen zum Ausdruck bringen sollte „in einem Gebiet, wo das Schicksal des Commonwealth auf der Waagschale liegt".
Die „Times" berührt damit eine der beiden Versionen, die in politischen Kreisen über den Grund der Bereitschaft Caseys im Umlauf sind. Entweder hatte Casey durch die sicherlich vorliegenden Streitigkeiten mit australischen Ministern sich verleiten lasten, sein Land im Stich zu lassen und in englische Dienste zu treten, oder aber Casey sah tatsächlich den' Mittelosten als die Verteidi- gungsbasis Australiens an, dem an Ort und Stelle nicht mechr geholfen werden kann. Er folgt damit also Churchill auf dem Wege, Australien sich selbst zu überlassen und schließlich zu opfern in der Hoffnung, irgendwann einmal .auf Grund eines unfaßbaren Wunders all diese Gebiete wie Hongkong, Malakka, Singapur, Niederländisch- Jndien und dann auch Australien zurückholen zu können. Die Debatten und scharfen Worte Australiens sind ihm dabei sehr peinlich und er läßt deshalb im „Daily Expreß" erklären: An zuständiger Stelle in London verlautet, daß bei der nächsten Gelegenheit im Unterhaus eine amtliche Erklärung über die Meinungsverschiedenheiten zwischen der britischen und der australischen Regierung abgegeben wird Whicke Hall behauptet, die australische Regierung habe der Ernennung Caseys förmlich zugestimmt- und man könne dies gegebenenfalls
auch beweisen. Nur liebt Downingstreet nicht, mit der australischen Regierung über eine verhältnismäßig unwichtige Angelegenheit in Gegensatz zu geraten.
Der Gegensatz über „die verhältnismäßig unwichtige Angelegenheit Casey" ist jedoch schon so weit gediehen, daß derartige Floskeln keinerlei Ueberbrückungsmög- lichkeiten mehr bieten, zumal die amerikanische Presse sich nach einem Hinweis Roosevelts auf feiten Curtins stellt und auch hinsichtlich der Besuche Dr. Eoatts, des Nachfolgers Caseys, bei Roosevelt ganz in die australische Trompete bläst. Evatt wiederholte noch einmal, Australien und Neuseeland forderten das Recht, mit den Regierungen der USA. und Englands aus gleichem Fuß über die Kriegsangelegenheiten Besprechungen führen zu können. Die „Washington Post" unterstreicht diese australische Auffassung: „Australien wird demnächst Kampfplatz sein, und die Australier können deswegen kaum getadelt werden, daß sie das Gefühl haben, nun mit den amerikanischen und britischen Strategen gleichberechtigt an einem Tisch sitzen zu müssen." Interessant ist in diesem Zusammenhang eine schwedische Meldung aus Washington, nach der die Ueberwechslung Caseys in das britische Lager lediglich kurz verzeichnet, iin übrigen aber betont wird, Roosevelts Einfluß auf das britische Empire habe sich erheblich vermehrt.
Churchills Einfluß hat gleichermaßen abgenommen. Daß Londons Schuljugend zu Beginn der „Kriegsschiffswoche" an der Themse gegen eine Geldgabe mit Kanonen der britischen Kriegsmarine auf den Hut Nelsons schießen darf, haß Alexander als Wundergläubiger auftrat, daß man auf dem Trafalgar Square U-Boote aas Holz aufstellte, das alles interessiert in diesem Augenblick m London nicht, wo von Cripps beauftragte linksradilale Kreise weiter massive Angriffe gegen Churchill starten. In einer Rede bezeichnete der Arbeiterparteiler Stockes Churchill als einen unglücklichen Strategen mit einer sehr traurigen Verdienstliste an Niederlagen. Man komme angesichts dieser Situation nicht um die Forderung herum, Churchill müsse die Kontrolle über die englische Kriegführung aufgeben. Ueberhaupt müsse, eine Aenderung in der bisherigen negativen britischen Politik eintreten. Dies aber sei unter Churchill nicht möglich. Bower erklärte ähnlich:
„Unsere strategischen Niederlagen können dazu führen, daß wir den Krieg verlieren. Ich habe jene Leute
satt, die es für unanständig halten, die Möglichkeit einer Niederlage auch nur zu vermuten. Sie reden große Töne, wahrend rings um sie ein Weltreich zusammenstürzt. Sie halten es für unmoralisch, die Wahrheit zu sagen; wenn diese zufälligerweise nicht angenehm klingt. Das. Versagen unserer ostasiatischen und pazifischen Strategen ist die größte Katastrophe in unserer Geschichte."
Darüber hinaus greifen zahlreiche Abgeordnete der Linken auf dem Umweg über Debatten gegen die ungenügende Versorgung der Alten und Arbeitsunfähigen in England Churchills gesamten Regierüngskurs in massiver Weise an. Der Abgeordnete James Barr erklärte, die britische Regierung zahle für jeden Zuchthäusler in der Woche bedeutend mehr als sür Alte und Arbeitsschwache, die ein anständiges und mühseliges Leben geführt hätten. Der Abgeordnete Neß Edwards wandte sich ironisch gegen die großen Worte, mit denen Churchill auf dem Atlantik mit Roosevelt eine neue Weltordnung versprochen habe, sowie gegen phrasenhafte Wendungen des wegen Unfähigkeit abgesetzten Ministers Greenwood. Der Abgeordnete erklärte: „Die Furcht vor Mangel und Hunger beherrscht auch heute unser eigenes Volk. Wir haben infolgedessen nicht das Recht, diese Furcht vor Mangel abzuschaffen, wie wir dies in der Ätlantikerklärung getan haben. Diese Worte hätten jedoch mehr Uoberzeugungskraft, als der , mißglückte Versuch Greenwoods vor den Australiern und Neuseeländern von einer neuen „sozialen Zukunft" zu sprechen. Es ist die Stimme des Bolschewisten Cripps. des Nachfolgers Churchills, der diese Vorwürfe starten läßt und dabei natürlich auch den Fall Casey weidlich auswertet.
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Elobereuter berichtet über einen kleinen protokollarischen Zwischenfall im Weißen Haus, der für sich selbst spricht. Der australische Sondergesandte in USA., Evatt, wurde in Begleitung des bisherigen australischen Ge- saüdten Casey am Sonnabend von Roosevelt empfangen. An eine sehr kurze Aussprache, die im Beisein von Hopkins stattfand, schloß sich ein mehr als vier Stunden währendes Frühstück an, zu dem jedoch Casey nicht geladen war. Er war vielmehr vorher hinauskomplimentiert worden.
HeMsstss
Die Zeiten ändern sich — sür die Plutokraten
k. dlü. Breme.n, 24. März.
„Zweiter antiimperialistischer Weltkongreß" nannte sich irreführend eine internationale Tagung, die vor dreizehn Jahren unter bolschewistischer Leitung in Frankfurt ain Main die Vertreter der Unterwelt aus Staaten und Kolonialgebieten aller Kontinente vereinte.- Die damlige „deutsche" Systemregierung hatte es für richtig gehalten, sowohl den schlecht getarnten europäischen Handlangern des Kremls, als auch den Kominternagenten von Uebersee in der'Geburtsstadt Goethes einen polizeilich geschützten Kongreßraum zu maßlosen Hetzreden gegen die n i ch t kommunistische Welt zur Verfügung zu stellen. In London und Washington dagegen dachte man gar nicht daran, jenem marxistischen Kongreß irgendeine Förderung zuteil werden zu lassen; darüber hinaus hatten die britischen und nordamerila- nischen Polizeistellen die Gelegenheit wahrgenommen, mehrere allzu dreist auftretende kommunistische Kongreßmitglieder vor ihrer Abreise nach Frankfurt hinter Schloß und Riegelzu setzen. Heute ist .es der Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, der seinen Regierungsmitgliedern den Auftrag erteilt hat, dem Sowjetjuden Litwinow und seinen aus Moskau herbeieilenden Henkersknechten bei der Durchführung bolschewistischer „Aufklärungsaktionen" auf dem Boden der USA. so tatkräftig wie nur irgend möglich zur Seite zu stehen — während das nationalsozialistische Deutschland nach innenpolitischer Ausmerzung des kommunistischen Giftes dem Bolschewismus nun auch in seinem Ursprungsland den Todesstoß versetzen wird.
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Vor fünf Jahren kehrte ein amerikanischer „Anti- kapitalist", der linksradilale Parteibonze Norman Thomas, arg zerzaust von einer Reise durch den Rätestaat nach Newyork zurück. „Ich bin äußerst enttäuscht von meinem Besuch im Lande der Sowjets", erklärte er niedergeschlagen einem Vertreter der Zeitung „Newyork American". Heute hat sich gleich eine ganze Abordnung nordamerikanischer Gewerkschaftler auf den Weg nach Moskau begeben, um -sich gemeinsam mit ihren britifchen Kumpanen in der Zentrale der marxistischen Imperialisten mit den letzten .„Kunstknifsen" bolschewistischer Zersetzungsarbeit vertraut zu machen und den Segen Stalins zur Gründung einer anglikanisch-sowjetischen Arbeiterorganisation zu erflehen. Im Gegensatz zu Norman Thomas werden diese Gewerkschaftler äußerst befriedigt von Moskau wieder abreisen, denn andere Verlautbarungen würden sie in den demokratischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion 'mit dem Leben zu bezahlen haben.
Es gibt noch andere Amerikaner, denen Roosevelt heute ohne weitstes zumutet, ihre dem Bolschewismus gegenüber gewonnene Erfahrung zum Fenster hinauszuwerfen. Zu ihnen gehört Admiral Leahy, der lange Zeit vor seiner Ernennung zmn diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten bei der französischen Regierung in Vichy dem Pariser „Temps" das folgende Urteil über die sowjetischen Menschheitsbeglücker zur Verfügung stellte: „Die Sowjets diktieren das tägliche Leben ihrer Völker in solchem Ausmaß, daß sie die wirklichen Sklaven der bolschewistischen Organisation sind." Heute darf Admircrl Leahy diese Meinung nicht mehr äußern. Heute hack er wie alle Beauftragten des Weißen Hauses in Roosevelts Namen die Interessen des Bluthundes Stalin mit wahrzunehmen und der zwar aussichtslosen aber nichtsdestoweniger verbrecherischen Agitation für die Auslieferung Europas an die Sowjets seine wohlwollende Aufmerksamkeit zu widmen. Denn die Richtlinien für die Tätigkeit der diplomatischen USA.-Ver- tretungon werden nunmehr von den bolschewistisch-jüdischen Freunden, und Ratgebern des nordamerikanischcn Präsidenten bestimmt.
Als Franklin Delano Roosevelt im März 1933 sein Präsidentenamt antrat, ließ er eine Proklamation vom Stapel, die neben zahlreichen sonstigen Versprechungen ein großartiges wirtschaftliches Aufbauprogramm enthielt. Die „Geldwechsler" müßten aus dem „Tempel der ewigen Wahrheiten" hinausgejagt werden, und der Wohlstand der amerikanischen Bevölkerung dürfe in absehbarer Zukunft nichts mehr zu wünschen übrig lassen, so hieß es hochtönend in der ersten amtlichen Erklärung Roosevelts nach dessen Einzug in den Washingtoner Re-
MIIIIII»MI»IMI»IIIIMIINIMIIIIIMI»II»»IIIIMII»I«II»lI»IIIIIIIIIIIIII»I»MNI»
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Ein großer feindlicher Geleitzug wurde im Mittelmeer von deutschen und italienischen Streitkräfteu mehrfach mit Erfolg angegriffen und zersprengt:
Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden mehrere sowjetische Kräftegruppen vernichtet.
23. feindliche Eisenbahnziige und 300 Fahrzeuge wurden von unserer Luftwaffe im Osten zerstört. Churchill versucht vergebens den Fall Casey zu begraben.
Cripps läßt durchblicken, daß er sich von Churchill in Indien nicht kaltstellen lassen will.
Rom stand im Zeichen der 23. Parteigründungsfcier. In einer Kundgebung der schaffenden Jugend sprach Reichsamtsleiter Hauptbannsührer Schröder in den Vorgward-Werken. - >
Für besonderen Einsatz wurden Bremer SHD.» Angehörige mit dem EK. I. Klasse ausgezeichnet.