Ausgabe 
(19.3.1942) Nr. 78
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien kiansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Meinen

Nr. ?8 , 12. Jahrgang

Vonnerstag, 19. Mar; 1942

kinzelpreis 1S Npf.

Wieder versanken 41000 VM.

kin USfl -Küftenwachschiff oersenK / 4000 tote volfchewlfren vor einem Viviflonsabschnitt

lZl Panzer in drei lagen...

Aus dem Führerhauptquartier, 18. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Aus der Halbinsel Kertsch wurden weitere feindliche An­griffe abgewiesen, teils schon in der Bereitstellung durch Artillerieseuer und Bekämpfung aus der Luft zerschla­gen. An der übrigen Ostfront griff der Feind an ein­zelnen Stellen auch gestern mit stärkeren Kräften auch ohne Erfolg an. In der Zeit vom 15. bis 17. März verlor der Gegner an der Ostfront insgesamt 131 Pan­zer. Die sowjetischen Luststreitkräste verloren am gestri­gen Tage 88 Flugzeuge» hiervon 56 in Luftkämpsen; ein eigenes Flugzeug wird vermißt. In Nordasrika Späh- trupptätigkeit. Auf Malta verursachten Tages- und Nachtangriffe deutscher Kampsfliegerverbände große Brände und heftige Explosionen in Flugplatz- und Hafenanlagen. Im Mittelmeer griff ein deutsches Unterseeboot ostwärts von Tobruk einen stark gesicher­ten britischen Geleitzug an und versenkte einen Tanker von 808V BRT. An der amerikanischen Küste versenkten deutsche Unterseeboote fünf feindliche Han­delsschiffe mit 41 vvll BRT. und ein Kiistenwachschiff der USA.-Kriegsmarine. Dabei zeichnete sich das Un­terseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Ro­st in besonders aus. Ein einzelnes britisches Flugzeug unternahm am Tage im Schutze tiefliegender Wolken einen militärisch wirkungslosen Angriff auf westdeut­sches Gebiet."

Die schweren Verluste der Bolschewisten bei ihren vergeblichen Versuchen, die Stellungen im südlichen Teil der Ostfront zu durchbrechen, werden an folgenden Zahlen deutlich: In nur zwei Monaten blieben vor den Stellungen einer deutschen leichten. Infanterie-Division 4000 Tote liegen. 1355 Gefangene wurden eingebracht. Auch das vernichtete oder erbeutete Kriegsmaterial des Feindes ist erheblich. Panzerbrechende Waffen schössen 38 meist schwere Panzerkampswagen des Feindes ab. Außerdem wurden 59' Geschütze, 153 Maschinengewehre, 37 Panzeradwehrwafsen, zahlreiche Fahrzeuge und 700 Pferde erbeutet.

kngland als belagerte Festung

är. V. seb. Unsere U-Bootwaffe bleibt unablässig am Feind. Die Erfolgsmeldungen reißen nicht ab. Der Kampf gegen den Schiffsraum und gegen die Versor- ung Großbritanniens hat die Insel allmählich in eine age gebracht, die sich bei Beginn der großen Auseinan­dersetzung kein Engländer auch nur annähernd vorzustel­len gewagt hätte. Die Briten taten so, als ob sie sich den Bauch vor Lachen halten müßten, als sie etwas von d^ ParoleButter oder Kanonen" hörten. Das deut­sche Volk hat sich vom ersten Tage dieses Krieges an bewußt darauf eingestellt, daß es erhebliche Einschrän­kungen auf allen Gebieten des Verbrauches hinnehmen muß, wenn die Sicherheit des Sieges unerschüttert blei­ben soll. Die staatliche Führung hat rechtzeitig die Vor­aussetzung der Organisation geschaffen, die jederzeit eine elastische Anpassung an die Lage ermöglicht. In England hat man es mit lautem Hohnlachen von sich gewiesen, sich mit solchen Problemen überhaupt zu be­schäftigen. Man stützte sich auf das unerschütterliche Dogma von der Seeherrschaft,

Jetzt beginnt sich die Krise in England abzuzeichnen. Wir müssen uns einrichten.wie eine belagerte Festung."

Mit dem Mtterkreuz belohnt

Berlin, 18. März. Der Führer verlieh das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Georg Koszmala, Regimentskommandeur, Hauptmann Kurt Christel, Kompanieführer in einem Baubataillon, Ernst Bauer, der als Unterseeboot-Kommandant bisher insgesamt 18 bewaffnete feindliche Handels­schiffe mit Ivl vva BRT., darunter neun Schiffe von 52 888 BRT., vor der amerikanischen Küste, versenkte.

Dieser Ausspruch des englischen Handelsministers Dal- ton steht als Motto über den jüngsten Einschränkungen und Rationierungsmaßnahmen. Nach der Mitteilung einer schwedischen Zeitung sind Beauftragte der eng­lischen Regierung nun auch mit der Ausarbeitung eines Planes zur Rationierung von Kohle, Gas und Elektri­zität beschäftigt. Die Regierung läßt der Öffentlichkeit gegenüber darauf hinweisen, daß diese Maßnahmen, die in den privaten Haushalt tief eingreifen werden, einen Teil eines großen Planes ausmachen, der darauf ab­

ziele, Tonnage und Arbeitskraft zu sparen. Das Finanz­ministerium erwägt zur Ergänzung dieses Opferpro­gramms neue Steuerpläne, um ein Defizit von 2,5 Mil­liarden Pfund zu decken.

England hat den Faktor Zeit, auf den es so stark ver­traute, unterschätzt. Wie alle kriegführenden Staaten, muß es neue Rationierungen anordnen und die Versor­gungsquoten für die Bevölkerung in mancher Beziehung erheblich stärker herabsetzen als andere Staaten.

Landeseigene Verwaltung Im Vstlan-

Mitarbeit und kntfaltung aufbauwilliger Kräfte

Berlin, 1». März. Im Zuge des Verwaltungs­aufbaues in den besetzten Ostgebieten hat Reichsminister Alfred Rosenberg einen Erlaß für das Reichskommissa­riat Ostland herausgegeben, der die Verwaltung in den Eeneralbezirken Litauen, Lettland und Estland» und der insbesondere die eigenverantwortliche Mitarbeit der jeweiligen Landesbehörden vorsieht. In den Durchfüh­rungsbestimmungen zu dem Erlaß heißt es u. a., daß die einheimische Bevölkerung während des Kampfes und in der Zeit während der Besetzung des Landes so viele Beweise ihres guten Willens zur Zusammenarbeit geliefert hat, daß die Gewährung weitgehender Selbst­verwaltung möglich ist- Daraus ergibt sich, daß die deutsche Führung tn den drei Generalbezirken eine Aufsichtsverwaltung darstellt, während die unmittelbare Verwaltungstätigkeit von den lanhrseigenen Behörden zu leisten ist.

Im einzelnen stellt sich die Verwaltungsorganisation wie folgt dar: Die deutsche Hoheitsgewalt und die poli­tische Führung liegen unter der Eesamtleitung des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete in Händen des Reichskommissars für das Ostland bzw. dessen Nach­geordneten Dienststellen, der Generalkommiffare für Litauen, Lettland und Estland und in letzter Instanz bei den einzelnen Eebietskommissaren. Der jeweilige Generalkommissar führt die Aufsicht über die gesamte Landesverwaltung und ist befugt, diejenigen Maßnah­men zu treffen, die zu ihrer Ordnung notwendig sind. Dieses gilt insbesondere von Angelegenheiten der Wirtschaftsverwaltung, soweit deren unmittelbare Füh­rung nach den kriegswirtschaftlichen Erfordernissen des Vierjahresplanes geboten ist.

Die Landesverwaltung- wird im Rahmen der ge­gebenen Bestimmungen durch eigene, d. h. also litauische,

knglanbfalirl - sovesfolirii

Oslo, 18. März. Nach hiesigen Pressemeldungen ging das 4879 BRT. große, für England fahrende nor? wegische SchiffBrask" verloren. Sieben norwegische Seeleute, ein Engländer, ein Franzose und ein Schwede kamen ums Leben. Wie kürzlich gemeldet, wurde im Karibischen Meer ein für England fahrender norwegi­scher Tanker versenkt. Das norwegische Telegrammbürö erklärt hierzu, daß es sich wahrscheinlich um den 8957 BRT. großen norwegischen TankerCharles Ra­cine" handelt. Dieses Schiff wurde im Jahre 1837 als Motortanker gebaut. Es ist in Stavanger beheimatet.

Stockholm, 18. März. Die britische Admiralität sieht sich gezwungen, den Verlust des ZerstörersVortigern" zuzugeben. Der Zerstörer wurde beim Angriff deutscher Schnellboot« auf einen britischen Zerstörerverband tor­pediert Und ging nach zwei starken Detonationen unter. Der ZerstörerVortigern" hatte eine Wasserverdrän­gung von 1090 Tonnen. Geschwindigkeit 34 Knoten. Die Bestückung bestand auf vier 10,2-Zentimeter-Geschützen, einem 4-Zentimeter-Luftabwehrgeschlltz. vier MG.s, fünf Torpedorohren und einer Vorrichtung zum Minenlegen. Die Besatzung betrug 134 Mann.

lettische und «stische Organe und Behörden mit eigenen Amtspersonen wahrgenommen, deren Ernennung je nach dem Grad ihrer Stellung unmittelbar von den deutschen Zivilbehörden oder mit deren Genehmigung erfolgt. Die oberste Landesbehörde bilden in Litauen die Generalräte, in Lettland die Generaldirektoren, in Estland die Landesdirektoren, deren jeweils erster der Behördenleiter für das Innere ist. während sich die anderen auf die verschiedenen Fachressorts verteilen. Nachgeordnete Dienststellen der landeseiqenen Verwal­tung sind die Eelbstverwaltungskörperschllften der Kreise, kreisfreien Städte (mit einem Kreisältesten an der Spitze, der einem dem Landrat bzw. Oberbürger­meister vergleichbare Stellung hat). Gemeinden und Eemeindeverbände. Die Amtssprache iür Verkehr mit den Behörden der deutschen Zioilverwaltung ist deutsch, innerhalb der landeseigenen Verwaltung deutsch und die jeweilige Landessprache.

Mit dieser Neuordnung auf dem Gebiet des Ver­waltungswesens im Ostland ist den drei baltischen Völ­kern nicht nur die Gelegenheit zur tätigen Mitarbeit an der Gestaltung ihres Daseins gegeben, sondern auch weitestgehende Eigenverantwortlichkeit. Wenn der zum Lstland gehörige Eeneralbezirk Weißruthenien in diese Regelung nicht einbezogen worden ist, so liegt der Grund darin, daß hier im altsowjetischen Gebiet infolge der langandauernden Herrschaft der Bolschewisten die Voraussetzungen organisatorischer und personeller Art noch fehlen. Nach der neuen Agrarordnung stellt nun auch dieser Erlaß des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete einen weiteren entscheidenden Schritt zur endgültigen Beseitigung der bolschewistischen Erbschaft und zur Entfaltung der aufbauwilligen Kräfte des Ostens dar.

kritische Unterseeboote in türkischen Sewässern

Ankara, 18. März. Italienische Seeleute, die in Istanbul von einem Schiff an Land gingen, das ge­rade von Trieft ankam, meldeten» Laß sie von britischen Unterseebooten wiederholt während ihrer Reise in tür­kischen Gewässern angegriffen wurden.

Las .Mitgesükl" des Mörders

Stockholm, 18. März. Die Bombardierung türkischen Gebietes durch britische Flieger, bei der etwa 20 Per­sonen getötet wurden, hat, wie Reuter berichtet, in Englandallgemeines Mitgefühl für die Opfer und für deren Familien" ausgelöst. Angesichts dieser einer befreundeten Nation auferlegten schmerzlichen Prüfung sei allenthalben große Anteilnahme festzustellen (!).

Auf diese heuchlerischen Krokodilstränen der briti­schen Mörder nach ihrem neuesten Vülkerrechtsbruch hat die Welt allerdings noch gewartet, nachdem London sei­nen feigen Angriff auf die türkische Stadt Mikas ein­gestanden und in schamloser Dreistigkeit wie üblich als Versehen" entschuldigt hatte.

Vor Neichsmarschall an -as deutsche Landvolk

Zulühlicher flrbeirseinlatz auf dem Lande / flussaal und krnte die Schlachten des Sauern

Berlin, 18. März. Der Reichsmarschall des Groß- deutschen Reiches, Hermann Görina, erläßt folgenden Ausruf an das deutsche Landvolk:Deutsches Landvolk! Später als sonst könnt ihr in diesem Jahre an die Früh­jahrsbestellung gehen- Unmengen von Schnee und eisiger Frost haben den Beginn der Arbeiten auf den Feldern ungewöhnlich lange hinausgezögert. Jetzt endlich weicht der Winter, der seit über einem Jahrhundert der längste, ärgste und hartnäckigste war» und vor euch liegen nun Wochen und Monate angespanntesten und härtesten Ein­satzes. Führer und Volk erwarten von euch, daß ihr auch in diesem Jahre wieder mit bewährter Kraft und Zähigkeit eure Pflicht erfüllt. Gerade in den Kriegs­jahren habt ihr unter schwierigsten Arbeitsverhältnissen aufs neue bewiesen, was deutscher Bauernfleiß und deutsche Bauernkraft selbst bei ungünstiger Witterung zu leisten vermögen. Ihr habt trotz der arbeitshemmen- den wochenlangen Nässe im letzten und vorletzten Sommer und der bitteren» an Dauer und Schärfe kaum dage­wesenen Kälte in drei Kriegswintern bei Mangel an Arbeitskräften und vielfach auch an Betriebsmitteln die euch gestellten Anforderungen erfüllt ^und dabei zeit­weise fast übermenschliche Anstrengungen a»ft euch ge­nommen. Es gibt nicht einen VolksKnossen, der diese von euch vollbrachte gewaltige Leistung nicht rückhalt­los anerkennt, und wenn ich euch heute, ihr Landmänner und vor allem euch, ihr Bauersfrauen, die ihr die schwerste Bürde aller Schaffenden tragt, dafür danke, so tue ich es im Namen aller, die das tägliche Brot ane eurer Hände Arbeit empfangen.

Auch dieses Jahr verlangt von euch gleiche, ja sogar noch höhere Leistungen. Was unter den Kriegsverhältnisse» möglich ist, um eure Arbeit zu erleichtern und zu fördern, habe ich getan. Ich weiß, daß eure größte und dringendste Sorge der Beschaffung der notwendigen Arbeitskräfte gilt. So­lange deutsche Bauern, Bauernsöhne und Landarbeiter in großer Zahl an der Front stehen, müßt ihr euch mit Kriegsgefangenen und Ausländern notdürftig behelfen und sie durch tägliche Anweisung zu brauchbaren Hilfs­arbeitern heranziehen. Auch die Kräfte, die jetzt für euch aus den neubesetzten Gebieten im Osten herbei­geschafft werden» werdet ihr zweckentsprechend einsetzen müssen, damit sie euch bei eurer schweren und entsa­gungsvollen Arbeit wirksam unterstützen. Darüber hin­aus sollen in Zukunft alle auf dem Lande und in den Landstädten noch einsatzfähigen heimischen Arbeitsreser­ven für die Landwirtschaft herangezogen werden. Durch eine neue Verordnung habe ich diesen zusätzlichen Ar­beitseinsatz auf dem Lande geregelt. >

Auch für die Bereitstellung von Düngemitteln ist ge­sorgt. Die Erzeugung wurde auf das äußerste gestei­gert. Auf der Reichsbahn rollen für den Transport von Dünger und Saatgut alle nur irgend verfügbaren Waggons. In der Treibstoffzuteilung sind zugunsten der Landwirtschaft in allen Eewerbezweigen der übri­gen Wirtschaft erneut starke Abstriche gemacht worden, da die Einziehung der Pferde für Wehrmachtzwecke nur über den Schleppereinsätz auszugleichen ist. Der aus

Kriegsgründen zeitweise stark abgedrosselten Land- maschinenindustrie sind zur vermehrten Erzeugung der notwendigsten landwirtschaftlichen Geräte besondere Rohstoffkontingente zugeteilt worden. Ebenso haben die Ersatzteilbeschaffungswerkstätten zur Durchführung der Reparaturen eine besondere Förderung erfahren.

Geht jetzt an die Arbeit» sobald die Witterung es er­laubt! Die Richtlinie» für die Anbauplanung und die Betriebsausrichtung habt ihr bereits von euren Bauern- fiihrern erhalten. Eure Arbeit ist genau so kriegsentschei- dend, wie Kampf und Sieg des deutschen Soldaten drau­ßen vor dem Feind. Aussaat und Ernte sind die Schlach­ten, die ihr zu schlagen und zu gewinnen habt. Erfüllt eure Aufgabe mit ganzer Hingabe und größtem Eifer. Front und Heimat und namentlich auch unsere tüchti­gen Riistnngsarbeiter vertrauen daraus, daß. ihr ihnen auch für die Zukunft die Ernährung sichert.

Habt in eurer Dorfgemeinschaft auch Verständnis für die Nöte des Nachbarn. Fehlt auf einem Hof der Be­triebsleiter, fehlt eine Arbeitskraft, ein Pferd oder eine Maschine, so springt freiwillig ein und helft, wo ihr nur könnt. Auf jeden Hektar kommt es an! Sorgt alle da­für, daß der deutsche Boden in diesem dritten Kriegs­jahre die höchsten Erträge hervorbringt!

Der Führer hat in seiner Rede vom 38. Januar die Bedeutung der landwirtschaftlichen Erzeugung für das deutsche Volk klar herausgestellt. Ich weiß, daß ihr alles daransetzen werdet, das in euch gesetzte Vertrauen za rechtfertigen."

Von

8^.-Oruppsnkübisr llrick llasss

Unter dem Druck des britisch-nordamerikanischen Im­perialismus fand vor etwa 70 Jahren das japanische Jnselreich seine innere Einigung und beendete damit eine jahrhundertelange insulare Abgeschlossenheit. Es wandte sich mit ständig wachsender Krastentfaltung der Betätigung in Uebersee zu und richtete in Erkenntnis der neuen Notwendigkeiten sein Augenmerk auf die Schaffung einer starken Kriegs- und Handelsflotte. In seiner seegewohnten Bevölkerung fand es dafür den denkbar besten Grundstock. Durch Fleiß und Lerneifer bei den in der Technik führenden weißen Nationen schuf es sich in bemerkenswert kurzer Zeit eine eigene Schiff­bauindustrie und meisterte alle Schwierigkeiten seiner Rohstoffarmut durch die Arbeitsamkeit seiner Bevölke­rung und die dadurch möglichen Ausfuhren seiner Er­zeugnisse. Das japanische Volk hat damit unter sehr harten Daseinsbedingungen eine bewundernswerte Lei­stung an Tatkraft, Können und Beharrlichkeit gezeigt.

Diese gewissermaßen aus dem Nichts entstandene Handelsflotte hat mit ihrem allezeit hohen Bereitschafts­stand zu den Entscheidungen in Ostasien in den letzten fünf Jahrzehnten wesentlich beigetragen. Die jüngste Geschichte Japans ist auch das Hohe Lied seiner Han­delsschisfahrt geworden; denn immer galt es für diese, neben der Sicherung der unentbehrlichen Zufuhren für die wachsende Volkszahl des Jnselreiches gleichzeitig die zuverlässige Helferin der Wehrmacht bei'den militäri­schen Entscheidungen zu sein.

Als 1894 der Kampf gegen China um Korea und das Einflußgebiet am Gelben Meer begann, stand Japans Handelsflotte erst an 14. Stelle der Weltschiffahrt und verfügte nur über einen Schiffsraum von 172 000 BRT., während demgegenüber England damals mit 11,8 Mill. BRT. die reichliche Hälfte des Weltschiffsraums besaß. Dennoch haben diesem ersten modernen Kriege Ja­pans seine Handelsschiffe im Schutze einer jungen, taten- frohen Marine alle notwendigen Truppentransporte durchgeführt und damit die Voraussetzung für die Siege am Yalu, den Vormarsch auf die Liautung-Halbinsel und die Einnahme der Seefestung Port Arthur geschaf­fen. Unter den Stürmen des Winters wurde auch die Armee sicher nach Schantung übergeführt und so der Fall des letzten nordchinesischen Stützpunktes Weihaiwei er­möglicht.

Ein besonderes Ruhmesblatt aber erwarb sich Japans Handelsflotte in dem entscheidungsvollen Kriege gegen das russische Zarenreich. Truppenverschiffungen größten Stils, mehrfach in Transportverbänden von nahezu 100 Dampfern, wurden ausgeführt und alle Schwierigkeiten des Nachschubs für die am Feinde operierende Kriegs­flotte und für mehrere große Armeen gemeistert. Wenn dabei auch manches Schiff zugrunde ging, so blieb die zähe Ausdauer und Hingabe der japanischen Seeeleute doch bis zum siegreichen Ende des Krieges ungebrochen. Unvergessen bleibt auch der immer wieder erneute, hel­denmütige Opfergang japanischer Handelsdampfer bei zahlreichen Unternehmungen zur Sperrung der russischen Seefestung Port Arthur durch Selbstversenkung unter den Kanonen der Küstenbatterien. Mehr als 20 Schiffe opferten sich damals mit ausgesuchten Besatzungen für diese Aufgabe. Schnelle Handelsdampfer sicherten als Hilfskreuzer unablässig die Seeivege und nahmen erfolg­reich an verschiedenen Kampfhandlungen, so auch bei Tschuschima, teil.

Mit dem Sieg über Rußland war Japan mit einem Schlag zur ersten Großmacht in Ostasien geworden. Als der Weltkrieg ausbrach, war seine Handelsflotte bereits an die sechste Stelle vorgerückt und zählte 1,7 Mill. BRT.; diesmal aber war sie vor eine wesent­lich andere Ausgabe gestellt. Truppentransporte und Nachschub nach dem Kampfgebiet um Tsingtau waren zeitlich begrenzt und unbedeutend gegenüber der Not­wendigkeit, nun die große Stunde zu nützen, die bei der wachsenden Tonnagenot des britischen Weltreichs im^Pazifik und Indischen Ozean für Japan schlug. Seine Schiffahrt hat im Schutze einer starken'Seemacht diese

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Deutsche U-Boote versenkten an der amerikanischen Küste erneut 41 888 BRT. und im Mittelmeer 8888 BRT.

Die Sowjets verloren vom 15. bis 17. März 131 Panzer und an einem einzigen Tage «8 Flugzeuge. In einem Teil des Ostlandes wurde die landes- eigene Verwaltung eingeführt.

Reichsmarschall Eöring erläßt einen Ausruf an das deutsche Landvolk.

Mit der Ernennung General Mac Arthurs zum Oberbesehlshaber in Australien hat Rooseoelt den britischen Einfluß aus dieses Dominion auch mili­tärisch ausgeschaltet.

Die Japaner erzielten qus der Philippineninsel Mindoro strategisch wichtige Erfolge.

Am 21. März wird im Reichsgebiet derTag des Vollkornbrotes" durchgeführt.

Für die Körperschaftssteuer 1941 wurden Richt­linien erlassen.

Die Bremer Silberwarensabrik hat ihre Anlagen weiter ausgebaut.

Der Führer der Hitler-Jugend des Gebietes Nord­see, Obergebietsführer Lühr Hogrefe, ist gefallen.