Ausgabe 
(13.3.1942) Nr. 72
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zrcien Hansestadt vrcmen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtNches verkündungsbialt des Neichsstottiiaiters in Oldenburg und Vremen

Nr. ?2 / 12. Zalzrgang

Zreitag. 1Z. Mär; 1942

kinzelpreis 1S Npf.

wieder M 999 MI. an der USsikülie

* * *

Schon 125 feindliche Handelsschiffe mit 825 888 VM. fielen jenseits des fltlantiks dem ungewöhnlichen

Aktionsradius der schlagkräftigen flchfen-U-8oot-waffe zum Opfer

5 britische Kreuzer im Mittelmeer...

Aus dem Führer Hauptquartier» 12. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Auch gestern blieben die an verschiedenen Abschnitten der Ostfront wiederholten Angriffe des Feindes erfolglos. Bei eigenen Angriffen und Stoßtruppunternehmungen wurden mehrere Ortschaften genommen und dein Geg­ner hohe Verluste zugefügt. Am 19. März zerschlug das Infanterie-Regiment 17 durch Angriff mehrfach über­legene feindliche Kräfte in der Bereitstellung. Die Luft­waffe unterstützte erfolgreich die Kämpfe auf der Erde, führte rollende Angriffe gegen den Nachschub der So­wjets und bombardierte die Hafenanlagen von Sewasto­pol und Kertsch. In Nordafrika erfolgreiche Gefechte mit britischen Spähtrupps im Gebiet ostwärts Mechili. Im östlichen Mittelmeer erlitt ein britischer Flottenverband schwere Verluste. Italienische Torpedoflugzeuge erzielten

Las kichenlaub mit Schwertern

Aus demFührerhauptquartier,12. März. Der Führer verlieh Hauptmann Philipp, Eruppen- kommandeur in einem Jagdgeschwader» das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und übersandte ihm folgendes Telegramm:Im An­sehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 8K. Luftsieges als 8. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler.

Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als 8V. Soldaten der deutschen Wehrmacht an Hauptmau» Ubben, Eruppenkomman- deur in einem Jagdgeschwader, anläßlich seines K7. Luft­sieges und als 81. Soldaten an Oberleutnant Öfter- mann» Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, an­läßlich seines K2. Lustsieges. Der Führer übersandte beiden Offizieren nachstehendes Telegramm:In dank­barer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Adolf Hitler.

Ferner verlieh der Führer das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Ecker! e, Eruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, als 82. Soldaten der deutschen Wehrmacht anläßlich seines 62. Luftsieges. Hauptmann Eckerle ist von einem Feind­flug nicht zurückgekehrt.

Berlin, 12. März. Der Führer verlieh Las Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Arnold Si­mons, Führer eines Infanterie-Regiments; Haupt­mann Friedrich Jakob, Bataillonsführer in einem Infanterie-Regiment; -Oberscharführer Ludwig Köchle» Zugführer in einem Infanterie-Regiment einer ^-Division und an Unteroffizier Willy Jakob, Zugführer in einem Infanterie-Regiment.

Unteroffizier Willy Jakob hat am 18. Januar kurz entschlossen mit seinem Zuge eine stark überlegene Feindgruppe überraschend angegriffen und vernichtet. Hierdurch schuf er für sein Regiment die Möglichkeit des erfolgreichen Angriffs auf die Stadt Feodosia. Bei einem Einsatz seines Regiments Ende Januar ist er im Kampf in vorderster Linie gefallen.

Treffer auf drei, deutsche Kampffliegerkräfte auf einen britischen Kreuzer. Ein weiterer Kreuzer wurde durch zwei Torpedotreffer eines deutschen Unterseebootes schwer beschädigt.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben die Operationen deutscher Unterseeboote in nord- und mit- telamerikanischen Gewässern zu neuen großen Erfolgen geführt. 17 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 199 990 BRT. sowie ein großer Bewacher und ein Un­terseeboot-Jäger wurden versenkt. Ein Unterseeboot drang in den Jnnenhafe» von Port Castries auf der britischen Insel Santa Lucia vor. Es versenkte zwei große am Kai liegende Schiffe und ein drittes Schiff'im Seegebiet vor der Insel. Im Kanal griffen Schnellboote einen stark gesicherten feindlichen Eeleitzug an und ver­senkten zwei Dampfer mit zusammen 5999 BRT. Vor der schottischen Ostküste beschädigten Kampfflugzeuge ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombenwurf. Bei den Unternehmungen in amerikanischen Gewässern zeich­neten sich die Unterseeboote unter Führung der Kapi- tänleutnante Achilles und Niko Clausen beson­ders aus."

Das deutsche Unterseeboot, dessen Erfolge bei Santa Lucia im Wehrmachtsbericht gemeldet wurden, war bis

in den durch Molen geschützten Jnnenhafen von Port Lastries eingedrungen. Es suchte sich von den dort lie­genden Schiffen für einen blitzschnellen Angriff die bei­den größten aus, die am Kai lagen. Beide Schiffe wur­den von Torpedos getroffen. Das eine Schiff ging so­fort mit dem Heck unter Wasser, während das bren­nende Vorschiff herausragte. Das andere Schiff legte sich auf die Seite. Dann folgte eine weitere Detonation. Offenbar war «ine Munitonsladung in die Luft gegan­gen. Da die Wasserticfe im Hafen etwa 10 Meter be­trägt, ragten nach dem lltttergang der beiden Schiffe die Aufbauten noch teilweise aus dem Wasser heraus. Vor dem Hasen gelang es dem Unterseeboot, noch einen dritten Dampfer zu versenken, der ebenfalls Munition geladen hatte. Als die beiden Dampfer am Kai explo­dierten, wurde das deutsche U-Boot von Land aus mit Maschinengewehren beschossen, wodurch das Auslaufen aus dem Hafen nicht gestört werden konnte. Die erfolg­reiche Unternehmung von Santa Lucia ist ein neuer Beweis für die Findigkeit und Geschicklichkeit unserer U-Boot-Kommandanten, wie sie sich in ähnlicher Weise schon bei den Unternehmungen gegen Aruba und Curacao sowie den Hafen Port of Spain auf Trinidad bewährt hat.

flrtttlerieduell: U-Voot gegen frachler!

8er letzte flal ist verschossen «Schießt, Zungens, schießt!" Schwer beschödist...

Vov Uriegsbsricliter Herbert Sprang

?U.-Sonderbericht. ick. Bei der Kriegsmarine, im März.U-. . . ." ist auf dem Heimmarsch. Die Jagd vor der amerikanischen Küste ist erfolgreich gewesen. Nicht ein einziger Aal ist mehr im Boot. Das Leben an Bord ist leichter geworden, seit aus dem Bug­raum die Reservetorpedos heraus sind. Jetzt kann man sich schon freier bewegen, als auf dem Hinmarsch. Und die Heimat winkt! Fest angeschnallt im Turm, in Oel- zeug und Südwester halten die Ausguckposten unablässig die Wacht. Haushohe Dünung steht gegen das Boot, und jedesmal, wenn die Böen gegen das Brückenkleid schla­gen, knattert es, als wenn Fliegerbomben im Wasser krepieren. Niedrig hängende Wolken fegen über das Boot hinweg. Die Sicht ist schlecht.

Mastspitzen an der Kimm! Der Ruf elektrisiert, wie immer. Der Kommandant sieht durch das Glas. Ein dicker Brocken wächst an der Kimm mit Masten, Schorn­stein, Brücke, Deckausbauten, Kränen hochbordig herauf. Verd. . . ." ohne daß er sich dessen eigentlich bewußt ist, flucht der Kommandant vonU . . Ritterkreuzträger B., vor sich hin. Kein Aal mehr im Boot! Solch einen dicken Brocken ungeschoren lassen müssen! Nein, das geht auch nicht!I. W. O., Herr Kapitänleutnant!"Den werden wir mal mit Artillerie befunken! Vielleicht tut er uns den Gefallen und läßt die Besatzung in die Boote gehen!"Artilleriewaffe klar!" Die Geschützbedienung klettert auf den Turm. Die Schwimmwesten werden übergezogen, dicke Hanfseile um die einzelnen Männer geschlungen und im Turm verknotet. Dann steigen sie einzeln an Deck. Kämpfen sich Meter für Meter an das Geschütz heran. Artillvriemunition wird durch eine Oefs- nung zugereicht. Endlich ist es so weit!

Geschütz klar!"Feuererlaubnis!" Der erste Schuß heult heraus. Jetzt kommt es darauf an! Bekommen die da drüben einen Schrecken oder nicht? Verlassen sie den Frachrer? Gehen sie in die Boote? Ein zweiter, dritter, vierter Schuß verläßt das Rohr. schlägt irgendwo in die See. Beim Wachsen in den Himmel mal dichter, mal weiter entsernt. Immer aber vorbei. Bei dieser See und dieser Dünung ist ein ordnungsgemäßes Schießen kaum durchführbar. Das hat auch der Frachter angenommen. Er eröffnet jetzt ebenfalls das Feuer und knallt wild in die Gegend. Ruhig gibt der Artillerieoffizier sein« Befehl«.10 mehr rechts"! Wieder schlägt die Granate weit links ein.Noch 10 a-rechts"! Jetzt haut sie weit rechts ins Wasser.Herr Kapitänleutnant, ich kann die Seite nicht mehr halten."!Eine der überkommenden Seen hätte den Richtschützen bald außenbords geschla­gen."Ach was, Jungens, schießt, schießt! Der muß Angst vor uns bekommen!"

Da! Treffer! Eine Wolke von Trümmern schießt auf, weiter geht der Kampf. Der Frachter qualmt und stiemt, was aus dem Schornstein will.Ü . . ." kann die Fahrt nicht mehr halten, hält zurück, denn bei jedem Angehen auf große Fahrt sind die Männer am Geschütz durch die Härte der überkommenden Seen verloren, werden weg- geschlagen .Feuer einstellen".U . . ." dreht endgültig ab, nimmt alten Kurs wieder auf. Den Männern war aber dieses kurze Artillerieduell eine Abwechselung. Und einen gehörigen Treffer hat der Frachter auch bekommen. Das setzt ihn für manchen Tag außer Betrieb. Und über­haupt! Noch hat er seinen Hafen nicht erreicht! Und man­ches U-Boot wartet auch noch darauf, zum Schluß zum Schuß zu kommen.

Japans letzter Appell an Indien und Australien

lojo vor dem rokioler Neichstag / sreikeil für die Völker des ostafiatisiken Naumes

Tokio, 12. März; Der japanische Reichstag trat am Donnerstagvormittag zu seiner anläßlich der Kapitula­tion von Holländisch-Jndien einberufenen Sondersitzung zusammen. Unter ungeheurem Beifall nahm er eine be­deutsame .Erklärung des Premierministers entgegen. Anschließend erstatteten Tojo als Kriegsminister und Marineminister Schimada Bericht über die militärischen Entwicklung seit dem Fall von Singapur.

Premierminister Tojo führte u. a. folgendes aus:

Infolge des Falles von Niederländisch-Ostindien und von Rangun stehen jetzt Australien und Indien der Macht der Kaiserlichen Streitkräfte unmittelbar gegen­über. Ich möchte diese Gelegenheit ergreifen, um Austra­lien und Indien gegenüber noch einmal die Ansichten und Ueberzeugungen Japans zu wiederholen.

Ich hoffe, daß Australien, unberührt durch alle Be­ziehungen und andere Erwägungen, der vorherrschenden Lage Rechnung tragen und sich mit dem abfinden wird, was die Vorsehung diktiert In dieser Weise sollte es seine Einstellung in dem jetzigen, so wichtigen Augen­blick entscheiden.

Was das indische Volk betrifft, so hegt Japan natür­lich nicht den geringsten Gedanken, ihm irgendwie feind­lich gegenüberzutreten. Ich möchte indessen hier wiede­rum bekräftigen, daß die Entschlossenheit Japans, den amerikanischen und den britischen Einfluß gründlich zu vernichten, keinerlei Veränderung erfahren wird. Burma den Burmesen", dieser Ruf ist bereits auf dem Wege zur Verwirklichung. Ich bin der festen Ueberzeu­gung, daß es jetzt an der Zeit ist. einIndien den In­dern" zu schaffen, was seit vielen Jahren der geheime Wunsch der 499 Millionen Inder ist.

Großbritannien hat seit langem seine unrechtmäßige Herrschaft über Indien fortgesetzt und das indische Volk getäuscht. Die Realität der britischen Versprechungen, die den Indern im letzten Weltkrieg gegeben wurden, muß, davon bin ich überzeugt, im Gedächtnis des indi­schen Volkes immer noch lebendig sein. Jetzt ist Groß­britannien wieder dabei, Indien mit allen Arten von Schmeichelkünsten zu täuschen. Wenn die Führer In­

diens, irregeführt durch derartige britische Schmeiche­leien, die langgehegten Wünsche des indischen Volkes verraten und damit diese vom Himmel gesandte Ge­legenheit von sich werfen, so glaube ich, daß es keine glichkeit geben wird I n d ien jemals zu retten und

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es wird für die 400 Millionen des indischen Volkes kein größeres Unglück geben. Wird sich Indien als ein Indien den Indern" erheben, um an der Schaffung der großostasiatischen Wohlstandssphäre mitwirken zu können, oder wird es ewig in den Fesseln der englisch- amerikanischen Mächte schmachten, um seinen Namen als Sklave der Nachwelt zu hinterlassen?

Indien steht jetzt vor der Entscheidung, seine Ver­gangenheit zu liquidieren, die neue Lage klar und richtig zu sehen und eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Das Tschungking-Regime steht jetzt, nachdem durch den Fall von Rangun seine Verbindung zu den Vereinig­ten Staaten und zu Großbritannien vollständig abge­schnitten worden ist. im wahren Sinne des Wortes völlig vereinsamt da. Was die Vereinigten Staaten und Großbritannien dem Tschungking-Regime geben würden, ist nur nutzloses Gold, für das diese Mächte als Gegenleistung das Fleisch und Blut des chinesischen Volkes fordern. Gegen die Rädelsführer in Tschung- king, die immer noch nicht zur Vernunft kommen wollen, obwohl sie vor ihren eigenen Augen die lebendigen Tatsachen sehen, daß die Vereinigten Staaten und Groß­britannien die verschiedenen Länder und Völker durch Täuschung und Schmeicheleien zur Aufforderung für die Sache der USA. und Englands überreden und nach Niederringung der betreffenden Nationen ihnen keiner­lei Beachtung mehr schenken, richtet sich mein« begrün­dete Entrüstung, die mit Worten nicht beschrieben wer­den kann. Manchmal kann ich mich eines Mitleids für das chinesische Volk nicht erwehren, das in dieser Mor­genröte Groß-Ostasiens unnötigen Leiden ausgesetzt wird, indem es blind diesen Rädelsführern in nutz­losem Widerstand gegen Japan folgt. '

Es ist außerordentlich zu begrüß««, daß unsere Ver­bündeten in Europa, insbesondere Deutschland und Ita­lien, unablässig große Siege erringen, die mit unseren militärischen Operationen parallel laufen. Unsere Absicht

(Fortsetzung auf Seite 2)

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Von unserem ständigen Marinemitarbeiter llricd LlvckscNe^

Santa Lucia ist aus einem neapolitanischen Liebchen ein bekannter Name. Jetzt geht dieser Name durch den erfolgreichen Handstreich eines deutschen Unterseebootes auch in die Kriegsgeschichte «in; es handelt sich aller­dings um kein Santa Lucia an einer schönen Küste im Süden Europas, sondern um die Insel gleichen Namens am östlichen Rande des Karibischen Meeres. Sie zählt zu den Kleinen Antillen oder genauer zu denInseln über dem Winde".

Von diesen gehören die meisten seit Jahrhunderten zum britischen Kolonialreich, darunter auch Santa Lu­cia mit dem Hafen Port Castries. Auf der 600 Quadrat­kilometer großen Insel, die sechsmal so groß ist wie die Nordseeinsel Sylt, wird hauptsächlich Zucker. Kakao und Baumwolle angebaut. Im Jahre 1940 gehörte Santa Lucia zu den britischen Kolonialinseln, auf denen Roosevelt sich durch Hergäbe von 50 alten Zerstörern neue USA.-Stützpunkte von Churchill einhandelte. Ob­wohl sich nun englische und amerikanische Streitkräfte gleichzeitig auf Santa Lucia befinden, ist der kühne Vorstoß eines deutschen Unterseebootes in den Hasen von Castries glücklich durchgeführt worden und hat dem Feind drei Dampfer gekostet.

So wiederholen sich die Erfqlge, die bereits bei den U-Boot-Angriffen auf die Inseln Aruba, Curacao und Trinidad erzielt worden sind. Ferner ist die Versen­kungsliste jenseits des Ozeans wieder um 17 Schisse mit 109 000 BRT. erweitert worden; die Hoffnungen der U2A.-Presse, daß die deutschen Unterseeboot­angriffe abflauen würden, haben also getrogen. Eben erst war die Küste von Westafrika mit einer Erfolgs-^ Meldung deutscher Unterseeboote an der Reihe. Heute ist es schon wieder der Seeraum jenseits des Atlantiks, wo unsere Unterseebootwasfe ihr Versenkungsergebnis seit der ersten Sondermeldung vom 24. Januar nun bereits auf insgesamt 115 feindliche Handelsschiffe mit 772 500 BRT. erhöht hat. Dazu kommen die Erfolg« ihrer italienischen Kameraden, die in der ersten Woche ihres Einsatzes die Vernichtung von 10 weiteren Schif­fen mit 50 700 BRT. in den USA.-Gewässern melden konnten.

Damit find die Schifssversenkungen jenseits des At­lantiks auf 125 Handelsschiffe mit 823 200 BRT. gestiegen, eine Verlustziffer, die alle großmäuligen Prophezeiungen Roosevelts über die erhoffte Lahmlegung der deutschen U-Vookswaffe Lügen straft. Nicht ohne Grund hat der USA.-Marineminister Knox, nachdem - er ein Teil- geständnis über die Versenkung von 40 Schiffen seit Januar also einem Drittel der wahren Verluste gemacht hat. nun eine noch schärfere Verschleierungstaktik ange­kündigt. Er will überhaupt keine Schisfsnamen mehr nennen, also Churchills System derEeheimschublabe" anwenden, in der die Verlustlisten verschwinden. Diese Erklärung von Knox und die eilige Reble seines Kollegen Strmson zum Panama-Kanal, wo das Erscheinen deut­scher U-Boote bei Cristobal erhebliche Nervosität hervor­gerufen hat. zeigen, wie tiefgreifend die Wirkungen der deutschen U-Bootschläge gegen die feindlichen Frachter^ und Tanker sind.

Die wirksamen Fernunternehmungen der deutschen U-Boote, die gleichzeitig «uf beiden Seiten des Atlantiks, im Mittelmeer und im Eismeer operieren, zeugen von der technischen Leistungsfähigkeit der deutschen U-Boot« ebenso wie von dem Schneid ihrer Kommandanten und Besatzungen. Ein PK.-Berichr im deutschen Rundfunk gab dieser Tage einen bemerkenswerten Einblick in die enge Zusammenarbeit der jenseits des Atlantiks einge­setzten deutschen Unterseeboote. Ein Kriegsberichter schil­derte u. a., wie ein Unterseeboot, das bereits feine Torpedos verschossen hatte, den überschüssigen Brenn­stoff an ein anderes Boot übergab, das noch Torpedo- munition besaß, so daß es noch drei Schiffe versenken konnte. Ein anderes deutsches Unterseeboot hörte beim Auslaufen nach den USA. den Notruf eines deutschen Flugzeugs, das in beschädigtem Zustand« weil draußen im Atlantik auf das Wasser niedergehen mußte. Es ge­lang dem Unterseeboot die fünf Kameraden der Luft­waffe zu finden und zu bergen nachdem sie drei Tage im Schlauchboot ausgehalten hatten. Das Auffinden des treibenden Schlauchbootes auf so weite Entfernung ist

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Wieder versenkten unsere U-Boote vor der USA.- Küste 199 999 BRT.; zusammen mit ihren italieni­schen Achsen-Kameraden schickten deutsche U-Boot- Mannschaften jenseits des Atlantiks bisher 125 Schiffe mit 823 999 BRT. auf den Meeresgrund. Dentsche Schnellboote versenkten im Kanal zwei Dampfer mit 5999 BRT.

Im Mittelmeer wurden fünf britische Kreuzer schwer beschädigt.

Die Japaner bombardierten einen wichtigen Stütz­punkt an der Siidküste Neu-Euineas.

Der japanische Ministerpräsident gab vor dem To­kioter Reichstag wichtige Erklärungen zur Indien- frage und zur bevorstehenden Entscheidung Austra­liens ab.

Der Reichskommissar für Preisbildung weist in eiuem Erlaß an den Leiter der Reichsaruppe Han­del auf die Pflicht zur Preissenkung h,«.

In Berlin fand die Griindungsversammlung -er Reichsvereinigung Chemisch« Faser« statt.