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parteiamtliche lageszeitung
vas flmtsblott des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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Die 1 mw hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm hohe Zelle imTertteil75H/. Ermüß. Grundpr. (für Klein- u. Famllienanzeig. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste S Nachlaßstaffel O. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Ruf 219 31- Nachtrus und sonntags 247 65- Obernstr. 86, Ruf 219 31- Shke: Mühlendamm 2- Br.-Hemellngen: Bahnhofstr. k, Ecke Poststr.« Ruf 4 34 58- Br.-Degesack, Nohrstr. 24, Ruf 4 u. 8r Br.-Blumenthal: Kpt.-
der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches verkündungsblalt des Neichsstattstasters in Oldenburg und Vremen
Nr. ?? , 12. Jahrgang
Mittwoch. 19. März 1942
kinzelpreis 15 Npf
Me Sowjets verbluten sich weiter
Starke Kampfgruppe -es Segners eingeschlossen und vernichtet / Ober t0000 tote Sowjets / Sechs weitere bolschewistische divifionen stark angeschlagen
Berlin, 17. März. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, zerschlugen wiirttembergische und schlestsche Truppen im mittleren Abschnitt der Ostfront starke feindliche Kräfte, die die deutschen Stellungen zu durchbrechen versuchten. Die wiederholten starken bolschewistischen Vorstöße wurden nicht nur unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen» sondern es wurde auch eine starke Kampfgruppe des Gegners eingeschlossen und vernichtet. In heftigen Schneestürmen und bei einer Kälte bis zu 45 Grad wurden im Verlaufe der harten Kämpfe noch zwei weitere Schützen- und vier Kaoalle- riedivisionen so stark angeschlagen, daß sie sich zurückziehen mutzten. Der Gegner verlor über Iv vüv Tote, während über 2VÜÜ Gefangene in deutsche Hand fielen. 133 Geschütze und eine große Anzahl leichter und schwerer Infanteriewaffen wurden als Beute eingebracht.
Am 16. März führte der Gegner heftige Angriffe gegen die Stellungen einer deutschen Division nordöstlich Orel. Der Schwerpunkt war gegen den Eefechtsstreifen eines deutschen Bataillons gerichtet. Trotz Kälte und Schneetreibens schlugen die Infanteristen alle Angriffe des Gegners zurück. In den harten Kämpfen verloren die Bolschewisten vor den Stellungen dieses Bataillons zahlreiche Tote und Verwundete. Autzerdem wurde ein Anzahl leichter und schwerer Infanteriewaffen erbeutet. Noch grötzere Verluste an Menschen und Material erlitt der Gegner bei seinen Angriffen gegen die Stellungen dieses deutschen Armeekorps im mittleren Frontabschnitt. In der Zeit vom 5. bis 12. 3. wurden alle sich Tag und Nacht wiederholenden Angriffe des Gegners im harten Kampf zurückgeschlagen. Es gelang den Bolschewisten nirgends, in die deutschen Stellungen einzudringen. Die Bolschewisten verloren in dieser Kampfwoche über 5ÜVÜ Tote, während Hunderte von Gefangenen in deutsche Hand fielen. Zerstört und erbeutet wurden 32 Panzer, darunter 16 schwer« «Nd schwerste Panzerkampfwagen. Weitere Sowjetpanzer
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Aus dem Führerhauptquartier, 17. März. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Wolf-Dieter Huq, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader. Der Führer sandte Oberleutnant Huq nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 83. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
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Berlin, 17. März. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichs- marschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Fritz Schulze, Staffelkapitän in einem Zerstörer-Geschwader. Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz an: Oberst Karl Rhein, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberleutnant Hans- Henning Sichert, Kompaniechef in einem Schützen- Regiment; Feldwebel Josef Leopoldsber>ger, Zugführer in einem Infanterie-Regiment.
wurden beschädigt. Die Zahl der erbeuteten Maschinengewehre, Panzerbüchsen. Pakgeschütze und Granatwerfer ist erheblich.
Allein eine an der ostwärts Orel verlaufenden Front eingesetzte Infanterie-Division wehrte in der ersten März-Woche 59 bolschewistische Angriffe ab. Mit starker Artillerie- und Panzerunterstützung stürmt immer wieder Welle auf Welle neu herangeführter Sowjettruppen gegen die deutschen Stellungen an, wo sie sich im deutschen Abwehrfeuer verbluteten. Es gelang den Volsche- wisten an keiner Stelle, in die deutsche Front einzubrechen. 3000 tote Bolschewisten vor den deutschen Stellungen wurden gezählt. 177 Gefangene und zahlreiches Kriegsmaterial, darunter zwei schwere Panzerkampfwagen, fünf Geschütze und 19 Maschinengewehre fielen in deutsche Hand.
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Deutsche Jäger errangen am 16. März mit 60 AS- -schüssen an den einzelnen Kampfräumen der Ostfront wieder neue Siege über bolschewistische Luftstreitkräfte. Unter den in harten Luftkämpfen abgeschossenen 60 feindlichen Flugzeugen waren mehrere Bomber. Weitere Flugzeuge des Gegners wurden am Boden zerstört. Im mittleren Kampfabschnitt der Ostfront waren wieder deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zur Bekämpfung bolschewistischer Bereitstellungen und Truppen- ansammlungen eingesetzt. Der Feind erlitt durch diese Angriffe außergewöhnlich hohe Verluste an Menschen und Material. Vier Panzerwagen und über SO Flugzeuge aller Art wurden vernichtet. Artilleriestellungen wurden von Bombentreffern so schwer getroffen, datz eine Reihe von Geschützen das Feuer einstellen mutzte. Der
Schwere Kümpj
vergeblich rennen Sie volschewisten al
Aus dem Führerhauptquartier, 17. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Auf der Halbinsel Kertsch brachen erneute Angriffe des Feindes vor den deutsch-rumänischen Stellungen zusammen. Weitere 33 feindliche Panzer wurden abgeschossen. An einzelnen Stellen kam es zu erbitterten Nahkämp- fen. An der übrigen Ostfront hatte der Gegner bei der Wiederholung seiner erfolglosen Angriffe hohe blutige Verluste. Bereitstellungen und' Bewegungen feindlicher Kräfte wurden wirksam unter Feuer genommen. Fern- kampfbatterien beschossen kriegswichtige Ziele in Lenin g r a d mit guter Wirkung. An der Front in Lapp- land waren Stotztruppunternehmen deutscher Gebirgsjäger erfolgreich.
Die Luftwaffe zerschlug mit starken Kampf- und Jagdfliegerverbänden in rollendem Einsatz bereitgestellte und angreifende Truppen der Sowjets, warf belegte Ortschaften in Brand und unterbrach Nachschubwege des Feindes. Bei vier eigenen Verlusten wurden 70 feindliche Flugzeuge in Lustkämpfen oder am Boden vernichtet. In Nordafrika warfen deutsche und italienische Ausklärungsverbände feindliche Kräfte zurück, machten eine Anzahl Gefangene und erbeuteten oder vernichtete» elf Geschütze. In den Kämpfen des 14. März schotz der Unteroffizier Eauger eines Flak-Artihlerie-
feindliche Nachschub wurde durch wiederholte Tiefangriffe auf fahrende Transportzüge und wichtige Eisenbahnlinien im rückwärtigen Frontgebiet schwer gestört. Bombentreffer beschädigten Gleisanlagen und setzten Materialschuppen in Brand.
8o ksmpken unsere 8toütrupps!
Bei den Kämpfen südostwärts des Jlmensees wurde in den letzten Tagen ein Zug brandenburgischer Infanterie zu einem Stotztruppunternehmen gegen ein bolschewistisches Befestigungssystem angesetzt, das von einer beherrschenden Höhe aus eine Seen-Enge sperrte. Der Stoßtrupp arbeitete sich während der Nacht durch den knietiefen Schnee, oft bis zu den Hüften einbrechend, an die feindlichen Stellungen heran. Drei hintereinander angelegte Reihen eines starken Drahtverhaues wurden lautlos, durchschnitten und auf mitgeführten Brettern erst ein zehn Meter breiter Panzergraben und dann ein 50 Meter breites Stolperdrahthindernis überwunden. Endlich, stand der Stoßtrupp vor dem stark besetzten Bunker. Der Stoßtruppführer selbst warf die erste Handgranate, schob Sprengladung in die Scharten- öfsnung. Er hatte nicht mehr die Möglichkeit, sich vor der Explosion in Sicherheit zu bringen. Er konnte sich nur noch hinwerfen. Im nächsten Augenblick wurde er von dem Luftdruck der Explosion einige Meter weit fortgeschleudert und Balken und Betonbrocke» prasselten um ihn herum. ^Aber der feindliche Bunker mit seiner gesamten Besatzung war vernichtet, der Auftrag erfüllt. Während der Stotztruppführer als letzter den Rückmarsch deckte, arbeitete sich der Stoßtrupp durch den tiefen Schnee wieder zur Ausgangsstellung zurück und erreichte diese ohne eigene Verluste.
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— Leningrad wirkungsvoll beschossen
Regiments neun angreifende Panzer aus allernächster Entfernung ab." -
Ergänzend zum OKW.-Bericht teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit, datz auch am'16. März die seit vier Tagen andauernden Angriffe des Feindes aus der Halbinsel Kertsch scheiterten. In ununterbrochenem Einsatz hat allein eine deutsche Division bei starkem feindlichen Artilleriebeschuß, der sich oft bis zum Trommelfeuer steigerte, in der Zeit vom 13. bis zum 16., März 64 Angriffe abgewiesen. Auch am Nachmittag des 16. März steigerte sich die feindliche Artillerietätigkeit wieder zum Trommelfeuer. Die Bolschewisten verfeuerten etwa 16 000 Schutz. Während dieses Artilleriefeuers griffen sie unter schonungslosem Masseneinsatz und von zahlreichen Panzern unterstützt, in mehreren aufeinanderfolgenden Wollen die deutschen Stellungen an. Die Angriffe brachen wieder im zusammengefaßten Feuer aller deutschen Waffen und in harten Nahkämpfen zusammen. Der Gegner verlor 33 Panzer. Die fortgesetzten schweren Panzerverluste des Gegners werden von Gefangenen, einer bolschewistischen Panzerbrigade bestätigt. Die gefangenen Bolschewisten sagen aus, daß am 13. und 14. März von 120 angreifenden Panzern über 80 durch deutsche panzerbrechende Waffen vernichtet wurden. ^
Sie „mulmige" kcke — doch nur für den Segner
In -er kr-e schufen sich -eutsche Infanteristen sichere wostnstStten unv blieben stets noch kerr je-er Lage
H „Ko." — noch im Herbst in schwerstem Kampf als Trümmerstätte und Ruinenfeld eines zuvor größeren Ortes, genommen. Seitdem ausgebaut zu einem Sammelpunkt all der Fäden, die sich hier auf dem Weg von und zur Front — sprich zu den einzelnen Eräben und Abschnitten — vereinigen. Letzter Umschlagplatz des Netzes unseres Nachschubs. Weiter vor trifft man nur noch die „Abholer" der Kompanien, Züge und Trupps mit ihren Schlitten. — Hier formte der deutsche Mensch bereits in vollkommener Weise seine Umwelt: Ordnung straßauf, straßab, wiederhergestellte Häuser und neuerstandene, solide Zweckbauten, Schilder, Verkehrsposten, eine Reinigungsanstalt, ein Kino und was alles mehr! Und doch!
Letzte Woche tastete sich ein zugstarker feindlicher Schi- Spähtrupp bis an den zerschossenen Bahnhof heran, wo er erkannt, gestellt und aufgerieben wurde. — Ist es still, so hört man die Maschinengewehre von ferne. — Schwere feindliche Artillerie schießt herein, heute, gestern und damals — es ist schon einige Tage her . . . Feindliche Flugzeuge greisen im Tiefflug an. Und doch, vorne? Nein! Hier steht das Schild „Hauptverbandplatz". Kein Feldlazarett ist hier — es geht nicht, erst noch weiter hinten! MG.-Sicherung riegelt kurz hinter „Ko." den Weg zum Abschnitt des x. Bataillons ab. An jenem 10. Dezember hatte der Gruppenführer den Befehl: Sie schießen auf alles, was jetzt hier auf diesem Weg herankommt! Es kann nur der Feind sein, er ist vorne in unsere Eräben eingedrungen. Das Bataillon hält sich vorne — und es hielt den Ansturm einer dreifachen Uebermacht! Für die Sicherungen hier wurde es damals eine stille Wacht, bei 38 Grad Kälte. Die Infanteristen schauerten ob der grimmen Kälte, kein Wort sprachen sie stundenlang miteinander. Mechanisch wurde von Zeit zu Zeit das MG.-Schloß untersucht und gangbar gehalten. Eine Decke hüllte die Waffe ein. Jeder war mit seinen Gedanken vorne bei den anderen Kameraden, vorne, von wo später die Verwundeten mit Schlitten gebracht wurden, auch die Toten . . .
Noch eine Marschstunde weit führt von hier ab ein Schlittenweg. Bei einem Schienenübergang hört er zu
nächst auf. Rundum kilometerweit Sumpf und tief verschneites Knüppelholz. Ein übermannshoher, bereits vor Wochen und Monaten schon erledigter Feindpanzer liegt an der Seite. Ein stummer Mahner! Nur sein Geschütz ragt aus dem Schnee heraus. Geht man darauf zü, so schiebt man eine Schneemauer vor sich her, über die man schon bald nicht mehr hinwegsehen kann. Und dann versinkt der Fuß — im Sumpf! Drei Meter hoch ist der Bahndamm dieses Schienenstranges. Pioniere rissen von hier ab die Geleise weg und schufen so auf dem Bahndamm entlang die Verbindung nach vorne. Zwei Meter breit ist dieser Dammweg. Wenige Zentimeter zuweit rechts oder links — schon ist es um das -Fahrzeug geschehen. -- Kilometerweit muß man diesen höchst eigenartigen Weg weitergehen — vorbei an Eisen- bahnsignwlen — bis man ein einsam gelegenes niedriges Gebäude erreicht. Hier hat man aber erst den halben Weg nach vorne zurückgelegt. Seit „Ko." das erste Haus wieder weit und breit. Manche Nacht schon Schauplatz erbitterter Handgranatenkämpfe, wenn wieder einmal ein feindlicher Spähtrupp das Holzgebäude umstellt hatte. Und doch ist dies hier nicht die vorderste Linie. Keine Feldküche kann hier mehr in Betrieb genommen werden, und doch ist es beinahe noch „hinten", obwohl man hier bereits die Einzelschüsse des eigentlichen Erabenabschnittes hören kann. Der Bahndamm kann nun nicht mehr Weg sein, weiter vorne ist er nur- möhr Zielscheibe. — In wochenlanger unsagbar mühevoller und gefährlicher Arbeit haben die Pioniere auch hier geholfen: sie haben seitlich des Bahndamms einen Knüppeldamm durch den Sumpfwald geschaffen, auf dtm man abermals eine gute Wegstunde weitergehen kann, utn dann die Stellungen unserer Infanterie zu erreichen. Tritt man dort aus dem Wald heraus, so sieht man vor sich eine Talmulde, ein Flüßchen, diesseits und jenseits davon die Ruinen eines Dorfes, das-hier einst gestanden hat. Mitten durch die Ruinen hindurch sind unsere Stellungen angelegt. Doch viel sieht man nicht davon, obwohl man unmittelbar davorsteht. Viel eher möchte man das reizvolle winterliche Bild dieser Talmulde in sich aufnehmen --- doch wer hier vorne steht, hat sicherlich nicht die innere Bereitschaft, derartige'
Schönheiten wahrzunehmen. Hier steht man an der Front, die seit Wochen und zudem bei lebensgefährlicher grimmiger Kälte die Stätte erbitterten Kampfes g'eworden ist. Immer wieder rennt der Feind gegen diese Stellungen an, einmal auch konnte er sie einnehmen — doch schon nach Stunden war er wieder vertrieben.
Keine Minute vergeht, daß nicht hier oder drüben der Abzug einer Schußwaffe durchgekrümmt wird. Und fällt ein Schuß — dann löst er meist eine ganze Reihe von MG.-Earben aus. Jetzt herrscht zwischen hier und drüben beinahe ein Burgfrieden. — Schieß doch! Ich gehe weiter. Warum schießt ihr denn nicht, seht ihr mich nicht! Doch — jetzt. Ssst — Ssst! Ein automatisches Gewehr drüben. Hinlegen? Quatsch, kostet nur Zeit!
Nachts aber. nachts, wenn das Essen hergebracht wird, nachts, wenn Post kommt, wenn aus den Haustüren rechts und links das Brennholz für die Bunkeröfen her- ausgesägt werden kann — nachts, ja dann, dann ist yier für jeden die Stunde der Erfüllung des Gelöbnisses gekommen. alles zu geben, wenn es die Pflicht-verlangt! Leuchtspurgarben fliegen wie leuchtende Perlenketten über das Niemandsland, Leuchtkugeln erhellen weithin die Talmulde. Rechts und links schlagen die Geschosse ein — zu hoch — zu weit rechts! Da! So ein Hund. jetzt war es hier. Immer wieder heißt es „Hinhauen!". Den Posten geht es so, den wachfreien „Abgelösten", die jetzt die Arbeit des Tages verrichten, jetzt, nur weil sie es erst in der Dunkelheit wagen können, aus der Deckung herauszuspringen und die notwendigen Wege zwischen den Bunkern hin und her gehen zu können, ohne abgeschossen zu werden. Dann setzt Eranatwerferfeuer ein. Nebenan im Nachbarabschnitt — nun weiter Hierher — da, beim Pak-Bunker! Wieder ist es kurze Zeit still. Hat der Feind seine Ration verschossen? Nein, wieder das häßliche Geräusch eines Eranatwerfereinschlages! — Feuerübersälle schwerer feindlicher Artillerie müssen verbissen hingenommen werden. Bald kommt aber auch von uns die Antwort. — Bleibt es nun ruhig bis zum Morgen? Wütendes Einzelfeuer eines vorgeschobenen Postens lenkt sekundenschnell das gesamte Feuer des Abschnitts auf einen Punkt im Niemandsland, wo ein (Fortsetzung auf Seite 2)
Maulhelden wollen die Angst überschreien
ckr. v. sck. Berlin, 17. März. Es ist wirklich nicht zu begreifen, wie man gerade an diesem Zeitpunkt im gegnerischen Lager die Frechheit aufbringen kann, von gewaltigen Angriffsplänen in der nächsten Zukunft zu sprechen. Eine südamerikanische Zeitung kennzeichnet diese Haltung so, daß die Plutokraten, weil ihre Stunde geschlagen habe, dem dröhnenden Marsch des Schicksals nichts anderes entgegenstellen könnten als Worte und Versprechungen, Zukunftswechsel und nebelhafte strategische Pläne. Mit Worten allein aber sei dieser gewaltigste aller Kriege nicht zu gewinnen. Das sollte sich auch Roosevelts Unterstaatssekretär Sumner Welles ins Stammbuch schreiben, der offenbar heute noch des Mister Knox berüchtigte Vernjchtungsprognose der 90 Tage in den Schatten stellen möchte. Ausgerechnet an einem Tage, an Dem die ganze Welt unter dem starken Eindruck der bedingungslosen Siegessicherheit steht, die aus des Führers Rede am Heldengedenktag aüsstrahlt, wagt es dieser Hetzer und zweitraygige politische Geschäftsreisende im Auftrag der Freimaurer und der Weltjuden, über Zeichen der Schwäche und Enttäuschung in der deutschen Öffentlichkeit zu faseln und uns die Erkenntnis anzudichten, daß der Zusammenbrach bevorstehe. Es ist wirklich nicht möglich, in einer solchen Rede etwas anderes als den Wahnsinnsausbruch eines Ohnmächtigen zu erblicken.
Gleichzeitig mit Sumner Welles haben auch der frömmelnde Wanderprediger Halifax und der Vertreter Stalins in den Vereinigten Staaten. Litwinow-Finkel- stein, bei einem Festessen in einem Newyorker Klub „zu Ehren unserer Verbündeten" ihre Meinung über die Kriegslage zum besten gegeben. Man muß die Ausführungen der drei Männer, die in den entscheidenden Feststellungen sich gegenseitig geradezu ins Gesicht schlagen, zusammennehmen, dann ergibt sich das Wefamtbild einer vollkommen inneren Haltlosigkeit und Unsicherheit, die sich in den äußersten Extremen des Zweckoptimismus und der stumpfen Verzweiflung austobt. Auch Halifax und Finalstem betonten die Notwendigkeit für die Alliierten, die Initiative in die Hand zu nehmen und eine Strategie 'des Angriffs einzuleiten. Aber wie sie es sagten, ergibt sich ein absolut entscheidender Unterschied in den Grundaufsassungen usid in der Beurteilung der Lage qnd ihrer Möglichkeiten. Wie ist es überhaupt zu erklären, daß jetzt der Ruf nach der Offensive, und zwar nach dem unverzüglich einzuleitenden Großangriff, von allen Ecken des schwankenden Gebäudes, in dem sich unsere Gegner befinden, immer lauter und allmählich geradezu hysterisch aus- gestoßen wird? Das ungestüme Verlangen entspringt der Erkenntnis, daß dje ursprünglich übergeordnete Idee der gegnerischen Kriegführung, daß sich die Zeit als ein unüberwindlicher Bundesgenosse der Feinde Deutschlands herausstellen werde, eine geradezu katastrophale Fehlrechnung war. Da jammert Australien durch den Mund Eurtins und des Gesandten in den Vereinigten Staaten, Casey, daß es für immer zu spät sein werde und niemals wieder gutgemacht werden könne, wenn die Japaner auf dem australischen Festland Fuß zu fassen vermöchten: „Wir können es uns nicht leisten, noch einmal zu versagen. Wir dürfen nicht an das Jahr 1943, sondern müssen an das Jahr 1942, an heute denken." Da piacht auch der General Wavell Andeutungen über die Notwendigkeit einer neuen Angriffsfront und denkt dabei aber natürlich nicht an einen mit Risiko verbundenen britischen Einsatz. Tschiangkailchek Hai seine besonderen Wünsche, deren Erfüllung auch auf Kosten seiner Alliierten gehen soll, und nun wird auch Litwinow-Finkelstein noch viel deutlicher, als es bisher Stalin selbst und in seinem Auftrag der englische Politruk Cripps geworden sind.
So deutlich wie aus dem Munde Finkelsteins auf dem Newyorker Bankett ist die Erkenntnis bisher noch nicht ausgesprochen worden, daß der General Zeit am Ende auf der Seite Deutschlands und' seiner Verbündeten stehen könnte. „Die Zeit", so rief Litwinow mit verzweifelnder und beschwörender Stimme aus „ist ein verräterischer Verbündeter, der bereit ist, auf beiden Seiten zu kämpfen". Der Agent' Stalins in den Vereinigten Staaten verurteilt die Grundgedanken der Strategie Churchills und Roosevelts in Grund und Boden: „Je mehr wir uns mit allgemeinen Feststellungen über die Unmöglichkeit trösten, den Krieg zu verlieren, um so weiter entfernen wir uns vom richtigen Wege zum Siege. Dieser Weg schließt zwar ein großes Risiko ein, aber ein viel größeres und bestimmteres Risiko liegt im Abwarten, im Nichtstun und im Verpassen einer Gelegenheit nach der anderen". In diesen Worten drückt sich sehr deutlich die Ueberzeugung aus, daß durch weitere Vernichtungsschläae die Dreierpaktmächte in diesem Jahre eine unwiderrufliche Kriegsentscheidung zu ihren Gunsten herbeiführen können, wenn sich England und. d(e Vereinigten Staaten nicht zu dem -Versuch aufzuraffen vermögen, in einem selbstmörderischen Amoklauf
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In sämtlichen Abschnitten der Ostfront hatte der Gegner bei zahlreichen erjolglosen Angriffen wieder schwerste blutige Verluste.
Auf der Halbinsel Kertsch wurden weitere 33 Feindpanzer abgeschossen.
Litwinow-Finkelstein machte bemerkenswerte Eingeständnisse über den Mißerfolg der sowjetischen Winterosfensioe.
London versucht, die Verantwortung für das Schicksal Australiens ganz auf die USA. abzuschieben. Japanische ll-Voote versenkten vor den Küsten Burmas und Indiens insgesamt 81000 BRT. feindlichen Handelsschisfsraums.
Reichswirtschaftsminister Funk sprach in der Hauptversammlung der Deutschen Reichsbank über die Geld- und Kreditpolitik.
Der Unfall-Versicherungsschutz für den Arbeitnehmer wurde erheblich erweitert.
Die letzte Reichsstraßensammliuiq erbrachte AAt 28 Millionen RM. im Reich.
Der Schulentlassungstermin für alle Volksschulen! wurde aus den 21. März vorverlegt.