Ausgabe 
(15.3.1942) Nr. 74
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partLiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblot» d^s Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt kles BeichsstattHalkers in Oldenburg und Bremen

Nr. ?4 , 12. ZaHrgang

Sonntag. 15. Mär; 1942

kinzelpreis 15 kpf

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Unsere U-Boote versenkten an -er amerikanischen Bstküste bereits über 1 Million BIN

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Aus dem Führerhauptquartier, 14. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:In Fortführung ihrer erfolgreichen Operationen gegen die britische und amerikanische Versorgungsschissahrt haben deutsche Unterseeboote dem Feinde erneut schwerste Ver­luste zugefügt. In westindischen Gewässern wurden zwölf Handelsschiffe mit zusammen 7V 999 BRT. versenkt, dar­unter drei Tanker. Ein weiteres Schiss wurde durch Torpedotreffer beschädigt. Die deutsche Unterseöbootwasse hat damit seit ihrem ersten Auftreten an der Ostküste des amerikanischen Kontinents im Atlantischen Ozean 151 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 1929999 BRT. vernichtet, darunter 58 Tanker mit 442 999 BRT. Neben ihrem Einsatz im Mittelmeer und im Nördlichen Eis­meer ist dieser in weniger als zwei Monaten in den Operationsgebieten des Atlantik erzielte Erfolg ein weiteres Ruhmesblatt in der Geschichte der unter Füh­rung ihres Befehlshabers, Vizeadmiral Dönitz, kämpf- fenden deutschen Unterseebootwasfe."

Der Führer hat aus Vorschlag des Oberbeschlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, den Befehls­haber der Unterseeboote, Vizeadmiral Karl Dönitz, in Anerkennung seiner hohen Verdienste um die Führung und den Einsatz der Unterseebootwaffe zum Admiral befördert.

»

Von unserem ständigen iC.-O.-Marine-Mitarbeiter wird uns geschrieben: Am Vorabend des Heldengedenk­tages konnte die deutsche U-Boot-Waffe einen stolzen Erfolg melden, der im Kamps gegen die englisch-ameri­kanische Versorgungsschiffahrt erzielt worden ist. Die Versenkung von mehr als 1 Million BRT. in weniger als zwei Monaten zeigt der Welt, welcher Angriffsgeist in den Besatzungen der deutschen Unterseeboote steckt, die auch gegen die härteste feindliche Gegenwirkung stets die Initiative zum Kampf in ihrer Hand behalten haben. Die deutsche U-Boot-Waffe hat in diesem Krieg bewiesen, daß sie der ruhmreichen Tradition ihrer Ka­meraden aus dem Weltkriege 1914/18 würdig ist. sie hat sich unauslöschlich in das Buch der deutschen See­kriegsgeschichte eingetragen. Was sie allein in den letzten zwei Monaten versenkte, liegt erheblich über der Eesamtbauleistung Englands und der USA. in einem ganzen Jahr.

An der spitze der deutschen U-Voot-Waffe steht in dem nunmehr zum Admiral beförderten Befehlshaber der Unterseeboote ein Mann, der schon im letzten Krieg sich als junger U-Boot-Kommantzant ausgezeichnet hat. Der jetzt 50jährige Admiral Karl Dönitz führte im Weltkriege die UC. 25 und UB. 68, mit denen er zahl­reiche feindliche Handelsschiffe im Mittelmeer versenkt hat. In dieser Woche jährt sich gerade der Tag, an dem der damalige Oberleutnant zur See Dönitz 'im März 1918 mit feinem Unterseeboot einen als Werk­stattschiff eingerichteten englischen 9000-Tonnen-Damp- fer in den Hafen von Porto Augusta auf Sizilien ver­folgte und Hort zur Strecke brachte, ähnlich wie es jetzt deutsche Unterseeboot-Kommandanten im Karibischen Meer, vor Aruba, Curacao, Trinidad und Santa Lucia getan haben. In den letzten Tagen vor dem Waffen­stillstand fiel das Unterseeboot des Oberleutnants zur See Dönitz vor Alexandrien starker feindlicher Gegen­wirkung zum Opfer, aber.der Kommandant und ein großer Teil der Besatzung wurden gerettet.

Damals wurde im Versailler Diktat die deutsche Unterseeboot-Waffe verboten, aber Dönitz gehörte zu den jungen Offizieren, die im Herzen ihrer Untersee­boot-Waffe immer treu blieben. Es war sein sehnlichster Wunsch, einmal in einer wiedererstandenen deutschen Unterseebootwasfe kämpfen zu können. Dieser Wunsch wurde Dönitz erfüllt, als er im Herbst 1935 als Kom­mandant des KreuzersEmden" von einer Auslands­reise zurückkehrte und zum Führer der neuerstandenen Unterseebootwaffe bestimmt wurde. Als Kapitän zur See und Kommodore bat Dönitz die Ausbildung der deutschen Unterseebootwaffe vor diesem Kriege geleitet.

Vom ersten Tage des Krieges an, den England uns aufzwang, hat die deutsche Unterseebootwasfe dann ge­zeigt, was sie zu leisten vermochte. Hie Versenkungs­

ziffern an Kriegs- und Handelsschiffen sind dafür ein zahlenmäßiger Beweis. Im Herst 1939 wurde Dönitz zum Konteradmiral ernannt und im Herbst 1940, als die neue deutsche Unterseebootwaffe fünf Jahre bestand, beförderte der Führer den Befehlshaber der Untersee­boote zum Vizeadmiral. Seine Ernennung zum Admiral kann Dönitz nun an einem Tage entgegennehmen, der eine neue stolze Erfolgsmeldung über den Einsatz der deutschen Unterseeboote im Atlantischen Ozean und jen­seits des Atlantischen Ozeans gebracht hat.

Störung im oeneiuelanischen ölgebiet

Stockholm, 14. März. Wie aus Venezuela gemelder wird, hat die U-Boots-Tätigkeit im Karibischen Meer im venezuelanischen Erdölgebiet bereits schwere wirt­schaftliche Störungen verursacht. 100 Tanker, darunter. 24 einheimische, liegen in den Häfen des Landes still. Mehrere Petroleumgesellschaften seien gezwungen wor­den, ihre Fördertätigkeit einzustellen. Daraus seien in einigen Ortschaften Ärbeiterunruhen ausgebrochen.

Die ibero-amerikanischen Staaten haben die USA. dringend ersucht, Schiffe für die Verladung ihrer Er­zeugnisse zur Perfügung zu stellen.

ck. S. o. Bremen, 15. März.

Am Tage des Heldengedenkens, den wir zu Ehren der Toten begehen, die im ersten Weltkrieg, in der Kampfzeit und im jetzigen Kriege ihr Leben für Deutsch­land hingegeben haben, geziemt es uns, darüber klar zu sein, was die Kämpfer bewegte, als sie in ihrem letzten Einsatz das höchste Opfer brachten.Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!" Das war das Losungswort, das während der Kampfzeit in allen Versammlungssälen, in allen Lokalen und auf allen Kundgebungen der NSDAP. mit besonderer Eindring­lichkeit zu uns sprach. Es war die Losung geprägt aus dem Empfinden, daß es für uns Deutsche Höheres gibt als das eigene Leben, und nicht zuletzt darum, weil be­reits zwei Millionen für dieses Höhere ihr Leben hin­gegeben hatten, nämlich für Deutschland!

Was ist Deutschland? Wir wären schlecht beraten, wollten wir es nur als einen geographischen Begriff erfassen, etwa nur als ein Gebiet, das von Deutschen bewohnt und bewirtschaftet wird. Gewiß ist auch dies schon ein Wert, sogar ein großer Wert. wofür zu kämp­fen und zu fallen auch eine innere Rechtfertigung be­steht. Erschöpft ist aber damit noch lange nicht, was wir

empfinden, wenn wir in hehrer Stunde von Deutschland sprechen und singen. Denn dann verspüren wir in uns und utst Uns das Zusammenfließen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Volkes, und indem wir erfühlen, daß wir selbst nur ein Tropfen in dem grandiosen Strom der deutschen Geschlechterfolge sind, erkennen wir auch, daß es dieser Strom ist, der uns selber trägt und zu einem Teil der Ewigkeit werden läßt. sn der, vom Schicksal hineingestellt, Deutschland sein Wort sprechen darf und sprechen muß. Dieses ewige Deutschland, ohne das wir selber nichts wären, das aber auch ohne uns nicht sein könnte, spricht uns in seiner tausendjährigen Geschichte an, lebt in uns selber in der Gegenwart und verheißt unseren Enkeln eine Zukunft, wie sie kaum je einem anderen Volke beschicken sein mag. Um dieses ewige Deutschland ging und geht der Kampf, solange üble Widersacher sich seiner Entwick­lung entgegenstemmen. Für dieses Deutschland leben wir, für dieses Deutschland kämpfen und entbehren wir und für dieses Deutschland sterben wir, wenn das Ge­schick es so fügt.

Es war eine ebenso schlechte wie grundfalsche Rech­nung unserer Feinde, zu hoffen, mit dem Westfälischen Frieden oder mit der Niöderlegung der alten, ehrwür­digen Kaiserkrone oder mit dem Versailler Vertrag im Jahre 1919 habe Deutschland aufgehört, eine Rolle in der Geschichte zu spielen. Das waren nationale Tief- stände, in die Deutschland geraten war und in denen wohl gar manches andere Volk tatsächlich auch hätte ver­sumpfen und versinken müssen. Das Unaussprechliche im deutlichen Blute, das Geheimnisvolle der deutschen Seele, ließ solches nicht zu. Ausgerichtet auf die Glanzzeit deut­scher Vergangenheit, voll tiefster Sehnsucht, nach einer herrlicheren Zukunft, aber auch aufgeschlossen für die begangenen geschichtlichen Fehler, konnte der deutsche Wille, neuerdings zur Erprobung durch das Schicksal anzutreten, niemals ganz erstickt werden.

Mit dem festen Vorsatz, diesmal ohne Fehler und Irr­wege dem hohen Ziele zuzustreben, hat der Größte aller Deutschen, Adolf Hitler, sein Ringen um Deutsch­land begonnen, hat dieses Ringen im Innern glorreich vollendet und ist mit dem ihm geschlossen Folge leisten­den deutschen Volke zur letzten Entscheidung gegen die äußeren Feinde im Kampf um das ewige Deutschland angetreten. Das ewige Deutschland war Sinnen und Trachten der besten Deutschen aller Zeiten. Dieses, ihr Bemühen, adelte ihr Leben, segnete -ihr Sterben und hei­ligte den Tod, den sie erlitten. Ob es geschah, während des ersten Weltkrieges auf den blutigen Schlachtfeldern Flanderns in der Champagne, bei Verdun, an der Soin- me. in den Grenzgebieten Rußlands oder auf dem Bal­kan, ob es geschah auf den Straßen und in Sälen der deutschen Städte und Dörfer, die in der Kampfzeit vom Geheul:Rotfront" widerhallten, ob es jetzt im zweiten Weltkrieg, wo wir vor dem letzten Durchbruch einer gewaltigen feindlichen Mächtephalanx stehen, sein mußte und sein muß: Deutschland, als der zusammenfassende Begriff alles dessen, was jedem Men­schen deutschen Blutes an keinem Volke, dessen Geschichte und seiner Zukunft heilig erscheint, stand und steht un­seren Soldaten im Gedröhn der Schlachten vor Augen, so wie dieses gleiche heilige Deutschland den Blutzeugen der Bewegung vor Augen stand, als sie im Kampf um die Voraussetzungen zur Verwirklichung dieses Deutsch­lands erschlagen wurden.

Um der Verwirklichung dieses Deutschlands nahm, ge­führt von dem Besten und Größten aller Deutschen, das gegenwärtige Geschlecht den gigantischen Kampf auf gegen die finsteren Mächte, die sich verschworen haben, ein solches Deutjchland sich nicht vollenden zu lassen und darum mußten und müssen nun wiederum viele unserer Söhne. Gatten und Väter ihr Leben hingeben für ihr Volkstum, für die Freiheil und Größe des deutschen Va­terlandes. Das aber haben sie den in der Kampfzeit und im Weltkriege Gefallenen voraus, daß sie oas Bild ihres Ideals, die Konturen des ewigen Deutschlands bereits weit deutlicher als jene zu erkennen vermögen, um dessen Verwirklichung das Höchste und Letzte zu wagen und zu opfern unser aller Wille und Pflicht ist.

Ein vor jedem feindlichen Angriff auf Jahrhunderte hinaus gesichertes Deutschland, führend in dem sricd-

bis Isksn immer unter UN 5

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stustraliens ZufaHrtswege be-roHt

-Drahtbcricht unseres Vertreters

rck. Stockholm, 14. März. Der australische Kreuzer Perth" mit einer Besatzung von 882 Mann, der von Tokio bereits am 3. März als versenkt gemeldet wurde, ist, nach einer Mitteilung des Premierministers Curtin, überfällig" und wird jetzt auch in Canberra als ver­loren betrachtet. Das gleiche gilt für das Begleitschiff Ssarra", das mit seiner 151 Mann starken Besatzung ebenfalls in den Gewässern um Java verlorenging. Der KreuzerPerth" war 7949 Tonnen groß und erreichte eine Geschwindigkeit von 32,5 Knoten.

Die Nachricht des' australischen Luftsahrtministeriums, daß japanische Flottenstreitkräfte vor der Insel Buka in der Gruppe der S a l o m o n - I n s e I n gesichtet wur­den, hat in Melbourne größte Befürchtungen ausgelöst, obwohl man, nach einem United-Preß-Telegramm, über den Kurs der japanischen Streitkräfte nicht unterrichtet ist Ein Vorstoß gegen die Inselkette südlich der Salo- mon-Jnseln könne, so wird in Melbourne betont, sich wie eine Speerspitze gegen Neuseeland richten und die östlichen Zufahrtswege Australiens beherrschen (Siehe auch Seite 2)

wer seinen Lid gestHworen, Bleibt bei der Kompanie - Noch innrer lobes loren tost sein Selöbms sich nie!

Heimat, mit Herzblut erworben, wirb der zerschossene Srunb.

Nie für die faHne gestorben. Bindet der Heiligste Bund!

Nicht, wo dasteim wir sie Hätten, Sei n iHre Sräber bestellt:

Laßt uns zur NuHe sie betten Nort, wo die Schlacht sie gefällt!

So, wie sie stritten im Leben, Seien im lod sie vereint, wo sich die Hügel erbeben.

Still von den Müttern beweint!

Nie der Unsterblichkeit Schimmer Hell und versöHnend besonnt - Laßt sie beisammen für immer Nls Kameraden der front!

Lsivrlok Lusoksr

IIIMIMIIIIIIIIIMIIM»I»IIM»IIIIIIIIIII»I»IIIIIIII,I,IIUIIIIIII,

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Mit der Versenkung von weiteren 79 999 BRT. in westindischen Gewässern hat die Erfolgszisfer unserer jenseits des Atlantiks seit zwei Monaten tätigen Unterseeboote die erste Million überschritten.

Ein starker feindlicher Angriff auf der Krim wurde unter hohen Verlusten für den Gegner abgewehrt. Die sowjetische Luftwaffe verlor vom 6. bis 12. März 299 Flugzeuge.

Vizeadmiral Dönitz. der Führer der Unterseeboot­flotte, wurde zum Admiral befördert.

Ein bedeutsames deutsch-italienisches Wirtschafts­abkommen wurde unterzeichnet.

Der Reichskommissar für die Preisbildung hat die Zuständigkeit der Preisüberwachungsstellrn er­weitert.

Der Bericht der Deutschen Reichsbank für 1941 be­schäftigt sich eingehend mit den Fragen der Noten­bankpolitik. >

Die Eeestemünder Bank hat sich in ihrem 79. Ge­schäftsjahr verstärkt der Fischwirtschaft zugewandt.