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parteiamtliche Tageszeitung
Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreken Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblait des Neichsstatchalkers in Oldenburg und Vremen
Nr. / 12. Jahrgang
Sonnabend, 14. März 1942
kinzelpreis 15 Npf
MIen kein vrückenkops der USst
Massaker an indischen flrbeitern als britische vefrieSungsaktion
tlzurchill-ttlpps durchschaut
DratztSericht unserer Berliner Schriftleitung
g. ü. Berlin, 1S. März. - Während die Pistole Japans mit den Siegen in Burma bereits auf Indien gerichtet ist und die Briten hiermit' vor allem die Ab- schnürung und weitgehende Ausschaltung des Tschung- king-Verbündeten konstatieren müssen, geht der politische Eroßkamps um Indien weiter, in dem ein neues zündendes Manifest des Freiheitskämpfers Böse an das j indische Volk ein bedeutsames Faktum darstellt. Böse hat in seinem Aufruf, den wir an anderer Stelle im Wortlaut veröffentlichen» eine realpolitische Schilderung der indischen Situation seit dem 1. September 1939 gegeben. Er hat aufgezeigt, mit welcher Zielklarheit und zugleich mit welcher Hinterlist England den Versuch gemacht hat, Indien immer stärker in den europäischen Krieg zu zerren» gleichzeitig aber dem gleichen Indien wie immer bisher jede Freiheitsforderung zu versagen. Jetzt steht England im Begriff, durch seinen neuen groben Betrugsversuch Indien zum Kriegsschauplatz werden zu lassen, während es die volle Möglichkeit gehabt hätte, Indien ebenso auherhalb des Krieges stehen zu lassen, wie es Irland außerhalb stehen lassen mußte.
London und Newyork fühlen, daß es kein allzu aussichtsreiches Unterfangen ist, Indien noch einmal wie im Weltkrieg zu betrügen. Stimmungsberichte aus London sprechen davon und mehrere Kommentare der Newyorker Presse bestätigen es, daß bei den indischen Nationalistenführern eine schlechte Stimmung herrscht gegenüber Churchills Plan. die Selbständigmachung Indiens erneut bis nach dem Krieg zu verschieben. Selbst Gandhi blieb nach amerikanischen Meldungen aus Neu-Delhi pessimistisch und skeptisch, ob England wirklich gewillt sei, ein schmähliches Anrecht der Vergangenheit, den Imperialismus gegenüber Indien, offen ein- zugestehen. Jedenfalls sind nach eigenen Londoner Meldungen die indischen Nationalisten enttäuscht, daß nach Churchills Erklärungen „lediglich weitere Untersuchungen" angestellt würden, während mit Handlungen offenbar nicht gerechnet werden könne. Es komme aber allein auf positive Schritte an. Die meisten nationalistischen Beobachter Indien? werteten die Cripps-Reise nur als „Verzögerungsaktion".
Nach den neuesten Meldungen aus Indien hat der britische Vizekönig es für notwendig angesehen, den Jndiern auf seine Weise die Anerkennung ihrer Freiheit zu dokumentieren, indem er bei passiver Resistenz indischer Arbeiter in Madras die Polizei auf die Arbeiter schießen ließ, was unter den Indern 18 Tote und 21 Schwerverletzte forderte. Auch in andern Teilen des Landes kam es zu blutigen Zusammenstößen.
Wie recht Böse mit seiner Erklärung und Ablehnung „Wavellscher Grenzen Indiens" hat, zeigt eine Londoner Rundfunkbetrachtuna zum Kampf in Großasien. Nach der Feststellung, daß die zunächst zu erledigende Arbeit Englands jetzt die sei, Australien, zu bewaffnen und Indien aufzurüsten, wird. um das Interesse der USA. an dieser Aufgabe zu betonen, und die Abhängigkeit Englands >von den USA. zu diesem Zweck zu unter-
siins neue Mtterkreustriiger
Berlin, 13. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Dr. Lothar R end u li o, Kommandeur einer Jnfanterie- tDivision; ss-Standartenführer Hermann Fege lein, Kommandeur einer Kavallerie-Brigade der Wafsen-ss; ss-Sturmbannführer Karl Schlamelcher. Kommandeur einer Artillerie-Abteilung der Waffen-^; Oberleutnant Heinrich West Höfen, Kompaniechef in einem Schützen-Regiment; Feldwebel Walter Lippolt, Zugführer in einer Panzer-Jäger-Abteiluüg.
streichen, hinzugefügt: „Indien ist der Brückenkopf der USA. auf dem Wege zur alten Welt." Und dann kommt genau das, was Böse mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen hat, die Schlachten in Libyen, in denen auch indisches Blut für Engalnds Vorteil vergossen wurde, anzuerkennen als eine „Verteidigung Indiens". Der Kommentator geht in seinem Zynismus gllerdings weiter, indem er Libyen als die westliche Flank« des Brük- kenkopfes der USA. bezeichnet. Während nun der Verbindungsweg von Australien nach Nordamerika im Entstehen sei, was ein schweres Stück Arbeit darstelle, die aber durch die Sympathie des australischen Volkes zu den USA. erleichtert werde, sei die Verbindungslinie zwischen England und Indien schwieriger. Hier müsse ein „Austausch moralischer und geistiger Werte"- stattfinden, der besonders im Krieg nup schwierig vorgenommen werden könne. Die Schwierigkeit sieht der Brite für so groß an, daß er selbst die Frage auswirft: „Ob der Versuch ehrlich, oder ab er nur ein Bluff sei." Er beruhigt seine Hörer mit der „Einmaligkeit" des Verhaltens von Cripps. eine Begründung, die für die Unsicherheit der britischen Situation sichtbarstes Zeichen ist. Diese Unsicherheir wird aber verständlich, wenn man sich des „Times"-Artikels zur politischen Einstellung der australischen Bevölkerung unter dem Eindruck der britischen Niederlage auf Malakka und Singapur erinnert.. Ihr letzter Satz hieß nämlich:
„Wollte England sich das Herz der Australier zurückerobern — deren Sympathie für die USA. der britische Rundfunk so sehr verherrlichte — dann gebe es nur ein Mittel, einen nachhaltigen britischen militärischen Erfolg."
Da England diesen militärischen Erfolg nicht auszuweisen hat und auch nicht wird ausweisen können/ bemüht es sich zur Zeit krampfhaft, mit Roosevelt „Offensive, Offensive!" zu schreien. Zuletzt muhten sich Seite an Seite die Unterstaatssekretäre der Kriegsministerien in Washington und London um diesen sonderbaren Sport, dessen Umsetzung in die Wirklichkeit bisher nur
in den katastrophalen Niederlagen der beiderseitigen Streitkräfte in den Seeschlachten um Java und Neu- Euinea, in dem militärisch belanglosen Abenteuer der britischen Fallschirmjäger an der bretonischen Küste und in dem Blutbad unter der Zivilbevölkerung von Paris bestand. Vielleicht gedenken die dilettantischen Strategen an der Themse und aus dem Weißen Haus diese ausgesprochene Pechsträhne fortzusetzen. Konteradmiral Pates Stirling, der Flottensachverständige der „United Preß", rechnet fest mit der Landung der Japaner aü Nordaustralien, wohin sie über eine komplette Kette von Inseln von Japan bis Timor schreiten könnten Die Zugänge von Port Darwin seien bereits umgangen so daß die Japaner die Gewässer im Norden von Australien beherrschten. Gleichzeitig muß London neue Truppenlandungen der Japaner südwestlich von Rangun melden. ^
Gegenüber diesen klaren militärischen Tatsachen, die durch die deutschen U-Boot-Erfolge noch ergänzt worden sind, suchte London wenigstens die politische Atmosphäre zu vernebeln durch die Lügenfampagne über japanische Greuel. Der Sprecher der japanischen Regierung hat diese Ereuelagitation als minderwertig, unglaubhaft und verlogen zurückgewiesen unter Hervorhebung der Tatsache, daß es immerhin ein erstaunliches Phänomen seü wenn die einst so stolzen Engländer sich der gleichen Methode wie das Tschungking-Regime bedienten. Eden möge sich doch lieber um die Mässen- erschießungen chinesischer Zivilisten auf Hongkong, das Anbinden indischer Soldaten angesichts japanischer Angriffe und um die bestialischen Orgien in Pegu kümmern.
Der Regierungssprecher in Tokio ging abschließend auch auf den großen Betrugsversuch der Cripps-Mission ein und gab der Erwartung Ausdruck, daß das Indien von heute klüger sein werde als im letzten Weltkrieg, und daß die Inder sich überzeugen möchten, daß Tojos Rede vertrauenswürdiger sei als die leert« Verspre chungen eines Mr. Cripps.
Vrilenkreuzer der Leander-Klasse gesunken
Abgeschnittene Kriistegruppe -es feinbes im nördlichen Abschnitt der dstsront vernichtet
Aus dem Fllhrerhauptquartier, 13. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei den Abwehrkämpfen im Donez-Gebiet wurden stärkere feindliche Kräfte durch Gegenangriffe zerschlagen. Im nördlichen Abschnitt der Ostfront vernichteten Verbände des Heeres und der Waffen-ss in mehrtägigen Kämpfen eine von ihren Verbindungen abgeschnittene Kräfte- Eruppe des Feindes. Kampf- und Jagdfliegerverbände griffen Feindstellungen, belegte Ortschaften und Nachschubwege der Sowjets erfolgreich an. 2n der Zeit vom 9. bi. 12. März verlor der Feind an der Ostfront 55 Panzer. In den Kämpfen der letzten Woche hat sich die wllrttembergisch-badische 35. Infanterie-Division bei der Abwehr zahlreicher Angriffe weit überlegener Kräfte des Gegners besonders ausgezeichnet.
In Nordafrika richteten sich erfolgreiche Angriffe gegen einen britischen Flugplatz an der ägyptischen Küste sowie gegen Truppenausladungen und Zeltlager im Raum von Tobruk. Bei Bombenangriffen stuf Flugstützpunkts der Insel Malta wurden zahlreiche Treffer zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt. Der laut gestrigem Wehrmachtsbericht durch ein deutsches Unterseeboot im Mittelmeer torpediert? britische Kreuzer ist nach näherer Feststellung gesunken. Es handelt sich um ein Schiff der Leander-Klasse. Britische Bomber griffen in der Nacht zum 13. März Kiel an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten.
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Drei der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen Oberfeldwebel Eildner errang seinen 25. Nachtjagd- sieg."
Mailand. 13. März. Ueber den erfolgreichen Angriff deutscher und italienischer Flugzeuge ayf einen englischen Geleitzug im östlichen Mittelmeer. der zusammen mit den neuen Glanzleistungen deutscher U-Boote vor der amerikanischen Küste das Bild der norditalienischen Presse beherrscht, bringt ein Kriegsberichterstatter des „Corriere della Sera". Die Zusammenarbeit der deutschen und italienischen Formationen war vollkommen. 2m gleichen Augenblick, da die italienischen Torpedoflugzeuge über dem feindlichen Flottenverband erschienen, tauchten auch die deutschen Apparate auf, so daß die feindliche Abwehr auf zwei Formationen verteilt werden mußte. Beim ersten Angriff der Torpedoflugzeuge wurde ein britischer Kreuzer besonders schwer, andere leichter getroffen. Kurz nach dessen Untergang erfolgt« ein zweiter Angriff, bei dem zwei Kreuzer von je einem Torpedo erreicht und zum Stoppen gezwungen wurden. Der Kommandant der zweiten italienischen Staffel konnte den Kreuzer treffen, obwohl sein Flugzeug kurz vor dem Angriff selbst beschädigt worden war und ein Motor ausgefallen war. Beim Rückflug mußte erst ein beginnender Brand gelöscht werden, doch gelang es, mit den restlichen zwei Motoren nach Hause zu kommen.
Sie VreierpakImSchte — Indiens natürliche freunde
fiulrus voses: «fius der fische des britischen kmpire wird ein freies Indien emporsteigen"
Berlin, 13. März. Subhas Chandra Böse, der bekannte indische Nationalistenführer, der kürzlich mit einem Freiheitsmanifest das indische Volk zum Kampf gegen seine englischen Bedrücker aufgerufen hat, richtete am Mittwoch über einen Rundfunksender einen neuen Appell an Indien. Der Aufruf Böses hat folgenden Wortlaut:
„Nach dem Fall der Jnselfestung Singapur haben sich die anderen Bollwerke des britischen und alliierten Imperialismus in Ostasien rasch nacheinander ergeben. Jetzt ist Rangun gefallen und das Volk von Burma kann wieder frei atmen wie in alten Tagen, als sein Land von goldenen Palästen und Pagoden glänzte und seine grünen, lachenden Felder in strahlender Fruchtbarkeit gediehen.
Die Worte des Reichsaußenministers vom 26. November 1941 haben sich als prophetisch erwiesen. Großbritannien verliert seine Stützpunkte einen nach dem änderen. Wohin man auch blickt, nirgends zeigt sich eine Möglichkeit, um den Zufammenbruch und die Auflösung des ungeheuren britischen Weltreiches aufzuhalten. Seit Beginn des Krieges hat Großbritannien nach alter Tradition versucht, andere Völker und Nationen dazu "zu bringen. Englands Schlachten zü' schlagen und ihm die Mittel zum Krieg zu liefern. Aber diese Machenschaften haben zu nichts geführt, und Großbritannien ist in allen Kämpfen geschlagen worden, im Westen wie im Osten.
- Aeit dem September 1939 hat das indische Volk immer wieder an die britische Regierung appelliert, sie solle die Prinzipien der Freiheit und Demokratie stuf Indien anwenden und dadurch ihren guten Willen beweisen.
Einige Nationalisten sind sogar so weit gegangen, Großbritannien volle Unterstützung im Krieg« anzubieten, falls Indiens nationale Forderungen erfüllt würden. Hierauf hat England nur mit einer Ablehnung geantwortet, und zwar nicht klipp und klar — was uns lieber gewesen wäre -- sondern mit einer hinterhältigen und heuchlerischen Ablehnung. Die Engländer, die sich während der ganzen Dauer ihrer Herrschaft in Indien bemüht haben, im indischen Volk Zwietracht zu säen, haben nun diese künstlich geschaffene Uneinigkeit als Vor- wand benutzt, um Indien das Selbstbestimmungsrecht zu verweigern. Aber die britischen Propagandisten haben es mit diesem Bluff nicht genug sein lassen. Sie versuchten, dem indischen Volk einzureden, seinem Lande drohe ein feindlicher Angriff und die Grenzen Indiens lägen deshalb bei Suez und Hongkong. Unter diesem Vorwand wurden indische Truppen zwangsweise bis nach Libyen und Frankreich im Westen und bis nach Singapur und Hongkong im Osten geschickt, und zwar gegen den ausdrücklichen Willen des indischen Volkes. In Wirklichkeit hat aber Indien keine Wavellschen Grenzen, die nur eine Ausgeburt der Phantasie sind, sondern seine Grenzen sind jene nationalen und geographischen Grenzen, die von der Vorsehung, von der Natur selbst gezogen sind. Grenzen, die sich von Nord bis Süd. von Ost bis West hinziehen,' hat nur das britische Weltreich. Und dieses Weltreich hat gleichgültig, ob es von Konservativen oder einem Lqbourkabinett regiert war, von einem Churchill oder einem Cripps, das indische Volk um Leben und Freiheit, um Brot und Müssen gebracht, llnz dieses Weltreich zu retten und dadurch zugleich seine eigene Sklaverei zu verewigen, sollte das indische Volk unermeßlich bluten, arbeiten. Schweiß und Tränen ver
gießen. obgleich es im Grunde außerhalb seiner eigenen Grenzen keinen einzigen Feind hat.
Seit einiger Zeit hallen die Engländer ihre Taktik geändert. Indische und andere Truppen werden nach Indien zurückgeschickt und dem indischen Volk wird gesagt, jetzt würde es Krieg in Indien geben. Aber wer hat denn Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Indien in die Kriegszone hineinzuziehen? Hätte die britische Regierung im September 1939 Indien nicht zur kriegführenden Macht erklärt und hätte sie nicht mit allen Mitteln, sauberen und unsauberen, versucht, den Reichtum, die Menschenkraft, die Rohstoffe und die industriellen Möglichkeiten Indiens auszunutzen, um die britische Kriegsmaschine in Gang zu halten, hätte sie Indien nicht zu einem großen militärischen Stützpunkt gemacht, sondern hätte Indien neutral bleiben dürfen, wie Irland — dann wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, Indien in diesen Krieg hineinzuziehen. Großbritannien hat aber ganz im Gegenteil in der hinterhältigsten Weise versucht, Indien in die Kriegszone hineinzuzerren in der Absicht, sich dadurch schließlich Indiens freiwillige Mitarbeit an der selbstsüchtigen britischen Kriegführung zu sichern. Es ist debhalb höchste Zeit. daß das indische Volk jenes falsche Spiel durchschaut, das die britischen Politiker jetzt spielen und das darauf abzielt, die Kriegsfackel nach Indien zu tragen. Ebenso wie sie im September 1939 Indien zwangsweise in den Krieg hineingezerrt haben.
Dies darf niemanden überraschen, denn die Engländer haben feit 1939 unausgesetzt versucht, anderen Völkern den Krieg ins Land zu tragen. Von Norwegen bis Kreta und von Libyen bis Hongkong haben sie andere ' (Fortsetzung auf Seite 2)
tWAMMeAattt-ickes
b. Berlin, 13. März. Enttäuschung über das Amerika Roosevelts -spiegelt sich in dem Bericht des „Daily- Expreß"-Korrespondenten William Hickey, der während der letzten sechs Monate die USA. bereiste und jetzt nach seiner Rückkehr nach London dem britischen Publikum nicht verhehlen kann, daß die amerikanische Kriegs- begeisterun-g nicht über kriegerisch gefärbte Stories und aufreizende Kriegssongs hinausgeht. Hickey gibt keinerlei politische Äspekte und stellt auch keinerlei Prognosen im Hinblick auf Südamerika, das augenblicklich von USA.-Agenten überschwemmt ist und im Blickpunkt des Nordamerikanischen Interesses steht. Durch ihr kriegshetzerisches Treiben veranstalten die USA.-Agenten vor allem in Rio Demonstrationen, die programmgemäß in achsenfeindliche Kundgebungen mündeten und zur Zer- störung mehrerer deutscher, italienischer und japanischer Geschäfte führte. Die brasilianische Regierung, die diesem kriegshetzerischen Treiben zusieht, hat vor allem auch- dem japanischen Botschafter in Rio zahlreiche völkerrechtswidrige Beschränkungen auferlegt. So darf der japanische Diplomat täglich nur eine Stunde ausgehen und von Botschaftsmitgliedern und dem spanischen Botschafter abgesehen — keine Besuche empfangen. Ferner sind ihm die Telephonoerbindungen abgeschnitten, wie auch beabsichtigt ist, die Botschaftsmitglieder und ihre Angehörigen zu internieren. Vargas ließ sich vor allem Vollmachten geben, gegen das Eigentum von Achsenangehörigen vorzugehen, wie er ja auch den Plünderungen durch den von USA.-Agenten aufgewiegelten Mob zusieht. Washingtons ganze Hoffnung ist es, daß drese Entwicklung bald weitergehende Konsequenzen in den Beziehungen zwischen Brasilien und den Mächten des Dreierpaktes nach sich ziehen wird.
Gleichen erpresserischen Druck wenden die USA. gegenüber Argentinien an. Die argentinische Regierunas- abordnung, die in Washington über nordamerikanische Rustungslieferungen verhandeln soll, hat dort eine ausgesprochen feindfelige Atmosphäre vorgefunden. Der Toy der USA.-Presse und andere Anzeichen sprechen dafür. daß Roosevelt bei^ dieser Gelegenheit eine großangelegte Erpressung an Argentinien unternehmen will. „Der Augenblick ist gekommen" so heißt es im „Phila- dephia Record", „eine entschlossene und skrupellose Po- iitik in Südamerika zu starten, um unsere Freunde zu belohnen und unsere Feinde zu bestrafen. Dieser Versuch hat bisher zu keinem Ergebnis geführt. Argen- nnien hat eine feindliche Haltung gegenüber den Verbündeten eingenommen. Argentinien darf keinen Cent erhalten, wenn es sich uns nicht anschließt. Die USA. und die anderen Alliierten sollten sich unter diesen Umstanden weigern, auch nur einen Sack Getreide oder ein Pfund Fleisch von Argentinien zu kaufen." Hier versucht man es also auf diese Weise. Die USA.-Presse berichtet über diese Vorfälle, jedoch ist es fremden Zei- tungskorrespondenten verboten, darüber zu schreiben. Wie Hickey schreibt, ist es den Vertretern der britischen Presse in Amerika nicht möglich, die dortigen Zustände wahrheitsgetreu darzustellen. Die amerikanische Zensur unterdrücke jede Berichterstattung, die nicht IlfOprozen- tig im Sinne Washingtons liege: „Wir waren gezwungen, vollkommen „blind" zu berichten. Jegliche Informationen wurden uns verweigert und wir wußten nie, was man aus unseren Telegrammen herausstrich und was man durchgelassen hatte. Die' Zensur übte sogar das Recht aus, unsere Artikel beliebig abzuändern und umzuschreiben, wenn ihr irgend etwas nicht gefiel" Jetzt nach seiner Rückkehr erklärt Hickey. dürfe er schreiben, daß die USA. in allen Zweigen des täglichen Lebens gewaltige Anstrengungsmaßnahmen durchmachten. eine Folge der Niederlagen auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz und der Abschnllrung von den Rohstoffquellen in Asien und Niederländisch-Jndien. Von dem weltbekannten Vroadway verschwänden sämtliche Lichtreklamen. nicht nur aus Gründen der Verdunkelung sondern auch. um wertvolle Mttalle für die amerikanische Rüstungsindustrie zu bekommen. Auch würden alle Spielautontaten in den USA. von den Behörden beschlagnahmt und verschrottet, um dem immer stärker werdenden Rohstoffmangel entgegenzutreten.
Amerika fängt jetzt allmählich an. die Zeit des Krieges zu spüren, schreibt auch der „Daily-Mail"-Korre- spondent, der sich wie der „Daily-Erpreß"-Vertreter
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Wien feierte den 4. Jahrestag der Heimkehr ins Reich mit einer Ansprache von Dr. Goebbels.
Eine im nördlichen Abschnitt der Ostfront abgeschnittene Kriistegruppe der Sowjets wurde vernichtet.
Der im Mittelmeer von einem deutschen U-Boot torpedierte Britenkreuzer der Leanderklaffe ist gesunken.
In Indien kam es durch die Schuld der britischen Polizei zu blutigen Zwischensiillen.
Der indische Freiheitskämpfer Böse weist in einem neuen Manifest den schamlosen Betrugsversuch der Churchills und Cripps wirkungsvoll zurück.
Nach Einsatz von Verstärkungen verschärft sich der japanische Druck auf die britischen Stellungen in Burma.
Die Japaner besetzten auf Sumatra wichtige Orte.
Der mit dem höchsten Prädikat ausgezeichnete Film „Der Große König" erlebte in Bremen und ist Oldenburg festliche Eau-Erstarffülz:'::