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parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblott des Negierenden Vürgermtzisters der Zrcien fjansestadt Vremen
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Nr. 82 , 12. Jahrgang
Montag, 2Z. März 1S42
der Nationalsozialisten Vremens
flmllicheü verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und vremen
kinzelprels 15 Npf.
Euch sei heilig ^as Neich!
Neichsfeiee zur Verpflichtung Lee Jugend - erbebende wecheftunde im Veutschen Vpernliaus in verlin
Liebe und Lreue zum sülzrer
Berlin, 22. März. Im ganzen Eroßdeutschen Reich begingen am Sonntag die 14jährigen Jungen und Mädel in festlicher Weise den „Tag der Verpflichtung der Jugend", an dem sie im zweifachen Sinne in einen neuen Abschnitt ihres Lebens eintreten. Hunderttausende wenden sich nach der Zeit der Geborgenheit im Eltern- hause, nach der Zeit des Lernens dem Berufe zu» während ein kleinerrer Teil noch die letzten Klassen der höheren Schulen weiter besucht. Alle aber treten an diesem Tage aus den Reihen des Jungvolkes und des Jungmädelbundes über in die Hitler-Jugend und in den Bund Deutscher Mädel.
Die Reichsfeier zur Verpflichtung der Jugend fand am Sonntagoormittag in Berlin im Deutschen Opernhaus statt. Auf diese Feier richteten sich die Augen aller gleichaltrigen Jungen und Mädel im Reich, denen sich in diesen Tage» ebenfalls das Tor zum Land der Zukunft auftut. Mit den erwartungsvollen Jungen und Mädel waren Eltern und Erzieher gekommen, um gemeinsam miteinander diese weihevolle Stunde zu begehen. Reichsjugendführer Axmann und der stellvertretende Gauleiter des Gaues Berlin, Staatsrat Eörlitzer, ergriffen hier das Wort zu flammenden Appellen. Die Anwesenheit führender Männer von Partei, Staat und Wehrmacht, unter ihnen der Stabschef der SA. Viktor Lutze, Gauleiter Stuertz, der Reichssportführer von Tschamme.r und Osten, der Kommandant von Berlin, Generalleutnant von Hase, und der Polizeipräsident von Berlin Graf Helldorff» unterstreicht die Bedeutung dieser Feierstunde für die Jugend.
Gegen ^411 Uhr war der Zuschauerraum ^des Deutschen Opernhauses bis auf den letzten Platz gefüllt, während sich vor dem Theater viele Hunderte von Jungen und Mädeln drängten, um die Anfahrt des Reichs- jugendsührers zu erwarten. Bei seinem Eintritt in das Opernhaus begrüßten den Reichsjugendführer Fanfa- renrufe. Zur Rechten und zur Linken der Bühne grüßten Fahnen der HJ. und der Partei. Auf der Bühne hatten Jungen und Mädel des Verpflichtungsjahrgan- ae? Ausstellung genommen. Eine Jntrade für Orgel führte in die feierliche Stimmung dieser Stunde ein. Das gemeinsame Lied „Deutschland, heiliges Wort"
leitete über zu einem Führerwort. Der Chor „Land, mein Land", vom Mozckrtchor und der Rund- sunkspielschar der BerlinerHit Her-Jugend vorgetragen, bereitete die
Anspräche des stelln. Vauleiters Vörllher
vor. In seinen auf die Jugend abgestimmten Worten wies der stelln. Gauleiter darauf hin, daß in dieser Stunde viele Tausende anderer Jungen und Mädel zu gleichen Feiern vereint seien. Er erinnerte an die glücklichen Jahre der Jugend, die in dieser großen Zeit auch schon vom Ernst des Krieges überschattet würden. Was die Jungen und Mädel zum Teil auch ohne wirkliches Bewußtsein erlebt hätten, die Vorgeschichte des Krieges, zeichnete stellv. Gauleiter Eörlitzer in großen Zügen, wobei er des Führers Friedensbemühungen nachdrücklich hervorhob. Ihr stellte er gegenüber das Unverständnis und die Unversöhnlichkeit unserer Feinde. Angesichts der großen Vergangenheit unseres Volkes und der gewaltigen Anforderungen^ der Gegenwart richtete Staajsrat Eörlitzer an die nunmehr ins Lebön tretende Jugend einen eindringlichen Appell, ihrem Volk gegenüber allezeit freudig ihre Pflicht zu tun. Aufgeschlossenen Herzens folgten die Jungen und Mädel die
sen Worten des Hoheitsträgers. Nach seiner Rede stimmte das Orchester des Gebietes Sachsen der HJ. unter Stabführung des Hauptgefolgschaftsführers Dr. Walter Meyer-Eiesow Ludwig van Beethovens dritte Leonoren-Ouvertüre an, deren feierliche Klänge überleiteten zu der
Nede -es Neichsjugen-jülirers flrmann
In seiner Rede an die zur Verpflichtung angetretenen 14jährigen Jungen und Mädel sagte Reichsjugend- fiihrer Axmann» daß diese Jugend heute in Dankbarkeit ihrer Lehrer gedenke, die ihnen viel gegeben und sie bis zum heutigen Tage geleitet haben. Der erste sichtbare Zeitabschnitt des Lebens liege hinter ihr, und vor ihr weite sich das große Land der Zukunft. Die meisten würden nun in den Beruf eintreten. Es gelte» die Tradition fortzuführen und dem Ruf neues Leben zu schenken, der den deutschen Arbeiter zum besten der Welt erhoben hat.
Der Reichsjuaendführer wLrdigte die Hoffnungen und Erwartungen, die die Jungen und Mädel mit dem heutigen Tage an ihre Zukunft knüpfen. Sie tuen es mit Recht, denn im Deutschland Adolf Hitlers sei für jeden Tüchtigen der Weg nach oben frei. Jedem, sagte ^Fortsetzung auf Seite 2)
Berlin, 22. März. Der japanische Vormarsch auf Neu-Guinea dauert an. Schnelle japanische Abteilungen erreichten einen Punkt, der nur etwa lüv Kilometer von Port Moresby, der Hauptstadt von Papua, entfernt ist. Die japanische Luftwaffe belegte am 29. und 21. März wiederum die militärisch wichtigen Anlagen von Port Moresby, Somerset in Nordaustralien und Port Darwin mit Bomben. In Port Darwin wurde ein feindliches Handelsschiff mittlerer Größe in Brand geworfen.
Während die japanischen Truppen auf Neu-Guinea in raschem Vormarsch die strategisch wichtigen Punkte
Starker einsah der Luftwaffe
24 Nachfchubjiige der Sowjets schwer getroffen — Sl bolschewistische slugreuge vernichtet
Aus dem Führerhauptquartier, 22. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus der Halbinsel Kertsch wurden erneute Angriffe des Feindes abgewiesen. Auch «an mehreren Abschnitten der übrigen Ostfront lebhafte beiderseitige Gesechtstätigkeit, Angriffsunternehmungen deutscher Truppen waren erfolgreich. Die Beschießung kriegswichtiger Anlagen in Leningrad wurde mit beobachteter Wirkung fortgesetzt. Die Luftwaffe bombardierte die Hasenanlagen von Kertsch und griff vor allem im Donezgebiet, im mittlere» Abschnitt der Ostfront sowie südlich des Jlmensees mit starken Kampf- und Jagdsliegrrkräf- ten wirksam in die Erdkämpfe ein. Bei Luftangriffen aus Eisenbahnanlagen wurden 24 Nachschubzüge der Sowjets schwer getroffen und große Zerstörungen in Aus- ladebahnhösen verursacht. Am gestrigen Tage verlor der Feind an der Ostfront 51 Flugzeuge. An der Swir- Front zerstörten finnische Luftstreitkräste am 29. März motorisierte feindliche Kolonnen.
Japaner WO Kilometer vor Port Moresbp
Neu-6uineo in flufruffr — kopjjäser plündern die Plantagen
bedrohen, ist unter den kriegerischen Eingeborenen der Rirseninsel, den dunkelhäutigen Papuas, ein Aufruhr ausgebrochen. Zwischen den einzelnen Stämmen sind blutige Fehden entbrannt, jedoch richten sich die. Gewaltakte der Eingeborenen auch gegen das Leben und Eigentum der dort lebenden Engländer und Australier. An verschiedenen Orten wurden australische Polizeiabteilungen überfallen und niedergemacht. Die britische Kolonialpolitik, die sich auf brutaler Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung gründet, hat also auch auf Neu-Guinea in der Stunde der Gefahr die Bewährungsprobe nicht bestanden.
Wie sechs Bergleute, die von ihren Arbeitsplätzen in der Nähe des Flusses Scpik im australischen Mandatsgebiet geflohen waren, einer Agenturmeldung aus Fort Moresby zufolge berichten, toben zwischen den dortigen Kopfjägerstämmen erbitterte Kämpfe. Nach einem ja panischen Luftangriff gegen Madang und andere Kü stenplätze sei die australische Zivilverwaltung zurückzogen worden und die Eingeborenen hätten sofort die Gelegenheit ergriffen, die alte Streitaxt wieder auszu- graben. In den dichten Urwäldern am Sepikfluß bekämpften sich die Eingeborenenstämme mit Blasrohren, Bumerangs und ähnlichen Waffen. Die alten Kopfjagden schienen wieder aufzuleben, und es sehe ganz so aus, als wenn die Streitigkeiten sich immer mehr auch auf andere Gebiete Neuguineas ausbreiteten. Weiter wird gemeldet, daß die Eingeborenen auch auf den Plantagen plündern und rauben und die Gebäude zerstören. Die wenigen Engländer und Australier, die überhaupt noch in den erwähnten Gegenden zurückblicken, seien ernsten Gefahren ausgesetzt. Irgendwelche Nachrichten über ihr Schicksal seien bisher nicht eingegangen. Die wilden Gebirgsstamme sollen sich mit den Kannibalen des Flachlandes vereinigt haben und nun gemeinsam eine systematische Plünderung der Plantagen begonnen haben. Dir Behörden bezeichneten diese Eingeborenen-llnruhen als völlig unerwartet und sehr ernst. (Siehe auch Seite 2)
In Nordafrika wurden britische Kräfte bei dem Versuch, in die deutsch-italienischen Stellungen einzubrechen, zurückgeworfen. Durch Bombenvolltrefser und Beschüß mit Bordwaffen wurde eine größere Anzahl britischer Panzerspähwagen und Kraftfahrzeuge vernichtet, zwei Batterien außer Gefecht gesetzt ünd mehrere Flugzeuge am Boden beschädigt. Auf Malta griffen starke Verbände deutscher Sturzkampfflugzeuge während des ganzen Tages militärische Anlagen der Insel an. Hierbei wurden die Flugplatzanlagen von La Ve- nezia schwer getroffen und sechs britische Flugzeuge am Bodeiz zerstört. Vier weitere feindliche Flugzeuge wurden in Lustkiimpfen abgeschossen. Im Mittelmeer griff ein deutsches Unterseeboot einen gesicherten britischen Geleitzug an und versenkte vor Sollum einen Zerstörer der Jerois-Klasse. Bei den Unternehmungen gegen feindliche Kriegs- und Transportschiffe vor der Cyrenaika hat sich das Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Kraus besonders ausgezeichnet."
kine Woche härtesten kampseinsahes an der Ostfront
Sie KeeresverbSnde bei flbwehr und flngriff von der Luftwaffe wirkungsvoll unterstütz! — fluch in Nordafrika
Berlin, 22. März. Nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben die Kämpfe an der Ostfront in der vergangenen Woche wiederum hohe Anforderungen an die deutschen Truppe» gestellt. Wenn auch im Süden der Ostfront di« Kälte vorübergehend nachließ, so war doch insbesondere im mittleren und nördlichen Frontabschnitt die Kampftätigkeit durch strengsten Frost, eisige Schneestürme und meterhohe Schneeverwehungen behindert.
Der Schwerpunkt der Kampfhandlungen dieser Woche lag im Südabschnitt der Front. Auf der Halbinsel Kertsch setzten die Bolschewisten ihren Großangriff fort, der die ganze Woche über andauerte. In fester Wasfenkamerad- schaft mit rumänischen Verbänven wurden alle Angriffe unter schwersten Verlusten für den Gegner und unter Abschuß von über 299 Panzern abgewiesen.
An der ostwärts T a g a n r o g—S t a l i n o verlaufenden Front herrschte nur geringe Kampftätigkeit. Im Donezgebiet kam es dagegen verschiedentlich zu lebhaften Kämpfen, die teils durch vergebliche feindliche Angriffe, teils durch eigene erfolgreiche Angriffsunternehmungen ausgelöst wurden. An der ostwärts Char^ kow verlaufenden Front wurde der Feind in heftigen Kämpfen nach Abwehr seiner für ihn verlustreichen Angriffe zurückgeworfen. "An diesen Kampfhandlungen waren rumänische und ungarische Verbände erfolgreich beteiligt. Im mittleren Frontabschnitt erforderten die Kampfhandlungen infolge der großen Kälte und des tiefen Schnees höchste Anstrengungen von den Kampfund Versorgungstruppen. Tag und Nacht nutzten die Nachschubwege freigeschaufelt werden, um bei dem stän
digen Wechsel von Angriff und Abwehr die eigenen örtlichen Angriffsunternehmungen erfolgreich, durchführen zu können. Alle feindlichen Angriffe wurden unter hohe »Verlusten an Menschen, Panzern und Material aller Art abgewiesen. Im Nordabschnitt fanden slldostwärts und nordostwarts des Jlmensees erfolgreiche Abwehrkümpfe statt. An der Einschließungsfront von Leningrad wurden fast täglich Rüstungswerke, Wersten und Flugplatzanlagen von der deutschen Heeresartillerie wirkungsvoll beschossen. An der finnischkarelischen Front und in Lappland waren deutsche Truppen in engster Waffenkameradschaft mit finnischen Verbänden bei örtlichen Kämpfen erfolgreich.
Die deutsche Luftwaffe unterstützte durch Bomben- und Tiefenangrisse wirksam die Heeresverbände bei ihren Abwehr- und Angriffskämpfen. Besonders auf der Halbinsel Kertsch, vor Sewastopol und am Jlmen- see griffen die deutschen Sturzkamps- und Kampfflugzeuge erfolgreich in die Abwehrkämpfe ein, zerschlugen Bunker, Panzer, Truppenansammlungen und Bereitstellungen und entlasteten -so die schwer kämpfende Infanterie und schufen die Voraussetzung für erfolgreiche deutsche Angriffshandlungen. Große Erfolge hat die deutsche Luftwaffe bei der Bekämpfung der bolschewistischen Nachschubstraßen, Eisenbahntransporte und der Hafenanlagen mit den in ihnen ankernden Schiffen von Noworossijsk und Sewastopol gehabt. 386 bolschewistische Flugzeuge wurden in der vergangenem Woche vernichtet.
Auch an der Cyrenaika-Front wurden in der abgelaufenen Woche die regen Aufklärungsvorstöße der deutsch-italienischen Verbände an der ganzen Cyrenaika-Front fortgesetzt. Verbündete Aufklärungstrupps stießen von der Küste bis in die Sahara hinein
und hatten wiederholt Berührung mit dem Feind. Während die deutsch-italienische Aufklärung ihre befohlenen Räume erkundete und die feindlichen Bewegungen beobachtete, versuchten die Briten ihrerseits einen Aufklärungsvorstoß, der jedoch sofort von deutschen vorgeschobenen Kräften aufgefangen und zurückgeworfen wurde. Dabei erbeuteten die deutsch-italienischen Truppen elf Geschütze und machten eine Anzahl Gefangene. Die deutsche Luftwaffe 'unternahm im gesamten Mjt- telmeergebiet und in Afrika weiter erfolgreiche Angriffe gegen feindliche Schiffsbewegungen und Trup-- penansammlungen. Fortgesetzte Störangriffe gegen die britische Versorgungsschisfahrt, di« von deutschen Unterseebooten wirkungsvoll unterstützt wurden, verhinderten die regelmäßige Landung von feindlichem Nachschub. Während deutsche Kampfflugzeuge vor Tobruk ein feindliches Handelsschiff durch Volltreffer schwer beschädigten, so daß es in Brand geriet, versenkten deutsche Unterseeboote vor Tobruk und nördlich Sollum einen britischen Frachter von 8000 BRT. und ein weiteres feindliches Handelsschiff.
Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge führten heftige Angriffe gegen britische Zeltlager und Panzeransammlungen in der Cyrenaika und zersprengten wiederholt feindliche Bewegungen. Besonders heftig waren die Luftangriffe gegen die britische Jnselfestung Malta. In rollenden Einsätzen bombardierten Kampf- und Sturzkampfflugzeuge La Valetta und La Venezia. Neben Hafenanlagen und ankernden Schiffen waren die gesamten Flugplatzanlagen der Insel Tag und Nacht das Ziel der deutsch-italienischen Flugverbände. In den Lust- kämpfen über dem afrikanischen Kriegsschauplatz sowie über den Mittelmeergebieten erwiesen die deutsch- italienischen Verbündeten erneut ihre lleberlegenheit und schössen 28 britisch» Flugzeuge ab.
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Auch die Hoffnung auf die Sowjets vergeblich
xst. Berlin» 22. März. Als die schleichende Krise in London in ihrer vollen Entwicklung sichtbar^ wurde, trat dies in den sich immer stärker häufenden kritischen Betrachtungen der Londoner Presse zutage, die sich von Betrachtungen ähnlicher Art in früheren Episoden Churchillscher Ablenkungsmanöver von erlittenen Niederlagen dadurch unterschieden, daß sie hemmungslos und ausweglos in ihrer Gesamttendenz waren. Denn der Ausweg in die Volschewisierung unter Cripps erwies sich erst nachträglich als ein doppelt deutliches Zeichen der Unfähigkeit, die Krise zu meistern. Die gleiche Erscheinung tritt nun in dem weiteren Fortschreiten der Krise des Empire ein, in der zugleich mit notwendiger Folgerichtigkeit auch die psychologische Auseinandersetzung zwischen dem Erbschleicher Roosevelt und dem bei lebendigem Leibe beerbten England nicht ausbleibt, denn nichts anderes ist der Streit Churchill — Curtin im Falle Casey. Daß diese Verschiebung 'auf die Ebene zwischen dem einstigen Mutterland und dem nunmehr endgültig abgesprungenen Tochterland Australien eingetreten ist, ist nur ein Beweis mehr dafür, in welch fortgeschrittenem Grad sich die Abhängigkeit Englands von den USA. bereits befindet.
Eine ganze Reihe von Meldungen des Tages untermauern diese grundsätzliche Feststellung. Sie reihen sich aneinander und ergeben, mosaikartig zusammengesetzt, ein deutliches Bild von der schleichenden Krise Englands und der Unfähigkeit seiner Verbündeten, ihm wirklich aussichtsreiche Hilfe' zu leisten. Da ist zunächst eine späte Erkenntnis der „Daily Mail", daß England nach dem Zusammenbruch des Völkerbundes sich auf die französische Armee verließ, nachdem es bereits vorher trotz Millionen von Arbeitslosen, nichts tat, um sein Imperium richtig zu entwickeln. „Heute baue es auf die Armeen der Sowjets, aber auch diese würden nicht ausreichen zum Sieg." Diese Erkenntnis der „Daily Mail" trifft sich mit hier und da auftauchenden Feststellungen in London und Newyork, daß nun ganz sichtbar die sowjetische Offensive stecken geblieben sei und daß man mit Unruhe der künftigen Entwicklung im Osten entgegensieht Bezeichnend' ist dabei die heute zum erstenmal auftauchende Feststellung von dem Reuterkommentator Annalist, daß die plötzlich chinesischen Urhebern in die Schuh? geschobenen Versionen, daß die Sowjetunion doch bald mit den Japanern anbinden möchte, „auf eine Fehlbeurteilung der gesamtstrategischen Lage beruhen". Nachdem man nun längere Zeit mit dieser Illusion gearbeitet hat, möchte man sie also jetzt gern schleunigst wieder verbannen.
Von ganz besonderem Interesse erscheint ein von einem us.?amerikanischen Rundfunkkommentator von London aus nach Rückkehr von einem dreimonatigen Aufenthalt in den USA. gegebenes Stimmungsbild, was man so alles in den USA. über England denkt. Er baut eine Reihe kritischer Fragestellungen auf, die, im Grunde nichts anderes sind, als eine Zusammenfassung der Folgen der ununterbrochenen Kette von Niederlagen Englands in diesem Krieg und der sich daraus ergebenden schleichenden Krise. Im einzelnen lauten die Fragen unter anderem: „Besteht für Amerika überhaupt eine Hoffnung, einen wirklichen Beistand im Laufe des weiteren Krieges von England zu erhalten, nachdem es England in zweieinhalb Jahren-nicht gelungen ist, irgendwelche Erfolge zu Lande oder zur See zu erringen? Warum behält man dreieinhalb Millionen in England, wenn man sie so notwendig im ganzen Empire braucht? Warum war England nach zweieinhalb Jahren Krieg nicht imstande, Singapur zu verteidigen? Wird Churchill auf Grund der letzten britischen Streitigkeiten abgesetzt werden? Warum waren die Engländer bei Beginn der Feindseligkeiten (der Amerikaner läßt höflicherweise noch die Zwischenbemerkung aus: „Die die Engländer selbst ohne Notwendigkeit mit ihrer Kriegserklärung herbeigeführt haben") so schlecht ausgerüstet? Warum greifen sie so wenig an? Warum haben die Australier und die Neuseeländer die Hauptkämpfe geliefert?"
Nach dieser Fülle von Ohrfeigen kommen einige verbindliche Worte zur Vertröstung der Londüner, die der amerikanische Sprecher vor allem darin findet, daß er zugibt, daß inzwischen wohl die Amerikaner eingesehen
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Der Feind setzte seine Angriffe auf der Halbinsel Kertsch erfolglos fort.
Italienische U-Bootjäger versenkten im Mittelmeer vier englische U-Boote.
Die Japaner stehen auf Neu-Guinea bereits 199 Kilometer vor Port Moresby.
Reichsjugendsührer Axmann sprach in Verlin anläßlich der Feiern zur Verpflichtung der deutschen Jugend.
Durch amtlichen Erlaß wird der Personenreisever- kehr bei strengen Strasvorschristen einschneidenden Beschränkungen unterworfen.
In der Glocke fand die feierliche Verpflichtung der Bremer Hitler-Jugend statt.
Werder schlug Wilhelmshaven 95 im Kampf um die Bereichsmeisterschaft mit 6:1.
Hannover 38 und Eintracht Braunschweia trennten sich 1 : 1 .
Im Tschammerpokal siegte der Bremer Sportverein mit 12:9 über Stern.
Die erste Vorrunde zur Box-Eaumeisterschast wurde in Bremen gestartet.