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parteiamtliche lageszeitung
Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattisalters in Oldenburg und Vremen
Nr. ?k , 12. Jahrgang
Dienstag, 1?. März 1S42
kinzelpreis 15 Npf.
Vvutscks §cknvNkootv vsrsenlctsn im Kanal einen Irritis eksn Zerstörer
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volschewistische Massenangriffe gescheiten
kolie Verluste des feinstes auf der Kalbinsel kerlsch / In drei lagen 1Z6 Panzer ...
Aus demFührerhauptquartier,16. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Auf der Halbinsel Kextsch wiederholte der Feind auch gestern seine von zahlreichen Panzer« unterstützten Massenangriffe. Sie scheiterten an der tapferen Abwehr der deutsch-rumänischen Truppen. Die Sowjets hatten hohe blutige Verluste und verloren 48 Panzer. Damit wurden in den letzten drei Tagen an diesem Frontabschnitt insgesamt 13K feindliche Panzer vernichtet. An anderen Stellen der Ostfront wurden feindliche Angriffe bei heftigem Schneesturm in harten Kämpfen zurückgeschlagen. Starke Kampfe und Jagdfliegeroerbände unterstützten in rollenden Angriffen die Kämpfe auf der Erde und vernichteten 45 feindliche Flugzeuge; ein eigenes Flugzeug ging verloren. Bei der Abwehr starker wochenlang wiederholter Angriffe des Feindes hat sich die sächsische 134. Infanterie-Division besonders ausgezeichnet. An der MurmankLste wurden ein grober Transporter in Brand, geworfen und Hafen- und Bahnanlagen in Murmansk erfolgreich bombardiert.
In Nordnfrika wurden feindliche Aufklärungskräfte zurückgeworfen. Ein britischer Flugplatz im ägyptischen Küstengebiet sowie militärische Anlagen in Tobruk wurden erfolgreich bombardiert. Bei Luftangriffen auf feindliche Kraftfahrzeugkolonnen in der östlichen Cyrenaika wurden mehrere Flugzeuge in Brand geschossen. Auf Malta griffen deutsch« Kampf- und Jagdflugzeuge bei Tag und Nacht britische Flugplätze und Flakstellungen sowie militärische Anlagen von La Valetta an.
Schnellboote griffen im Kanal eine« britischen Zer- störeroerband an und torpedierten einen Zerstöre»!, der nach zwei starken Detonätionen unterging. In einem
Zu Seneralobersten befördert
Aus dem Führerhauptquartier, 1K. März. Der Führer beförderte die Generale der Panzertruppe Reinhardt und Schmidt zu Generalobersten. — Generaloberst Reinhardt und Generaloberst Schmidt sind verdienstvolle Oberbefehlshaber von Armeen, die sich in den schweren Abwehrschlachten des Winters besonders ausgezeichnet haben.
Mit dem Mtterkreur ausgereichne»
Berlin, 16. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Werner Schulze, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Hauptmann Walter Rittershausen, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment.
weiteren Gefecht wurde ein britisches Kanonenboot so schwer getroffen, daß auch init seinem Verlust zu rechnen ist. Ein eigenes Schnellboot wurde schwer beschädigt und ging nach Abschlug der Kämpfe beim Abschleppen unter. Im mittleren Atlantik versenkte ein deutsches Kampfflugzeug ein britisches Handelsschiff von 2066 BRT. — In den Kämpfen am 13. März hat der Oberwachtmeister Schrödel, Geschützführer in einer Sturmgeschützabteilung, acht feindliche Panzer, darunter drei schwere, abgeschossen."
Der im OKW.-Bericht gemeldete Angriff unserer Schnellboote im Kanal erfolgte in den frühen Morgenstunden am Sonntag. Ein feindlicher Zerstörer mit zwei Schornsteinen wurde zweimal torpediert und ging nach der zweiten Detonation unter. Das Sinken wurde aus kurze Entfernung beobachtet. Kurz darauf tauchte aus dem Dunkel der Nacht im Geleit von Zerstörern ein Dampfer auf. Auch diese Zerstörer griffen in den Kampf ein. Nach heftigem Gefecht wurde auf deutscher Seite ein Schnellboot vermißt. Unsere Boote machten daraufhin kehrt und fanden nach Tagesanbruch das vermißte Schnellboot manövrierunfähig vor. In seiner unmittelbaren Nähe befanden sich drei britische Kanonenboote, die vom Feind bei dem deutschen Boot als Bewacher zurückgelassen worden waren. Unsere Schnell
boote griffen die britischen Kanonenboote an und vertrieben sie in einem Gefecht von 40 Minuten Dauer, bei dem ein feindliches Kanonenboot so stark beschädigt wurde, daß mit seinem Untergang zu rechnen ist. Hierauf ging ein Schnellboot bei dem beschädigten Boot längsseits. Das Boot war durch Artillerietreffer auf kurze Entfernung stark zerschossen. Der Kommandant und einige Matrosen des Brückenpersonals waren gefallen. Zwei deutsche Schnellboote nahmen das beschädigte Boot in Schlepp Es ist nach mehrstündiger Schleppfahrt in schwerer See gesunken. Alle anderen Schnellboote kehrten in den Hafen zyriick, nachdem sie wiederholte feindliche Luftangriffe erfolgreich abgewiesen hatten.
Ein deutsches Fernkampfflugzeug sichtete in den-Abend- stunden des Sonntags bei bewaffneter Aufklärung 70' Kilometer nordwestlich der portugiesischen Küste einen unter britischer Flagge fahrenden beladen«« Frachtdampfer. Im Tiefangriff wurde der Dampfer mit Bomben belegt. Vier Treffer an der Bordwand des Frachters rissen große Lecks in das Schiff. Beim Abflug des deutschen Flugzeuges würde der Dampfer in sinkendem Zustand beobachtet. Es handelt sich bei dem vernichteten Handelsschiff um den 2000 BRT.-Frachter „Dargomar".
wenn nötig, mit der Waffe ...
„wir Zuvor wollen kein zweites Mal betrogen werden"
Bangkok, 16. März. „Churchill weiß, daß er und das britische Volk Indiens Sympathie schon längst verloren haben; und seine Atlantik-Charta, die allen Völkern unter ausdrücklicher Ausnahme Indiens die Freiheit versprach, löste im indischen Volk einen Sturm der Entrüstung aus." Mit diesen Feststellungen, die Churchill gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt, in dem er sich so eifrig bemüht, das indische Volk durch ein großangelegtes neues Betrugsmanöver für seinen Krieg dienstbar zu machen, nimmt der Indien National Council in Bangkok eine scharfe Frontstellung gegen die Versuche des britischen Kriegsverbrechers e»n, Roosevelt als Garanten seiner faulen Versprechungen hinzustellen.
In der in Presse und Rundfunk wiedergegebenen Erklärung des Indien National Council heißt es in diesem Zusammenhang weiter, daß das indische Volk lange Zeit nach den Vereinigten Staaten und nach Roosevelt um Hilfe ausgeschaut hätte, daß es aber nach Ausbruch des Krieges habe einsehen müssen, daß Roosevelt gänzlich die Partei des britischen Imperialismus ergriffen
habe. „Wir Inder merkten", so heißt es dann wörtlich, „daß sich Roosevelt das Ziel setzte, das englische Erbe zu übernehmen, wenn England besiegt sein würde. Es ist nur natürlich, daß der Erbe nicht wünscht, sein Erbteil zu schädigen oder zu vermindern. Aus diesem Grunde zeigt Roosevelt kein Interesse am indischen Freiheitskampf, da er hoffte, am Ende des Krieges Indien mit den übrigen Kolonien von England zu übernehmen. Durch eine Garantie Roosevelts für die englischen Freiheitsversprechungen können wir Inder nicht irregeführt werden. Wir werden einem solchen Schritt keinerlei Bedeutung beimessen. Indien wurde bereits nach dem letzten Kriege betrogen. Der damalige amerikanische Präsident Wilson war ein williger Helfer in dem an Indien verübten Betrug. Wir Inder wollen kein zweites Mal betrogen werden. Wir werden weder Churchills noch Roosevelts Versprechungen irgendwelchen Glauben schenken, sondern wir sind entschlossen, unsere Freiheit zurückzugewinnen, wenn nötig mit der Waffe."
(Siehe auch Seite 2)
knglanst überläßt Iran stein Volschewismus
fluch eine fluswirkung der Zusagen kdens / flusstände in der Sowjelsone / Sie 0PU. wütet
Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung
clr. v. soll. Berlin, 16. März. Es gibt wohl noch einige Leute in England, denen der Vorwurf etwas peinlich ist, daß die Herren Eden und Cripps im Auftrag Churchills Europa an den Bolschewismus verraten haben. Diese Leute und die Agitatoren im Sinne von Eden und Cripps wollen es dann immer so darstellen, als ob die Sache mit den Bolschewiken nur halb so schlimm sei. Der gute Stalin, so wollen sie es gesehen haben, denke gar nicht daran, das Sowjetsystem zu exportieren, wenn er natürlich auch bereit sei, den Völkern zu helfen, die, beeindruckt von den „bolschewistischen Erfolgen", sich dieses Systems künftig auch bedienen möchten. Was die Grenzen betrifft, so denke er selbstverständlich nur an eine strategische Sicherheit. Wie sich das praktisch auswirkt, das weiß die Welt, nachdem sie es erlebt hat, wie der Bolschewismus mit allen Mitteln seines grausamsten Terrors den baltischen Ländern sein System aufzuzwingen an der Arbeit war. Der Gedanke, daß , die Bolschewiken, wenn sie einmal die militärischen Her- ^ reu auf dem europäischen Kontinent wären, sich um ^ der schönen Augen Englands willen irgendwie von ihrem Ziel des bolschewistischen Weltimperialismus abbringen lassen könnten, wäre der Gipfelpunkt der politischen Naivität. Die Eripps, Eden und ihre Nachbeter st allerdings sagen, daß man eine britisch-bolschewistische S Zusammenarbeit über den Krieg hinaus durch mate- ß reelle Unterstützung der Sowjets bis zur äußersten Möglichkeit herbeiführen könne und müsse, um England einen Rest von Einfluß im künftigen Europa zu sichern.
Wer solche Spekulationen noch ernst nehmen will, die auch in England kein halbwegs vernünftiger Mensch mehr vertreten dürfte, der soll sich durch die Entwicklung der letzten Wochen in Iran eines besseren belehren lassen. Auch dieses Land ist inzwischen von England weitgehend an die Moskowiter ausgeliefert worden. Im vergangenen Sommer überfielen die Briten Iran, weil der Schah sein Land nicht restlos den britischen Kriegsplänen zur Verfügung stellen wollte. An die Stelle des früheren Schahs wurde ein Werkzeug ' Englands gesetzt. Wenig später kam es auf Grund der britisch-bolschewistischen Verschwörung zu einer Auftei- ^ lung des Landes in zwei Besetzungszonen für die Eng- Z länder und für die Sowjets. Entrüstet wies man den ^ Gedanken ab, daß man sich irgendwie in innere Ver- ß hältnisse Irans einmischen wolle. Im Kreml machte man sich seine eigenen Gedanken. Die nördlichen Gebiete im iranischen Teil von Aserbeidscha» und andere s Landstriche im Nordosten des Landes wurden von den ! Bolschewisteir von Anfang an so „organisiert", wie man z das von ihrem Verhalten im Baltikum kennt. Die
jenigen Teile der iranischen Bevölkerung, die sich nicht gutwillig unterwarfen, wurden in der üblichen Weise „liquidiert" und die Hilfsquellen dieser Gebiete wurden schnellstens in den Dienst der sowjetischen Kriegssüh- rung gestellt. Vor kurzem kam es dann in Teheran zu einer Regierungskrise» in deren Verlauf der bedingungslose Volschewikenfreünd Scheli ans Ruder kam. Im Zeichen des neuen Kurses wurden sofort durch bolschewistische Theater- und Tanzgruppen propagandistische Veranstaltungen der Sowjets in der iranischen Hauptstadt durchgeführt, die den Beginn der vollkommenen Volschewisierung symbolisch ankündigten. Inzwischen haben die Sowjettruppen an vielen Stellen die ursprünglich vereinbarten Demarkationslinien überschritten und vor allem im Westiran weitere Gebiete in ihren militärischen Machtbereich gebracht. Nach den letzten Meldungen befinden sie sich bereits über den Rewanduspaß im Anmarsch auf das Oelgebiet von Mossul, zielen also offenbar auch über Iran hinaus auf den Irak. Die britischen Truppen ziehen sich gleichzeitig überall zurück.
In den von den Sowjettruppen besetzten Gebieten sind an verschiedenen Stellen, vor allem in der nordöstlichen Provinz Nrassun, Aufstände ausgebrochen, die ihren Grund wesentlich darin haben, daß die Bolschewiken alle Lebensmittel beschlagnahmt haben und die einheimische Bevölkerung rücksichtslos dem Hungertode ausliefern wollen. Auf der transiranischen Bahn mußte vorübergehend der Verkehr im Zusammenhang mit Aufständen unterbrochen werden. Auch die „Times" muß in einem Bericht die Ausdehnung der Aufstandsbewegung zugeben und spricht heuchlerisch von der Unfähigkeit der vorherigen Regierung, mit den Aufständen fertig zu werden, womit.gleichzeitig zugegeben wird, daß die zunächst Iran noch zugebilligten Truppen ausschließlich zur Niederwerfung von Aufständen, also ^um Kampf für die Interessen der britisch-bolschewistischen Verschwörung eingesetzt werden sollten.
Wir können durch diese Entwicklung gewiß nicht überrascht werden. Wenn uns zur letzten Erkenntnis der ausschweifenden Pläne des Kremls noch etwas gefehlt: hätte, so sind uns von Molotow bei seinem Besuch in Berlin im November 1940 die letzten Unterlagen an die Hand gegeben worden. Seitdeiy steht es sest, daß die Sowjets sich zunächst von der Ostsee bis zu den Dardanellen das strategische Vorfeld für den späteren weltrevolutionären Sprung nach Europa im weitesten Ausmaß sichern wollten. Auch in der Zielrichtung auf den Vorderen Orient haben die Machthaber im Kreml an die Pläne des zaristischen Imperialismus angeknüpft, der bereits im Zuge der britisch-russischen Einkreisungs
politik im Jahre 1907 die Engländer dahin brachte, den nördlichen Teil von Iran dem zaristischen Rußland als Jnteressenzone zuzubilligen. Das England der Churchill, Eden und Cripps geht im Verrat und Verzicht viel weiter. Es liefert den Bolschewisten bedenkenlos auch die Nachbarländer im Vorderen Orient aus.
Gerade die letzte Entwicklung in Iran bestätigt die von uns vertretene Auffassung über die Tragweite der Abmachungen, die Eden und Cripps mit den Machthabern des Kremls getroffen haben. Den Bplschewiken wurde von den britischen Verrätern an der abendländischen Kultur sowohl zur militärischen Besetzung, wie zum „Strafgericht" und Zur Volschewisierung als Siegespreis alles zugestanden, was sie überhaupt nur forderten, weil ja die letzte Hoffnung des Weltjudentums, in dessen Auftrag von Roosevelt bis Cripps alle agieren, die Hoffnung nämlich auf Rache an Hitler, mit den Sowjets steht und fällt.
Die Briten tun alles, um zu verhindern, daß zutreffende Nachrichten über die Entwicklung in Iran nach außen dringen. Jetzt können sie es aber doch nicht mehr verhindern, daß die Wahrheit bekannt wird. Die Bolschewiken machen ja kein Hehl mehr daraus, daß sie Iran heute schon als sichere Beute ansehen. In den von ihnen besetzten Gebieten befinden sich keine iranischen Truppen mehr. Die Sowjets verhindern neue Einziehungen, vernichten die Unterlagen dex Rekrutierungsbehörden und führen sich überhaupt so auf, als ob sie die rechtmäßigen Herren des Landes seiem Die GPU. feiert Orgien.
Das alles geschah mit dem Segen Englands. Gleichzeitig tun die Agitatoren Churchills noch so, als ob sie Friedensziele für die Neuorganisation Europas aufstellen könnten. Lindley Frazer, der gestern im britischen Rundfunk auch in dieses Horn tutete, hatte allerdings offenbar das Gefühl, daß er sich auf diesem Wege etwas lächerlich machen könnte. „Vielleicht, sind Sie", so wandte er sich an seine Hörer, „der Meinung, England und seine Alliierten würden bei der Gestaltung der Nachkriegswelt nichts mitzureden haben". Der Mann hat recht. Wenn es nach Eden und Cripps ginge, so würden die Bolschewiken, die Horden der innerasiatischen. Steppe, das neue Weltbild bestimmen. Aber die Leute verteilen ja das Fell des Bären, ehe sie ihn erlegt haben. Das Schicksal des Bolschewismus wird sich nach der Ankündigung des Führers im kommenden Sommer unerbittlich vollenden. Dann bricht endgültig das Gebäude der britisch-bolschewistischen Verschwörung zusammen, die jetzt noch einmal in Iran ihr Medufenaytlitz gezeigt hat.
Da- reeöeorkellL Heweik
^u8cislVoi-gssciiiclits cis8 kmpiks-äsldstmokcls
s. blü. Man schrieb das Jahr 1896, als ein Mitarbeit ter des englischen Blattes „Saturday Review" zur Feder griff, um eine Reihe neuartiger, für damalige Verhältnisse ausgesprochen sensationeller Gedanken zu Papier zu bringen. „Wir Engländer leben im Lands Darwins", so sagte sich jener nachsinnende Journalist offenbar, „warum sollen wir das politische Weltgeschehen nicht auch einmal von der biologischen Seite her betrachten?!" Das geistige Auge des sonst nur auf Tagesereignisse eingestellten Schreibers tastete sich gleich bis in die Urgeschichte des Menschen zurück. Die Feder raschelte: „Eine vom Glück begünstigte Art vermehrt sich rasend schnell, sie breitet sich aus über Land und Meere, ihre Nebenbuhler von einst gehen vor dem Ansturm zugrunde öder werden in die ungastlichsten Winkel verdrängt." Unser Londoner Publizist flüsterte nach diesem Auftakt frohlockend sich selber zu: Ein brauchbarer Ausgangspunkt für die politisch-biologische „Untermauerung" der britischen Weltherrschaft und die llebexwindung ihrer etwa kommenden Krise. Dann tauchte er die Feder erneut in die Tinte und schrieb) „RUstüngslager, Flotten und Heere sind Verteidigungsund Angriffswaffen der staatgewordenen Arten, wie die Geweihstangen des Hirsches oder die Zähne und die Klauen des Tigers Waffen der Einzelwesen sind." Und damit war das zentrale Thema ,^rieg oder Friede?" aufgeworfen. Der „Sa- turday-Review"-Mitarbeiter überlegte einen Augenblick, um sich bei seinen politisch-biologischen Ausführungen im Anblick der Zähne und Klauen des britischen Tigers nicht zu übereilen: „Kann man überhaupt von einem Krieg schlechthin sprechen? Gibt es nicht vielmehr drei völlig wesensverschiedene Gruppen von Kriegen zwischen den Völkern?" Der Brite kleidete nun seine Antwort — wir haben sie heut- schwarz auf weiß vor uns! — in folgende Sätze:
1. „Jene Kriege, an die wir Engländer uns in. den vergangenen zwei Jahrhunderten gewöhnten (!), als neue Erdteile erschlossen wurden, bedeuteten ein Ueberschäumen üppiger Lebenskräfte und sonst nichts." (Lies zwischen den Zeilen: Nur die Briten dürfen sich ein Ueberschäumen üppiger Lebenskräfte erlauben.)
2. „Andere Kriege entstehen, wenn ein sich aus- breitenses, in Umformung begriffenes Volk sich an einem schwächeren oder zurückgebliebenen Nachbarn reibt. Mit diesen Kriegen und ihrem raschen Aus- gang sind die Engländer in allen. Teilen der Welt vertraut geworden." (Lies zwischen den Zeilen: Es ist das ausschließliche Recht der Briten, sich auszubreiten.)
3. „Der letzte, der wirkliche Krieg, der notwendig ein Kampf auf Leben und Tod sein wird, entsteht erst dann, wenn zwei wachsende Völker aufeinanderstoßen. die keinen Platz zur Ausdehnung mehr finden, es fei denn, das eine Volk werde erdrückt. Der Zeit solcher letzter Kriege nähert sich die Welt ungeheuer schnell." (Ergänze: . . . infolge der Unersättlichkeit des Vritentums.)
Diese dritte Gruppe von Kriegen in den Lichtkegel seiner Betrachtung zu rücken, das lag unserm Journalisten besonders am Harzen. Doch zunächst mußte das Stichwort von den „Nebenbuhlern Englands" fallen und die Frage aufgeworfen werden: „Mit welchem Nebenbuhler wird Britannien (nachdem es fast die ganze Erde mit Beschlag belegt hat!) an erster Stelle auf Leben und Tod kämpfen?" Um im biologischen Jargon zu bleiben, wurde als llebexleitung zur Aufzählung derjenigen Nationen, die nicht als Rivalen Albions anzusprechen seien, die Feststellung getroffen: „Insektenfresser streiten nicht um Früchte mit Früchtefressern, ehe sie nicht alle Insektenfresser verdrängt haben — der Kampf auf Leben und Tod setzt erst dann ein, wenn das Wachstum einer Art sich gegen eine ändere Art drängt." In diesem Sinne seien (1896!) weder China noch Japan, weder Rußland noch Frankreich, „trotz der geschichtlichen Gegnerschaft Englands gegen Gallien", Feind« des britischen Imperiums.
Bei der Beurteilung des ostasiatischen Kraftfeldes unterlief dem schreibenden Mann an der Themse ein besonders peinlicher politischer Schnitzender seinem Anschauungsvermögen und seiner Denkkräft erschreckend wenig Ehre einlegt, dafür aber von seiner Freude an Wunschträumen tzeugt: „Auf viele Menschenalter (!) hinaus mögen China undJapan sich selbst überlassen bleiben und sich gegenseitig (!) Blut abzapfen nach uralter asiatischer Gewohnheit." Englands ?,vorbe- stimmter natürlicher Rivale" sei nicht in der ftemden Nassenwelt zu suchen, er erhebe sich mitten unter den europäischen Völkern. Die Feder des Londoner Propheten beeilte sich, die betrübende Erkenntnis vom tätigen Dasein einer hochwertigen Volksmacht außer« h a l b der britischen Einflußsphäre in folgende Form zu kleiden: „Ueberall aus der Welt, bei jedem Unternehmen, im Handel, in der Industrie, bei sämtlichen Anlagen in der Fremde stoßen Engländer und Deutsche aufeinander. Deutschland muß neuen Raum gewinnen oder bei dem Versuche »nter-
MI»»»M»»III»»MII»I»II»»NI,NI»IIMIIIIIIMIIIIIN»»M»U„I»III»»»I„»NM
Vnsor VasosspissoL
Der Führer beförderte die Generale der Panzertruppe Reinhardt und Schmidt zu Generalobersten. Ans der Halbinsel Kertsch scheiterten bolschewistische Massenangriffe unter blutigen Verlusten des Feindes.
Im Kanal versenkten deutsche Schnellboote einen britischen Zerstörer.
Ein japanisches U-Boot versenkte an der Westküste Nordamerikas 17 666 ÄRT.
Die Volschewisierung Irans macht erschreckende Fortschritte.
Erpresser Roosevelt verlangt für seine Australien- Hilfe „künftige Gegenleistungen".
Durch die Sammeltätigkeit unserer Schüler wurde» 1941 285 Millionen Kilogram : Mtmoterial zusammengetragen.
In Dibbersen tagten die K.- dr: Gr,
bietes Nordsee der Hitler-Ju^lu).