Ausgabe 
(8.3.1942) Nr. 67
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parteiamtliche Tageszeitung

Vas flmtsblott des Negierenden Vürgermeisters der Zreien fjansestadt vremen

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Die 1 mna hohe und 22 ww breite Zeile tm Anzeigenteil 13 Die 78 wm breite und 1 ww hohe Zeile lm Tertkeil75 Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. Familienanzelg. u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlatzstasfel O. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6^8, Ruf 219 31z Nachtruf und sonntags 2 47 65; Obernstr. 86, Ruf 219 31; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststr., Ruf 43458; Br.-Vegesack, Nohrstr. 24« Ruf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 4V43. Ruf 83 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblatt des Neichsstatttfalters in Oldenburg und vremen

Nr. S? , 12. Jahrgang

Sonntag, S. März 1942

Linzelpreis 15 Npf.

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, Drahtbericht unseres Vertreters

kv. Stockholm. 7. März. Wie «Tokio Nitschi Nitschi" am Sonnabend von der Java-Front meldet, wurde dem Gegner der Rückzug von Batavia nach Bandung abgeschnitten, nachdem japanische Truppen, die anscheinend aus westlicher Richtung kamen, die Stadt Buitenzorg erreicht hatten. Gleichzeitig mit den Operationen in Westjava drang eine Armee-Ernheit im Zentrum bei Surakarta, wo starke feindliche Panzerformationen zusammengezogen sind, weiter vor. (Buitenzorg (Sorgenfrei"), der Sommersitz des Er» neralgouverneurs von Niederländisch-Jndien, liegt 55 Kilometer südlich von Batavia am Fuße des Vulkans Salak und hat 65 000 Einwohner.)

Engländer, Amerikaner und Australier fragen: Was ist mit Java? London und die übrigen Hauptstädte der antijapanischen Mächte warten verzweifelt auf Nach­richten, aber vergebens. In London wurde am Sonn- abendnachmittaq zugegeben, dah seit 20 Stunden keine Nachrichten mehr aus Java eingegangen seien, auch nicht das übliche Kommunique des Hauptquartiers. Der nie­derländisch-indische Rundfunk schweigt. Der englische Rundfunk hat von seinem Vertreter in Bandung nichts mehr gehört.- Die amerikanischen Sender wissen nur zu berichten, daß keinerlei Rundfunk oder Telegrammver­kehr mit Java mehr im Gange ist.

Das niederländische Informationsbüro in London, die Lügenftelte der verbrecherischen holländischen Emigran­tenclique, meldete sich als einzige Stelle zu Wort. Es beging die unglaubliche Geschmacklosigkeit, inmitten der allgemeinen Befürchtunaen und Unglücksahnungen be­kanntzugeben,Ihre Majestät Königin Wilhelmine" habe der niederländischen Marineluftwaffe für ihre her­vorragenden Leistungen einen hohen Orden verliehen.

Die einzige Meldung, die am Sonnabend in England über USA. noch einlief, besagte in Bestätigung von Echanghaier Telegrammen, dah Bandung von den Japbnern eingeschlossen sei und dah diese sich bis auf wenige Kilometer an die Stadt herangearbeitet hätten. Die Schanghaier Angaben besagten, dah die Japaner bereits in den Vororten der Stadt stünden und dah ihr Fall nur noch eine Frage von Stunden sei. Die japanische Ueberlegenheit sei so erdrückend, dah man binnen kurzem mit Javas Kapitulation rechnen müA. Seit Freitag mittag seien überhaupt keine Flugzeuge der Verbündeten mehr im Einsatz.

Der Sturmangriff auf Bandung wurde, wie Londoner Meldungen aus verschiedenen Quellen besagen, in der Nacht zum Sonnabend eröffnet. Alle wichtigen Bahnen waren zu diesem Zeitpunkt von den Japanern besetzt, die allenthalben Tank. und Panzer heranführen. In Surabaja, das ebenfalls bereits in Reichweite der Japaner sei, sprengten die Holländer über Nacht alle wichtigen Flottenanlagen und Vorräte in die Luft.

Ein Geschwader japanischer Marineflugzeuge bom­bardierte am 4. März an der Südküste von Java Tji­latjap und versenkte fünf von sieben Schiffen, die rm Hafen vor Anker lagen. Sie warfen auch Bomben auf Wersten und Lagerhäuser und setzten sie in Brand. Außerdem zerstörten sie zwei Flugzeuge in der Nähe von Tjilatjap. Gleichzeitig unternahm eine andere Ein­heit japanischer Marineflugzeuge einen Angriff auf Port Darwin in Australien und beschädigte eine Lockheqd und fünf leichte Bomber. Am 5. März unter­nahmen Marineflugzeuge bei Mondlicht einen Luft­angriff aufPortMoresbyin Neu-Euinea und be­schädigten militärische Anlagen, Kasernen und Roll­felder oder setzten sie in Brand. Alle Flugzeuge sind unbeschädigt zum Stützpunkt zurückgekehrt.

23 8ckikke vor 8üüjsvs versenkt

Japanische Marinestreitkräfte versenkten, laut Domei, 23 feindliche Schiffe und kaperten vier weitere feind­liche Fahrzeuge, die bei Tjilatjap (Südküste Javas) am 4. März die japanische Blockade zu durchbrechen ver­suchten. Unter den versenkten Schiffen befinden sich ein Tanker, zwei bewaffnete Handelsschiffe und sieben große j

Handelsschiffe. Gekapert wurden zwei gröhere bewaffnete Handelsschiffe und zwei kleinere Frachter. Außerdem wird bekanntgegeben, dah insgesamt 8VV Man« der Be­satzungsmitglieder gefangengenommen wurden, darunter 10 Offiziere.

2vve! Oelrentren suk 8ums1ra in j spanischer klsncl

Nach Brechung hartnäckigen feindlichen Widerstandes wurden die bedeutenden Oelzentren Djambr und Rimau von den japanischen Truppen besetzt. Djambi, ungefähr 200 Kilometer nordwestlich von Palembang gelegen, hat 22 000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Resident­schaft Djambi. Die Lage am Djambi-Fluh, 100 Kilo- meter von der Ostküste Sumatras entfernt, ermöglicht die Ausfuhr des Oels auf dem Wasserwege. Rimau liegt 60 Kilometer nordwestlich von Palemberg, 30 Kilometer von der Banka-Strahe landeinwärts.

(Siehe auch Seite 2)

ckSV. Bremen, 8. März.

Zwischen- Die Selbstvernichtung des britischen Welt- bitarn reiches hat auch in dieser Woche wieder be- ^ deutsame Fortschritte gemacht und zwar auf allen Punkten der Erdkugel, wo immer britische Hoffnungen auf den Einhalt der Katastrophe, in der sich England befindet, vorhanden gewesen sind. Beson­ders auf den osrasiatischen Kriegsschauplätzen hat Eng­land wieder erfahren müssen, daß es einer ihm weit überlegenen Macht sich gegenüber befindet, deren jun­ger Machtanspruch auf die Neuordnung des grohasiati- schen Raumes sich durch Siege ohnegleichen in diesem Raum dokumentiert, vor deren jugendlichem, unge­brochenem Ungestüm die hier errichteten Verteidigungs­werke des Empire bersten und zusammenbrechen, wie spielerisch gebaute Holzmodelle vor der ungefügen Faust eines jungen Riesen. In dem gleichen Augenblick, wo mit Batavia. die Hauptstadt der von den Briten schmählich im Stich gelassenen holländischen Kronkolonie den Japanern in die Hand fiel, haben diese die wich-

Schlüge der Luftwaffe gegen die Sowjets

erfolgreicher deutscher flusklärungsoorstoh in Nordafrika

Aus dem Führer Haupt quartier, 7. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Osten wurden mehrere Angriffe des Feindes abgewiesen. Die Luftwaffe unterstützte eigene Angriffsunternehmun­gen durch vernichtende Schläge gegett feindliche Stellun­gen und Truppenansammlungen an der oberen Wolga sowie im Lowat-Abschnitt. Finnische Luftstreitkräfte zer­sprengten an der karelischen Front mit Kampf- und Jagdverbänden Kolonnen und Truppenbereitstellungen des Feindes. In der Zeit vom 25. Februar bis 5. März verlor die sowjetische Luftwaffe 197 Flugzeuge. Davon wurden 1K5 in Lustkämpfen und 1K durch Flakartillerie abgeschossen. Der Rest wurde am Boden zerstört. Wäh­rend der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 31 eigene Flugzeuge verloren.

In Nordafrika unternahmen deutsche Truppen einen erfolgreichen Aufklärungsvorstoh. Sturzkampfflugzeuge und leichte Kampfverbände der deutschen Luftwaffe be­kämpften in der östlichen Cyrenaika Zeltlager, Kraft- sahrzeugansammlungen und Betriebsstoffanlagen des Feindes. Bei den Angriffen auf britische Flugstützpunkte und Eisenbahnziele im nordägyptischen Raum wurde am 5. März ostwärts Marsa Matruk auch ein großes Frachtschiff durch Bombenwurf beschädigt. Auf Malta erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombenvolltresfer schwersten Kalibers in der Zitadelle und auf Schiffs­liegeplätze des Hafens La Valetta. Wenigstens zwei Unterseeboote wurden schwer beschädigt."

»

Zu den im Bericht des Oberkommandos der Wehr­macht genannten Schlägen der deutschen Luftwaffe auf feindliche Streitkräfte im Lowatabschnitt südostwärts des Ilmensees wird noch gemeldet, dah diese Angriffe von mehreren hundert Kampf- und Sturzkampfflugzeugen durchgeführt wurden. Von den frühen Morgenstunden bis in den späten Abend hinein belegten deutsche Flieger bei guter Erdsicht in rollenden Einsätzen bolsche­wistische Truppenansammlungen mit Bomben aller Kaliber. In kühnen Tiefangriffen zerstörten sie durch Vordwaffenbeschuh feindliche Widerstandsnester und bahnten so den Truppen des deutschen Heeres den Weg zur Verfolgung des weichenden Feindes. Die Volsche- wisten hatten außerordentlich hohe blutige Verluste, wurden doch an einer einzigen Stelle über 250Ton- nen Sprengbomben mitten in die feindlichen Truppenmassen abgeworfen. Auch in der Mitte der Ostfront haben deutsche Kampf- und Sturzkampfverbände den Sowjets schwere Verluste zugefügt. 80 von bolsche­wistischen Soldaten belegte Häuser wurden an einer Stelle durch Bombendetonationen zerstört.

Wie das Oberkommando der Wehrmacht weiter mit­teilt, kam es in den letzten Tagen und Nächten südostwärts des Ilmensees zu heftigen örtlichen Kämpfen, in denen

Truppen des deutschen Heeres starke bolschewistische Kräfte blutig zurückschlugen. Obwohl die Bolschewiften mit Artillerieunterstützung hartnäckig ihre Angriffe ge­gen einzelne Stellungen wiederholten, riegelten die hier eingesetzten norddeutschen Infanteristen die angegriffenen Ortschaften mit eiserner Entschlossenheit ab mnd brachten dem Feind durch mehrere kühne Ee- genstöhe schwere Verluste bei. So muhten die Bolsche- wisten nach 14 Angriffen in einem Abschnitt über 800 Tote vor den deutschen Stellungen zurücklassen. Die finnische Luftwaffe vernichtete bisher, oie Erfolge während ihres Winterfeldzuges 1939/40 mitgerechnet, 1300 bolschewistische Flugzeuge.

Nach der offensive Nommels

Berlin» 7. März. Bei der Verfolgung der ge­schlagenen Briten nach der siegreichen Offensive des Generalobersten Rommel in Nordafrika hat sich «in deutsches Panzerregiment durch besondere Kampfleistun­gen ausgezeichnet.

Als der Feind von El Agheila über Agedabia nach Nordosten zurückgeworfen worden war, wurde eine deut­sche Panzerdivision zu schärfster Verfolgung angesetzt. Dabei stieh ein Panzerregiment dieser Division nach einem Marsch von 10 Kilometer auf starke britische Kräfte, die es dank seiner geschickten Gliederung und Feuerüberlegenheit zum Zurückweichen zwang. Unauf­haltsam vorrollend, blieben die deutschen Panzer den fliehenden Briten auf den Fersen. In ununterbroche­nem Kampf gegen den Feind, der immer neue Wider­standslinien aufzubauen versuchte, legte das Panzer­regiment in drei Stunden 55 Kilometer zurück. Die Nachhuten der Briten wurden überrannt, in Stellung gebrachte Batterien nach kurzem Feuerkampf genommen und feindliche Panzerkampfwagen zusammengeschossen.

Infolge des schnellen britischen Rückzuges gelang es den deutschen Panzern tief in die zahlenmäßßig über­legenen britischen Kräfte vorzustoßen und sie immer wieder zurückzutreiben. Artillerie und Kradschütze« wehr­ten unterdessen die Angriffe der seitlich zurückflutenden Feindkolonnen ab, wobei allein in der linke» Flanke des Panzerregiments über 1000 britisch« Fahrzeug« ab­geschnitten wurden. Am Ende dieser dreistündigen Ver­folgung hatte das deutsche Panzerregiment den RLckzqg des Gegners in völlig aufgelöst« Flucht verwandelt. Auch der 40 Kilometer hinter der vorderen Linie lie­gende Stab der ersten britischen Panzerdivision mußte Hals über Kops fliehen. Auf dem Flugplatz Msus fielen dem Panzerregiment 12 startbereite britische Flug­zeuge in die Hände. Die Niederlage der Briten war vollständig: 85 Panzerkampfwagen, 48 Geschütze so­wie ungeheure Mengen an Waffen und Gerät wurden als Beute eingebracht.

Me SeWchte hat ihren Nichterspruch gefüllt

feierliche Versetzung der Opfer des britischen Mordanschlages aus Paris / Line lrau erb ätsch äst Petains

tige Station Pegu, achtzig Kilometer nordöstlich von Rangun, erobert und damit die Burma-Strahe unter­brochen. die für den chinesischen Bundesgenossen Lon­dons zuletzt nicht wichtiger mehr war, als für die in Burma kämpsenden britischen Truppen selbst. Nun gibt es keine moderne Verkehrsverbindung mehr zwischen dem Gebiet Tschiangkaischeks und den Briten in Indien, vor allem keine, die von einiger militärischer oder handelspolitischer Bedeutung werden könnte und die von den Engländern .erhoffte Menschenlieferung Tschiangkaischeks hat aufgehört, bevor sie begann. Aber auch in der Atlantikschlacht, der Churchill selber die Bedeutung des Seins oder Nichtseins für England zu­geschrieben hat, muhten England uyd sein Verbündeter, die USA., wieder furchtbare Schläge einstecken. Und wenn am 6. Dezember vorigen Jahres Fletcher Bratt, der amerikanische Journalist, in der ZeitungEoening Post" die Warnung ausstieh,die deutschen U-Boote kommen", so kann er sich heute mit Befriedigung dessen rühmen, dah sich seine damalige Prophezeiung voll er­füllt hat, weil inzwischen unsere U-Boote in sehr wirk­samer Weise ihr Dasein im Atlantik bis unmittelbar unter die Küsten der USA. dargetan haben. Bald ist an versenkter feindlicher Tonnage die sechzehn Mil- lionen-Grenze erreicht, ja sogar überschritten und so wie sich unsere Gegner aus den europäischen Kriegsschau­plätzen, auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz und auf dem ostastatischen Kriegsschauplatz bitter getäuscht haben, so haben sie sich auch in ihren Berechnungen für die Seekriegsführung schwer geirrt.

Irrtum Ostasien beginnt z. Z. bei unseren Feil den ein großes Rätselraten um die japc Nische Aufrüstung zur See. Dah es Japan fertigbracht in den letzten zwei Jahren vier japanische 35 000-Tonner Schlachtschiffe fertigzustellen, ohne daß die Auhenwel davon erfuhr, hat die sogenannten Marinesachverstär dlgen in England sowohl wie in USA. geradezu au dem Häuschen gebracht. Daß man in diesen Hochburg? demokratischer Allerweltgescheitheit trotz aller Spitzel tätigkeit gegenüber Japan sich bis zuletzt völlig dc Täuschung hingegeben hat, es werde dieses Land nick allein durch dieSchwäche" seiner Aufrüstung, durch de Mangel aller Rohstoffe, besonders durch das Fehlen de unumgänglich notwendigen Erdöls, sondern auch nm durch seine finanzielle Armut verhindert sein, den ur erhört kränkenden und beleidigenden Heraussorderunge der angelsächsischen Mächte mit den Waffen zu begegner kann man einfach dort nicht mehr verwinden.Ren york Times' ist es, die in edler Selbsterkenntnis diese Tage feststellt, dah man gegen die Elastizität und Ar Passungsfähigkeit des japanischen Volkes blind gewese sei und wie hypnotisiert vor sich ein, nach dem fünf fahrigen chinesischen Krieg, ausgeblutetes und ausgc powertes Land gesehen habe, dem keinerlei Krieg- chancen mehr Zuständen. Ob es eine sehr berechtigt Ast Japaner gewesen ist. vor Beginn des chinc Men Krieges der japanischen Armeelumpige fünfzi Millionen Yen" zu verweigern mit der Begründung, si wurden den Finanzbankrott des Staates herbeiführet oder ob es weise vorausschauende Sparsamkeit für kam mende, weit mehr Kriegsmittel erfordernde Zeiten war jedenfalls, dah sofort bei Beginn der pazi fischen Auseinandersetzung in Japan gleich zwanzi Milliarden Yen für Rüstungszwecke bereitstanden ha bei den angelsächsischen Mächten wie ein betäubende Schlag gewirkt, weil daraus ohne weiteres erkennba wurde, wie sehr die innere wirtschaftliche Stärkum Japans Mitten im Kriege möglich war und wie seh man auch in dieser Hinsicht in einem großen Irr tum über Japan sich befand. Und' wie mi den Finanzen, ging es mit dem Erdöl, wo noch in Jahre 1937 die Behauptung einer Unmöglichkeit Japan- seinen Bedarf selbst zu decken und die aus solchen ^kangel gezogene Folgerung der Abhängigkeit von de USA. m allen amerikanischen BlNtern Taqesqesprää war. So sicher war man in USA. dieses Umstandes. da! man sogar damalsgroßmütig" die Lieferungen nack Japan von bis dahin zwei Millionen auf drei Millionei Tonnen lahrlich erhöhte und sich keinerlei Gedanke, machte, ob Japan sich etwa aus diesen zusätzliche, Lieferungen Vorräte anlegen könnte. Es ist dies ir

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Drahtbericht unseres Vertreters ick. Paris, 7. März. Unter ^der Anteilnahme ganz Frankreichs wurden am Sonnabend in Paris die Opfer des niederträchtigen britischen Ueberfalls auf eine wehr­lose Zivilbevölkerung feierlich beigesetzt. In den Vor­orten von Paris, die von dem Bombardement besonders betroffen waren, fanden getrennte Trauerfeierlichkeiten statt, auf denen Minister der französischen Regierung eine Botschaft Petains verlasen.

In Boulogne, das die größte Zahl der Opfer zu be­klagen hat. lieh sich der französische Staatschef durch Justizminister Barthelemy bei der Hauptfeier vertreten. Dieser Trauerkundgebung wohnte auch der Generalbe­vollmächtigte der französischen Regierung in den be­setzten Gebieten^ Botschafter de Brinon, bei. Vor dem mit frischem Grün und schwarzen Trauerfloren ge­schmückten Bürgermeisteramt standen 250 Särge. An hundert von ihnen fehlten die Namen, da die Opfer nicht mehr identifiziert werden konnten. Vor einem schwarzen Altar zelebrierte der Erzbischof von Paris, Kardinal Suchard, die Trauermesse. Taufende von An­

gehörigen der Opfer, Vertretungen der Belegschaften und die Einwohner von Boulogne, wohnten der wür­digen Feier bei. Nach dem Gottesdienst verlas Minister Barthelemy die Botschaft Petains, in welcher der Mar­schall seinem tiefen Mitgefühl an dem tragischen Tod so vieler Pariser Arbeiter. Frauen und Kinder Aus­druck gibt. Es heißt darin u. a.:

Vor den tragischen Reihen der sterblichen lleber- reste jener, die euch teuer waren, möchte ich euch eine Botschaft der Trauer Frankreichs übersenden. Mir fehlen die Worte, um das auszudrücken, was wir empfinden; so sehr sind unsere Gedanken von den Schilderungen der Schreckensnacht bedrückt. Weggefegte Straßen, dem Erdboden gleichgemachte Stadtviertel, de­zimierte Familien, Kinder, die aus ihren Wiegen in ihr Grab gestürzt wurden, armselige lleberreste, die unter erstickendem Rauch aus den Trümmern hervor­gezogen wurden, Tote und Verwundete wir haben Minute für Minute eure schrecklichen Qualen miterlebt.

Sie haben Frankreich ins Tiefste seiner Seele ge­troffen. Die Worte des Hasses sollen sich in dieser

Stunde nicht unter die Worte des Mitleids mengen. Die Geschichte wird über die verbrecherische Tat des früheren Verbündeten richten, der unsere Soldaten allein in den Tod gehen ließ, um zwei Jahre später mit eiskalter Ueberlegung unsere unschuldige Zivilbe­völkerung mit Tod zu übersäen. Es gibt kein Kriegs­gesetz und keinen Borwand, die vor dem menschlichen Gewissen solch blutige Hekatomben rechtfertigen können."

Abschließend gibt Marschall Pstain in seiner Bot­schaft der Absicht Ausdruck, für die Opfer des feigen und hinterlistigen britischen Anschlags ein Denkmal errichten zu lassen. Petain hat mit diesen Worten, die mit ehrfürchtigem Schweigen von den Trauernden auf­genommen wurden, zum Ausdruck gebracht, was das französische Volk in dieser Stunde der Trauer empfand. "

Nach der Einsegnung der Särge durch den Erzbischof von Paris setzte sich dann die endlose lange Reihe der Leichenwagen in Bewegung: ihnen folgte ein kilo- meterlanger Zug der Leidtragenden zum Frjedhof, wo die Menge einen letzten ergreifenden Abschied von ihren , von Briten gemordeten Mitbürgern nahm.

An der oberen Wolga wie im Lowat-Gebiet versetzte die deutsche Luftwaffe den Sowjets ver­nichtende Schläge.

Die Japaner sind in die Vorstädte von Vandung aus Java eingedrungen.

Angesichts der neuen Erfolge der Japaner erwartet man in London die Kapitulation Javas.

Paris stand im Zeichen der Trauerfeierlichkeiten für die Opfer des niederträchtigen britischen Bom­benüberfalls.

Ab 9. März sind wieder private Feldpostbriefsen­dungen bis 100 Gramm zugelassen.

Als 12. Durchführungsverordnung zum Luftschutz­gesetz wurde eine Tarnverordnung erlassen. Bezüglich der neuen Reichsstelle für Textilwirt- schaft ist in Kürze eine weitere Anordnung zu erwarten.

Die Bremen-Amerika Bank ist mit der Seehandel A-G, Bremen» verschmolzen worden.